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1 nanztipps für Selbständige FINANZTIPPS FÜR one Janson SELBSTÄNDIGE SIMONE JANSON

2 Simone Janson Finanztipps für Selbständige 2

3 2011 Simone Janson & bookboon.com ISBN

4 Inhalt Inhalt Einleitung 5 1 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer Gründungszuschuss Einstiegsgeld Zuschüsse oder Darlehen zu Sachgütern Ergänzendes Arbeitslosengeld II Gründercoaching Meister-BAföG KfW-StartGeld Unternehmerkapital Unternehmerkredit Bürgschaftsbank Leasing Gründerstipendien für Studenten Business-Angels Venture-Capital-Gesellschaften Bildungscheck Weitere Informationen Interview zur Gründungsförderung Erfahrungsbericht 14 2 Welche Versicherung ist die richtige? Die gesetzliche Krankenversicherung Die private Krankenversicherung Die gesetzliche Rentenversicherung für Selbständige Arbeitslosenversicherung für Selbständige Die gesetzliche Unfallversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung Haftpflichtversicherung Rechtsschutzversicherung Weitere Versicherungen Rat und Hilfe bei der Auswahl der richtigen Versicherung Nützliche Links 32 3 Finanzplanung und Geldanlage für Existenzgründer Die Finanzplanung im Griff 33 4

5 Einleitung Einleitung Existenzgründer und Unternehmer haben kein Geld zu verschenken: Das brauchen Sie zum Aufbau Ihres Unternehmens. Gerade deshalb ist eine umfassende Finanzplanung von der Gründungsförderung über Versicherungen bis zur Geldanlage notwendig und sinnvoll. Genau da aber liegt häufig das Problem: Denn alle Energie wird auf das Unternehmen ausgerichtet, für anderes bleibt kaum Zeit. Die eigenen Finanzen? Irgendwann mal wieder kümmert man sich darum. Steht erstmal nicht auf der To-Do-Liste. Erkennen Sie sich wieder? Für das erste Jahr Ihrer Selbständigkeit ist es vielleicht kein so großes Problem, dass Finanzplanung auf der Strecke bleibt, sofern der Lebensunterhalt gesichert ist. Doch danach wird es kritisch. Viele Existenzgründer gewöhnen sich daran, die eigenen Finanzen als lästig zu empfinden und beschränken dieses Thema auf die notwendige Steuererklärung. Erfolgreiche Unternehmer agieren anders. Sie kümmern sich um das Unternehmen UND um ihre Finanzen. Sie kennen nicht nur die betrieblichen Ausgaben, sondern auch die privaten. Sie wissen, wie hoch die private Notfallreserve ist und wovon sie die nächste Steuervorauszahlung zahlen. Mit diesem Wissen kennen sie ihre Anlagemöglichkeiten und nutzen Investmentchancen. Erfolgreiche Unternehmer stecken nicht ihr ganzes Vermögen ins Unternehmen (zumindest nach der Startphase) sondern schaffen sich durch Anlagen in anderen Bereichen einen Risikoausgleich. Sie generieren einen Cash-Flow, der von ihrem Einsatz unabhängig ist. In diesem Buch finden Sie daher nicht nur eine Übersicht über die wichtigsten Gründungsförderung, sondern auch Tipps für die richtigen Versicherungen und zur Geldanlage. 5

6 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer 1 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer Förderung für Existenzgründer - da fällt den meisten erstmal Gründungszuschuss und Einstigsgeld, der Arbeitsagentur ein. Doch es gibt zahlreiche weitere staatliche Hilfen, die Existenzgründern einen reibungslosen Start in die Selbständigkeit ermöglichen. Ein Überblick. 1.1 Gründungszuschuss Der Gründungszuschuss ist der Nachfolger der berühmt-berüchtigten IchAG. Um ihn beantragen zu können, muss man Arbeitslosengeld I erhalten. Gezahlt wird dann ein Betrag in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes I - und zwar für neun Monate. Außerdem erhält man in dieser Zeit einen Zuschlag von 300 Euro pro Monat für die soziale Absicherung. Sollte die Arbeitsagentur nach neun Monaten den Antrag noch einmal verlängern, wird für weitere sechs Monate nur noch der Zuschlag von 300 Euro gezahlt. Tipp: Einen ausführlichen Überblick über alle Bedingungen zur Förderung, das Antragsprocedere und Hinweise zum Ausfüllen der Formulare bietet meine Buch 10 Schritte zur erfolgreichenexistenzgründung, erschienen bei Redline Wirtschaft. 1.2 Einstiegsgeld Wer Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bekommt, kann ebenfalls gefördert werden und zwar mit dem Einstiegsgeld. Zweck des Einstiegsgeldes ist es allerdings nicht, Selbständigkeit an sich zu fördern. Es soll vielmehr Empfängern von ALG II helfen, den Schritt aus der Langzeitarbeitslosigkeit heraus in die Selbständigkeit zu wagen. Das Einstiegsgeld wird zusätzlich zum Arbeitslosengeld II gezahlt. Sie erhalten es also nur, wenn Sie vorab Hartz IV beantragen. Mit dem Einstiegsgeld kann auch die Aufnahme einer nichtselbstständigen Tätigkeit gefördert werden, allerdings ist es vorrangig eine Gründungsförderung: 70 bis 80 Prozent aller Geförderten wählen die Selbstständigkeit. Entscheidend für einen erfolgreichen Antrag ist es, den Fallmanager persönlich zu überzeugen, dass das Einstiegsgeld helfen wir, die Arbeitslosigkeit dauerhaft zu beenden. 6

