STUDIENJAHR 2013/2014 KURSE SEMINARE VERANSTALTUNGEN

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1 STUDIENJAHR 2013/2014 KURSE SEMINARE VERANSTALTUNGEN

2 Inhalt 2013 Witten/Annen Institut für Waldorf-Pädagogik Annener Berg Witten/Ruhr Tel.: Fax: Änderungen und Ergänzungen vorbehalten! Kurse Seminare Veranstaltungen (Kurs- und Vorlesungsverzeichnis) Studienjahr 2013/2014 Redaktion: Chr. Greshake-Ebding / A. Kubitza - Satz: A. Kubitza - Druck: Witten/Annen W. Fackler 2 Kurse Seminare Veranstaltungen

3 WITTEN/ANNEN INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK Inhalt ZUM STUDIUM 4 Ein Wort an die Neu-Beginner 4 Bauzeit Zur Studienordnung 4 5 Duale Ausbildung im Seminar und in der Schule 5 6 Verpasste - Verpatzte Studienleistungen 6 ALLGEMEINE KURSE 7 STUDIUM COMMUNALE 7 ZUSATZQUALIFIKATIONEN 7 INITIATIVEN 7 STUDIENGANG KLASSENLEHRER 9 ÜBERBLICK ÜBER DIE STUDIENJAHRE 9 Studienjahr 1 10 Studienjahr 2 11 Studienjahr 3 11 Studienjahr 4 12 MODULE UND VERANSTALTUNGEN 15 Studium und Arbeit (A-STA) 16 Anthroposophie und Waldorf-Pädagogik (A-ANT und A-WAP) 16 Fächer des Klassenlehrers 16 Deutsch (A-DEU) 16 Mathematik (A-MAT) 16 Naturkunde (A-NTK) Kulturkunde (A-KTK) Schule und Gesellschaft (A-GES) 17 Kunst (A-KUN) 17 Initiative (A-INI) 18 Schulpraxis 18 Veranstaltungen 20 Wahlfächer im Studiengang Klassenlehrer 27 vierjährig 27 Sonderpädagogik / Heilpädagogik SHP 27 dreijährig 31 Musik (Klasse 1-8) Handwerk/Bildende Kunst (HBK) Sprache und Dramatisches Spiel / Englisch (SDS) 41 zweijährig 42 Gartenbau 42 Handarbeit einjährig Audiopädie Natur- und Umweltpädagogik GRUNDSTÄNDIGE FACHSTUDIENGÄNGE 49 EURYTHMIE 49 MUSIKLEHRER (KL.1-13) 53 POSTGRADUIERTEN-STUDIENGANG WALDORF-PÄDAGOGIK 62 ANHANG 65 VEREINBARUNG ZUR PRAXISPHASE 65 Kurse Seminare Veranstaltungen 3

4 333 Zum Studium Das vorliegende Verzeichnis beschreibt die im INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK angebotenen Kurse sowie die Bedingungen für ein erfolgreiches Studieren im Studienjahr 2013/2014. Allgemeine Informationen über die Studiengänge sowie den Lern- und Studienort Witten/Annen sind den Prospekten des Instituts und der Internetseite (www.wittenannen.net) zu entnehmen. Änderungen und Ergänzungen werden durch Aushang bzw. auch per bekannt gegeben. Rechtsgrundlage des Ausbildungsganges bildet die geltende Studienordnung mit ihren Ergänzungen, die Sie im Downloadbereich der Internetseite finden. Ein Wort an die Neu-Beginner 1 In den Waldorfschulen wird seit 80 Jahren in den praktisch-handwerklichen Tätigkeitsfeldern, in der Kunst und im Bereich der Wissenschaft gelernt und gearbeitet. Den Studierenden bietet sich die Gelegenheit, ebenfalls in einer reichhaltigen Art und Weise zu lernen und an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten. Während man Impulse und Gesichtspunkte für ein lebenslanges Lernen gewinnt, kann man ebenfalls überprüfen, ob eine künftige Tätigkeit als WaldorflehrerIn das Richtige ist. Den Auftakt des Jahres bildet die Bauzeit, in der jeder neuer Studierende handwerklichpraktisch tätig wird. Somit bekommt man die Chance, den Ort, an dem man vier Jahre studieren wird, zu erkunden und mitzugestalten. Außerdem ist es eine wunderbare Gelegenheit, KommilitonInnen in etwas anderer Art und Weise als im Seminarraum kennen zu lernen und so eine menschlich-soziale Grundlage für ein erfolgreiches Studium miteinander zu schaffen. Sozial- und Handlungskompetenz werden ins Bewusstsein gehoben und eingeübt: Fähigkeiten, die nicht nur im Schulalltag, aber da auf jeden Fall in starkem Maße notwendig sind. Durch die Ausbildungszeit an der Schule und die Veranstaltungen zur Waldorfpädagogik lernt man den Schulalltag, sowie auch den ideellen Hintergrund dieser andersartigen Pädagogik kennen. Dazu gehören auch Grundlagen der Anthroposophie, methodisch-didaktische Kurse im Bereich Mathematik und Deutsch, sowie weitere wissenschaftliche Kurse. Letztere bieten verschiedene Denkansätze und Methoden in der Natur- und Geisteswissenschaft. 1 Die verwendete maskuline bzw. feminine Sprachform dient der leichteren Lesbarkeit und meint immer auch das jeweils andere Geschlecht. 4 Kurse Seminare Veranstaltungen Als eine Grundlage für die pädagogische Arbeit ist es wichtig, dass die Wahrnehmungsfähigkeit geschult wird. Der Umgang mit und die Beobachtung der Natur sind dazu hervorragende Schulungsmittel, aber natürlich auch das künstlerische Üben. In Vorträgen der Jahre 1923/24 regte Rudolf Steiner an, drei künstlerische Tätigkeiten (Plastizieren, Musik und Sprachkunst) als einen wesentlichen Bestandteil in die Lehrerausbildung aufzunehmen. Denn für den Lehrer ist es entscheidend, die Kräfte genau und konkret kennen zu lernen, die im Kind im Laufe seiner Entwicklung wirksam werden, Leib und Seele bildend. Diese Kräfte sind plastischer, musikalischer und sprachlicher Art. Im Kinde werden sie in den einzelnen Perioden seiner Entwicklung unbewusst wirksam. Vom Erwachsenen können sie in den künstlerischen Übungen bewusst erfahren und ergriffen werden und geben ihm dadurch die Möglichkeit, als Lehrer verständnisvoll die Anlagen des Kindes in Unterricht und Erziehung zu fördern. Zu den drei genannten künstlerischen Erfahrungsfeldern gesellt sich die Eurythmie, welche sowohl plastische wie musikalische und sprachliche Elemente in sich verbindet. Im ersten Trimester des ersten Jahres liegt ein Schwerpunkt beim Plastizieren. Es dient in erster Linie einer ganzheitlichen Menschenerkenntnis auf der Basis künstlerischer Einfühlung. Auf diese Weise vereinigen sich im ersten Studienjahr Kunst, Wissenschaft, Pädagogik und soziale Praxis. Die Studierenden des 1. Studienjahres werden von Reinhild Brass begleitet. Sprechstunden sowie Termine für die Kolloquia und die Tertialsrückblicke werden bekannt gegeben. Was die Zeitstruktur betrifft, gibt es an fünf Tagen der Woche (Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag) von 8:00 bis 11:00 h ein Pflichtangebot für die Klassenlehrer. Von 11:30 bis 13:00 h nehmen alle ganzjährig am Studium in den Fächern teil. Somit gibt es in der Regel von 8.00 bis Anwesenheitspflicht. Die übrige Studienzeit kann individuell gestaltet werden. Je nach Fachbereich gibt es so genannte gemeinsame Atelierzeiten, in denen weiterhin künstlerisch-praktisch gearbeitet wird. Die Wahl des Faches findet in der Bauzeit statt. Bis Weihnachten ist nach Rücksprache ein Fachwechsel (nur in dreijährige Fächer) möglich. Im Rahmen der Einführung der Module wird vom Studierenden erwartet, dass der Unterricht vor- und nachbereitet wird. Außerdem erfüllt jeder Studierende in jedem Modul die Aufgaben, die vom Dozenten bzw. Moduleigner gestellt werden. Pro Trimester gibt es fünf Module, an jeweils dreien wird parallel Informationen gearbeitet. Die Arbeitszeit für den künstlerischen Kurs ist fast deckungsgleich mit der Anwesenheitszeit. Bei den anderen Modulen ist dies nicht der Fall. Die Ergebnisse des Arbeitsprozesses an einem Modul werden in einem Modulblatt dokumentiert. Bauzeit Beginn: Sonntag, , Uhr. Der Tag endet gegen 20:00 Uhr. Ende: Donnerstag, Tagesablauf: Uhr Gemeinsames Singen Uhr Projektarbeit Uhr Frühstück Uhr Projektarbeit Uhr Mittagessen Die Nachmittage sollen sich folgendermaßen gestalten: Montag Uhr Projektarbeit Dienstag Uhr Kunstkurse Uhr Teamleitersitzung Mittwoch Uhr Vortrag/Plenum Donnerstag Uhr Kunstkurse Uhr Teamleitersitzung Freitag Uhr Projektarbeit Beratung Zum Studienbeginn gibt es in jedem Jahr eine ausführliche Studienberatung seitens der Tutoren im Institut. Dabei verfolgen die Beratenden das, gemeinsam mit den Studierenden individuell bedarfsorientierte und von Berufs wegen anforderungsspezifische Studienwege zu entwickeln. Studium Communale (S.7) Zusätzlich zu den Modulen gibt es Sonderveranstaltungen, die Credits erhalten, ohne aber mit besonderen Aufgaben verbunden zu sein. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen gehört für alle Studierenden zum Studium. Tertialsabschlüsse Nach jedem Trimester findet ein Tertialsabschluss statt. Er kann einen Zeitraum von zwei bis fünf Tagen umfassen. In dieser Zeit finden Evaluationen statt und die einzelnen Bereiche präsentieren ihre Ergebnisse. Das Programm entsteht also jeweils aus der konkreten Arbeit im Tertial. Themenwochen Ein- bis zweimal im Studienjahr gibt es einige Tage oder eine ganze Woche, die einer spezifischen, für den Waldorflehrer-

