ZUKUNFT DER MILCHWIRTSCHAFT UPDATE 2009

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "ZUKUNFT DER MILCHWIRTSCHAFT UPDATE 2009"

Transkript

1 S t u d i e i m A u f t r a g d e r H a n s - B ö c k l e r - S t i f t u n g ZUKUNFT DER MILCHWIRTSCHAFT UPDATE 2009 Hamburg, Mai 2009 Wilke, Maack und Partner wmp consult Schaarsteinwegsbrücke Hamburg

2 Projektleitung: Klaus Maack (Wilke, Maack und Partner) Projektbearbeitung: Kim Schütze (Wilke, Maack und Partner) Katrin Schmid (Wilke, Maack und Partner) Ina Drescher-Bonny (Wilke, Maack und Partner) Das Projekt wurde gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung und kofinanziert durch die Gewerkschaft NGG. 2

3 Inhalt 1. Einleitung 6 2. Entwicklungen auf dem Milchmarkt Veränderte Rahmenbedingungen auf dem Weltmarkt Milchpreisentwicklung in Deutschland Auswirkungen der EU-Agrarrefom 2005 auf den deutschen Milchmarkt Health Check Milchquotenregelung Milchverwertung und -mengen Strukturentwicklung Strukturwandel in Deutschland allgemein Stellung der deutschen Molkereien Export - und Importentwicklung Was wurde exportiert und importiert? Vollzogene und erwartbare Konzentrationsprozesse Beschäftigungssituation Allgemeine Beschäftigungsentwicklung Beschäftigungsstruktur in der Molkereiwirtschaft Ausblick und Perspektiven bis Milchmarkt Konsolidierungsprozesse in der Milchwirtschaft Exportentwicklung Perspektiven der Beschäftigungsentwicklung Zusammenfassung Quellenverzeichnis

4 Abbildungsverzeichnis Abb. 1: Die größten Milcherzeuger der Welt...10 Abb. 2: Verbraucherpreise für Milchprodukte, Getreideerzeugnisse und Fleischwaren im Vergleich, Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Abb. 3: Verbraucherpreisindex für Milch, Abb. 4: Betriebe der Milchverarbeitung in Deutschland Abb. 5: Entwicklung der Zahl der deutschen Molkereien nach Milchverarbeitungsmengen, Abb. 6: Regionale Milchdichte Milchproduktion nach Bundesländern in kg je ha landwirtschaftliche Nutzfläche (LF)...22 Abb. 7: Erzeugte und verarbeitete Milchmenge in den Bundesländern, 2007 im Vergleich...24 Abb. 8: Gesamtumsätze in der Milchverarbeitung im Jahresvergleich 2007/2008 in Deutschland...26 Abb. 9: Umsatz pro kg Milch in genossenschaftlichen und privaten Molkereien in Deutschland, 2003, 2006 und 2007 im Vergleich...27 Abb. 10: Exportquoten Milchverarbeitung und Ernährungsgewerbe im Vergleich, Abb. 11: Umsätze in der Milchverarbeitung in Deutschland Abb. 12: Umsatz in der Milchverarbeitung, Jan.-Dez Abb. 13: Umatz in der Milchverarbeitung, Jan.-Sept Abb. 14: Die zehn größten deutschen Molkereien nach Milchverarbeitungsmenge und Umsatz...34 Abb. 15: Die 20 umsatzstärksten Europäischen Milchverarbeiter...35 Abb. 16: Ausgewählte Unternehmenszusammenschlüsse in der Milchwirtschaft in Deutschland...36 Abb. 17: Beschäftigte in der Milchverarbeitung von Abb. 18: SV-pflichtig Beschäftigte in der Milchverarbeitung, Abb. 19: der Beschäftigtenzahlen in der Milchverarbeitung, Index Abb. 20: Beschäftigte in der Milchverarbeitung im Jahresverlauf Abb. 21: Umsatz pro Mitarbeiter in ausgewählten deutschen Molkereien, 2003, 2006 und 2007 im Vergleich...40 Abb. 22: Anzahl der sv-pflichtig Beschäftigten in der Milchherstellung nach Männern und Frauen, Abb. 23: Veränderung der sv-pflichtig Beschäftigten nach Männern und Frauen, Abb. 24: Anzahl der sv-pflichtig Beschäftigten in der Milchherstellung nach Alter,

5 Abb. 25: Anzahl der sv-pflichtig Beschäftigten nach Alter, Milchverarbeitung und Ernährungsgewerbe im Vergleich, 2000 und Abb. 26: Anzahl sv-pflichtig Beschäftigte in der Milchverarbeitung nach Qualifikation, Abb. 27: Veränderungen der sv-pflichtig Beschäftigten in der Milchherstellung nach Qualifikation, 2000 bis Abb. 28: Anzahl sv-pflichtig Beschäftigte in der Milchverarbeitung nach Qualifikation im Vergleich zum Ernährungsgewerbe, 2000 und Abb. 29: Anzahl der geringfügig Beschäftigten in der Milchverarbeitung Abb. 30: SV-pflichtig Beschäftigte in der Milchverarbeitung einschließlich Speiseeiserzeugung nach ausgewählten Bundesländern Abb. 31: Veränderung der sv-pflichtig Beschäftigten in der Milchverarbeitung einschließlich Speiseeiserzeugung, Bundesländer im Vergleich zum Bundestrend.49 Abb. 32: Beschäftigte in der Milchverarbeitung nach Betriebsgrößenklassen, Abb. 33: Beschäftigungsstruktur in der Milchherstellung nach Berufsordnung Abb. 34: Prognose der Beschäftigung in der Milchverarbeitung bis Abb. 35: Prognose sv-pflichtig Beschäftigte nach ausgewählten Altersgruppen...56 Tabellenverzeichnis Tab.: 1: EU Garantiemengen, 2006 bis Tab.: 2: Europäische Molkereiunternehmen Tab.: 3: Milchanlieferung an Molkereien nach Bundesländern , (einschl. Lieferungen aus EU-Mitgliedsstaaten)...23 Tab.: 4: Daten zur Milchverarbeitung (ohne Herstellung von Speiseeis) in Deutschland Tab.: 5: Bedeutung des Außenhandels der deutschen Molkereiwirtschaft (ohne Herstellung von Speiseeis)

6 Kurzfassung Die Nachfrage nach Milchprodukten war weltweit schneller gewachsen als das Angebot. Das führte zu einem erheblichen Preisanstieg mit anschließendem Absatzrückgang weltweit bei gleichzeitig steigender Produktion. Die Folge ist ein massiver Preisverfall nach einer Hochpreisphase. Ziel des aktuellen Up-datings ist es, vor dem Hintergrund der Zurücknahme staatlicher Lenkung in der EU und der extremen internationalen und nationalen Preisschwankungen auf dem Milchmarkt in den letzten Jahren, die Auswirkungen auf die deutsche Molkereiwirtschaft, ihre Stabilität und Konsolidierung sowie die Beschäftigung aufzuzeigen und mit den Ergebnissen und Prognosen des Jahres 2004/2005 abzugleichen. In den letzten zwei Jahren traten auf dem Milchmarkt bisher ungekannt starke Turbulenzen auf, die einerseits zu historischen Höchstpreisen im Jahr 2007 und andererseits zu historischen Niedrigstpreisen seit Ende 2008 für Milch und Milchprodukte führten. Der seit Jahren anhaltende Beschäftigungsabbau hat sich in Folge der Hochpreisphase vorübergehend verlangsamt, wird aber vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigpreisphase tendenziell wieder beschleunigt vonstatten gehen. Stärker als in der Ernährungswirtschaft insgesamt, konzentriert sich der Beschäftigungsabbau in der deutschen Molkereiwirtschaft auf die An- und Ungelernten, insbesondere Frauen, deren Zahl von 2000 bis 2008 um rd. 30 Prozent zurückgegangen ist. Mitentscheidend für die Beschäftigungsentwicklung der nächsten Jahre wird darüber hinaus sein, ob die deutsche Molkereiwirtschaft in der Lage ist, den Konsolidierungsprozess aus eigener Kraft voranzutreiben, oder ob es zu einem massiven Bedeutungszuwachs der großen europäischen Molkereien auf dem deutschen Markt kommt. Insgesamt ist, wie 2005 prognostiziert, weiterhin davon auszugehen, dass die Zahl der Beschäftigten längerfristig auf bis zu absinkt. 1. Einleitung Die nachfolgende Studie ist ein Up-dating der im Jahre 2005 veröffentlichten Studie Zukunft der Milchwirtschaft. Auftraggeber waren die Hans-Böckler-Stiftung mit finanzieller Förderung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Nordmilch eg. 6