7 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer 1.3 Zuschüsse oder Darlehen zu Sachgütern Seit 2009 können Sie auch Zuschüsse oder Darlehen zu Sachgütern bekommen. Und zwar dann, wenn diese für größere Anschaffungen eingesetzt werden, die für die Ausübung der selbstständigen Tätigkeit unbedingt erforderlich sind. Dazu gehören zum Beispiel Computer oder ein Auto. So einen Zuschuss oder ein Darlehen können Sie neben dem Einstiegsgeld erhalten, sie sind jedoch nicht an die Gewährung von Einstiegsgeld gebunden. Und sogar wenn Sie bereits länger selbstständig sind, aber nicht genug verdienen, können Sie einen Zuschuss oder ein Darlehen bekommen. Die Bedingungen dafür: Der Zuschuss darf maximal zu Euro betragen; für das Darlehen gibt es hingegen keine Grenze. Und wie beim Einstiegsgeld auch handelt es nur um eine Kann-Leistung. Damit man sie bekommt, sollten Sie der Arbeitsagentur die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle (mehr dazu im Abschnitt zum Einstiegsgeld) vorlegen, die bestätigt, dass dank dieses Zuschusses Ihre Abhängigkeit von staatlicher Hilfe in angemessener Zeit beendet oder verringert wird. 1.4 Ergänzendes Arbeitslosengeld II Wer schon selbständig ist, aber nicht genug zum Leben verdient, kann ergänzendes Arbeitslosengeld II in Höhe des normalen ALG II-Satzes bekommen. Wie viel»nicht genug«ist, lässt sich nur grob sagen: Der genaue Wert richtet sich u.a. nach den tatsächlichen Miet- und Heizkosten und den persönlichen Freibeträgen. Als Richtwert gilt: Die Einkommensgrenze, unterhalb derer Selbstständige ergänzendes Alg II bekommen können, liegt z.b. für Alleinstehende im Westen bei rund 950 Euro, für ein Paar mit einem Kind im Osten bei rund Euro. Allerdings dürfen Antragsteller nur sehr wenig Vermögen auf der Bank haben. Alle Einkünfte werden außerdem auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Auch wenn der Lebenspartner zu viel verdient, bekommen man in der Regel nichts. Und nur wer nachweist, dass mit diesem Geld die Chance besesteht, mit der Selbständigkeit irgendwann wieder halbwegs vernünftig Geld zu verdienen, ist weitestgehend von den Verpflichtungen normaler ALG-II-Empfänger befreit. 1.5 Gründercoaching In den ersten fünf Jahren können Existenzgründer einen Zuschuss für eine Beratung beantragen. Gezahlt werden, je nach Region, 50 bis 75 Prozent des Beratungshonorars. Maximal sind es aber 6000 Euro. Als Tageshonorar des Berater werden maximal 800 Euro gefördert. Den Antrag stellen Existenzgründer bei ihrer zuständigen Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer oder Wirtschaftsfördereinrichtung. Weitere Informationen gibt es bei der KFW-Mittelstandsbank. 7

8 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer 1.6 Meister-BAföG In vielen Handwerken ist der Meister Pflicht. In anderen Bereichen ist eine fachliche Weiterqalifzierung zumindest sinnvoll. Wer vor der Gründung eine entsprechende Weiterbildung machen will, kann Meister- BAföG beantragen. Gezahlt wird es teilweise als Zuschuss und teilweise als zinsgünstiges Darlehen. Für einen Vollzeitlehrgang bekommt man monatlich bis zu 614 Euro (230 Euro Zuschuss / 384 Euro Darlehen), Verheiratete bis 829 Euro (230 Euro / 599 Euro). Für jedes Kind erhöht sich Ihr Darlehensanteil nochmals um 179 Euro. Das Darlehen bleibt bis zu sechs Jahren zins- und tilgungsfrei. Danach müssen Sie es innerhalb von zehn Jahren mit monatlichen Raten von mindestens 128 Euro zurückgezahlt werden. 1.7 KfW-StartGeld Mit dem KfW-StartGeld werden seit dem 1. Januar 2008 Existenzgründer, Freiberufler und kleine Unternehmen, die weniger als drei Jahre am Markt tätig sind und deren Gesamtfremdfinanzierungsbedarf nicht mehr als Euro beträgt, gefördert. Das Programm fasst die bisherigen Förderprogramme Mikro-Darlehen und Start-Geld zusammen. Die Gründer erhalten bis zu 100 Prozent des Gesamtfremdfinanzierungsbedarfs (Investitionen und Betriebsmittel) und 80 Prozent Haftungsfreistellung für die Hausbank und dadurch einen erleichterten Zugang zu einem Darlehen. Außerdem kann auch eine nebenberufliche Selbstständigkeit gefördert werden, wenn diese allmählich in eine Haupttätigkeit übergeht. Die Anlaufzeit ist tilgungsfrei, danach ist eine vorzeitige Tilgung des Kredits jederzeit kostenfrei möglich. 1.8 Unternehmerkapital Mit dem Unternehmerkapital bietet die KfW Mittelstandsbank Unternehmen langfristige Nachrangdarlehen an. Nachrangdarlehen zeichnen sich dadurch aus, dass der Darlehensgeber im Rang hinter die Forderungen aller übrigen Fremdkapitalgeber zurücktritt und die Darlehen somit eine eigenkapitalnahe Funktion haben. Die Banken werden durch den Bund beziehungsweise die KfW Mittelstandsbank vom Ausfallrisiko des Nachrangkapitals entlastet, daher sind in der Regel keine Sicherheiten erforderlich. Allerdings haftet der Endkreditnehmer persönlich für die Rückzahlung des Darlehens. 8

