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1 Benutzerhandbuch ABC DServer 45/2014

2 Copyright by ABC IT, Ahrens & Birner Company GmbH Oedenberger Straße 65 D Nürnberg Fon Fax ABC IT Simatic STEP ist ein eingetragenes Warenzeichen der ABC IT GmbH ist ein eingetragenes Warenzeichen der Siemens AG ist ein eingetragenes Warenzeichen der Siemens AG ABC DServer 2

3 Inhalt 1. Allgemein ABC Device Server Aufbau Installation ABC DServer Package MS SQL-Server 2012 Express MS SQL-Management Studio MS-SQL-Server Configuration Manager MS SQL-Server Management Studio Web-Interface installieren Web Server installieren Web Deploy installieren ABC DServer Interface installieren ABC DServer installieren Konfiguration, Web Interface Allgemein Logging S7 Connection S7 Variable S7 Trigger Trace Tables Trace Table Data Betrieb Service ABC DServer 3

4 1. Allgemein 1.1 ABC Device Server Der ABC DServer bildet die Schnittstelle zwischen einer Datenbank und den lokalen oder entfernten S7 SPSen. Unterstützt werden derzeit: Siemens S7-Kommunikationsprozessoren, Siemens CP343, Siemens CP443, ABC X-CPUs, ABC Soft-SPSen W32416, W , W und alle S7-Kommunikationsprozessoren welche die CP443 und CP343 nachbilden. Der ABC DServer wird als Windows-Dienst (Service) installiert bzw. integriert. Dadurch kann diese Applikation, auch ohne Login in ihr Windowssystem, Daten aus den S7-Steuerungen herauslesen. ABC DServer 4

5 1.2 Aufbau Der ABC DServer Service sammelt Daten/Variablen aus den SPS-Steuerungen und speichert diese in eine Microsoft SQL Datenbank. Die Konfiguration und Steuerung erfolgt ausschließlich im Web-Interface ABC DServer Interface. Features SPS-Daten Erfassung in einem frei wählbaren Zeitintervall SPS-Daten ereignisbedingt erfassen (z.b. Flanke, Merker) Datenbankfelder aktualisieren oder aufzeichnen mit Zeitstempel Es müssen keine Veränderungen in der SPS vorgenommen werden Konfiguration der SPS-Teilnehmer (IP-Adressen, Datenbereiche, Zeitintervall, Trigger ) ist in der DB abgespeichert. Die SPS bleibt somit unverändert Verbindungsstatus und Steuerung (Aktivierung und Deaktivierung) erfolgt in der Datenbank Beliebig viele Clients können auf die Datenbank zugreifen Daten können mit einem Zeitstempel versehen werden (Einsatz als Tracer möglich) Offene Schnittstelle zur Produktionssoftware Konfiguration erfolgt über Web-Interface Direkter Export aus dem Web-Interface in Excel ABC DServer 5

6 Der ABC DServer kann auf folgende Windows Systeme installiert werden: Ab Windows 7, Ab Windows Server 2008 R2 Voraussetzung ist eine Microsoft SQL-Datenbank ab Version Die Datenbank kann lokal oder auf einem entfernten Rechner installiert sein. Es kann auch die Expressversion genutzt werden. ABC DServer 6

7 2. Installation 2.1 ABC DServer Package ABC DServer 7

8 2.2 MS SQL-Server 2012 Express Laden Sie sich die Microsoft-SQL Express Datenbank von der Microsoft Homepage herunter, bzw. verwenden die im ABC DServer Package mitgelieferte 2012 Express Version SQLEXPR für x86 und x64 Systeme und führen Sie das Setup aus. Im ABC DServer Package sind bereits die Offline SQLEXPR Sourcen für x86 und x64 Systeme enthalten. Die folgende Bilderfolge zeigt die Installation der Datenbank. ABC DServer 8