7 Ziel des aktuellen Up-datings ist es, vor dem Hintergrund der extremen Preisschwankungen und Marktveränderungen auf dem Milchmarkt in den letzten Jahren, die Auswirkungen auf die deutsche Milchwirtschaft und ihre Konsolidierung sowie die Beschäftigung aufzuzeigen und mit den Ergebnissen und Prognosen des Jahres 2004/2005 abzugleichen. Der Abgleich und das Up-dating konzentrieren sich auf die Punkte Markt-, Struktur- und Beschäftigungsentwicklung. Das Up-dating erfolgt im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung, kofinanziert durch die Gewerkschaft NGG. 2. Entwicklungen auf dem Milchmarkt Deutschland ist mit über Beschäftigten und einer Produktion von knapp 29Mio. t Milch (2008) der größte Milchproduzent in der EU. Mit fast 24 Mrd. Euro Gesamtumsatz gehörte die Milchwirtschaft auch im Jahr 2008 zu den umsatzstärksten Branchen innerhalb der deutschen Ernährungsindustrie. Die Jahre 2007 und 2008 zeichneten sich durch bisher ungekannt starke Turbulenzen an den Milchmärkten aus. Das Jahr 2007 war durch einen rapiden Anstieg der deutschen und internationalen Milchpreise geprägt. Nachdem sich der Milchpreis in den letzten Jahren auf ein eher niedriges Niveau von 25 bis 30 Cent/kg eingependelt hatte, kam es 2007 zu starken Preissprüngen auf dem Milchmarkt. In Deutschland lag der Milchauszahlungspreis zeitweilig beim Durchschnittswert von 41,7 Cent/kg (November 2007). Bereits im Dezember 2007 begannen die Milchpreise allerdings wieder zu fallen und erreichten schließlich im Dezember 2008 nur noch einen Durchschnittswert von 27,7 Cent/kg (vgl. Kapitel 2.2). In der Folge der anhaltenden Milchpreisrückgänge kam es im Mai 2008 zu einem Milchstreik mit Lieferboykotten bei einigen deutschen Milchbauern. Die Schwankungen der Milchpreise sind im Wesentlichen eine Folge der zunehmenden internationalen Verflechtungen der milchverarbeitenden Industrie. Durch die schrittweise Rücknahme des Marktordnungssystems der EU, werden die Entwicklungen auf den Weltmärkten in Zukunft für die europäischen Milcherzeuger mehr und mehr spürbar werden 7

8 2.1 Veränderte Rahmenbedingungen auf dem Weltmarkt In der EU, dem größten Milchproduzenten auf dem Weltmarkt, ist die Erzeugung von Milch, aufgrund der Überkapazitäten in der Vergangenheit, reguliert worden, so dass der Weltmarktpreis für Milch stets unter dem EU Niveau lag trafen jedoch mehrere Faktoren zusammen, so dass zum ersten Mal der Weltmarktpreis das EU-Niveau überstieg. Verantwortlich für diese Entwicklung war die seit den 1990er Jahren gegenläufige Entwicklung der weltweiten Nachfrage nach Milch. Erstens schrumpft in den westlichen Industrieländern die Nachfrage nach Milch kontinuierlich, während sie in Asien wächst. Zweitens besteht der Weltmarkt für Milch aus einem europäischen und einem außereuropäischen Markt. Die Erzeugung von Milch wird in der EU, aufgrund eines tendenziellen Überangebotes an Milch (ehemals sogenannte Milchseen ) und damit drohenden Preisverfalls, seit 1984 durch die Einführung von Milchquoten reglementiert, was in der Folge zu einer erwünschten Begrenzung der Milchproduktion in der damaligen EG führte. Trotzdem geriet die Agrarpolitik unter wachsende Kritik, so dass die EU 2003 eine gemeinsame Reform der Mitgliedsländer in der Agrarpolitik (GAP) einleitete, die auf eine Umsteuerung im Agrarsektor zielte. Diese beinhaltet u.a. die Entkopplung von Beihilfen und Produktionsmengen und die Einführung von Anreizen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Ziel der EU ist die Verringerung staatlicher Regulierung in der Landwirtschaft und die Öffnung des europäischen Agrarmarktes gegenüber dem Weltmarkt. Eine schrittweise Erhöhung der Milchquoten soll die Unternehmen auf diese Marktöffnung vorbereiten. Die für das Jahr 2015 geplante Abschaffung der Milchquotenregelung folgt der Annahme einer weiter wachsenden Nachfrage nach Milch auf dem Weltmarkt, hervorgerufen durch einen steigenden Wohlstand, die Veränderung der Konsum- und Ernährungsgewohnheiten vor allem in Asien sowie die internationale Vermarktung von Nahrungsmitteln. Insbesondere in den Großstädten stieg die Nachfrage nach Babynahrung, Käse und Joghurt kontinuierlich an. Die europäischen Milchproduzenten profitierten von dieser Situation durch den wachsenden Export u. a. von Magermilchpulver. Gegenwärtig verbraucht die Weltbevölkerung täglich 1,8 Mio. Tonnen Milch, 14 Prozent mehr als noch vor 7 Jahren. Seit 2001 ist der globale Milchkonsum um jährlich 12,8 Mio. Tonnen Milch gewachsen, wovon sich 8 Mio. Tonnen allein auf Indien und China verteilen 1. 1 Vgl. NZZ Online [1] 8

9 Der Großteil dieser wachsenden Nachfrage konnte bisher jedoch durch die Länder selbst oder über den außereuropäischen Milchmarkt, vor allem den steigenden Umfang der Milcherzeugung in Australien und Neuseeland abgedeckt werden trafen mehrere Faktoren zusammen: Extreme Dürren in Australien und Südamerika hatten einen starken Einbruch der dortigen Milchproduktion zur Folge. Zeitgleich hatte der Abbau der Subventionspolitik in Europa zu einer Verringerung des Milchüberschusses und einer Räumung der Interventionslager geführt, so dass für den entstandenen Angebotsengpass auf dem Weltmarkt nur die laufende Milchproduktion in Europa zur Verfügung stand. Da die vorhandene Milchmenge in der EU den Angebotsausfall in Australien und Neuseeland nicht ausgleichen konnte, kam es kurzfristig zu einem starken Preisanstieg auf dem Weltmarkt für Milch. Dies ließ sich vor allem in dem Preisanstieg für Magermilchpulver ablesen. Dieses führte zu einer Gegenreaktion. Der Absatz der stark verteuerten Milchprodukte ging zurück, während die Produktionsmengen wieder anstiegen. Die Folge ist ein massiver Preisverfall. 2.2 Zukünftige Einschätzungen Die Nachfrage nach Milch soll weltweit bis 2015 sogar um 125 Mio. Tonnen steigen, wohingegen die Milchproduktion im selben Zeitraum nur um 70 Millionen ansteigen wird. Allein in China sei bis 2015 ein Nachfrageüberhang von Mio. Tonnen Milch zu erwarten. Für China wird von der niederländischen Rabobank eine Steigerung des Milchkonsums von 15 Prozent jährlich angenommen. Der durchschnittliche chinesische Pro-Kopf-Verbrauch ist mit 13,9 kg Milch pro Jahr gegenwärtig noch 19-mal geringer als in den USA. Dieser Wert wird jedoch durch die hohe Zahl der Landbevölkerung beeinflusst, deren Milchkonsum noch gering ist. Ausschlaggebend für die wachsende Milchnachfrage sind vor allem die Menschen in den Städten, deren Pro-Kopf- Verbrauch sich in den Jahren von 8,5 auf 25,5 kg Milch nahezu verdreifacht hat. Ursache sind veränderte Ernährungsgewohnheiten der chinesischen Stadtbevölkerung, die vermehrte Präsenz westlicher Lebensmittel in den Regalen der Supermärkte und in den Medien, der allgemein wachsende Wohlstand sowie eine steigende Geburtenrate. 2 China ist im internationalen Vergleich mit 37 Mio. Tonnen in 2007 der viertgrößte Produzent, aber auf Importe angewiesen. 2 Vgl. NZZ Online [1] 9

