Chancen überbetrieblicher Ausbildung für Jugendliche und Unternehmen. Projektvorstellung Frauenpower im Vogtland

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1 Chancen überbetrieblicher Ausbildung für Jugendliche und Unternehmen Projektvorstellung Frauenpower im Vogtland Frank Lammer Leiter Berufsbildungszentrum Fördergesellschaft für berufliche Bildung Dobenaustraße 80, Plauen

2 Fakten zur Fördergesellschaft: gegründet: am 1. Januar 1991 Rechtsform: eingetragener gemeinnütziger Verein Anzahl der Beschäftigten: 65 vorhandene Ausbildungsplätze in Theorie und Praxis: ca. 600 wir sind Freier Träger der Jugendhilfe Unser Dienstleistungsangebot umfasst: Berufspraktische Erstausbildung in 36 anerkannten Ausbildungsberufen mit IHK-Abschluss Überbetriebliche Ausbildung für Auszubildende der Unternehmen im Lehrgangssystem (Verbundausbildung) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen Fortbildung von Fachkräften, Meistern und Mitarbeitern des mittleren Management Bildungsberatung Internatsunterbringung und betreutes Wohnen im Weiterbildung im Rahmen des Programms der Plauen

3 Ausgangssituation im Vogtland: Der demografische Wandel schlägt voll zu. die Zahl der Jugendlichen, die sich für eine Berufsausbildung in einem gewerblichen Beruf entscheiden ist gegenüber dem vergangenen Jahrzehnt extrem zurückgegangen die Zahl der Jugendlichen mit schulischen und sozialen Problemen ist trotzdem quasi konstant in vielen Unternehmen der Region weist das Personal einen hohen Altersdurchschnitt auf, mittelfristig ist eine Ruhestandswelle zu erwarten (siehe Studie von 2013 der Stiftung Arbeit und Leben e.v. für Unternehmen des Branchenverbandes Plauener Spitze ) Konflikt: Personalbedarf Personalangebot

4 Eine Lösungsmöglichkeit für den Konflikt: Stärkere Nutzung des Arbeitskräftepotenzials der Jugendlichen, die bisher den Weg in die Unternehmen nur schwer oder nicht geschafft haben Wie kann das funktionieren? Nutzung des bestehenden Netzes an Bildungsund Fördermaßnahmen für Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen Welche geeigneten Maßnahmen gibt es??? Wie kann ich Sie nutzen?

5 Welche Maßnahmen gibt es? 1. Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) nach 51 und 53 SGB III Berufsorientierung und Berufswahlentscheidung Erlangen von zertifizierten Teilqualifikationen betriebliche Praktika/arbeitsplatzbezogene Einarbeitung allgemeiner Grundlagenbereich nachträglicher Erwerb des Hauptschulabschlusses (2. Chance!!!!) Sprachförderung Bewerbungstraining Grundlagenqualifizierung IT- und Medienkompetenz Ziel: Vermittlung in Ausbildung und Arbeit Bildungsbegleiter: kontinuierlicher Ansprechpartner für den Jugendlichen, unabhängig davon, in welcher Phase und an welchem Ort er sich gerade befindet.

6 Welche Maßnahmen gibt es? 2. Behindertenspezifische Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB Reha) nach 117 Abs. 1 S.1 Nr. 1b i.v.m. 51 und 53 Sozialgesetzbuch Drittes Buch - SGB III gleiche Teilschritte wie bei BvB, aber Betreuung durch speziell ausgebildete Reha-Fachkräfte Berücksichtigung der spezifischen Behinderung, die sich vom psycho-sozialen Bereich bis zur physischen Behinderung erstrecken kann Chancen für kleine, familiär geführte Firmen, da bei erfolgreicher Einbindung des Jugendlichen (Praktika) die Bindung an das Unternehmen erfahrungsgemäß groß ist Bildungsbegleiter: kontinuierlicher Ansprechpartner für den Jugendlichen, unabhängig davon, in welcher Phase und an welchem Ort er sich gerade befindet.

