Konsolidierung in der Praxis

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Konsolidierung in der Praxis"

Transkript

1 Prof. Dr. Hanns Robby Skopp, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Konsolidierung in der Praxis Stand DATEV

2 Agenda Vorstellung der Referenten 1. GRUNDLAGEN 1.1 Betriebswirtschaftliche Grundlagen 1.2 Rechtliche Grundlagen 1.3 Abgrenzung des Konsolidierungskreises 1.4 Konzernabschlussbestandteile 1.5 Konsolidierungsvorbereitung DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 1

3 Agenda 2. KONSOLIDIERUNG 2.1 Kapitalkonsolidierung Erstkonsolidierung Folgekonsolidierung 2.2 Quotenkonsolidierung 2.3 Equity-Methode 2.4 Schuldenkonsolidierung 2.5 Zwischenergebniseliminierung 2.6 Aufwands- und Ertragskonsolidierung 2.7 Eigenkapitalveränderungsrechnung 2.8 Steuerabgrenzung im Konzern Latente Steuern 2.9 Endkonsolidierung 2.10 Ablauf der Konzernabschlusserstellung mit DATEV Abschlussprüfung Konsolidierung/ DATEV Konsolidierung (Blockveranstaltung) DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 2

4 1. Grundlagen

5 1. Grundlagen 1.1 Betriebswirtschaftliche Grundlagen

6 Betriebswirtschaftliche Grundlagen DER KONZERNBEGRIFF Setzt sich eine Unternehmung aus mindestens zwei rechtlich selbstständigen aber wirtschaftlich unabhängigen Unternehmen zusammen, liegt ein Konzern vor Es liegt eine Beteiligung bzw. Kapitalverflechtung vor Konzern ist ein fiktives rechtliches Gebilde Der Konzernabschluss ist nicht Grundlage für die Gewinnverwendungsbeschlüsse Der Konzern ist nicht Steuersubjekt DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 5

7 Betriebswirtschaftliche Grundlagen AUFGABEN DER KONZERNRECHNUNGSLEGUNG Abbildung der wirtschaftlichen Einheit Konzern Einheitsgrundsatz ( 297 Abs. 3 Satz 1 HGB): Im Konzernabschluss ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der einbezogenen Unternehmen so darzustellen, als ob diese Unternehmen insgesamt ein einziges Unternehmen wären Konzerninterne Beziehungen eliminieren Übergeordnete Informationsfunktion DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 6

8 1. Grundlagen 1.2 Rechtliche Grundlagen

9 oder oder oder Rechtliche Grundlagen AUFSTELLUNGSPFLICHT gemäß BilMoG Kapitalgesellschaft oder Personenhandelsgesellschaft i.s.d. 264a mit Sitz im Inland Control-Konzept ( 290 Abs. 1 und 2) direkt/indirekt Mehrheit der Stimmrechte ( 290 Abs. 2 Nr. 1) Organbestellungsrecht ( 290 Abs. 2 Nr. 2) Beherrschungsrecht aufgrund Vertrag oder Satzung ( 290 Abs. 2 Nr. 3) Mehrheit der Risiken/Chancen ( 290 Abs. 2 Nr. 4) Mutter-Tochter-Verhältnis Verpflichtung des Mutterunternehmens zur Aufstellung eines Konzernabschlusses Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 91, 7. Auflage 2004 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 8

10 Rechtliche Grundlagen BEISPIEL: ZURECHNUNG VON STIMMRECHTEN A 35 % 55 % B 20 % C 25 % 20 % 55 % D E Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 94, 8. Auflage 2009 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 9

11 Rechtliche Grundlagen BEFREIUNG VON DER AUFSTELLUNGSPFLICHT Es gibt zwei Arten der Befreiung von der Pflicht, einen Konzernabschluss aufzustellen: Ersatzweiser Einbezug in einen Konzernabschluss auf höherer Ebene durch ein übergeordnetes Mutterunternehmen (befreiender Konzernabschluss) Größenabhängige Befreiung, d. h. ersatzlose Freistellung von der Pflicht zur Konzernrechnungslegung durch Unterschreiten festgelegter Größenmerkmale DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 10

12 Rechtliche Grundlagen BEFREIENDER KONZERNABSCHLUSS Aufgrund des Beherrschungskonzeptes ist in einem mehrstufigen Konzern jedes Unternehmen, dem im Verhältnis zu anderen Unternehmen die konzerntypischen Rechte des 290 Abs. 2 HGB zustehen, zur Aufstellung eines (Teil-) Konzernabschlusses verpflichtet. Die Tochter, die gleichzeitig Mutterunternehmen (MU) ist, braucht keinen (Teil-) Konzernabschluss erstellen, wenn: das Mutterunternehmen einen Sitz in der EU hat, MU das zu befreiende MU und seine Tochterunternehmen in den befreienden Konzernabschluss einbezogen worden sind, der befreiende Konzernabschluss dem an die 7. EG-Richtlinie angepassten Mitgliedsrecht entspricht und durch einen Prüfer nach der 8. EG-Richtlinie geprüft wurde, TU EU der befreiende Konzernabschluss zusammen mit dem Konzernlagebericht und dem Bestätigungsvermerk vom zu befreienden MU in deutscher Sprache offenzulegen ist. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 11

13 Rechtliche Grundlagen AUSNAHMEN VON DER BEFREIUNG 1. Ausgeschlossen von der Befreiung sind Unternehmen, deren Wertpapiere öffentlich gehandelt werden. 2. Minderheitsgesellschafter können die Befreiungswirkung verhindern, indem sie die Aufstellung eines (Teil-) Konzernabschlusses und -lageberichtes verlangen. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 12

14 Rechtliche Grundlagen GRÖßENABHÄNGIGE BEFREIUNG gemäß BilMoG Ein Mutterunternehmen ist von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, wenn an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen mindestens zwei der drei folgenden Merkmale erfüllt werden: Bilanzsumme (Mio. Euro) Umsatzerlöse (Mio. Euro) Bruttomethode nach 293 Abs. 1 Nr. 1 HGB Nettomethode nach 293 Abs. 1 Nr. 2 HGB <23,10 <19,25 <46,20 <38,50 Arbeitnehmer <250 <250 Bruttomethode: Ermittlung der Bilanzsumme und Umsatzerlöse, indem die Werte der Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens addiert werden. Nettomethode: Werte des konsolidierten Jahresabschlusses, in dem konzerninterne Verflechtungen bereits eliminiert wurden. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 13

15 1. Grundlagen 1.3 Abgrenzung des Konsolidierungskreises

16 Abgrenzung des Konsolidierungskreises Bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises geht es um die Frage, welche Unternehmen in einen aufzustellenden Konzernabschluss einzubeziehen sind. Konsolidierungskreis im engeren Sinne: Tochterunternehmen, die im Wege der Vollkonsolidierung einzubeziehen sind ( 290 Abs. 1 und 290 Abs. 2 HGB) Konsolidierungskreis im weiteren Sinne: Gemeinschaftsunternehmen nach 310 HGB assoziierte Unternehmen nach 311 HGB DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 15

17 Abgrenzung des Konsolidierungskreises Tochterunternehmen Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen Einfache Beteiligungsunternehmen Kriterien Beherrschungsmöglichkeit a) Stimmrechtsmehrheit b) Organbesetzungsrecht c) Beherrschungsvertrag/ Satzungsbestimmung d) Mehrheit der Risiken und Chancen ( 290 Abs. 1 und 2 HGB) Gemeinsame Führung mit einem oder mehreren nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ( 310 HGB) Tatsächliche Ausübung von maßgeblichem Einfluss ( 311 Abs. 1 Satz 1 HGB) Widerlegbare Assoziierungsvermutung bei mind. 20 % der Stimmrechte ( 311 Abs. 1 Satz 2 HGB) Bestimmt, dem eigenen Geschäftsbetrieb durch Herstellung einer dauerhaften Verbindung zu dienen ( 271 Abs. 1 HGB) Art der Einbeziehung in den Konzernabschluss Vollkonsolidierung Quotenkonsolidierung oder wahlweise Equity-Bewertung Equity-Bewertung Anschaffungsmethode Ausnahmen Einbeziehungswahlrechte ( 296 HGB) Untergeordnete Bedeutung des Gemeinschaftsunternehmens ( 311 Abs. 2 HGB) Untergeordnete Bedeutung des assoziierten Unternehmens ( 311 Abs. 2 HGB) DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 16

18 Abgrenzung des Konsolidierungskreises EINBEZIEHUNGSWAHLRECHTE NACH 296 HGB Das grundsätzliche Gebot, alle Tochterunternehmen durch Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen ( 294 Abs. 1 HGB) wird durch vier Einbeziehungswahlrechte relativiert: 296 Abs. 1 Nr. 1: Einbeziehungswahlrecht bei Beschränkung der Rechte ( z.b. weitreichende staatl. Investitionsverbote, Einreiseverbote für Leitungspersonen) Nr. 2: Nr. 3: Einbeziehungswahlrecht bei unverhältnismäßig hohen Kosten bzw. zeitlichen Verzögerungen (z.b. Zerstörung des Rechenzentrums bei TU) Einbeziehungswahlrecht bei beabsichtigter Weiterveräußerung der Anteile (Anteile müssen bei Inhaber im Umlaufvermögen gehalten werden) 296 Abs. 2 Einbeziehungswahlrecht bei unwesentlichen Tochterunternehmen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 17

19 Abgrenzung des Konsolidierungskreises M-AG B-AG Gemeinsame Leitung 100 % 25 % 50 % 50 % T-AG A-AG GU-AG DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 18

20 Abgrenzung des Konsolidierungskreises ZUSAMMENFASSUNG DER SYSTEMATIK nein Liegt ein Tochter- Unternehmen i. S. d. 290 Abs. 1, 2 HGB vor? Liegt ein Gemeinschafts- Unternehmen i. S. d. 310 Abs. 1 HGB vor? nein Liegt ein assoziiertes Unternehmen i. S. d. 311 Abs. 1 HGB vor? nein ja ja Einbeziehungs- Wahlrecht des 296 ja Wahlrecht zur Quotenkonsolidierung nein ja HGB ausgeübt? ausgeübt 310 HGB nein ja Vollkonsolidierung Quotenkonsolidierung Wahlrecht des 311 ja ( HGB) 310 HGB Abs. 2 HGB ausgeübt? gemäß BilMoG ausschließlich Neubewertungsmethode nein Equity-Methode 312 HGB Anschaffungskostenmethode 255, 253 HGB gemäß BilMoG ausschließlich Buchwertmethode Vgl. Küting/Weber, Der Konzernabschluss, S. 154, 10. Auflage 2006 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 19

21 1. Grundlagen 1.4 Konzernabschlussbestandteile

22 Konzernabschlussbestandteile Gem. 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus: Konzernbilanz Konzern-GuV Konzernkapitalflussrechnung Konzerneigenkapitalspiegel Konzernanhang Der Konzernabschluss kann durch einen Segmentbericht erweitert werden. Daneben ist der handelsrechtliche Konzernabschluss um einen Konzernlagebericht i. S. v. 315 HGB zu ergänzen. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 21

23 Konzernabschlussbestandteile KONZERNANHANG Die rechtlichen Grundlagen für den Konzernanhang sind: Vorschriften für den Einzelabschluss ( 298 HGB) diese wurden durch BilMoG ausgeweitet Angabepflichten, die sich unmittelbar aus den Konzernrechnungslegungsvorschriften der 290 ff HGB ergeben Angabepflichten speziell für den Konzernanhang nach 313, 314 HGB Zusätzliche Anhangsangaben nach den DRS Zweck des Konzernanhangs = Rechenschaftszweck; d. h. er hat die Aufgabe, die durch die Konzernbilanz und die Konzern-GuV vermittelten Informationen näher zu erläutern, zu ergänzen und zu korrigieren die Konzernbilanz und die Konzern-GuV von bestimmten Angaben zu entlasten DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 22

24 Konzernabschlussbestandteile KONZERNANHANG Wesentliche Änderungen durch BilMoG ( 313 und 314 HGB) Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz dürfen nicht mehr in einer gesonderten Anteilsliste dargestellt werden. Sofern das berichtende Mutterunternehmen oder eines seiner Tochterunternehmen kapitalmarktorientiert ist, müssen Angaben zum Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz gemacht werden. Außerbilanzielle Geschäfte müssen kumuliert auf entsprechende Geschäfte des berichtenden Mutterunternehmens und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen dargestellt werden. Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar, muss aufgeschlüsselt nach Abschlussprüfungsleistungen, anderen Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstigen Leistungen angegeben werden. Finanzanlagen und Finanzinstrumente müssen gemäß den geänderten Angabepflichten des Einzelabschlusses angegeben werden. Vgl. Kessler/Leinen/Strickmann, Handbuch BilMoG, S. 647 ff, 1. Auflage DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 23

25 Konzernabschlussbestandteile KONZERNANHANG Für den Konzernanhang gibt es keine gesetzlichen Gliederungsvorschriften. Es gilt der Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit. Die Struktur könnte wie folgt aussehen: I. Allgemeine Angaben II. Konsolidierungskreis III. Konsolidierungsgrundsätze IV. Grundsätze der Währungsumrechnung V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz VII. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung VIII.Sonstige Angaben Vgl. Dokumentvorlage Konzernanhang in DATEV Abschlussprüfung Konsolidierung/DATEV Konsolidierung DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 24

26 Konzernabschlussbestandteile KONZERNLAGEBERICHT Für den Konzernlagebericht gelten die Vorschriften der 289 und 315 HGB sowie der DRS 15. Danach hat der Konzernlagebericht: Ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns zu vermitteln und zu analysieren Die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zu beurteilen und zu erläutern Auf die Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag und den Bereich Forschung und Entwicklung einzugehen Bericht über die Finanzrisiken, Forschung und Entwicklung, die Grundzüge des Vergütungssystems und das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem zu erstatten Im Ergebnis dient der Lagebericht insgesamt der Ergänzung und Erläuterung des Konzernabschlusses. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 25

27 Konzernabschlussbestandteile KONZERNLAGEBERICHT BERICHTSELEMENTE Die Unterzeichnung des Lageberichtes ist gesetzlich zwar nicht vorgeschrieben, sollte aber von den gesetzlichen Vertretern, unter Angabe des Datums, vorgenommen werden. Berichtselemente Geschäfts- und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Nachtragsbericht Chancen- und Risikobericht * Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten * Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess * Übernahmerelevante Daten * Erklärung gemäß 289a HGB * Versicherung der gesetzlichen Vertreter * * Neu oder geändert gemäß DRS 15 n.f. Erläuterungen auf den Folgeseiten Vgl. Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 26

28 Konzernabschlussbestandteile KONZERNLAGEBERICHT BERICHTSELEMENTE Chancen- und Risikobericht Die Trennung von Chancen- und Risikobericht wurde aufgehoben Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung kann getrennt von der oder gemeinsam mit der Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht erfolgen (Wahlrecht Stetigkeitsgrundsatz) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Bericht über die Risikoziele und Risikomanagementmethoden in Zusammenhang mit eingesetzten Finanzinstrumenten Vgl. Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 27

29 Konzernabschlussbestandteile KONZERNLAGEBERICHT BERICHTSELEMENTE Angaben zu wesentlichen Merkmalen des internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess gemäß 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB bzw. 289 Abs. 5 HGB Die Angaben umfassen Strukturen, den Prozess und deren Kontrollen. Aussagen zur Effizienz des vorhandenen Systems sind nicht erforderlich. Wenn kein internes System vorhanden ist, ist dies ausdrücklich zu erwähnen. Sofern Angaben bereits im Konzernanhang dargestellt wurden, genügt der Verweis. Vgl. Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 28

30 Konzernabschlussbestandteile KONZERNLAGEBERICHT BERICHTSELEMENTE Grundsatz der Lageberichterstattung: Konzentration auf die nachhaltige Wertschaffung Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind Bestandteil des Konzernlageberichts, sofern diese Faktoren a) regelmäßig von der Unternehmensleitung beurteilt werden und regelmäßig Grundlage der Entscheidungen der Unternehmensleitung sind und b) als zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zugehörig anzusehen sind, welche für die Geschäftstätigkeit und für die Einschätzung des Geschäftsverlaufs oder der Lage von Bedeutung sind. Die Angaben sind grundsätzlich quantitativer Natur. Soweit qualitative Aussagen alleine nicht ausreichen sind, um ein Verständnis über die Lage und den Geschäftsverlauf herzustellen, sind zusätzlich quantitative Angaben notwendig. Vgl. Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 29

31 Konzernabschlussbestandteile KONZERNLAGEBERICHT BERICHTSELEMENTE Erklärung gemäß 289a HGB Corporate Governance Erklärung für den Fall, dass die Erklärung im Lagebericht des Mutterunternehmens abgegeben wird und der Lagebericht des Mutterunternehmens mit dem Konzernlagebericht zusammen offengelegt wird. Wortlaut des Bilanzeids Verschiedene Wortlaute, je nachdem ob der Eid für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht getrennt oder gemeinsam geleistet wird. Vgl. Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 30

32 1. Grundlagen 1.5 Konsolidierungsvorbereitung

33 Konsolidierungsvorbereitung Es gilt der Grundsatz der Einheitlichkeit, der besagt, wie die Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen beschaffen sein müssen, damit sie zu einem Summenabschluss zusammengeführt werden können. Der Grundsatz der Einheitlichkeit verlangt: Einheitliche Stichtage Einheitlichkeit der Abschlussinhalte (Erstellung der Handelsbilanzen II) Währungsumrechnung Aufstellen und Beachten einer Konzernrichtlinie DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 32

34 Konsolidierungsvorbereitung AUFSTELLUNG DER HB II IM RAHMEN DER AUFSTELLUNG EINES KONZERNABSCHLUSSES Die Maßnahmen zur Aufstellung der HB II im Prozess der Aufstellung eines Konzernabschlusses Einzelabschlüsse Vereinheitlichung der Stichtage Aufstellen der HB II Summenabschluss Konsolidierung Vereinheitlichung von Ansatz, Bewertung und Ausweis Vereinheitlichung der Recheneinheit (Währungsumrechnung) Konzernabschluss Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 129, 8. Auflage 2009 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 33

35 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DER STICHTAGE Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufzustellen ( 299 Abs. 1 HGB) Vereinheitlichung des Abschlussstichtags durch Zwischenabschlüsse der Tochterunternehmen Gilt nicht bei Konsolidierung nach der Equity-Methode DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 34

36 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DER ABSCHLUSSINHALTE Bei der Einheitlichkeit der Abschlussinhalte geht es um die Erstellung der Handelsbilanz II. Definition HB I/HB II Handelsbilanz I (HB I): Handelsbilanz des Tochterunternehmens mit eigenen Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechten. Handelsbilanz II (HB II): Nach Konzernrichtlinie erstellter Abschluss des Tochterunternehmens. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 35

37 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES ANSATZWAHLRECHTE vor BilMoG Ansatzwahlrechte 247 Abs. 3 Sonderposten mit Rücklageanteil 249 Abs. 1 Satz 3 Rückstellungen für unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die in den letzten neun Monaten des nächsten Geschäftsjahres nachgeholt werden 249 Abs. 2 Aufwandsrückstellungen 250 Abs. 1 Satz 2 Als Aufwand berücksichtigte Zölle aus Verbrauchersteuern auf Vorräte und Umsatzsteuer auf Anzahlungen als aktivischer RAP 255 Abs. 4 Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert 269 Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 272 Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 274 Abs. 2 Aktivische latente Steuern Art. 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Rückstellung für unmittelbare Pensionsverpflichtungen aus so genannten Altzusagen, bei denen der Rechtsanspruch vor dem erworben wurde Rückstellungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 159, 7. Auflage 2004 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 36

38 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES ANSATZVERBOTE vor BilMoG Ansatzverbote 248 Abs. 1 Aufwendungen für die Unternehmensgründung und die Eigenkapitalbeschaffung 248 Abs. 2 Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 249 Abs. 3 Rückstellung für andere Zwecke als die in 249 Abs. 1 und 2 bezeichneten Fälle Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 159, 7. Auflage 2004 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 37

39 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Ansatzwahlrechte (pflichtgemäße) Anwendung für Abschlüsse in GJ Art. 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Rückstellung für unmittelbare Pensionsverpflichtungen aus so genannten Altzusagen, bei denen der Rechtsanspruch vor dem erworben wurde Rückstellungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen 248 Abs. 2 Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (jedoch Verbot für selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrecht, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens) 274 Abs. 1 Aktivische latente Steuern (bei Ansatz muss steuerlicher Vorteil von Verlustvorträgen und Steuergutschriften berücksichtigt werden) Ab , davor Ansatzverbot Ab * Erläuterungen zu diesen Themen finden Sie im Anhang DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 38

40 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Ansatzgebote (pflichtgemäße) Anwendung für Abschlüsse in GJ 246 Abs. 1 Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert Ab , 3 davor Ansatzwahlrecht 272 Abs. 1 Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital Ab , 4 davor Ansatzwahlrecht 274 Abs. 1 Passive latente Steuern Ab * Erläuterungen zu diesen Themen finden Sie im Anhang DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 39

41 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Ansatzverbote (pflichtgemäße) Anwendung für Abschlüsse in GJ 247 Abs. 3 Sonderposten mit Rücklageanteil Ab , 5 davor Ansatzwahlrecht 248 Abs. 1 und Abs. 1 Satz 3 Aufwendungen für die Unternehmensgründung, die Eigenkapitalbeschaffung, für den Abschluss von Versicherungsverträgen, selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Rückstellungen für unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die in den letzten neun Monaten des nächsten Geschäftsjahres nachgeholt werden Ab Ab , 6 davor Ansatzwahlrecht 249 Abs. 2 Aufwandsrückstellungen Ab , 6 davor Ansatzwahlrecht 250 Abs. 1 Satz 2 Als Aufwand berücksichtigte Zölle aus Verbrauchersteuern auf Vorräte und Umsatzsteuer auf Anzahlungen als aktivischer RAP Ab , davor Ansatzwahlrecht * Erläuterungen zu diesen Themen finden Sie im Anhang DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 40