10 Im Unterschied zu China, kann Indien als der weltweit zweitgrößte Milcherzeuger mit 101 Mio. Tonnen Milch im Jahr 2007 seinen Bedarf bislang noch selbst decken 3. Die nachfragestarken arabischen Länder sind ausschließlich auf Importe angewiesen, da in diesem Raum Wasser und Weiden für eine massenhafte Milchkuhhaltung und industrielle Verarbeitung von Milch fehlen. Australien nimmt im Ranking des Weltmilchhandels 2007 nach Neuseeland und der EU-25 den dritten Platz unter den milchexportierenden Ländern ein. Der Produktionsausfall in Australien führte dazu, dass sich seine Stellung unter den weltweit größten Milcherzeugern veränderte und das Land gemessen am Produktionsvolumen von der Türkei und Mexiko überholt wurde. In 2007 nahm Australien mit 9 Mio. Tonnen produzierter Milch Platz 12 ein. Abb. 1: Die größten Milcherzeuger der Welt EU Indien USA China Russland Pakistan Brasilien Neuseeland Ukraine Türkei Mexiko Australien Mio. t Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: ZMP Es kann davon ausgegangen werden, dass Angebotsausfälle auf dem Weltmarkt aufgrund der globalen Klimaveränderungen wahrscheinlicher werden. Eines hat der Milchengpass 2007 ganz sicher beschleunigt: die weltweite Ausweitung der Milchproduktion mit Ausnahme der EU, in der 2008 noch nicht einmal die Quote ausgeschöpft wurde. Inzwischen treffen die steigenden Produktionsmengen zusätzlich auf eine weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die zumindest vorübergehend zu einer schwächeren 3 Vgl. ZMP 2008:

11 Nachfrage auf dem Weltmarkt beigetragen hat. Die Gefahr des weiteren Preisverfalls steigt. Um dem anhaltenden Preisverfall etwas entgegen zu setzen, werden die Marktteilnehmer versuchen, ihre Marktanteile zu erhöhen, um mehr Marktanteile zu kontrollieren. Eine Fortsetzung der Konzentration auf dem Weltmarkt ist demnach wahrscheinlich. 2.2 Milchpreisentwicklung in Deutschland Die Entwicklungen des Milchpreises wurden während der letzten Jahre von einem starken Auf und Ab bestimmt. Im Jahr 2007 lag der Milchauszahlungspreis in Deutschland (Preis, der von den Molkereien an die Lieferanten gezahlt wird) bei durchschnittlich 33,47 Cent/kg (für 3,7% Fett und 3,4% Eiweiß, ab Hof, ohne MwSt., einschließlich Nachzahlungen) und damit so hoch wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. Erstmalig seit 5 Jahren waren damit die Milchauszahlungspreise überhaupt wieder angestiegen. Ausschlaggebend für die Preissteigerungen waren die Entwicklungen auf dem Weltmarkt. Zum ersten Mal wurde mit dem Weltmarktpreis das Niveau des EU- Interventionspreises übertroffen. Allerdings gingen die Preise für Molkereiprodukte bereits zum Jahreswechsel 2007/2008 wieder zurück. Nach kurzem Stopp im Preisrückgang sanken die Preise im Sommer 2008 noch einmal. Im Dezember 2008 schließlich hatte der Kieler Rohstoffwert für Milch mit 19,7 Cent/kg einen seit Jahrzehnten nicht mehr erlangten Tiefststand erreicht. Der Rohstoffwert für Milch gilt als wichtiger Indikator und richtungweisend für die Preisentwicklung am Milchmarkt 4. Nach Schätzungen des ZMP lagen die Erzeugerpreise im Dezember bei durchschnittlich 27,7 Cent und damit um 13,2 Cent niedriger als noch im Vorjahresmonat. Die Erzeugerpreise waren im Dezember 2008 gegenüber dem Vormonat in allen Bundesländern gesunken, doch entwickeln sich die Milchpreise regional weiterhin sehr unterschiedlich. Am niedrigsten, mit einem Wert unter 25 Cent, lagen die Erzeugerpreise im Dezember 2008 in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. In Hessen wurden mit durchschnittlich 31,6 Cent die höchsten Preise an Lieferanten in Deutsch- Quelle: ZMP 4 Vgl. Website Milch&Markt [1] 11

12 land ausgezahlt. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahr ein Trend umgekehrt: 2007 noch wurden mit durchschnittlich 34,88 Cent die höchsten Milcherzeugerpreise in Schleswig-Holstein erzielt (Milcherzeugerpreise bei standardisierten Inhaltsstoffennicht gewichtet) 5. Einzig die Molkereien in der Bio-Milchverarbeitung konnten sowohl 2007 als auch 2008 die Auszahlungspreise an ihre Erzeuger auf einem konstant hohen Niveau halten. Nach Berechnungen des ZMP-Milchpreisspiegel konnten die Bio- Milcherzeuger 2008 einen Durchschnittspreis von 48,3 Cent erzielen und lagen damit nochmals um fast 7 Cent über dem Durchschnittspreis von Die Durchschnittspreise für konventionelle Milcherzeugung werden dagegen im ersten Halbjahr 2009 nicht an die Vorjahreswerte heranreichen. Während der ersten Monaten des Jahres 2009 wurden bei den Molkereiprodukten die Preise stark gesenkt, eine Entwicklung, die sich natürlich negativ auf die Milchauszahlungspreise der Molkereien niederschlägt 7. Die Gründe für diese gegenläufigen Entwicklungen liegen im bereits Ende 2007 preisbedingten Nachfragerückgang nach Molkereiprodukten, im stagnierenden Exportgeschäft der EU mit Drittländern 8 und in einer, ebenfalls preisbedingten kurzzeitig gestiegenen Milchmenge. Als mögliche Bremse für die fallenden Preise, durch die Rückgewinnung von Weltmarktanteilen, sollen in 2009 sowohl die Wiederaufnahme der Exportvergütungen durch die EU 9, als auch die ab März beginnenden Interventionskäufe von Butter und Magermilchpulver wirken. 5 Vgl. ZMP 2008:45 6 Vgl. ZMP Website [1] 7 Vgl. LZ Net [1] 8 Siehe Kapitel Siehe Kapitel

13 Abb. 2: Verbraucherpreise für Milchprodukte, Getreideerzeugnisse und Fleischwaren im Vergleich, Harmonisierter Verbraucherpreisindex, ,0 120,0 115,0 2005= ,0 105,0 100,0 95,0 90, Brot und Getreideerzeugnisse Fleisch, Fleischwaren Molkereiprodukte und Eier Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: Statistisches Bundesamt Abb. 3: Verbraucherpreisindex für Milch, ,0 130,0 125,0 120,0 2005= ,0 110,0 105,0 100,0 95,0 90, Frische Vollmilch H-Milch Baby-Milchnahrung, Pulverform Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: Statistisches Bundesamt 13

14 2.3 Auswirkungen der EU-Agrarreform 2005 auf den deutschen Milchmarkt Health Check Mit den Beschlüssen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2003 bzw festigte die EU ihren Kurs, sich schrittweise von der Regulierung der europäischen Agrarmärkte zurückzuziehen. Demnach gibt es seit 2003 in der EU keine preisstützenden Maßnahmen mehr, seit 2007 keine Exporterstattungen und nur noch stark eingeschränkte Interventionskäufe von Molkereiprodukten 10. Im November 2008 wurde die Reform der GAP mit dem sogenannten Health Check einer Überprüfung unterzogen. Die in diesem Landwirtschaftsrats Rahmen gefassten Beschlüsse des EU- orientieren sich, trotz anhaltender Turbulenzen auf den Milchmärkten, unverändert am Ziel der Kernergebnisse des Health Check der GAP (Stand Dez. 2008) Direktzahlungen - Direktzahlungen über Euro werden ab 2009 zusätzlich in vier Schritten gekürzt, so dass die Basismodulation 2012 insgesamt 10 Prozent beträgt. - Direktzahlungen über Euro, werden ab 2009 zusätzlich um 4 Prozent gekürzt (Progression). Unter die Progression fallen etwas mehr als Betriebe (von insgesamt Betrieben in Deutschland). - Die Mittel aus der zusätzlichen Modulation stehen vollständig im jeweiligen Mitgliedstaat für Maßnahmen in der ländlichen Entwicklung zur Verfügung. - Belastungen für die deutschen Landwirte in der Endstufe 2012: 242 Mio. Euro (davon entfallen 19 Mio. Euro auf die Progression) Milchquote - Anhebung der Milchquoten um 5 mal 1 Prozent in den Jahren 2009/10 bis 2013/14 - Bericht mit Revisionsklausel in den Jahren 2010 und vorgezogene Quotenaufstockung um 5 Prozent ( front loading ) für Italien Milchfonds - Ab 2010 stehen in Deutschland jährlich in steigendem Umfang Mittel für Milchbegleitmaßnahmen ( Milchfonds ) zur Verfügung belaufen sich diese Mittel auf mehr als 300 Mio. Euro. - Finanzierung durch Ausgabenreste bei den Direktzahlungsmitteln sowie durch Mittel aus der zusätzlichen Modulation möglich Quelle: nach BMELV Modulation, also am Umbau der GAP weg von direkten Transferleistungen an die Landwirte (1.Säule) hin zur Förderung der ländlichen Räume (2.Säule). In ihren Veröffentlichungen erklärte die EU Kommission, der Health Check der GAP soll den Landwirten die Möglichkeit geben, besser auf Marktsignale reagieren zu können und für neue Herausforderungen gerüstet zu sein. Mit Bezug auf die deutsche Milchwirtschaft wurde eine konkrete Ausnahmeregelung getroffen: der Milchfonds. Mit diesem Milchfonds sollen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Milchquote 2015 ausgeglichen werden. Dazu gehören z.b. die Unterstützung der Wettbewerbssicherung einzelner Milchviehbetriebe, u.a. in Form der Grünlandprämie oder Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung. Der 10 Aufgrund anhaltend fallender Preise auf dem Milchmarkt kündigte die EU Agrarkommission im Januar 2009 an, sowohl die seit 2007 eingestellten Exportvergütungen für Butter, Käse, Vollmilch und Milchpulver vorerst wieder aufzunehmen, als auch ab März die Interventionskäufe für Butter und Magermilchpulver auszuweiten. 14

