McKay Savage/Flickr. Schweizerisch-Indisches Klassenzimmer. Schulpartnerschaften auf der Sekundarstufe II

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1 McKay Savage/Flickr Schweizerisch-Indisches Klassenzimmer Schulpartnerschaften auf der Sekundarstufe II

2 Kooperation über kulturelle Unterschiede hinweg Die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit und die Stiftung Mercator Schweiz fördern Schulpartnerschaften mit Indien, um jungen Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund persönliche Begegnungen und Einblicke in andere Lebensweisen zu ermöglichen. Indien ist ein spannendes und dynamisches Land, das sich im Eiltempo vom Entwicklungsland zu einer Hochtechnologie-Nation entwickelt. Das südasiatische Land hat eine reiche Geschichte, es ist geprägt durch vielfältige Kulturen, Religionen und Sprachen. Heute fasziniert Indien nicht nur durch Musik, Tanz und Bollywood-Kino, auch Yoga und Ayurveda-Medizin haben unseren Alltag erobert. Zudem besitzt Indien ausgezeichnete Schulen und Universitäten. Der Kontrast zwischen Indiens Hochtechnologie und seinen Traditionen bietet Schweizer Schülern vielfältige Denkanstösse. Gleichzeitig erleichtert die in Indien weit verbreitete englische Sprache die Kommunikation und den gegenseitigen Austausch. Der Alltag bei einer Gastfamilie oder auf dem Campus erlaubt tiefe Einblicke in die indische Kultur. Persönliche Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Kulturen stärken die Sozialkompetenz, die Persönlichkeitsentwicklung und das interkulturelle Verständnis von Jugendlichen. Ein Austausch gemeinsam mit anderen Schülern aus der eigenen Schule ermöglicht eine intensive Reflexion der Erfahrungen. Dieser Austausch kann während der Schuljahre 2015/16 und 2016/17 durchgeführt werden. 2

3 Das Projekt Mit dem Projekt Schweizerisch-Indisches Klassenzimmer werden Schulpartnerschaften zwischen Indien und der Schweiz auf der Sekundarstufe II initiiert, betreut und gefördert. Die Partnerklassen arbeiten in einer Art virtuellem Klassenzimmer während eines Schuljahrs mit Hilfe einer Internetplattform oder von sozialen Netzwerken an einem gemeinsam ausgewählten Projekt. Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt: - Kennenlernen der Arbeits- und Ausbildungskultur des anderen Landes; - Einen Weg zur erfolgreichen Kooperation über die kulturellen Unterschiede hinweg finden; - Überlegungen über die eigenen Werte und Traditionen; - Horizonterweiterung; - Verbesserung der Englischkenntnisse; - Vernetzung der Lehrpersonen. Besuch und Gegenbesuch Das «Schweizerisch-Indische Klassenzimmer» wird nicht nur im virtuellen Raum bleiben. Ein Besuch in Indien sowie ein Gegenbesuch in der Schweiz ergänzen den medialen Austausch mit einer realen interkulturellen Begegnung. Während der zwei im Projekt integrierten Besuchsphasen (jeweils ca. zwei Wochen) leben die Schüler in den Familien der jeweils anderen Schüler in Indien je nach Partnerschule gegebenenfalls auch auf dem Campus, nehmen am Schulleben teil und arbeiten vertieft am Projektthema. Unterstützung für die teilnehmenden Schulen - Beratung und Betreuung bei der Projektplanung sowie der Projektdurchführung; - Vermittlung einer geeigneten indischen Partnerschule; - Reisekostenzuschuss an Kontaktreisen für den Besuch einer Schweizer Lehrperson in Indien und den Besuch einer indischen Lehrperson in der Schweiz (CHF pro Lehrperson); - Reisekostenzuschuss für die teilnehmenden Schüler (CHF 500 pro Schüler bis max. 20 Schüler) sowie für jeweils zwei schweizerische und zwei indische, das Projekt begleitende Lehr- bzw. Betreuungspersonen (CHF 500 pro Lehrperson); - Beitrag an die Exkursionskosten in der Schweiz (CHF pro Schulpartnerschaft); - Beratung betreffend Vorgehen zur Visumsbeantragung bei den zuständigen Botschaften/Konsulaten; - Veranstaltung zur Vorbereitung auf das interkulturelle Erlebnis. Die Reisekostenzuschüsse decken nicht alle anfallenden Kosten pro Schüler ab. Die teilnehmenden Schulen bringen für die ungedeckten Kosten eigene Mittel ein (Elternbeitrag, Fundraising-Aktionen, usw.). 3

