04 Was will die Waldorfschule? Die Kinder in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen

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2 Inhalt...der Festschrift 25 Jahre Freie Waldorfschule Heidelberg 04 Was will die Waldorfschule? Die Kinder in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen 05 Beginn der Waldorfschulbewegung Rudolf Steiner 06 Ansprache Udo Weidenhammer vom 17. Oktober Grußworte 12 Dr. Eckard Würzner, Oberbürgermeister 13 Helmut Rau, MdL, Minister für Kultur, Jugend und Sport 14 Hartwig Schiller, Vorstand, Bund der Freien Waldorfschulen 15 Theresia Bauer, Bündnis 90 die Grünen, MdB 16 Klaus Billing, für den Waldorfkindergarten Heidelberg e.v. 17 Lothar Binding, SPD, MdB, früher im Gemeinderat Heidelberg 18 Thomas Demele, Pfarrer der Christengemeinschaft 19 Joachim Gerner, Bürgermeister für Familie, Soziales und Kultur 20 Michael Therapeutikum 21 Dr. Ursula Lorenz,Vorsitzende der FWV Heidelberg 22 Roland Marsch, Bürgermeister Edingen-Neckarhausen 23 Werner Pfisterer, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Heidelberg 24 Albert Schmelzer, Freie Hochschule für anthropos. Pädagogik Mannheim 26 Dr. Anke Schuster, SPD, Vorsitzende der Gemeinderatsfraktion 27 Günther Trapp, 1. Vorsitzender Stadtteilverein Wieblingen 28 Partnerschule Freie Waldorfschule Russland 29 Olja Lewkowets, ehemalige Austauschschülerin 30 Christof Wiechert, für die Anthroposophische Gesellschaft Dornach 32 Anfänge Ein Einzelner hilft nicht, sondern wer sich mit vielen zur rechten Stunde vereinigt 32 Gründung, Interview mit Angelika Sauer 36 Schulgeschichte, Walter Schlegel

3 38 Leben und Lernen Keine Erziehung ohne Beziehung 38 Schulabgänger, Christian Majenz 40 Schulabgänger, Johannes Steudle 42 Wege zum Bildungsglück, Matthias Fechner 48 Waldorfschule und Religion, Thomas Demele 50 Jahresarbeiten 8. und 12. Klasse 54 Basalstufe, Sabine Zund 56 Kunsttherapie, Ellen Fischer 58 Eurythmie, Helene Kilders 60 Betriebspraktikum 10. Klasse, Sonja Hecht-Jäckel 62 Freundeskreis, Gildard Huppmann 64 Kindertagesstätte, Doris Weidenhammer 66 Neuer Sportplatz, Thomas Diener 67 Shakespeare s Best 68 Das Tier als guter Lehrer, Alph Lehmann 70 Bibliothek 72 Ausblicke: Waldorfschule aktueller denn je Wir brauchen die Authentizität der Erziehungskunst 72 Ganztagsschule heute und in Zukunft, Antje Frohmuth 76 Schulträgerorgan (STO), Matthias Optiz 78 Toleranz und globales Lernen, Albert Schmelzer 82 Vortrag Christof Wiechert 85 Schule in der Presse und ihre Öffentlichkeitsarbeit 88 Zahlen, Daten, Fakten, Impressum 88 Liste Klassenspiele 90 Abiturstatistik 92 Buchempfehlungen Bibliothek 93 Impressum

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5 Vorwort 5 Wie alles begann Zeitgemäße Erziehung in der Zigarettenfabrik Die erste Waldorfschule wurde am 7. September 1919 in Stuttgart für die Arbeiterkinder der Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik er öff net. Emil Molt ( ), Inhaber der Zigarettenfabrik, war davon überzeugt, dass vor allem Kinder seiner Mitarbeiter eine zeitgemäße Erziehung erhalten sollten. Im März 1919 brachte er bei einer Betriebsratssitzung, an der auch Rudolf Steiner teilnahm, seine Idee vor. Er forderte daraufhin Rudolf Steiner auf, die Leitung dieser neu zu gründenden Schule zu übernehmen. Rudolf Steiner ( ) hatte in Wien vor allem Naturwissenschaften, aber auch Philo sophie, Geschichte und deutsche Literatur studiert. Er hatte jahrelang die Herausgabe der naturwissenschaftlichen Schriften Goethes betreut. Nach dem verlorenen Weltkrieg setzte er sich für eine neue soziale Ordnung ein. Im Rahmen der Schulgründung befasste er sich mit einer ganzheitlichen Menschenkunde und Pädagogik. Seine erweiterte Sicht vom Menschen bestimmte viele Lebensbereiche, so die anthroposophisch orientierte Medizin, die biologischdynamische Landwirtschaft, die Eurythmie, Sprachgestaltung und auch ein erneuertes Bankwesen.