15 Milchfonds speist sich zum größten Teil aus den durch Kürzungen der Direktzahlungen an die Landwirte frei werdenden Mittel Milchquotenregelung Bereits bei der Reform der GAP 2003 wurde beschlossen, die Milchquotenregelung im April 2015 auslaufen zu lassen. Im Rahmen des Health Check im November 2008 wurde beschlossen die Quoten über den Zeitraum von fünf Jahre ab 2009/10 bis 2013/14 um jeweils 1 Prozent aufzustocken. Diese schrittweise Anpassung an die Marktöffnung soll den Milchbauern in der EU eine sanfte Landung ermöglichen. Für Italien gilt eine Ausnahmeregelung. Hier wird die Quote bereits 2009/10 in einem Schritt um 5 Prozent erhöht. Italien hatte in den vergangenen Jahren stets die festgelegte Milchquote überschritten, 2007/2008 sogar um 5,7 Prozent. In dieser Hinsicht wird es ab 2009/2010 keine Veränderungen in der italienischen Milchproduktion geben 11. Aufgrund der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Milchprodukten, beschloss die EU Kommission bereits im März 2008 eine außerplanmäßige Erhöhung der Milchquote um 2 Prozent für das Quotenjahr 2008/2009 in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten. Die Landwirtschaftsminister Deutschlands und Österreichs stimmten als Einzige gegen diese außerplanmäßige Erhöhung der Milchquote, da bei einer gesteigerten Milcherzeugung auch mit sinkenden Preisen zu rechnen ist. Diese Quotenerhöhung wurde 2007 von der EU Kommission vorgeschlagen und ist eine zusätzliche Maßnahme zu den bereits in den Luxemburger Beschlüssen von 2003 verordneten linearen Erhöhungen der Milchquote. 12 Im April 2008 wurde entsprechend dieser Beschlüsse des Rates der EU zur Reform der GAP zum dritten und letzten Mal die Quote in der EU-15 um 0,5 Prozent erhöht. Die Quotenerhöhung im April 2008 erfolgte unabhängig von der Überprüfung der Lage auf dem Milchmarkt im Rahmen des GAP-Health Checks und zusätzlich zu den einmaligen Erhöhungen vom März Insgesamt wurde für das Quotenjahr 2008/2009 in der EU-27 eine Milchmenge von rund 146 Mio. Tonnen festgelegt. Im Vergleich zu den anderen EU Ländern verfügt Deutschland mit 28,8 Mio. Tonnen über die größte Garantiemenge, gefolgt von Frankreich und dem Vereinigten Königreich Vgl. Website Europäische Union [1] 12 ZMP 2008: Bis zur Erhöhung der Quote im April 2008 wurde Deutschland eine Quote von 28,1 Mio. t Milch zugeteilt. Die Gesamtquote in der EU 27 belief sich auf 143 Mio. t Milch. 15

16 Tab.: 1: EU Garantiemengen, 2006 bis 2009 in t 2006/ / /09 Belgien 3.327, , ,30 Bulgarien ,6 Tschechien 2.737, , ,70 Dänemark 4.477, , ,60 Deutschland , , ,40 Estland 646,4 646,4 659,3 Griechenland 820,5 820,5 836,9 Spanien 6.116, , ,30 Frankreich , , ,30 Irland 5.395, , ,70 Italien , , ,70 Zypern 145,2 145,2 148,1 Lettland 728,6 728,6 743,2 Litauen 1.704, , ,90 Luxemburg 270,4 271,7 278,5 Ungarn 1.990, , ,90 Malta 48,7 48,7 49,7 Niederlande , , ,60 Österreich 2.764, , ,50 Polen 9.380, , ,70 Portugal 1.929, , ,50 Rumänien , ,10 Slowenien 576,6 576,6 588,2 Slowakei 1.040, , ,60 Finnland 2.419, , ,90 Schweden 3.319, , ,60 Vereinigtes Königreich , , ,20 EU , , ,40 EU , ,10 Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: EU Kommission Der Vorschlag der EU Kommission, die Quote zusätzlich zu den bereits in 2003 vereinbarten 1,5 Prozent im Jahr 2008 um weitere 2 Prozent zu erhöhen stieß bereits im Vorfeld, vor allem in Deutschland, auf Unverständnis. Tatsache ist, dass mehrere Länder der EU ihr Quotenpotenzial nicht vollständig ausschöpfen, was sich in der Quotennettounterschreitung von 1,9 Mio. Tonnen im Quotenjahr 2006/2007 widerspiegelt 14. In diesem Zeitraum sind vor allem Frankreich mit einer Unterschreitung von 0,6 Mio. Tonnen, das Vereinigte Königreich mit minus 0,48 Mio. Tonnen und Ungarn mit minus 0,32 Mio. Tonnen führend. 15 Im Gegensatz dazu, veröffentlichte die EU Kommission im Oktober 2008 eine Liste von sieben Mitgliedsstaaten, die im Jahr 2007/2008 ihre Quoten überschritten hatten und insgesamt eine Strafe von 338,7 Mio. Euro zahlen müssen. Die Überproduktion von insgesamt 1,2 Mio. Tonnen entfällt zum größten Teil auf Italien, das seine Produktion um 5,7 Prozent überschritten hat, gefolgt von Zypern mit 3,9 14 Vgl. ZMP 2008: Vgl. Website Europäische Union [2]. 16

17 Prozent und Österreich mit 3,2 Prozent 16. Deutschland hat ebenfalls seine Garantiemenge im Jahr 2007/2008 um 1,3 Prozent überschritten und muss dafür ca. 100 Mio. Euro an sogenannten Superabgaben an die EU abführen. Schon Ende 2007 prognostizierte die EU Kommission trotz der geplanten zusätzlichen Anhebung von 2 Prozent im Jahr 2008 keine vollständige Ausschöpfung der Quoten, die sich auch in den Jahren 2004 bis 2006 durch begrenzte Nutzung auszeichnete 17. In Deutschland wurden trotz der erhöhten Milchpreise im Jahr 2007 soviel Milchquoten an den Milchbörsen gehandelt wie nie zuvor. Der Quotenpreis lag dementsprechend etwas unter dem des Vorjahres. 2.4 Milchverwertung und -mengen Die Milchverwertung in Deutschland wurde auch in den letzten Jahren von drei bereits bekannten Trends dominiert: die gestiegene Verarbeitung von Milch zu Käse und Produkten des weißen Sortiments (Konsummilch, Joghurt, Sahne); der hohe Milchexportanteil in andere EU-Länder; der steigende Marktanteil von Discountern und der damit einhergehend anhaltende Vormarsch von Handelsmarken. Die Verarbeitung zu Käse dominiert die Milchverwertung in Deutschland. Rund 45 Prozent der in den Molkereien verarbeiteten Voll- und Magermilch wurde 2007 in die Käseproduktion gelenkt. Der Verarbeitungsanteil von Konsummilch und Produkten des weißen Sortiments betrug 32 Prozent und der von Butter und Dauermilcherzeugnissen noch 18 Prozent 18. Die in Deutschland hergestellte Menge an Käse erreichte 2007 ihren vorläufigen Höchststand. Mit insgesamt 2,2 Mio. t (inkl. Schmelzrohware) stieg die Käseproduktion gegenüber 2006 um noch einmal rund t an 19. Die vermehrte Produktion ging zum einen mit einem wachsenden Verbrauch von Käseerzeugnissen im Inland einher. Zum anderen stieg der Export von Käse in andere EU-Länder. Deutschland ist auch 2006 und 2007 sowohl größter Exporteur als auch Importeur von Käse in der EU-25 bzw. EU Vor allem der Export in die neuen EU-Mitgliedsländer nahm deutlich zu. In der ersten Hälfte im Jahr 2008 zeichnete sich eine veränderte Entwicklung ab: Die Preise für Käse sind wieder auf Vorjahresniveau (2007) gesunken und die Käseproduktion verringerte sich in der Folge bereits um 0,2 Prozent Vgl. Website Europäische Union [1] 17 Vgl. Website Europäische Union [2] 18 Vgl. ZMP 2008: Vgl. ZMP 2008: Vgl. ZMP 2008: Vgl. ZMP 2008:

