Just-in-Time-Finance

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1 Just-in-Time-Finance Risiko- und Kostenreduktion sowie neue Geschäftsfelder durch selbstkoordinierende Netzwerke von Ubiquitous Financial Micro Services Dr. Oliver Wendt Dipl.-Kfm. Jochen Franke Univentures GmbH Taunusanlage 21, Frankfurt { wendt franke Zusammenfassung Die Prozessoptimierung der Financial Services entlang einer Supply Chain physischer Produkte sowie das Straight Through Processing als Prozess-Optimierung der Informationslogistik zwischen kooperierenden Finanzdienstleistern zählen zu den vordringlichen Zukunftsaufgaben in Forschung wie Praxis. Dieses Paper liefert einen Beitrag zu Visionen und potentiellen Geschäftsfeldern in einer Finanzindustrie der Zukunft. Es wird hierzu in Abschnitt 1 für die Financial Supply Chain die heutige Ausgangslage heutiger dargestellt. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wird in Abschnitt 2 eine Langfristvision einer zukünftigen Finanzökonomie formuliert, die das Potential von Just-in- Time Finanztransaktionen aufgreift und deren Bedeutung und Implikationen für das bestehende System aufzeigt. Abschnitt 3 greift einzelne Elemente der in Abschnitt zwei formulierten Vision auf und beschreibt die auf dem Weg hin zu einer zukünftigen Finanzindustrie zu adressierenden Untersuchungsziele. In Abschnitt 4 wird ein mögliches Forschungsprogramm zur Untersuchung der aufgeworfenen Fragestellungen im Rahmen einer Simulation unter Verwendung des Paradigmas von agent-based computational e- conomics (ACE) formuliert. Es werden dort die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes eines Simulationsmodells von (kooperativen) Softwareagenten zur gewinnmaximalen Steuerung des Financial Supply Chain Management und der Informationslogistik untersucht, um die Durchlaufzeit automatisierter Finanzdienstleistungen nicht nur in vordefinierten Quality-of-Service-Klassen wie T+2, T+1 oder T+0, sondern bzgl. der zeitkompressionsabhängigen Zahlungsbereitschaft des Dienste-Nachfragers eben genau im Sinne der in Abschnitt 2 formulierten Langfristvision Just-in-Time zu erbringen.

2 Just-in-Time Finance Seite 2 1 Ausgangslage Finanzinstitutionen geraten zur Zeit nicht nur unter massiven Kostendruck, der primär durch eine Steigerung der Prozesseffizienz und Konzentration auf die Kernprozesse zu bewältigen wäre, sondern ebenso in eine Identitätskrise der Identifikation ihrer Kernkompetenzen, welche zur Identifikation dieser Kernprozesse zwingend notwendig wäre. Die Disintermediationsthese der späten 90er Jahre, das Internet würde ein völliges Verschwinden jeglicher Intermediäre bewirken, hat sich für die meisten Branchen als verfehlt erwiesen. Aber auch wenn sich die heutigen Finanzinstitutionen nicht in einer intermediärsfreien Peer-2-Peer-Finanz-Ökonomie auflösen werden, kann gerade die Annahme dieses Extremszenarios im Gedanken- oder Simulationsexperiment helfen, die wirklichen Wertschöpfungspotentiale der Finanzintermediäre zu identifizieren und zu quantifizieren. Das Ziel dieses Beitrages besteht darin, nicht ausschließlich die Prozessineffizienzen heutiger Finanzintermediäre zu identifizieren, sondern auch die Prozessineffizienzen einer (in ihrer Struktur den physischen Wertschöpfungsnetzen folgenden) rein dezentralen Selbstkoordination der Financial Supply Chain aufzuzeigen, die auch in elektronischen Märkten nur durch Einführung geeigneter Finanzintermediäre behoben werden kann. Die Umsetzung der hierbei identifizierten Prozesse kann dann als lohnenswertes Langfristziel einer strategischen Transformation der heutigen Finanzintermediäre dienen. Entscheidend ist hierbei, die beiden möglichen Anwendungsdomänen von Financial Supply Chain Management (FSCM) zunächst logisch streng zu trennen: In den meisten Verwendungen des Begriffs FSCM steht die Prozessoptimierung der Financial Services entlang einer Supply Chain physischer Produkte und die enge Abstimmung und Verzahnung beider Wertschöpfungsnetze im Vordergrund, um eine Minimierung des erforderlichen Working Capital für die beteiligten Partner des physischen Wertschöpfungsprozesses zu gewährleisten: Zitate wie An average company with USD 1Billion in revenues can spend as much as USD 32 Million annually for unnecessary working capital & inefficient processing functions. [Killen & Associates, Inc., 2000] zielen in diese Richtung. Andererseits muss der Wertschöpfungsprozess der Finanzindustrie selbst, also die rein finanzielle Supply Chain zwischen Finanzinstitutionen optimiert werden: In many ways, the global capital markets tentative approach to STP mirrors the banking industry stance toward the oft-delayed Basel II Accord updating the requirements governing credit, market and operational risks. Few institutions have aggressively sought compliance with the proposed revisions and are bypassing a chance to gain a leg up on key competitors. That is why organizations with the vision and leadership to capitalize on opportunities like STP will set the pace in the capital markets. The rest are just leaving money on the table. [Robert P.Gach, Accenture, 2002] Auch wenn das

3 Just-in-Time Finance Seite 3 hier verfolgte Ziel eines Straight Through Processing durchaus große Strukturanalogien zur physischen Just-in-time-Logistik aufweist, sind für die im Vordergrund stehenden Fragen der Informationslogistik oftmals andere Methoden anzuwenden. Auch wenn im E-Finance Lab zunächst die zweite Interpretation des FSCM im Vordergrund steht, muss langfristig eine Integration der Lösungsansätze für beide Problemstellungen angestrebt werden: Die bestehenden Methoden und Werkzeuge zur Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen sind zu eng am physischen Produktionsprozess ausgerichtet und daher nicht hinreichend geeignet für eine Anwendung in der Financial Supply Chain. Umgekehrt machen die Geschäftsprozesse der Finanzindustrie bislang noch kaum Gebrauch von den neuen technischen Möglichkeiten der Vernetzung und sind eher von einer Massentransaktionssicht als von Individualisierung und einem Just-in-time-Paradigma des Financial Engineering gekennzeichnet. 2 Langfristvision Unternehmen nutzen in zunehmenden Maße Informations- und Kommunikationstechnologien zum Austausch wachsender Mengen von Informationen. Die Nutzung von Information erfolgt allerdings selten aus Selbstzweck, sondern wird entweder zu einem eigenständigen, zur Veräußerung bestimmten Informationsgut veredelt, im Rahmen einer Informationsdienstleistung als Input benötigt oder aber im Rahmen einer Dispositionsaufgabe verwendet. Im letzten Fall dient sie dem Zweck, die betriebliche Wertschöpfungskette durch Planung und Koordination effektiver und / oder effizienter zu gestalten. Analog gilt auch für die Nutzung von Finanzprodukten, dass sie ebenfalls meist in enger Komplementarität zu einem Wertschöpfungsprozess der Sachgüter-Sphäre stehen. Dass sich das Ziel einer sinnhaften Vollautomation der physischen wie finanziellen Wertschöpfungsprozesse mit klassischen starren Organisationsformen und Ablaufplanungsmethoden erreichen lässt, scheint immer fraglicher zu werden: zunehmende Individualisierung von Kundenbedürfnissen erfordert eine immer größere Zahl von Produktvarianten, die nur durch organisatorische Flexibilität im Hinblick auf die aufgebauten Transaktionsbeziehungen erzielt werden kann. Im Extremfall wird jeder einzelne Mensch, jede einzelne Maschine oder jedes einzelne Softwaresystem im Web zur elementaren Wertschöpfungseinheit, die in der Lage sein muss, sich in kürzester Zeit mit anderen Leistungseinheiten temporär zu aufgabenspezifischen Organisationseinheiten zusammenzuschließen und in Vertragsbeziehungen zu treten. Der Preis, zu dem eine Organisationseinheit bereit ist, eine nachgefragte Leistung zu erbringen, wird bei kleineren Organisationseinheiten (bedingt durch ihren geringen Ressourcenbestand) dann in erheblichem Maße vom Zeitpunkt der Leistungserbringung abhängen. Sowohl die Selektion des Transaktionspartners wie auch die optimale zeitliche