9 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer 1.9 Unternehmerkredit Der Unternehmerkredit steht Existenzgründern, Freiberuflern und gewerblichen Unternehmen zur Verfügung, die in Deutschland investieren wollen. Mit der Betriebsmittelvariante des Unternehmerkredits können Betriebsmittel finanziert oder vorübergehende Liquiditätsengpässe ausgeglichen werden. Der Unternehmerkredit ist eine hundertprozentige Finanzierung zu attraktiven Festzinssätzen mit bis zu 10 oder 20 Jahren Zinsbindung und einer tilgungsfreien Anlaufzeit (vorzeitige Tilgung jederzeit kostenfrei möglich). Der Unternehmerkredit ist kombinierbar mit anderen KfW-Programmen und öffentlichen Fördermitteln. Seit 2007 gibt es die 50-prozentige Haftungsfreistellung für Unternehmen und Freiberufler, die seit zwei Jahren am Markt tätig sind. Für Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen im Ausland bietet der Unternehmerkredit Ausland langfristige und zinsgünstige Darlehen Bürgschaftsbank Zahlreiche Bürgschaftsbanken bieten außerdem das Programm Bürgschaft ohne Bank - BoB an. Kreditnehmer können sich direkt an die Bürgschaftsbank wenden, um eine Bürgschaft zu beantragen. Diese prüft den Businessplan und bietet bei positiver Beurteilung eine Kreditbürgschaft in der Regel für 60 und 80 Prozent der Kreditsumme an Leasing Wenn Sie investieren wollen, kein Eigenkapital besitzen und keinen Kredit aufnehmen können oder wollen, können Sie das Investitionsgut leasen. Als Leasinggeber kommt entweder ein Finanzinstitut infrage (indirektes Leasing) oder der Hersteller des Gutes (direktes Leasing). Sie als Leasingnehmer zahlen Leasingraten, die in der Regel die Kosten für die Herstellung, die Finanzierung, die Versicherung sowie einen Gewinnaufschlag umfassen und erhalten dafür das Leasinggut zur Nutzung Gründerstipendien für Studenten Auch für gründungswillige Hochschulabsolventen gibt es spezielle Förderungen. Zum Teil sind diese jedoch nur auf bestimmte Zielgruppen begrenzt. So fördert das Land Mecklenburg-Vorpommern technologieorientierte Gründungen aus Hochschulen: Gezahlt werden für längstens 18 Monate Beihilfen zum Lebensunterhalt zwischen 1000 und 1200 Euro pro Monat. In Sachsen gibt es ebenfalls ein spezielles Programm. Und auch das Bundeswirtschaftsministerium fördert gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich innovative Gründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. 9

10 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer 1.13 Business-Angels Falls Sie größere Summen benötigen und keine andere Finanzierungsmöglichkeit finden, können die sogenannten Business Angels der ideale Partner sein. Das sind in der Regel erfahrene Unternehmer oder Führungskräfte, die Ihnen mit Kapital, aber auch mit Erfahrungen und Branchenkenntnissen weiterhelfen. Vorzugsweise investieren sie in Branchen, die sie kennen, haben aber in der Regel geringere Renditeerwartungen als Venture-Capital-Gesellschaften. Allerdings sind sie meist an einer beratenden Position im Unternehmen interessiert. Die Zahl der aktiven Business-Angels wird in Deutschland auf 2700 bis 3400 Personen geschätzt, das sind zwischen 33 und 41 pro eine Million Einwohner. Weitere Informationen: Venture-Capital-Gesellschaften Venture-Capital-Gesellschaften sind auf Wachstumsbranchen spezialisierte Investoren. Sie geben Kapital, ohne Sicherheiten zu verlangen. Dadurch können Sie auch in einer frühen Phase der Unternehmensgründung, in der andere Geldgeber wegen der ungewissen Zukunftsaussichten dankend ablehnen, über Kapital verfügen. Im Gegenzug erwerben die Venture-Capital-Gesellschaften Beteiligungen an Unternehmen, bei denen sie sich mittelfristig sehr großes Wachstumskapital versprechen, und erwarten in der Regel einen Wertzuwachs von 25 Prozent pro Jahr für ihr investiertes Kapital. Daneben vermitteln Venture-Capital-Gesellschaften aber auch wichtige Kontakte und beraten in schwierigen Situationen Bildungscheck Ebenfalls regional begrenzt sind Bildungschecks, die zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern oder Nordrhein-Westfalen an Unternehmer für Weiterbildungen gezahlt werden. Den Bildungscheck in NRW können junge Unternehmen, die nicht länger als fünf Jahre selbständig sind, beantragen. Bezuschusst werden 50 Prozent der nachgewiesenen Teilnahme- und Prüfungsentgelte, jedoch max. 500 Euro pro Bildungsscheck. Gefördert werden können z.b. Sprach- und EDV-Kurse oder Schlüsselqualifikationen wie Rhetorik oder Zeitmanagement Weitere Informationen