18 Nach Berechnungen des ZMP wurden Prozent der in Milchäquivalenten 22 umgerechneten Milchmenge in Deutschland exportiert, 16 Prozent gingen in die industrielle Weiterverarbeitung und ins restliche Ernährungsgewerbe und 40 Prozent wurden im Einzelhandel abgesetzt. Im Einzelhandelsektor verzeichnen die Discounter bei Milchprodukten weiterhin einen steigenden Marktanteil. Gleichzeitig gewinnen Handelsmarken gegenüber Markenprodukten zunehmend an Bedeutung 23. Im Jahr 2007 verarbeiteten die deutschen Molkereien 1,7 Prozent mehr Milch als im Vorjahr, wobei die Zunahme der verarbeiteten Milch vor allem im ersten Halbjahr zu beobachten war. Danach sank die angelieferte Milchmenge wieder. Insgesamt wurde auch nicht das Rekordniveau aus dem Jahr 2005 überschritten. Beeinflusst wurde der leichte Rückgang des Milchaufkommens im zweiten Halbjahr 2007 vor allem durch gesteigerte Kosten in der Erzeugung. Zwar nahm die Zahl der Milchkühe in Deutschland im selben Zeitraum leicht zu, allerdings verteuerten gestiegene Futterpreise und Energiekosten die Milcherzeugung. Das Milchaufkommen hat sich voraussichtlich leicht gegenüber dem Jahr 2007 erhöht. Allerdings wurde die erhöhte Quote im Quotenjahr 2008/2007 nicht voll ausgeschöpft. Im Zuge fallender Preise kam es u. a. im Mai 2008 zum Milchboykott bei einigen deutschen Milcherzeugern, in dessen Folge in den Monaten Mai und Juni 2008 etwa 1 Prozent der Jahresmilchanlieferung nicht an die Molkereien geliefert wurde Strukturentwicklung 3.1 Strukturwandel in Deutschland allgemein Der seit Jahren verlangsamt ablaufende Konzentrationsprozess in der deutschen Molkereiwirtschaft hat während der letzten drei Jahre keine neue Dynamik erhalten. Seit Beginn des Jahrtausends reduziert sich die Zahl der Molkereibetriebe um durchschnittlich ca. 3 Prozent pro Jahr. Seit dem Jahr 2000 ist die Anzahl der Betriebe um insgesamt 49 (18%) gesunken. Davon entfällt ein Rückgang von 16 Betrieben (7%) auf den Zeitraum Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2005 in 22 Die Umrechnung in Milchäquivalente bedeutet die Umrechnung in bestimmte Milchmengeneinheiten. Diese dienen der Vergleichbarkeit von Milchprodukten, die zu ihrer Herstellung unterschiedliche Mengen an Milch benötigen, wie Käse oder Butter. Die angeführten Zahlen beschreiben also nicht die Anteile an den absoluten Milchmengen in Deutschland. 23 Vgl. ZMP 2008: Vgl. ZMP 2008: 18 18

19 Deutschland 233, im Jahr und im Jahr 2007 noch 224 Milchverarbeitende Unternehmen (Betriebe ab 20 Beschäftigte; Abb. 4) 25. Abb. 4: Betriebe der Milchverarbeitung in Deutschland Anzahl Betriebe Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: Statistisches Bundesamt, Betriebe ab 20 Beschäftigte Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist die Konsolidierung in der deutschen Milchverarbeitung nach wie vor schwach ausgeprägt. Die großen Molkereien in Deutschland verfügen über einen relativ geringen Marktanteil im Inland. Auf die drei größten Milchverarbeitungsunternehmen entfielen 2007 rund 30 Prozent des Umsatzes in der deutschen Molkereiwirtschaft; ein Anteil, der bereits 2004 bei rund 28 Prozent lag. Darüber hinaus verarbeiteten die drei größten deutschen Molkereien 2007 etwa ein Drittel der Milch in Deutschland. Zum Vergleich: in Dänemark verarbeitet die Großmolkerei Arla ca. 90 Prozent der erzeugten Milchmenge 26. Unter den 20 umsatzstärksten Molkereien in Europa spielen lediglich die beiden umsatzstärksten deutschen Molkereigenossenschaften Humana Milchunion e.g. und Nordmilch AG, sowie die Privatmolkerei Theo Müller eine Rolle. Im Ranking hat sich die Humana Milchunion e.g. von Platz zwölf im Jahr 2004 auf Platz neun im Jahr 2007 vorgeschoben. 25 Je nach verwendeter Quelle differieren die Angaben zur Anzahl der Molkereiunternehmen, da bei der Klassifizierung des Statistischen Bundesamtes nur eigenständige Unternehmen erfasst werden, während die Angaben bspw. des MIV Molkereien, die zu einer Gruppe gehören, als eigenständig auffassen und dementsprechend auflisten. 26 Vgl. NGG 2008: 6 19

20 Tab.: 2: Europäische Molkereiunternehmen 2007 Unternehmen Ursprungsland Umsatz Molkereiprodukte 1. Nestle Schweiz Danone Frankreich Lactalis Frankreich Arla Foods Amba Dänemark Friesland Foods Niederlande Campina Niederlande Parmalat Italien Bongrain Frankreich Humana Milchunion e.g. Deutschland Sodiaal Frankreich Dairy Farmers of America Inc. USA Nordmilch Konzern Deutschland Theo Müller Deutschland Quelle: LZ/Net Rankings, eigene Darstellung Abbildung 5 veranschaulicht anhand der Größenstruktur der Unternehmen wie sich die Molkereilandschaft in Deutschland während der letzten zwei Jahrzehnte verändert hat. Mit einem drastischen Rückgang der Zahl der kleineren Molkereien (bis t/jahr) zwischen Mitte der 1980er und Anfang der 1990er Jahre ging im selben Zeitraum eine deutliche Zunahme der großen Molkereien (über t/jahr) einher. Seit dem Jahr 2000 lässt sich tendenziell eine Stabilisierung im Bestand der kleinsten (bis t/jahr) und der größten Molkereien (mehr als t/jahr) ablesen. Dagegen ist unter den Molkereien mit einer mittleren Milchverarbeitungsmenge ein weiter anhaltender Rückgang zu beobachten. Vor allem die Molkereien mit einer Milchverarbeitungsmenge zwischen und t/jahr sind von einem kontinuierlichen Schrumpfungsprozess betroffen. Langfristig ist mit einer weiter sinkenden Bedeutung der Molkereien mit einer Verarbeitungsmenge zwischen und t/jahr zu rechnen. Die kleinen Molkereien mit bis zu t/jahr scheinen sich mit ihrer regionalen Ausrichtung inzwischen recht gut zu behaupten. Die Zahl der größeren Molkereien mit mehr ab t/jahr ist in der Summe seit 1997 nahezu konstant. 20

21 Abb. 5: Entwicklung der Zahl der deutschen Molkereien nach Milchverarbeitungsmengen, Anzahl Molkereien in Deutschland über 300 jährliche Milchverarbeitung in 1000 Tonnen Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: ZMP 2008 Der Strukturwandel in der Milchwirtschaft zeigt sich auch darin, wie sich seit einigen Jahren die Schwerpunkte der Milcherzeugungsstandorte innerhalb Deutschlands verschieben. Betrachtet man die Ebene der Bundesländer und die absoluten Zahlen der produzierten Milchmengen, dann liegt Bayern nach wie vor an der Spitze der Milcherzeugung, gefolgt von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen 27. Durch die Garantiemengenregelung ist dieses Ranking über die vergangenen Jahre nahezu gleich geblieben. Nur eine deutliche Über- bzw. Unterlieferung der vorgegebenen Milchmenge in den einzelnen Bundesländern hätte zu einer Veränderung führen können. Erst seit Juli 2007 ist es möglich, Milchquoten innerhalb West- oder Ostdeutschlands über Ländergrenzen hinweg zu handeln. Diese Änderung zeigt bereits erste Auswirkungen in Form einer Quotenwanderung von Süd nach Nord. Bayern und Baden-Württemberg haben im April und Juli 2008 (Quotenbörse) an erworbenen Milchquoten verloren, während die norddeutschen Länder (Niedersachen, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg- Vorpommern, Hamburg) zu den Gewinnerregionen gehörten und deutlich an Milchquoten hinzugewonnen haben. Auch Sachsen und Brandenburg konnten noch Quotenzu- 27 Siehe Tab.3 21