4 Just-in-Time Finance Seite 4 Gestaltung des physischen Leistungsprozesses und der finanziellen Komplementärprozesse werden somit immer informationsintensiver. Obwohl auf der technischen Ebene viele Probleme der Vernetzung dezentraler Web Services bereits gelöst sind und standardisierte Schnittstellen existieren, herrschen auf der Anwendungsebene erhebliche Defizite: Bisherige Aktivitäten konzentrieren sich meist auf die Phase der Abwicklung von Transaktionen 1. Weder für die Phase der Transaktionsanbahnung, also die Auswahl geeigneter Transaktionspartner (z.b. Lieferanten o- der Anbieter eines Finanzprodukts) noch für die bilaterale ablauforganisatorische Optimierung solcher Transaktionsbeziehungen (z.b. kurzfristige Anpassungen von Leistungszeitpunkten oder Preisverhandlungen) wurden bislang geeignete automatisierbare Protokolle entwickelt oder gar standardisiert. In Fragen der Aushandlung von optimalen Leistungszeitpunkten, also des dezentralen Supply-Chain- und Informationslogistik- Management besteht erheblicher Forschungsbedarf, der sich in folgender zentraler Frage zusammenfassen lässt: Wie können Protokolle und Softwaresysteme entwickelt werden, die in der Wertschöpfungskette dispositive Entscheidungen über physische, finanzielle und informationelle Leistungen möglichst autonom treffen und den betrieblichen Leistungsaustausch unternehmensintern wie unternehmensübergreifend gewinnmaximal koordinieren? Die Realisation eines selbstkoordinierenden dispositiven Service Webs könnte zukunftsweisend sein und impliziert eine Abkehr von den bisher verfügbaren integrierten betriebswirtschaftlichen Administrations- und Dispositionssystemen, die aufgrund ihres monolithischen Charakters bereits heute kaum noch beherrschbar sind. 3 Untersuchungsziele Im Hinblick auf Just-in-Time-Finanzkonzepte sind zunächst die Prozesse der Anbahnungs- von denen der Abwicklungsphase zu unterscheiden. Wie von uns durchgeführte Fallstudien gezeigt haben, sind in beiden Bereichen unterschiedliche Randbedingungen zu beachten. In der Abwicklungsphase können in der Regel durch die Verzögerung einer Leistung Zinsgewinne erzielt werden, somit stellt es aus Sicht des Schuldners häufig eine dominante Strategie dar, die Zahlung so weit wie möglich hinauszögern zu können. Gesamtwirtschaftlich betrachtet könnten sich in vielen Fällen beide Vertragspartner besser stellen, wenn der Schuldner früher zahlt und somit nicht bloß einseitig Zinsgewinne anfallen. Denkbar wären hier beispielsweise eine dynamische Bepreisung ausstehender Forderungen und eine beiderseitige Optimierung des Zahlungszeitpunktes bezogen auf die alternativen Anlagemöglichkeiten beider Partner. 1 Vgl. z.b. STPML (Straight Through Processing Markup Language) [www.stpml.org], swiftml (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications Markup Language) [www.swift.com] oder OFX (Open Financial Exchange) [www.ofx.net].

5 Just-in-Time Finance Seite 5 Für Prozesse der Anbahnungsphase gibt es aufgrund fehlender eingesetzter finanzieller Mittel für keinen der potentiellen Vertragspartner Anreize, die Ausführungsdauer des Prozesses künstlich zu verlängern. Hier gilt ganz im Gegenteil, dass eine schnellere Ausführung stets zumindest gewünscht ist. In diesem Bereich spielen häufig Faktoren wie die Qualität des Prozessergebnisses eine der zeitlichen Dauer vorgelagerte Rolle. Bei den im Folgenden skizzierten Forschungsthemen sind jeweils die betroffenen Bereiche zu beachten. Während sich das in Abschnitt 3.1 beschriebene Value Chain Liquidity Management innerhalb der Financial Supply Chain vor allem mit Fragen der Abwicklung befasst, zeigt das in Abschnitt 3.2 beschriebene Szenario eines Financial E-Bay Wege zur Optimierung und Neupositionierung von bestehenden Finanzdienstleistern im Beriech der Anbahnungsphase dar. Das in Abschnitt 3.3 vorgestellte Konzept des Value Chain Risk Management adressiert Fragen des Risikomanagements für die gesamte Wertschöpfungskette. Abschnitt 3.4 stellt mit Zero Knowledge Recommending einen möglichen Lösungsansatz zur Überwindung vieler in Bezug auf die Sicherheit und Integrität von Informationen im Bereich von Finanzdienstleistungen auftretenden Probleme vor. Das in Abschnitt 3.5 beschrieben Szenario von Ubiquitous Micro Insurance & Micro Financial Services stellt Wege zu einer allumfassenden Präsenz von Finanzdienstleistungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette bis hin zum Endkunden dar. 3.1 Value Chain Liquidity Management Unstrittig ist, dass die Kopplung von automatisiertem Financial Supply Chain Management mit automatisierter Koordination der physischen Wertschöpfungsnetze (SCM) durch immer weniger Medienbruch-Friktionen gefördert wird und Zahlungsziele ursprünglich als Ausfluss von Bündelungsökonomien der Verwaltung papier- und menschenbasierter Abwicklungsprozesse entstanden. In automatisierten Prozessen müssen Rechnungen nicht mehr geprüft werden, da ausschließlich zertifizierte Systeme Rechnungen erstellen und transportieren; der Mensch prüft den Prozess und nicht mehr die einzelne Ausführung. Ob die technische Möglichkeit der Reduktion der Zahlungsziele letztlich zur kompletten Synchronizität von Realtransaktion und finanzieller Gegentransaktion führt und unter welchen Bedingungen diese Synchronizität unter Transaktionskostenfreiheit das Wohlfahrtsoptimum darstellt, ist jedoch strittig. Argument: Das Instrument des Zahlungsziels kombiniert Realgeschäft mit zusätzlichem Finanzgeschäft Kreditvergabe ; von daher können im Optimum Einnahmen/Ausgaben-Ebene und Einzahlungs-Auszahlungsebene zeitlich auseinanderfallen! Der optimale Spread wird bestimmt durch die unterschiedlichen Finanzierungskosten der Vertragspartner. Gegenargument: Kreditvergabe zur Fristentransformation ist nicht Kerngeschäft der Partner der physical value chain und kann im Koordinationsoptimum allein auf der Ebene der Finanzflüsse von Financial Service Providern optimiert werden.

