Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) Information seitens des BBT. April Juni 2005

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1 Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) Information seitens des BBT April Juni

2 Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) Warum braucht die Berufsbildung ein starkes nationales Kompetenzzentrum? Wie wird das EHB in die Hochschullandschaft integriert? Reines Hochschulsystem versus Verhinderung einer Akademisierung der Berufsschul-Lehrpersonenbildung Die künftigen Bildungsangebote Leistungssteuerung und Finanzierung Vorteile der vorgeschlagenen Lösung? 2

3 Gesetzliche Grundlage - Art. 48 BBG 1 Der Bund fördert die Berufspädagogik. 2 Er führt zu diesem Zweck ein Institut auf Hochschulstufe, das folgende Aufgaben hat: a. Bildung und Weiterbildung von Berufsbildungsverantwortlichen insbesondere von Lehrkräften, soweit nicht die Kantone zuständig sind; b. Forschung, Studien, Pilotversuche und Dienstleistungen im Bereich der Berufsbildung und der berufsorientierten Weiterbildung. 3 Der Bundesrat kann das Institut mit weiteren Aufgaben im schweizerischen Interesse betrauen. 4 Der Bundesrat regelt das Institut. Durch eine geeignete Untergliederung nimmt er auf die Bedürfnisse der Kantone und der Sprachregionen Rücksicht. 3

4 Gesetzliche Grundlage - Art. 48 BBG 5 Für Rechnung, Voranschlag und Finanzplanung des Instituts gilt das Finanzhaushaltsgesetz vom Der Bundesrat kann in besonderen Fällen Abweichungen vorsehen, soweit es die Aufgaben des Instituts rechtfertigen. 6 Für Bildungsangebote und Dienstleistungen des Instituts kann eine Gebühr erhoben werden. Der Bundesrat erlässt die Ausführungsbestimmungen. 7 Der Bundesrat kann anstelle des Institutes oder in Ergänzung dazu zusammen mit den Kantonen eine entsprechende Einrichtungen schaffen oder bestehende anerkennen. 8 Das Institut arbeitet mit geeigneten Bildungsinstitutionen zusammen. 4

5 Integration des SIBP ins schweizerische Hochschulsystems Verschmelzung oder Angliederung von Studiengängen Was mit dem Rest? Gymnasiale Lehrerbildung ETH Kantonale Uni Regionale Fachhochschule Sport Tertiär A- Studenten Lausanne WBZ Lugano Tertiär B- Studenten Zollikofen SIBP- Rest Pädagogische Hochschulen Berufsbildungssteuerung (600 Erlasse) 5

6 Integration des SIBP ins schweizerische Hochschulsystems Gymnasiale Lehrerbildung ETH Kantonale Uni Regionale Fachhochschule Sport Tertiär A- Studenten Lausanne WBZ Eigenständige Hochschule Integration über Kooperation Lugano Tertiär B- Studenten Zollikofen Tertiär A- und B- StudentInnen in einem Hochschulinstitut, verhindert die Akademisierung der Berufsschullehrpersonen- Bildung Pädagogische Hochschulen Berufsbildungssteuerung (600 Erlasse) 6

7 Überblick 1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen 2. Kapitel: Bildungsangebote für Berufsbildungsverantwortliche 3. Kapitel: Organisation 4. Kapitel: Hochschulangehörige und deren Tätigkeit 5. Kapitel: Wahrung der Bundesinteressen 6. Kapitel: Disziplinarrecht 7. Kapitel: Rekurskommission und Rechtsmittel 8. Kapitel: Schlussbestimmungen 7

8 Bildungsangebote Diplomstudiengänge (Art. 5) Masterstudiengang (Art. 6) Übrige Bildungsangebote und Weiterbildungsangebot (Art. 7) 8

9 arbeitsmarktorientiert Praxis Überbetriebl. Kursleiter/in Berufsbildner/in berufl. Praxis Disziplinäre Kompetenzentwicklung (Fachkompetenz) Gymnasial- Lehrpersonen Handelsmittel- Schullehrperson IKA-Lehr- Personen (KV) Handelslehr- Personen Atelier- bzw. Werkstattlehrp. Prüfungsexpert/in Informatik- Lehrpersonen Fachkunde- Lehrpersonen ABU- Lehrpersonen Sprach- Lehrpersonen Theorie allgemeinbildungsorientiert Interdisziplinäre Kompetenzentwicklung (Handlungskompetenz) 9