6 6 Vorwort Kenntnisreich, aber erfahrungsarm: Macht Schule unsere Kinder krank? Vortrag Udo Weidenhammers anlässlich der 25-Jahr-Feier am Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Gäste, Eltern, Kolleginnen und Kollegen, Schulen werden in erster Linie für junge Menschen gebaut, denn in euch, liebe Schülerinnen und Schüler, liegt die Zukunft. Wir wissen, dass Zukunft ohne Vergangenheit und Gegenwart nicht denkbar ist, denn nur aus dem Verstehen der Vergangenheit lässt sich unsere Gegenwart erklären aus der von Vergangenheit gebildeten Gegenwart ist Zukunft gestaltbar. Ich gehe zurück zu dem Ausgangsgedanken: Schulen werden für euch erbaut. Ich habe Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen unserer Schule befragt, was sie hier an dieser Stelle hätten sie Gelegenheit dazu zu den Menschen sagen wollten, die die Waldorfschule nicht kennen. Einige dieser Aussagen lese ich Ihnen, liebe Anwesende, vor, beginnend mit den Äußerungen der 6. Klasse. Die Sechstklässler formulieren: Vieles, was über uns gesagt wird, stimmt nicht Wir haben ganz andere Ziele Wir lernen noch mehr Probleme kann man mit den Lehrern besprechen Wir werden nicht vollgestopft Alle dürfen das Gleiche machen Man kann sich Waldorfschule nicht vorstellen, wenn man sie nicht kennt. (Aussage eines frisch übergewechselten Schülers) Alle sitzen zusammen Eltern helfen mit Aussagen der 7. Klasse: ganz normale Schule, normale Kinder keine Baumschule Es gibt keine Guten und Schlechten (achten Sie aber darauf, dass man nicht meint, wir wären alle nur Durchschnitt!) Man muss keine Angst haben Eigentlich ist jetzt ja schon alles gesagt einige Gedanken möchte ich dennoch hinzufügen. Zwei Aussagen stelle ich dem voran: Ich bin mir erstens sicher, dass es gelingen kann, Überlegungen über Schule anzustellen, ohne den Begriff PISA-Studie zum wesentlichen Gesichtspunkt der Ausführungen zu machen, denn ich denke, dass PISA uns nur in Einzeldisziplinen weiterhelfen kann. Darüber hinaus bin ich zweitens davon überzeugt, dass eine hohe Übertrittsrate in die Gymnasien nicht wirklich ein Qualitätsmerkmal für erfolgreiche Bildungspolitik darstellt. Und so möchte ich damit beginnen, zunächst einen Gedanken in diesen Raum hineinzustellen, den ich im Besonderen auch an die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe richten will, den Gedanken, dass unsere Gesellschaft noch selten so intelligent war wie heute und doch war sie selten so wenig gesund wie heute. Die Gesundheit gerade der Kinder macht uns heute große Sorgen. Wenige Beispiele nur möchte ich benennen: Mangelnde Bewegung, veränderte Essgewohnheiten, fehlender Rhythmus und vieles mehr, führen mehr denn je zu Stoffwechselstörungen.

7 Vorwort 7 Kreislauferkrankungen nehmen zu. Aus neurophysiologischer Sicht wissen wir von zunehmenden Aufmerksamkeitsstörungen usw., usw. Und wie gesund sind unsere Kinder, wie gesund ist unsere Gesellschaft hinsichtlich der sozialen Fähigkeiten? Macht Schule krank? Nun wissen nicht nur wir um die Schwächen im deutschen Bildungssystem. In der Republik stellt man vielfache Untersuchungen an, gewinnt Erkenntnisse und die Konsequenz? Den Erzieherinnen in den Kindergärten gottlob nicht in Baden-Württemberg werden Lernprogramme offeriert, ich bin auch gewillt zu sagen: diktiert, was zur Folge haben wird, dass die Kinder noch früher intellektualisiert werden. Kinder werden immer früher eingeschult, und wir wissen um die Hilferufe von Grundschullehrerinnen und -lehrern, die mit einem Großteil dieser Kinder wenig anzufangen wissen. Noch mehr Lernstoff wird in verkürzter Schulzeit vermittelt werden, u.v.m Die Folgen? Was stimmt da im Denken der Bildungsexperten nicht? Ist da eine Ahnung von dem, was es bedeuten könnte, Schule völlig neu zu denken, wie dies Hartmut v. Hentig 2003 forderte? Der Untertitel seines Buches lautet: Eine Übung in pädagogischer Vernunft. Er stellt fest, dass Die Schule von heute weit davon entfernt (ist), Lebens- und Erfahrungsraum für lernende und sich bewährende Kinder zu sein.