6 Just-in-Time Finance Seite 6 Unstrittig ist dagegen, dass die Streuungen von Prozessdurchlaufzeiten (ich weiß nicht, WANN die Zahlung innerhalb des Zahlungsziels erfolgt) auf jeden Fall reduziert werden können und sollen und hierfür eine Kopplung der Financial Services mit internen Forecasting & Planning Infrastrukturen nötig ist. Durch die Reduktion der Streuung und der damit besseren Vorhersagegüte der finanziellen Situation können Unsicherheiten und damit Kosten reduziert werden. Unternehmen sind nicht mehr gezwungen, hohe Bestände an Kapital auf Lager zu halten, um Schwankungen der finanziellen Zuflüsse durch unsichere Zahlungszeitpunkte zu begegnen. Inwieweit können automatisierte supply-chain-weite collaborative Clearing- und Nettingsysteme einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten und Liquiditätsbedarfe deutlich reduzieren? 3.2 Financial E-Bay: Dezentrale Recommender-Systeme für Finanzdienstleistungen Denkbar wäre auch, in Zukunft lediglich die Bonitäts- und Risikoprüfung einem Finanzdienstleister zu überlassen und Angebot und Nachfrage nach Finanzprodukten auf einer Art E-Bay-Plattform (also einer Börse für nicht standardisierte Finanzprodukte und Dienstleistungen) zusammenzuführen. Der Vertrag kommt dann direkt zwischen dem Anbieter eines Finanzproduktes und dessen Abnehmer zustande, man könnte hierbei von einer Peer-to-Peer-Finanzökonomie sprechen. Elektronische Marktplätze für Immobilien oder Automobile bieten heute schon kontextspezifisch zum jeweils angebotenen Gut komplementäre Finanzprodukte (z.b. Darlehen, Leasing- oder Garantieverträge). Diese werden allerdings von institutionellen Anbietern bereitgestellt. Warum sollte aber nicht z.b. ein Autofahrer, der mit seinem Neuwagen während der Einfahrphase sehr schonend umgegangen ist, beim Verkauf des Wagens eine entsprechende Garantie dank seines privaten Wissens zu günstigeren Konditionen anbieten können, als dies einem institutionellen Anbieter möglich wäre, welcher nicht über dieses Wissen verfügt und entsprechende Prämien für moral hazard einkalkulieren muss?

7 Just-in-Time Finance Seite 7 Externe Dienstleister Kredite Fristentransformation Risikoabsicherung Einlagen Kredite Einlagen Kredite Einlagen Kredite Marktplatz Einlagen Kredite Einlagen Abbildung 1: Schematische Darstellung einer Peer-to-Peer Finanzökonomie Der Finanzdienstleister könnte im Bereich der Absicherung und Fristentransformation weiterhin, je nach Wunsch der Vertragsparteien, seine Kompetenz einbringen, diese Dienstleistungen anbieten und eine gewisse Prämie abschöpfen. Aus Sicht der Anbieter und Nachfrager von Finanzprodukten ist dann in Form der Bank ein Intermediär weggefallen und es kann so ein für beide Partner vorteilhaftes Ergebnis realisiert werden. Während spätestens seit der Versteigerung von Funkfrequenz-Lizenzen kombinatorische Auktionen, welche Anbietern und Nachfragern den (simultanen) Handel von Güterbündeln erlauben, ein populäres ökonomisches Forschungsthema darstellen, bieten auch vollelektronische Börsenplätze heute kaum die Möglichkeit der Spezifikation von Orderbündeln. Könnten ungewünschte temporäre Risikoexpositionen hierdurch vermieden und die Markteffizienz somit deutlich gesteigert werden? Wie differieren entsprechende Matching-Verfahren für gebündelte Finanzprodukte von solchen für Sachgüterbündel? Inwieweit lassen sich Ansätze des collaborative filtering auf Finanzprodukte und Dienstleistungen anwenden? Welche Kenntnis über die Lebenslage des Nachfragers muss hierfür mindestens beim Anbieter gegeben sein, um eine recommender engine für individualisierte (Bündel von) Finanzprodukte(n) sinnvoll einsetzen zu können? Welche IT-Infrastruktur ist für einen global & automated financial exchange adäquat? Wie weitreichend sollte die Integration des financial ebay mit Märkten für physische Güter erfolgen? Ist als Leitvision die Integration aller Austauschbeziehungen in einem semantic-web-enabled global Kazaa oder einer anderen Peer-2-Peer Architektur anzustreben oder an welcher Stelle liegt der optimale Trade-off zwischen Spezialisierungsvorteilen und Vorteilen der Standardisierung durch Integra-

8 Just-in-Time Finance Seite 8 tion? Trägt die Arbeitshypothese, dass dieser Marktplatz weder zentralisiert noch regional sein wird, sondern optimalerweise ein Netzwerk föderierter interoperabler Communities darstellen wird, strukturiert durch die Komplementaritätsbeziehungen der gehandelten Objekte, oder besser, die Komplementaritätsbeziehung der Kundenbedürfnisse und ihrer Präferenzstrukturen? Wie muss die IT-Infrastruktur für eine medienbruchfreie Aggregation und einen medienbruchfreien Zugriff auf konsolidierte persönliche Account-Information aussehen 2? Wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft des Privatkunden für Convenience, die über ein elektronisches Bill Presentment hinausgeht 3? Wird die Tatsache, dass bislang kein Anbieter das Haftungsrisiko des Data Consolidators übernehmen will, dazu führen, dass jeder selbst seinen Personal Aggregation Server betreiben und verantworten muss oder stellen trust und security gerade die (einzigen?) strategischen Wettbewerbsvorteile von Banken dar, weshalb sie dieses Geschäft offensiv adressieren sollten? 3.3 Value Chain Risk Management: Superadditivität durch Risikoexternalitäten? Die Bewertung finanzieller wie operationaler Geschäftsprozessrisiken kann nur teilweise aus den Charakteristika des Assets selbst funktional bestimmt werden. In vielen Fällen muss hierfür der komplette künftige Zustands-Transitionsprozess in die Bewertung einbezogen werden. Während der Entscheidungsträger operationale Risiken meist aus der Sicht eines das Risiko durch optimale Prozessführung aktiv beeinflussenden Agenten - nämlich des "Unternehmers" - sieht, sind die im Financial Risk Management entwickelten Entscheidungsmodelle meist für den Fall eines "Risikonehmers" entwickelt, der Anteile an bestimmten Assets erwirbt, deren Wertentwicklung als von den Handlungen des Entscheidungsträgers selbst unabhängig eingestuft wird [Danielsson 01]. Dennoch muss nicht nur für den "Insider" im engeren Sinne die börsliche Bewertung eines am Kapitalmarkt gehandelten Wertpapiers nicht unbedingt die bestmögliche Näherung an dessen (für rationale Entscheidungskalküle heranzuziehenden) rationalen Wert darstellen: Wer z.b. im Frühjahr 2001 aufgrund welcher Analyse auch immer zu der Ü- berzeugung gelangte, dass alle anderen Marktteilnehmer einer kollektiven Wertillusion erlegen seien, handelte individuell rational, wenn er genau diese Überzeugung in sei- 2 3 Man denke nur an die Unmengen von Bewirtungsbelegen oder Tankquittungen, die von e- ben solchen Umengen von Arbeitskräften wieder manuell elektronisch erfasst werden, anstatt direkt in einer elektronisch verarbeitbaren Form weitergeleitet zu werden. Langfristig sollte der Prozess der Steuererklärung auch für den Privatmann durch eine automatisierte Vorschlagsgenerierung auf Basis der aggregierten Konten- und Vermögenssituation unterstützt werden. Eine automatisierte Allfinanz- und Anlageberatung muss selbstverständlich diese Information einbeziehen und eine Nachsteueroptimierung vornehmen.