5 WITTEN/ANNEN INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK Beruf wesentlichen Fragestellung gewidmet sind. Die Thementage sind inhaltlich noch nicht festgelegt. Vorträge zur schriftlichen Hausarbeit Die erste Woche nach den Weihnachtsferien wird den Vorträgen zur Hausarbeit gewidmet sein. Die Studierenden des 4. Studienjahres präsentieren in öffentlichen Vorträgen die Ergebnisse ihrer Forschungen. Turmsingen jeden Donnerstag um 09:00, 30 Minuten. Hospitationszeit / Praxisphase Nach den Weihnachtsferien hospitieren die Studierenden des ersten und zweiten Studienjahres an den Ausbildungsschulen zur Vorbereitung der Praxisphase bzw. der Ausbildungszeit an der Schule. Zur Studienordnung Information Die Studierenden der grundständigen Ausbildung sind gehalten, sich mit der Studienordnung vertraut zu machen, damit sie in der Lage sind, die darin festgelegten Regelungen und Freiräume für die eigenverantwortliche Gestaltung ihres Studiums zu nutzen. Stundenplan Für das gesamte Studienjahr gibt es einen vorgegebenen Studienplan mit Modulen, die aufeinander aufbauen. Abschlussportfolio (Modulsammler) Das Abschlussportfolio bietet die Grundlage für eine einwandfreie Dokumentation des Leistungsprofils und muss von allen Studierenden geführt werden. In einigen Ausnahmefällen gilt noch das Studienbuch, das durch das Portfolio abgelöst wurde. Klassenlehrer mit Fach Studienanfänger nehmen zugleich das Studium zum Klassenlehrer und das Studium zum Fachlehrer auf. Ein etwaiger Fachwechsel im Laufe des ersten Tertials hängt von der Länge des neuen Faches ab und muss mit den einzelnen Fachverantwortlichen abgesprochen werden. Die Dauer des Studiums im Fachbereich ist unterschiedlich lang. Es gibt Fachstudiengänge von einem, zwei, drei oder vier Jahren. Es wird von jedem Studierenden erwartet, dass er mindestens zwei Jahre Teilnahme an Fachstudiengängen nachweist und in mindestens einem Fach einen Abschluss erlangt. Das Studium gliedert sich in die allgemeine Klassenlehrerausbildung am Vormittag (8:00-11:00 Uhr) und die Kernzeit des Wahlfachstudiums am Vormittag (11:30-13:00 Uhr). Die Aufnahme in das Wahlfachstudium geschieht in einem gesonderten Gespräch bzw. Prüfungsverfahren durch die jeweilige Fachleitung und sollte spätestens am 31. Oktober vollzogen sein. Termine für die Hausarbeit ( 24 Studienordnung) Studienjahr 2012/13 Abgabe der fertigen Arbeit in der Bibliothek bis zum Fr., , Uhr. Vorträge zu den Hausarbeiten: Im Anschluss an die Weihnachtsferien. Studienjahr 2013/14 Informationstreffen für die Hausarbeiten im Rahmen des Kolloquiums. Einreichen des Themas nach Absprache mit dem Betreuer bis zum Mo., , Uhr. Postfach am Institut: Christa Greshake- Ebding. Themengenehmigung durch die Institutskonferenz am Di., Eventuelle Themenänderungen bis zum Abgabe der fertigen Arbeit in der Bibliothek bis zum Di., , Uhr. Vorträge zu den Hausarbeiten im Anschluss an die Weihnachtsferien. Verantwortlich: Christa Greshake-Ebding Duale Ausbildung im Seminar Das Institut hat seit 2009 ein neues Studienkonzept einführt. Das Studienkonzept ist für alle verbindlich, die seit 2009/10 mit ihrem Studium am Institut begonnen haben. Im Kontext der Bewegungen in der europäischen Hochschullandschaft seit dem so genannten Bologna-Prozess hat das Institut nach einem mehrmonatigen gemeinsamen Prozess von Dozenten, Studierenden und Lehrern an Waldorfschulen beschlossen, seine Studiengänge neu auszurichten. Der Entwurf einer neuen Studienordnung, die einen 5-jährigen Studiengang für den Klassenlehrer vorsieht, liegt vor und befindet sich im Abstimmungsverfahren mit den Schulen im Bund der Freien Waldorfschulen. Bereits während des Studiums werden durch eine enge Zusammenarbeit von Seminar und so genannten Ausbildungsschulen Teile des Studiums an den Ausbildungsort Schule verlegt. Damit entsteht ein derzeit in der Bildungslandschaft einmaliges Konzept. Eine ausführliche Beschreibung des Konzeptes finden Sie im Downloadbereich unserer Internetseite. Im Anschluss finden Sie die Kernpunkte in der praktischen Konsequenz für Ihr Studium beschrieben. Die beiden wesentlichen Kernpunkte der neuen Struktur sind die Modularisierung des Studiums und die Umgestaltung der Praktika zu einer Ausbildung in der Praxis. Diese neue Struktur ist mit der geltenden Studienordnung in Einklang. Die Rahmenbedingungen werden im Folgenden beschrieben. Sie sind in Entwicklung und werden jährlich evaluiert. Zeitstruktur Tagesablauf Vormittags werden die Grundlagen der Waldorfpädagogik mit Dozenten und Mitstudierenden erarbeitet und in für den Klassenlehrer-Beruf qualifizierenden Künsten erübt. Das Fachstudium findet von 11:30-13:00 Uhr statt. Es handelt sich hier um Präsenzzeit. Am Nachmittag werden fakultativ Methodik/Didaktik-Kurse, sowie Kurse in Heilpädagogik angeboten. Nachmittags und abends sind die Ateliers für die künstlerischen Fächer geöffnet. In den Fachbereichen werden pro Tag eine Stunde Eigenarbeit erwartet. Auch für die anderen Module gilt es, in der Eigenarbeitszeit die besprochen Inhalte zu vertiefen und durch die Erarbeitung bestimmter Aufgaben die eigenen Fähigkeiten zu schulen und zu festigen. Die Eigenarbeitszeit verteilt sich auf Zeiten integriert in den Kursbetrieb sowie auf den Nachmittag. Nachweis von Studienzeiten Nachweise für erforderliche Studienzeiten werden in der derzeit gültigen Studienordnung in Semesterwochenstunden (SWS) berechnet. Grundlage für die Werte der SWS sind die gegebenen Stunden der Dozenten (1 SWS = 12 x 45 Minuten). Im neuen Konzept will das Institut den zeitlichen Maßstab bei der Lernzeit (Präsenz, Kontakt und Eigenarbeit) der Studierenden setzen, weil es um deren Lernen und Berufsvorbereitung geht. Die Studienzeit der Module setzt sich aus Präsenzzeit und Eigenarbeitszeit der Studierenden zusammen. Dieses Verhältnis kann für jedes Modul unterschiedlich sein. Zur vereinfachten Darstellung wird die Studienzeit in Credit-Points umgerechnet Studienzeit = Präsenzzeit + Eigenarbeitszeit 30 Stunden Studienzeit = 1 Credit Point Gegenwärtig aber gilt aufgrund der Studienordnung noch die Präsenz- und Unterrichtszeit des Dozenten (SWS). Daher beschreibt ein Umrechnungsmodell den Übergang rechtssicher. Ausgehend von einer durchschnittlichen Präsenzzeit wurde die Umrechnung von Modulzeiten auf Semesterwochenstunden wie folgt festgelegt: 1 Credit = 1 SWS Kurse Seminare Veranstaltungen 5