42 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DER BEWERTUNG Möglichkeit der Neuausübung der Bewertungswahlrechte, wobei das auf das Mutterunternehmen anwendbare Recht maßgebend ist Konzerneinheitliche Ausübung der Bewertungswahlrechte erfolgt im Sinne einer eigenen Konzernbilanzpolitik Der Grundsatz der Stetigkeit ist zu beachten Dabei Wertansatzwahlrechte und Methodenwahlrechte DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 41

43 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DER BEWERTUNG vor BilMoG Gesetzliche Grundlage Entscheidungsparameter Wertansatzwahlrechte 253 Abs. 2 S. 3 i.v.m. 279 Abs. 1 S. 2 HGB Außerplanmäßige Abschreibungen (auf den niedrigeren beizulegenden Wert) im Finanzanlagevermögen bei nur vorübergehender Wertminderung 253 Abs. 3 S. 3 HGB Abschreibungen auf den zukünftigen Wertschwankungswert im Umlaufvermögen Methodenwahlrechte 256 i.v.m. 240 Abs. 3 u. 4 HGB Anwendung der Einzel- oder Gruppenbewertung sowie Verbrauchsfolgeverfahren 255 Abs. 2 und 3 HGB Bemessung des Umfangs der Herstellungskosten 253 Abs. 2 und 255 Abs. 4 S. 2 und 3 HGB Bestimmung der Abschreibungsmethoden DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 42

44 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DER BEWERTUNG gemäß BilMoG Gesetzliche Grundlage Entscheidungsparameter Wertansatzwahlrecht 253 Abs. 3 S. 4 HGB Anwendung für Abschlüsse ab GJ Außerplanmäßige Abschreibungen (auf den niedrigeren beizulegenden Wert) im Finanzanlagevermögen bei nur vorübergehender Wertminderung Wertansatzverbot 253 Abs. 4 HGB Abschreibungen auf den zukünftigen Wertschwankungswert im Umlaufvermögen Methodenwahlrechte 256 i.v.m. 240 Abs. 3 u. 4 HGB Anwendung der Einzel- oder Gruppenbewertung sowie Verbrauchsfolgeverfahren Ausschließlich Lifo- und Fifo-Verfahren für Abschlüsse ab GJ Abs. 2 und 3 HGB Bemessung des Umfangs der Herstellungskosten Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen sind für Abschlüsse ab GJ mit einzubeziehen. 253 Abs. 3 und 246 Abs. 1 S. 4 HGB Bestimmung der Abschreibungsmethoden DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 43

45 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES AUSWEISES Es gilt der allgemeine Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit Soweit die Gliederungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften nicht bereits in den Einzelabschlüssen zu beachten waren, sind Umgliederungen erforderlich Ausweiswahlrechte einheitlich ausüben Wahlrecht zwischen Gesamtkostenverfahren und Umsatzkostenverfahren DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 44

46 Konsolidierungsvorbereitung WÄHRUNGSUMRECHNUNG Der Konzernabschluss darf und kann nur in einer Währung aufgestellt werden. Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen sind daher in die einheitliche Konzernberichtswährung umzurechnen. Erst danach können die Einzelabschlüsse zum Summenabschluss addiert und anschließend konsolidiert werden. Nach 315a Abs. 1 HGB i. V. mit 298 Abs. 1 und 244 HGB ist der Konzernabschluss eines deutschen Mutterunternehmens in EURO aufzustellen. Verankerung der modifizierten Stichtagskursmethode im deutschen Handelsrecht gem. 256a und 308a HGB (international üblich: Konzept der Funktionalen Währung ). Bilanzposten sind generell mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umzurechnen, wobei das Eigenkapital zum historischen Kurs umzurechnen ist. GuV-Posten sind zum Durchschnittskurs umzurechnen. Die Umrechnungsdifferenz ist ergebnisneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung auszuweisen. Der DRS hat dazu den Standard DRS 14 (Währungsumrechnung) verabschiedet, der die Währungsumrechnung vor Änderung des HBG durch das BilMoG regelte; dieser soll nun außer Kraft gesetzt werden. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 45

47 Konsolidierungsvorbereitung WÄHRUNGSUMRECHNUNG Fallstudie für die Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung Gewinn- und Verlustrechnung Modifizierte Stichtagskursmethode Lokalwährung CHF Kurs Konzernleitwährung EUR Betriebliche Erträge ,00 Durchschnittskurs 1, ,00 Materialaufwand ,00 Durchschnittskurs 1, ,00 Personalaufwand ,00 Durchschnittskurs 1, ,67 Abschreibungen -525,00 Durchschnittskurs 1, ,00 Sonstige betriebliche Aufwendungen -500,00 Durchschnittskurs 1, ,33 Gewinne/Verluste aus Abgang von Sachanlagevermögen 5,00 Durchschnittskurs 1,5000 3,33 Finanzergebnis -5,00 Durchschnittskurs 1,5000-3,33 Außerordentliches Ergebnis 35,00 Durchschnittskurs 1, ,33 Steuern -754,00 Durchschnittskurs 1, ,67 Periodenergebnis 796,00 Durchschnittskurs 1, ,67 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 46

48 Konsolidierungsvorbereitung WÄHRUNGSUMRECHNUNG Fallstudie für die Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung Modifizierte Stichtagskursmethode Bilanz per 31. Dezember AKTIVA Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Lokalwährung CHF 150, ,00 375, ,00 50,00 Stichtagskurs Stichtagskurs Stichtagskurs Stichtagskurs Stichtagskurs Kurs 1,4000 1,4000 1,4000 1,4000 1,4000 Konzernleitwährung EUR 107, ,14 267, ,43 35,71 Summe 5.690,00 Stichtagskurs 1, ,29 PASSIVA Eigenkapital aus Erstkonsolidierung Währungsrücklage auf Eigenkapital aus Erstkonsolidierung Thesauriertes Eigenkapital Jahr 1 Währungsrücklage auf thesauriertem Eigenkapital Jahr 1 Jahresergebnis Währungsrücklage Ergebnis DK/SK 1.500,00 354,00 796,00 Historischer Kurs Historischer Kurs Durchschnittskurs 1,8000 1,7000 1, ,33 238,10 208,24 44,62 530,67 37,91 * ** *** Zwischensumme 2.650, ,87 Rückstellungen Fremdkapital Rechnungsabgrenzungsposten 650, ,00 40,00 Stichtagskurs Stichtagskurs Stichtagskurs 1,4000 1,4000 1, , ,57 28,57 Summe 5.690, ,29 Anmerkung: * Rechenregel: Eigenkapital Erstkonsolidierung zum historischen Kurs abzüglich Eigenkapital aus Erstkonsolidierung zum Stichtagskurs BP ** Rechenregel: Thesaurierte Ergebnisse Jahr 1 zum historischen Kurs abzüglich thesaurierte Ergebnisse Jahr 1 zum Stichtagskurs BP *** Rechenregel: Jahresergebnis zum Stichtagskurs abzüglich Jahresergebnis zum Durchschnittskurs DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 47

49 Konsolidierungsvorbereitung ZIELE DER KONZERNRICHTLINIE Vereinheitlichung der Berichterstattung im Konzern durch Definition der Buchungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Gliederungsvorschriften Regelungen der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten Festlegung Berichterstattungsprozesse und Termine Übersicht und Liste der Konzerngesellschaften Formularset mit Meldungslisten, Reports usw. zur Vereinheitlichung und Weiterverarbeitung DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 48

50 2. Konsolidierung

51 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung HB I Muttergesellschaft HB I Tochtergesellschaft 1 HB I Tochtergesellschaft 2 HB II Muttergesellschaft HB II Tochtergesellschaft 1 HB II Tochtergesellschaft 2 Summenbilanz Konzernbilanz Anpassung bzgl. Ansatz Bewertung Gliederung Abschlussstichtag Währung Latente Steuern Kapitalkonsolidierung Zwischenergebniseliminierung Schuldenkonsolidierung GuV I Muttergesellschaft GuV I Tochtergesellschaft 1 GuV I Tochtergesellschaft 2 GuV II Muttergesellschaft GuV II Tochtergesellschaft 1 GuV II Tochtergesellschaft 2 Summen-GuV Konzern-GuV Aufwands- und Ertragskonsolidierung DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 50

52 Kapitalkonsolidierung gemäß BilMoG FÜR ABSCHLÜSSE AB GJ Methoden der Kapitalkonsolidierung Erwerbsmethode gemäß 301 HGB Interessenzusammenführungsmethode gemäß 302 HGB * Buchwertmethode Neubewertungsmethode Aufdeckung der stillen Reserven nur bezogen auf den Mehrheitsanteil Aufdeckung der stillen Reserven bezogen auf den Mehrheits- und Minderheitsanteil Erwerbsfiktion Fusionsfiktion * Gem. Art 66 Abs. 3 EGHGB darf die Buchwertmethode für Unternehmen die vor dem erstmalig konsolidiert wurden, beibehalten werden. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 51

53 Kapitalkonsolidierung BUCHWERTMETHODE - NEUBEWERTUNGSMETHODE Buchwertmethode Die Summenbilanz wird auf Basis der Buchwerte gebildet Durch die Verrechnung von Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital entsteht ein Unterschiedsbetrag Der Unterschiedsbetrag wird durch die Aufdeckung stiller Reserven und Lasten (unter Beachtung der Anschaffungskostenrestriktion) möglichst weitgehend auf die Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens verteilt Neubewertungsmethode Die Summenbilanz wird auf Basis der Zeitwerte gebildet Die stillen Reserven und Lasten werden aufgedeckt Entsprechend der Beteiligung des Mutterunternehmens am Tochterunternehmen wird die Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet Die grundsätzlichen Unterschiede zwischen beiden Methoden liegen zum einen in der Reihenfolge der beiden Konsolidierungsteilschritte, zum anderen in der Bedeutung des Anschaffungskostenprinzips bei der Aufdeckung stiller Reserven. Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 178 ff., 8. Auflage 2009 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 52

54 Kapitalkonsolidierung UNTERSCHIEDSBETRÄGE Verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung: Ein Goodwill (GoF) entsteht, wenn die Anschaffungskosten der Anteile größer sind als das anteilige (neubewertete) Eigenkapital des TU. Verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung: Ein Badwill entsteht, wenn die Anschaffungskosten der Anteile kleiner sind als das anteilige (neubewertete) Eigenkapital. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 53

55 Kapitalkonsolidierung BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN EINES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTES gemäß BilMoG FÜR ABSCHLÜSSE AB GJ Behandlung eines aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts Abschreibung zu min. ¼ 309 Abs. 1 S. 1 HGB Planmäßige Abschreibung über die Nutzungsdauer 309 Abs. 1 S. 2 HGB Offenes Absetzen von Rücklagen 309 Abs. 1 S. 3 HGB Bei einer Nutzung > 5 Jahre muss eine Begründung im Anhang erfolgen. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 54

56 2. Konsolidierung 2.1 Kapitalkonsolidierung

57 2. Konsolidierung Kapitalkonsolidierung: Erstkonsolidierung

58 Kapitalkonsolidierung Erstkonsolidierungszeitpunkt gemäß BilMoG FÜR ABSCHLÜSSE AB GJ Einschränkung des Erstkonsolidierungszeitpunktes: 301 HGB (2) Die Verrechnung nach Absatz 1 ist auf Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt durchzuführen, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Können die Wertansätze zu diesem Zeitpunkt nicht endgültig ermittelt werden, sind sie innerhalb der darauf folgenden zwölf Monate anzupassen. 312 HGB (3) Der Wertansatz der Beteiligung und der Unterschiedsbetrag sind auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt zu ermitteln, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Können die Wertansätze zu diesem Zeitpunkt nicht endgültig ermittelt werden, sind sie innerhalb der darauf folgenden zwölf Monate anzupassen. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 57

59 Kapitalkonsolidierung Erstkonsolidierungszeitpunkt gemäß BilMoG Für die Bestimmung der Wertansätze bei der Kapitalkonsolidierung darf künftig nur noch der Zeitpunkt herangezogen werden, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Neuregelung nach BilMoG setzt also voraus, dass zu diesem Zeitpunkt, beispielsweise bei unterjährigem Erwerb, ein Zwischenabschluss als Grundlage für die Kaufpreisallokation (purchase price allocation) vorliegt. Im Rahmen der Kaufpreisallokation werden die für stille Reserven/Lasten vergüteten Mehrwerte auf die Vermögensgegenstände/Schulden sowie den Goodwill verteilt. Zusätzlich erfolgt eine Erleichterung der Zugangsbewertung des erworbenen Reinvermögens (gem. 301 Abs. 2, S.2) indem die Möglichkeit einer provisorischen Kaufpreisallokation (innerhalb von 12 Monaten nach dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist) eröffnet wird; sofern dessen Ermittlung bisher nicht möglich war. Vgl. Küting/Pfitzer/Weber: Das neue deutsche Bilanzrecht, S. 414, 1. Auflage 2008 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 58

60 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG (100% BETEILIGUNG) Diverses Anlagevermögen Anteile an verb. UN Mutter GmbH Auszug der Bilanz zum BW BW Eigenkapital 400 Umlaufvermögen 300 Diverse Passiva 800 Summe Aktiva Summe Passiva Tochter GmbH Auszug der Bilanz zum BW ZW BW ZW Diverses Anlagevermögen Eigenkapital Umlaufvermögen Diverse Passiva Summe Aktiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 59

61 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (100% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII Zeitwert Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV Vorläufiger UB Summe Aktiva Passiva Eigenkapital Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 60

62 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (100% BETEILIGUNG) Teilschritte Kapitalkonsolidierung Teil 1 (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital = Vorläufiger Unterschiedsbetrag 100 Vorläufiger Unterschiedsbetrag Eigenkapital an Anteile an verbundenen Unternehmen 500 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 61

63 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (100% BETEILIGUNG) Teilschritte Kapitalkonsolidierung Teil 2 Vorläufiger Unterschiedsbetrag - Anteilige stille Reserven Diverses AV - Anteilige stille Reserven UV + Anteilige stille Lasten Diverse Passiva = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 60 (2) Aufdeckung der stillen Reserven/Lasten und Buchung des Geschäfts- oder Firmenwerts Geschäfts- oder Firmenwert Diverses AV Umlaufvermögen an Vorl. Unterschiedsbetrag Diverse Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 62

64 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (100% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII Zeitwert Soll Haben KB Aktiva GoF 60 (2) 60 Diverses AV (2) 740 Anteile verb. Unternehmen (1) UV (2) 820 Vorläufiger UB 100 (1) 100 (2) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital (1) 400 Diverse Passiva (2) Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 63

65 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) Diverses Anlagevermögen Anteile an verb. UN Mutter GmbH Auszug der Bilanz zum BW * BW Eigenkapital 400 Umlaufvermögen 300 Diverse Passiva 675 Summe Aktiva Summe Passiva Tochter GmbH Auszug der Bilanz zum BW ZW Diff. *75% BW ZW Diff. *75% Diverses Anlagevermögen Eigenkapital Umlaufvermögen Diverse Passiva Summe Aktiva Summe Passiva * Im Vergleich zum Beispiel einer 100%igen Beteiligung wird von einem proportional zur Beteiligung sinkenden Kaufpreis ausgegangen. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 64

66 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) Konso.- MU TU Spalte SB HBII HBII Zeitwert Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV Vorläufiger UB Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital* Anteile and. Ges. Diverse Passiva Summe Passiva * übliche Verbuchung: Gewinnrücklage bzw. Gewinn-/Verlustvortrag DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 65

67 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) Kapitalkonsolidierung Teil 1 (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital (400 * 75 %) = Vorläufiger Unterschiedsbetrag 75 Vorläufiger Unterschiedsbetrag Sonstiges Eigenkapital an Anteile an verbundenen Unternehmen 375 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 66

68 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) Kapitalkonsolidierung Teil 2 Vorläufiger Unterschiedsbetrag - Anteilige stille Reserven Diverses AV (40 * 75 %) - Anteilige stille Reserven UV (20 * 75 %) + Anteilige stille Lasten Diverse Passiva (20 * 75 %) = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 45 (2) Aufdeckung der stillen Reserven/Lasten und Buchung des Geschäfts- oder Firmenwerts Geschäfts- oder Firmenwert Diverses Anlagevermögen Umlaufvermögen an Vorl. Unterschiedsbetrag Diverse Passiva (3) Buchung der Anteile anderer Gesellschafter Sonstiges Eigenkapital 100 an Anteile and. Gesellschafter 100 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 67

69 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII Zeitwert Soll Haben KB Aktiva GoF 45 (2) 45 Diverses AV (2) 730 Anteile verb. Unternehmen (1) UV (2) 815 Vorläufiger UB 75 (1) 75 (2) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital (1) 100 (3) Anteile and. Ges. 100 (3) 100 Diverse Passiva (2) Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 68

70 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (100% BETEILIGUNG) Konso.- MU TU Spalte SB HBII HBII HBIII Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Anteile and. Ges. Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 69

71 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (100% BETEILIGUNG) Kapitalkonsolidierung Teil 1 Stille Reserven im Diversen AV + stille Reserven im UV - stille Lasten bei den Diversen Passiva = Summe der stillen Reserven und Lasten 40 + bilanzielles Eigenkapital des Tochterunternehmens = Neubewertetes Eigenkapital des Tochterunternehmens 440 Der in der Spalte HBIII implizit enthaltene Buchungssatz lautet Diverses AV Umlaufvermögen an Sonst. Eigenkapital Diverse Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 70

72 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (100% BETEILIGUNG) Kapitalkonsolidierung Teil 2 (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - anteiliges neubewertetes Eigenkapital (440 * 100%) = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 60 Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Eigenkapital an Anteile an verb. Unternehmen 500 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 71

73 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (100% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII HBIII Soll Haben KB Aktiva GoF 60 (1) 60 Diverses AV Anteile verb. Unternehmen (1) UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital (1) 400 Anteile and. Ges. Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 72

74 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (75% BETEILIGUNG) Konso.- MU TU Spalte SB HBII HBII HBIII Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Anteile and. Ges. Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 73

75 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (75% BETEILIGUNG) Kapitalkonsolidierung Teil 1 Stille Reserven im Diversen AV + stille Reserven im UV - stille Lasten bei den Diversen Passiva = Summe der stillen Reserven und Lasten 40 + bilanzielles Eigenkapital des Tochterunternehmens = Neubewertetes Eigenkapital des Tochterunternehmens 440 Der in der Spalte HBIII implizit enthaltene Buchungssatz lautet Diverses AV Umlaufvermögen an Sonst. Eigenkapital Diverse Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 74

76 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (75% BETEILIGUNG) Kapitalkonsolidierung Teil 2 (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - anteiliges neubewertetes Eigenkapital (440 * 75%) = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 45 Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Eigenkapital an Anteile an verb. Unternehmen 375 (2) Buchung der Anteile anderer Gesellschafter Beteiligungsquote der Minderheitsgesellschafter * Neubewertetes Eigenkapital des Tochterunternehmens 25 % * 440 = Anteile anderer Gesellschafter 110 Sonstiges Eigenkapital 110 an Anteile and. Ges. 110 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 75

77 Kapitalkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (75% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII HBIII Soll Haben KB Aktiva GoF 45 (1) 45 Diverses AV Anteile verb. Unternehmen (1) UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital (1) 110 (2) Anteile and. Ges. 110 (2) 110 Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 76

78 2. Konsolidierung Kapitalkonsolidierung: Folgekonsolidierung

79 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG (100% BETEILIGUNG) Diverses Anlagevermögen Anteile an verb. UN Mutter GmbH Auszug der Bilanz zum BW Eigenkapital Gewinn Umlaufvermögen 300 Diverse Passiva 740 Summe Aktiva Summe Passiva BW Tochter GmbH Auszug der Bilanz zum Diverses Anlagevermögen Eigenkapital BW ZW BW ZW Gewinn Umlaufvermögen Diverse Passiva Summe Aktiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 78

80 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (100% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV Vorläufiger UB Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 79

81 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (100% BETEILIGUNG) (1) Kapitalkonsolidierung wie bei Erstkonsolidierung Teil 1 Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital = Vorläufiger Unterschiedsbetrag 100 Vorläufiger Unterschiedsbetrag Sonstiges Eigenkapital an Anteile an verbundenen Unternehmen 500 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 80

82 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (100% BETEILIGUNG) (2) Kapitalkonsolidierung wie bei Erstkonsolidierung Teil 2 Vorläufiger Unterschiedsbetrag - Anteilige stille Reserven Diverses AV - Anteilige stille Reserven UV + Anteilige stille Lasten Diverse Passiva = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 60 Geschäfts- oder Firmenwert Diverses Anlagevermögen Umlaufvermögen an Vorl. Unterschiedsbetrag Diverse Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 81

83 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (100% BETEILIGUNG) (3) Abschreibungen Geschäfts- oder Firmenwert Nutzungsdauer 4 Jahre: 60/4 = 15 Diverses Anlagevermögen Nutzungsdauer 5 Jahre: 40/5 = 8 Diverse Passiva stille Lasten werden komplett realisiert Ergebnisänderung: 3 Gewinn Diverse Passiva 3 20 an Geschäfts- oder Firmenwert Diverses Anlagevermögen 15 8 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 82