9 Mixed Mode für User: sa und Passwort: root ABC DServer 9

10 2.3 MS SQL-Management Studio Laden Sie sich das Microsoft-SQL Management Studio von der Microsoft Homepage herunter, bzw. verwenden die im ABC DServer Package mitgelieferte SQLManagementStudio Version und führen Sie das Setup aus. Im ABC DServer Package ist bereits die Offline Version SQLManagementStudio enthalten. Die folgende Bilderfolge zeigt die Installation des Studios. ABC DServer 10

11 ABC DServer 11

12 2.4 MS-SQL-Server Configuration Manager Einstellungen mit dem SQL-Server Configuration Manager durchführen. ABC DServer 12

13 2.5 MS SQL-Server Management Studio ABC DServer Datenbank mit dem SQL-Server Management Studio einrichten. Zum Erstellen der Datenbank ist im DServer Package ein SQL-Skript Create Database DServer.sql enthalten. ABC DServer 13

14 2.6 Web-Interface installieren Das Web-Interface für den ABC DServer muss in zwei Schritten konfiguriert werden. Als erster Schritt wird der Internet Informations Server mit ASP.NET installiert. Anschließend wird das Web Interface des DServers veröffentlicht Web Server installieren (siehe auch Öffnen Sie die Windows Features und fügen Sie die Komponenten hinzu. ABC DServer 14

15 2.6.2 Web Deploy installieren Für das veröffentlichen des webbasierten ABC DServer Interfaces muss das Tool Web Deploy von der Microsoft Homepage heruntergeladen werden. Im ABC DServer Package sind bereits das Tool WDeploy für die Online Installation und die beiden Offline Sourcen für x86 und x64 Systeme enthalten. Die im Internet bereitgestellt Version finden Sie unter Nachfolgend wird die Offline Installation von Web Deploy 3.5 beschrieben. ABC DServer 15

16 ABC DServer 16

17 2.6.3 ABC DServer Interface installieren Das ABC DServer Interface dient der vollständigen Verwaltung dieses Tools (Verbindungen, Variablen, Tracelisten, Trigger, ). Der Zugriff erfolgt Web basiert. Entpacken Sie die Publish-Datei in einen Ordner. DServer Interface.deploy /Y Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und wechseln Sie in den Ordner Publish Webinterface. Geben Sie in die Eingabeaufforderung DServer Interface.deploy /Y ein. Anschließend kann das ABC DServer Interface über erreicht werden. Bereits vordefinierte Werte unterstützen Sie bei der Projektierung Ihrer Umgebung. ABC DServer 17

18 2.7 ABC DServer installieren Der DServer wird als Service im Windows-System installiert. Entpacken Sie den ABC DServer Service in das Verzeichnis C:\DServer. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator. Wechseln Sie in das Verzeichnis C:\DServer\Service und führen den Befehl C:\Windows\Microsoft.NET\Framework\v \InstallUtil DServer WindowsService.exe aus. Der Service ABC DServer kann in der Systemsteuerung->System und Sicherheit- >Verwaltung->Dienste gestartet und gestoppt werden. Es kann festgelegt werden ob in Zukunft der Dienst ABC DServer Manuell oder Automatisch (nach jedem Systemstart) gestartet werden soll. S7 Connections zeigt den Zustand der parametrierten Verbindungen. S7 Variable zeigt die Daten zu den parametrierten Items. ABC DServer 18

19 3. Konfiguration, Web Interface 3.1 Allgemein Der DServer kann komplett über das ABC DServer Interface bedient werden. Öffnen Sie hierzu einen Webbrowser und verbinden Sie sich mit dem DServer z.b.: ABC DServer 19

20 3.2 Logging Auf der Logging Seite werden Infos, Warnungen und Fehlermeldungen des ABC DServer Service eingetragen. ABC DServer 20