4 Anmeldung und Selektion Bis 31. Januar 2016 Mittels Bewerbungsformular stellt die Schweizer Klasse sich und ihre Projektidee vor. Anhand dieser Angaben werden im März 2016 fünf Klassen von einer Auswahlkommission für die Teilnahme selektioniert. Die Ausschreibung zur Teilnahme am Förderwettbewerb richtet sich an Schweizer Schulen bzw. Schulklassen der Sekundarstufe II (Gymnasien, Fachmittelschulen). Die Schülergruppen sollten sich aus 10 bis 20 Schülern im Alter zwischen 16 und 20 Jahren zusammensetzen. Dies können entweder Schulklassen oder projektbezogene Schülergruppen eines Jahrgangs sein (Altersabstand max. 2 Jahrgänge). In einer Pilotphase bis 2017 werden jährlich fünf Partnerschaften gefördert. Themen Der Rahmen für mögliche Themenfelder eines gemeinsamen Projekts ist sehr weit gefasst. Denkbar sind Projekte in den Bereichen Musik und Kunst, Umweltschutz, Klimaveränderung, wirtschaftliche Entwicklung oder soziales Engagement, Geschichte, Politik, Sport oder Fragen der Berufsorientierung. Die unterschiedlichen Perspektiven der indischen und der schweizerischen Teilnehmenden sollen zu angeregtem Austausch führen. Die Themen sollten sich für eine virtuelle Zusammenarbeit eignen. Ablauf Wann Was bis 31. Januar Februar März Ab Juli August bis Juni (Folgejahr) bis September des Folgejahres Bewerbungen Schweizer Schulklassen auf Sekundarstufe II mittels Bewerbungsformular. Selektion der teilnehmenden Klassen durch eine unabhängige Auswahlkommission. Auswahl und Vermittlung der Partnerschulen. Kontaktreisen der Lehrpersonen. Projektarbeiten im Rahmen des Schulunterrichts, Besuche und Gegenbesuche der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Evaluationsbericht. Kontakt Tanja Pete Projektkoordinatorin

5 Die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit Die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit ist eine privatrechtliche interkantonale Organisation aller 26 Kantone mit Sitz in Solothurn (www.chstiftung.ch). Gegründet 1967 ist sie dem Grundgedanken des Föderalismus verpflichtet. Die ch Stiftung fördert den Brückenschlag zwischen den Sprachgemeinschaften und setzt sich für die Wahrung der Sprachen- und Kulturvielfalt in der Schweiz ein. Nebst der Förderung von Übersetzungen zeitgenössischer Schweizer Literatur im Rahmen der ch Reihe engagiert sich die ch Stiftung seit 1976 für den schweizerischen und internationalen (Jugend-)Austausch. Die Stiftung Mercator Schweiz Die Stiftung Mercator Schweiz fördert und initiiert Projekte in drei Tätigkeitsbereichen: Wissenschaft, Kinder und Jugendliche, Mensch und Umwelt. Das Engagement der Stiftung gilt einer lernbereiten und weltoffenen Gesellschaft, die verantwortungsvoll mit der Umwelt umgeht. Mit ihren Projekten an Hochschulen möchte sie zur Stärkung des Wissens- und Forschungsplatzes Schweiz beitragen. Die Stiftung unterstützt die Wissenschaft, Antworten auf gesellschaftlich wichtige Fragen wie den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu finden. Damit Kinder und Jugendliche ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und ihre Chancen nutzen können, setzt sich die Stiftung für optimale Bildungsmöglichkeiten innerhalb und ausserhalb der Schule ein. Dornacherstrasse 28A Postfach 246 CH-4501 Solothurn Tel Fax

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