84 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (100% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII Soll Haben KB Aktiva GoF 60 (2) 15(3) 45 Diverses AV (2) 8 (3) 732 Anteile verb. Unternehmen (1) UV (2) 820 Vorläufiger UB 100(1) 100 (2) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital (1) 400 Gewinn (3) 137 Diverse Passiva (3) 20 (2) Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 83

85 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG (75% BETEILIGUNG) Diverses Anlagevermögen Anteile an verb. UN Mutter GmbH Auszug der Bilanz zum BW Eigenkapital Gewinn Umlaufvermögen 300 Diverse Passiva 615 Summe Aktiva Summe Passiva BW Tochter GmbH Auszug der Bilanz zum Diverses Anlagevermögen BW ZW BW ZW Eigenkapital Gewinn Umlaufvermögen Diverse Passiva Summe Aktiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 84

86 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV Vorläufiger UB Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn Anteile and. Ges. Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 85

87 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) (1) Kapitalkonsolidierung wie bei Erstkonsolidierung Teil 1 Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital (400 * 75 %) = Vorläufiger Unterschiedsbetrag 75 Vorläufiger Unterschiedsbetrag 75 Sonstiges Eigenkapital 300 an Anteile an verbundenen Unternehmen 375 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 86

88 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) (2) Kapitalkonsolidierung wie bei Erstkonsolidierung Teil 2 Vorläufiger Unterschiedsbetrag - Anteilige stille Reserven Diverses AV (40 * 75 %) - Anteilige stille Reserven UV (20 * 75 %) + Anteilige stille Lasten Diverse Passiva (20 * 75 %) = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 45 Geschäfts- oder Firmenwert Diverses Anlagevermögen Umlaufvermögen an Vorl. Unterschiedsbetrag Diverse Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 87

89 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) (3) Buchung der Anteile anderer Gesellschafter Sonstiges Eigenkapital Gewinn an Anteile and. Gesellschafter 120 (4) Abschreibungen Gewinn Diverse Passiva 2,25 15 an Geschäfts- oder Firmenwert Diverses Anlagevermögen 11,25 6 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 88

90 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (75% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII Soll Haben KB Aktiva GoF 45 (2) 11,25 (4) 33,75 Diverses AV (2) 6 (4) 724 Anteile verb. Unternehmen (1) UV (2) 815 Vorläufiger UB 75 (1) 75 (2) Summe Aktiva ,75 Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn (1) 100 (3) 20 (3) 2,25 (4) ,75 Anteile a. Gesell. 120 (3) 120 Diverse Passiva (4) 15 (2) 935 Summe Passiva ,25 602, ,75 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 89

91 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (100% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII HBIII Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn Anteile and. Ges. Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 90

92 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (100% BETEILIGUNG) Teilschritte Kapitalkonsolidierung Stille Reserven im Diversen AV + stille Reserven im UV - stille Lasten bei den Diversen Passiva = Summe der stillen Reserven und Lasten 40 + bilanzielles Eigenkapital des Tochterunternehmens = Neubewertetes Eigenkapital des Tochterunternehmens 440 Der in der Spalte HBIII implizit enthaltene Buchungssatz lautet Diverses Anlagevermögen Umlaufvermögen an Sonst. Eigenkapital Diverse Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 91

93 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (100% BETEILIGUNG) (1) Kapitalkonsolidierung wie bei Erstkonsolidierung Buchwert der Beteiligung - anteiliges neubewertetes Eigenkapital (440 * 100%) = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 60 Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Eigenkapital an Anteile an verb. Unternehmen 500 (2) Abschreibungen Geschäfts- oder Firmenwert Nutzungsdauer 4 Jahre: 60/4 = 15 Diverses Anlagevermögen Nutzungsdauer 5 Jahre: 40/5 = 8 Diverse Passiva stille Lasten werden komplett realisiert Ergebnisänderung: 3 Gewinn 3 Diverse Passiva 20 an Geschäfts- oder Firmenwert 15 Diverses Anlagevermögen 8 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 92

94 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (100% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII HBIII Soll Haben KB Aktiva GoF 60(1) 15(2) 45 Diverses AV (2) 732 Anteile verb. Unternehmen (1) UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital (1) 400 Gewinn (2) 137 Anteile and. Ges. Diverse Passiva (2) Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 93

95 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (75% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII HBIII Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn Anteile and. Ges. Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 94

96 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (75% BETEILIGUNG) Kapitalkonsolidierung wie bei Erstkonsolidierung Teil 1 Stille Reserven im Diversen AV + stille Reserven im UV - stille Lasten bei den Diversen Passiva = Summe der stillen Reserven und Lasten 40 + bilanzielles Eigenkapital des Tochterunternehmens = Neubewertetes Eigenkapital des Tochterunternehmens 440 Der in der Spalte HBIII implizit enthaltene Buchungssatz lautet Diverses Anlagevermögen Umlaufvermögen an Sonst. Eigenkapital Diverse Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 95

97 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (75% BETEILIGUNG) (1) Kapitalkonsolidierung wie bei Erstkonsolidierung Teil 2 Buchwert der Beteiligung - anteiliges neubewertetes Eigenkapital (440 * 75%) = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 45 Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Eigenkapital an Anteile an verb. Unternehmen 375 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 96

98 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (75% BETEILIGUNG) (2) Buchung der Anteile anderer Gesellschafter Sonstiges Eigenkapital Gewinn an Anteile and. Ges. 130 (3) Abschreibungen für eigene Anteile Gewinn Diverse Passiva 2,25 15 an Geschäfts- oder Firmenwert Diverses AV 11,25 6 (4) Abschreibungen für Anteile anderer Gesellschafter Diverse Passiva 5 an Diverses AV Anteile and. Ges. 2 3 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 97

99 Kapitalkonsolidierung FOLGEKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (75% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBII Zeitwert Soll Haben KB Aktiva GoF 45 (1) 11,25 (3) 33,75 Diverses AV (3) 2 (4) 732 Anteile verb. Unternehmen (1) UV Summe Aktiva ,75 Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn Anteile a. Gesell. Diverse Passiva (1) 110 (2) 20 (2) 2,25 (3) 15 (3) 5 (4) 130 (2) 3 (4) ,75 Summe Passiva ,25 527, , DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 98

100 Kapitalkonsolidierung VERGLEICH BUCHWERTMETHODE NEUBEWERTUNGSMETHODE BEI DER ERSTKONSOLIDIERUNG Aktiva KB Erstkonsolidierung 100% BWM KB Erstkonsolidierung 100% NBM KB Erstkonsolidierung 75 % BWM KB Erstkonsolidierung 75% NBM GoF Diverses AV UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn Anteile a. Gesell Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 99

101 Kapitalkonsolidierung VERGLEICH BUCHWERTMETHODE NEUBEWERTUNGSMETHODE BEI DER FOLGEKONSOLIDIERUNG Aktiva KB Folgekonsolidierung 100% BWM KB Folgekonso -lidierung 100% NBM KB Folgekonsolidierung 75 % BWM KB Folgekonsolidierung 75% NBM GoF ,75 33,75 Diverses AV UV Summe Aktiva , ,75 Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn ,75 117,75 Anteile a. Gesell Diverse Passiva Summe Passiva , ,75 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 100

102 Kapitalkonsolidierung UNTERSCHIEDE BUCHWERTMETHODE NEUBEWERTUNGSMETHODE Die Unterschiede zwischen der Buchwert- und der Neubewertungsmethode liegen in der Reihenfolge der Konsolidierungsschritte bei der Erstkonsolidierung und bei der Bedeutung des Anschaffungskostenprinzips bei der Aufdeckung stiller Reserven. Buchwertmethode 1. Verrechnung der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens entsprechend der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens am Tochterunternehmen 2. Aufteilung des verbleibenden Unterschiedsbetrags durch die Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten. Gemäß Anschaffungskostenrestriktion dürfen stille Reserven nur insoweit aufgedeckt werden, als hierdurch kein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag entsteht oder sich vergrößert. Neubewertungsmethode 1. Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten Die Anschaffungskostenrestriktion für die Neubewertungsmethode wurde durch das TransPuG aufgehoben. 2. Verrechnung der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 101

103 Kapitalkonsolidierung VERGLEICH BUCHWERTMETHODE - NEUBEWERTUNGSMETHODE Unterschiede werden sichtbar in Posten, bei denen stille Reserven oder stille Lasten bei Vermögensgegenständen und Schulden aufgedeckt und zugeordnet wurden und zu Tochterunternehmen gehören, an denen Konzernaußenstehende beteiligt sind. Buchwertmethode: Anteilige Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten Neubewertungsmethode: Vollständige Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten Beim Geschäfts- oder Firmenwert entstehen keine Unterschiede, da an diesem Posten Konzernaußenstehende nicht beteiligt sind. Bei einer Beteiligungsquote von 100% führen die beiden Methoden zum gleichen Ergebnis, allerdings auf unterschiedlichen Verfahrensweisen. Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 178ff., 8. Auflage 2009 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 102

104 Kapitalkonsolidierung Fallbeispiel MUSTERHÄUSER KONZERN (29098/59700) Gez. Kapital ,00 Beteiligung i. H. v ,00 Beteiligung i. H. v ,00 Gez. Kapital ,00 Musterbau GmbH 29098/59701 Vollkonsolidierung Beteiligung 100 % Musterhäuser GmbH 29098/59705 Konzernmutter Musterhouse Corp /59704 Quotenkonsolidierung Beteiligung 40 % Beteiligung i. H. v ,00 Beteiligung i. H. v ,00 Kompl.-Kapital ,00 Kommand.Kap ,00 Gez. Kapital ,00 And. Gewinn-RL ,00 Mustervertrieb GmbH & Co. KG 29098/59702 Vollkonsolidierung Beteiligung 95 % Testholz GmbH 29098/59703 Vollkonsolidierung Beteiligung 100 % DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 103

105 Kapitalkonsolidierung Fall 1 MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH Die Musterhäuser GmbH hat die Testholz GmbH im Jahr 01 zu 100 % erworben und weist die Beteiligung mit Anschaffungskosten von 930 TEUR aus. Im Jahr 01 wurde die Erstkonsolidierung durchgeführt. Die Testholz GmbH hatte zu diesem Zeitpunkt ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 260 TEUR und andere Gewinnrücklagen von 540 TEUR. Die stillen Reserven und Lasten der Testholz GmbH sind auf der folgenden Seite ausgewiesen. Führen Sie die Kapitalkonsolidierung (Erst-, 1. und 2. Folgekonsolidierung) nach der Buchwertmethode und der Neubewertungsmethode durch. Bilden Sie auch die Buchungssätze. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts ist 4 Jahre. Das Anlagevermögen wird über 5 Jahre abgeschrieben. Die stillen Lasten bei den diversen Passiva werden durch Begleichung der Verpflichtung realisiert. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 104

106 Kapitalkonsolidierung Fall 1 MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH Jahr 01 Musterhäuser GmbH Auszug der Bilanz zum Anlagevermögen 160 Eigenkapital 790 Anteile an verb. UN 930 Diverse Passiva 300 Summe Aktiva Summe Passiva Testholz GmbH Auszug der Bilanz zum BW ZW BW ZW Anlagevermögen Eigenkapital Diverse Passiva Summe Aktiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 105

107 Kapitalkonsolidierung Fall 1 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH BUCHWERTMETHODE Kapitalkonsolidierung (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital = Vorläufiger Unterschiedsbetrag 130 Vorläufiger Unterschiedsbetrag Eigenkapital an Anteile an verbundenen Unternehmen 930 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 106

108 Kapitalkonsolidierung Fall 1 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH BUCHWERTMETHODE (2) Aufdeckung der stillen Reserven/Lasten und Buchung des Geschäfts- oder Firmenwerts Vorläufiger Unterschiedsbetrag - Anteilige stille Reserven des Anlagevermögens + Anteilige stille Lasten der diversen Passiva = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 120 Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Anlagevermögen an Vorläufiger Unterschiedsbetrag Sonstige Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 107

109 Kapitalkonsolidierung Fall 1 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH BUCHWERTMETHODE MU HBII HBII TU HBIII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva GoF 120(2) 120 Diverses AV (2) Anteile verb. Unternehmen (1) UV Vorläufiger UB 130(1) 130(1) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital (1) 790 Diverse Passiva (2) 410 Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 108

110 Kapitalkonsolidierung Fall 1 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH NEUBEWERTUNGSMETHODE Kapitalkonsolidierung (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - Anteiliges neubewertetes Eigenkapital = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 120 Geschäfts- oder Firmenwert Eigenkapital an Anteile an verbundene Unternehmen 930 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 109

111 Kapitalkonsolidierung Fall 1 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH NEUBEWERTUNGSMETHODE MU HBII HBII TU HBIII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva GoF 120(1) 120 Diverses AV Anteile verb. Unternehmen (1) UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital (1) 790 Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 110

112 Kapitalkonsolidierung Fall 1 MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH Jahr 02 Musterhäuser GmbH Auszug der Bilanz zum Anlagevermögen 160 Eigenkapital Gewinn Anteile an verb. UN 930 Diverse Passiva 150 Summe Aktiva Summe Passiva Testholz GmbH Auszug der Bilanz zum Anlagevermögen Eigenkapital BW ZW BW ZW Gewinn Diverse Passiva Summe Aktiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 111

113 Kapitalkonsolidierung Fall 1 FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH BUCHWERTMETHODE (1) Buchung der Beteiligung Vorläufiger Unterschiedsbetrag Anteiliges bilanz. Eigenkapital an Anteile an verbundenen Unternehmen 930 (2) Aufdeckung der stillen Reserven/Lasten und Buchung des Geschäfts- oder Firmenwerts Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Anlagevermögen an Vorläufiger Unterschiedsbetrag Sonstige Passiva (3) Abschreibungen und Realisierung der stillen Lasten (erfolgswirksam) Gewinn Diverse Passiva an Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Anlagevermögen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten

114 Kapitalkonsolidierung Fall 1 FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH BUCHWERTMETHODE MU HBII HBII TU HBIII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva GoF 120(2) 30(3) 90 Diverses AV (2) 6(3) Anteile verb. Unternehmen (1) UV Vorläufiger UB 130(1) 130(2) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital (1) 790 Gewinn (3) 184 Diverse Passiva (3) 20(2) 190 Summe Passiva Kursiv: rechnerische Werte DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 113

115 Kapitalkonsolidierung Fall 1 FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH NEUBEWERTUNGSMETHODE (1) Buchung der Beteiligung Geschäfts- oder Firmenwert Anteiliges bilanz. Eigenkapital an Anteile an verbundenen Unternehmen 930 (2) Abschreibungen und Realisierung der stillen Lasten (erfolgswirksam) Gewinn Sonstige Passiva an Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Anlagevermögen 30 6 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 114

116 Kapitalkonsolidierung Fall 1 FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH NEUBEWERTUNGSMETHODE MU HBII HBII TU HBIII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva GoF 120(1) 30(2) 90 Diverses AV (2) Anteile verb. Unternehmen (1) UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital (1) 790 Gewinn (2) 184 Diverse Passiva (2) 190 Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 115

117 Kapitalkonsolidierung Fall 1 MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH Jahr 03 Musterhäuser GmbH Auszug der Bilanz zum Anlagevermögen 160 Eigenkapital Gewinn Anteile an verb. UN 930 Diverse Passiva 150 Summe Aktiva Summe Passiva Testholz GmbH Auszug der Bilanz zum Anlagevermögen Eigenkapital BW ZW BW ZW Gewinn Diverse Passiva Summe Aktiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 116

118 Kapitalkonsolidierung Fall 1 2. FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH BUCHWERTMETHODE (1) Buchung der Beteiligung Vorläufiger Unterschiedsbetrag Anteiliges bilanzielles Eigenkapital an Anteile an verbundenen Unternehmen 930 (2) Aufdeckung der stillen Reserven/Lasten und Buchung des Geschäfts- oder Firmenwerts Geschäfts- oder Firmenwert Diverses Anlagevermögen an Vorläufiger Unterschiedsbetrag Diverse Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 117

119 Kapitalkonsolidierung Fall 1 2. FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH BUCHWERTMETHODE (3) Abschreibung des diversen Anlagevermögens (aus 02; erfolgsneutral) Sonstiges Eigenkapital 6 an Diverses Anlagevermögen 6 (4) Realisierung der stillen Lasten (aus 02; erfolgsneutral) Diverse Passiva 20 an Sonstiges Eigenkapital 20 (5) Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts (aus 02; erfolgsneutral) Sonstiges Eigenkapital 30 an Geschäfts- oder Firmenwert 30 (6) Abschreibung des diversen Anlagevermögens (erfolgswirksam) Gewinn 6 an Diverses Anlagevermögen 6 (7) Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts (erfolgswirksam) Gewinn 30 an Geschäfts- oder Firmenwert 30 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 118

120 Kapitalkonsolidierung Fall 1 2. FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH BUCHWERTMETHODE MU HBII HBII TU Zeitwert SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV (2) 30(2) 30(5) 30(7) 6(3) 6(6) 930(1) Vorläufiger UB 130(1) 130(2) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn Diverse Passiva (1) 6(3) 30(5) 6(6) 30(7) 20(4) 20(4) 20(2) Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 119

121 Kapitalkonsolidierung Fall 1 2. FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH NEUBEWERTUNGSMETHODE (1) Buchung der Beteiligung Geschäfts- oder Firmenwert 120 Anteiliges neubewertetes Eigenkapital 810 an Anteile an verbundenen Unternehmen 930 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 120

122 Kapitalkonsolidierung Fall 1 2. FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH NEUBEWERTUNGSMETHODE (2) Abschreibung des diversen Anlagevermögens (aus 02; erfolgsneutral) Sonstiges Eigenkapital 6 an Diverses Anlagevermögen 6 (3) Abschreibung der diversen Passiva (aus 02; erfolgsneutral) Diverse Passiva 20 an Sonstiges Eigenkapital 20 (4) Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts (aus 02; erfolgsneutral) Sonstiges Eigenkapital 30 an Geschäfts- oder Firmenwert 30 (5) Abschreibung des diversen Anlagevermögens (erfolgswirksam) Gewinn 6 an Diverses Anlagevermögen 6 (6) Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts (erfolgswirksam) Gewinn 30 an Geschäfts- oder Firmenwert 30 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 121

123 Kapitalkonsolidierung Fall 1 2. FOLGEKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/TESTHOLZ GmbH NEUBEWERTUNGSMETHODE MU HBII HBII TU HBIII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva GoF Diverses AV Anteile verb. Unternehmen UV (1) 30(4) 30(6) 6(2) 6(5) 930(1) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Gewinn (1) 6(2) 30(4) 6(5) 30(6) 20(3) Diverse Passiva (3) 190 Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 122

124 Kapitalkonsolidierung Fall 2 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Die Musterhäuser GmbH besitzt eine Beteiligung an der Mustervertrieb GmbH & Co. KG und weist diese mit Anschaffungskosten in Höhe von 250 TEUR aus. Das Gesamtkapital der Mustervertrieb GmbH & Co. KG teilt sich in das Komplementärkapital von 155,8 TEUR und das Kommanditkapital von 8,2 TEUR auf. Anderes EK gibt es nicht. Die stillen Reserven und Lasten der Mustervertrieb GmbH sind auf der folgenden Seite ausgewiesen. MU : Diverses AV ,00 TU: ,00 EK ,00 Diverse Passiva , ,00 Führen Sie die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) nach der Buchwertmethode und der Neubewertungsmethode durch. Bilden Sie auch die Buchungssätze. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 123

125 Kapitalkonsolidierung Fall 2 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH Jahr 01 Musterhäuser GmbH Auszug der Bilanz zum Anlagevermögen 540 Eigenkapital 490 Anteile an verb. UN 250 Diverse Passiva 300 Summe Aktiva 790 Summe Passiva 790 Mustervertrieb GmbH Auszug der Bilanz zum BW ZW BW ZW Anlagevermögen Komplementärkapital Kommanditkapital 155,8 8,2 171 Diverse Passiva Summe Aktiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 124

126 Kapitalkonsolidierung Fall 2 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG BUCHWERTMETHODE (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital (164 * 95 %) = Vorläufiger Unterschiedsbetrag ,8 94,2 Vorläufiger Unterschiedsbetrag Sonstiges Eigenkapital 94,2 155,8 an Anteile an verbundenen Unternehmen 250 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 125

127 Kapitalkonsolidierung Fall 2 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG BUCHWERTMETHODE (2) Aufdeckung der stillen Reserven/Lasten und Buchung des Geschäfts- oder Firmenwerts Vorläufiger Unterschiedsbetrag - Anteilige stille Reserven des Anlagevermögens + Anteilige stille Lasten der diversen Passiva 94,2-47,5 + 32,3 = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 79 Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Anlagevermögen 79 47,5 an Vorläufiger Unterschiedsbetrag Sonstige Passiva 94,2 32,3 (3) Buchung der Anteile anderer Gesellschafter Sonstiges Eigenkapital 8,2 an Anteile anderer Gesellsch. 8,2 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 126

128 Kapitalkonsolidierung Fall 2 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG BUCHWERTMETHODE MU HBII HBII TU HBIII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva GoF 79(2) 79 Diverses AV ,5(2) 887,5 Anteile verb. Unternehmen (1) UV Vorläufiger UB 94,2(1) 94,2(2) Summe Aktiva ,5 Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital ,8(1) 8,2(3) 490 Anteile and. Ges. 8,2 (3) 8,2 Diverse Passiva ,3 (2) 468,3 Summe Passiva ,7 384,7 966,5 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 127

129 Kapitalkonsolidierung Fall 2 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG NEUBEWERTUNGSMETHODE Stille Reserven im sonstigen Anlagevermögen - Stille Lasten bei den sonstigen Passiva = Summe stiller Reserven und Lasten 16 + Bilanzielles Eigenkapital der Tochter 164 = Neubewertetes Eigenkapital der Tochter 180 Buchwert der Beteiligung - Anteiliges neubewertetes Eigenkapital (180 * 95 %) = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 128

