Titel der Präsentation Präsentation KABO 5. November 2015 Untertitel der Präsentation Erhebung des individuellen Betreuungsbedarfes (IBB) 2.

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1 Titel der Präsentation Präsentation KABO 5. November 2015 Untertitel der Präsentation Erhebung des individuellen Betreuungsbedarfes (IBB) 2. Mai 2013

2 Wer bin ich? Name: Topias Issakainen Alter: 41 Jahre / Zivilstand: verheiratet 1 Kind Bildungshintergrund: Abschluss in Politikwissenschaften und betriebswirtschaftliche Weiterbildung Werdegang in den letzten 12 Jahren: - Schweiz. Ausgleichskasse, Genf - Hospice général (öffentliche Sozialhilfe), Genf - Bundesamt für Sozialversicherungen, Geschäftsfeld IV, Bern (Spezialgebiet: Kontraktmanagement) - Projektleiter Einführung IBB, Kt. AG, BKS Abteilung SHW - ab : Leiter Fachstelle Betreuung und Pflege, Kt. SO 2

3 Was ist IBB? IBB ist als Erhebungsinstrument für den Betreuungsbedarf "nur" ein Element des Umsetzungsmodells zum Bundesgesetz über die Institutionen zur Förderung der Eingliederung Invalider Personen (IFEG) der Kantone der SODK Ost +, welches aus drei Bestandteilen besteht: 1.) Qualität (Qualitätsrichtlinien der SODK Ost+) 2.) Finanzierung 3.) Bedarfserhebung, Angebotsplanung 3

4 Zielsetzung IBB [keine Defizitfinanzierung, sondern pauschale Finanzierung / keine Objektfinanzierung, sondern subjektorientierte Finanzierung] - Leistungen transparent und vergleichbar machen sowie - Grundlagen für eine leistungsorientierte Finanzierung schaffen Vorgehen: Der Betreuungsaufwand wird in Punkten quantifiziert und diese Punkte führen zu fünf IBB-Stufen. Diese ermöglichen, bedarfsgerechte Leistungen mit ähnlich hohem Betreuungsaufwand zu gruppieren. 4

5 mögliche Finanzierungsformen: Dreiecksverhältnis in der sozialen Leistungserbringung: Leistungsbesteller (Kanton, Gemeinde etc.) Leistungsnutzende (Versicherte, Klienten etc.) Leistungserbringer (Institution, Heim etc.) - Objektfinanzierung - Subjektfinanzierung - subjektorientierte (Objekt-)Finanzierung IBB verstärkt die Subjektorientierung. 5

6 IBB dient der Finanzierung der Leistungen IBB-Einstufungssystem: - fokussiert auf die Leistungen der Betreuenden - bildet nicht die Typologien der betreuten Person ab - Erfassungsinstrument des aktuell notwendigen Betreuungsbedarfs eines Menschen mit Behinderung - kein sozialpädagogisches Konzept - kein Förderplanungsinstrument - kein Klassifikationsinstrument 6

7 Erhebung des individuellen Betreuungsbedarfs: Der Betreuungsbedarf wird mittels Indikatorenrastern erfasst. Ein Raster für Tagesstruktur und ein Raster für das Wohnen. Es gibt in beiden Bereichen einen Raster für: betreute Personen mit geistiger Behinderung und/oder körperlicher Behinderung (GB und/oder KB); betreute Personen mit psychischer Behinderung und/oder Suchtbehinderung (PB und/oder SB). Die Einrichtung entscheidet, welches IBB- Indikatorenraster für die betreute Person angewendet wird. Die Wahl des IBB-Indikatorenrasters muss in ihrer Begründung nachvollziehbar sein. Die Einrichtungen führen die Einschätzung durch und sind für die Kommunikation mit den betreuten Personen besorgt. Der Kanton (Abteilung SHW) überprüft die Erhebungen und stellt eine einheitliche Anwendung sicher. 7

8 IBB-Einstufungen Die Einstufung mit den IBB- Indikatorenrastern ergibt eine Anzahl von IBB- Punkten pro betreute Person. Die Punktzahl bestimmt die IBB-Stufe. Im Vergleich mit der Einstufung der Hilflosigkeit (HILO-Einstufung) ergibt sich die Gesamteinstufung des Betreuungsbedarfs pro Person. Die jeweils höhere Einstufung gilt als Gesamteinstufung. Abbildung: Systematik des IBB- Einstufungssystems im Bereich Wohnen 8