9 Just-in-Time Finance Seite 9 nem Entscheidungskalkül berücksichtigte. Aus Sicht der "New-Economy-Gläubigen" wäre dessen Handeln jedoch als höchst irrational eingestuft worden 4. Während für börsennotierte Unternehmen die Sinnhaftigkeit einer individuellen Modellierung der Risikoerwartungen oft infrage gestellt wird und eher der aktuelle Optionspreis herangezogen wird, um per Black-Scholes-Modell die erwartete Volatilität zu schätzen als umgekehrt, macht zumindest das Assessment von Beteiligungen an Startups in den letzten Jahren deutlich, wie stark der per Due Dilligence ermittelte Unternehmenswert vom Prozess individueller und kollektiver Erwartungsbildung abhängt. Auch wenn selbst zwei Jahre nach dem Niedergang der New Economy keine Einigkeit darüber bestehen mag, welche Fehleinschätzungen welcher fundamentalen Variablen ursächlich für das Bewertungsdesaster verantwortlich waren, so scheint doch unbestritten, dass gerade die Bewertungsmodelle selbst eine Vielzahl positiver Feedback-Schleifen in den kollektiven Bewertungsprozess eingebaut haben, welche den "Hype" gefördert haben statt eine rationale Erwartungsbildung durch Risikotransparenz und gegenseitige "Dämpfungsglieder" zu approximieren. Auch wenn Modelle der Behavioral Finance heute die starken Effekte von bounded rationality und "Herdenphänomenen" auf die Kursentwicklung in Simulationsmodellen nachweisen können, ist eine direkte Verwendbarkeit der Ergebnisse dieser Simulationen nicht gegeben, da hier artifizielle Agenten auf fiktiven Märkten handeln. Kann durch bessere Kenntnis der Netzwerkstruktur und Einbettung der Partner in der Anbahnung eines Geschäftes möglicherweise eine bessere Bewertungsqualität potentieller Risiken erreicht werden? Insbesondere die Kenntnis der Einbettung des Transaktionspartners in dessen Zulieferer- und Abnehmer-Netwerk (Supply Chain) und der daraus resultierenden Zahlungsströme kann zur Steigerung der Prognosegüte von Risikobewertungen genutzt werden. So ließen sich schon frühzeitig, etwa wenn Zahlungsschwierigkeiten eines Zulieferers bekannt werden, die Auswirkungen auf die nachgelagerten Teile der Value-Chain prognostizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen vorschlagen, ggf. bereits bevor die nachgelagerten Tiers der Wertschöpfungskette sich ihres erhöhten Risikos bewusst geworden sind. Basel II erzwingt zwar einerseits die Professionalisierung des Finanzmangement durch eine Professionalisierung des Risikomanagements und forciert auch immer stärker die Einsicht, dass (selbst in Finanzinstituten) transparente Risk-Metriken nicht nur die Entwicklung der Financial Assets vorhersagen dürfen, sondern insbesondere auch Risiken aus dem operativen Geschäft abbilden müssen. Allerdings greifen die Ansätze insofern zu kurz, als die gegenseitigen Abhängigkeiten der einzelnen Risikokategorien (market, credit, operational risk) nicht ausreichend adressiert werden und die Bewertung des 4 Bei Vermögensanlagen wie Immobilien oder Oldtimern scheint die geringere Standardisierung und somit nur partielle Substitutionalität der Objekte eine Vielzahl von individuellen, teilweise konfliktären Bewertungsansätzen viel einsichtiger zu machen: Wer an seinem Geburtshaus hängt oder am vererbten Ehering der Urgroßeltern, wird zu einer stark vom Verkehrswert abweichenden Bewertung kommen und benötigt mit Sicherheit auch ein individuelles Risikomanagement: Das Verlustrisiko kann, wenn überhaupt, nur durch eine ungleich höhere monetäre Kompensation ausgeglichen werden.

10 Just-in-Time Finance Seite 10 business risk selbst aus der Definition von operational risk ausgeklammert wird, obwohl business risk im engeren Sinn in vielen Fällen deutlich relevanter ist als die derzeit in der Basel-II-Definition von operational risk zusammengefassten Risikokategorien [Kuritzkes 02]. Zu welchen Marktverzerrungen führt die Tatsache, dass außerhalb der Finanzindustrie angesiedelte Dienstleister bzgl. operational risk nicht der Regulierung von Basel II unterliegen? Wie weit lässt sich unter Ausnutzung dieser Asymmetrie durch Outsourcing der Kapitalbedarf des Risikomanagement für den Finanzdienstleister reduzieren? Die Bewertung wie auch das Management operativer Risiken setzen im Gegensatz zur portfolioorientierten Bewertung von Markt- und Kreditrisiken eine Dokumentation und Modellierung der Mikrostruktur der Prozesse selbst voraus. Dennoch wird bei Value-at-Risk-Bewertung operativer Risiken meist eine aggregierte Bewertung anhand von den Gesamtprozess betreffenden Kennzahlen durchgeführt. Welche zusätzlichen Potentiale des Risikomanagement ergeben sich durch eine feingranulare Modellierung der Geschäftsprozesse? Wie müssen Systeme des Workflow- Mangement 5 erweitert werden, um ein Risiko-Forecasting und Risiko-Mangement auf der Ebene einzelner Prozessschritte durchführen zu können und wie stark kann der operational Value-at-Risk hierdurch reduziert werden? Ist die Annahme / Forderung einer Subadditivität von Risiken, die dem Gedanken der Diversifikation zugrunde liegt (und z.b. nur dann zu einer linearen Addition des Value-at-Risk zweier risikobehafteter Anlagen A und B führt, wenn die zugrundeliegenden Risiken perfekt korreliert sind), für operationale Risiken überhaupt sinnvoll? Kann es nicht gerade bei operational risk zu Superadditivität von Risiken kommen, wenn das Risiko zweier Prozesse nicht durch externe Risikofaktoren bestimmt wird (was schlimmstenfalls zu vollständiger Korrelation führt), sondern die Ausführung eines Prozesses Externalitäten auf den zweiten Prozesse ausübt, also dessen Risikostruktur funktional beinflusst 6? Wie können Risiken epidemischer Netzeffekte wie 5 6 Die Steuerung stochastischer Workflows erfordert die Ex-Ante-Festlegung verschiedener diskreter wie kontinuierlicher Parameter des Prozesses. Die Qualität der gewählten Parametrisierung ist einerseits oft erst ex post beobachtbar, andererseits stochastischen Schwankungen ausgesetzt, so dass bei identischer Parametrisierung häufig verschiedene Ergebnisse zu verzeichnen sind. Da ein Test der Auswirkung von Parametermodifikationen im realen Produktionsprozess vielfach mit prohibitiv hohen Kosten verbunden sind, wurden verschiedene Simulationsmodelle (zum Teil auf Basis von Petri-Netzen) der Prozesse entwickelt, die die Exploration einer wesentlich größeren Zahl möglicher Parametrisierungen zu einem Bruchteil der Kosten gestatten. Die Variation der Parametrisierung dieser Simulationen erfolgt dann allerdings meist von Hand, eine Optimierung findet, wenn überhaupt, in den Köpfen der Mitarbeiter statt. Man denke z.b. an ein Projekt B, welches die Einstellung eines neuen Mitarbeiters erfordert, welcher durch Mobbing die Arbeitsatmosphäre des Projektteams derart vergiftet, dass Projekt A nicht erfolgreich beendet werden kann. Analoges gilt für die neue Finanzdienstleistung, deren fehlerhafte Software nach Einspielung die kompletten Kunden- Stammdaten zerstört.