6 Studiennachweise Um ein Modul erfolgreich zu absolvieren, müssen die für das Modul definierten Aufgaben erledigt werden. Sie werden im Modulblatt dokumentiert. Diese Aufgaben und deren Dokumentation sind die alleinige Grundlage für die Leistungsnachweise im Studium. Stundenplan und Wahlmöglichkeiten Für alle Studienjahre ist der Stundenplan vorgegeben. Mit Absolvieren der vorgegebenen Kurse ist die Pflichtbelegung erfüllt. und in der Schule Für alle Studienjahre wird das Konzept einer Ausbildung am Lernort Schule zusammen mit Ausbildungsschulen weiterentwickelt. Ausbildungsschulen sind zum Zeitpunkt der Drucklegung: Rudolf-Steiner-Schule Bochum, Freie Waldorfschule Dinslaken, Freie Waldorfschule Dortmund, Georgschule Dortmund, Blote Vogel Schule Witten, Rudolf- Steiner-Schule Wuppertal, Christian- Morgenstern-Schule Wuppertal, Freie Waldorfschule Erftstadt, Rudolf-Steiner-Schule Düsseldorf, Freie Waldorfschule Gladbeck, Freie Waldorfschule Mülheim, Widarschule Wattenscheid und Rudolf-Steiner-Schule Witten. Mit weiteren Schulen werden zurzeit Verhandlungsgespräche geführt. Die Praxisphasen der Ausbildung finden an diesen Schulen statt. Die Ausbildungsplätze werden im Oktober bekannt gegeben. Danach findet eine Verteilung auf die Plätze statt. Verpasste - Verpatzte Studienleistungen 6 Kurse Seminare Veranstaltungen In jedem Modul müssen Aufgaben erledigt werden, die man entweder im Laufe der Modulzeit absolviert oder noch in den anschließenden Ferien bearbeitet. Es gibt für jedes Tertial einen Zeitpunkt, bis zu dem alle Aufgaben erledigt sein müssen: Der letzte Termin für die Bescheinigung eines Moduls ist bei Modulen aus dem 1. und 2. Tertial: das Ende der zweiten Woche nach Beginn des folgenden Tertials. bei Modulen aus dem 3. Tertial: das Ende der ersten Woche nach den Sommerferien.. Die Module eines Tertials müssen spätestens am Ende der 2. Woche des Folgetertials unterzeichnet werden. Der letztmögliche Abgabetermin für schriftliche Arbeiten sowie für Klausuren und mündliche Prüfungen ist 7 Tage vor dem o.g. Unterzeichnungstermin. Bis dahin können Ausarbeitungen noch korrigiert und überarbeitet werden. Nach den Sommerferien müssen also alle Module des vergangenen Studienjahres unterzeichnet sein. Nun kann es vorkommen, dass jemand aus Krankheits- oder sonstigen Gründen ein Modul nicht absolvieren konnte oder dass er die Aufgaben nicht erfolgreich erledigt hat. Wenn am Ende mehr als 3 Module nicht unterschrieben wurden, muss das Jahr wiederholt werden. Bis zu 3 Modulen können nachgeholt werden, ohne dass der Studierende dafür einen Kurs besuchen muss. Er bekommt eine neue Aufgabe, für deren Erledigung eine angemessene Frist vereinbart wird. Ein Modul muss spätestens bis zu dem Zeitpunkt erfolgreich absolviert sein, wo es als Voraussetzung für ein anderes Modul vorgesehen ist. Bei verpassten Modulen der Praxisphase gibt es eine gesonderte Regelung: Wenn mehr als 1/3 der Module nicht erledigt wurde, muss die Praxisphase wiederholt werden. Hierzu können, um zu vermeiden, dass dies zu einer Wiederholung des ganzen Jahres führt, Schulen einbezogen werden, die keine Ausbildungsschulen sind. Dies ermöglicht die Einbeziehung von Schulen in anderen Bundesländern. In allen Fällen empfiehlt es sich, schnell mit den Modulverantwortlichen zu sprechen und Wege zu finden, das verpasste Modul nachzuholen. Abwesenheit vom Studium Krankheitsbedingte Abwesenheit vom Studium ist unverzüglich dem Sekretariat mitzuteilen. Bei längerer, krankheitsbedingter Abwesenheit ist spätestens am 3. Tag ein ärztliches Attest einzureichen. Beurlaubungen vom Studium sind sowohl bei der Leitung der Klassenlehrerkonferenz wie auch bei der jeweiligen Fachleitung rechtzeitig schriftlich unter Angabe der Gründe zu beantragen. Klassenlehrerkonferenz und Fachleitung entscheiden, ob sie dem Antrag stattgeben können. Informationen Ansprechpartner 2013/2014 Jahrgangsbetreuer: 1. Jahr: Reinhild Brass 2. Jahr: Martin Tobiassen 3. Jahr: Gabriele Ruhnau 4. Jahr: Christa Greshake-Ebding und Dr. Michael Kalwa Lernort Schule 1. bis 4. Studienjahr: Antje Bek Praxis im Postgraduiertenkurs: Dr. Martin Schlüter Für die Verwaltung: Doris Wachowski-Nötzel Formale Fragen der Studiengestaltung: Christa Greshake-Ebding Alexander Kubitza Verbindliche Aussagen über die formale Anerkennung von Studienleistungen als Voraussetzung für das Absolvieren einzelner Studienabschnitte und die Erlangung des Diploms erhalten Sie von folgenden Personen oder Gremien: Verkürzungs- und Anerkennungsfragen: Aufnahmeausschuss Prüfungen vor Diplomvergabe/ Abzeichnen des Studienbuches/ Abzeichnen des Belegbogens: Fachleiter und Prüfungsrat Den Prüfungsrat bilden im Studienjahr 2013/14 Christa Greshake-Ebding und Alexander Kubitza. Der Prüfungsrat ist auch Ansprechpartner in Streitfragen, die z. B. die Beurteilung erbrachter Leistungen betreffen, sowie bei besonderen Anträgen. Abzeichnen des 'Laufzettels': Doris Wachowski-Nötzel (Sekretariat) Ansprechpartner für weitere Fragen rund um das Studium, Studentische, Initiativen und mehr: Studentenrat der Studentengemeinschaft, gebildet aus studentischen Vertretern der Fachbereiche. Finanzierungsmöglichkeiten des Studiums: Treuhänder der Studentengemeinschaft, gebildet durch Kooptation und Initiative, bestätigt durch die Gemeinschaft der Studierenden in der Hausversammlung.

7 WITTEN/ANNEN INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK Allgemeine Kurse Tertialsabschluss Das Kollegium I. Tertial Mi.-Fr., 8:00-13: Siehe Aushang! II. Tertial Mi.-Fr., 8:00-13: Siehe Aushang! III. Tertial Mi.-Fr., 8:00-13: Siehe Aushang! Studium Communale Zusatzqualifikationen Z - Q 21 Zusatzqualifikation zum Arbeitspädagogen Gemeinsam mit der Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung GAB München hat das Institut für Waldorf-Pädagogik in den Jahren 2002 bis 2004 die Bausteine für die Zusatzqualifikation Arbeit als pädagogisches Mittel entwickelt und in einem Forschungsbericht (2004) dokumentiert. Eine Pilotgruppe von vier Studenten und drei Dozenten hat von 2004 bis 2007 die im Bericht beschriebenen Module umgesetzt und überarbeitet. Mit dem Studienjahr 2008/09 wurde ZQ 21 Arbeit als pädagogisches Mittel in Studienordnung und -angebot integriert. Die Module 1-2 sind eingebunden in den Studienverlauf und unabhängig von der Zusatzqualifikation für alle Studierenden verpflichtend. Die Module 3 und 4 sind für diejenigen wählbar, die die Zusatzqualifikation während ihres Studiums erwerben wollen. Alle Module können im normalen Studienverlauf in ca. 2 Jahren bearbeitet werden. Z - Q 21-1: Das Studium am Institut für Waldorf- Pädagogik beginnt mit der Bauzeit: vier Wochen praktische Arbeit als Lernsituation. Begleitend zur täglichen Arbeit führt der/die Studierende ein Lerntagebuch. In die Dokumentationstechnik eines Portfolios wird eingeführt. Impulsreferate dienen der Betrachtung der modernen Arbeitswelt und geben erste Einblicke, wie Arbeit in das Lernen an der Waldorfschule und am Institut integriert ist. Alle Teilnehmer schreiben ein Portfolio/Erlebnisbericht über die Bauzeit ganztägig von Uhr im Rahmen des 1. Studienjahres verpflichtend. 3 CP Z - Q 21-2 Vorbereitend für eine weitere Bauzeit gibt es fünf Veranstaltungen, eine ganztägig. Vor Studienbeginn schließt sich eine Vorbereitungswoche an, ebenfalls ganztägig. Für Studierende ohne Vorerfahrung in Projektarbeit wird in dieser Zeit die Projektidee entwickelt, schriftlich in Form eines Lerntagebuches begleitet, in dem die eigenen Lernschritte dokumentiert und die mit dem Projekt verbundenen spezifischen Lernschritte aufgezeigt werden. Die Teilnahme an der vierwöchigen Bauzeit im Rahmen des zweiten Studienjahres ist verpflichtend. Für Studierende, welche über Vorerfahrung in Projektarbeit verfügen, wird innerhalb dieser Zeit die Projektidee ausgearbeitet und der Vorbereitungsgruppe der Bauzeit präsentiert. Als Projektleiter in der Bauzeit besteht dann Gelegenheit, das entwickelte Projekt umzusetzen und an der Wirklichkeit zu prüfen. Die Projektleiter, welche sich zu der Zusatzqualifikation entscheiden, evaluieren den Gesamtverlauf der Projektarbeit in Hinblick auf Lern- und Entwicklungschancen in Form eines Zusatzportfolios. Z - Q 21-3 Die Erfahrungen im Umgang mit Projektarbeit am Institut werden in einen größeren Zusammenhang gestellt. Neue Arbeitszusammenhänge werden umfassend dargestellt und unter pädagogischen Gesichtspunkten reflektiert. Hier kann es sich um ein Praktikum in einem Wirtschaftsund/oder Dienstleistungsbetrieb aber auch um bereits tätig erlebte Arbeitserfahrungen handeln. Der Projektverlauf wird durch ein Portfolio mit Fremdreflektion dokumentiert und abschließend präsentiert. Z - Q 21-4 Die Erfahrungen im Umgang mit Projektarbeit am Institut werden in ein Schulprojekt übersetzt. Menschenkundliche und methodisch-didaktische Fragestellungen sind hinsichtlich praktischen Arbeitens mit Kindern aufzuarbeiten. In Absprache mit den Fachdozenten kann eine Zeit der Schulmodule genutzt werden, bzw. können ebenfalls nach Absprache andere, außerschulische pädagogische Aktivitäten gleichrangig bewertet werden. Präsentation und Portfolio mit Eigen- und Fremdreflexion runden das Modul ab. Ziel: Praktische Arbeit als Bildungsmittel im Schulalltag so einsetzen können, dass die Schüler ihre Kompetenzen kennen lernen, entwickeln und erweitern können und Weltinteresse und Weltbezug gestärkt werden. Abschluss: Zertifikat ZQ 21 Arbeit als pädagogisches Mittel Studienbegleiter: Emile Cnoops, Heike Korfmann, Alexander Kubitza F SDS Erzählen und Erzählstoff der Klassenlehrerzeit / Werke der Weltliteratur Gabriele Ruhnau Beginn:ganzjährig ab Mittwoch 16:00-18:00 Uhr : Über den Zeitraum von zwei Jahren wird an Motiven des Erzählstoffes der Klassenlehrerzeit gearbeitet, mit dem Ziel, ein tieferes Verstehen der Bildersprache zu entwickeln sowie das freie Erzählen zu schulen. Kompetenzen: stilsicheres und altersgemäßes Erzählen Sicherheit im Umgang mit der Bildhaftigkeit in Märchen, Mythen und Dichtung Die Termine und Themen werden zu Beginn des Studinjahres bekannt gegeben. Der Kurs ist offen für externe Teilnehmer. Die Höhe der Teilnahmekosten gilt es festzulegen. Die genauen Termine, Themen und Aufgaben werden zu Beginn mit den Teilnehmern vereinbart. Initiativen Z INI 602 Einzelarbeit Sprachgestaltung Gabriele Ruhnau, Frank Ehrhardt-Bouhdiba Ganzjährig, nach Absprache. Auf Empfehlung kursgebender Dozenten sowie auf persönliche Nachfrage können individuelle Einseitigkeiten und Schwächen sowie spezielle, z. B. die Vorbereitung auf die Praxisphase betreffend in wöchentlichen Einzelstunden bearbeitet werden. Ansprechpartner ist der jeweilige Dozent. Kurse Seminare Veranstaltungen 7