7 Welche Maßnahmen gibt es? 3. BaE - Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen nach 76 ff Sozialgesetzbuch Dritten Buches (SGB III) sowie 16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Zweiten Buches (SGB II) i. V. m. 76 ff SGB III/2013 vollwertige Berufsausbildung mit IHK-Abschluss Lernprobleme werden durch zusätzlichen Stütz- und Förderunterricht beim Bildungsträger kompensiert sozialen Hemmnissen wird durch sozialpädagogische Betreuung beim Träger begegnet für berufspraktische Ausbildung wird ein fester Betrieb gewonnen (betriebliche Ausbildungsphase), der über die gesamte Lehrzeit der Partner des Azubi ist und den Azubi wie seinen Eigenen führt Übernahme ist möglich Hilfen kommen vom Träger (z.b.stütz- & Förderunterricht, soz.-päd. Betreuung, Beratung) Sozialpädagoge: kontinuierlicher Ansprechpartner für den Jugendlichen, und Betrieb, Hilfen in jeder Lebenslage

8 Welche Maßnahmen gibt es? 4. REHA- Berufsausbildung nach 117 Abs. 1 S 1 Nr. 1b Sozialgesetzbuch (SGB III) vollwertige Berufsausbildung mit IHK-Abschluss gleiche Teilschritte wie bei BaE, aber Betreuung durch speziell ausgebildete Reha-Fachkräfte und Sozialpädagogen Berücksichtigung der spezifischen Behinderung, die sich vom psycho-sozialen Bereich bis zur physischen Behinderung erstecken kann Vorauswahl für die Berufsfelder erfolgt meist über die Arbeitsagentur somit ist die körperliche Machbarkeit für den jeweiligen Beruf meist gegeben Chancen für kleine, familiär geführte Firmen - Bindung des Jugendlichen an das Unternehmen Betrieb kann sich seinen Azubi nahezu kostenfrei heranbilden, Hilfen kommen vom Träger

9 Typische Anfrage eines Unternehmers: ich habe einen eigenen Auszubildenden in meinem Unternehmen. Er ist aber nicht ausreichend motiviert, seine schulischen Leistung sind nicht optimal und eigentlich haben wir im Betrieb oft nicht ausreichend Zeit ihm alles immer wieder zu erklären

10 Lösung für Unternehmen und betriebliche Auszubildende: 5. Verbundausbildung - überbetriebliche Ausbildung für Auszubildende der Unternehmen im Lehrgangssystem Ausbildung in modernen Werkstätten mit industrietypischer Technik erfahrene Lehrausbilder/Meister mit direktem Kontakt in viele Unternehmen Zeit zum Üben auch mal durch Fehler lernen können passgenaues Training typischer Arbeits- und Handlungsabläufe Bezug Praxis zur Fachtheorie ist kontinuierlich vorhanden, dadurch nachhaltigere Kenntnisse und Fertigkeiten optimale Prüfungsvorbereitung in Theorie und Praxis freie Dienstleistung, Kosten können für KMU durch SAB gefördert werden

11 Wie kann ich als Unternehmer diese Möglichkeiten Nutzen? 1. Kontaktaufnahme mit dem Bildungsträger Praktika, betriebliche Ausbildungsphasen als Chance nutzen Bildungsträger als Netzwerkpartner bei der Personalentwicklung nutzen 2. Arbeitgeberservice AfA nutzen gezielt auf die Bereitschaft der Zusammenarbeit bei geförderter Ausbildung hinweisen 3. Praktikumsanfragen von Jugendlichen ernst nehmen bei den BvB-Maßnahmen ist eine sehr flexible Planung der Praktika möglich wenn es doch Probleme mit dem Teilnehmer gibt kann sofort der Bildungsbegleiter hinzugezogen werden

12 Fazit: Mit Toleranz, Geduld, aber auch Konsequenz und Kreativität kann es gelingen aus einer für Jugendliche und Unternehmer ungünstigen Lage eine echte Win win Situation zu schaffen. Die Infrastruktur dafür ist vorhanden und wird von Ihren Steuergeldern finanziert. Warum sollten Sie dies nicht für sich nutzen? -Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit -

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