22 wächse verzeichnen, während Hessen und Rheinland-Pfalz ebenfalls mit weniger Quoten auskommen mussten 28. Ein anderes Ranking der Bundesländer ergibt sich, wenn die produzierte Milch im Verhältnis zur verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche je Bundesland berechnet wird. Die regionale Milchdichte ist demnach in Schleswig-Holstein im Jahr 2007 am höchsten, gefolgt von Bayern, Niedersachsen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Abb. 6: Regionale Milchdichte Milchproduktion nach Bundesländern in kg je ha landwirtschaftliche Nutzfläche (LF) Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: ZMP 2008, Statistische Ämter der Länder, eigene Berechnungen Die Milchanlieferung ist im Vergleich zum Vorjahr (2006) in Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen zurückgegangen. Gestiegen sind die Anlieferungen hingegen vor allem in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz/Saarland und 28 Vgl. MIV 2007/2008: 49 22

23 Bayern. Dem ebenfalls relativ starken Anstieg in Brandenburg/Berlin in 2007 ging allerdings ein relativ starker Rückgang von über 10 Prozent in 2006 voraus. Tab.: 3: Milchanlieferung an Molkereien nach Bundesländern , (einschl. Lieferungen aus EU-Mitgliedsstaaten) (vorläufig) in 1.000t Baden-Württemberg ,4 Bayern ,5 Brandenburg, Berlin ,0 Hessen ,8 Mecklenburg-Vorpommern ,7 Niedersachsen, Bremen ,3 Nordrhein-Westfalen ,3 Rheinland-Pfalz, Saarland ,7 Sachsen ,7 Sachsen-Anhalt ,5 Schleswig-Holstein ,5 Thüringen ,8 Deutschland , einschl t, 2005 einschl t, 2006 einschl t, 2007 einschl aus anderen EU-Mitgliedstaaten Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: ZMP /2007 ± in % Vor allem in den traditionellen großen Milchbundesländern Bayern und Niedersachen stehen großen Erzeugermengen auch große Verarbeitungskapazitäten in den Molkereien gegenüber. Im Großteil der Bundesländer wird soviel Milch verarbeitet, wie dort auch erzeugt wird. Differenzen ergeben sich dadurch, dass einige Milchviehhalter ihre Milch an Molkereien in einem anderen Bundesland verkaufen. Die schleswigholsteinischen Bauern etwa erzeugen seit Jahren deutlich mehr Milch, als in den Molkereien im eigenen Bundesland verarbeitet wird. So kommt es, dass Schleswig- Holstein ebenso wie Thüringen und Hessen fast die Hälfte ihrer erzeugten Milch an Molkereien in andere Bundesländer liefern. 23

24 Abb. 7: Erzeugte und verarbeitete Milchmenge in den Bundesländern, 2007 im Vergleich Thüringen Schleswig-Holstein Sachsen-Anhalt Sachsen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Saarland Nordrhein-Westfalen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Molkereien Erzeuger Hessen Brandenburg Bayern Baden-Württemberg in t Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: ZMP 2008 Dagegen wird in Rheinland-Pfalz (mit Saarland) und Mecklenburg-Vorpommern eine deutlich größere Menge an Milch in den Molkereien verarbeitet als von den Bauern im eigenen Bundesland angeliefert wird. In Mecklenburg-Vorpommern nehmen die an die Molkereien gelieferten Milchmengen seit 2001 konstant zu 29, während die Erzeugermengen in den letzten Jahren in etwa gleich hoch geblieben sind. Das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie Unternehmen der Milchwirtschaft haben in den letzten Jahren den Ausbau und die Modernisierung der Milchverarbeitungskapazitäten in der Region vorangetrieben 30. Ein Schwerpunkt der Molkereien liegt in der Käseherstellung, in die etwa zwei Drittel der in Mecklenburg-Vorpommern erzeugten Milch fließen 31. Die milchintensive Käseproduktion und die eher durchschnittliche regionale Milchdichte 32 erklären möglicherweise den hohen Zukauf an Milch aus anderen Bundesländern (und/oder anderen EU-Mitgliedsstaaten). Die angeführten Maßstäbe lassen auf eine Konzentration der Schwerpunkte in der Milcherzeugung und folglich auch der Milchverarbeitung einerseits in Bayern und ande- 29 Siehe Tab Als Beispiel wäre hier zu nennen der Milchverarbeitungsstandort Altentreptow mit dem neuen Molkewerk wheyco GmbH, das seit 2006 als Joint Venture der beiden Molkereiunternehmen Humana und Nordmilch in Betrieb ist. 31 Vgl. Website RWI [1] 32 Siehe Abb. 6 24

25 rerseits in den nördlichen Regionen Deutschlands schließen. Ein Trend, der sich nach Expertenmeinung aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren verfestigt. 3.2 Stellung der deutschen Molkereien Das Geschäftsjahr 2007 wird von den großen Molkereien in Deutschland als weitgehend positiv eingestuft. Die Marktpreise für Milchprodukte und der Milchauszahlungspreis lagen hoch. Auch wenn ein Großteil der gestiegenen Preise für Milchprodukte durch die ebenfalls höheren Milchauszahlungspreise an die Erzeuger weitergegeben wurde, dürften die Molkereien von den Preisanstiegen profitiert haben. Die Umsätze in der gesamten deutschen Molkereiwirtschaft sind sowohl 2006 als auch 2007 gegenüber dem Jahr 2005 weiter angestiegen. Der Gesamtumsatz in der Milchverarbeitung in Deutschland lag 2007 bei 23,9 Mrd. Euro (ohne Eis) gegenüber rund 21 Mrd. Euro im Jahr Der Grund für diesen Zuwachs liegt zum einen in den gestiegenen Preisen für Milchprodukte (vor allem in der 2. Hälfte 2007) und zum anderen in den erhöhten Milchverarbeitungsmengen, überwiegend bei den großen Molkereien. Ebenso ist 2007 der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz gestiegen und machte 21,6 Prozent des Gesamtumsatzes aus (das entspricht rund 5,1 Mrd gegenüber 4,4 Mrd. 2006) 34. Insgesamt ist die Exportquote seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gestiegen und stellt eine wesentliche Ertragsgröße für die deutschen Milchverarbeiter dar. Angesichts des starken und vorerst anhaltenden Preisverfalls und eines seit Jahren erstmals wieder rückläufigen Gesamtumsatzes, dürfte die Ertragslage deutscher Molkereien inzwischen wieder angespannter sein. Tab.: 4: Daten zur Milchverarbeitung (ohne Herstellung von Speiseeis) in Deutschland Auslandsumsatzone am Umsatz am Anteil Euro- Anteil sonst. Auslandsumsatz Inlandsumsatumsatquote sonstiges Auslands- Aus- Auslands- Export- Betriebe Beschäftigte Gesamtumsatz Eurozone Jahr Ausland umsatz landsumsatz Anzahl Anzahl EUR EUR EUR % 1000 EUR 1000 EUR % , , , , ,8 16, , ,9 15, , ,9 18, , ,6 18, , ,0 Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: Statistisches Bundesamt; Betriebe ab 20 Beschäftigte 33 Siehe Tab Siehe Tab. 4 25

26 Abbildung 8 zeigt deutlich, dass die Umsätze in der Milchverarbeitung nach den stetigen Zunahmen in 2007 bereits zum Ende des Jahres wieder stark zurück gegangen waren. Die Umsatzrückgänge setzten sich auch in 2008 fort und lagen gegen Ende des Jahres 2008 wieder auf dem Niveau vom Januar des Jahres Abb. 8: Gesamtumsätze in der Milchverarbeitung im Jahresvergleich 2007/2008 in Deutschland Umsatz in Tsd. Euro Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Quelle: Wilke, Maack und Partner Daten: Statistisches Bundesamt, Betriebe ab 50 Beschäftigte 26