130 Kapitalkonsolidierung Fall 2 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG NEUBEWERTUNGSMETHODE (1) Buchung der Beteiligung Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges neubew. AV an Anteile an verb. UN 250 (2) Buchung der Anteile anderer Gesellschafter Sonstiges Eigenkapital 9 an Anteile and. Gesellschafter 9 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 129

131 Kapitalkonsolidierung Fall 2 ERSTKONSOLIDIERUNG MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG NEUBEWERTUNGSMETHODE MU HBII HBII TU Zeitwert SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva GoF 79(2) 79 Diverses AV Anteile verb. Unternehmen (1) UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital (1) 9(2) 490 Anteile and. Ges. 9(2) 9 Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 130

132 2. Konsolidierung 2.2 Quotenkonsolidierung

133 Quotenkonsolidierung Nach 310 Abs. 1 HGB ist das Wahlrecht, ein Unternehmen quotal in den Konzernabschluss einzubeziehen, auf Gemeinschaftsunternehmen beschränkt. Voraussetzung: Verfahren: Durchführung: Wahlrecht: Gemeinsame Führung mit einem konzernfremden Unternehmen (Spezialfall 50% zu 50%) Neubewertungsmethode (vor BilMoG war wahlweise auch die Buchwertmethode zulässig) Erstellen einer quotalen Bilanz Konsolidierung analog Tochterunternehmen Equity-Konsolidierung DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 132

134 Quotenkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG (30% BETEILIGUNG) Diverses Anlagevermögen Beteiligung Mutter GmbH Auszug der Bilanz zum BW BW Eigenkapital 400 Umlaufvermögen 300 Diverse Passiva 800 Summe Aktiva Summe Passiva Tochter GmbH Auszug der Bilanz zum BW 30% ZW 30% BW 30% ZW 30% Diverses Anlagevermögen Eigenkapital Umlaufvermögen Diverse Passiva Summe Aktiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 133

135 Quotenkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (30% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte HBII HBII HBII 30% HBIII 30% SB Soll Haben KB Aktiva GoF Sonstiges AV Beteiligung UV Vorläufiger UB Summe Aktiva Passiva Eigenkapital Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 134

136 Quotenkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (30% BETEILIGUNG) (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital = Vorläufiger Unterschiedsbetrag 380 Vorläufiger Unterschiedsbetrag Eigenkapital an Beteiligung 500 (2) Aufdeckung der stillen Reserven/Lasten und Buchung des Geschäfts- oder Firmenwerts Geschäfts- oder Firmenwert Sonstiges Anlagevermögen Umlaufvermögen an Vorläufiger Unterschiedsbetrag Diverse Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten

137 Quotenkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (30% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte HBII HBII HBII 30% HBIII 30% SB Soll Haben KB Aktiva GoF 368(2) 368 Sonstiges AV (2) 502 Beteiligung (1) UV (2) 456 Vorläufiger UB 380(1) 380(2) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital (1) 400 Diverse Passiva (2) 926 Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 136

138 Quotenkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (30% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte HBII HBII HBII 30% HBIII 30% SB Soll Haben KB Aktiva GoF Sonstiges AV Beteiligung UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 137

139 Quotenkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (30% BETEILIGUNG) (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - Anteiliges neubewertetes Eigenkapital = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 368 Geschäfts- oder Firmenwert Eigenkapital an Beteiligung 500 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 138

140 Quotenkonsolidierung ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (30% BETEILIGUNG) MU TU Konso.-Spalte HBII HBII HBII 30% HBIII 30% SB Soll Haben KB Aktiva GoF 368(1) 368 Sonstiges AV Beteiligung (1) UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital (1) 400 Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 139

141 Quotenkonsolidierung Fall 3 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERHOUSE Corp. Musterhäuser-Konzern 29098/59700 Anschaffungskosten i. H. v ,00 Gez. Kapital ,00 Musterbau GmbH 29098/59701 Vollkonsolidierung Beteiligung 100 % Musterhäuser GmbH 29098/59705 Konzernmutter Musterhouse Corp /59704 Quotenkonsolidierung Beteiligung 40 % Mustervertrieb GmbH & Co. KG 29098/59702 Vollkonsolidierung Beteiligung 95 % Testholz GmbH 29098/59703 Vollkonsolidierung Beteiligung 100 % DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 140

142 Quotenkonsolidierung Fall 3 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERHOUSE Corp. Die Musterhäuser GmbH hat mit einem Kooperationspartner die Musterhouse Corp. gegründet. Die Beteiligungsquote beträgt 40 % und die Anschaffungskosten belaufen sich auf 600 TEUR. Das Gesamtkapital der Musterhouse Corp. beträgt TUSD bei einem Umrechnungskurs von 1 USD = 0,84 Euro. Anderes EK gibt es nicht. Die stillen Reserven und Lasten der Musterhouse Corp. sind auf der folgenden Seite ausgewiesen. MU : Sonstiges AV TU(EUR): UV EK Diverse Passiva Führen Sie die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) nach der Buchwertmethode und der Neubewertungsmethode durch. Bilden Sie auch die Buchungssätze. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 141

143 Quotenkonsolidierung Fall 3 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERHOUSE Corp. Musterhäuser GmbH Auszug der Bilanz zum Anlagevermögen 100 Eigenkapital 400 Anteile an verb. UN 600 Diverse Passiva 300 Summe Aktiva 700 Summe Passiva 700 Musterhouse Corp. Auszug der Bilanz zum (in EUR) BW ZW BW ZW Anlagevermögen ,5 Eigenkapital ,5 Umlaufvermögen ,5 Diverse Passiva ,5 Summe Aktiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 142

144 Quotenkonsolidierung Fall 3 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERHOUSE Corp. ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE MU TU Konso.-Spalte HBII HBII HBII 40% Zeitwert 40% SB Soll Haben KB Aktiva GoF Sonstiges AV Beteiligung 600 UV 400 Vorläufiger UB Summe Aktiva Passiva Eigenkapital Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 143

145 Quotenkonsolidierung Fall 3 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERHOUSE Corp. ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital ,8 = Vorläufiger Unterschiedsbetrag 163,2 Vorläufiger Unterschiedsbetrag Eigenkapital 163,2 436,8 an Beteiligung 600 (2) Aufdeckung der stillen Reserven/Lasten und Buchung des Geschäfts- oder Firmenwerts Geschäfts- oder Firmenwert Anlagevermögen Umlaufvermögen an Vorläufiger Unterschiedsbetrag Diverse Passiva 163,2 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 144 1,8

146 Quotenkonsolidierung Fall 3 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERHOUSE Corp. ERSTKONSOLIDIERUNG BUCHWERTMETHODE MU TU Konso.-Spalte HBII HBII HBII 40% Zeitwert 40% SB Soll Haben KB Aktiva GoF 145(2) 145 Sonstiges AV (2) 435 Beteiligung (1) UV (2) 165 Vorläufiger UB 163,2(1) 163,2(2) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital , ,8 436,8(1) 400 Diverse Passiva , ,2 1,8(2) 345 Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 145

147 Quotenkonsolidierung Fall 3 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERHOUSE Corp. ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE (1) Buchung der Beteiligung Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital = Verbleibender Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) 145 Geschäfts- oder Firmenwert Eigenkapital an Beteiligung 600 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 146

148 Quotenkonsolidierung Fall 3 MUSTERHÄUSER GmbH/MUSTERHOUSE Corp. ERSTKONSOLIDIERUNG NEUBEWERTUNGSMETHODE MU TU Konso.-Spalte HBII HBII HBII 40% Zeitwert 40% SB Soll Haben KB Aktiva GoF 145(1) 145 Sonstiges AV Beteiligung (1) UV Summe Aktiva Passiva Eigenkapital , (1) 400 Diverse Passiva , Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 147

149 2. Konsolidierung 2.3 Konsolidierung nach der Equity-Methode 311, 312 HGB

150 Konsolidierung nach der Equity-Methode 311, 312 HGB Equity = Eigenkapital Ausweis der Beteiligung in Höhe des anteiligen Eigenkapitals Nach 311 HGB ist ein typisches assoziiertes Unternehmen dadurch gekennzeichnet, dass ein Konzernunternehmen auf dieses Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von mindestens 20 % vermutet. Voraussetzung: Besonderheiten: maßgeblicher Einfluss Es ist keine Vereinheitlichung von Bilanzierung, Bewertung und Stichtag erforderlich. Es werden keine Vermögensgegenstände und Schulden in die Konzernbilanz übernommen. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 149

151 Konsolidierung nach der Equity-Methode 311, 312 HGB Anwendung auch für Gemeinschaftsunternehmen (Wahlrecht) und ggf. für Tochtergesellschaften, die gemäß 296 HGB wahlweise nicht vollkonsolidiert werden. Wesentlich an der Equity-Methode ist, dass eine jährliche Fortschreibung des Beteiligungswertansatzes entsprechend dem Anteil am Jahreserfolg des Unternehmens erfolgt. Der Wertansatz der Equity-Beteiligung tendiert zum anteiligen Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft (Firmenwert). Zur Ermittlung und Fortführung des Firmenwerts sind für Geschäftsjahre bis sowohl die Buchwertmethode als auch die Kapitalanteilsmethode zulässig. Nach HGB führen die Buchwertmethode und die Kapitalanteilsmethode bei der Equity-Bewertung bzgl. Bestimmung und Verteilung eines Unterschiedsbetrags zum gleichen Ergebnis. Vgl. Küting/Weber: Der Konzernabschluss, S. 526, 11. Auflage 2008 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 150

152 Konsolidierung nach der Equity-Methode gemäß BilMoG Aufhebung der Wahl des Wertansatzes: 312 HGB (1) Eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen ist in der Konzernbilanz mit dem Buchwert anzusetzen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens sowie ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert oder passivischer Unterschiedsbetrag sind im Konzernanhang anzugeben. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 151

153 Konsolidierung nach der Equity-Methode 311, 312 HGB Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts nach der Buchwertmethode Beteiligungsbuchwert im Jahr t 0 Regelmäßige Fortschreibung Unregelmäßige Fortschreibung + Anteiliger Jahresüberschuss des Beteiligungsunternehmens - Anteiliger Jahresfehlbetrag des Beteiligungsunternehmens - Vereinnahmte Gewinnausschüttungen vom Beteiligungsunternehmen - Auflösung/Abschreibung der aufgedeckten stillen Reserven + Auflösung/Verminderung der aufgedeckten stillen Lasten - Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes + Auflösung eines passivischen Unterschiedsbetrages +/- Ergebniswirkung der (möglichen) Neubewertung gem. 312 Abs. 5 (Anwendung konzerneinheitlicher Bewertungsmethoden) +/- Eliminierung von Zwischengewinnen/Zwischenverlusten - Außerplanmäßige Abschreibungen + Zuschreibungen + Kapitaleinzahlungen/Zugänge - Kapitalauszahlungen/Abgänge = Beteiligungsbuchwert im Jahr t 1 Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 348, 8. Auflage 2009 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 152

154 Konsolidierung nach der Equity-Methode BEISPIEL: FORTSCHREIBUNG BETEILIGUNGSBUCHWERT Die A-AG hat am eine 30 %ige Beteiligung zum Preis von an der B-AG erworben. B-AG: Eigenkapital Stille Reserven im Anlagevermögen Jahresüberschuss in Ausschüttung an Anteilseigner: Der Firmenwert ist über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren und das Anlagevermögen über eine Nutzungsdauer von 4 Jahren linear abzuschreiben. Wie entwickelt sich der Beteiligungsbuchwert? DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 153

155 Konsolidierung nach der Equity-Methode BEISPIEL: FORTSCHREIBUNG BETEILIGUNGSBUCHWERT 1. Ermittlung des anteiligen Firmenwerts Buchwert der Beteiligung - Anteiliges bilanzielles Eigenkapital ( * 30%) = Unterschiedsbetrag Anteilige stille Reserven ( * 30%) = Firmenwert Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts Anschaffungskosten Abschreibung des Unterschiedsbetrags - stille Reserven (ND: 4Jahre -> * 25%) Firmenwert (ND: 5 Jahre -> * 20%) anteiliger Jahresüberschuss Erhaltene Dividende in 01 ( * 30%) = Wertansatz zum Ausweis: Unterschiedsbetrag = DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 154

156 Konsolidierung nach der Equity-Methode BEISPIEL: FORTSCHREIBUNG BETEILIGUNGSBUCHWERT (1) Abschreibung der anteilig aufgedeckten stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts Ergebnis aus assoz. UN 2,3 an Anteile an assoz. UN 2,3 (2) Erfassung der erhaltenen Dividende Ergebnis aus assoz. UN 9 an Anteile an assoz. UN 9 (3) Erfassung des anteiligen Jahresüberschusses Anteile an assoz. UN 27 an Ergebnis aus assoz. UN 27 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 155

157 Konsolidierung nach der Equity-Methode BEI EINER BETEILIGUNGSQUOTE VON 30% MU HBII HBII AU Zeitwert SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva Diverses AV Beteiligung an assoz. UN UV (3) 2,3(1) 9(2) ,7 200 Summe Aktiva ,7 Passiva Eigenkapital sonstiges Eigenkapital Ergebnis aus assoz. UN Diverse Passiva ,3(1) 9(2) 27(3) ,7 400 Summe Passiva ,3 38,3 815,7 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 156

158 2. Konsolidierung 2.4 Schuldenkonsolidierung

159 Schuldenkonsolidierung Nach 303 Abs. 1 HGB sind Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten wegzulassen. 1. Unechte Aufrechnungsdifferenzen: Buchungsfehler und zeitliche Buchungsunterschiede Stichtagsbedingte Aufrechnungsdifferenzen Folge: Korrekturbuchungen vornehmen 2. Echte Aufrechnungsdifferenzen Konzerninterne Ansprüche stehen sich aufgrund von Ansatz- und Bewertungsvorschriften in unterschiedlicher Höhe gegenüber Korrektur erfolgt im Rahmen der Schuldenkonsolidierung Behandlung im Folgejahr beachten! DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 158

160 Schuldenkonsolidierung BEISPIEL: ECHTE AUFRECHNUNGSDIFFERENZEN Behandlung von echten Aufrechnungsdifferenzen im Zeitablauf: In 01 hat das Mutterunternehmen eine Forderung auf Lieferungen und Leistungen an das Tochterunternehmen in Höhe von Euro. Diese Forderung wird vom Mutterunternehmen zum Bilanzstichtag auf Euro abgeschrieben. Die Abschreibung wird in der HBII beibehalten. In 02 soll die Forderung des Mutterunternehmens gegenüber der Tochter in unveränderter Höhe weiter bestehen. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 159

161 Schuldenkonsolidierung BEISPIEL: ECHTE AUFRECHNUNGSDIFFERENZEN Jahr 01 MU TU Konso.-Spalte HBII HBII SB Soll Haben KB Aktiva Forderungen verb. Untern Bank Summe Aktiva Passiva Jahresergebnis Verb. verb. Untern Diverse Passiva Summe Passiva Umsatzerlöse Sonst. betr. Aufwendungen Jahresergebnis DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 160

162 Schuldenkonsolidierung BEISPIEL: ECHTE AUFRECHNUNGSDIFFERENZEN Jahr 01 (1) Buchungssatz für die Bilanz (erfolgswirksam) Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 100 an Forderungen verbundene Unternehmen Jahresergebnis (2) Buchungssatz für die GuV (erfolgswirksam) Jahresergebnis 20 an Sonst. betriebliche Aufwendungen 20 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 161

163 Schuldenkonsolidierung BEISPIEL: ECHTE AUFRECHNUNGSDIFFERENZEN Jahr 01 MU TU Konso.-Spalte HBII HBII SB Soll Haben KB Aktiva Forderungen verb. Untern (1) Bank Summe Aktiva Passiva Jahresergebnis (1) 100 Verb. verb. Untern (1) Diverse Passiva Summe Passiva Umsatzerlöse Sonst. betr. Aufwendungen (2) Jahresergebnis (2) 100 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 162

164 Schuldenkonsolidierung BEISPIEL: ECHTE AUFRECHNUNGSDIFFERENZEN Jahr 02 (1) Buchungssatz für die Bilanz (aus 01; erfolgsneutral) Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 100 an Forderungen verbundene Unternehmen Gewinnrücklage (-vortrag) DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 163

165 Schuldenkonsolidierung BEISPIEL: ECHTE AUFRECHNUNGSDIFFERENZEN Jahr 02 MU TU Konso.-Spalte HBII HBII SB Soll Haben KB Aktiva Forderungen verb. Untern (1) Bank Summe Aktiva Passiva Jahresergebnis Gewinnrücklage 20 (1) 20 Verb. verb. Untern (1) Diverse Passiva Summe Passiva Umsatzerlöse Sonst. betr. Aufwendungen Jahresergebnis DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 164

166 Schuldenkonsolidierung Fall 4 MUSTERBAU GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Die Mustervertrieb GmbH & Co. KG erhält für den Verkauf von Fertighäusern von der Musterbau GmbH Provisionen. Dabei ist vereinbart, dass eine Sonderprovision von einem Gesamtziel für den Zeitraum von zwei Jahren (01 und 02) abhängig ist. Die ausstehende Provision für das Jahr 01 würde Euro betragen, falls das Gesamtziel tatsächlich erreicht wird. In 01 hat die Musterbau GmbH deshalb eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von Euro gebildet. In Jahr 02 wurde das Gesamtziel von der Mustervertrieb GmbH & Co. KG nicht erreicht und keine Sonderprovision gezahlt. Führen Sie die Schuldenkonsolidierung für die Jahre 01 und 02 durch. Bilden Sie auch die Buchungssätze. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 165

167 Schuldenkonsolidierung Fall 4 MUSTERBAU GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Musterbau GmbH 01 Aktiva 100 Jahresergebnis 70 Rückstellungen 30 G u V 01 UmsErlöse Rst.- Aufw. 30 Jahrsergebnis70 Mustervertrieb GmbH & Co. KG 01 Aktiva 150 Jahresergebnis 50 Diverse Passiva 100 G u V 01 UmsErlöse Sonst. betr. Aufw. 0 Jahrsergebnis50 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 166

168 Schuldenkonsolidierung Fall 4 MUSTERBAU GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Jahr 01 MU TU Konso.-Spalte HBII HBII SB Soll Haben KB Aktiva Diverse Aktiva Summe Aktiva Passiva Jahresergebnis Gewinnrücklage Rückstellungen Diverse Passiva Summe Passiva Umsatzerlöse Sonst. betr. Aufwendungen Jahresergebnis DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 167

169 Schuldenkonsolidierung Fall 4 MUSTERBAU GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Jahr 01 (1) Buchungssatz für die Bilanz Rückstellungen 30 an Jahresergebnis 30 (2) Buchungssatz für die GuV Jahresergebnis 30 an Sonstige betriebliche Aufwendungen 30 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 168

170 Schuldenkonsolidierung Fall 4 MUSTERBAU GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Jahr 01 MU TU Konso.-Spalte HBII HBII SB Soll Haben KB Aktiva Diverse Aktiva Summe Aktiva Passiva Jahresergebnis (1) 150 Gewinnrücklage Rückstellungen (1) Diverse Passiva Summe Passiva Umsatzerlöse Sonst. betr. Aufwendungen (2) Jahresergebnis (2) 150 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 169

171 Schuldenkonsolidierung Fall 4 MUSTERBAU GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Jahr 02 Musterbau GmbH 02 Aktiva 100 Jahresergebnis 100 G u V 02 UmsErlöse Sonst. betr. Ertrag 30 Jahrsergebnis100 Mustervertrieb GmbH & Co. KG 02 Aktiva 150 Jahresergebnis 50 Diverse Passiva 100 G u V 02 UmsErlöse Sonst. betr. Aufw. 0 Jahrsergebnis50 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 170

172 Schuldenkonsolidierung Fall 4 MUSTERBAU GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Jahr 02 MU TU Konso.-Spalte HBII HBII SB Soll Haben KB Aktiva Diverse Aktiva Summe Aktiva Passiva Jahresergebnis Gewinnrücklage Rückstellungen Diverse Passiva Summe Passiva Umsatzerlöse Sonst. betr. Aufwendungen Sonst. betr. Ertrag Jahresergebnis DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 171

173 Schuldenkonsolidierung Fall 4 MUSTERBAU GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Jahr 02 (1) Buchungssatz für die Bilanz Jahresergebnis 30 an Gewinnrücklagen 30 (2) Buchungssatz für die GuV Sonstiger betrieblicher Ertrag 30 an Jahresergebnis 30 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 172

174 Schuldenkonsolidierung Fall 4 MUSTERBAU GmbH/MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG Jahr 02 MU TU Konso.-Spalte HBII HBII SB Soll Haben KB Aktiva Diverse Aktiva Summe Aktiva Passiva Jahresergebnis (1) 120 Gewinnrücklage 30(1) 30 Rückstellungen Diverse Passiva Summe Passiva Umsatzerlöse Sonst. betr. Aufwendungen Sonst. betr. Ertrag (2) Jahresergebnis (2) 120 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 173

175 2. Konsolidierung 2.5 Zwischenergebniseliminierung

176 Zwischenergebniseliminierung Mit der Zwischenergebniseliminierung wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände aus Sicht des Konzerns zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt werden, einzelgesellschaftliche Erfolge aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen eliminiert werden. Damit wird auch dafür gesorgt, dass im Konzernabschluss das Realisationsprinzip eingehalten wird. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 175