11 Just-in-Time Finance Seite 11 z.b. das Zusammenbrechen der US-Stromversorgung 7 im August 2003 adäquat modelliert und ökonomisch bewertet werden. Wie lässt sich die hohe Komplexität der stochastischen dynamischen Optimierungsprobleme der optimalen Kapitalmarkttransaktionen zur transaktionskostenminimalen Erfüllung der individuellen Risikostrukturziele in einer verteilten (aber kooperativen) Forcasting- und Risk-Management-Ökonomie bewältigen? Dass analytische Modelle bereits im unternehmensinternen risk assessement überfordert sind, sobald für die relevanten Risikofaktoren multivariate Verteilungen mit fat tails berücksichtigt werden müssen, führte in den letzten Jahren dazu, dass modernes Valueat-Risk-Assessment auf Simulationsverfahren ausweicht. Wie diese Systeme jedoch vernetzt werden können, um die Tatsache zu berücksichtigen, dass die externen Risikofaktoren in der Risikobewertung des einen Unternehmens vielfach interne Risikofaktoren aus Sicht eines anderen -- in der Wertschöpfungskette vor- oder nachgelagerten -- Unternehmens sind, stellt eine methodische Herausforderung dar. Als möglicher Ansatz der IT-Unterstützung bietet sich an, branchenbezogene Templates stochastischer Risikostrukturnetzwerke, z.b. auf Basis von adaptiven Bayes schen Beliefnetzen zu entwickeln, die dann vom jeweiligen Unternehmen mit Hilfe spezifischer Expertise für den individuellen Fall angepasst werden. Diese individuellen Netzwerke könnten nun über ihre Schnittmengen gemeinsamer stochastischer Variablen (z.b. makroökonomische Variablen, regionale Wetterprognosen o- der erwartete Lieferzeitpunkte) gekoppelt werden, um so eine unternehmensübergreifende Aggregration und Propagation von prognostischem Wissen zu gestatten, die externen Effekte eigener Aktionen auf die übrigen Mitglieder der Wertschöpfungskette zu quantifizieren und durch geeignete Anreizstrukturen zu internalisieren. Während die Notwendigkeit eines prozessorientierten Risikomanagments im B2B- Bereich unmittelbar einleuchtet, wird gerade bei B2C-Relationen der Consumer fast nie prozess- sondern stets zustandsorientiert betrachtet: So erfragen zu leistende Selbstauskünfte für Kreditanträge beispielsweise die aktuelle Vermögenslage und das aktuelle Einkommen. Weder dessen historische Entwicklung über den Zeitstrahl noch vom Kunden prognostizierte oder geplante künftige Änderungen seiner Situation werden in die Risikoanalyse einbezogen. Es wäre zu analysieren, inwieweit auch hier moderne IT die Kosten eines detaillierteren Risikoassessments inzwischen so weit abgesenkt hat, dass falsch-positive oder falsch-negative Entscheidungen reduziert und hierdurch Gewinnsteigerungen ermöglicht werden. 7 Auch hier ist eindeutig von einer superadditiven Risikoverknüpfung auszugehen: Der ökonomische Schaden des gleichzeitigen Ausfalls von 20 Kraftwerken ist weit höher als das zwanzigfache des Ausfalls eines Kraftwerks, da dieser einzelne Ausfall ja genau durch die übrigen 19 Kraftwerke kompensiert wird, und damit nahe Null liegt.

12 Just-in-Time Finance Seite Zero Knowledge Recommending Neben den Problemen der Datensicherheit und des Datenschutzes besteht gerade auch im Finanzbereich ein wesentlicher Grund für die sehr zurückhaltende Bereitschaft zur Informationsoffenlegung durch Privat- wie Geschäftskunden in der hohen Sensitivität der Daten, also der Gefahr, die eigene Verhandlungsposition gegenüber dem Finanzdienstleister oder Dritten durch die Offenlegung in einem Ausmaß zu schwächen, welches nicht durch einen Zugewinn an Servicequalität durch die zusätzliche Information überkompensiert werden kann. Finanz- und Vermögensdaten werden bzgl. dieser (realen oder in der öffentlichen Wahrnehmung überbewerteten?) Gefahr lediglich von der elektronischen Patientenakte übertroffen: Zwar könnte z.b. eine Rentenversicherung bei genauerer Kenntnis meines Gesundheitszustands durch Zugriff auf die Patientenakte zu einer feingranulareren Einteilung in Risikoklassen oder im Extremfall zu einer völlig individualisierten Risikobewertung gelangen, andererseits ist unklar, wie hoch die zusätzliche Rente ausfallen müsste, um mir z.b. einen Anreiz für die Offenlegung eines meine Lebenserwartung um 10 Jahre verkürzenden Gen-Defekts zu geben? Wie kann die Rentenversicherung beim Kunden ein Vertrauen in die Nichtweitergabe und die Nichtnutzung dieser Information für anderweitige Zwecke aufbauen und mit Hilfe welcher Maßnahmen kann er dies sicherstellen? Wie hoch ist der operational Value-at-Risk, der durch ein Versagen der verwendeten Risikomanagement-Maßnahmen entsteht und wie wird dieser geeignet quantifiziert? Wie kann der Kunde beim Rentenversicherer Vertrauen in die Korrektheit der Information bzgl. des Gen-Defekts erzielen? Wie kann dieser z.b. die Vertrauenswürdigkeit eines ärztlichen Attests bewerten? Ein Möglichkeit bestünde darin, nicht die Information als solche weiterzuleiten und sich damit endgültig der Möglichkeit zu berauben, deren weitere Verbreitung selbst zu kontrollieren, sondern vielmehr diese Information einem "vertrauenswürdigen" Softwareagenten anzuvertrauen, der in Vertragsverhandlungen mit einem ebenfalls vertrauenswürdigen Softwareagenten des Versicherers einen Vertrag aushandelt. Lediglich das Ergebnis dieser Verhandlung müsste den Vertragsparteien zur Ratifizierung vorgelegt werden, nicht jedoch die Information, auf Basis derer das Ergebnis erzielt wurde. Die ursprüngliche Vertrauensproblematik verschiebt sich nun von der Ebene des Faktenwissens auf die Ebene der Kommunikations- und Verhandlungsprotokolle. Sofern beide Vertragsparteien ex ante sicherstellen können, dass die Ablauflogiken der Softwareagenten keine Sicherheitslücken enthalten, wäre denkbar, dass z.b. eine neutrale trusted third party die Hardware zur Ausführung zur Verfügung stellt (und ggf. weitere Dienste zur Zertifizierung des Verhaltens der Softwareagenten) und nach Vertragsabschluss beide Agenten und deren gesammelte Information vernichtet. Beide Parteien kennen dann den geschlossenen Vertrag aber nicht die informationellen Annahmen, auf Basis derer er zustande gekommen ist.

13 Just-in-Time Finance Seite 13 Gerade für Banken wird sich künftig immer mehr die Frage stellen, welche originären Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen potentiellen Anbietern der Banking-Leistung bestehen. Die Reduktion der Intermediationsrolle auf die Trusted-Third-Party könnte sicherlich ein (heute noch stark vernachlässigtes) Kerngeschäft ausmachen: so wie in der Vergangenheit dem Banksafe in der öffentlichen Wahrnehmung die höchste Sicherheitsstufe bei der Verwahrung physischer Vermögensgegenstände beigemessen wurde, könnte dieses Branding problemlos auf informationelle Sicherheit übertragen werden. Gerade die Bank könnte ggf. als einzige Institution die nötige Vertauensstellung etablieren, um verteilte Kompetenz automatisiert zu aggregieren, nach klar definierten Regeln auszuwerten oder in automatisierten Anbahnungs- und Verhandlungsprozessen zu nutzen und dann "wieder zu vergessen". Bezüglich der methodischen und technologischen Machbarkeit derartiger Verfahren wurden in den letzten Jahren im Bereich der Kryptotehnologie und mehrseitigen Sicherheit ermutigende Fortschritte erzielt: So erlauben z.b. sogenannte "zero knowledge proofs" die Authentifierung eines Clienten bei einem Server, ohne dass der Client dem Server hierbei ein Passwort übermitteln muss, welches auch bei sicherem Übertragungsweg immer das Risiko eines Missbrauchs innerhalb der Vertrauenssphäre des Servers birgt. Im Gegensatz hierzu bauen Zero-Knowledge-Proof-Verfahren auf der Tatsache auf, dass sich bestimmte Probleme wie z.b. der Isomorphietest zweier beliebiger Graphen 8 für denjenigen, der die Lösung nicht bereits kennt, nur mit exponentieller Zeitkomplexität lösen lassen. 3.5 Ubiquitous Micro Insurance & Micro Financial Services Viele als Risiken empfundene Situationen sind dadurch gekennzeichnet, dass bestimmte Prozesse, verstanden als (nebenläufige) State-Transition-Systeme, eine Sequenz von Zustandsübergängen durchlaufen, die kurzfristig nicht mehr durch Auswahlentscheidungen eines Akteurs beeinflusst werden kann und eben durch eine Verkettung unglücklicher Umstände in einen Zustand konvergiert, der meist von allen Akteuren gerne vermieden worden wäre, also nicht pareto-effizient ist Kennt z.b. der Client die Abbildungsvorschrift zweier isomorpher Graphen A und B so kann er mit geringem Aufwand eine Sequenz von Graphen c 1..c n aus A oder B generieren, und dank der Tatsache, dass ihm die Abbildungsvorschrift von A auf B bekannt ist, die Abbildung zwischen c i und A oder B problemlos bestimmen. Der Client überträgt nun jeweils den neu generierten Graphen c i an den Server und dieser fordert ihn nun zufällig auf, entweder den Isomorphismus zu A oder zu B nachzuweisen (würde er beides tun, könnte der Server hieraus die Abbildungsvorschrift zwischen A und B rekonstruieren und in Folge die Identität des Client vortäuschen). Betrügt der Client und gibt nur vor, die Abbildung von A auf B zu kennen, so wird ihm in 50% der Fälle die Preisgabe der geforderten Abbildungsvorschrift nicht gelingen, da der Server mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% nicht den vom Client zur Generierung von c i benutzten Graphen auswählt. Durch die n-fache (selbstverständlich automatisierte) Wiederholung des Experiments kann nun die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Betrugs auf 0,5 n gesenkt werden. Willentlich verursachte externe Risiken wie Bankraub, Sabotage oder Terrorangriffe bilden hier eine Ausnahme, da zumindest in der Selbstwahrnehmung für den Angreifer ein Nutzenzuwachs entsteht.