8 Informationen Z INI 603 Turmsingen Reinhild Brass, Martin Tobiassen, Studierende des Fachbereichs Musik Ganzjährig Do. 09:00 09:30 Uhr Einmal wöchentlich trifft sich die Institutsgemeinschaft im Turmfoyer, um jahreszeitliche und Feierlieder zu singen. Z INI Forum Eurythmie Arnold Pröll Ganztägig Ein europäisches Jugend-Eurythmie-Festival mit Aufführungen und eurythmischen Projekten von Oberstufenschülern, Eurythmiestudenten und Ensembles. Angefragt sind Beiträge aus Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Frankreich, Norwegen und Schweden. Vormittags und nachmittags finden Kurse, Veranstaltungen, Projekte für Schüler, Studenten, Eltern jederfrau und jedermann statt. Täglich von finden Eurythmieaufführungen statt und anschließend ein Nachtprogramm. Z KTK Kulturkunde - Exkursionen Ernst-Christian Demisch Geplant werden folgende Exkursionen 1.) Externsteine u. Drüggelter Kapelle ( , 9:00-17:00 Uhr) 2.) Museumsbesuche in Leiden (NL) bes. Ägypten und Völkerkunde 3.) Weimar 4.) Bretagne 5.) Dornach, Rückfahrt über Colmar Nähere Auskünfte erteilt gerne E.C. Demisch: Z - KTK Kulturkunde - Exkursionen Ernst-Christian Demisch bis ganztägig Exkursion 4 - Bretagne Gavriniz (Gavrinis), Karnag (Carnac), Gwened (Vannes). Im Zentrum der Exkursion stehen die Monumente einer vergangenen Welt - Dolmen, Menhire,, aber auch die Vielfalt der Natur: Sand- und Felsküste, Meeresströmungen dazu kommt die Welt des Mittelalters, der bretonischen Folklore, das Nachtleben, die Ruhe beim Sonnenuntergang. 8 Kurse Seminare Veranstaltungen

9 WITTEN/ANNEN INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK Studiengang Klassenlehrer Überblick über die Studienjahre Kurse Seminare Veranstaltungen 9

10 Studienjahr 1 Modul-Nr. Titel Als QSN laut StO für Grundstudium CP Die vorletzte Spalte stellt den Bezug zur Studienordnung her. Für qualifizierte Studiennachweise =Scheine) (QSN) der geltenden Studienordnung werden nicht mehr besondere Nachweise und Formalitäten verlangt. Sie gelten mit der Erledigung der Aufgaben im Modul als erledigt. A - STA Studium und Arbeit 1 Bauzeit 6 A - ANT Anthroposophie I 3 1. TERTIAL A - DEU Deutsch I 3 A - KUN Kunst I Plastizieren Kunst 1/2 3 A - EUR Kunst X Eurythmie 1 1 A - WAP Waldorfpädagogik I Praxis 1/2 3 Studieren heißt nicht Punkte zählen, aber beim Planen muss man das schon mal. 2. TERTIAL 3. TERTIAL A - GES Gesellschaft 3 A - INI Initiative I Praxis 2/2 3 A - NTK Naturkunde I 3 A - KTK Kulturkunde I 3 A - KUN Kunst II Malen und Zeichnen Kunst 2/2 3 A - KUN Kunst VII Unterricht 1 1 Die letzte Spalte informiert über die Credit Points (CP) Erläuterung siehe Seite 6 30 Stunden Studienzeit = 1 Credit Point Tertialsabschlüsse 3 STUDIUM COMMUNALE Hospitationswoche 2 Themenwoche 2 Soziale Dienste 3 Individuelle Studienzeit 10 Und hier noch eine Besonderheit! Die gemeinsamen und individuellen Studienbedürfnisse werden auch bepunktet. Im Vertrauen ohne Nachweis! 10 Kurse Seminare Veranstaltungen

11 WITTEN/ANNEN INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK Studienjahr 2 Modul-Nr. Titel Als QSN laut StO für Kern kurse Lernbereiche A - STA 202-T Studium und Arbeit 2 für 6 Teilnehmer oder Projektleiter A - STA 202-L 8 LP 1. TERTIAL A - ANT Anthroposophie II KK1 3 A - KTK Kulturkunde II 3 LBA1 A - KUN Kunst III Musik 3 A - EUR Kunst X Eurythmie 2 1 Hier geht s zum zweiten Mal in die Praxisphase und mit drei Wochen Vorbereitung sollen Sie Mathematikunterricht verstehen und auch selbst ein bisschen geben. Es wäre gut sich aufs Rechnen vorzubereiten. 2. TERTIAL A - MAT Mathematik I KK2 3 A - INI Initiative II 3 A - DEU Deutsch II 3 3. TERTIAL KK3 A - MAT Mathematik II 3 A - KUN Kunst IV Musik 3 A - KUN Kunst VII Unterricht 2 1 Tertialsabschlüsse 3 STUDIUM COMMUNALE Hospitationswoche 2 Themenwoche 2 Soziale Dienste 3 Individuelle Studienzeit 10 Kurse Seminare Veranstaltungen 11

12 Studienjahr 3 Modul-Nr. A - GES Gesellschaft LBA2 Titel Als QSN laut StO für Kern kurse Lernbereiche 3 LP Das dritte Jahr steht im Zeichen des Fachabschlusses und der schriftlichen Hausarbeit. Hoffentlich haben Sie ein interessantes Problem zur Bearbeitung gefunden! Termine auf Seite 5 1. TERTIAL A - MAT Mathematik III 3 LBB1 A - KUN Kunst V Sprache 3 A - EUR Kunst X Eurythmie 3 1 A - FÖR Fördern 3 2. TERTIAL 3. TERTIAL A - FÖR Differenzieren 3 oder A - INI Initiativ III A - DEU Deutsch III LBB2 A - MAT Mathe IV LBB3 A - KUN Kunst VI Sprache 3 A - KUN Kunst VII Unterricht 3 1 A INI Hausarbeit In der 3. Praxisphase geht s darum, die Aufgaben der ersten (Wahrnehmung eines Kindes) und der zweiten (Wahrnehmung eines Unterrichtes) unter besonderen Bedingungen zu wiederholen. Dazu gehen wir in eine Förderschule. Wer dies nicht braucht, hat die Möglichkeit zur Initiative. Tertialsabschlüsse 3 Hospitationswoche 2 STUDIUM COMMUNALE Themenwoche 2 Soziale Dienste 3 Individuelle Studienzeit Kurse Seminare Veranstaltungen

13 WITTEN/ANNEN INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK Studienjahr 4 Modul-Nr. Titel Als QSN laut StO für Kern kurse Lernbereiche LP A - INI Hausarbeit 1. TERTIAL A - ANT Anthroposophie IV 3 A NTK Natur-Kulturkunde LBA3 A KUN A NTK Kunst Malen/Zeichnen, Musik Sprache Naturkunde 3 3 Das 4. Jahr ist ganz anders gestrickt. Für die meisten ist das Fach abgeschlossen und nun geht es 6 Monate in die Schule. A DEU Deutsch IV 2.+3.TERTIAL PRAXISPHA- SE A KOM Unterrichtskompetenz I 4 A - TEC Technai 4 A - KUN Kunst VIII Unterrichtskunst- Kunst 4 A - KOM Unterrichtskompetenz II 23 2 Das Highlight zum Abschluss: 2 Intensivwochen Allgemeine Menschenkunde. A INI Selbstorganisation 4 3.TERTIAL A - ANT Anthroposophie V 3 Tertialsabschlüsse 3 STUDIUM COMMUNALE Hospitationswoche 2 Themenwoche 2 Soziale Dienste 3 Individuelle Studienzeit 10 Kurse Seminare Veranstaltungen 13

