Leitfaden Vorträge und Präsentation

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1 Leitfaden Vorträge und Präsentation 10 Schritte zur erfolgreichen Durchführung eines Vortrages Heinke Schlünzen

2 Vorbemerkung Die nachfolgenden Folien sind aus dem Seminar Vorträge und Präsentation hervorgegangen, das am Meteorologischen Institut der Universität Hamburg zwischen 1995 und 1999 mehrfach stattgefunden hat. Die Erfahrungen zu typischen Problemen beruhen auf diesem Seminar und sind sicher nicht für jede/n zutreffend. Das vorliegende Material soll helfen, einen eigenen Weg für eine erfolgreiche Präsentation zu finden. Dabei gibt es zwei wichtige Grundregeln: Schreibe weniger auf die Folie als Du am liebsten hättest! Vergiss Deine Persönlichkeit nicht im Vortrag, denn sonst kann auch eine Maschine die Präsentation ganz ohne Dich durchführen.

3 Typische Schwierigkeiten (I) den Anfang finden Selbstvertrauen, Selbstsicherheit (Schritt 1) den Anfang bei der Vorbereitung finden Motivation (Schritt 2) Literatursuche Thema inhaltlich bearbeiten (Schritt 4) Aufbereitung der Literatur die Auswahl des wesentlichen Materials Thema inhaltlich bearbeiten (Schritt 4) Vortragsstruktur festlegen (Schritt 5)

4 Typische Schwierigkeiten (II) den roten Faden geben Vortragsstruktur festlegen (Schritt 5) Medien wählen Material Aufbereitung des Schaumaterials den Anfang des Vortrages finden Material Vortragstechnik den roten Faden beibehalten Vortragstechnik

5 1. Selbstvertrauen, Selbstsicherheit (-) Ereignisse und ihre möglichen Folgen: Negative Erfahrungen mit der Umgebung Ereignisse Negative Erfahrungen bei der Selbstdarstellung Negative Erfahrungen mit Vorträgen + Zweifel an der eigenen Lernfähigkeit = Reduziertes Selbstvertrauen

6 1. Selbstvertrauen, Selbstsicherheit (+) Veränderte Reaktion auf Ereignisse und die Folgen: Negative Erfahrungen mit der Umgebung Ereignisse Negative Erfahrungen bei der Selbstdarstellung Negative Erfahrungen mit Vorträgen + Kritik bewerten: konstruktive Kritik positiv sehen, destruktive Kritik verwerfen! + Kritik verarbeiten und umsetzen = Gestärktes Selbstvertrauen verminderte Nervosität

7 2. Motivation I. Bewußtsein über eigene Ziele herstellen II. Prüfen, ob der Vortrag dem Erreichen der eigenen Ziele dient III. Entscheidung fällen! IV. Dazu stehen!!!!

8 3. Thema festlegen / auswählen Vorhandenes Material und Wissen prüfen Zu den eigenen Zielen passendes Thema auswählen Zielgruppe beachten Was könnte sie interessieren? Welche fachlichen Voraussetzungen sind vorhanden? Vorbereitungszeit abschätzen Verfügbare Vortragsdauer erfragen

9 Zeitschätzung A) Vorbereitungszeit abschätzen B) Vortragsdauer abschätzen Schätzung der Menge (Quantitativ): Pro Folie Pro Abbildung Pro Gliederungsebene Pro zitierter Veröffentlichung Pro Vortragsminute Schätzung der Komplexität (Qualitativ) eng begrenztes Thema niedriger Aufwand kurze Vortragsdauer hoher Aufwand großes Vorwissen niedriger Aufwand

10 4. Thema inhaltlich bearbeiten Literatur suchen Literatur aufbereiten Gespräche mit Autoren/innen, Veranstalter/in, Kollegen/innen führen auf Fragen der Zuhörer/innen vorbereiten

11 5. Vortragsstruktur festlegen I. Gliederung des Vortrages erarbeiten (Einleitung, gegliederter Hauptteil, Zusammenfassung) II. Material (ppt, Filme, web-aufruf, Folien, Dias, Tafel,...) in Grobstruktur festlegen und Entwurf anfertigen III. Stichwortartige Regieanweisung für den Vortrag erstellen

12 Material Material Power-Point-Projektion Folien *) Materialgröße: Filme ppt-ausdruck als Handzettel mit 6 Folien auf eine Seite Wandtafel lesbar: ausreichende Größe Anfaßmaterial Experiment schriftliche Zusammenfassung (zum download im Web?) Aufbereitung des Materials Folien nicht zu voll Folien vorsortieren Schriftgröße wenigsten 16pt bei Schrifttyp Arial, Abbildungsgröße so, dass alle Beschritungen lesbar sind *) einheitliche Begriffe und Bezeichnungen Material vorab - während des Vortrages erstellen Material in einem Stil - in unterschiedlicher Weise einfarbig - bunt mit Rechner - mit der Hand Nutzungsrecht für das verwendete Material sicher stellen

13 6. Vortrag ausarbeiten Vortragsstruktur ausfüllen Material immer vollständig erläutern!!! Schätzung Vorbereitungszeit kontrollieren

14 Vortragstechnik (I) Vortragsinhalt vorbereiten Stichwortzettel Text auswendig lernen Text auf Tonträger (Videokamara) sprechen und Abspielen Beispiele zur Erläuterung Sprache Nicht zu schnell, nicht zu langsam Nicht zu monoton, nicht zu abwechslungsreich Laut sprechen Deutlich sprechen (unbekannte) Fremdworte erläutern oder vermeiden Hohe Stimmen sind schlechter hörbar als tiefe Stimmen, daher lauter sprechen

15 Vortragstechnik (II) Körperhaltung dem Publikum zugewandt, nicht abgewandt sein (Augenkontakt aufnehmen) Aufrechte Körperhaltung, um der Atmung freien Raum zu geben, gebückte Haltung behindert beim Sprechen Gestik muss zum Inhalt passen Zeigestock / Pointer am projizierten Bild zeigen ermöglicht Bildkontrolle nicht auf dem Computer zeigen Laserpointer nicht ins Publikum halten sicher ablegen

16 7. Vortrag üben (I) Probevorträge halten Zeit kontrollieren Aufzeichung abhören / ansehen Fragen erfinden (für die Diskussion) Generalprobe durchführen laut Sprechen Folien durchgehen mit Zuhörer/innen (evtl. auch mit einem Haustier)...

17 7. Vortrag üben (II) den Umgang mit den technischen Hilfsmitteln üben Projektor Pointer Mikrofon Licht Computer...

18 8. Ausruhen

19 9. Vortrag halten Ruhe bewahren auf den Vortrag konzentrieren das Publikum wahrnehmen, ggf. reagieren geschätzte Vortragsdauer kontrollieren

20 10. Resümee ziehen prüfen, ob der Vortrag dem Erreichen der eigenen Ziele diente und Schlußfolgerungen ziehen Zeitabschätzungswerte ggf. korrigieren, um zukünftig besser zu schätzen Selbstkritik verarbeiten und umsetzen Kritik der Zuhörer/innen bewerten, verarbeiten und umsetzen

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