21 3.3 S7 Connection In der S7 Connection Tabelle werden die Steuerungen angelegt, die über das Ethernet die Daten zur Datenbank übertragen sollen. Die S7 Connection Tabelle wird alle 10 Sekunden neu vom Service übernommen. Die Tabelle ist wie folgt aufgebaut: Id: Ist der Primäry Key und wird automatisch vom Datenbanksystem angelegt. Description: Hier kann zusätzlich eine Beschreibung angegeben werden. IpAddress: Die IP-Adresse der jeweiligen S7-SPS. Rack: Hier muss die Rack Nummer eingetragen werden, in dem die CPU steckt, von der man Daten holen möchte (siehe Hardwarekonfiguration in STEP7). Slot: Hier muss die Slot Nummer eingetragen werden, in der die CPU im Rack steckt (siehe Hardwarekonfiguration in STEP7). State: Der aktuelle Verbindungsstatus vom DServer zur SPS. InUse: Aktivieren und deaktivieren der Verbindung. Edit: Startet das Bearbeiten der aktuellen Zeile. Insert new row: Eine weitere S7 Connection hinzufügen. ABC DServer 21

22 3.4 S7 Variable In der S7 Variablen Tabelle werden die Variablen (Datenbereiche, Format, ) erstellt. Hier wird konfiguriert welche Daten von welchen Steuerungen und unter welchen Bedingungen gespeichert werden sollen. Mit dem oberen Dropdownmenü können die entsprechenden Variablen einer Verbindung (SPS) ausgewählt werden. Die S7 Variablen Tabelle wird vom Service alle 10 Sekunden neu übernommen. Die Tabelle ist wie folgt aufgebaut: Id: Ist der Primäry Key und wird automatisch vom Datenbanksystem angelegt. Description: Hier kann zusätzlich eine Beschreibung angegeben werden. Variable: Angabe des jeweiligen Datenbereichs, welche von der SPS gelesen werden soll. Mögliche Varianten entnehmen Sie der nachfolgenden Tabelle (siehe unten). Interval: Aufrufintervall in ms. Hier kann angegeben werden, in welchem Intervall die Variable gelesen werden soll. TraceTable: Diese Angabe ist optional. Wird eine TraceTable angegeben, werden nach jedem Lesezugriff die Daten mit einem Zeitstempel in dieser abgespeichert. ABC DServer 22

23 Format: Hier kann das Ausgabeformat in Data nach einem Lesezugriff festgelegt werden. Die Zeichen werden immer im Data-Feld in ASCII dargestellt. Folgende Ausgabeformate sind möglich: o STRING: ASCII Character o INT: o UINT: o REAL: o HEX: Vorzeichenbehaftete Dezimalzahl Vorzeichenlose Dezimalzahl Gleitpunktdarstellung Hexadezimalausgabe Data: Hier werden die Variablen mit dem jeweiligen Format in ASCII ausgegeben. Tritt während des Lesevorgangs ein Fehler auf, wird dieser hier angezeigt. Trigger: Hier kann optional ein Trigger angegeben werden. InUse: Aktivieren und deaktivieren der Variable. Edit: Startet das Bearbeiten der aktuellen Zeile. Insert new row: Eine weitere S7 Variable hinzufügen. ABC DServer 23