14 Und nicht vergessen: Das Ergebnis ist mehr als die Quadratur eines Kreises: Ein-heptagonaler Doppelkreis 2 und braucht den Kreislauf des Lernens. Studienjahre 5, 6, 7,... Schulen mit Berufseinführung und Fortbildungskultur bieten eine Weiterführung des Studiums und setzen die Duale Lehrerausbildung fort. 2 Aus G. Kellermann et al. Kompetenzen im Spannungsfeld zwischen KMK und Rudolf Steiner. Witten Kurse Seminare Veranstaltungen

15 WITTEN/ANNEN INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK Module und Veranstaltungen Hier werden alle Veranstaltungen, die für das Studium relevant sind, aufgeführt. Gliederung: Beschreibung der Studienbereiche Chronologische Abfolge in der Grundständigen Ausbildung (Jahrgänge 1. bis 4. Jahr und Fachbereiche), Postgraduierten-Studium (einjährig). Kurse Seminare Veranstaltungen 15

16 Studiengang Klassenlehrer Kernbereiche im Studiengang Klassenlehrer Hier werden die Module thematisch zusammengefasst. Eine zeitliche Gliederung finden Sie in den anschließenden Veranstaltungstexten sowie in der Übersicht in der Mitte des Verzeichnisses. Studium und Arbeit (A-STA) Alle Studienanfänger nehmen ihr Studium mit der vierwöchigen Bauzeit auf. Die Bauzeit, die der praktischen Arbeit in Häusern, Gelände, Park und Garten gewidmet ist erweitert durch künstlerische Kurse und Vorträge gibt den Neuankommenden die Gelegenheit, das Institut mit seinen arbeitspädagogischen Lern- und Erfahrungsfeldern, die Mitarbeiter und auch Studierende im Rahmen der gemeinsamen Projektarbeit kennen zu lernen. Mehr als das: die Bauzeit bietet einen Einstieg in das in Zukunft pädagogisch immer relevantere Feld der praktisch-handwerklichen Arbeit. Am Institut wird diese pädagogische Blickrichtung als Studium und Arbeit bezeichnet. Arbeit als ein pädagogisches Mittel in das Lehrerstudium einzubeziehen und weiterzuentwickeln, ist eines der Alleinstellungsmerkmale des Instituts. Die Bauzeit ist verbindlicher Studienbeginn. Studierende, die bereits 2011/12 oder davor ihr Studium aufgenommen haben, nutzen diese Zeit für eine Tätigkeit als Projektleiter, für zusätzliche Praktika, für ihre schriftliche Hausarbeit sowie für spezifische Lern- und Forschungsaufgaben. Seit dem Studienjahr 2010/11 gilt, dass Studienanfänger auch ihr zweites Studienjahr als Teilnehmer und Mitgestalter der Bauzeit beginnen. Es ist möglich, auf der Basis der Bauzeit- Module eine Zusatzqualifikation zum Arbeitspädagogen zu erwerben (s. S.7). Anthroposophie und Waldorf- Pädagogik (A-ANT und A-WAP) Die Anthroposophie Rudolf Steiners bildet die Grundlage der Waldorfpädagogik. Sie versteht sich aber nicht in erster Linie als eine Summe von Inhalten, sondern als "eine Versuchsmethode des allgemein Menschlichen", als "ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte". Diese Richtung einzuschlagen wird durch die Aufgabe gefordert, Kinder in ihrer seelischen und geistigen Entwicklung begleiten und fördern zu wollen. Ihr dienen die Anthroposophiemodule auf je besondere Weise. 16 Kurse Seminare Veranstaltungen Fächer des Klassenlehrers Deutsch (A-DEU) Sprich, damit ich dich sehe! Schreib, damit ich dich verstehe! Sprache neben der Schriftsprache vor allem das gesprochene Wort - spielt eine zentrale Rolle im Klassenzimmer: beim künstlerisch gestalteten Sprechen, beim Erklären und Vermitteln von Inhalten, beim Erzählen. Zudem ist Sprache als Medium der Informations-, Empfindungs- und Intentionsvermittlung in jeglichem Studienfach/Unterrichtsfach von tragender Bedeutung. Im Studium sind es die Deutschmodule und die Sprachgestaltungsmodule, die diesen Bereich gezielt ins Auge fassen. In den Deutschmodulen geht es in der Auseinandersetzung mit Grammatik und Textgestaltung darum, die existentielle Bedeutung der Sprache für den Menschen zu erfahren. Die Sprache ist der Spiegel des Bewusstseins. Das gilt für die menschliche Sprache generell, das gilt im Speziellen, aber auch für eine Einzelsprache und für jeden Menschen, der auf seine Weise diese Sprache nutzt. Die Sprache ist so eng mit dem Menschen verbunden, dass es einen Akt des Sich-selbst-bewusst-Werdens darstellt, wenn man Grammatik betreibt, Stiluntersuchungen durchführt und dabei Einblicke in seinen eigenen Bewusstseinszustand erhält. Bei dieser Analyse sollen auch die Besonderheiten des Deutschen herausgearbeitet werden. Methodischer Ansatz für jedwedes bewusste Umgehen mit Sprache ist dabei Wege auszuprobieren, wie man selbst ohne Vorgaben und Regeln - seine Sprache erforschen kann, um dann als Lehrer andere auf diesem Weg mitnehmen zu können. Dafür braucht der Lehrer die Fähigkeit, sprachlichen Inhalt von seiner Form zu trennen und sich ein Begriffsrepertoire anzueignen, um diesen Prozess versprachlichen zu können. Modul 1: Sprachbewegungen Wir tasten die Wortarten ab, untersuchen ihre Veränderungsfähigkeit und erarbeiten uns die dem Phänomen zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten. Wir erfahren, welche Möglichkeiten die Wörter haben, sich in andere Wortarten zu verwandeln und versuchen zu erspüren, welche Seelentätigkeiten mit welcher Wortart angesprochen werden. Wir formen Sätze um und erforschen die Aufgaben der Wortarten im Satz selbst. All diese Tätigkeiten setzen das Plastizieren im 1. Tertial auf anderer Ebene fort. Modul 2: Verstehen Hier geht es um den Aufbau von Sätzen, um die Verbindungsmöglichkeiten von Sätzen (Haupt- und Nebensätze) und ihre Anwendung im Text. Wie wird ein Text verständlich? Welche Gedanken muss ich verbinden, welche muss ich voneinander trennen. Was sind die Urgesten des menschlichen Verbindens von Ereignissen, seine Bausteine für eine sinnhafte Welterfahrung? Wie mache ich diese Welterfahrung für einen anderen nachvollziehbar? Kann ich den eigenen Text hören, mich in den Leser hineinversetzen? Erlebe ich den musikalischen Aufbau, das Hauptmotiv, den Zusammenklang im Satz? Modul 3: Schreiben seine Sicht verständlich machen. In den beiden vorhergehenden Modulen haben wir Handwerkszeug und Sprachgefühl geschult, um zusammenhängende Texte bewusst zu gestalten. Wie blicken wir auf ein Ereignis? Unter welchem Aspekt beschreiben wir es? Welche Textgattung ist die wirkungsvollste, um unser darzustellen? Wir erarbeiten ganz unterschiedliche Textsorten und üben uns im Texteschreiben. Texte kommen in allen Unterrichten vor, denn jeder Fachunterricht ist Deutschunterricht. Deswegen werden wir auch versuchen, durch unsere Verwendung von Sprache dem eines Faches zu dienen. Modul 4 Es wird ein Überblick über das Was und Wie des Deutsch-Lehrplans gegeben. Dabei wird die Einführung von Schreiben und Lesen eine zentrale Rolle spielen, aber auch die Beziehungen, die sich zu den anderen Fächern ergeben. Mathematik (A-MAT) Durch die Mathematik kann das Vertrauen in das Denken gestärkt und vertieft werden und es kann Denksicherheit erworben werden. Daher kommt der Mathematikausbildung am Institut ihre besondere Bedeutung zu: Orientiert an der Seelenentwicklung des Kindes werden die mathematischen Gebiete für die Klassen 1-8 gemeinsam erarbeitet und erübt (2. und 3. Studienjahr). In der dreiwöchigen Praxisphasenvorbereitung (2. Studienjahr) und einem Didaktikmodul (3. Studienjahr) werden grundlegende mathematische Zusammenhänge für die Unterrichtspraxis vertieft. Naturkunde (A-NTK) Das des naturkundlichen Unterrichts kann treffend der Vorrede Rudolf Steiners zur Neuauflage seiner "Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung" im Jahre 1923 entnommen werden. Dort heißt es: "Ich suchte hinter den sinnenfälligen Erscheinungen nicht ungeistige Atomenwelten, sondern das Geistige, das sich scheinbar im Innern des Menschen offenbart, das aber in Wirklichkeit den Sinnendingen und Sinnesvorgängen selbst

