Publikationsunterstützende Massnahmen von Bibliotheken am Beispiel von Open Access- Zeitschriften

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1 Publikationsunterstützende Massnahmen von Bibliotheken am Beispiel von Open Access- Zeitschriften Open Access-Tage Zürich, September 2015 Alice Keller und Madeleine Boxler, Zentralbibliothek Zürich

2 Fragestellung Welche Bedürfnisse weisen Open Access-Zeitschriften bzw. ihre Herausgeber auf? Alice Keller: Präsentation der Resultate einer Studie an der Universität Zürich Aufbauend auf diesen Erkenntnissen: welche publikationsunterstützenden Services sollen Universitätsbibliotheken anbieten? Madeleine Boxler: Ableitung der Konsequenzen für die Bibliothek 2

3 Studie zu den Bedürfnissen von OA- Zeitschriften und ihrer Herausgeber 3

4 Studie OA-Zeitschriften an der Universität Zürich Fragestellungen Evaluation der Funktionalitäten und Features der Zeitschriften Technische System- bzw. Plattformwahl Kooperation mit Verlagen und/oder Bibliotheken Einstellung der Herausgeber gegenüber Open Access Probleme und Bedürfnisse der Herausgeber Rolle der Bibliotheken aus Sicht der Herausgeber Zeitschriftensuche Zeitschriftenevaluation Interview mit Hrsg. 4

5 Suche geeigneter OA-Zeitschriften: - Hrsg. der UZH angegliedert - Wissenschaftlich mit Peer- Review Journal of Research Projects East Asian Art Section 14 Zeitschriften 5

6 Resultate der Zeitschriftenevaluation 6

7 7

8 8

9 9

10 10

11 11

12 12

13 13

14 Positive Korrelation zwischen: Funktionalitäten?? Nachhaltigkeit? Verbindung zu Bibliothek oder Verlag 14

15 Positive Korrelation zwischen: Funktionalitäten Professionelle Plattformen bieten bessere (traditionelle) Funktionalitäten Nachhaltigkeit Verbindung zu Bibliothek oder Verlag 15

16 Positive Korrelation zwischen: Funktionalitäten Professionelle Plattformen bieten bessere (traditionelle) Funktionalitäten Nachhaltigkeit Verbindung zu Bibliothek oder Verlag Die finanzielle Sicherheit ist eine Bedingung für das Interesse eines Verlags. Wie ist das bei Bibliotheken? 16

17 Positive Korrelation zwischen: Funktionalitäten Einzelne Funktionalitäten beeinflussen die Nachhaltigkeit positiv Professionelle Plattformen bieten bessere (traditionelle) Funktionalitäten Nachhaltigkeit Verbindung zu Bibliothek oder Verlag Die finanzielle Sicherheit ist eine Bedingung für das Interesse eines Verlags. Wie ist das bei Bibliotheken? 17

18 Resultate der Interviews 18

19 Einige unkonventionelle Features sind absichtlich, z.b. keine Band- oder Jahrzählung, stattdessen Einstieg über Thema 19

20 Einstellung zu Open Access Alle Hrsg. kannten die Grundsätze von Open Access. Open Access ist für sie kein Leitthema. Überlegungen eher praktischer Art: Wie kann man den Online-Zugang möglichst einfach gestalten? Notwendigkeit eines kostenlosen Zugangs, v.a. für Studierende Einige Hrsg. würden von den Lesern auch Gebühren verlangen, wenn dies technisch einfach umzusetzen wäre und den Zugang nicht behindern würde. 20

21 Digitale Langzeitarchivierung Sicherung der digitalen Langzeitarchivierung nur bei 3 Zeitschriften (Verlagszeitschriften). 2 Zeitschriften nutzen die gedruckte Version als Archivausgabe. Alle anderen Zeitschriften fühlen sich ausreichend abgesichert über ihre Kooperation mit Uni-Rechenzentrum, mit IT-Diensten des Instituts oder externen Anbietern. Die Überlegung einer Zusammenarbeit mit einer Bibliothek oder einem unabhängigen digitalen Archiv war ihnen fremd. Die Hrsg. sind mit dem täglichen Betrieb ihrer Zeitschrift in der Regel so beschäftigt, dass sie sich kaum mit Plänen für die längere Zukunft befassen. 21

22 «Welches sind Ihre dringendsten Bedürfnisse und Probleme?» Ganz klar: Bedarf nach mehr personellen und finanziellen Ressourcen. Drittmittel nur bei 5 Zeitschriften, bei einer davon befristet. Herausgeber arbeiten ehrenamtlich oder im Rahmen ihrer Anstellung. Benötigt werden Mittel zur Bezahlung redaktioneller oder technischer Hilfskräfte. i.d.r. keine Businesspläne, keine Strategien zur Drittmittelakquise. Technische Bedürfnisse z.t. Manuskriptverwaltungssystem Sorgen, dass ein Journal Management System zusätzlichen administrativen Aufwand verursachen würde. 22

23 Publikationsunterstützende Services von Bibliotheken 23

24 Bedürfnisse und Herausforderungen der Hrsg. Open Access-Herausgebertätigkeit als neue Aufgabe Publikations-Know-how Funktionalitäten Standards Technische Unterstützung Finanzielle und personelle Ressourcen 24

25 Rolle der Universitätsbibliothek Open Access-Herausgebertätigkeit als neue Aufgabe Ansprechperson Unterstützung zur Vernetzung Wissens- und Erfahrungsaustausch Koordination und Organisation (ZBZ) Austausch unter Hrsg. der Zeitschriften Fachlicher Input durch die Bibliothek ZORA / HOPE (Hauptbibliothek UZH) DOI (ETH-Bibliothek) 25

26 Rolle der Universitätsbibliothek Wissens- und Erfahrungsaustausch, Juni 2015, ZBZ 26

27 Rolle der Universitätsbibliothek Publikations-Know-how Thematischer Input Funktionalitäten Standards Checkliste, Webseite, Vorträge, persönliche Beratung, Hrsg.-Treffen... 27

28 Rolle der Universitätsbibliothek Technische Unterstützung Beratung Repositorium (z.b. ZORA) Zeitschriften-Management-System (z.b. HOPE (OJS)) Langzeitarchivierung Digitalisierung älterer Jahrgänge 28

29 Rolle der Universitätsbibliothek Finanzielle Ressourcen Direkte Finanzierung? Businessplan Drittmittelakquise, Publikationsfonds Vernetzung 29

30 Rolle der Universitätsbibliothek Personelle Ressourcen Administrative Unterstützung Manuskriptverwaltung Metadaten DOI Bibliometrie (Verzeichnung in Fachzss., Impact Factor) 30

31 Rolle der Universitätsbibliothek Open Access Managementsystem Vernetzung Repositorium Adminis -tration Verlage Standards... Anlaufstelle für Publikationsfragen Beratung Drittmittel 31

32 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen? Alice Keller Madeleine Boxler 32

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