14 Just-in-Time Finance Seite 14 Während technische Hilfssysteme bei der Ad-hoc-Risikovermeidung wertvolle Dienste leisten, sind Finanzinstrumente meist noch weit von einer situativen real-time Bedarfserkennung entfernt, wie das folgende Beispiel exemplarisch verdeutlichen mag: Heutige Navigationssysteme beziehen zwar Verkehrsinformation in die eigene Prozesssteuerung (Routenplanung) mit ein, diese ist aber reaktiv in dem Sinne, dass nicht der im relevanten zukünftigen Zeitraum auf einem bestimmten Streckenstück erwartete Stau in die Planung einbezogen wird, sondern die aktuelle (oder eher historische) Verkehrssituation an einem bestimmten Ort. Proaktive Navigationssysteme sollten in der Lage sein, Information über die erwartete raum-zeitliche Trajektorie des Fahrzeugs in eine kooperative Routenplanung einzubeziehen und diese Planung nicht nur beständig an neue Zustands- sondern auch neue Planungsinformation anzupassen. Bezüglich der Kurzfristplanung sollte ein solches System letztlich in der Lage sein, eine Unfallvermeidung durch ein geeignetes Ausweichmanöver eben gerade nicht erst dann einzuleiten, wenn eine geeignete Sensorik z.b. auf Basis eines Abstandsradars eine mögliche Kollision antizipiert. Vielmehr könnten die prognostischen Fähigkeiten extrem ausgeweitet werden, wenn die erwartete eigene Trajektorie rechtzeitig über Ad-hoc- Funknetze an alle Fahrzeuge in der relevanten Umgebung weitergeleitet würde: Ein bei einer Geschwindigkeit von 180 ins Schleudern geratendes Fahrzeug könnte unmittelbar den entgegenkommenden Verkehr über die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Durchbruchs der Mittelleitplanke in Kenntnis setzen und deren Steuerungssysteme könnten eine Abbremsung und ggf. ein Ausweichmanöver bereits die entscheidenden Sekunden vor dem wirklichen Durchbruch in die Wege leiten. Angenommen, der komplette Prozess vom Beginn des Platzregens über das Aufschwimmen des Fahrzeugs bis zum ggf. doch noch gelungenen Stabilisierungsmanöver dauert 20 Sekunden, so ist unmittelbar einsichtig, welche Vielzahl von Entscheidungsträgern innerhalb dieses Zeitraums akuter Gefahr eine hohe Zahlungsbereitschaft gehabt hätten, die bedingt durch fehlende Technologie jedoch nicht abgeschöpft werden konnte: Der Fahrer des fast verunfallten Fahrzeugs wäre gerne frühzeitiger über die drohende Aquaplaninggefahr informiert werden, um noch auf trockener Straße die Geschwindigkeit zu reduzieren. Nach dem Aufschwimmen erhöhte sich lokal die Unfallgefahr sowohl für das eigene wie auch alle anderen Fahrzeuge in Reichweite; für letztere wäre die rechtzeitige Information hierüber in jedem Risiko-Management-System bares Geld wert. Ubiquitäre Financial Services könnten den betroffenen Fahrzeugen zu jedem Zeitpunkt ein von der in der aktuellen Situation prognostizierten Schadenswahrscheinlichkeit und dem prognostizierten Schadensausmaß abhängiges Angebot zum Adhoc-Abschluss einer Vollkasko- oder Insassenversicherung anbieten. Spätestens im dritten Punkt wird deutlich, dass Finanzdienstleistungen bislang zu den Dienstleistungen gehören, die trotz vollständiger Digitalisierbarkeit noch deutlich von

15 Just-in-Time Finance Seite 15 wirklichen "Spot Märkten" einer ubiquitären Verfügbarkeit entfernt sind und sich Risiko Management eher auf langfristige Flat-Rate-Versicherungen beschränkt. Kontext-basierte Recommender für Financial Services setzen natürlich eine Kenntnis dieses Kontexts voraus: Um die akute Unfallgefahr eines KFZ oder einer Person abzusichern, muss ich wissen, dass es/sie sich in dieser Gefahr befindet oder befinden wird, was in dynamischen mobilen Systemen wie dem Straßenverkehr für ein zentrales Management eine nicht zu bewältigende Herausforderung darstellt. Wie müssen verteilte Architekturen des dezentralen Risko-Assessment aussehen, in welchen Anbieter und Nachfrager von Finanzdienstleistungen das Komplexitätsproblem eines situationsabhängigen Risikomanagement durch eine situationsspezifische Kopplung (also eine ihren kontextuellen und geographischen Nähebeziehungen entsprechende Netzwerkstruktur) reduzieren? In welchem Ausmaß werden die durch erhöhte Kontextspezifität realisierten Spezialisierungsvorteile durch eine reduzierte Liquidität des (stärker standardisierten) Gesamtmarkts wieder konterkariert und wie bestimmt sich hier der optimale Trade-off? 4 Forschungsprogramm 4.1 Wissenschaftliche Vorleistungen Seit Mitte 2000 wird am Institut für Wirtschaftsinformatik im Rahmen des Projektes DISPOWEB bereits die Entwicklung dezentraler Koordinationsverfahren und Protokolle für Softwareagenten und Web Services für Supply Chains durchgeführt. Die vereinfachende Annahme einer stabilen Gesamtstruktur des Wertschöpfungsnetzwerkes wird zurzeit im Projekt P2P-DISPOWEB aufgehoben: Zusätzlich zu einer Neuverhandlung mit bestehenden Partnern wird der Aktionsraum einzelner Agenten dort auf die Anbahnungsphase und somit die Suche nach neuen Kontraktpartnern erweitert. In beiden Projekten stehen jedoch die Fragen der Just-in-time-Logistik physischer Güter im Vordergrund. Eine Erweiterung der Verhandlungsprotokolle auf die Financial Supply Chain stellt somit eine dringliche Erweiterungsaufgabe dar, da nur durch eine Einbeziehung der Financial Services entlang einer Supply Chain physischer Produkte die Potentiale einer Minimierung des erforderlichen Working Capital für die beteiligten Partner gehoben werden können und andererseits nur durch den Versuch einer Übertragung der Koordinationsverfahren auf rein finanzielle Wertschöpfungsnetzwerke die strukturellen Unterschiede zwischen