17 WITTEN/ANNEN INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK angehört. Es entsteht durch das Verhalten des erkennenden Menschen der Schein, als ob die Gedanken der Dinge im Menschen seien, während sie in Wirklichkeit in den Dingen walten. Der Mensch hat nötig, sie in einem Schein-Erleben von den Dingen abzusondern; im wahren Erkenntnis-Erleben gibt er sie den Dingen wieder zurück." Den Naturerscheinungen die Begriffe wieder zurückzugeben ist das Bestreben der naturkundlichen Arbeit am Institut. Kulturkunde (A-KTK) Im 1. Studienjahr stehen die Grundlagen der anthroposophischen Betrachtung der Weltund Erdentwicklung im Zentrum der Bemühungen und die sich daraus ergebenden zur jeweiligen Jahrgangsstufe passenden Inhalte für den Waldorfunterricht. Ausgehend von der Frage: Wie verstehe ich das Hier und Jetzt? werden unterschiedliche Schöpfungsmythen vorgestellt und auf ihren Aussagekern hin untersucht. Dies wird mit geschichtlichen Daten untermalt und an den Darstellungen Steiners aus seinem Grundlagenwerk Geheimwissenschaft vertiefend an ausgewählten Passagen erarbeitet, so dass der Typus der Kulturepochen deutlich werden kann. Zur Auseinandersetzungt mit der Neuzeit werden Vorträge von R. Stiener aus seiner Geschichtlichen Symptomatologie (1918) und andere Werke herangezogen. Im 2. Studienjahr werden von den Studierenden vor dem Hintergrund der Kulturepochen Einzel-Biografien zu erarbeiten sein.dabei soll versucht werden, dass anhand des Lebens Impulse einer Kulturepoche sichtbar werden. Methodisch ist dabei der kurze mündliche Vortrag so zu wählen, dass in der Kurzdarstellung etwas Charakteristisches der Biografie deutlich wird. Außerdem ist nun auch der Bezug zum Unterricht in der entsprechenden Klassenstufe zu beachten. Die Übung ist auch anhand von Fluss-Biografien möglich. Im 3. Modul stehen dann die didaktischen und methodischen Fragen des Geographieund Geschichtsunterrichts (4.-8./12. Klasse) ganz im Mittelpunkt der Erarbeitung. Schule und Gesellschaft (A-GES) Der Zusammenhang von Schule und Gesellschaft soll erarbeitet werden, um von da aus den Rhmen für Schulen in freier Trägerschaft und Aspekte der besonderen Verantwortung zu erarbeiten, die damit verbunden ist. Kunst (A-KUN) Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar (Paul Klee). Dass die künstlerische Betätigung eine gesunde Entwicklung des Menschen fördert, auch erfolgreich in Therapien angewendet wird und aus der Arbeit mit traumatisierten Menschen in Krisenregionen nicht wegzudenken ist, das ist verbreitetes Wissen. Aber darf künstlerisches Tun 15% eines Lehrerbildungs-Curriculums beanspruchen? Ist das nicht zu viel Wellness? In den letzten Jahren hat die Hirnforschung erstaunliche Zusammenhänge zwischen Handgeschicklichkeit und der differenzierten Ausbildung des Gehirnes festgestellt. Die Kopfintelligenz wird offensichtlich durch die Handintelligenz erheblich gefördert. Aber das wäre zu kurz gegriffen, um den hohen Anteil an Kunst in der Klassenlehrerausbildung zu begründen. Die Kunst, das tätige, schöpferisch gestaltende Erfassen der Welt ist Teil des Curriculums, weil der Klassenlehrer Wissenschaftler und Handwerker und Künstler ist. Das heißt nicht, dass er Kunst unterrichtet, sondern dass er künstlerisch unterrichtet. Das Ziel ist also, dass Unterricht und Erziehung zu einem künstlerisch gestalteten Prozess werden Zur künstlerischen Meisterschaft, zur Kernkompetenz des Klassenlehrers gehört es, sinnvolle Beziehungen stiften zu können. Die Gestaltung von Beziehungen beruht immer auf Gegenseitigkeit. Nicht ein Machtprinzip ( ich bringe euch etwas bei ) gilt es durchzusetzen, sondern Räume der Begegnung zu schaffen, in der gegenseitiges Lernen möglich ist. Aber was für ein Raum ist das? In kreativen Prozessen kommt es darauf an, Bedingungen zu schaffen, in denen sich neue Ideen einstellen können. Bevor die Ideen erscheinen, gilt es ein Vakuum einzurichten, eine offene Situation herzustellen. Genau die Fähigkeit dieses Nichts auszuhalten wird in den künstlerischen Übungen trainiert. In der Begegnung mit den Kindern hilft es dem Erwachsenen Neues zuzulassen. Es bildet sich Geistesgegenwart und Zukunftsoffenheit. Womöglich erweist es sich als richtig, dass eine gute Unterrichtsstunde nur eine sein kann, in der der junge, wie der ältere Mensch gelernt hat. Zur künstlerischen Meisterschaft des Klassenlehrers gehört es, aus einer nahezu unüberschaubaren Vielfalt zu vermittelnder Inhalte immer wieder Bezüge zum Ganzen zu schaffen. Da sind die Kinder mit ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft, da sind die Eltern der Kinder mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Ideen, da ist die Welt gegliedert durch Fächer in Stoffpläne und da sind Zeit und Raum, die sich in Stundenplänen und Klassenräumen konkretisieren und allzu oft pressen! Wie kann es gelingen, aus dieser Disparität eine Einheit, und zwar nicht ein technokratisch-logistisches Konstrukt, sondern durch Schönheit, Harmonie, Rhythmus, Wiederholung eine Gestalt, ein Bild, eine Komposition, ja, eben ein Kunstwerk zu machen? Wenn man, als einem Aspekt der Kunst, dem Satz des Bildhauers Lehmbruck folgt: Alle Kunst ist Maß, dann fällt es einem leicht, die einende Kraft der Komposition anzuerkennen. Sie kann Gegensätze verbinden, Einseitigkeiten zu ihrem Recht verhelfen und sie doch in ein Ganzes einbinden. Wie, wenn nicht durch tätige Kunst, könnte das geübt werden? Künstlerisch-praktische Tätigkeiten sind für unser Studium also weder Beiwerk zur Erholung vom stressigen Alltag noch Kurse zur Vorbereitung des Kunstunterrichtes sondern wesentlicher Bestandteil unseres Kerncurriculums. Es ist das spezifische Potential der Kunst zu integrieren. Kunst ist immer Begegnung und sogar eine schöpferische Begegnung. Normalerweise ist Begegnung vom Alltag geprägt und oft auch belastet. Künstlerisches Üben führt uns über den Alltag hinaus, sensibilisiert für das Wirken geistiger und seelischer Kräfte und ermöglicht, dass wir uns selber als schöpferisches Wesen erfahren. In der Pädagogik ist die Kunst also unverzichtbar, weil sie einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung des Erziehers, der Kinder und der Jugendlichen leistet. Alle Sinne werden geschult. Die exakte Wahrnehmung wird geschult. Augenmaß, aber auch Disziplin, Ausdauer und selbstverantwortliches Handeln werden gefördert. Der Sinn des Übens wird erfahren und das Üben gelernt. Das Misslingen wird sofort erlebbar; im Einklang mit dem Material wird nach Lösungen gesucht. Die Selbstwahrnehmung wird gesteigert. Der Zusammenhang von Denken und Handeln wird ganz praktisch erlebt. Der adäquate Umgang mit materiellem und immateriellem Gut wird erfahren. An diesen Beispielen wird deutlich, dass es darum geht, künstlerische Prozesse und an diesen sich selbst zu erfahren und zu gestalten, aber auch, dass die künstlerische Übung alle Grundregeln des Lernen-Lernens beinhaltet. Das Ziel: der Unterricht, das Lernen- Lernen kann künstlerisch als Gestaltungsfeld ergriffen werden. Wenn der Unterricht in alle Richtungen - und nicht nur intellektuell - bildend und gestaltend wirkt, können Kinder und Jugendliche mit dem Lehrer zusammen kreativ lernen und arbeiten und wir erleben Erziehungskunst. Die Schule und auch das Seminar zu einem Atelier zwischen den Menschen (Beuys) zu machen, verlangt wesentlich mehr, als die Kunst im Curriculum der Klassenlehrerausbildung zu verankern. Hierfür Kurse Seminare Veranstaltungen 17