8 8 Vorwort Sie entlässt die jungen Menschen manchmal kenntnisreich, aber in jedem Fall erfahrungsarm, erwartungsvoll, aber orientierungslos, ungebunden, aber auch unselbständig. (1) Frage ich Sie nach dem 1., 2., 3. Potenzsatz, können Sie diese jetzt sofort benennen, wissen Sie die Einwohnerzahl Schwedens, kennen Sie die Länge der Donau, die Hauptstadt Ghanas, wissen Sie, was im Jahre 1027 geschah? Sie können nicht antworten?! Ist es dieses Nichtwissen, das man mit dem Begriff Bildung belegt? Ein jeder wird einräumen, dass dies nicht gemeint sein kann! Welche Grundüberlegungen steckten nun aber in der Waldorfpädagogik? Geht es hier nicht auch um Wissen und Wissensvermittlung? Mit Sicherheit, ja! Aber da ist noch etwas, das zumindest gleichwertig neben diesem steht! Einer dieser grundlegenden Gedanken ist der, dass ein junger Mensch die Möglichkeit haben sollte, ich sage hier bewusst, mindestens 18 Jahre lang Bildung an sich erleben zu können, 18 Jahre Zeit zu haben, sich ausbilden zu können, sich ausbilden zu können entsprechend den Gesetzmäßigkeiten seiner Individualität. Nicht er muss in ein vorgegebenes System passen, das zum Beispiel früh aussondert, wenn das Lerntempo nicht mitgehalten werden kann, sondern das System, wenn man das jetzt noch so nennen darf, schafft Räume für individuelle Entwicklungen! Es gibt keinen größeren pädagogischen Irrtum, als zu meinen, man müsse alle Schüler gleich behandeln! Gerade in dieser Erkenntnis liegt die Chance für die Entwicklung eines jeden Einzelnen! Hinter einer solchen Grundüberlegung steht natürlich ein spezieller Gedanke, der sich in Kurzform so benennen ließe: Die Kinder in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen. Hinter solch einer Pädagogik steht aber auch ein besonderes Menschenbild. Zunächst sei der Grundgedanke formuliert: Im Mittelpunkt aller Betrachtungen steht die Individualität! Mit der Anschauung vom Menschen, die Rudolf Steiner ins Zentrum der anthroposophischen Geisteswissenschaft gestellt hat, sieht die Waldorfpädagogik in jedem Kind eine unantastbare Individualität, die schon vor der Geburt und Konzeption existiert hat und die aus ihrer Vergangenheit ein ganz persönliches Schicksal in das jetzige Erdenleben mitbringt, verbunden mit zunächst noch verborgenen Impulsen für die Zukunft, die nach und nach als ein leitendes Lebensmotiv oder Ideal hervortreten können. In dem Maße, in dem es dem Menschen gelingt, in Übereinstimmung mit der eigenen Anlage und Bestimmung zu leben und zu handeln, ist er frei. Die Sehnsucht nach dieser Freiheit ist es, die alle Menschen verbindet; sie ist allgemeinmenschlich und individuell zugleich. Somit haben Erziehung und Bildung die Aufgabe, den jungen Menschen auf dem Wege dorthin zu unterstützen und zu begleiten. Bleibe ich bei dem anfangs geäußerten Gedanken, die Welt war selten so intelligent wie zu dem jetzigen Zeitpunkt und ist dennoch nicht in der Lage, die zentralen und brennenden Problemfelder in den Griff zu bekommen, geschweige denn zu lösen, so muss ich fragen, welches denn die Kompetenzen und Fähigkeiten sind, die eine in die Zukunft weisende Pädagogik heute vermitteln muss? Mit Sicherheit gilt es, Basiskompetenzen zu vermitteln, die den späteren Jugendlichen bzw. Erwachsenen in die Lage versetzen, die Anforderungen des täglichen Lebens möglichst gut zu meistern, das erst schafft die erforderlichen Fundamente für weitere Spezialisierungen. Wie zeichnet sich dieser mit Basiskompetenzen ausgestattete Mensch aus? Leo Nefiodow (2000) beschreibt in Anknüpfung an den humanistischen Psychologen Abraham Maslow (1999), dass sich gesunde Menschen (1) Hartmut v. Hentig: Die Schule neu denken, BELTZ Taschenbuch 119, Weinheim 2003, letzte Seite