11 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer 1.17 Interview zur Gründungsförderung Interview mit Christopher Plantener, Unternehmer und Mentor beim dänischen Gründerprogramm Startupbootcamp: Blick über den Tellerrand die Gründung eines Startups muss nicht länger als 30 Minuten dauern! In Kopenhagen will ein Gründerprogramm Startups auf die Beine helfen: Die Gewinner erhalten für drei Monate ein Büro in Kopenhagen, Geld für den Lebensunterhalt, viel Beratung und am Ende vielleicht auch einen Investor. Inklusive: Der Blick über den Tellerrand in die dänische Gründerszene. Christopher Plantener kommt ursprünglich aus Deutschland und hat nach langer Erfahrung in der Internet und Werbebrache in den letzten 12 Jahren 5 Startups in Deutschland, Canada, Belgien und Dänemark gegründet und in weiteren gearbeitet. Heute betreibt er eine eigene online Werbeagentur Zielgut in Kopenhagen und ist für Startupbootcamp als Mentor aktive. Sein Spezialgebiet ist die Beratung skandinavischer Startups und Unternehmen bei ihrem Markteintritt und online Marketing in Deutschland. Herr Plantener, Startupbootcamp klingt ja schick, aber was ist das eigentlich genau? Startupbootcamp ist ein in Kopenhagen ansässiges Gründerprogramm. Die Idee ist Startups innerhalb von 3 Monaten zu helfen von der Idee zum Produkt zu gelangen. Bis 30. Juni können sich Startups bzw. Leute mit Ideen aus ganz Europa bei formlos bewerben. Aus allen Bewerbern werden dann 10 Startups ausgewählt. Und was springt für die Gründer dabei heraus? Die Gewinner erhalten für drei Monate ein Büro in Kopenhagen, etwas Geld für jedes Teammitglied (in erster Linie um den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren) und werden über die 3 Monate von einem Pool von bald 100 erfahrenen Unternehmern und Mentoren begleitet. Am letzten Tag, dem sogenannten Investor Day, haben die Startups dann die Möglichkeit Ihr Unternehmen mehr als 100 europäischen Geldgebern vorzustellen um Venture Capital zu erhalten.die erfolgreichsten zwei Unternehmen des Programms dürfen dann org auf Ihrer US Investorentour begleiten. Denn das Konzept kommt ursprünglich aus den USA (www.ycombinator.com und und ist dort sehr erfolgreich. Bei TechStars bewerben sich jedes Jahr 600+ Teams von denen 8 von 10 am Investor Day mit durchschnittlich $ das dreimonatige Programm verlassen. Viele von diesen Unternehmen sind heute weltweit erfolgreich. 11

12 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer Wo die Idee schon aus den USA kommt inwieweit sind die Amerikaner denn an Startupbootcamp beteiligt? Nur insofern, als dass Startupbootcamp seit Mai 2010 offiziell der erste außereuropäische Partner von TechStars ist. Das bedeutet, dass TechStars das Programm nach kritischer Qualitätsprüfung als erstes Europäisches Partnerprogramm anerkannt hat. Das macht vieles einfacher, denn jetzt steht zumindest den besten Startups direkt der Weg in die USA und zu US Kapital und Mentoren offen. Startupbootcamp selbst wurde allerdings 2009 von Rainmaking und Alex Farcet, einem in Dänemark lebenden Franzosen und Kenner der dänischen Startupszene, gegründed. Rainmaking ist ein dänischer Inkubator, der seit 5 Jahren erfolgreich 12 Unternehmen unter anderem auch in Deutschland an den Markt gebracht hat. Mal abgesehen von den Ideengebern: Wer sind denn die Geldgeber für das Projekt und welche Interessen verfolgen diese mit ihrer Unterstützung? Startupbootcamp ist selbst kein klassischer Investor und sieht sich selbst eher als Teammitglied, aber natürlich braucht ein solches Programm finanzielle Mittel. Diese wird von Rainmaking und einer Gruppe von Angle Investoren (zumeist Startupbootcamp Mentoren) finanziert. Für die Finanzierung des Programms und die bis zu pro Team bekommt Startupbootcamp zwischen 5-10% des neuen Unternehmens. Die weitergehen Finanzierung der Startups soll in den allermeisten Fällen danach von externen Investoren gewährleistet werden deswegen ja auch der Investor Day am letzten Tag des Programms. Es sind aber auch schon einige VCs als Mentor im Programm tätig. Die Teilnahme an Startupbootcamp ist aber nicht an irgendwelche anderen Bedingungen geknüpft. Wer keinen Investor braucht oder selbst einen finden möchte der kann das tun. Klingt gut, wird sich so mancher Gründer sagen, und sich sofort bewerben wollen. Welche Voraussetzungen muss man dafür erfüllen? Es können sich europaweit (theoretisch sogar weltweit) alle Teams bewerben die eine gute Idee haben. Die Ideen kommen oft aus dem Internetbereich, das ist aber keine Voraussetzung. Es sollten aber Ideen sein, die sich auch innerhalb von 3 Monaten zumindest ansatzweise realisieren lassen (also z.b. keine Biotech Ideen). Ein Team besteht idealerweise aus 2-3 Leuten mit den Kompetenzen IT, Sales und Marketing. Sollte eine Kompetenz im Team fehlen, wird Startupbootcamp helfen diese vorher zu finden. Neben einer guten Idee, achtet Startupbootcamp vor allem auf die richtige Einstellung und Persönlichkeit der Gründer ohne die wird in Skandinavien nicht an den Erfolg geglaubt. 12