10 Forschung Die Forschungstätigkeit soll: a. die Berufspädagogik stärken b. gesellschaftliche Veränderungsprozesse und deren Auswirkungen auf die Berufsbildung und die Berufspädagogik erkennen; c. Veränderungen der Berufsbilder antizipieren; und d. Anpassungen, die auf Grund des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels erforderlich sind, eruieren. Die Hochschule forscht insbesondere in den Bereichen: a. Pädagogik der beruflichen Bildung; b. Soziologie der beruflichen Bildung; c. Ökonomie der beruflichen Bildung; d. Psychologie der beruflichen Bildung. 10

11 Entwicklung Der Bereich der Entwicklung umfasst insbesondere: a. Konzepte für die Berufsentwicklung und Berufspädagogik; b. berufspädagogische Begleitung und Beratung; c. Bildungskonzepte für bestimmte Zielgruppen, namentlich pädagogische Fördermassnahmen für Jugendliche mit Lernschwächen, für interkulturelle Pädagogik sowie für besondere Begabungen; d. Lehr-Lernarrangements und Schulentwicklungskonzepte. 11

12 Der EHB-Rat Der EHB-Rat setzt sich aus Vertretern aus Lehre, Wissenschaft, Behördenvertretern aus Bund und Kantonen und Vertretern der Organisationen der Arbeitswelt zusammen. Dadurch ist eine hohe Sachkompetenz gewährleistet. Er wird vom Bundesrat gewählt. bestimmt strategische Ausrichtung der Hochschule & setzt langfristige Ziele (gemäss den Vorgaben des Bundesrats im Leistungsauftrag). Übernimmt strategisches Controlling ist Ansprechpartner für Aufsichtsbehörde beeinflusst Inhalte des Leistungsauftrags erheblich, da er dem Bundesrat einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet (Konsultativorgan: EBBK) Vorschlag für Direktor/in; Wahl durch Bundesrat 12

13 Leistungsauftrag & Finanzierung Vierjähriger Leistungsauftrag steuert die Aktivitäten des EHB Bundesrat erteilt Auftrag Leistungsauftrag ist zeitlich und inhaltlich auf den Zahlungsrahmen des Bundes abgestimmt Departement konsultiert EBBK Finanzierung: Finanzierungsbeitrag des Bundes Einnahmen aus der Zusammenarbeit mit Dritten Zuwendungen Gebühren 13

14 Vorteile der vorgeschlagenen Lösung Es unterstützt optimal eine eidgenössische Strategie der Berufsbildung. Eine zentrale Stelle sorgt für einen nachhaltigen Kompetenzaufbau und trägt damit zur Identität der Berufsbildung bei. Die Kooperationsbeziehungen können sowohl institutionell als auch regional entwicklungsoffen gestaltet werden. Sie tragen damit den sprachregionalen Unterschieden sowie den jeweiligen Aufgaben am besten Rechnung. Es ermöglicht einen stufenweisen Aufbau mit vielfältigen Entwicklungsoptionen (Kernbereich, neue Berufsfelder und Bildungsverantwortliche). Bestmögliche Partizipation der Verbundpartner (insbesondere der Wirtschaft), einfache Entscheidungswege, klare Verantwortlichkeiten, Autonomie und Integration in der schweizerischen Hochschullandschaft kann gewährleistet werden. 14

15 Auszug Medienmitteilung Kommission WBK des Ständerates vom In Anwesenheit von Bundesrat Joseph Deiss diskutierte die WBK den Entwurf zur Verordnung über das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung, welche sich zurzeit in Vernehmlassung befindet. Bekanntlich war die Stellung dieses Instituts während der Beratung des Berufsbildungsgesetzes (Art. 48 BBG) zwischen den Räten umstritten und wurde erst in der Einigungskonferenz einer Lösung in Form eines Kompromisses zugeführt. Der Ständerat befürwortete damals im Gegensatz zum Nationalrat die Option einer Angliederung an eine Fachhochschule oder allenfalls an eine Universität. Heute kam die Kommission zum Schluss, dass es durchaus auch gute Gründe für die vom Bundesrat vorgesehene Lösung eines Hochschulinstitutes mit eigener Rechtspersönlichkeit und erweitertem Leistungsauftrag gibt. Entscheidend für die Kommission ist, dass das Institut mit den Fachhochschulen und Universitäten zusammenarbeitet, dass Synergien optimal genutzt werden und das wurde besonders betont -, dass eine Akademisierung vermieden wird. 15

16 Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) Besten Dank für Ihre Unterstützung! Dr. Ursula Renold, BBT 16

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