9 Vorwort ort 9 durch die folgenden gemeinsamen Merkmale auszeichnen: Sie besitzen eine bessere Wahrnehmung der Realität, die Fähigkeit, Menschen und Sachverhalte richtig zu beurteilen. Sie können sich selbst, andere und die Natur akzeptieren. Sie besitzen Natürlichkeit, Spontaneität und Einfachheit und lassen sich durch Konvention von wichtigen Aufgaben nicht abhalten. Sie sind problemorientiert, nicht ich-orientiert. Sie haben ein Bedürfnis nach Privatheit, das heißt, sie können ohne Unbehagen einsam sein. Sie sind autonom, aktiv und wachstumsorientiert. Sie besitzen eine unverbrauchte Wertschätzung, grundlegende Lebensgüter werden mit Ehrfurcht, Freude, Staunen geschätzt. Sie wurden von mystischen Erfahrungen geprägt. Sie besitzen Gemeinschaftsgefühl, ein tiefes Gefühl der Identifikation, Sympathie und Zuneigung. Sie können die Ich Grenze überschreiten, haben intensive interpersonelle Beziehungen. Sie haben eine demokratische Charakterstruktur und freundlichen Umgang mit Menschen, ungeachtet der Klasse, Rasse, Erziehung und des Glaubens. Sie besitzen eine starke ethische Veranlagung, feste moralische Werte, eine chronische Unsicherheit hinsichtlich des Unterschiedes zwischen Richtig und Falsch. Ihr Humor ist philosophisch, nicht feindselig, sie lachen nicht über feindselige, verletzende oder Überlegenheitswitze. Gesunde Menschen sind ohne Ausnahme kreativ, sie leisten Widerstand gegen Anpassungsdruck. Spricht man heute von einer die Kinder krank machenden Schule, so stellt sich die Frage nach der Gesundheit doch auch hier! Und da wir bei Schuleintritt nachweislich schon sehr viele Kinder haben, die in oben genanntem Sinne nicht mehr gesund sind, dann muss doch alles darauf ausgerichtet sein, Antworten zu geben darauf, wie Schule dazu beitragen kann, dass diese Kinder wieder gesund werden können oder doch wenigstens nicht noch kränker werden! Was sind das für Kinder, die uns heute bei den Schulaufnahmeuntersuchungen begegnen? Tatsächlich ist gegenwärtig immer häufiger zu beobachten, dass manche Kinder bereits vor dem traditionellen Einschulungsalter eine beachtliche intellektuelle Wachheit und Leistungsbereitschaft zeigen, die zum Beispiel auch einen vorzeitigen Schulbesuch zu rechtfertigen scheinen. Untersucht man solche Kinder aber näher, so zeigt sich nicht selten eine Dissoziation, also ein Auseinanderklaffen der verschiedenen Entwicklungsebenen: Intellektuell sind sie so gut wie schulreif, physiologisch, seelisch, sozial aber noch längst nicht. In jedem Fall ist ein vorliegendes Auseinanderklaffen der verschiedenen Entwicklungsebenen als ein sicheres Zeichen zu werten, dass die Entwicklungsgrundlagen noch zu wenig gefestigt sind, um den vielfältigen Anforderungen der Schule auf Dauer gewachsen zu sein. Die intellektuellen, kognitiven Fähigkeiten können sich auch nur dann gesund entfalten, wenn sie nicht auf Kosten der Schaffenskraft, Kreativität und Sozialkompetenz gedeihen, sondern Hand in Hand mit ihnen gehen. Auch die Waldorfpädagogik muss sich neuen Herausforderungen stellen. Es stellt sich heute die Frage, wie wird Waldorfpädagogik im Wissen um ihre Wurzeln im Jahre 2040 aussehen müssen, aussehen können? Heute schon besteht eine große Nachfrage nach Ganztagesplätzen. Eine weitere Herausforderung stellt sich in der Betreuung von Kleinst- und Kleinkindern, Krippenplätze sind gefragt.