13 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer Was ist mit Unternehmen, die schon länger existieren? Auch Unternehmen die schon gegründet sind dürfen sich noch bewerben allerdings sollte der Prozess noch nicht allzu fortgeschritten sein. Welche Termine und Fristen muss man beachten? Die Bewerbung läuft bis 30. Juni unter Das Camp findet dann von 1. August bist 30. Oktober 2010 in Kopenhagen statt.natürlich müssen die ausgewählten Teams von Anfang August bis Ende Oktober in Kopenhagen sein und danach bereit sein, das neue gegründete Unternehmen auch weiterzuführen dies muss übrigens nicht in Dänemark sein! Und wie genau läuft das Programm ab? Nach Abgabe der Bewerbung kommt es zu Telefoninterview und wenn möglich persönlichem Treffen. Wird man ausgewählt, so geht es ab 1. August in Copenhagen los. Bei der Suche nach Unterkunft etc. wird Startupbootcamp behilflich sein. Danach wird für 3 Monate 24/7 am Produkt gearbeitet. Grob geht s im ersten Monat um die Strategie, im zweiten um die Realisierung und im dritten soll schon verkauft werden. In den ersten Woche gibt es die Möglichkeit alle Mentoren persönlich kennenzulernen und sich das beste Mentorenteam herauszusuchen, das einen über die 3 Monate begleiten sollen. Wer spezifische Fragen hat oder Hilfe braucht, kann sich jeder Zeit an die Mentoren wenden. Am Ende gibt es eine große Abschlusspräsentation für Investoren, Mentoren, Freunde und andere Mitglieder der Skandinavischen Startupszene. Danach gehen 2 Startups auf Tournee in die USA und die anderen haben hoffentlich genug Kapital, Partner, Kunden und Freunde gesammelt um richtig loszulegen. Was bringt das ganze den Deutschen Startups? Ich denke gerade für deutsche Startups ist der Blick übern den Tellerrand nach Skandinavien sehr interessant. Wer in Deutschland gründet hat zumeist in erster Linie den deutschen Markt im Blick. Wer in Skandinavien gründet hat immer sofort den ganzen EU Markt im Blick da die Heimatmärkte viel zu klein sind. Viele dänische Startups gehen gleich auf den Deutschen Markt haben aber eben auch noch andere Märkte im Blick und sind meistens International viel besser vernetzt. Sehen Sie denn grundlegende Unterschiede zwischen den Gründungskulturen in Deutschland und Skandinavien? Ja allerdings: Hier gibt es vieles zu lernen, von der Unternehmenskultur und Werten über drastischen Bürokratieabbau und das die Gründung eines Startups nicht länger als 30 Minuten dauern muss. Außerdem geht es nicht erster Linie darum, den Cashflow zu optimieren, jedenfalls nicht nur, sondern auch die menschliche und soziale Seite ist hier wichtig. 13

14 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer Bestes Beispiel dafür sind die Jungs von Rainmaking: Das sind alles selbst waschechte Entrepreuneure, die etwas anderes machen wollten und ich finde, dass spürt man auch stark in allen ihren Startups. Das nicht nur zu sagen, sondern auch zu leben ist sehr skandinavisch und ich denke auch viele deutsche Startups fänden das spannend. Welches sind ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Startupbootcamp? Als ich Gründer von Startupbootcamp kennengelernt habe war ich vom ersten Moment an absolut vom Konzept, den Leuten, der großen Energie und dem Netzwerk begeistert das ist genau dass, was ich selbst immer gesucht habe. Ich habe nun selbst vor 4 Wochen in Kopenhagen an einem Startupweekend (gleiches Konzept und Veranstalter, das ganze nur auf 3 Tage komprimiert) teilgenommen: 10 Teams a 10+ Leuten gründen eine Firme in 56 Stunden. Was ich dort selbst erlebt habe war unglaublich: Wir habe in 2,5 Tagen eine Social Media Plattform hochgezogen, einen Film und Präsentation gebaut, hatten die ersten User, haben am Sonntag Abend noch Anfragen von 3 Investoren erhalten, und waren 2 Wochen später schon bei GoogleVentures in Kalifornien vorstellig und das alles nach 56 Stunden Arbeit. Unser Video war für nur ein paar Stunden bei Youtube zu sehen und wurde in der Zeit von mehreren tausend Leuten gesehen, einfach nur weil wir die Startupweekend Community anzapfen konnten. Ich habe selbst schon 5 Startups gegründet, aber das ist wohl das überwältigest Ergebnis was ich je erlebt habe! Und genau dass, können jetzt 10 andere Startups in drei Monaten in Kopenhagen erleben ich würde es sofort nochmal machen! Denn da ich Gründerprobleme in verschiedenen Ländern aus eigener Erfahrung kenne, glaube fest, dass so ein Konzept eine unglaubliche Hilfe für Leute mit guten Ideen aber noch nicht soviel Erfahrung ist! Deswegen wünsche ich mir, dass dieses Konzept bekannt wird gerade auch in Deutschland Erfahrungsbericht Deskmag-Gründer Carsten Foertsch im Interview über seine Erfahrung mit der Gründungsförderung: Arschtritt für Unternehmen aus jungen Wirtschaftszweigen! Carsten Foertsch hat gerade Deskmag gegründet, ein Magazin über neue Arbeitsräume, wie sie aussehen, wie sie funktionieren, wie sie verbessert werden können und wie wir in ihnen arbeiten. Im Interview spricht er über die bürokratischen Hürden, die Existenzgründern in Deutschland in den Weg gestellt werden. Carsten Foertsch studierte Politikwissenschaften, Soziologie und Geographie in Berlin und machte 2006 sein Diplom. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Institut für sozialwissenschaftliche Studien mit Fokus auf Stadt- und Regionalentwicklung sowie Arbeitsmarkt. Mitte 2010 gründete er mit Joel Alas Deskwanted, ein Suchsystem für Arbeitsplätze und das Magazin Deskmag. 14