24 Tabelle: Mögliche Variablen Datenbausteine DBx.DBXy.z DBx.DBBy DBx.DBWy DBx.DBDy DBx.DBXy.z BYTE n DBx.DBXy.z CHAR n DBx.DBXy.z WORD n DBx.DBXy.z INT n DBx.DBXy.z DWORD n DBx.DBXy.z DINT n DBx.DBXy.z REAL n Merker (deutsch) My.z My.z BYTE n My.z CHAR n My.z WORD n My.z INT n My.z DWORD n My.z DINT n My.z REAL n MBy MWy MDy Eingänge (deutsch) Ey.z Ey.z BYTE n Ey.z CHAR n Ey.z WORD n Ey.z INT n Ey.z DWORD n Ey.z DINT n Ey.z REAL n EBy EWy EDy Ausgänge (deutsch) Ay.z Ay.z BYTE n Ay.z CHAR n Ay.z WORD n Ay.z INT n Ay.z DWORD n Ay.z DINT n Ay.z REAL n ABy AWy ADy x: Datenbaustein-Nr y: Byteadresse z: Bitadresse n: Anzahl (1.255) Merker (englisch) Fy.z Fy.z BYTE n Fy.z CHAR n Fy.z WORD n Fy.z INT n Fy.z DWORD n Fy.z DINT n Fy.z REAL n FBy FWy FDy Eingänge (englisch) Iy.z Iy.z BYTE n Iy.z CHAR n Iy.z WORD n Iy.z INT n Iy.z DWORD n Iy.z DINT n Iy.z REAL n IBy IWy IDy Ausgänge (englisch) Qy.z Qy.z BYTE n Qy.z CHAR n Qy.z WORD n Qy.z INT n Qy.z DWORD n Qy.z DINT n Qy.z REAL n QBy QWy QDy ABC DServer 24

25 3.5 S7 Trigger In der S7 Trigger Tabelle können Trigger (Datenbereiche, Format, ) erstellt werden. Diese Trigger können dann einer S7 Variable zugeordnet werden. Funktion: Nimmt die Variable die Zeichenfolge Value an, so wird die Variable einmalig von der Steuerung geladen. Die S7 Trigger Tabelle wird vom Service alle 10 Sekunden neu übernommen. Die Tabelle ist wie folgt aufgebaut: Id: Ist der Primäry Key und wird automatisch vom Datenbanksystem angelegt. Description: Hier kann zusätzlich eine Beschreibung angegeben werden. Variable: Angabe des jeweiligen Datenbereichs, welche von der SPS gelesen werden soll. Mögliche Varianten entnehmen Sie der nachfolgenden Tabelle (siehe bei S7-Variable). Interval: Aufrufintervall in ms. Hier kann angegeben werden, in welchem Intervall die Variable gelesen werden soll. Format: Hier kann das Ausgabeformat in Data nach einem Lesezugriff festgelegt werden. Die Zeichen werden immer im Data-Feld in ASCII dargestellt. Folgende Ausgabeformate sind möglich: o STRING: ASCII Character ABC DServer 25

26 o INT: Vorzeichenbehaftete Dezimalzahl o UINT: Vorzeichenlose Dezimalzahl o REAL: Gleitpunktdarstellung o HEX: Hexadezimalausgabe Value: Zeichenfolge die den Trigger befüllt. Edit: Startet das Bearbeiten der aktuellen Zeile. Insert new row: Eine weitere S7 Variable hinzufügen. ABC DServer 26

27 3.6 Trace Tables Diese Tabelle zeigt alle vorhandenen TraceTables. Zudem können mit den Button Create neue Tabellen angelegt werden. ItemId: Automatischer ItemId-Eintrag, zu welchem Item die Daten gehören. Name: Tabellenname der TraceTable. MaxEntryCount: Maximale Anzahl von Einträgen. DeleteOlderLikeDay: Löschzeitpunkt für ältere Eintrage nach x Tagen ABC DServer 27

28 3.7 Trace Table Data ABC DServer 28

29 4. Betrieb 4.1 Service Sind alle Konfigurationseinstellungen getätigt worden, wird zum Betrieb der Aufzeichnungen der Dienst ABC DServer gestartet. Dazu kann man das Dienste (Services) Fenster öffnen: Control PanelSystem und SecurityAdministrative ToolsServices In diesem Windows Fenster kann der Dienst ABC DServer auch wieder beendet oder angehalten werden. Man kann außerdem festlegen, ob man in Zukunft den Dienst ABC DServer Manuell oder Automatisch (nach jedem Systemstart) starten möchte. ABC DServer 29

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