10 10 Vorwort Und es stellt sich auch die Frage: Stimmt der alte Grundsatz in Zukunft noch, Schule müsse die Welt in das Klassenzimmer holen? Könnte es nicht ebenso lauten: Die Kinder und Jugendlichen müssen natürlich unter altersspezifischen Gesichtspunkten hinaus in die Welt?! Brauchen wir diese Schulräume noch, müssen wir nicht ganz andere Räume erschließen? Einige Steiner-Schulen in der Schweiz gehen hier schon seit etwa 15 Jahren ganz neue Wege, indem sie ihre Schüler in der 11. und 12. Klasse 3 bzw. 2 Tage in der Woche in Betrieben verbringen lassen und man sollte es nicht vermuten, weniger Unterricht führt zu höherer Kompetenz, führt zu nachweislich besseren Ergebnissen bei der Matura! Die Heidelberger Waldorfschule steht in ihrem 25. Jahr, deshalb sind wir hier versammelt, um dies zu feiern. 25 Jahre Vergangenheit lassen uns unsere Gegenwart verstehen sie geben uns aber auch die Möglichkeit, aus ihr heraus Zukunft zu gestalten. Die Waldorfschule ist gemessen an ihren Entwicklungszielen ein junges Projekt. Sie ist perspektivisch angelegt und Rudolf Steiner sah ihre Aufgabe in einer gesamtgesellschaftlichen Neuorientierung. Somit soll Waldorfpädagogik reformierend auf das ganze Schulwesen wirken. Sie will, ihrem Ursprungsimpuls nach, den öffentlichen Raum mitprägen, ja sogar Öffentlichkeit hervorbringen. Hier stehen wir erst am Anfang. Ich bitte alle, helfen Sie mit, dass sich diese Zukunft entwickeln kann, ihr als die Schüler und Schülerinnen dieser Schule, Sie als Eltern dieser Kinder, wir, die Lehrer, Sie, die Freunde und wohlwollende Gönner und Sie, die Politiker, die in der Verantwortung dieser Zukunft stehen. Helfen Sie mit, dass diese zukunftsweisende Pädagogik ihren Platz in der Bildungslandschaft bewahren kann und fragen Sie bitte nach, wenn wieder einmal mehr Kampagnen, gleich welcher Art, über uns hinweg rollen wir geben Ihnen gerne Antwort auf Ihre Fragen. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit Udo Weidenhammer (Lehrer und Vorstand)

11 Vorwort 11

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13 Grußworte 13 Die Freie Waldorfschule Heidelberg feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum gratuliere ich allen ganz herzlich, die ihren Teil zu der Erfolgsgeschichte dieser Schule beigetragen haben. Eine Schule wie die Freie Waldorfschule Heidelberg verfolgt naturgemäß eine eigene pädagogische Zielsetzung. Die Angebote sind vielfältig: ein umfangreicher Fächerkanon, in dem bereits ab der ersten Klasse die Fremdsprachen Englisch und Russisch angeboten werden, Theaterprojekte im Rahmen der Klassenspiele, musikpädagogische Aktivitäten, Sozial-, Forst- und Landwirtschaftspraktikum und die seit 2005/06 eingeführte teilgebundene Ganztagesschule sind nur einige Beispiele des pädagogischen Gesamtkonzepts. Der Erfolg dieses Ansatzes äußert sich in dem regen Zuspruch, den die Schule findet. Seit ihrer Gründung ist die Freie Waldorfschule Heidelberg zu einem wichtigen Baustein in der Heidelberger Bildungslandschaft geworden. Ich danke allen, die in den vergangenen Jahren mit großem Engagement die Schulgemeinde mitgetragen und ihre Verantwortung für die junge Generation ernst genommen haben. Der Freien Waldorfschule Heidelberg wünsche ich auch in Zukunft viel Glück und Erfolg. Helmut Rau Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, Minister für Kultur, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg

14 Eine helle Pädagogik auf dichtem Grund Als Ernst Weißert, der legendäre Nestor der Waldorfschulbewegung Michaeli 1980 in Stuttgart die kleine Initiativgruppe aus Heidelberg verabschiedete, welche zu einer Waldorfschulgründung aufgebrochen war, da gab er ihr ein bedeutungsvolles Wort mit auf den Weg: In der Stadt Heidelberg haben Sie es wahrhaftig mit einem dichten Boden zu tun, den es mit viel Geduld und Beharrlichkeit zu beackern gilt. Dieser Satz war durch reiche Erfahrung gedeckt. Denn überall in der Welt, wo Tradition, ein natürlich schönes Umfeld und Wohlstand die dramatischen Fragen der Gegenwart zu relativieren scheinen, da ist der Acker für den pädagogischen Landmann häufig wie verdichtet und versiegelt. Da scheint das Leben auch ohne neue Saat und frische Keimkräfte weiter möglich zu sein. An solchen Orten wird die Gründung einer Waldorfschule erfahrungsgemäß schwer. Da braucht es besondere Treuetugenden wie Geduld und Beharrlichkeit, um die als richtig und notwendig erkannten Ziele zu erreichen. Das war in Heidelberg nicht anders. Denn in einer der schönsten Städte Deutschlands mit der ältesten Universität und einer über 800-jährigen Geschichte brauchte es die Mischung einer geistig konturierten, initiativkräftigen Gründergruppe, die sowohl den intellektuellen Ansprüchen der städtischen Tradition entsprach als auch die seelisch-geistige Tragekraft entwickelte, welche für eine Waldorfschulgründung notwendig ist. Angelika Sauer, Karl-Martin Dietz und Thomas Kracht stehen stellvertretend für eine rasch wachsende Gruppe junger, pädagogisch engagierter Menschen, der es bereits im August 1982 gelang, den Unterrichtsbeginn der neuen Schule in der Blumenstraße zu feiern. Seitdem sind in bisher sechs Bauabschnitten Schritt für Schritt die notwendigen Schritte unternommen worden, um eine moderne, an den Zeitforderungen und Entwicklungsbedingungen junger Menschen abgelesene Pädagogik zu verwirklichen. So steht der Neubau eines Stallgebäudes für Tiere und Gartenbau-Unterricht gleichberechtigt neben dem Neubau des Werkhauses, des Mensagebäudes oder des Oberstufengebäudes. Staatlich anerkannte Abschlüsse sind für die Zukunft der Schüler ebenso wichtig wie eine ganzheitliche Erziehung, eine harmonische Seelenentwicklung und eine verlässliche Betreuung in einer teilgebundenen Ganztagesschule. Heidelberg hat sich als ein Ort zahlreicher Anregungen und geistigen Aufbruchs für die deutsche Waldorfschulbewegung erwiesen. Im Rückblick auf 25 Jahre erfolgreiche Schulgeschichte lässt sich feststellen, dass der Segen Ernst Weißerts unverkennbar wirksam mit der Heidelberger Schule verbunden ist. Dass er es bleiben möge, ist Wunsch und Zuversicht aller ihrer Freunde. Hartwig Schiller Vorstand, Bund der Freien Waldorfschulen