177 Zwischenergebniseliminierung Für die Ermittlung der eliminierungspflichtigen Zwischenergebnisse sind folgende Schritte notwendig: 1. Ermittlung der Konzernbestände 2. Ermittlung der Einzelabschlusswerte 3. Ermittlung der Konzernbilanzwerte (AK/HK) 4. Eliminierung der Zwischenergebnisse DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 176

178 Zwischenergebniseliminierung KONZERNHERSTELLUNGSKOSTEN gemäß BilMoG Konzernherstellungskosten nach 255 Abs. 2 und 3 HGB i.v.m. 298 Abs. 1 HGB Pflichtbestandteile der Konzernherstellungskosten Materialeinzelkosten + Fertigungseinzelkosten + Sondereinzelkosten der Fertigung + angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten + angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten + angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens = Summe der Einzelkosten und aktivierungspflichtigen Gemeinkosten Wahlbestandteile der Konzernherstellungskosten + Anteile Gemeinkosten der allgemeinen Verwaltung + Anteilige Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung + Anteilige zurechenbare Zinsen für Fremdkapital = Summe der aktivierungsfähigen Gemeinkosten Verbot der Aktivierung Vertriebskosten Gewinnzuschlag Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 272, 8. Auflage 2009 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 177

179 Zwischenergebniseliminierung Fall 5 MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG/TESTHOLZ GmbH Die Mustervertrieb GmbH & Co. KG kauft im Januar 01 von der Testholz GmbH Büromöbel aus eigener Produktion für Euro. Für die Herstellung der Büromöbel wendet die Testholz GmbH insgesamt Euro auf. Der Gewinnaufschlag beträgt danach Euro. Die Büromöbel werden über 8 Jahre linear abgeschrieben, so dass der Buchwert zum Euro beträgt. Führen Sie die Konsolidierung für die Jahre 01 und 02 durch. Entwickeln Sie vorher die Buchwerte zu den Abschlussstichtagen für den Einzelabschluss und aus Konzernsicht. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 178

180 Zwischenergebniseliminierung Fall 5 MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG/TESTHOLZ GmbH Die Bilanzen der Unternehmen weisen zusätzlich folgende Werte auf: Testholz GmbH (TU1): Mustervertrieb GmbH & Co. KG (TU2): Jahr 01 Diverse Aktiva 20 12,5 Jahresergebnis 10 5,0 Diverse Passiva 10 25,0 Umsatzerlöse 0 10,0 Sonst. betr. Aufwendungen 10 2,5 Jahr 02 Diverse Aktiva 20 15,0 Jahresergebnis 10 5,0 Diverse Passiva 10 25,0 Umsatzerlöse 20 10,0 Sonst. betr. Aufwendungen 10 2,5 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 179

181 Zwischenergebniseliminierung Fall 5 MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG/TESTHOLZ GmbH Entwicklung der Buchwerte Einzelabschluss Euro Konzernabschluss Euro Differenz Euro AHK AfA RBW AfA RBW DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 180

182 Zwischenergebniseliminierung Fall 5 MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG/TESTHOLZ GmbH Jahr 01 TU1 HBII TU2 HBII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva Andere Anlagen, BGA 17,5 17,5 Diverse Aktiva 20,0 12,5 32,5 Summe Aktiva 20,0 30,0 50,0 Passiva Jahresergebnis 10,0 5,0 15,0 Gewinnrücklage Diverse Passiva 10,0 25,0 35,0 Summe Passiva 20,0 30,0 50,0 Erträge Umsatzerlöse 20,0 10,0 30,0 Aktivierte Eigenl. Aufwendungen AfA 2,5 2,5 Sonst. betr. Aufwendungen 10,0 2,5 12,5 Jahresergebnis 10,0 5,0 15,0 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 181

183 Zwischenergebniseliminierung Fall 5 MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG/TESTHOLZ GmbH Jahr 01 (1) Neutralisierung des internen Verkaufs Umsatzerlöse 20 an Andere Anlagen, BGA 20 (2) Neutralisierung der Abschreibung Andere Anlagen, BGA 2,50 an AfA 2,50 (3) Buchung der BGA Andere Anlagen, BGA 18 an Aktivierte Eigenleistungen 18 (4) Buchung der Abschreibung AfA 2,25 an Andere Anlagen, BGA 2,25 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 182

184 Zwischenergebniseliminierung Fall 5 MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG/TESTHOLZ GmbH Jahr 01 TU1 HBII TU2 HBII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva Andere Anlagen, BGA Diverse Aktiva 20,0 17,5 12,5 17,5 32,5 2,50(2) 18(3) 20(1) 2,25(4) 15,75 32,50 Summe Aktiva 20,0 30,0 50,0 48,25 Passiva Jahresergebnis 10,0 5,0 15,0 1,75 13,25 Gewinnrücklage Diverse Passiva 10,0 25,0 35,0 35 Summe Passiva 20,0 30,0 50,0 22,25 22,25 48,25 Erträge Umsatzerlöse 20,0 10,0 30,0 20(1) 10 Aktivierte Eigenl. 18(3) 18 Aufwendungen AfA 2,5 2,5 2,25(4) 2,50(2) 2,25 Sonst. betr. Aufwendungen 10,0 2,5 12,5 12,50 Jahresergebnis 10,0 5,0 15,0 1,75 13,25 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 183

185 Zwischenergebniseliminierung Fall 5 MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG/TESTHOLZ GmbH Jahr 02 TU1 HBII TU2 HBII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva Andere Anlagen, BGA 15,0 15,0 Diverse Aktiva 20,0 15,0 35,0 Summe Aktiva 20,0 30,0 50,0 Passiva Jahresergebnis 10,0 5,0 15,0 Gewinnrücklage Diverse Passiva 10,0 25,0 35,0 Summe Passiva 20,0 30,0 50,0 Erträge Umsatzerlöse 20,0 10,0 30,0 Aktivierte Eigenl. Aufwendungen AfA 2,5 2,5 Sonst. betr. Aufwendungen 10,0 2,5 12,5 Jahresergebnis 10,0 5,0 15,0 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 184

186 Zwischenergebniseliminierung Fall 5 MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG/TESTHOLZ GmbH Jahr 02 (1) Neutralisierung des internen Verkaufs Gewinnrücklagen 17,5 an Andere Anlagen, BGA 17,5 (2) Neutralisierung der Abschreibung Andere Anlagen, BGA 2,5 an AfA 2,5 (3) Buchung der BGA in Höhe des Restbuchwertes Andere Anlagen, BGA 18 an Gewinnrücklagen 18 (4) Buchung der Abschreibung AfA 2,25 an Andere Anlagen, BGA 2,25 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 185

187 Zwischenergebniseliminierung Fall 5 MUSTERVERTRIEB GmbH & Co. KG/TESTHOLZ GmbH Jahr 02 TU1 HBII TU2 HBII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva Andere Anlagen, BGA Diverse Aktiva 20,0 15,0 15,0 15,0 35,0 2,50(2) 15,75(3) 17,50(1) 2,25(4) 13,50 35,00 Summe Aktiva 20,0 30,0 50,0 48,50 Passiva Jahresergebnis 10,0 5,0 15,0 15,25 Gewinnrücklage 17,50(1) 15,75(3) -1,75 Diverse Passiva 10,0 25,0 35,0 35,00 Summe Passiva 20,0 30,0 50,0 48,50 Erträge Umsatzerlöse 20,0 10,0 30,0 30 Aktivierte Eigenl. Aufwendungen AfA 2,5 2,5 2,25(4) 2,50(2) 2,25 Sonst. betr. Aufwendungen 10,0 2,5 12,5 12,50 Jahresergebnis 10,0 5,0 15,0 15,25 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 186

188 2. Konsolidierung 2.6 Aufwands- und Ertragskonsolidierung

189 Aufwands- und Ertragskonsolidierung Mit der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wird die Konzern-GuV von Erfolgskomponenten befreit, die allein aus Geschäften zwischen einbezogenen Konzernunternehmen resultieren. Dabei ist die Konzern-GuV so darzustellen, als sei der Konzern ein Einheitsunternehmen. Die Eliminierung von dabei eventuell entstandenen Zwischenergebnissen ist Aufgabe der Zwischenergebniseliminierung. Beispiele für Innenumsätze aus Leistungen: Miet- und Pachtverträge Reparatur- und Serviceleistungen Patent- und Lizenzverträge Beispiele für Innenumsätze aus Lieferungen: Lieferungen in das Anlagevermögen Lieferungen in das Umlaufvermögen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 188

190 2. Konsolidierung 2.7 Eigenkapitalveränderungsrechnung

191 Eigenkapitalveränderungsrechnung Für Geschäftsjahre, die nach dem beginnen, muss der Konzernabschluss einen Eigenkapitalspiegel enthalten. Gemäß DRS 7.7 ist die Veränderung der folgenden Posten darzustellen: Gezeichnetes Kapital des Mutterunternehmens - Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen des Mutterunternehmens + Kapitalrücklage + Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital - Eigene Anteile + Kumuliertes übriges Konzernergebnis, soweit es auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfällt = Eigenkapital des Mutterunternehmens gemäß Konzernbilanz Eigenkapital der Minderheitsgesellschafter - davon: Minderheitenkapital - davon: Kumuliertes übriges Konzernergebnis, soweit es auf die Minderheitsgesellschafter entfällt = Konzerneigenkapital DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 190

192 Eigenkapitalveränderungsrechnung Die Eigenkapitalveränderungsrechnung soll über die Ergebnisverwendung sowie umfassend über die Darstellung der erfolgsneutralen Änderungen des Eigenkapitals, die nicht aus Transaktionen mit den Anteilseignern resultieren, informieren. Der Konzerneigenkapitalspiegel ist für das Berichtsjahr und das Vorjahr aufzustellen. Durch die Berücksichtigung erfolgsneutraler Konzerneigenkapitalveränderungen wird der durch die Konzern-GuV ermittelte Konzernjahresabschluss/-fehlbetrag separat für das Mutterunternehmen und die Minderheitsgesellschafter auf das Konzernergebnis übergeleitet. Im Konzernergebnis sind alle Veränderungen des Konzerneigenkapitals zu berücksichtigen, soweit sie nicht auf Ein- und Auszahlungen der Gesellschafter beruhen. Konkrete Vorgaben für die Darstellung sind im DRS 7 enthalten. Vgl. Busse von Colbe: Eigenkapitalveränderungsrechnung nach der E-DRS 7, S. 2405, in BB 2000 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 191

193 A n la g e Eigenkapitalveränderungsrechnung K o n z e rne ig e n k a p ita ls p ie g e l 1 9. G eze ich net es Kapit al S t a mm - ak t ie n Vorzu g s- ak t ien N ic ht e inge ford ert e a u sst ehen d e E inlag en K a pit alr üc k- lage E rw irt - schaf - t e t e s Konzern eigen - kapit al Eige ne Ante ile, d ie z u r E inz ie hun g b estimm t sin d Mu t t e r u nt e rn ehm e n Kum uliert es übrige s K o nze rnerg ebn is A u sgleic h s - p ost e n a us der Frem d - w äh rungs - u mrechnung a n dere neu t rale Tran s- akt ione n Ei g en k ap it a l M inderh eit enk apit a l M ind erh ei t sge s ells ch af ter K um ulier t es übr iges Konzernergebn is A u sgle ichspos t e n a us d er Fremd währun gsumrechnung an dere n eut rale Tr ans - ak t io nen E ige n- k apit al K on z er n- eige n- k ap it a l S tan d a m A u s ga be vo n A n t eil en E r w er b / Einz iehun g e i g ene r An t eile G ez ah lt e D iv i den de n Ä n der un ge n d es K o n s o lidie ru ng s - k reis es Ü b rige V er än d eru n gen K o nzern - Ja hre sübe rs ch u ss/ -fe h lbet ra g Ü brige s K o nzernerg e bnis K o n ze rn ges am t- e rge bnis!!!!!!!!!!! S tan d a m Siehe DRS 7 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 192

194 2. Konsolidierung 2.8 Steuerabgrenzung im Konzern Latente Steuern

195 Steuerabgrenzung im Konzern Latente Steuern Damit im Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt werden kann, ist dort derjenige Steueraufwand auszuweisen, der sich ergeben hätte, wenn der Konzern ein einziges Unternehmen und das Konzernergebnis Besteuerungsgrundlage wäre. D. h.: Annahme der steuerrechtlichen Einheit Konzern. Die fiktive, dem Konzernergebnis angepasste Steuer unterscheidet sich von der Summe der von den einzelnen Konzernunternehmen auf Basis ihrer Steuerbilanzen ermittelten effektiven Steuern, um die latente Steuer. Dabei geht es im Wesentlichen um latente Steuern durch zeitliche Ergebnisdifferenzen. Man unterscheidet zwischen primären und sekundären latenten Steuern. Primäre latente Steuern resultieren gemäß 274 aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden auf Ebene der HB I. Sekundäre latente Steuern entstehen bei der Konzernabschlusserstellung durch Differenzen zwischen der HB II und der HB I gemäß 274 i.v. m. 298 Abs. 1. Hinweise zu den latenten Steuern gibt der DRS 10. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 194

196 Steuerabgrenzung im Konzern Latente Steuern Erstellung des Einzelabschlusses (Handelsbilanz I) Erstellung des Konzernabschlusses Arbeitsschritte/ Art der Latenz - Erstellung der HB II aus der HB I Erstellung der Summenbilanz Differenz zwischen Summe der Ergebnisse laut Handelsbilanz II und Konzernergebnis Aktivische latente Steuern Steuerrechtliches Ergebnis > Ergebnis laut Handelsbilanz I Ergebnis laut Handelsbilanz I > Ergebnis laut Handelsbilanz II - Summe der Ergebnisse laut Handelsbilanz II > Konzernergebnis Passivische latente Steuern Steuerrechtliches Ergebnis < Ergebnis laut Handelsbilanz I Ergebnis laut Handelsbilanz I < Ergebnis laut Handelsbilanz II - Summe der Ergebnisse laut Handelsbilanz II < Konzernergebnis Gesetzliche Grundlage i.v.m. 298 Abs Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzernbilanzen, S. 476, 7. Auflage 2004 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 195

197 Steuerabgrenzung im Konzern Latente Steuern Vergleich HGB af und HGB nf HGB af HGB nf timing Konzept GuV-orientiert temporary Konzept Bilanz-orientiert Differenzen aus der unterschiedlichen Periodisierung von Aufwendungen und Erträgen zwischen Handels und Steuerrecht Differenzen aus unterschiedlichen Wertansätzen in Handels und Steuerbilanz die sich künftig steuerbe- oder entlastend auswirken Erfasst Abweichungen in der GuV Erfasst Abweichungen in der GuV + alle Bewertungsabweichungen und Bilanzierungsabweichungen (auch erfolgsneutrale im EK) DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 196

198 Steuerabgrenzung im Konzern Latente Steuern Wirkung latenter Steuern auf die Konzernsteuerquote MU TU Konzern Ergebnis vor Steuern Steueraufwand Ergebnis nach Steuern ohne Aktivierung latenter Steuern Steuerquote 40 % 0 % 100 % MU TU Konzern Ergebnis vor Steuern Steueraufwand (-) Steuerertrag (+) Ergebnis nach Steuern mit Aktivierung latenter Steuern Steuerquote 40 % - 40 % 40 % Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Übungsbuch Konzernbilanzen, S. 277, 3. Auflage 2006 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 197

199 Steuerabgrenzung im Konzern 1. Beispiel Zum erwirbt die MU GmbH 100% der TU1 GmbH. - Die Anschaffungskosten des derivativen Firmenwertes sind Nutzungsdauer: steuerlich 15 Jahre (AfA 20) HGB 5 Jahre (AfA 60) - Steuersatz (gleichbleibend) 30 % - Ergebnis (vor Steuern und AfA) 200 Periode Ergebnis Steuerliche BW Handelsr. BW Zeitliche Differenzen Aktive latente Steuer Latenter Steueraufwand (-) Latenter Steuerertrag (+) Tats. Steueraufwand (StB) Steueraufwand (HB) DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 198

200 Steuerabgrenzung im Konzern 2. Beispiel Zum erwirbt die MU GmbH 100% der TU2 GmbH zum Preis von 200. Folgende Sachverhalte sind zu beachten: 1.Ein von der TU GmbH entwickeltes und vertriebenes Produkt wird auf einen Wert von 70 geschätzt 2.Der Tageswert der Grundstücke beträgt 40, Buchwert ist 10 3.Der Posten Vorräte enthält stille Reserven von 20 4.Die TU GmbH hat nicht passivierte Pensionsrückstellungen zu 50 Der Ertragssteuersatz beträgt ca. 35%. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 199

201 Steuerabgrenzung im Konzern 2. Beispiel MU HBII HBII TU2 HBIII SB Konso.-Spalte Soll Haben KB Aktiva GoF Immaterielle VG Diverses AV (Grundstücke) Vorräte Anteile verb. Unternehmen Diverses UV Summe Aktiva Passiva Diverses Eigenkapital Gewinnrücklage Rückstellungen Diverse Passiva Passive latente Steuern Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 200

202 Steuerabgrenzung im Konzern 2. Beispiel Immaterielle VG + Diverses AV (Grundstücke) + Vorräte - Pensionsrückstellungen = Unterschied Nettovermögen vor Steuern 70 Passive latente Steuern (70 * 35%) 24,5 = Unterschied Nettovermögen nach Steuern 45,5 Aufdeckung stiller Reserven und Lasten in der HBIII der TU GmbH: Immaterielle VG Diverses AV (Grundstücke) Vorräte an Pensionsrückstellungen Passive latente Steuern Gewinnrücklage 50 24,5 45,5 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 201

203 Steuerabgrenzung im Konzern 2. Beispiel Berechnung des Geschäfts- oder Firmenwerts Anteile verb. Unternehmen - Diverses Eigenkapital - Gewinnrücklage ,5 = Geschäfts- oder Firmenwert 74,5 (1) Kapitalkonsolidierung Geschäfts- oder Firmenwert Diverses Eigenkapital Gewinnrücklage 74, ,5 an Anteile verb. Unternehmen 200 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 202

204 Steuerabgrenzung im Konzern 2. Beispiel MU TU2 Konso.-Spalte SB HBII HBII HBIII Soll Haben KB Aktiva GoF 74,5 (1) 74,5 Immaterielle VG Diverses AV (Grundstücke) Vorräte Anteile verb. Unternehmen (1) Diverses UV Summe Aktiva ,50 Passiva Diverses Eigenkapital (1) 600 Gewinnrücklage 45,5 45,5 45,5 (1) Rückstellungen Diverse Passiva Passive latente Steuern 24,5 24,5 24,5 Summe Passiva ,50 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 203

205 2. Konsolidierung 2.9 Endkonsolidierung

206 Endkonsolidierung Übersicht Grundlagen Anlass der Endkonsolidierung Stichtag der Endkonsolidierung Folgen/Wirkung der Endkonsolidierung Ermittlung des Veräußerungserfolgs Ausweis des Veräußerungserfolgs Beispiel zur Endkonsolidierung DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 205

207 Endkonsolidierung Grundlagen Für den Fall einer Endkonsolidierung gibt es keine gesetzlichen Regelungen nach HGB oder IFRS. IAS bestimmt lediglich: Die Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmen bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und seinem Buchwert, einschließlich der kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die gemäß IAS 21 Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse, im Eigenkapital erfasst wurden, wird zum Zeitpunkt der Veräußerung in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung als Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst. Vorgehensweise erfolgt nach DRS Nr.4 und leitet sich grundsätzlich aus dem Einheitsgrundsatz sowie dem Grundsatz der Bilanzidentität ab. DRS Nr.4. Tz.44-45: Ein Tochterunternehmen ist nicht länger im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen, wenn die Beherrschung des Tochterunternehmens geendet hat. Werden sämtliche vom Mutterunternehmen an einem Tochterunternehmen gehaltenen Anteile veräußert, ist der Unterschied zwischen dem Veräußerungserlös und den im Konzernabschluss im Veräußerungszeitpunkt erfassten Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens einschließlich des Goodwill als Veräußerungsgewinn bzw. -verlust zu erfassen. Ein noch nicht aufgelöster negativer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ist erfolgswirksam zu vereinnahmen. Vgl. Küting/Weber: Der Konzernabschluss, S. 367, 11. Auflage 2008 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 206

208 Endkonsolidierung Anlass Eine Endkonsolidierung wird durchgeführt, wenn ein Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausscheidet. Beispiel: Sämtliche Anteile des Tochterunternehmens werden veräußert oder sind aus anderen Gründen nicht mehr in den Konzernabschluss einzubeziehen (z. B. Konkurs). Aus Sicht des Konzerns scheiden dabei nicht die Anteile am bisherigen Tochterunternehmen aus, sondern deren entsprechende Vermögensgegenstände und Schulden einschließlich des verbleibenden Goodwills vgl. DRS Nr. 4 Tz.45; Es kann also nicht einfach der Einzelabschluss des Tochterunternehmens aus dem Summenabschluss herausgenommen werden. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 207

209 Endkonsolidierung Stichtag Für den Stichtag der Endkonsolidierung enthält das HGB keine Regelung. Grundsätzlich ist der Zeitpunkt der Veräußerung der Anteile maßgebend vgl. DRS Nr. 4. Tz.45 Ist für den Übergang der Stimmrechte ein abweichender Zeitpunkt vereinbart, so wird dieser für die Endkonsolidierung zugrunde gelegt vgl. DRS Nr.4. Tz.44 ( ein Tochterunternehmen ist nicht länger in den Konzernabschluss einzubeziehen, wenn die Beherrschung des Tochterunternehmens geendet hat.) Bei unterjährigem Ausscheiden ist vom Tochterunternehmen ein Zwischenabschluss aufzustellen. (Wegen fehlender Beherrschung nach der Veräußerung, kann hilfsweise der letzte Einzelabschluss zugrunde gelegt werden.) Veräußerung zu Beginn des Geschäftsjahres: das Jahresergebnis des Tochterunternehmens ist nicht in den Konzernabschluss einzubeziehen Veräußerung am Ende des Geschäftsjahres: das Jahresergebnis des Tochterunternehmens ist in den Konzernabschluss einzubeziehen Veräußerung unterjährig: das Ergebnis des Zwischenabschlusses ist in den Konzernabschluss einzubeziehen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 208