15 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer Wo liegen die größten Hindernisse für Existenzgründer in Deutschland? Ein besonderes Problem gerade in deutschen Verwaltungen und deren privatrechtlichen Anhängsel ist das Alter, das deutlich über dem Durchschnitt der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt. Gerade in Berlin: Junge Leute werden kaum eingestellt. Der Altersdurchschnitt wird etwas gesenkt, in dem Personen über 60 in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden. Aber das ist noch einmal ein Problem für sich. Worin besteht da das Problem für Gründer? In den öffentlichen Verwaltungen und Banken arbeiten daher zunehmend Leute, die nicht mehr über aktuelle Fachkenntnisse verfügen. Gerade Unternehmungen in neuen Wirtschaftsbereichen wie Internet oder Kreativindustrie haben es dadurch zunehmend schwer. Sprich: Die Leute bei den Verwaltungen kennen sich kaum aus mit neuen Technologien. Eine Studie zeigt doch, dass man in den Verwaltungen dennoch z.b. auf Social Media Anwendungen setzt! Nun ja. Gerade die Berliner Verwaltung ist ein Extrembeispiel. Durch ihren jahrelangen praktischen Einstellungsstopp erhält sie keinen frischen Input mehr und verliert daher zusehends den Anschluss an die wirtschaftlichen, technischen und bildungsrelevanten Neuerungen. Man fördert also nicht, was man nicht kennt? Genau: Länger bestehende Wirtschaftszweige werden durchaus unterstützt. Beispiel Kreativbereich offenbart sich der Unterschied gerade zwischen dem Jahrtausende alten Modegewerbe und Unternehmungen, die ihre Einkommen ausschließlich über ihr Wissen in neuen Wirtschaftszweigen beziehen. Mode wird gefördert, siehe Fashion Week, vielleicht noch die Sachen, die mit Kunst oder klassischen Medien bis zu den 90ern zu tun haben. Aber der Rest bleibt sich selbst überlassen! Das klingt ein wenig frustriert Nein, ich will gar nicht die einzelne Wirtschaftszweige gegeneinander ausspielen. Im Gegenteil. Aber was die Berliner Verwaltung durch ihre katastrophale Personalpolitik macht, ist eine Riesenverschwendung von ökonomischen Potenzial. Im Interview hat Christoph Lang von Berlin Partner auf die Unterstzützung der Investitionsbank Berlin verwiesen Ja, die Investitionsbank wirbt überall mit mit Krediten für Start-ups. Sie tut es jedoch eher für das Image des Standortes Berlins, den sie paradoxerweise auch als IT-Standort bewerben. Die Realität sieht anders aus. Aber wenn es nur das wäre 15

16 Überblick: Die wichtigsten Fördermittel für Existenzgründer Was denn noch? Unternehmen aus jungen Wirtschaftszweigen erhalten nicht nur keine Unterstützung, sie verschwenden auch ihre kostbare Zeit für die Beantragung von Unterstützung, die aus Ahnungslosigkeit ohne ernsthafte Bearbeitung abgelehnt werden. Die Zeit fehlt ihnen später beim Aufbau ihres Unternehmens. Sie erhalten also das Gegenteil von Unterstützung, nämlich einen Arschtritt und den Verlust darin investierter Zeit, der sich schnell zu einem Wettbewerbsnachteil entwickeln kann. Vielleicht muss man der Verwaltung dieses Problem erklären Seit fast 15 Jahren praktiziert die Berliner Verwaltung dieses Vorgehen, ohne aus ihren Fehlern lernen zu können. Ein schönes Beispiel fand ich zufällig in einem Text über das Internet-Unternehmen Zanox. Dort heißt es: Bereits 1997 entwickeln die Studenten der Wirtschaftsinformatik das visionäre Projekt Inab (eine Abkürzung für Internetadressbuch ), eine Website zum Speichern und Verwalten von Lesezeichen. Mit ihrer Diplomarbeit beteiligen sie sich an einem Business Plan-Wettbewerb des Berliner Existenzgründerforums, der Sparkasse und dem Stern, doch sind sie offensichtlich mit diesem Projekt ihrer Zeit voraus. Die Jury können die jungen Unternehmer jedenfalls nicht von ihrem visionären Geschäftsmodell überzeugen: Sie unterliegen beim Wettbewerb einem Berliner Schnittchen-Bring-Service. Und heute sind Social Bookmarking-Dienste der Renner Wie kann so etwas passieren? Eine Ablehnung bei der Investitionsbank erfolgt in der Regel, wenn innerhalb von sechs bis neun Monaten kein operativer Gewinn erzielt werden kann, mit dem Kreditraten bezahlt werden. Das gilt praktisch für alle Online- Unternehmen, weil sie sich erstmal einen Namen machen und Traffic erzielen müssen, um Geld zu verdienen. Das dauert in der Regel mindestens 12 bis 18 Monate. Ein besonderes Förderungsprogramm bieten sie dennoch nicht an. Selbst Twitter beispielsweise erzielte erst drei Jahre nach Bestehen erste Gewinne. Und Google benötigte ebenfalls drei Jahre dafür. Wie sieht das bei Euch aus? Wir verdienen mit unserem Magazin derzeit auch noch nichts, wir starteten erst richtig im Oktober und bezahlen uns selbst nicht dafür. Unser Einkommen beziehen wir derzeit aus individuell angefertigten Marktanalysen. Allgemeine Zusammenfassungen stellen wir allen Interessierten kostenlos auf dem Deskmag bereit. Institutionen, mit denen wir bei bestimmten Analysen zusammenarbeiten, stellen wir die Datensätze ebenfalls kostenlos zur Verfügung. 16