9 Stand Kanton Aargau: Im Mai wird jeweils eine Vollerhebung des IBB für alle Personen durchgeführt, die ein stationäres Angebot in einer Einrichtung in Anspruch nehmen (mit wenigen Ausnahmen: beispielsweise die Wohnschulen der Pro Infirmis). Es wurden bisher drei Vollerhebungen durchgeführt: 2013, 2014 und Jede Einrichtung hat eine Rückmeldung erhalten (allg. und spezifischer Teil). Die Datenqualität ist insgesamt zufriedenstellend. Es fällt aber auf, dass die Einstufungen von Jahr zu Jahr gestiegen sind; d.h. entweder ist der Betreuungsbedarf der Klientinnen und Klienten gestiegen oder aber es wurden mehr Punkte vergeben. Nächster Schritt: Es muss eine Qualitätssicherung der Ratings durch den Kanton implementiert werden (2016 / 2017). 9

10 Finanzierung (Modell) 10

11 Anforderungen Finanzierung Zuteilung Kosten Wohn- und Tagesstruktur Zuteilung Kosten Objekt- oder Betreuungsanteil Zuteilung Kosten verschiedene Leistungsbereiche Berechnung der Pauschalen (Grundlage Steuerung) 11

12 Berechnung Pauschalen: Eine Pauschale pro Leistungsart (beispielsweise betreutes Wohnen: Kostenträger in Kostenrechnung) früher (heute): Durchschnittspauschale Kosten / (Anzahl Plätze x Verrechnungseinheit) x geforderte Auslastung in Zukunft: abgestufte IBB Pauschale: Objektkosten / (Anzahl Plätze x Verrechnungseinheit) x geforderte Auslastung + Betreuungskosten / Gesamt- IBB Score Einrichtung x Punkte für Stufe Basis für die Berechnung: IBB- Erhebung und Kostenrechnung der Einrichtungen IBB 0 15 Punkte IBB 1 30 Punkte IBB 2 50 Punkte IBB 3 70 Punkte IBB 4 85 Punkte 12

13 Erhebung Einstufung Finanzierung IBB 0 IBB 1 IBB 2 IBB 3 IBB 4 Anzahl Bewohner Aufenthaltstage pro Jahr Punkte pro Aufenthaltstag IBB Punkte 50' ' ' ' '200 IBB Punkte Total 1'900'800 1 Wohnbereich mit abgestuften aus der Kostenrechnung: Betreuungskosten Objektkosten TOTAL Kosten IBB 0-4 Wohnen 6'863'943 3'749'703 10'613'646 Anrechenbare Erlöse 494'685 Anrechenbare Nettokosten 10'118'961 IBB Punkte total (Mengengerüst) 1'900'800 Betreuungskosten pro Punkt 3.61 Anzahl Aufenthaltstage 41'760 Objektkosten./. Erlöse p.tag CHF pro Tag: IBB 0 Betreuung 10 Punkte IBB 1 Betreuung 30 Punkte IBB 2 Betreuung 50 Punkte IBB 3 Betreuung 70 Punkte IBB 4 Betreuung 90 Punkte Kalkulationsbeispiel IVSE-Pauschale abgestuft IBB 0 Betreuung und Pension IBB 1 Betreuung und Pension IBB 2 Betreuung und Pension IBB 3 Betreuung und Pension IBB 4 Betreuung und Pension CHF pro Monat: 3' ' ' ' '

14 Stand Kanton AG Die Kostenrechnungen der Einrichtungen wurden erstmals 2014 (Budgetzahlen 2015) auf einem standardisierten Betriebsabrechnungsbogen (BAB) erhoben. Es bestehen derzeit noch grosse Unterschiede zwischen den auf der Basis der IBB- Erhebung 2015 und Budgetzahlen 2015 berechneten Pauschalen werden im Hinblick auf die Berechnung der Pauschalen 2017 bereits bessere Grundlagen vorliegen. Im November finden gemischte Arbeitsgruppen zwischen Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen, Betroffenenorganisationen und der SHW statt, um einerseits den Prozess der Bedarfsanalyse und Angebotsplanung und andererseits die Grundlagen und Prozesse zur Steuerung zu besprechen. Zu den auf dieser Grundlage überarbeiteten Dokumente wird im Frühjahr 2016 eine breite Konsultation bei allen Einrichtungen durchgeführt. 14

15 FRAGEN? 15

16 16

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