210 Endkonsolidierung Folgen/Wirkung Über alle Perioden der Konzernzugehörigkeit ergibt sich im Einzelabschluss des Mutterunternehmens folgender Erfolg: Die Anschaffungskosten der Beteiligung werden aufwandswirksam (evtl. vorgenommene Teilwertabschreibung/Ausbuchung RBW) Ausgeschüttete Gewinne und Nettoerlös (Verkauf) sind erfolgswirksam. Durch die Endkonsolidierung wird im Konzernabschluss sichergestellt, dass der Konzernerfolgsbeitrag dem Erfolg im Mutterunternehmen entspricht und auch im Konzernabschluss der Zugangswert des Tochterunternehmens aufwandswirksam wird. Für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und den Konzernabschluss gilt dieselbe Totalerfolgskonzeption Vgl. Busse von Colbe/Ordelheide/Gebhardt/Pellens: Konzernabschlüsse, S. 206, 7. Auflage 2003 Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzern Bilanzen, S. 382 ff., 8. Auflage 2009 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 209

211 Endkonsolidierung Folgen/Wirkung Ursache der unterschiedlichen Periodisierung: Auf Konzernebene erfolgt eine Fortschreibung bei: Eigenkapitaländerungen stillen Reserven und Lasten (Abschreibungen) dem Geschäfts- oder Firmenwert (Abschreibung) Im Einzelabschluss: die Beteiligung wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Deshalb Korrektur des in den Summenabschluss eingehenden Veräußerungserfolgs (aus Einzelabschluss des Mutterunternehmens) um: nur im Einzelabschluss erfasste Erträge (+) und Aufwendungen (-) nur aus Konzernabschlusssicht erfasste Erträge (-) und Aufwendungen (+) DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 210

212 Endkonsolidierung Veräußerungserfolg - Ermittlung Ermittlung des Veräußerungserfolges: Unterscheidung zweier Verfahren: a) Endkonsolidierung ausgehend vom Summenabschluss Der Veräußerungserfolg aus dem Einzelabschluss der Muttergesellschaft wird um die im Konzernabschluss bereits erfolgswirksam verrechneten Komponenten korrigiert. b) Endkonsolidierung ausgehend von fortgeführter Konzernbilanz Die im Konzernabschluss erfassten Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens sowie die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Posten werden aus dem letzten Konzernabschluss erfolgswirksam ausgebucht und dem Veräußerungserlös gegenübergestellt. Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele: Konzern Bilanzen, S. 382 ff., 8. Auflage 2009 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 211

213 Endkonsolidierung Veräußerungserfolg - Ermittlung Ausgehend vom Summenabschluss Verkaufserlös - Buchwert der Beteiligung = Veräußerungserfolg des Mutterunternehmens + Zuschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert (aus Einzelabschlusssicht) - Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert (aus Einzelabschlusssicht) + bereits erfolgswirksam verrechnete stille Reserven - bereits erfolgswirksam erfasste stille Lasten + Differenz erworbener/abgehender Geschäfts- oder Firmenwert - bereits erfolgswirksam verrechneter passivischer Unterschiedsbetrag -/+ Rücklagenzuführungen/-minderungen beim Tochterunternehmen (seit Beteiligungserwerb) -/+ Jahresüberschuss/-fehlbetrag des Tochterunternehmens im Veräußerungszeitpunkt = Erfolg aus der Veräußerung des Tochterunternehmens Vgl. Küting/Weber: Der Konzernabschluss, S. 370, Übersicht 101, 11. Auflage 2008 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 212

214 Endkonsolidierung Veräußerungserfolg - Ermittlung Ausgehend von fortgeführter Konzernbilanz Verkaufserlös - Vermögenswerte des Tochterunternehmens zu Buchwerten in der HB II + Schulden des Tochterunternehmens zu Buchwerten in der HB II - noch nicht erfolgswirksam verrechnete stille Rücklagen aus der Erstkonsolidierung + noch nicht erfolgswirksam verrechnete stille Lasten aus der Erstkonsolidierung - der Einheit im Zeitpunkt der Endkonsolidierung zuzurechnender Geschäfts- oder Firmenwert = Erfolg aus der Veräußerung des Tochterunternehmens Vgl. Küting/Weber: Der Konzernabschluss, S. 369, Übersicht 100, 11. Auflage 2008 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 213

215 Endkonsolidierung Veräußerungserfolg - Ausweis Im Einzelabschluss: Ausweis im Finanzergebnis als Ertrag/Aufwand aus dem Abgang von Finanzanlagen Im Konzernabschluss: nach der Einheitstheorie müsste eigentlich der Abgang jedes einzelnen Vermögensgegenstandes einzeln erfasst werden, was aber mit erheblichem Aufwand verbunden wäre und es zudem fraglich ist, wie der Veräußerungserlös den einzelnen Vermögensgegenständen und Schulden zugerechnet werden sollte. Deshalb wird von der Fiktion der Einzelveräußerung abgegangen und das Ergebnis in einem Posten angezeigt. Ausweis im sonstigen betrieblichen Ergebnis ggf. im außerordentlichen Ergebnis DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 214

216 Endkonsolidierung Beispiel Angaben wie im Beispiel zur Erstkonsolidierung Kapitel (ab Folie 65) Zusätzliche Angaben: Erwerb der Beteiligung zum Die Restnutzungsdauer des diversen AV mit stillen Reserven beträgt 5 Jahre Der Geschäfts- oder Firmenwert wird ab dem Jahr 02 jährlich zu ¼ abgeschrieben Am veräußert die Mutter GmbH (MU-GmbH) sämtliche Anteile an der Tochter GmbH (TU-GmbH). Veräußerungserlös: 600 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 215

217 Endkonsolidierung Beispiel Anlagevermögen Beteiligung Mutter GmbH Auszug der Bilanz zum Eigenkapital 600 Umlaufvermögen 900 Diverse Passiva 800 Summe Aktiva Summe Passiva Tochter GmbH Auszug der Bilanz zum Anlagevermögen 320 Eigenkapital 400 Umlaufvermögen 600 Diverse Passiva 520 Summe Aktiva 920 Summe Passiva 920 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 216

218 Endkonsolidierung Beispiel - Erstkonsolidierung MU TU Konso.-Spalte HBII HBII Zeitwert SB Soll Haben KB Aktiva Geschäfts- oder Firmenwert 60 (2) 60 Diverses AV (2) 740 Beteiligung (1) UV (2) 820 Vorläufiger Unterschiedsbetrag 100 (1) 100 (2) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital (1) 400 Diverse Passiva (2) Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 217

219 Endkonsolidierung Beispiel - Durchführung Ermittlung des Veräußerungserfolges Ausgehend vom Summenabschluss Verkaufserlös - Buchwert der Beteiligung 100 = Veräußerungserfolg des Mutterunternehmens bereits erfolgswirksam verrechnete stille Reserven + Differenz erworbener/abgehender Geschäfts- oder Firmenwert 146 = Erfolg aus der Veräußerung des Tochterunternehmens Ausgehend von fortgeführter Konzernbilanz =(-24AV-20UV+20Passiva) 30 Verkaufserlös - Vermögenswerte des Tochterunternehmens zu Buchwerten in der HB II + Schulden des Tochterunternehmens zu Buchwerten in der HB II - noch nicht erfolgswirksam verrechnete stille Rücklagen aus der Erstkonsolidierung - der Einheit im Zeitpunkt der Endkonsolidierung zuzurechnender Geschäfts- oder Firmenwert 146 = Erfolg aus der Veräußerung des Tochterunternehmens DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 218

220 Endkonsolidierung Beispiel - Durchführung Da die Veräußerung zum erfolgt, wird die TU-GmbH nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen, anders die Gewinn- und Verlustrechnung, die in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen werden muss. Für die TU-GmbH wird zunächst eine HB III mit folgenden Schritten erstellt: (1) Aufdeckung der stillen Reserven aus der Erstkonsolidierung (2) Verrechnung der Abschreibungen der Vorjahre (3) Buchung der Abschreibungen des laufenden Jahres Anschließend fließt diese (HB III) in die Summenbilanz ein. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 219

221 Endkonsolidierung Beispiel - Durchführung TU Anpassungsbuchungen TU HBII Soll Haben HBIII Aktiva Diverses AV (1) 8 (2) 8 (3) Umlaufvermögen (1) 620 Vorläufiger Unterschiedsbetrag Summe Aktiva Passiva Eigenkapital Sonst. Eigenkapital erwirtschaftetes Kapital Stand Vorjahr 8 (2) - 8 Gewinn/Fehlbetrag 8 (3) - 8 Ausgleichsposten 40 (1) 40 Diverse Passiva (1) 540 Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 220

222 Endkonsolidierung Beispiel - Durchführung Aktiva Geschäfts- oder Firmenwert MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBIII Soll Haben KB Diverses AV Beteiligung Umlaufvermögen Vorläufiger Unterschiedsbetrag Summe Aktiva Passiva Eigenkapital Sonst. Eigenkapital erwirtschaftetes Kapital Stand Vorjahr Gewinn/Fehlbetrag Ausgleichsposten Diverse Passiva Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 221

223 Endkonsolidierung Beispiel - Durchführung (1) Durch die Veräußerung der TU-GmbH sind deren Anteile nicht mehr im Einzelabschluss der MU-GmbH enthalten. Zunächst wird die Veräußerung durch eine Buchung rückgängig gemacht sowie der Veräußerungserfolg ausgebucht. Anteile an verbundenen UN Gewinn an Diverses UV/Bankguthaben 600 (2) Wiederholung der Erstkonsolidierung Sonstiges Eigenkapital Vorläufiger UB an Anteile an verbundenen UN 500 Geschäfts- oder Firmenwert Ausgleichsposten an Vorläufiger Unterschiedsbetrag 100 Vgl. Küting/Weber: Der Konzernabschluss, S. 377, 11. Auflage 2008 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 222

224 Endkonsolidierung Beispiel - Durchführung (3) Abschreibung des Geschäft- oder Firmenwertes für die Vorjahre (erfolgsneutral) Erwirtschaftetes Kapital Stand Vorjahr 15 an Geschäfts- oder Firmenwert 15 (4) Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes für das laufende Jahr (erfolgswirksam) Gewinn 15 an Geschäfts- oder Firmenwert 15 (5) Endkonsolidierung UV (Veräußerungserlös) Diverse Passiva der TU- GmbH (HB III) an Diverses AV der TU-GmbH (HB III) Geschäfts- oder Firmenwert UV der TU-GmbH (HB III) Gewinn (Veräußerungserfolg) DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 223

225 Endkonsolidierung Beispiel Durchführung MU TU Konso.-Spalte SB HBII HBIII Soll Haben KB Aktiva Geschäfts- oder Firmenwert 60 (2) 15 (3) 15 (4) 30 (5) Diverses AV (5) 500 Beteiligung 500 (1) 500 (2) 0 Umlaufvermögen (1) (5) 620 (5) 900 Vorläufiger Unterschiedsbetrag 100 (2) 100 (2) Summe Aktiva Passiva Eigenkapital Sonst. Eigenkapital (2) 500 erwirtschaftetes Kapital Stand Vorjahr (3) - 23 Gewinn (1) 146 (5) 15 (4) 123 Ausgleichsposten (2) 0 Diverse Passiva (5) 800 Summe Passiva DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 224 0

226 2. Konsolidierung 2.10 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV Abschlussprüfung Konsolidierung/ DATEV Konsolidierung

227 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Vorgehensweise bei der Erstellung eines Konzernabschlusses Einzelabschlüsse HB I Vorgehensweise bei der Erstellung mit DATEV Abschlussprüfung Konsolidierung/DATEV Konsolidierung Einzelabschlüsse importieren Aufstellen der HB II Einzelabschlüsse bearbeiten Summenabschluss Konzernbestand anlegen Konsolidierung Konzernbestand bearbeiten Konzernabschluss Konzernreport erstellen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 226

228 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Einzelabschlüsse importieren DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 227

229 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Bearbeiten der Einzelabschlüsse: Bestände öffnen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 228

230 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Bearbeiten der Einzelabschlüsse: Übersicht der vorhandenen Bestände DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 229

231 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Bearbeiten der Einzelabschlüsse: Konten des Einzelbestandes DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 230

232 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Bearbeiten der Einzelabschlüsse: Buchungen des Einzelbestandes DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 231

233 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernbestand anlegen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 232

234 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernbestand anlegen: Am Konzern beteiligte Unternehmen auswählen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 233

235 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernbestand anlegen: Einstellen von Umrechnungskursen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 234

236 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Bearbeiten des Konzernbestandes: Erstellen des Konzernbestandes durch Meldungen und Buchungen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 235

237 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernreport erstellen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 236

238 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernreport DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 237

239 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernreport: Bilanz DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 238

240 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernreport: Tochterkontenaufstellung DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 239

241 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernreport: Auswertungen einfügen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 240

242 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernreport: Mehrjahresvergleich einfügen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 241

243 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernreport: Kontennachweis einfügen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 242

244 Ablaufschema Konzernabschlusserstellung mit DATEV ABSCHLUSSPRÜFUNG KONSOLIDIERUNG/DATEV KONSOLIDIERUNG Konzernreport: Segmentbericht einfügen DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 243

245 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und viel Erfolg!

246 Anhang

247 Zweckgesellschaften Zweckgesellschaften (Special Purpose Vehicles) sind Konstrukte, die für einen genau vorgegeben und stark eingeschränkten Geschäftszweck gegründet werden. Beispiele hierfür sind: Leasingobjektgesellschaften oder Finanzierungsgesellschaften. Neben dem Konzern wird ein gesellschaftlich Dritter Anteilseigner der Zweckgesellschaft. Dieser übernimmt aber keine wesentlichen Chancen und Risiken aus der Zweckgesellschaft. Eine Zweckgesellschaft steht wirtschaftlich unter einheitlicher Leitung des Konzerns. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 246

248 AUFSTELLUNGSPFLICHT NACH PublG Mutterunternehmen mit Sitz im Inland, die weder Kapitalgesellschaften noch Personengesellschaften i. S. d. 264 a HGB sind, sind dann nach 11 Abs. 1 PublG zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, wenn: das Unternehmen unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss über ein oder mehrere andere Unternehmen ausüben kann und der Konzern bestimmte Größenkriterien überschreitet. Diese sind: Konzernbilanzsumme > 65 Mio. Euro Konzernumsatzerlöse > 130 Mio. Euro Konzernarbeitnehmer > DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 247

249 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 42 Zu 1 : Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Begründung: Verbesserte Außendarstellung und Verbreiterung der EK-Basis Gegenstand der Aktivierung sind: Schutzrechte (Patente, Warenzeichen usw.) Die Voraussetzungen für einen Vermögensgegenstand müssen vorliegen, d. h. selbstständige Verwertbarkeit und wirtschaftlicher Vorteil Erweiterung des Bilanzierungsschemas steuerliches Aktivierungsverbot = Durchbrechung der Maßgeblichkeit Verknüpfung mit 255 Abs. 2 Satz 4 HGB Aktivierungsverbot von Forschungskosten (Systematische Suche nach neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen) DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 248

250 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 42 Zu 1 : Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 268 Vorschriften zu einzelnen Posten der Bilanz. Bilanzvermerke. (8) Werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Bilanz ausgewiesen, so dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags mindestens den insgesamt angesetzten Beträgen abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern entsprechen. Werden aktive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen, ist Satz 1 auf den Betrag anzuwenden, um den die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern übersteigen. Bei Vermögensgegenständen im Sinn des 246 Abs. 2 Satz 2 ist Satz 1 auf den Betrag abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern anzuwenden, der die Anschaffungskosten übersteigt. DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 249

251 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 42 Zu 2 : Latente Steuern Allgemeine Zielsetzung Das handelsrechtliche Ergebnis soll in einen sachlogischen Zusammenhang zum Steueraufwand gebracht werden Grund: Steueraufwand basiert auf der Steuerbilanz (in Deutschland angelehnt an HGB-Abschluss) Aktive oder passive latente Steuern möglich HGB bisher: Pflichtansatz passiver latenter Steuern und Wahlrecht bei aktiven latenten Steuern. Durch Maßgeblichkeit (und häufig Einheitsbilanz) in der Praxis nur beim Konzernabschluss von größerer Bedeutung IFRS: Pflichtansatz aktiver und passiver latenter Steuern. Durch Unabhängigkeit von Steuerbilanz auch im Einzelabschluss von Bedeutung DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 250

252 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 42 Zu 2 : Latente Steuern 274 HGB Steuerabgrenzung Umstellung vom GuV-orientierten Ermittlungskonzept (Timing) zum bilanzorientierten Ermittlungskonzept (Temporary) und damit Anpassung an IFRS Wegen des Fehlens erfolgsneutraler Bewertungen im HGB ist diese Umstellung ohne Bedeutung Einbeziehung quasi-permanenter Differenzen Latente Steuern nur für Kapitalgesellschaften / 264 a-gesellschaften Wahlrecht zur Saldierung Erläuterung des Postens im Anhang (Überleitungsrechnung) Keine Abzinsung DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 251

253 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 42 Zu 2 : Latente Steuern Anzuwendender Steuersatz Künftige Steuersätze (abhängig vom Zeitpunkt der Umkehr der Steuerlatenzen), deren Inkrafttreten mit hinreichender Sicherheit angenommen werden kann; Regelfall: gültiger Steuersatz am Stichtag (Aktive und) passive latente Steuern, die zu Beginn des Wirtschaftsjahres bestehen, sind bei veränderten Steuersätzen am Ende des Wirtschaftsjahres neu zu kalkulieren Gesellschafts- bzw. sachverhaltsbezogener Steuersatz, d. h. die Verwendung eines pauschalen durchschnittlichen (Konzern-) Steuersatzes ist nur unter Wesentlichkeitsgesichtpunkten tolerierbar DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 252

254 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 42 Zu 2 : Steuerlicher Vorteil von Verlustvorträgen Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen. Probleme Beurteilung der Verwertbarkeit (wirtschaftliche Nutzbarkeit) Umwandlungen (Übertragung von Verlustvorträgen) Zeitliche Begrenzung von Verlustvorträgen (Kenntnisse des lokalen Steuerrechts) Übergangsregelungen fehlen Latente Steuern dürfen auf Verlustvorträge bisher nach HGB (anders als nach IAS) nicht abgegrenzt werden, da diese Abweichungen keine timing differences i. S. d. HGB sind (anders aber DRS 10). DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 253

255 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 43 Zu 3 : Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert Regelung in der Neufassung des 246 Abs. 1 HGB Aus Erwerb eines Einzelunternehmens / Vermögensmasse Fiktion eines Vermögensgegenstandes Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt dem Vollständigkeitsgebot und ist aktivierungspflichtig Abschreibung auf die planmäßige Nutzungsdauer - bei gewählter ND größer 5 Jahre sind die Gründe im Anhang anzugeben Annäherung an die Steuerbilanz Neuregelung ist nur auf Erwerbsvorgänge (bzw. daraus resultierende GoF) anzuwenden, die nach Inkrafttreten des BilMoG vollzogen werden. 255 Abs. 4 HGB wird neu gefasst und befasst sich jetzt mit dem Zeitwert DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 254

256 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 43 Zu 4 : Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 272 Eigenkapital (1) Die nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen auf das gezeichnete Kapital sind von dem Posten Gezeichnetes Kapital offen abzusetzen; der verbleibende Betrag ist als Posten Eingefordertes Kapital in der Hauptspalte der Passivseite auszuweisen; der eingeforderte, aber noch nicht eingezahlte Betrag ist unter den Forderungen gesondert auszuweisen und entsprechend zu bezeichnen. Beispiel Das gezeichnete Kapital einer Kapitalgesellschaft beträgt 500, wovon 400 bereits eingezahlt worden sind. Von den ausstehenden Einlagen i. H. v. 100 sind 50 eingefordert. Bisher: Wahlrecht, Brutto-/Nettomethode Bilanzbild nach der Bruttomethode Neu: Gebot, Nettomethode Bilanzbild nach der Nettomethode Vor Anlagevermögen: Umlaufvermögen, Forderung: Gezeichnetes Kapital 500 Ausstehende Einlage 100 Gezeichnetes Kapital 500 Eingeforderte ausstehende Einlage 50 - Nicht eingeforderte (davon eingefordert) (50) Kasse 400 ausstehende Einlagen -50 Kasse 400 Eingefordertes Kapital 450 Summe Aktiva 500 Summe Passiva 500 Summe Aktiva 450 Summe Passiva 450 DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 255

257 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 44 Zu 5 : Aufhebung Sonderposten mit Rücklageanteil Bisheriger Gesetzestext: 247 Inhalt der Bilanz (3) Passivposten, die für Zwecke der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zulässig sind, dürfen in der Bilanz gebildet werden. Sie sind als Sonderposten mit Rücklageanteil auszuweisen und nach Maßgabe des Steuerrechts aufzulösen. Einer Rückstellung bedarf es insoweit nicht. 273 Sonderposten mit Rücklageanteil Der Sonderposten mit Rücklageanteil ( 247 Abs. 3) darf nur insoweit gebildet werden, als das Steuerrecht die Anerkennung des Wertansatzes bei der steuerrechtlichen Gewinnermittlung davon abhängig macht, dass der Sonderposten in der Bilanz gebildet wird. Er ist auf der Passivseite vor den Rückstellungen auszuweisen; die Vorschriften, nach denen er gebildet worden ist, sind in der Bilanz oder im Anhang anzugeben. Wirkung: Die Streichung der ist Folge aus Aufhebung der umgekehrten Maßgeblichkeit DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 256