27 Abb. 9: Umsatz pro kg Milch in genossenschaftlichen und privaten Molkereien in Deutschland, 2003, 2006 und 2007 im Vergleich 1,20 1,00 in Euro pro kg 0,80 0,60 0,40 0,20 0,00 Nordmilch Humana Hochwald Milch Union Hocheifel Frischli Milchwerke Theo Müller Quelle: Wilke, Maack und Partner - Daten: Auswertung von Geschäftsberichten Die beispielhaft ausgewählten genossenschaftlich organisierten Molkereien Nordmilch, Humana, Hochwald und Milch Union Hocheifel erzielten im Jahr 2007 durchweg höhere Umsätze pro verarbeitete Milcheinheit als noch im Jahr Dennoch ist z. B. der Umsatz bei der Privatmolkerei Theo Müller, im Verhältnis zum Rohstoffeinsatz immer noch durchschnittlich etwa doppelt so hoch wie bei einigen Genossenschaften. Diese Abweichungen sind in erster Linie auf die unterschiedlichen Produktpaletten zurückzuführen (z. B. überwiegend Milch bzw. H-Milch bei Frischli und MUH). Darüber hinaus schlägt sich hierin jedoch auch der Anteil an Markenprodukten nieder. Während Privatmolkereien wie Mülller vor allem auf Markenprodukte setzen, spielen Bulk- und Handelsware bei der Milchverwertung der Genossenschaften immer noch eine große Rolle, auch wenn die Genossenschaften seit Jahren versuchen die eigenen Marken zu stärken oder neue aufzubauen bzw. hinzuzukaufen. Beispielsweise übernahm die Genossenschaft Hochwald 2003 von Nestlé das Label Bärenmarke. Von den 28,4 Mio. t erzeugter Milch in Deutschland im Jahr 2007 wurden insgesamt 27,3 Mio. t (ohne Lieferungen aus EU-Mitgliedsstaaten) zur Weiterverarbeitung an die Molkereien geliefert. Damit nahm die gelieferte Milchmenge gegenüber dem Jahr

28 noch einmal um rund 1,7 Prozent zu. Die von Erzeugern in Deutschland gelieferten 27,3 Mio. t Milch wurden 2007 um ca t importierter Milch ergänzt Export - und Importentwicklung Rund 44 Prozent (entspricht 12,6 Mio. t) der in Milchäquivalenten 36 umgerechneten Milch in Deutschland wird exportiert. Nach Berechnungen der ZMP werden wiederum importierte Milchprodukte auf dem deutschen Markt abgesetzt, die (umgerechnet in Milchäquivalenten) etwa einem Drittel der in Deutschland verarbeiteten Milchmenge entsprechen 37. Die Exportquote deutscher Molkereien betrug 2007 mit 21,6 Prozent (ohne Eis) rund 1,2 Prozentpunkte mehr als noch Mit rund 5,16 Mrd. Euro Auslandsumsatz ist die Milchindustrie die größte Exportbranche im deutschen Ernährungsgewerbe. Der Außenhandel der deutschen Molkereien konzentriert sich nach wie vor zum größten Teil auf Exporte innerhalb der EU. Vor allem die Exporte in die neuen EU- Beitrittsstaaten nehmen weiter zu. Auch 2006 wurden, trotz leichtem Rückgang, immer noch knapp 82 Prozent aller Exportumsätze der deutschen Molkereiwirtschaft durch den Handel mit anderen EU-Ländern erzielt. 35 Siehe Tab Die Umrechnung in Milchäqivalente bedeutet die Umrechnung in bestimmte Milchmengeneinheiten. Diese dienen der Vergleichbarkeit von Milchprodukten, die zu ihrer Herstellung unterschiedliche Mengen an Milch benötigen, wie Käse oder Butter. Die angeführten Zahlen beschreiben also nicht die Anteile an den absoluten Milchmengen in Deutschland. 37 Vgl. ZMP 2008: 17 28

29 Abb. 10: Exportquoten Milchverarbeitung und Ernährungsgewerbe im Vergleich, ,0 20,0 Exportquote in Prozent 15,0 10,0 5,0 0, Milchverarbeitung Ernährungsgewerbe Quelle: Wilke, Maack und Partner - Daten: Statistisches Bundesamt, Betriebe ab 20 Beschäftigte Der Export von Molkereiprodukten in Länder außerhalb der EU wächst nur langsam. Nach einem Einbruch der Exportumsätze in Drittländer im Jahr 2004, verzeichnete das Jahr 2006 mit 18,4 Prozent Exportanteil etwa 2 Prozentpunkte mehr als noch im Jahr Vordergründig dämpfte der hohe Eurokurs den Außenhandel im Jahr 2006 und 2007 in Drittländer merklich. Die Exportschwerpunkte der deutschen Molkereien liegen unverändert bei den stabilen Abnehmern wie Russland, Japan, der Schweiz und den arabischen Ländern wie Saudi- Arabien und Algerien. Auf dem wachsenden chinesischen Absatzmarkt spielen Exporte deutscher Anbieter bisher überwiegend in Form von Molkeerzeugnissen und Industriekäse eine Rolle 39. Im Januar 2009 kündigte die EU Agrarkommission an, die seit eineinhalb Jahren eingestellten Exportvergütungen für Molkereiprodukte, aufgrund der stark abfallenden Preise in den letzten Monaten für Butter, Käse, Vollmilch und Milchpulver wieder einzuführen. Dies könnte in den nächsten Monaten zu einem erneuten Anwachsen der Exporte von Molkereiprodukten in Länder außerhalb der EU führen. 38 Siehe Tab Vgl. BMELV 2008:

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.v.

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.v. 2 Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.v. 3 4 Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.v. 5 6 Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.v. 7 war in der Vergangenheit der Interventionspreis.

Mehr

Die Entwicklung der Pflegebedürftigen in Thüringen bis 2020

Die Entwicklung der Pflegebedürftigen in Thüringen bis 2020 - Februar 2011 Harald Hagn Referat Sonderaufgaben und statistische Analysen Telefon: 0361 37-84110 e-mail: Harald.Hagn@statistik.thueringen.de Die Entwicklung der Pflegebedürftigen in Thüringen bis 2020

Mehr

Öffentlicher Schuldenstand*

Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* In Prozent In Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Bruttoinlandsprodukts (BIP), (BIP), ausgewählte ausgewählte europäische europäische Staaten,

Mehr

Anzahl der Unternehmen Die größten deutschen Molkereien 2007

Anzahl der Unternehmen Die größten deutschen Molkereien 2007 Milch-Markt - Presse-Online-Services der deutschen Milchindustrie http://www.milchmarkt.de/de/milchmacher/brancheninformationen/strukturen_milchindustrie.html Strukturen der Milchindustrie Die Molkereiwirtschaft

Mehr

Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie im ersten Halbjahr 2014

Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie im ersten Halbjahr 2014 Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie im ersten Halbjahr 2014 Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer HDS/L Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.v. Pressekonferenz

Mehr

Außenhandel der der EU-27

Außenhandel der der EU-27 Außenhandel der der EU-27 Import, Export und Handelsbilanzdefizit der der Europäischen Union Union (EU) (EU) in absoluten in absoluten Zahlen, Zahlen, 1999 bis 1999 2010 bis 2010 in Mrd. Euro 1.500 1.435

Mehr

Energieeffizienz in Zahlen 2015

Energieeffizienz in Zahlen 2015 Energieeffizienz in Zahlen 2015 Entwicklung bis 2013 ENERGIEEFFIZIENZ IN ZAHLEN Zahlen und Fakten Die konsequente Steigerung der Energieeffizienz in allen Sektoren ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im

Mehr

in Thüringen bis 2020 Die Entwicklung der Erwerbspersonenzahl Die Entwicklung der Erwerbspersonen in Thüringen bis 2020

in Thüringen bis 2020 Die Entwicklung der Erwerbspersonenzahl Die Entwicklung der Erwerbspersonen in Thüringen bis 2020 Die Entwicklung der Erwerbspersonen in Thüringen bis 22 Die Entwicklung der Erwerbspersonenzahl in Thüringen bis 22 Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials

Mehr

Situation der Milchproduzenten und des Milchmarktes aus einer etwas anderen Sicht

Situation der Milchproduzenten und des Milchmarktes aus einer etwas anderen Sicht Situation der Milchproduzenten und des Milchmarktes aus einer etwas anderen Sicht BDM Symposium Zukunft Milch am 27. Januar 2007 Dr. Thomas Grupp Topics: Positive Stimmung in der Landwirtschaft Katerstimmung

Mehr

Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2009

Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2009 Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2009 Im 1. Halbjahr 2009 meldeten insgesamt 61.517 Bundesbürger Privatinsolvenz an allein im 2. Quartal waren es 31.026 was einen Anstieg um 1,75 Prozent im Vergleich zum

Mehr

Agrarmärkte Folienvorlage zum Kapitel 9 Schweine der Agrarmärkte 2013

Agrarmärkte Folienvorlage zum Kapitel 9 Schweine der Agrarmärkte 2013 Folienvorlage zum Kapitel 9 Schweine der Agrarmärkte 2013 Herausgeber: Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL) Oberbettringer Straße 162 73525 Schwäbisch Gmünd Version