18 Studiengang Klassenlehrer 18 Kurse Seminare Veranstaltungen wollen wir immer wieder Anlässe zur Begegnung und zum Austausch schaffen. Verschiedene Künste arbeiten jeweils mit unterschiedlichen Materialien und Medien. Sie bedürfen unterschiedlicher Kräfte, wecken aber auch unterschiedliche Kräfte im Übenden. Diesen Zusammenhang hat R. Steiner schon im Jahr 1924 aufgezeigt und von der Möglichkeit gesprochen, der Lehrerbildung durch die aufeinander aufbauende Ausübung der verschiedenen Künste eine zeitgemäße und wesensgemäße Ausrichtung zu geben. Diese Anregung aufgreifend bildet jeweils eine Kunst in einem Studienjahr den curricularen Schwerpunkt. Im Folgenden werden, Ziele und Kompetenzen, die durch diesen Kursaufbau angestrebt werden, skizziert, um den Zusammenhang zwischen dem Lehrer-Sein und der jeweiligen Kunst zu verdeutlichen. Die Ausbildung beginnt im ersten Jahr mit dem Plastischen Gestalten und dem Malen und Zeichnen. Die Auseinandersetzung mit Materialien, die sich nur mit derb anmutender Handwerklichkeit bewältigen lassen, kann in der Komposition einer Ausbildungs- oder Lebensgestaltung tatsächlich einen Ausgleich zu der virtuellen Bilderwelt herstellen. Die Formkräfte der Natur werden durch eigene Gestaltung wahrgenommen. Wir formen und gestalten den Stoff, die Materie zu etwas Neuem. Allein die Materialerfahrungen und die Formgesetze wären Grund genug, sie in ein Lehrer-Curriculum aufzunehmen. Aber auch die Themen berühren direkt die tiefsten Fragen des Menschseins. Das Rätsel um das Werden und Vergehen erzählen die bildenden Künste seit Menschengedenken immer wieder neu. Im zweiten Jahr steht die Musik im Mittelpunkt der künstlerischen Ausbildung. Im musikalischen Tun öffnet sich die Seele für den Ton und seine Bedeutung, für die Melodie, den Takt, den Rhythmus. Bestenfalls entsteht ein Empfinden für Harmonie und vielleicht eine Komposition. So wie die Bildende Kunst den Seh-Sinn schult, schult die tätige Auseinandersetzung mit der Musik das Hören. Atmung und Blutkreislauf werden angeregt und die Empfindungskräfte werden belebt. Die Sprachkunst steht im Mittelpunkt des dritten Jahres. Im alltäglichen Gebrauch bedienen wir uns als moderne Menschen der Sprache im Wesentlichen als Kommunikationsmedium. Die Sprache selbst bleibt dabei unbewusst. Es gilt, Sprache als künstlerisches, gestalterisches Medium kennen zu lernen: Vokale und Konsonanten sind das Material, durch das sich der Mensch selbst, Worte bildend, ausdrückt, in der Alltags- und Umgangssprache, in der Gedankensprache, in der emotionalen und intentionalen Äußerung, in und Poesie mit ihrem Rhythmus und Melos und nicht zuletzt in der stummen Sprache von Haltung, Mimik und Gestik - der nonverbalen Sprache -, die unmittelbar sichtbar aussagt, was das Individuum aus dem Innersten seines Wesens kundtut. Sprache soll als dem Wesen des Menschen verbundene Kraft und Wirksamkeit erfahrbar werden. Jedes Mal, wenn für den Hörenden das Gesprochene zum einmaligen Augenblick geistesgegenwärtigen Erlebens wird, findet Begegnung von Ich zu Ich statt. In allen drei Jahren werden Übungen in Eurythmie angeboten. Wenn wir uns im Alltag bewegen, so achten wir für gewöhnlich nicht darauf, wie wir unseren Körper dabei gebrauchen. Die Bewegungen müssen zweckmäßig sein. Jede künstlerisch gestaltete Bewegung, ob Tanz, Eurythmie, Pantomime oder Schauspiel, geht über die zweckmäßige Bewegung hinaus. Der Ausdruck der Bewegung wird beseelt. Das innere Erleben wird durch die Bewegung selbst sichtbar. So, wie die bildenden Künste vor allem durch das Auge, wird Musik und Sprache vor allem über das Ohr aufgenommen. In der Eurythmie wird beides zusammengeführt und wirkt als sichtbarer Gesang oder sichtbare Sprache. Dabei wird unser ganzes Wesen vielseitig gefordert und gefördert. In allen drei Jahren werden Übungen zur Unterrichtskunst und Erziehungskunst angeboten, die dann im vierten Jahr einen zeitlichen Schwerpunkt haben. Dies ist ein Experiment. Der Begriff Erziehungskunst wird zwar häufig benutzt, aber es gibt noch keine sichere Formensprache, keine klar zu beschreibenden Elemente und Übungen. Ein Ziel ist, die in den anderen 4 Künsten erworbenen Fähigkeiten und Haltungen für den Unterricht nutzbar zu machen. Und es wird darauf ankommen, das Loslassen zu üben und den richtigen Moment dafür zu erkennen. Es sollen Wege und Übungen zur Kräftigung des Mutes, des Zutrauens und der Geistesgegenwart entwickelt werden. Diese Kunst ist kein Ersatz für Erziehungswissenschaft und Fachdidaktik, die in allen Modulen integriert sind. Organisatorisches Die Künste werden in jedem Jahr in zwei Modulen pro Jahr im ersten und dritten Tertial angeboten. Im 1. Tertial ist das Ziel, die jeweilige Kunst zu erfahren. Im 3. Tertial liegt der Schwerpunkt auf dem Unterrichtsbezug. Zusätzlich zu den Musikmodulen wird für alle Studenten und Dozenten Chorsingen angeboten (im ersten und dritten Tertial, 1 x pro Woche am Donnerstag im 1. Streifen). Die Eurythmie sowie Unterrichtskunst/Erziehungskunst werden über drei Jahre zeitlich in die Kunstmodule integriert, Eurythmie im ersten Tertial, Unterrichtskunst im 3. Tertial, zu einem Zeitpunkt, an dem die Eindrücke aus der Schulpraxisphase im zweiten Tertial noch lebendig sind. Im vierten Jahr werden Malen, Musik, und Sprachgestaltung und Unterrichtskunst /Erziehungskunst noch einmal angeboten, um alle erworbenen Fähigkeiten zu integrieren. Initiative (A-INI) Schulpraxis Die Ausbildung von Waldorflehrern braucht Schulpraxis. Schulpraxis schafft die Möglichkeit der Wahrnehmung des Kindes sowie des Lern- und Lebensortes Schule und in diesem Zusammenhang auch ein Gefühl für die eigenen Entwicklungs- und Ausbildungsnotwendigkeiten. Sie ist der Ort der Anwendung der im Studium gebildeten Fähigkeiten und bietet so eine hervorragende Gelegenheit zur Selbstevaluation der Studierenden. Wir erleben Jahr für Jahr die Intensivierung, die von gelungenen Aufenthalten an der Schule für das weitere Studium ausgeht. In den letzten Jahren wurden daher differenzierte Formen der Ausbildungszeit an der Schule in Zusammenarbeit mit den Schulen entwickelt. Voraussetzung Eine 2-wöchige Hospitation an einer Waldorfschule vor Anfang des Studiums, um das Leben an einer Waldorfschule in seiner Vielfalt kennen zu lernen und die eigenen Bilder und Motivation zu überprüfen, ist eine Voraussetzung für die Aufnahme in das Studium. Inhalte der Ausbildungszeiten am Lernort Schule 1. Studienjahr (Grundstudium) Im Februar/März jeden Jahres findet nach einer einwöchigen Hospitation im Anschluss an die Weihnachtsferien eine sechswöchige Zeit am Lernort Schule für die Studienanfänger statt. Schwerpunkte in dieser Zeit sind: Begegnung mit dem Kind als Schüler, Erleben der Schule als Lebensraum, Reflexion der eigenen Erlebnisse im Gespräch und in der schriftlichen Auseinandersetzung. Als Vorbereitung darauf ist das gesamte vorangegangene Studium zu sehen. Die Veranstaltung unter dem Thema Waldorfpädagogik ist daraufhin angelegt, die Fähigkeiten, Kenntnisse und Neigungen der Studierenden auf die Zeit am Lernort Schule hin wahrzunehmen, zu integrieren und zu bündeln, um mindestens die folgenden obligatorischen Aufgaben am Lernort Schule bewältigen zu können: Beobachtung eines Kindes, Gestaltung des Initiativmoduls