258 Konsolidierungsvorbereitung EINHEITLICHKEIT DES ANSATZES gemäß BilMoG Erläuterungen zu Folie 44 Zu 6 : Aufhebung von Rückstellungswahlrechten 249 Rückstellungen (1) Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Ferner sind Rückstellungen zu bilden für: 1. im Geschäftsjahr unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von 3 Monaten, oder für Abraumbeseitigung, die im folgenden Geschäftsjahr nachgeholt werden, 2. Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtungen erbracht werden. (2) Für andere als die in Absatz 1 bezeichneten Zwecke dürfen Rückstellungen nicht gebildet werden. Rückstellungen dürfen nur aufgelöst werden, soweit der Grund hierfür entfallen ist. Tatbestand HGB StB BilMoG Ungewisse Verbindlichkeiten P Grunds. P; Detailabweichungen HGB P Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (DrohverlustRst) P V P Im Gj. unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die in den ersten 3 Monaten des folgenden Gj. nachgeholt wird Im Gj. unterlassene Aufwendungen für Abraumbeseitigung, die im folgenden Gj. nachgeholt wird P P P P P P Gewährleistungen ohne rechtliche Verpflichtung (KulanzRSt) P P P Im Gj. unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die in den M des folgenden Gj. nachgeholt wird W V V AufwandsRSt nach 249 II W V V DATEV eg; alle Rechte vorbehalten 257

1/2 Gesamtinhaltsverzeichnis

1/2 Gesamtinhaltsverzeichnis Seite 1 1/2 1/2 1 Verzeichnisse 1/1 Herausgeber und Autoren 1/2 1/3 Stichwortverzeichnis 2 Aktuelles über das BilMoG 2/1 Das Bilanzrecht wird grundlegend modernisiert 2/2 Rückblick 2/3 Ziel der Bundesregierung:

Mehr

GRUNDLAGEN DER KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

GRUNDLAGEN DER KONZERNRECHNUNGSLEGUNG Schwerpunkt Rechnungswesen 8. Semester Teil der Vorlesung Bilanzierung und Bilanzanalyse Gesetzliche Grundlagen: 271 HGB 290-315 HGB Konzernabschluss Befreiungsverordnung 1 Aufbau der Vorlesung: Entsprechend

Mehr

Konzernrechnungslegung

Konzernrechnungslegung Konzernrechnungslegung 1 Notwendigkeit und Funktion des Konzernabschlusses 1.1 Unzulänglichkeit der Einzelabschlüsse zusammengeschlossener Unternehmen 1.2 Funktion des Konzernabschlusses: Information 2

Mehr

Lösung Aufgabe Neubewertungsmethode

Lösung Aufgabe Neubewertungsmethode Folie 1 Lösung Aufgabe Neubewertungsmethode C. III. 1. b. Neubewertungsmethode Folie 2 Beispiel zur vollständigen Neubewertung MU erwirbt am 31.12.04 für GE 100 % der Anteile an einem TU TU bilanzierte

Mehr

Grundzüge der Konzernrechnungslegung

Grundzüge der Konzernrechnungslegung Überblick über Studieninhalte der Konzernrechungslegung (Stand: 11.04.2004) Seite 1 von 6 Grundzüge der Konzernrechnungslegung INHALTSVERZEICHNIS 1. Währungsumrechnung ( 298 Abs. 1 ivm 244 HGB; Methodenfreiheit

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort...

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... Inhaltsverzeichnis Vorwort.... V 1 Zweck und Hintergrund des Konzernabschlusses... 1 1.1 Der Konzern.... 2 1.1.1 Unternehmensverbindungen im Aktienrecht.... 5 1.1.1.1 Mehrheitsbesitz... 6 1.1.1.2 Abhängigkeit...

Mehr

IWW Studienprogramm. Aufbaustudium. Modul XIII: Internationale Rechnungslegung. Lösungshinweise zur 3. Musterklausur

IWW Studienprogramm. Aufbaustudium. Modul XIII: Internationale Rechnungslegung. Lösungshinweise zur 3. Musterklausur 3. IWW-Musterklausur zum Modul XIII Internationale Rechnungslegung IWW Studienprogramm Aufbaustudium Modul XIII: Internationale Rechnungslegung zur 3. Musterklausur 1 3. IWW-Musterklausur zum Modul XIII

Mehr

Jahresabschluss und Konzernabschluss nach HGB und IFRS

Jahresabschluss und Konzernabschluss nach HGB und IFRS Eberhard Stelner / Jessika Orth / Winfried Schwarzmann Jahresabschluss und Konzernabschluss nach HGB und IFRS Übungsbuch 5., aktualisierte und überarbeitete Auflage 2011 Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart

Mehr

3., vollständig überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage

3., vollständig überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage www.nwb.de Der Anhang im Jahresabschluss der GmbH Inhalte, Kommentierung, Gestaltung und Offenlegung Ausführliche Erläuterungen» Zahlreiche Formulierungs- und Gestaltungsbeispiele aus der Praxis Checklisten

Mehr

Inhaltsverzeichnis. 3.3.5 Folgekonsolidierung gemäß der Buchwertmethode 45. 3.3.6 Neubewertungsmethode. 51

Inhaltsverzeichnis. 3.3.5 Folgekonsolidierung gemäß der Buchwertmethode 45. 3.3.6 Neubewertungsmethode. 51 Inhaltsverzeichnis I INHALTSVERZEICHNIS ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS / LITERATURHINWEISE / BENUTZERHINWEISE 1 GRUNDLAGEN DER KONZERNRECHNUNGSLEGUNG 1 1.1 Bedeutung und Aufgaben des Konzernabschlusses 1 1.1.1

Mehr

Handelsgesetzbuch (HGB), 10. Mai 1897

Handelsgesetzbuch (HGB), 10. Mai 1897 3. Buch "Handelsbücher" 2. Abschnitt "Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte

Mehr

Übungsbuch Konzernbilanzen

Übungsbuch Konzernbilanzen Übungsbuch Konzernbilanzen Aufgaben und Fallstudien mit Lösungen 4., vollständig aktualisierte und erweiterte Auflage von Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Baetge Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof.

Mehr

Konzernrechnungslegung

Konzernrechnungslegung Konzernrechnungslegung Vorlesung mit integrierter Übung Dipl. Kfm. WP StB Karl Petersen Dipl. Kfm. StB Dr. Christian Zwirner TU Ilmenau Sommersemester 2010 1 Inhalte der Veranstaltung 1. Grundlagen der

Mehr

Abbildungen zur Vorlesung Konzernrechnungslegung. 1. Grundlagen der Konzernrechnungslegung. Konzernbegriff. Zielsetzungen des Konzernabschlusses

Abbildungen zur Vorlesung Konzernrechnungslegung. 1. Grundlagen der Konzernrechnungslegung. Konzernbegriff. Zielsetzungen des Konzernabschlusses Abbildungen zur Vorlesung Konzernrechnungslegung 1. Grundlagen der Konzernrechnungslegung Konzernbegriff Zielsetzungen des Konzernabschlusses Grundsätze der Konzernrechnungslegung gesetzliche Regelungen

Mehr

Der Konzernabschluss nach Handelsgesetzbuch (HGB) und International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss nach Handelsgesetzbuch (HGB) und International Financial Reporting Standards (IFRS) www.boeckler.de September 2011 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Der Konzernabschluss nach Handelsgesetzbuch (HGB) und International Financial Reporting Standards (IFRS) Kapitel 2 Aufstellungspflicht eines

Mehr

2 Wichtige Rechtsvorschriften zur Bilanzierung im Überblick

2 Wichtige Rechtsvorschriften zur Bilanzierung im Überblick 3 Inhaltsverzeichnis Vorbemerkungen zur ersten Auflage des Studienbuchs... 12 1 Grundlagen der externen Rechnungslegung 1.1 Begriff und Merkmale einer Bilanz... 14 1.2 Unterscheidung von Regel- und Sonderbilanzen...

Mehr

Konzernrechnungslegung

Konzernrechnungslegung Vorbereitungskurs Bilanzbuchhalterprüfung Schärding 2007-2008 Kap. 11 by Helmut Mann, Selbständiger Buchhalter, 4943 Geinberg Vorbereitungskurs zur Bilanzbuchhalterprüfung 2007/2008 WIFI Schärding Der

Mehr

Bilanzierung nach HGB in Schaubildern

Bilanzierung nach HGB in Schaubildern Bilanzierung nach HGB in Schaubildern Die Grundlagen von Einzel- und Konzernabschlüssen von Prof. Dr. Reinhard Heyd Dr. Michael Beyer und Daniel Zorn Verlag Franz Vahlen München Inhaltsverzeichnis Vorwort

Mehr

Auswirkung des BilMoG auf den handelsrechtlichen Konzernabschluss

Auswirkung des BilMoG auf den handelsrechtlichen Konzernabschluss Auswirkung des BilMoG auf den handelsrechtlichen Konzernabschluss Dipl.-BW StB/WP Karl Spies Änderungen Im Konzernabschluss Überblick Konsolidierungsmaßnahmen Kapitalkonsolidierung Schuldenkonsolidierung

Mehr

Bilanzgliederung gem. 266 HGB

Bilanzgliederung gem. 266 HGB Bilanzgliederung gem. 266 HGB Änderungen nach dem BilMoG 2009 in blau bzw. durchgestrichen Aktivseite A. Anlagevermögen l. lmmaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und

Mehr

Einsendearbeit zum Kurs 41900 Konzernrechnungslegung Kurseinheit Die Einsendearbeit bezieht sich inhaltlich auf die Kurseinheiten I und II.

Einsendearbeit zum Kurs 41900 Konzernrechnungslegung Kurseinheit Die Einsendearbeit bezieht sich inhaltlich auf die Kurseinheiten I und II. Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsprüfung o. Univ.-Prof. Dr. rer. pol. habil. Gerrit Brösel Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Einsendearbeit zum Kurs 41900 Konzernrechnungslegung

Mehr

7. Resümee und Ausblick

7. Resümee und Ausblick 132 7.1 Veränderungen der bilanzpolitischen Spielräume 7.1.1 Verlagerung der bilanzpolitischen Stellschrauben Für die Bilanzpolitik gibt es verschiedene Ansatzpunkte. Als generelle Stufen der Bilanzpolitik

Mehr

Vorwort V Abkürzungsverzeichnis IX A. Konzernrechnungslegung nach HGB und DRS B. Konzernrechnungslegung nach IFRS

Vorwort V Abkürzungsverzeichnis IX A. Konzernrechnungslegung nach HGB und DRS B. Konzernrechnungslegung nach IFRS Inhaltsübersicht Vorwort Abkürzungsverzeichnis A. Konzernrechnungslegung nach HGB und DRS 1 A.I Kompaktskript 3 A.II Übersichten 61 A.III Aufgaben und Lösungen 129 B. Konzernrechnungslegung nach IFRS 181

Mehr

Konzernrechnungslegung

Konzernrechnungslegung Konzernrechnungslegung Vorlesung mit integrierter Übung Dipl.-Kfm. WP StB Karl Petersen Dipl.-Kfm. StB Dr. Christian Zwirner TU Ilmenau, Sommersemester 2009 Inhalte der Veranstaltung (Teil 1) 1. Grundlagen

Mehr

StarDSL AG, Hamburg. Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2013. und

StarDSL AG, Hamburg. Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2013. und StarDSL AG, Hamburg Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS An die StarDSL AG, Hamburg: Wir haben den Jahresabschluss

Mehr

Lösungen zu Kapitel 22 "Gemeinsame Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen" Aufgabe 1:

Lösungen zu Kapitel 22 Gemeinsame Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen Aufgabe 1: Lösungen zu Kapitel 22 "Gemeinsame Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen" Aufgabe 1: a) Nach IFRS 11.4 wird eine gemeinsame Vereinbarung als ein Arrangement definiert, bei dem zwei oder mehrere Parteien

Mehr

ABO Invest AG, Wiesbaden. KONZERNBILANZ zum 30. Juni 2011. D. Mezzanine Kapital 13.000.000,00 13.000

ABO Invest AG, Wiesbaden. KONZERNBILANZ zum 30. Juni 2011. D. Mezzanine Kapital 13.000.000,00 13.000 ABO Invest AG, Wiesbaden KONZERNBILANZ zum 30. Juni 2011 A KTIVA 30.06.2011 31.12.2010!! T! A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Geschäfts- oder Firmenwert 12.067.708,64 12.149 II.

Mehr

AustriaTech - Gesellschaft des Bundes für technologiepolitische Maßnahmen GmbH, Wien, FN 92873 d. Offenlegung gemäß 277 ff UGB

AustriaTech - Gesellschaft des Bundes für technologiepolitische Maßnahmen GmbH, Wien, FN 92873 d. Offenlegung gemäß 277 ff UGB AustriaTech Gesellschaft des Bundes für technologiepolitische Maßnahmen GmbH, Wien, FN 92873 d Offenlegung gemäß 277 ff UGB 1) 2) Offenzulegender Anhang Firmenbuchnummer Firmenbuchgericht Beginn und Ende

Mehr

Jahresabschluss. zum. 31. Dezember 2010. der. Qualitypool GmbH, Lübeck

Jahresabschluss. zum. 31. Dezember 2010. der. Qualitypool GmbH, Lübeck Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 der Qualitypool GmbH, Lübeck Anlage I Blatt 1 31.12.2010 31.12.2009 Aktiva T T Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 Sachanlagen 6 6 Finanzanlagen 1.236

Mehr

BilMoG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Mandantenseminar. Teil 2 Konzernrechnungslegung

BilMoG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Mandantenseminar. Teil 2 Konzernrechnungslegung 1 BilMoG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz - Mandantenseminar BilMoG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz Mandantenseminar Teil 2 Konzernrechnungslegung Mittwoch, 13. Januar 2010, Holiday Inn Bautzen Treuhand-Gesellschaft

Mehr

PANTALEON ENTERTAINMENT GMBH, BERLIN BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013 P A S S I V A

PANTALEON ENTERTAINMENT GMBH, BERLIN BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013 P A S S I V A PANTALEON ENTERTAINMENT GMBH, BERLIN BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013 A K T I V A P A S S I V A 31.12.2013 31.12.2012 A. ANLAGEVERMÖGEN I. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.456,00

Mehr

Externes Rechnungswesen in Übungen

Externes Rechnungswesen in Übungen Externes Rechnungswesen in Übungen von Univ.-Prof. Dr. Hartmut Bieg Univ.-Prof. Dr. Heinz Kußmaul Univ.-Prof. Dr. Gerd Waschbusch Oldenbourg Verlag München Inhaltsverzeichnis Vorwort Inhaltsübersicht V

Mehr

NKF-Gesamtabschluss für Kommunen

NKF-Gesamtabschluss für Kommunen Modellprojekt* zur Aufstellung eines Gesamtabschlusses im Neuen Kommunalen Finanzmanagement (NKF) NKF für Kommunen 3. Themenworkshop des NKF-Netzwerks am 19.06.08 in Detmold Gesamtabschluss und Beteiligungsbewertung

Mehr

Inhalt. IAS 21: Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Inhalt. IAS 21: Auswirkungen von Wechselkursänderungen Inhalt 1. Ziele des Standards im Überblick... 2 2. Definitionen... 3 3. Anwendungsbereich... 4 4. Wesentliche Inhalte... 5 I. Bedeutung der funktionalen Währung für den Konzernabschluss... 5 II. Bedeutung

Mehr

Der kommunale Gesamtabschluss

Der kommunale Gesamtabschluss 2. BG-KOMM Bundeskongress in otsdam Referenten Christian Müller Christoph Lehmitz am Institut für rozessoptimierung und Informationstechnologien GmbH Boxhagener Straße 119 D-10245 Berlin Tel. 030-3 907

Mehr

Übungsblatt III. 2. Beschreiben Sie die klassischen Methoden der Währungsumrechnung.

Übungsblatt III. 2. Beschreiben Sie die klassischen Methoden der Währungsumrechnung. 1. Die Notwendigkeit der Währungsumrechnung. 2. Beschreiben Sie die klassischen Methoden der Währungsumrechnung. 3. Beschreiben Sie das Konzept der funktionalen Währung. 4. Beispiele zur Währungsumrechnung.

Mehr

Gesamtabschluss. Referent. Dipl.-Wirtschaftsmathematiker Dr. Harald Breitenbach Wirtschaftsprüfer. Boppard, den 11. September 2012

Gesamtabschluss. Referent. Dipl.-Wirtschaftsmathematiker Dr. Harald Breitenbach Wirtschaftsprüfer. Boppard, den 11. September 2012 Gesamtabschluss Referent Dipl.-Wirtschaftsmathematiker Dr. Harald Breitenbach Wirtschaftsprüfer Boppard, den 11. September 2012 Copyright Mittelrheinische Treuhand GmbH 2012 1. Betriebswirtschaftliche

Mehr

Konzernrechnungslegung

Konzernrechnungslegung Konzernrechnungslegung Vorlesung mit integrierter Übung Dipl.-Kfm. WP StB Karl Petersen Dipl.-Kfm. StB Dr. Christian Zwirner TU Ilmenau, Sommersemester 2009 Inhalte der Veranstaltung (Teil 1) 1. Grundlagen

Mehr

Jahresabschluss der abcfinance Beteiligungs AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014

Jahresabschluss der abcfinance Beteiligungs AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 Jahresabschluss der abcfinance Beteiligungs AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 abcfinance Beteiligungs AG, Köln Bilanz zum 31. Dezember 2014 Aktiva 31.12.2014 31.12.2013 A.

Mehr

IAS. Übung 9. Seite 1

IAS. Übung 9. Seite 1 IAS Übung 9 Seite 1 In IAS 22 bzw. IAS 27 sind die Regelungen zu Aufstellungspflicht, Konsolidierungskreis, Einbeziehungszeitpunkt sowie zu Konsolidierungsverfahren enthalten. Erklären Sie die Begriffe

Mehr

Vorwort 1. I. Einführung 3. II. Grundstruktur des Regelwerks der IFRS/IAS 5. III. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 15

Vorwort 1. I. Einführung 3. II. Grundstruktur des Regelwerks der IFRS/IAS 5. III. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 15 Vorwort 1 I. Einführung 3 II. Grundstruktur des Regelwerks der IFRS/IAS 5 1. Rechtsgrundlagen 5 2. Aufbau und Zielsetzung, Bestandteile der IFRS-Rechnungslegung 7 3. Ansatz- und Bewertungsmaßstäbe 8 4.

Mehr

Aktuelle Überlegungen zur Reform der nationalen Konzernrechnungslegung (DRS 4)

Aktuelle Überlegungen zur Reform der nationalen Konzernrechnungslegung (DRS 4) Aktuelle Überlegungen zur Reform der nationalen Konzernrechnungslegung (DRS 4) WP/StB Prof. Dr. Bernd Stibi IFRS-Forum 2013 Ruhr-Universität Bochum Agenda Aktuelle Rechtslage und Motive des HGB-FA des

Mehr

Filmfest Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013.

Filmfest Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013. Filmfest Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 Bilanz A K T I V A P A S S I V A 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr EUR

Mehr

Übung zur Vorlesung Business Reporting and Consulting

Übung zur Vorlesung Business Reporting and Consulting Übung zur Vorlesung Business Reporting and Consulting 1 Agenda 2. Teil: Konzernrechnungslegung 12.06.2013 Übung 4 1. Teil (Konzernrechnungslegung sowie Kapital- und Schuldenkonsolidierung) 26.06.2013 Übung

Mehr

JAHRESABSCHLUSS. zum 31. Dezember 2012. pferdewetten-service.de GmbH Betrieb und Service der Internetseite "www.pferdewetten.

JAHRESABSCHLUSS. zum 31. Dezember 2012. pferdewetten-service.de GmbH Betrieb und Service der Internetseite www.pferdewetten. RETEX Steuerberatungsgesellschaft mbh Alfredstraße 45 45130 Essen JAHRESABSCHLUSS zum 31. Dezember 2012 pferdewetten-service.de GmbH Betrieb und Service der Internetseite "www.pferdewetten.de" Kaistraße

Mehr

Fallstudie: Kapitalkonsolidierung nach IFRS (Teil 1)

Fallstudie: Kapitalkonsolidierung nach IFRS (Teil 1) Internationale Rechnungslegung Fallstudie: Kapitalkonsolidierung nach IFRS (Teil 1) Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der praktischen Umsetzung der Kapitalkonsolidierung im Rahmen eines IFRS-Konzernabschlusses.

Mehr

Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht

Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht NWB-Studienbücher Wirtschaftswissenschaften Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht unter Einschluss der Konzernrechnungslegung und der internationalen Rechnungslegung Darstellung, Kontrollfragen, Aufgaben,

Mehr

NTCS BILANZ KONZERNKONSOLIDIERUNG. 10/03/13 BMD Systemhaus GmbH, Steyr Die Vervielfältigung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung durch BMD!

NTCS BILANZ KONZERNKONSOLIDIERUNG. 10/03/13 BMD Systemhaus GmbH, Steyr Die Vervielfältigung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung durch BMD! NTCS BILANZ KONZERNKONSOLIDIERUNG 10/03/13 BMD Systemhaus GmbH, Steyr Die Vervielfältigung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung durch BMD! INHALT I. DEFINITION KONZERNABSCHLUSS... 3 II. KONZERNMASTER...