16 Just-in-Time Finance Seite 16 Straight Through Processing und Just-in-time-Logistik herausgearbeitet 10 und von den nur scheinbaren Differenzen getrennt werden können, die lediglich aus unterschiedlicher Domänenterminologie resultieren, aber das methodisch identische Problem adressieren. Insbesondere, wenn die Nachfrage nach Financial Services nicht exogen vorgegeben ist, sondern wie auch die Leistungen auf der physischen Ebene erhebliche Dispositionsspielräume (z.b. im Liquiditätsmanagement) aufweist, kann auch die kosteneffiziente Informationslogistik von einer Verknüpfung dieser beiden Felder der Prozessoptimierung profitieren und so zu Verbesserungen des Preis-/Leistungsverhältnisses der Financial Services führen 11. Je aufwendiger die Planungs- und Dispositionsverfahren der Financial Services, desto geringer die Kosten der physischen Wertschöpfung, desto höher aber der Kommunikationsaufwand zwischen den Partnern und damit das Aufkommen an Informationsverkehr. Daneben wurde am IWI in den letzten Jahren die Erweiterung der Prozessalgebra [Baeten 90] zur Repräsentation nebenläufiger ökonomischer Produktionsprozesse und ressourcenbeschränkter Projektplanung [Wendt 03] durchgeführt. Diese dient als Ausgangsbasis für die Abbildung von Prozessalternativen und Ressourcenbedarf im Planungsprozess und somit auch als Grundlage für Synchronisationsprotokolle kooperativer Agenten. Die am IWI entwickelte Axiomatik einer Efficient Production Process Algebra muss allerdings geeignet erweitert werden, um auch für stochastische Prozesse die Auswahl einer (stochastisch) effizienten Prozessalternative zu gewährleisten. 4.2 Arbeitsprogramm Um die in Kapitel 3 aufgeführten Fragestellungen zu adressieren, bietet sich die Konzeption und Implementierung einer JIT-Financial Service Ökonomie als prototypische Softwaresimulation an. Deren Softwarekomponenten, Schnittstellen und Protokolle sind hierbei auch technologisch am State of the Art auszurichten, so dass nach Projektende Aus ökonomischer Sicht liegt die strukturelle Differenz zur Logistik physischer Güter in den vernachlässigbaren Reproduktionskosten von Daten: Während die Herstellung einer Kopie eines Reifens die gleichen variablen Replikationskosten wie die Produktion des ersten Reifens verursacht (und zudem der Nachfrager nicht in der Lage ist, diese Kopie selbst anzufertigen), sind bei Datenproduktion die variablen Replikationskosten ungleich niedriger als die erstmalige Erstellung des Informationsgutes. Die im Bereich von Finanzdienstleistungen auftretenden Logistikprobleme sind meist Probleme der Informationslogistik, können aber durchaus (z.b. im Cash Management) eine physische Komponente beinhalten. Weiterhin ist hier gerade ein massives Problem darin zu sehen, dass das technisch mögliche Anfertigen von Repliken einer Information (z.b. electronic cash) gerade verhindert werden muss. Man denke z.b. an die Potentiale und informationslogistischen Anforderungen von Adhoc-Mikro-Versicherungen, wie sie z.b. heute schon an österreichischen Skiliften angeboten werden: Bein gebrochen 1000 Euro kassiert jetzt per SMS versichern. Gerade in B2B-Beziehungen wird in vielen Fällen nicht der Mensch, sondern ein Softwareagent derartige Kontraktmöglichkeiten suchen, verhandeln und abschließen. Wenn aber z.b. das Auslandsinkasso einer derartigen Transaktion durch aufwendige Informationslogistik jedoch höhere Kosten induziert als ihr Marktwert, bleiben erhebliche Wertschöpfungspotentiale ungenutzt.

17 Just-in-Time Finance Seite 17 ein direkter kommerzieller Einsatz erfolgreicher Verfahren möglich ist. Im Einzelnen bestehen die Aufgaben vorrangig in der Entwicklung geeigneter Web Services und Protokolle für ein dynamisches Financial Supply Web Management durch autonome, selbstkoordinierende Softwareagenten, der Bereitstellung einer Entwicklungsumgebung zur Spezifikation dieser Softwareagenten (Bibliotheken für Verhandlungen, Verfahren für die Realisierung von Ontologien für Financial Web Services auf Basis von XML und für die Integration von Partnern und ihrer Informationslogistik-Prozesse) der Beantwortung der Frage, welche Quality-of-Service-Kriterien in welchen Klassen von FSCs geeignet zu definieren sind, um eine effiziente Prozess-Steuerung zu gewährleisten, sowie der Beantwortung der Frage, welche der heutigen Backend-Alt-Systeme der Finanzindustrie von ihrer Architektur in der Lage sind, nach einer geeigneten Kapselung als Web-Service den zukünftig erwarteten QoS-Anforderungen gerecht zu werden und welche die Performance zukünftiger aufgesetzter e-finance-dienste derart behindert, dass die Ersetzung dieser Engpässe dringend geboten erscheint. Zur Erreichung dieser Globalziele werden die einzelnen Tätigkeiten zu folgenden Arbeitspaketen (WP) gebündelt, deren enge Verzahnung mit den übrigen EFL-Projekten angestrebt wird. Prototypisches Domänenmodell und Standardisierung der Agentenontologien (WP 1) WP 1.1: Standardisierung der Agentenontologien Informationsaustausch und erfolgreiche Transaktionen zwischen Partnern in (privaten wie offenen) Netzen basieren auf zwei Grundlagen: einerseits einem gemeinsamen Konzeptverständnis, das die Begriffswelt der betroffenen Domänen einheitlich definiert und weitest möglich semantisch fundiert und andererseits der Verfügbarkeit standardisierter Protokolle, um einen Austausch von Information auf Basis dieses Konzeptverständnisses zu erlauben. Unter dem Stichwort Semantic Web konsolidieren sich zur Zeit zahlreiche Initiativen zur Standardisierung der Interoperabilität verteilter Akteure mit verteilten Ontologien. Zu klären ist in diesem Zusammenhang, wie für den Bereich der FSC und ihrer informationslogistischen Prozesse eine gemeinsame Top-Level-FSC-Ontologie aussehen muss und

18 Just-in-Time Finance Seite 18 in welchem Zusammenhang diese zur Supply-Chain-Ontologie des physischen Wertschöpfungsprozesses steht. Deliverable 1.1: Working Paper mit Domänenabgrenzung und objektorientierter Spezifikation der zur Financial Supply-Chain-Koordination und Informationslogistik relevanten Agenten-, Objekt- und Relationentypen, also eine Beschreibung von Typen und (modellierten) Eigenschaften von FSC- und Informationslogistik- A- genten und ihrer individuellen Ziele sowie Präzisierung der einschränkenden Annahmen, Rollen, die Agenten entsprechend ihrer Funktionen und Kommunikationsbeziehungen in der FSC oder des Informationslogistiknetzwerks einnehmen, Typen und Eigenschaften relevanter Kontrakte, die von den Agenten geschlossen werden können WP 1.2: JAVA-Prototyp Domänensimulation Value Chain Risk Management Die Modellierung in WP 1.1 wird so durchgeführt, dass ihr Ergebnis unmittelbar in einen ersten ablauffähigen JAVA-Prototyp einer Informationslogistik zwischen simulierten Financial Services mündet. Anhand dieses Prototyps können für ein Beispielszenario (wie z.b. das Value Chain Risk Management) bereits die kritischen Steuerungsvariablen der Informationslogistik und der Verhandlungsmechanismen identifiziert und ihre Auswirkungen auf Durchlaufzeit und Quality-of-Service über die gesamte Supply Chain simuliert werden. Das Beispielszenario kann dann sukzessive durch die Abbildung der in anderen EFL-Projekten erhobenen realen Prozesse und QoS-Erfordernisse erweitert oder ersetzt werden. Deliverable 1.2: JAVA-Prototyp für Simulation eines E-Finance-Beispielszenarios zum Value Chain Risk Management Nach Abschluss von WP1 werden aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen und den ersten Erfahrungen mit dem Prototyp die Arbeitspakete WP 2-4 detailliert. Nach gegenwärtigem Planungsstand zeichnen sich die im Folgenden ausgeführten Forschungsfragen ab. Konzeption und Implementierung handlungsautonomer, lernfähiger FSC- und Informationslogistik-Agenten (WP 2) Die Konkurrenzsituation zwischen den beteiligten Unternehmen einer Financial Supply Chain verbietet einerseits, von vollständiger Planungsinformation auszugehen, andererseits muss dennoch ein möglichst individuell gewinnmaximierendes Planungs- und Verhandlungsverhalten sichergestellt werden. Um die gewinnmaximale dynamische Bepreisung eines Financial Services (zumindest näherungsweise) zu erreichen, sind sowohl Fragen der internen Wissensrepräsentation wie auch der