19 WITTEN/ANNEN INSTITUT FÜR WALDORF-PÄDAGOGIK Aufgaben aus dem Fach. Die Hospitation im Unterricht, die Teilnahme an Elternabenden, Schulveranstaltungen und an Konferenzen ist verbindlicher Teil dieser Zeit. Der Rahmen und der Umfang werden in Absprache mit den Betreuern individuell festgelegt. Die Studierenden gehen als Team zu zweit an die Schulen. Dies ermöglicht erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit und vervielfacht die Möglichkeit der evaluierenden Gespräche. Die Studierenden werden in der Regel während dieser Zeit einmal pro Woche von einem Betreuer aus dem Institut besucht, der zusammen mit dem Ausbildungslehrer seminaristisch mit ihnen arbeitet. Die Erledigung der Aufgaben wird von den einzelnen Mentoren (Lehrer, in deren Klasse praktiziert wird) bezeugt. Auf der Grundlage der 3 erfolgreich absolvierten Aufgaben erstellt der Betreuer einen qualifizierten Studiennachweis, der einer von drei obligatorischen Studiennachweisen des Grundstudiums ist. Die Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Lernort Schule werden folgendermaßen aufgeteilt: 3 Tage Hospitation in der Zeit vom Wochen Lernort Schule in der Zeit vom bis Während dieser Zeit können nachmittags Treffen zum Austausch und zur Beratung aufgetretener Fragen z. B. aus den Bereichen Schule, Unterricht, Menschenkunde im Institut angesetzt werden. Verantwortlich: Antje Bek 2. Studienjahr (Hauptstudium) Die Studierenden des 2. Studienjahres sind für 6 Wochen am Lernort Schule. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Weltinhalten/Unterrichtsstoff. Es sollen Erfahrungen in der Sachanalyse sowie in der Reduzierung des Stoffes auf adäquate Unterrichtsinhalte gemacht werden. Die Aufgaben beziehen sich wie im 1. Studienjahr auf den Hauptunterricht, den Fachunterricht und den Initiativbereich. Auch die übrigen Bedingungen entsprechen den o.g. Bedingungen im 1. Studienjahr. Verantwortlich: Antje Bek 3. Studienjahr (Hauptstudium) Im 3. Studienjahr sollen die bisherigen Schulerfahrungen ausgebaut und vertieft werden. Die Studierenden sind von Januar bis zum Tertialsabschluss vor den Osterferien an der Schule. Die genannten Regelungen zum 2. und 3. Studienjahr gelten sinngemäß auch für Quereinsteiger. Bez. einiger Fachbereiche gibt es Sonderregelungen, die von den Fachbereichs-Verantwortlichen zu erfragen sind. Verantwortlich: Fachdozenten und Kontaktdozenten 4. Studienjahr Nach den Weihnachtsferien beginnt in der Regel Praxisphase des 4. Studienjahres, das bis kurz vor den Sommerferien dauert. Den Höhepunkt des Abschlusses bildet dann eine zweiwöchige intensive Vertiefung der Allgemeinen Menschenkunde. Die Praxisphase und die in dieser Zeit zu absolvierende Lehrprobe bilden den 2. Prüfungsteil der Diplomprüfung. Der Schwerpunkt dieser Studienphase ist die Lehrprobe. Ziel dieser Lehrprobe ist es festzustellen, ob der Studierende in der Lage ist, eine Hauptunterrichts-Epoche selbstständig zu planen, sie durchzuführen und ihre Erfahrungen angemessen zu reflektieren. Hierzu dienen folgende Arbeitsschwerpunkte: die schriftliche Darstellung der Epochenplanung und der Stundengestalt als Vorbereitung auf den Unterrichtsbesuch, der Unterrichtsbesuch durch einen Prüfungsausschuss (Mentor und zwei Dozenten), ein Kolloquium, das ausgehend von dem Rückblick auf die Stunde didaktisch/methodische Frage-stellungen gemeinsam mit dem zu Prüfenden behandelt. Die Seminarveranstaltungen und die vorund nachbereitenden Gespräche mit dem Mentor in der Praxisphase sollen gezielt auf diese Prüfung vorbereiten. Der Betreuer seitens des Institutes führt mindestens drei, in der Regel fünf bis sechs Unterrichtsbesuche vor der Lehrprobe durch. Die Hospitation in Fachunterrichten sowie die aktive Teilnahme an Elternabenden, Schulveranstaltungen und Konferenzen sind verbindlicher Teil dieser Praxisphase. Zur verantwortlichen Durchführung einer Epoche gehören ferner: die Information über den Unterricht auf dem Elternabend vor, während oder nach der Epoche, die Darstellung der Epoche in der Konferenz und gegebenenfalls ein Beitrag in einer Kinderbesprechung mit Bezug auf die Erfahrungen in der durchgeführten Epoche, die Planung einer Exkursion während der Epoche mit allen rechtlichen und wirtschaftlichen Implikationen. Nach Absprache mit dem Mentor und dem Betreuer können diese oder vergleichbare Aktivitäten zum Bestandteil der Prüfung gemacht werden. Im Anschluss an das Kolloquium entscheidet der Prüfungsausschuss über das Bestehen dieses Prüfungsteiles. Der Betreuer fasst die Teilleistungen in einem Gesamtgutachten zusammen. Verantwortlich für diese Ausbildungsphase: Christa Greshake-Ebding, Dr. Michael Kalwa Initiative In jedem Studienjahr ist, außer den Modulen aus den Bereichen Klassenlehrer und Fach, ein Initiativmodul vorgesehen, das inhaltlich in Absprache zwischen Studierenden, Ausbildungslehrern und Dozenten definiert wird. Es soll individuelle Vereinbarungen zu Unterrichtsprojekten, zur Schulentwicklung usw. ermöglichen. Teamfähigkeit Die zielvolle Arbeit an den Aufgaben wird dadurch gefördert, dass mehrere Studierende die gleiche Aufgabe bearbeiten. Es sollen mindestens zwei Studierende an einer Aufgabe arbeiten. In einer Ausbildungsschule sollen mindestens vier und maximal zwölf Studierende praktizieren. Betreuung Verantwortlich für die Betreuung der Studierenden in der Pilotphase sind je ein Dozent des Instituts und ein Lehrer (Mentor) an einer Ausbildungsschule. Die von einem solchen Zweierteam betreute Gruppe umfasst maximal 12 Studierende. Begutachtung Durch die Betreuer erfolgt eine Bezeugung der erledigten Aufgaben und ein Feedback zu den Persönlichkeitsmerkmalen des Studierenden im Hinblick auf seine angestrebte Professionalisierung im Lehrerberuf. (siehe auch Praxisleitfaden) Kurse Seminare Veranstaltungen 19

20 Studiengang Klassenlehrer Veranstaltungen 1. Studienjahr A - STA Studium und Arbeit 1 Heike Korfmann, Emile Cnoops bis Mo. - Fr. 08:00-16:00 Uhr Im Rahmen einer Projektarbeit praktische Fertigkeiten/Fähigkeiten erwerben und das Projektziel im Gruppenprozess erreichen. Arbeit als Bildungsmittel begreifen. A - ANT Anthroposophie I Reinhild Brass bis Mo. - Fr. 08:00-09:15 Uhr Die Schrift Rudolf Steiners: "Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft" soll die Grundlage bilden für eine einführende Arbeit in die Grundbegriffe der Waldorfpädagogik, der Menschenkunde und der Anthroposophie. Eine eigene schriftliche Betrachtung der pädagogischen Grundbegriffe der anthroposophischen Menschenkunde verfassen. A - KUN Kunst I Plastisches Gestalten Jens Reinhart bis Mo. - Fr. 09:45-11:00 Uhr Wahrnehmen - sich und andere. In diesem Modul besteht die Möglichkeit sich mit plastischen Phänomenen tätig auseinander zu setzen. Mit bildhauerischen Mitteln wird der Versuch unternommen die Formensprache besser zu verstehen. Allen Bemühungen liegt dabei zugrunde, die eigenen Wahrnehmungsmöglichkeiten zu steigern und sich mit bildnerischen Gestaltungsvorgängen vertraut zu machen. Mit bildhauerischen Mitteln gestalten. Sich mit plastischen Phänomenen tätig auseinander setzen. Der Kunst begegnen. Bei zu hoher Teilnehmerzahl wird ein Kurs Holzwerken parallel angeboten. 20 Kurse Seminare Veranstaltungen A - DEU Deutsch I Christa Greshake-Ebding bis Mo. - Fr. 08:00-09:15 Uhr Erarbeitung von grammatikalischer Fachterminologie; Vertrautheit mit sprachanalytischen Verfahren, Sensibilisierung für grammatikalische Strukturen, Durchführung eigener Sprachbeobachtungen, Bewusstmachung der Wirkungsweise von grammatikalischen Strukturen. Basisfähigkeit: Trennung von Inhalt und Form Die Studierenden verfügen über grundlegende fachwissenschaftliche und fachmethodische Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Struktur der deutschen Sprache verstehen, darstellen und anwenden können. A - EUR Kunst IX - Eurythmie 1 Arnold Pröll bis Mo. - Fr. 09:45-11:00 Uhr Erste Ansätze der allgemeinen Eurythmie und der Lauteurythmie werden angelegt. Das Ergreifen des Körpers in seinen verschiedenen Grundhaltungen bei den Vokalen und die elementaren Raumesbewegungen dazu werden erübt anhand einiger Texte. Dazu kommt die plastische Bildungskraft einiger Konsonanten. Der Student ist imstande, räumlich und plastisch in seinen Bewegungen im Raum und mit einfachen Gebärden einen bildhaften Ausdruck eines sprachlichen Inhalts an einem Beispiel zu zeigen; sowohl individuell als innerhalb einer Gruppe. A - WAP Waldorfpädagogik Antje Bek bis Mo. - Fr. 08:00-09:15 Uhr Waldorfpädagogik ist Pädagogik vom Kinde aus. Wir wollen in diesem Modul die Wahrnehmung des Kindes üben, schulen, praktizieren. Achtung! Die Hospitationswoche gehört zum Modul! Zunächst sollen die Wahrnehmungen und Erfahrungen der Hospitationswoche zusammengetragen und ausgewertet werden. Es sollen die Grundlagen des Waldorfunterrichtes erarbeitet werden unter dem Schwerpunkt "Kinderbeobachtung". Ausgehend von der eigenen Biografie sollen Bilder vom Kind entwickelt und studiert und eine Systematik zur Wahrnehmung von Kindern erstellt werden. Essentials der Waldorfpädagogik kennen und Kinder unter verschiedenen Kriterien wahrnehmen. A - GES Schulrecht Alexander Kubitza bis Mo. - Fr. 09:45-11:00 Uhr Der Zusammenhang von Schule und Gesellschaft soll erarbeitet werden, um von da aus den Rahmen für Schule in freier Trägerschaft und Aspekte der besonderen Verantwortung zu erarbeiten, die damit verbunden ist. Rechtsempfinden entwickeln als Grundlage für die Beurteilung, was die Institution Schule braucht, damit sie ihre Aufgabe in der Gesellschaft erfüllen kann. A - INI Initiativ I Betreuer bis Praxisphase Die Initiativmodule, die am Ausbildungsort Schule stattfinden, bieten die Möglichkeit, besondere Lernfelder, die die Schule bzw. der Mentor bieten kann, oder besondere Voraussetzungen und Initiativen, die der Student einbringt, zu berücksichtigen. Die Initiative soll auf jeden Fall auch eine Aktivität mit Schülern beeinhalten (einzelne Schüler, Teilgruppe oder gesamte Klasse)., Kompetenzen und Aufgaben sowie und Voraussetzungen müssen vom Studenten in Zusammenarbeit mit dem Mentor spätestens am Ende der Arbeit in dieses Modulblatt eingetragen werden. Ein erster Plan soll am Ende der Hospitationswoche vorliegen.

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