15 Die Heidelberger Waldorfschule ist seit 25 Jahren ein nicht mehr wegzudenkendes Juwel in der Heidelberger Schullandschaft. Dazu mein herzlicher Glückwunsch. Schulen in freier Trägerschaft gehören für mich unverzichtbar zu einer Zivilgesellschaft, in der Bürgerinnen und Bürger Initiative ergreifen und Verantwortung übernehmen. Darüber hinaus erfüllen diese Schulen eine wichtige Aufgabe in unserem Bildungssystem. Sie ermöglichen eine wünschenswerte Vielfalt an Bildungsangeboten. Sie sind innovativ zum Nutzen des gesamten Bildungswesens, denn viele an freien Schulen begonnene Entwicklungen wurden später von staatlichen Schulen aufgegriffen. Die Heidelberger Waldorfschule ist seit 25 Jahren ein Beweis dafür, dass Selbstständigkeit und Eigenverantwortung die Qualität von Unterricht und den Schulerfolg aller Schülerinnen und Schüler fördert. Sie zeigt tagtäglich, dass Schülerinnen und Schüler auch oder besser gerade ohne Ziffernoten, Sitzenbleiben und Selektion erfolgreich lernen und alle Schulabschlüsse erwerben können. Sowohl bei meinen Besuchen der Heidelberger Waldorfschule wie auch in Gesprächen mit LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen beeindruckt mich immer besonders der erzieherische Ethos, dem alle verpflichtet sind und dass diese Schule sich ein pädagogisches Programm gegeben hat, das eine Orientierung bietet für die Arbeit in den Klassenzimmern, wie auch in den Werkstätten, ja für das gesamte Schulleben bis zur Schularchitektur. Sie wissen mich wie auch meine Landtagsfraktion auf Ihrer Seite, weil für uns Grüne das öffentliche Schulwesen sowohl aus Schulen in staatlicher Trägerschaft wie auch aus Schulen in freier Trägerschaft besteht. Das bedeutet, dass alle Schulen einen gesellschaftlichen Auftrag erfüllen und dies gilt gerade für Ihre Schule. Ich weiß, dass Ihnen die individuelle Förderung aller Kinder am Herzen liegt und dass Sie auch als freie Schule dem Wert sozialer Gerechtigkeit verpflichtet sind. Im Grundgesetz wird das Verbot der sozialen Sonderung nach Besitzverhältnissen der Eltern ausdrücklich betont. Dies heißt aber, dass die Mittel des Landes an die freien Schulen so bemessen sein müssen, dass die Elternbeiträge für die Familien zu schultern sind. Seit Jahren jedoch reichen die Zuschüsse nicht aus. Mit dem sog. Bruttokostenmodell ist nun eine von Land und Schulträgern gemeinsam entwickelte und akzeptierte Berechnungsgrundlage für diese Zuschüsse im Gesetz festgeschrieben worden. Jedoch gibt es deshalb nicht mehr Geld für die Schulen. Es soll erst kommen, wenn die Schülerzahlen bei den Schulen in freier Trägerschaft zurückgehen. Dies ist absurd, da ein Rückgang der Schülerzahlen u.a. auch wegen der steigenden Beliebtheit der freien Schulen nicht absehbar ist. Deshalb hat sich die Fraktion Grüne seit Jahren für den Einstieg in das Stufenmodell zur besseren Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft ausgesprochen und Anträge zur Erhöhung der Zuwendungen an die Schulen gestellt. Diese Anträge sind von der Regierungsmehrheit abgelehnt worden. Wir werden aber in unserem Bemühen für bessere Rahmenbedingungen für die Waldorfschulen nicht nachlassen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für die weitere Gestaltung Ihrer Schule und für die Zukunft alles Gute. Theresia Bauer Bündnis 90 - Die Grünen, Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg

16 16 Grußworte rte Liebe Freunde der Freien Waldorfschule in Heidelberg Wieblingen! Zum 25- jährigen Bestehen der Freien Waldorfschule in Heidelberg- Wieblingen gratulieren wir Ihnen ganz herzlich als damaliger Impulsgeber der Schulinitiative. Der Waldorfkindergarten Heidelberg in der Wielandstr. 33 wurde 1976 gegründet und hat 1979 seine pädagogische Arbeit aufgenommen. Es war schon bald klar, dass es in Heidelberg eine Waldorfschule geben muss. Herr Dr. Wolfgang Raeschke hat am 6. März 1979 einen Arbeitskreis zur Gründung einer Waldorfschule in Heidelberg, in den Räumen des Waldorfkindergartens in der Wielandstr. 33 ins Leben gerufen den Donnerstagskreis. Bereits im November 1980 erfolgte die Gründung des Waldorfschulverein Heidelberg e.v.. Die pädagogische Arbeit wurde vor 25 Jahren 1982 in der Blumenstraße in Heidelberg begonnen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Einrichtungen war hervorragend, da zwei Persönlichkeiten Angelika Sauer und Peter Meinhardt sowohl im Vorstand des Kindergartens als auch im Schulvorstand waren. Der Kindergarten konnte so immer regen Anteil, auch durch die Teilnahme an den pädagogischen Konferenzen an dem Geschehen in Wieblingen nehmen. Der Waldorfkindergarten in der Wielandstraße unterstützte auch tatkräftig die Initiative zur Gründung des Waldorfkindergartens an der Schule, der heutigen Kindertagesstätte. Der Waldorfkindergarten Heidelberg in der Wielandstraße wünscht der Freien Waldorfschule in Heidelberg - Wieblingen für die Zukunft viel Kraft, gute Impulse und ein Umfeld, das die Schule stützt und trägt. Klaus Billing Für den Waldorfkindergarten Heidelberg e.v.

17 Grußworte 17 Verehrtes Kollegium, geschätzte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, gestatten Sie mir, Ihnen allen die herzlichsten Glückwünsche zum 25-jährigen Jubiläum der Freien Waldorfschule Heidelberg zu übermitteln. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der die Waldorfschule gebaut wurde. Es war ein ungewöhnlicher Bauprozess unter spezieller Beteiligung der Eltern, der schon ahnen ließ, dass es hier um besondere pädagogische Konzepte gehen würde. Die Waldorfschule steht für lebendigen und abwechslungsreichen Unterricht, sie steht für Kreativität, Teamfähigkeit, Leistung und Motivation der Schülerinnen und Schüler, sie steht für sprachliche und naturwissenschaftliche Fächer ebenso wie für handwerklichen bzw. künstlerisch-praktischen Unterricht. Solche Lehrmethoden sind nur mit viel Engagement und Geduld denkbar. Hierfür möchte ich dem Kollegium und der Schulleitung sehr herzlich danken eine große Bereicherung der Heidelberger Schullandschaft. Diese Leidenschaft zahlt sich aus: diejenigen, die in den 25 Jahren die Freie Waldorfschule besucht haben, welche nicht nur ihre intellektuellen Begabungen gefördert, sondern auch Schlüsselqualitäten wie soziale Kompetenz, Wahrnehmungsfähigkeit sowie die Befähigung, prozessual zu denken, gebildet hat, studieren und arbeiten erfolgreich in verschiedenen Bereichen. Gratulieren und danken möchte ich auch Ihnen, den Eltern und Schülern, die sich gemeinsam für den Besuch der Freien Waldorfschule entschieden haben, denn erst damit entsteht ein Raum in unserer Gesellschaft für die Anwendung des Waldorfkonzepts. Ich wünsche der Freien Waldorfschule Heidelberg weiterhin viel Erfolg! Viele Grüße Lothar Binding SPD, Mitglied des Deutschen Bundestags, früher im Gemeinderat Heidelberg