19 Just-in-Time Finance Seite 19 anzuwendenden (symbolischen und konnektionistischen) Lernverfahren zu beantworten und in Softwareagenten umzusetzen. Insbesondere die Adaption der in den Projekten P2P-DISPOWEB und DISPOWEB entwickelten dispositiven Protokolle an die domänenspezifischen Koordinationsmechanismen für Financial Services ist hier zu leisten. Entwicklung dispositiver Kooperationsprotokolle für FSC- und Informationslogistik-Agenten (WP 3) Während im ersten Zielschwerpunkt die Agentenmodellierung und damit deren interne Struktur im Mittelpunkt steht, betrachten wir hier kommunikationsbasierte Koordinationsmechanismen zwischen den Agenten. Es gilt zu evaluieren, mit Hilfe welcher Verhandlungsmechanismen Finanz- und Informationslogistikagenten durch Kooperationen ihren individuellen Nutzen vergrößern können und welche Planungsinformationen (zusätzlich zu den originären Finanzinformationen) sinnvollerweise ausgetauscht werden, um einerseits die Informationsasymmetrie zu reduzieren, andererseits aber die Übervorteilung durch die anderen Mitglieder der Supply Chain zu verhindern Wichtige Forschungsfragen in diesem Zusammenhang: Welche Eigenschaften muss ein dezentral nutzbares Financial-Service-Protokoll aufweisen, um den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen einer effektiven wie effizienten Transaktionsanbahnung im Financial Supply Web gerecht zu werden? Welche Protokolle der Suche und Indexierung von Finanzprodukt- und Diensteinformation sowie des Query Forwarding werden benötigt? Welche dieser Leistungskataloge werden im Netzwerk an welchen Stellen vorgehalten. In welcher Frequenz erfolgt ein effizientes Update dieser Information? Für viele Web-Anwendungen wird eine Übermittlung von Information erst durch den "Lieferabruf" des Nachfragers ausgelöst (vgl. z.b. http), andererseits existieren neben diesem Pull-Prinzip auch Push-Dienste wie DNS oder SMTP ( ). Für welche Financial Services ist welche informationslogistische Diensteart vorzuziehen? An welchen Stellen der Supply Chain können durch ein Multi- oder Broadcasting der Ergebnisse eines Dienstes die Kosten der Informationslogistik deutlich gesenkt oder die Quality-of- Service deutlich gesteigert werden? Welche Auswirkung hat in diesem Zusammenhang die Mobilität des Nachfragers auf die optimale "Proaktivität" der Logistik? Wie wird eine mobile Informationsnachfrage prognostiziert und befriedigt? Bezüglich der informationslogistischen Probleme einer geeigneten Propagation von Leistungsbeschreibungen im Netzwerk besteht jedoch erheblicher Forschungsbedarf, insbesondere, wenn auch die informationellen Netzwerke keine statische Struktur aufweisen, sondern (wie z.b. im m-commerce unterstellt) ständigen Veränderungen unterliegen. Wie kann eine konsistente Hierarchie von Namensräumen für die eindeutige Objektund Diensteidentifikation gesichert werden? Welchen Einfluss haben die Transaktionskosten des Abrechnungsmodells informationslogistischer Leistungen auf deren Gestaltung? Sind die vorhandenen Netzwerkstandards und Betriebssysteme geeignet, mobile Adhoc-Netzwerke mit vertretbarer QoS auf- und abzubauen? Inwieweit differiert diese Antwort in Abhängigkeit der geforderten Service-Kriterien? Welche der Probleme mobiler Softwareagenten treten auch dann auf, wenn ihre Mobilität nicht in einer Code-Migration von einer Hardware-Plattform auf eine andere sondern durch die Mobilität dieser Hardware-Plattform hervorgerufen wird.

20 Just-in-Time Finance Seite 20 Zu leisten ist neben der Entwicklung der Modelle zur Auswahl von Koordinationsprotokollen (aus individueller Sicht des Agenten) auch die Implementierung dieser Koordinations- und Auswahlmechanismen in Softwareagenten. Strategische Analyse des FSC-Multiagentensystems (WP 4) Auch wenn jeder Agent autonom seine Nutzenmaximierung anstrebt und damit einem Unternehmen oder Profit Center entspricht, hängt seine Wohlfahrt in starkem Maße von den Strategien anderer Agenten im Wertschöpfungsnetzwerk ab. Aufbauend auf der implementierten Financial Multi-Agent-Economy sollen strategische Gleichgewichte sowie mögliche Lock-in- und Wohlfahrtseffekte simulativ untersucht werden 13, um für bestimmte Klassen von Finanzintermediären Handlungsempfehlungen für eine strategische Positionierung zu erarbeiten. Welche Typen von informationslogistischen Intermediären können hier entstehen und Gewinn erzielen? Unterscheiden sich diese in ihrer ökonomischen Struktur / ihren Diensten von den in Supply Webs für physische Güter benötigten Intermediären? Eignen sich die bestehenden Standards der mobilen Telekommunikation wie UMTS o- der GPRS auch für symmetrische dezentrale Kommunikation? Inwieweit können die Planungsagenten durch dynamische Reallokation von einer Hardwareplattform auf eine andere Kommunikationslast und damit die Kosten der Informationslogistik reduzieren? 13 Wichtige Forschungsfragen in diesem Zusammenhang: Lässt sich die in der Praxis häufig geäußerte These simulativ erhärten, dass elektronische Marktplätze gerade wegen ihres zu hohen Maßes an hergestellter Transparenz nicht genutzt werden? Die globalen Zentralisierungstendenzen für Finanzbörsen stehen hierzu in starkem Widerspruch. Variiert die optimale Transparenz mit dem Grad der Standardisierung der Produkt-/Diensteeigenschaften (welcher die Marktmacht der einzelnen Anbieter determiniert)? Unter welchen Bedingungen kann ein P2P-Protokoll einen Ausweg aus dem Dilemma bieten, dass eine zu geringe Marktransparenz unvertretbare Transaktionskosten nach sich zieht, eine zu hohe Transparenz aber offenbar den Markteintritt für diejenigen Anbieter wenig attraktiv macht, die sich versprechen, aus Informationsasymmetrien Gewinne abschöpfen zu können? Zu welchem Zeitpunkt kann/muss welchem Planungsagenten welche Information offenbart werden? Über welche Instrumente kann eine längerfristige Bindung und somit höhere Planungs- und Investitionssicherheit auf beiden Seiten gefördert werden, oder spielt diese in der Finanzindustrie gerade durch die geringeren Transaktionskosten auch eine deutlich geringere Rolle als im produzierenden Gewerbe? Welche Pfadabhängigkeiten und Lock-in -Effekte in inferiore Infrastruktur treten auf und wie stark wird die Allokationseffizienz marktlicher Koordination durch diese Netzeffekte beeinträchtigt? Existieren andere Mechanismen der dezentralen Koordination, die u.u. von ihrem Informationsbedarf deutlich aufwendiger sind als ein Marktmechanismus, dafür aber von ihrem Koordinationsergebnis einer pareto-effizienten Lösung wesentlich näher kommen? Welche Institutionen (z.b. Auktionen, Koalitionen) sollten die Agenten bilden, um eine pareto-effiziente Investition in Infrastruktur sicherzustellen? Welche Anreizmechanismen müssen gewählt werden, um die Offenbarung der notwendigen Information für den einzelnen Agenten rational erscheinen zu lassen?

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