17 Welche Versicherung ist die richtige? 2 Welche Versicherung ist die richtige? Versicherungen ein leidiges Thema. Viele Unternehmer verschleudern hier ihr Geld, indem Sie zu viele oder die falschen Versicherungen abschließen nur um dann schlimmstenfalls festzustellen, dass sie, wenn es darauf ankommt, sogar unterversichert sind. Daher lohnt es sich, genau zu vergleichen und auf das Unternehmen speziell zugeschnittene Angebote einzuholen. Denn nur so können Gründer die Spreu vom Weizen trennen. 2.1 Die gesetzliche Krankenversicherung Sie können nur in die gesetzliche Krankenversicherung eintreten, wenn Sie die Vorversicherungszeit erfüllen. Das bedeutet, dass Sie vor Beginn Ihrer Selbständigkeit mindestens zwölf Monate lang ununterbrochen oder in den letzten fünf Jahren insgesamt mindestens 24 Monate lang gesetzlich krankenversichert waren. Und Sie dürfen noch nicht älter als 55 Jahre sein. Zu dieser sogenannten Vorversicherungzeit zählen neben Arbeitsverhältnissen auch Zeiten, in denen Sie über die Arbeitsagentur, über die studentische Krankenversicherung oder über die Familienversicherung der Eltern pflichtversichert waren. Dazu müssen Sie die freiwillige Weiterversicherung aber spätestens drei Monate nach Ende der Versicherungspflicht beantragen. Diese Frist dürfen Sie nicht versäumen! Freie Kassenwahl Sie haben grundsätzlich die freie Wahl zwischen regionalen Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), Ersatzkassen (etwa Barmer, DAK, Techniker), Betriebskrankenkassen (BKK) und Innungskrankenkassen (IKK). Ein Wechsel der gesetzlichen Kasse ist eigentlich jederzeit mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten möglich. Wenn Sie aber gerade in eine neue Kasse gewechselt haben, müssen Sie mit einen weiteren Wechsel wieder 18 Monate warten. Beiträge Die Höhe Ihres monatlichen Beitrags hängt ab von Ihrem Status, dem Beitragssatz und Ihrem Einkommen. Bei Arbeitnehmern und Versicherten übernimmt der Arbeitgeber, bei Mitgliedern der Künstlersozialversicherung diese die Hälfte des Beitrags. 17

18 Welche Versicherung ist die richtige? Beitragssätze Die Beitragssätze für alle gesetzlichen Krankenkassen sind gesetzlich festgeschrieben. Der Beitragssatz beträgt zur Zeit 15,5 %. Daneben gibt es einen ermäßigten Beitragssatz von 14,9 % für alle Versicherten, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Zu diesen gehören auch Selbstständige. Darin enthalten ist bereits ein Beitragszuschlag von 0,9 %, der von allen Versicherten allein zu tragen ist. (Den restlichen Beitrag zahlen normale Arbeitnehmer sowie Versicherte der Künstlersozialkasse ja nur zur Hälfte, so dass diese am Ende nur 8,2 Prozent des Einkommens zu zahlen sind!) Neben diesem Einheitsbeitrag dürfen Kassen, die mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen, einen Zusatzbeitrag erheben. Auch diesen Zuschlag müssen alle Versicherten alleine zahlen. Er ist nicht höher als ein Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens und darf ohne Einkommensprüfung maximal 8 Euro betragen. Wenn Sie Arbeitslosengeld II bekommen, müssen Sie diesen Zusatzbeitrag nicht zahlen. Krankenkassen dürfen ihren Mitgliedern Beiträge zurückerstatten, falls sie die Überschüsse erwirtschaften. Als Versicherte können Sie darüber hinaus zwischen verschiedenen Wahltarifen mit abweichenden Beitragssätzen wählen. Berechnung der Beiträge nach Einkommen Anders als bei Arbeitnehmern wird die Höhe der Beiträge bei Selbständigen leider nicht nach dem tatsächlichen Einkommen berechnet, sondern es gibt ein sogenanntes maßgebliches (Mindest)Einkommen. Dadurch kann die gesetzliche Krankenversicherung für Wenigverdiener recht teuer werden. Herr B. verdient im Schnitt pro Monat etwa Euro. Dennoch nimmt die Krankenversicherung wie bei allen Selbständigen zunächst an, dass er mindestens Euro im Monat verdient, woraus sich beim durchschnittlichen Beitragssatz von 14,9 Prozent ein fester Monatsbeitrag von rund 553,09 Euro ergeben würde. Herr B. teilt der Krankenkasse jedoch mit, dass er weniger verdient und weist dies jährlich per Steuerbescheid nach. Nun werden seine Krankenversicherungsbeiträge nach einem maßgeblichen Einkommen von 1.916,25 Euro im Monat berechnet. Bei einem Beitragssatz von 14,9 Prozent zahlt Herr B. also monatlich etwa 285,52 Euro Krankenversicherung. Es geht aber noch günstiger wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Beispielsweise können Sie als hauptberuflich Selbstständiger einen ermäßigten Beitrag bekommen. Dabei wird der Beitrag nach einem maßgeblichen Einkommen von 1.277,50 Euro im Monat berechnet bei einem Beitragssatz von 14,9 Prozent wären also 190,34 Euro zu zahlen. Dieser ermäßigte Beitrag ist aber nur möglich, wenn nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihre Bedarfsgemeinschaft (etwa Ihre Familie oder Ihr Lebenspartner) bedürftig sind. Daher darf kein Mitglied Ihrer Bedarfsgemeinschaft mehr als 1.916,25 Euro im Monat verdienen, zusätzlich wird ein Freibetrag von 484 Euro für jedes Kind gewährt. Zu den Einkünften gehören dabei auch steuerpflichtige Einnahmen aus Kapitalvermögen oder Mieteinnahmen. Allerdings darf auch niemand in der Familie mehr als Euro an Vermögen haben. 18