18 18 Grußworte Herzliche Glückwünsche zu den ersten 25 Jahren und viele gute Wünsche für die nächsten 25 Jahre sendet der Freien Waldorfschule Heidelberg die Christengemeinschaft Heidelberg, verbunden mit einem großen Dank für die Ermöglichung aller Religionsunterrichte und die Zusammenarbeit besonders mit den Lehrern und anderen Mitarbeitern der Waldorfschule. Die freilassende Atmosphäre der Heidelberger Waldorfschule ermöglicht Schülern und Eltern sowie den Mitarbeitern der Schule das Zusammenwirken der verschiedensten individuellen (auch religiösen) Impulse in einer sich immer wieder erneuernden Schulgemeinschaft. Die christliche Grundstimmung der Waldorfschule zeigt sich darin, dass die pädagogische Arbeit getragen wird durch die Liebe zum Kind, zum Jugendlichen. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Wer ist im Schulalltag mein Nächster? Ist es nicht der, der mich gerade braucht, der durch mein Mithelfen werden kann, durch den ich selbst werden kann? Die menschlichen Begegnungen innerhalb dieser Waldorfschule sind deshalb der kostbarste Beitrag zum Unterricht wie zum ganzen Schulalltag; nicht, weil die Begegnungen immer ideal verlaufen, nicht weil alles harmonisch ist, sondern weil es eine Grundbereitschaft zum Lernen am Anderen gibt auch bei den Erwachsenen. Die Christengemeinschaft Heidelberg wünscht der Freien Waldorfschule Heidelberg, dass sie nicht nachlässt darin, freilassend christlich menschlich zu wirken, und dass sie dies als ein Werden ausstrahle in die Stadt, in das Umland. Auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit Ihr Thomas Demele Pfarrer der Christengemeinschaft

19 Grußworte 19 Anlässlich der Bundeselternratstagung im Rahmen des 25-jährigen Bestehens der Freien Waldorfschule Heidelberg übermittle ich Ihnen im Namen von Herrn Oberbürgermeister Dr. Würzner die Grüße der Stadt Heidelberg. Insgesamt 11 allgemeinbildende Schulen in privater Trägerschaft setzen einen besonderen Akzent in unserer Stadt. Rund Schülerinnen und Schüler besuchen diese Einrichtungen. Die Freie Waldorfschule mit ihren rund 470 Schülerinnen und Schülern ist ein Zentrum der Kreativität, das die Heidelberger Schul- und Bildungslandschaft bereichert. Das Besondere an ihr: die tragende Rolle, die gerade den Eltern im Schulkonzept zukommt. Gründungen von Waldorfschulen gehen aus Elterninitiativen hervor. Darüber hinaus begleiten Eltern die Entwicklung der Schule und das in größerem Ausmaß als das bei Regelschulen gewöhnlich der Fall ist. In den regelmäßigen Eltern abenden, die in den unteren Klassen teilweise im monatlichen Rhythmus stattfinden, nehmen die Eltern an der Entwicklung der Schulklasse und ihrer Kinder Anteil. Die Eltern sind auch aufgefordert sich mit pädagogischen, organisatorischen und rechtlichen Belangen der Schule auseinanderzusetzen. Kurzum: Eltern und Lehrer tragen gemeinsam Verantwortung für das Leben und Arbeiten an der Schule. Die Stadt Heidelberg fördert die Arbeit der Freien Waldorfschule. So hat sie beim Neubau am jetzigen Standort Mittelgewannweg den Waldorfschulverein mit rund DM unterstützt. Im Jahr 2006 kamen nochmals ca Euro als städtischer Zuschuss für die beiden neuen Schulgebäude, Werkhaus und Mensabau, hinzu. Seit 1997 erhält die Freie Waldorfschule laufende Zuschüsse zum Schulbetrieb in Höhe von jährlich durchschnittlich Euro. Der 73. Bundeselternratstagung 2008 wünsche ich einen erfolgreichen und harmonischen Verlauf. Dr. Joachim Gerner Bürgermeister für Familie, Soziales und Kultur der Stadt Heidelberg

20 20 Grußworte Im Begegnungsfeld von Schülern, Lehrern und Eltern entwickelt sich ein Schulorganismus und findet seine sich wandelnde Gestalt. Zum 25-jährigen Bestehen wünschen wir der Freien Waldorfschule Heidelberg, dass dieses Begegnungsfeld weiterhin voller schöpferischer Bewegung sein möge. So können in wacher Wahrnehmung an den Fragen der Zeit Wege zur Fähigkeitsbildung entdeckt und entwickelt werden. Die Offenheit der Kinder und ihre Nähe zum Werdenden kann dazu immer neu ermutigen. Mit Blick auf diese Zukunftskräfte schenken wir der Schule etwas Lebendiges, Mitwachsendes für ihren Garten.* Mit herzlichen Wünschen Die MitarbeiterInnen des Michael Therapeutikum in Heidelberg * Der Schule wurde anlässlich dieses Jubiläums ein Baum gespendet.

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