Mehr

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Ballwieser WS 2007/08

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Ballwieser WS 2007/08 Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Ballwieser WS 2007/08 Literatur 1. Zielsetzungen 2. Jahresabschluß a. Befreiung b. GoB c. Ansatz d. Bewertung e. Ausweis 3. Konzernabschluß

Mehr

308a Umrechnung von auf fremde Wåhrung lautenden

308a Umrechnung von auf fremde Wåhrung lautenden 308a Umrechnung von auf fremde Wåhrung lautenden AbschlÅssen naus sind Abweichungen in Ausnahmefållen zulåssig; sie sind im Konzernanhang anzugeben und zu begrånden. 308a Umrechnung von auf fremde Wåhrung

Mehr

BBK Nr. 21 vom 01.11.1995 Fach 18, Seite 541 Anwendungshinweis

BBK Nr. 21 vom 01.11.1995 Fach 18, Seite 541 Anwendungshinweis BBK Nr. 21 vom 01.11.1995 Fach 18, Seite 541 Anwendungshinweis Konzernbilanzrecht von Prof. Dr. Jörg Baetge und Mitarbeitern des Instituts für Revisionswesen der Universität, Münster Kapitelübersicht ein/ausblenden

Mehr

Testatsexemplar. Bertrandt Ehningen GmbH (vormals: Bertrandt Fahrerprobung Nord, Hamburg) Ehningen

Testatsexemplar. Bertrandt Ehningen GmbH (vormals: Bertrandt Fahrerprobung Nord, Hamburg) Ehningen Testatsexemplar Bertrandt Ehningen GmbH (vormals: Bertrandt Fahrerprobung Nord, Hamburg) Ehningen Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 18. Juli bis zum 30. September 2012 Bestätigungsvermerk

Mehr

4. IFRS (International Financial Reporting Standards)... 12. 5. Konvergenz der Bilanzierungsvorschriften nach IFRS und US-GAAP...

4. IFRS (International Financial Reporting Standards)... 12. 5. Konvergenz der Bilanzierungsvorschriften nach IFRS und US-GAAP... XIII Vorwort zur 13. Auflage.... Inhaltsübersicht.... Übersichtenverzeichnis... Abkürzungsverzeichnis.... V IX XXVII XXXIII 1. Kapitel: Rechnungslegung nach HGB und IFRS... 1 1. Einführung... 1 2. Rechnungslegung

Mehr

Zweck des Konzernabschlusses

Zweck des Konzernabschlusses Buchhaltung und Bilanzierung Konzernabschluss Inhalte dieser Einheit Zweck des Konzernabschlusses Begriffsdefinitionen Konsolidierungsformen Vollkonsolidierung Quotenkonsolidierung 1 Zweck des Konzernabschlusses

Mehr

- ANSICHTSEXEMPLAR - - Dieser Jahresabschluss ist ausschließlich in Papierform maßgeblich - PIER Tempo Zeitarbeit GmbH Hamburg

- ANSICHTSEXEMPLAR - - Dieser Jahresabschluss ist ausschließlich in Papierform maßgeblich - PIER Tempo Zeitarbeit GmbH Hamburg PIER Tempo Zeitarbeit GmbH Hamburg Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 - ANSICHTSEXEMPLAR - Ausfertigung von I Anlagen 1 JAHRESABSCHLUSS 1.1 Bilanz zum 31. Dezember 2012 1.2 Gewinn- und Verlustrechnung

Mehr

Grundlagen des Konzernabschlusses Die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses III Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises

Grundlagen des Konzernabschlusses Die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses III Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises Konzernabschluss nach HGB und IFRS Prof. Dr. Stefan Thiele Bergische Universität Wuppertal Fachbereich B - Schumpeter School of Business and Economics Bergische Universität Wuppertal Gaußstraße 20 42119

Mehr

Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen

Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen KA Konzernabschluss 5 Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen Übersicht Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen Gegenstand und Aufgabe Technik Kontrollfragen Fallbeispiele 2014 Prof.

Mehr

Fünfte OekoGeno Solar GmbH & Co. KG Herrenstr. 45, 79098 Freiburg

Fünfte OekoGeno Solar GmbH & Co. KG Herrenstr. 45, 79098 Freiburg Bilanz Aktiva 2013 in A. Anlagevermögen I. Sachanlagen 1. technische Anlagen und Maschinen 1.774.322,49 1.883.271 Summe Anlagevermögen 1.774.322,49 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mehr

Konzern. Dr. Bernhard Spitzbart Konzernrechnungslegung Wertorientierte Beratung und Training

Konzern. Dr. Bernhard Spitzbart Konzernrechnungslegung Wertorientierte Beratung und Training Konzern = Zusammenfassung rechtlich selbständiger Unternehmen unter der einheitlichen Leitung und/oder dem beherrschenden Einfluss einer Muttergesellschaft. Notwendigkeit eines Konzernabschlusses Vermeidung

Mehr

Teilgebiet: Bilanzpolitik. a) Welche grundsätzlichen Ziele können mit Bilanzpolitik verfolgt werden?

Teilgebiet: Bilanzpolitik. a) Welche grundsätzlichen Ziele können mit Bilanzpolitik verfolgt werden? Vorleistungsklausur im Wahlpflichtfach Rechnungswesen im WS 2005/2006 Seite 1/6 Teilgebiet: Bilanzpolitik Aufgabe 1 (20 Punkte) a) Welche grundsätzlichen Ziele können mit Bilanzpolitik verfolgt werden?

Mehr

Klausur Konzernbilanzen am 24. Februar 2011

Klausur Konzernbilanzen am 24. Februar 2011 Prof. Dr. Horst Zündorf Klausur Konzernbilanzen am 24. Februar 2011 Es sind sämtliche Aufgaben zu bearbeiten. Hilfsmittel: Taschenrechner, HGB Aufgabe 1 Die A-AG bilanziert zum 31.12.02 eine Forderung

Mehr

Präsentation im Rahmen des Wirtschaftsprüfungsseminars Fallstudien zur Konzernrechnungslegung nach HGB und IAS

Präsentation im Rahmen des Wirtschaftsprüfungsseminars Fallstudien zur Konzernrechnungslegung nach HGB und IAS Präsentation im Rahmen des Wirtschaftsprüfungsseminars Fallstudien zur Konzernrechnungslegung nach HGB und IAS Thema: Vollkonsolidierung I: Kapitalkonsolidierung nach Neubewertungs- und Buchwertmethode

Mehr

Dr. Carsten Wittenbrink Stand: 04.05.2003

Dr. Carsten Wittenbrink Stand: 04.05.2003 Dr. Carsten Wittenbrink Stand: 04.05.2003 Aufgaben und Fragen zur Vorlesung Grundlagen der Konzernrechnungslegung (einschließlich bisher gestellter Klausuraufgaben) Lösungsvorschläge zu vielen der folgenden

Mehr

und Prüfung, Bd. I, 6. Aufl., Stuttgart 2013 (zusammen mit Dr. Heusinger

und Prüfung, Bd. I, 6. Aufl., Stuttgart 2013 (zusammen mit Dr. Heusinger Veröffentlichungen Eigenständige Schriften: Konzernrechnungslegung in Frage und Antwort, Arbeitsbuch zu Küting / Weber "Der Konzernabschluß", Stuttgart 1993. Die Konzernanschaffungs- und Konzernherstellungskosten

Mehr

Erstkonsolidierung des Konzerns Stadtwerke Münster GmbH. Themenworkshop Gesamtabschluss Arnim Schneidereit 19.06.2008 Detmold

Erstkonsolidierung des Konzerns Stadtwerke Münster GmbH. Themenworkshop Gesamtabschluss Arnim Schneidereit 19.06.2008 Detmold Erstkonsolidierung des Konzerns Stadtwerke Münster GmbH Themenworkshop Gesamtabschluss Arnim Schneidereit 19.06.2008 Detmold Erstkonsolidierung des Konzerns Themenübersicht: Entstehen des Konzerns Erstkonsolidierung

Mehr

Master - Prüfung. Klausur zur Vorlesung und Übung Konzernrechnungslegung nach HGB o. Univ.-Prof. Dr. rer. pol.

Master - Prüfung. Klausur zur Vorlesung und Übung Konzernrechnungslegung nach HGB o. Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Wirtschaftswissenschaftliches Prüfungssekretariat der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Master - Prüfung Klausur zur Vorlesung und Übung Konzernrechnungslegung nach HGB 21.02.2012 o. Univ.-Prof.

Mehr

Veränderungen in Handels- und Steuerbilanz unter Berücksichtigung des Bilanzmodernisierungsgesetzes BilMoG

Veränderungen in Handels- und Steuerbilanz unter Berücksichtigung des Bilanzmodernisierungsgesetzes BilMoG Veränderungen in Handels- und Steuerbilanz unter Berücksichtigung des Bilanzmodernisierungsgesetzes BilMoG Handelsbilanz und Steuerbilanz Handelsbilanzen sind die grundlegenden Bilanzen, die nach dem Handelsrecht

Mehr

Der Konzernabschluß nach HGB, IAS und US-GAAP

Der Konzernabschluß nach HGB, IAS und US-GAAP Der Konzernabschluß nach HGB, IAS und US-GAAP Von Thomas Schildbach unter Mitarbeit von Patricia Feldhoff, Michael Feldhoff, Jens-Peter Kählert, Stefan Koenen und Bernd Lutter 6., überarbeitete und erweiterte

Mehr

Konzernrechnungslegung

Konzernrechnungslegung Konzernrechnungslegung Vorlesung mit integrierter Übung Dipl.-Kfm. WP StB Karl Petersen Dipl.-Kfm. StB Dr. Christian Zwirner TU Ilmenau Sommersemester 2010 1 Inhalte der Veranstaltung 1. Grundlagen der

Mehr

HGB direkt. E-DRS 30: Kapitalkonsolidierung

HGB direkt. E-DRS 30: Kapitalkonsolidierung www.pwc.de Update zu aktuellen Entwicklungen des HGB HGB direkt Ausgabe 3, März 2015 E-DRS 30: Kapitalkonsolidierung Aktueller Anlass Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat am 12. März 2015 E-DRS 30 Kapitalkonsolidierung

Mehr

Konzernrechnungslegung für kommunale Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Konzernrechnungslegung für kommunale Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen Konzernrechnungslegung für kommunale Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen Verfasser: Bernhard Köhler Inhaltsübersicht Seite 1. Grundlagen, Bedeutung und Zwecke des Konzernabschlusses für kommunale Krankenhäuser

Mehr

Entnommen aus: Meyer, Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht, NWB Verlag, 26. Auflage 2015. ÿ nwb STUDIUM

Entnommen aus: Meyer, Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht, NWB Verlag, 26. Auflage 2015. ÿ nwb STUDIUM Meyer, Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht - Arbeitshilfen 26.. Auflage 2015 - Um Ihnen die Lösung der Aufgaben zu erleichtern, wurden für einzelne Aufgaben Arbeitshilfen entwickelt, die Sie aufrufen

Mehr

Bilanzierung für Weiterbildung und Praxis

Bilanzierung für Weiterbildung und Praxis www.nwb.de NWB Bilanzbuchhalter IFRS Trainingsfälle Bilanzierung für Weiterbildung und Praxis Herausgegeben von Diplom-Kaufmann Bernward Dölle und Diplom-Kaufmann Dr. Carsten Bruns Bearbeitet von Diplom-Kaufmann

Mehr

Certified Junior Accountant

Certified Junior Accountant Erstellen von Abschlüssen nach nationalem Recht Martin Weber Fachgebiet: Bilanz Lehrbrief 1 Bestandteile des Jahresabschlusses Ansatz- und Bewertungsgrundsätze Vermögensgegenstände und Wirtschaftsgüter

Mehr

Die Bewertung des Unternehmens erfolgt aus Sicht des Eigentümers. Die Renditeforderung vor Steuern beträgt für den gesamten Planungszeitraum

Die Bewertung des Unternehmens erfolgt aus Sicht des Eigentümers. Die Renditeforderung vor Steuern beträgt für den gesamten Planungszeitraum 1 Probeklausuraufgabe (30 Punkte) Berechnen Sie den Unternehmenswert der Hamburger Test-AG nach dem WACC- Verfahren anhand der nachfolgenden Informationen. Gehen Sie von einer Detailplanungsphase von 3

Mehr

Fresenius Versicherungsvermittlungs GmbH Bad Homburg v.d.höhe. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Fresenius Versicherungsvermittlungs GmbH Bad Homburg v.d.höhe. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 Bad Homburg v.d.höhe Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 Bilanz zum 31. Dezember 2012 Fresenius Versicherungsvermittlungsges. mbh, Bad Homburg A K T I V A Anhang 31.12.2012 31.12.2011 ( Tz ) EUR EUR

Mehr

Vorbereitung auf den NKF Gesamtabschluss

Vorbereitung auf den NKF Gesamtabschluss Vorbereitung auf den NKF Gesamtabschluss Referent: Dipl.-Kfm. Michael Engels Wirtschaftsprüfer / Steuerberater Seite 1 Agenda Der Anlass Die gesetzlichen Fristen (NKF) Die Ausgangssituation Die Ziele Der

Mehr

9-Monats-Konzernabschluss zum 30.09. 2006 nach HGB. der. wallstreet:online AG, Berlin

9-Monats-Konzernabschluss zum 30.09. 2006 nach HGB. der. wallstreet:online AG, Berlin 9-Monats-Konzernabschluss zum 30.09. 2006 nach HGB der wallstreet:online AG, Berlin Inhaltsverzeichnis 9-Monats-Konzernabschluss zum 30.09.2006 - Bilanz Blatt 1 - Gewinn- und Verlustrechnung Blatt 2 -

Mehr

Ergebnisverwendungsvorschlag/-beschluss mit Jahresergebnis Schutzklausel, wenn sich Gewinnanteile an natürliche Personen feststellen. 325 Abs.

Ergebnisverwendungsvorschlag/-beschluss mit Jahresergebnis Schutzklausel, wenn sich Gewinnanteile an natürliche Personen feststellen. 325 Abs. I. spflichtige Unterlagen und Checkliste Kleine GmbH Mittelgroße GmbH Große GmbH Jahresabschluss unter Jahresanschluss unter Jahresabschluss Inanspruchnahme der s-/serleichterungen Inanspruchnahme der

Mehr

Sevenval GmbH, Köln. Bilanz zum 31. Dezember 2011

Sevenval GmbH, Köln. Bilanz zum 31. Dezember 2011 I Bilanz zum 31. Dezember 2011 AKTIVA PASSIVA A. Anlagevermögen A. Eigenkapital I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.768,71 28.561,22 I. Gezeichnetes Kapital 66.420,00 66.420,00 II. Sachanlagen 154.295,57

Mehr

Muster AG. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Muster AG. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 edirekt Bekanntmachungstext im Elektronischen Bekanntmachungstext in www.ebundesanzeiger.de Muster AG Berlin Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2006

Mehr

CLOUD N 7 GmbH (vormals: Baufeld 7 Grundstücksgesellschaft mbh) Stuttgart

CLOUD N 7 GmbH (vormals: Baufeld 7 Grundstücksgesellschaft mbh) Stuttgart CLOUD N 7 GmbH (vormals: Baufeld 7 Grundstücksgesellschaft mbh) Stuttgart Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 Baufeld 7 Grundstücksgesellschaft mbh, Stuttgart B I L A N Z zum 31. Dezember 2012 A K T

Mehr

SQ IT-Services GmbH, Schöneck. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012

SQ IT-Services GmbH, Schöneck. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 SQ IT-Services GmbH, Schöneck Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 Bilanz zum 31. Dezember 2012 AKTIVA PASSIVA 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011

Mehr

IWW Studienprogramm. Aufbaustudium. Modul XIII: Internationale Rechnungslegung. Lösungshinweise zur 2. Musterklausur

IWW Studienprogramm. Aufbaustudium. Modul XIII: Internationale Rechnungslegung. Lösungshinweise zur 2. Musterklausur Institut für Wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Weiterbildung GmbH Institut an der FernUniversität in Hagen IWW Studienprogramm Aufbaustudium Modul XIII: Internationale Rechnungslegung zur 2. Musterklausur

Mehr

White Paper WINLine "BilMoG"

White Paper WINLine BilMoG White Paper WINLine "BilMoG" Copyright 2011 Seite 2 Inhaltsverzeichnis 1. WINLine "BilMoG"...3 1.1. Einführung...3 1.2. Formale Änderungen der Bilanzerstellung durch BilMoG...3 1.3. Wesentliche Änderungen

Mehr

FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim

FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim FUCHS FINANZSERVICE GMBH, Mannheim Bilanz zum 31. Dezember 2013 A k t i v a A. Anlagevermögen 31.12.2013 31.12.2012 EUR EUR EUR EUR Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 2.091.416,92 2.409.416,92

Mehr

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2007/2008

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2007/2008 15.02.2008 Dr. Ernst Ulrich Dobler Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Klausur Bilanzkunde WS 2007/2008 Beantworten Sie alle der folgenden Fragen durch Ankreuzen der

Mehr

Vorlesung Rechnungslegung im Sommersemester 2003. Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Vorlesung Rechnungslegung im Sommersemester 2003. Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Vorlesung Rechnungslegung im Sommersemester 2003 Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Vorlesung im Sommersemester 2003 Rückblick 3. Der Jahresabschluss im einzelnen

Mehr

Der Konzernabschluss nach Handelsgesetzbuch (HGB) und International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss nach Handelsgesetzbuch (HGB) und International Financial Reporting Standards (IFRS) www.boeckler.de September 2011 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Der Konzernabschluss nach Handelsgesetzbuch (HGB) und International Financial Reporting Standards (IFRS) Kapitel 5 Konsolidierungsmaßnahmen

Mehr

Fallstudien zur Konzernrechnungslegung nach HGB und IAS. Thema 4 Vollkonsolidierung II: Folge- und Endkonsolidierung

Fallstudien zur Konzernrechnungslegung nach HGB und IAS. Thema 4 Vollkonsolidierung II: Folge- und Endkonsolidierung Fallstudien zur Konzernrechnungslegung nach HGB und IAS Thema 4 Vollkonsolidierung II: Folge- und Özkan Sanverdi Jens Blümling Alexey Khrisanfov Agenda 1. 2. 3. Verrechnung des Geschäfts- oder Firmenwerts

Mehr

Vorkurs 2: Grundlagen der Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung Teil II

Vorkurs 2: Grundlagen der Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung Teil II Vorkurs 2: Grundlagen der Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung Teil II Aufstellungspflicht und Konsolidierungskreis beim Konzernabschluss nach HGB Sachverhalt: Die A AG (mit Sitz in Deutschland)

Mehr

IFRS: Konzernabschluss

IFRS: Konzernabschluss IFRS: Konzernabschluss Konsolidierung und Konzernspezifika Von Dr. Frank Peter Peffekoven Thomas Chrismann ERICH SCHMIDT VERLAG Geleitwort des Herausgebers Die Konzernbilanzierung nach IFRS hat in Deutschland

Mehr

Fall 4: Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen

Fall 4: Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen Fall 4: Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen Erstkonsolidierung Sachverhalt: Die JOGU Automotive GmbH, Mainz, erwirbt zum 31. 12. 2014 von einem Großaktionär 75% der Aktien (= 750 000 Stück) der

Mehr

Überblick Jahresabschluss

Überblick Jahresabschluss Bewertung Erstbewertung Folgebewertung Anschaffungskosten Herstellungskosten planmäßig Abschreibungen außerplanmäßig Zuschreibungen Ausweis Aktivseite Aktivierungsgrundsatz Aktivierungsverbote Aktivseite

Mehr

initplan GmbH Karlsruhe Jahresabschluss und Anhang

initplan GmbH Karlsruhe Jahresabschluss und Anhang initplan GmbH Karlsruhe Jahresabschluss und Anhang 31. Dezember 2012 initplan GmbH, Karlsruhe Anhang für das Geschäftsjahr 2012 I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde

Mehr

w i r e c a r d e i n z e l a b s c h l u s s beteiligungs 3 1. d e z e m b e r 2 0 0 9 g m b h

w i r e c a r d e i n z e l a b s c h l u s s beteiligungs 3 1. d e z e m b e r 2 0 0 9 g m b h w i r e c a r d Beteiligungs g m b h e i n z e l a b s c h l u s s 3 1. d e z e m b e r 2 0 0 9 B I L A N Z zum 31. Dezember 2009 Wire Card Beteiligungs GmbH AKTIVA 31.12.2009 31.12.2008 EUR EUR EUR A.

Mehr

Erstmalige Aufstellung von Konzernabschlüssen nach den Vorschriften des RLG ausgewählte Fragen

Erstmalige Aufstellung von Konzernabschlüssen nach den Vorschriften des RLG ausgewählte Fragen Fachgutachten-RL.qxd 23.01.2007 20:36 Seite 1 Richtlinie des Instituts Österreichischer Wirtschaftsprüfer Erstmalige Aufstellung von Konzernabschlüssen nach den Vorschriften des RLG ausgewählte Fragen

Mehr

Das neue HGB. Vorbereitung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) Kurzkommentierung. Von Dr. Thomas Padberg und Prof. Dr.

Das neue HGB. Vorbereitung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) Kurzkommentierung. Von Dr. Thomas Padberg und Prof. Dr. Das neue HGB Vorbereitung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) Kurzkommentierung Von Dr. Thomas Padberg und Prof. Dr. Thomas Werner ERICH SCHMIDT VERLAG Bibliografische Information der Deutschen

Mehr

Fall 4: Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen

Fall 4: Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen Fall 4: Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen Erstkonsolidierung Sachverhalt: Die JOGU Automotive GmbH, Mainz, erwirbt zum 31. 12. 2010 von einem Großaktionär 75 % der Aktien (= 750 000 Stück) der

Mehr