19 Welche Versicherung ist die richtige? Noch billiger können Sie sich als nebenberuflich Selbstständiger versichern, wenn Sie neben einer Ausoder Weiterbildung oder Kindererziehung weniger als 20 Stunden pro Woche selbständig sind. Wenn Sie hauptberuflich Hausfrau oder Student sind, können Sie sogar in der Familienversicherung oder der studentischen Krankenversicherung bleiben, sofern bestimmte Einkommens- und Altersgrenzen nicht überschritten werden. Als Student dürfen Sie ferner nur eine bestimmte Zeit in der Woche arbeiten. Und wenn Sie hauptberuflich Arbeitnehmer sind, brauchen Sie gar nichts zu ändern, solange Sie nicht mehr Geld als Selbstständiger verdienen. (Bislang lag die entsprechende Grenze bei 18 Stunden, das hat sich nach einer Richtlinie des GKV- Spitzenverbandes Bund nun geändert.) Achtung! Verdienen Sie mehr als den jeweiligen Bemessungswert, aber weniger als 3.712,50 Euro, so wird der Beitrag nach Ihrem realen Einkommen berechnet. Jede Senkung unter den Regelbeitrag von 553,16 Euro im Monat muss jedoch bei der Kasse beantragt werden und wird in der Regel erst von dem Tag an gewährt, an dem die entsprechenden Nachweise (z.b. Einkommensteuerbescheid) bei der Kasse eingehen. 2.2 Die private Krankenversicherung Wenn Sie als Selbstständiger die Vorversicherungzeit nicht erfüllen, haben Sie keine Wahl: Sie müssen sich in der privaten Krankenkasse versichern. Vielleicht sagt Ihnen die private Krankenversicherung aber auch einfach mehr zu als die gesetzliche, schließlich können die Leistungen hier weitaus umfangreicher und die Tarife preiswerter sein. Sie können als Selbstständiger jederzeit aus der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln nur die Rückkehr ist schwieriger, da Sie dazu jünger als 55 Jahre und sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer mit einem bestimmten Jahresverdienst (derzeit liegt die obere Grenze bei Euro) sein müssen. Seit dem Jahr 2009 müssen private Krankenversicherer einen sogenannten Basistarif anbieten, der allen offen steht, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind und die noch nicht länger als sechs Monate freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Wenn Sie diese Bedingungen erfüllen, müssen Sie in den Basistarif aufgenommen werden selbst bei schweren Erkrankungen, wegen der man Sie sonst ablehnen oder teurere Risikozuschläge erheben könnte. Das gilt auch, wenn Sie als privat oder gar nicht versicherter Selbstständiger arbeitslos werden allerdings trägt die Arbeitsagentur (anders als in der gesetzlichen Krankenkasse) nur einen Teil der Beiträge, im Fall von Arbeitslosengeld nicht mehr als 131,34 Euro; der Rest geht vom Arbeitslosengeld ab. 19

20 Welche Versicherung ist die richtige? Die Höhe der Beiträge, hier Versicherungsprämien genannt, richten sich allerdings auch im Basistarif nach Eintrittsalter und Geschlecht, allerdings nicht nach dem Einkommen. Der der Basistarif darf nicht über dem Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (553,16 Euro im Monat) liegen. Bis zu diesem Betrag sind die Versicherungen allerdings frei, eine hohe Prämie auch von Geringverdienern zu verlangen. Auch eine Familienversicherung gibt es nicht, allerdings kann der Partner ein Rabatt von 50 Prozent bekommen. Im Höchstfall kommen damit auf ein Ehepaar schon 829,74 Euro zu. Tipp: Wenn von Ihrem Einkommen nach Zahlung des Basistarif-Beitrags nur noch so wenig übrig bleibt, dass Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld II hätten, muss die Versicherung den Beitrag um die Hälfte senken. Die Leistungen, die Sie für diese Prämien bekommen, sind in der Regel von Versicherung zu Versicherung höchst unterschiedlich. Da hilft nur eines: Preise und Leistungen genauestens vergleichen. Am besten holen Sie sich dazu Vergleichsangebote von verschiedenen Versicherungen ein. Überlegen Sie dazu zunächst, welche Leistungen Sie benötigen: Reicht Ihnen beispielsweise eine medizinische Grundversorgung zum Basistarif oder wollen Sie eine Chefarztbehandlung im Krankenhaus? Welche Zusatzleistungen möchten Sie beim Zahnersatz? Je mehr Leistungen, desto teurer wird es. Bei bestimmten Leiden und Vorerkrankungen verlangen private Versicherungen außerdem Risikozuschläge, die die schönen Beispielrechnungen aus den Tabellen zunichte machen können. Oder sie verweigern einem Risikofall die Aufnahme ganz. Und: Frauen zahlen bis zu 60 Prozent mehr als Männer, und auch bei älteren Menschen sind die Beiträge höher. 2.3 Die gesetzliche Rentenversicherung für Selbständige Eigentlich könnte Sie Ihnen egal sein, die gesetzliche Rentenversicherung. Denn sehr zu ihrer Freude sind viele Selbstständige eben eines nicht: Dort Mitglied. Einige Berufsgruppen sind allerdings zur Mitgliedschaft verpflichtet. Und auch sonst lohnt sich ein zweiter Blick. Für die meisten Berufsgruppen ist die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) zuständig. Als Selbstständiger werden Sie nicht automatisch versichert, sondern müssen sich von sich aus bei der DRV melden, wenn Sie sich rentenversichern wollen oder müssen. Tipp: Die DRV unterhält bundesweit rund Auskunfts- und Beratungsstellen (unter über den Menüpunkt Beratung zu finden), an die Sie sich für detaillierte Auskünfte wenden können. Unter Umständen lohnt eine private Altervorsorge mehr als eine freiweillige Rentenversicherung. In der gesetzlichen Rentenversicherung müssen Sie, außer in der Künstlersozialversicherung, die gesamten Beiträge selbst bezahlen, das sind derzeit 19,9 Prozent Ihres Einkommens beziehungsweise dessen, was Sie als Bemessungswert angeben. 20

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