Mehr

Milchtrends.de Zur Lage auf den Weltmärkten für Milcherzeugnisse

Milchtrends.de Zur Lage auf den Weltmärkten für Milcherzeugnisse Eurotier 2012: Forum Rind Milchtrends.de Zur Lage auf den Weltmärkten für Milcherzeugnisse M.Sc. agr. Lehrstuhl für Landwirtschaftliche Marktlehre, Georg-August-Universität Göttingen Die Weltmärkte für

Mehr

Monika Wohlfarth. Der deutsche Milchmarkt im internationalen Umfeld

Monika Wohlfarth. Der deutsche Milchmarkt im internationalen Umfeld Der deutsche Milchmarkt im internationalen Umfeld Berliner Milchforum Milcherzeuger und Molkereien im internationalen Wettbewerb Wie geht es weiter? Berlin, 14. März 2014 Monika Wohlfarth Zentrale Milchmarkt

Mehr

Rinder. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom

Rinder. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom Rinder des Jahresheftes Agrarmärkte 2016 Herausgeber: Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume, Schwäbisch Gmünd Version vom 12.12.2016 Rinderbestände der Welt, der EU

Mehr

Schuldenbarometer 2015: Privatinsolvenzen sinken um 6,4 Prozent vierter Anstieg in Folge bei den älteren Bundesbürgern

Schuldenbarometer 2015: Privatinsolvenzen sinken um 6,4 Prozent vierter Anstieg in Folge bei den älteren Bundesbürgern Schuldenbarometer 2015: Privatinsolvenzen sinken um 6,4 Prozent vierter Anstieg in Folge bei den älteren Bundesbürgern 1. Überblick: Privatinsolvenzen sinken auf den niedrigsten Stand seit 2005 Die Zahl

Mehr

Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie im ersten Halbjahr 2015

Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie im ersten Halbjahr 2015 Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie im ersten Halbjahr 2015 Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer HDS/L Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.v. Pressekonferenz

Mehr

Arbeitslosigkeit nach der Finanz- und Wirtschaftskrise (Teil 1)

Arbeitslosigkeit nach der Finanz- und Wirtschaftskrise (Teil 1) (Teil 1) Ausgewählte europäische Staaten, im Jahr 2010 und Veränderung der Spanien 2010 20,1 77,9 Estland 16,9 207,3 Slowakei Irland 13,7 14,4 117,5 51,6 Griechenland Portugal 12,0 12,6 41,2 63,6 Türkei

Mehr

Pressemitteilung. Tübingen und Linz, 6. Februar 2013

Pressemitteilung. Tübingen und Linz, 6. Februar 2013 Pressemitteilung Prognose zur Entwicklung der Schattenwirtschaft in Deutschland im Jahr 2013 Tübingen und Linz, 6. Februar 2013 Schattenwirtschaftsprognose 2013: Relativ günstige Wirtschaftsentwicklung

Mehr

Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie im ersten Halbjahr 2015

Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie im ersten Halbjahr 2015 Zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie im ersten Halbjahr 2015 Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer HDS/L Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.v. Pressekonferenz

Mehr

Wintersaison 2014/2015 bis März: Ankünfte +4% und Nächtigungen +2%

Wintersaison 2014/2015 bis März: Ankünfte +4% und Nächtigungen +2% Wintersaison 2014/2015 bis März: Ankünfte +4% und Nächtigungen +2% Quellen: Statistik Austria sowie TA im Auftrag des BMWFW (vorläufige Ergebnisse) Nach 5 Monaten bilanziert der Winter mit Zuwächsen bei

Mehr

Redemittel zur Beschreibung von Schaubildern, Diagrammen und Statistiken

Redemittel zur Beschreibung von Schaubildern, Diagrammen und Statistiken Balkendiagramm Säulendiagramm gestapeltes Säulendiagramm Thema Thema des Schaubildes / der Grafik ist... Die Tabelle / das Schaubild / die Statistik / die Grafik / das Diagramm gibt Auskunft über... Das

Mehr

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung In Mecklenburg-Vorpommern entstand im Jahr 2009 eine volkswirtschaftliche Gesamtleistung von 35 229 Millionen EUR, das entsprach 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Mehr

Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Sächsische Ernährungswirtschaft Exportsteigerung im 1. Halbjahr 2008 um 4,85 %

Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Sächsische Ernährungswirtschaft Exportsteigerung im 1. Halbjahr 2008 um 4,85 % Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Abteilung 2: Grundsatzangelegenheiten, Umwelt, Landwirtschaft, Ländliche Entwicklung August-Böckstiegel-Straße 3, 01326 Dresden Internet: http://www.smul.sachsen.de/lfulg

Mehr

Moprobereich aus Sicht des Handels

Moprobereich aus Sicht des Handels REGAL Mopro Forum 2015 Die Zukunft im Moprobereich aus Sicht des Handels unter Berücksichtigung von Preisen, Aktionen und Quoten DI (FH) Manuel Hofer, MBA Geschäftsführer TOP-TEAM Zentraleinkauf GmbH 5.

Mehr

Schulden-Check Fünf Ländergruppen

Schulden-Check Fünf Ländergruppen Schulden-Check Fünf Ländergruppen So stehen die Länder aktuell da: Anhand des IW-Kriterienkatalogs können die Flächenländer in vier Gruppen eingeordnet werden. Die Stadtstaaten werden gesondert betrachtet.

Mehr

Zweites Halbjahr 2013 verglichen mit zweitem Halbjahr 2012 Strompreise für Haushalte in der EU28 stiegen um 2,8% und Gaspreise um 1,0%

Zweites Halbjahr 2013 verglichen mit zweitem Halbjahr 2012 Strompreise für Haushalte in der EU28 stiegen um 2,8% und Gaspreise um 1,0% STAT/14/81 21. Mai 2014 Zweites Halbjahr 2013 verglichen mit zweitem Halbjahr 2012 Strompreise für Haushalte in der EU28 stiegen um 2,8% und Gaspreise um 1,0% In der EU28 stiegen die Strompreise 1 für

Mehr

Die Verschuldung des Landes Thüringen

Die Verschuldung des Landes Thüringen Harald Hagn Referat Sonderaufgaben und statistische Analysen Telefon: 03 61 37-8 41 10 E-Mail: Harald.Hagn@statistik.thueringen.de Die Verschuldung des Landes Thüringen Der vorliegende Aufsatz gibt einen

Mehr

Milchwirtschaftlicher Informationsdienst

Milchwirtschaftlicher Informationsdienst Milchwirtschaftlicher Informationsdienst Zentralverband der Milcherzeuger in Bayern e. V. Max-Joseph-Straße 9 80333 München Telefon 0 89 / 55 87 37 26; Fax -29 Vorsitzender: Max Zintl Nur für den Dienstgebrauch

Mehr

Kartoffeln. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom

Kartoffeln. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Kartoffeln des Jahresheftes Agrarmärkte 2015 Version vom 02.12.2015 Welterzeugung mit Kartoffeln 4-1 Erntemenge Anbaufläche Hektarertrag 2013 1.000 ha dt/ha

Mehr

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Ausgewählte europäische Staaten, prozentuale Veränderung des des BIP BIP* * im Jahr im Jahr 2009 2009 im Vergleich

Mehr

Branchenbericht 2014 der milchverarbeitenden Industrie

Branchenbericht 2014 der milchverarbeitenden Industrie der milchverarbeitenden Industrie GEWERKSCHAFT NAHRUNG-GENUSS-GASTSTÄTTEN Milchverarbeitung 2014 Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im ersten Halbjahr 2014 in der Milchverarbeitung in 149

Mehr

Kalenderjahr 2016: Erstmals über 140 Millionen Nächtigungen

Kalenderjahr 2016: Erstmals über 140 Millionen Nächtigungen : Erstmals über 140 Millionen Nächtigungen Quelle: Statistik Austria Pressemeldung 140,8 Mio. Nächtigungen gesamt im Auslandsgäste +5,2%, Auslandsnächtigungen +4,1% Inlandsgäste +5,1%, Inlandsnächtigungen

Mehr

BE FR DE GR IT PT ES Im Verhältnis zur Anzahl aller gelisteten Unternehmen Im Verhältnis zum Umsatz aller gelisteten Unternehmen

BE FR DE GR IT PT ES Im Verhältnis zur Anzahl aller gelisteten Unternehmen Im Verhältnis zum Umsatz aller gelisteten Unternehmen Entwicklung der europäischen börsennotierten Konzerne 2 Die Rentabilität (gemessen an EBIT/ Umsatz) der europäischen nichtfinanziellen börsennotierten Konzerne hat sich zum dritten Mal in Folge leicht

Mehr

Zuwanderungsmonitor Bulgarien und Rumänien

Zuwanderungsmonitor Bulgarien und Rumänien Aktuelle Berichte Zuwanderungsmonitor Bulgarien und Rumänien Juni 2015 Weiterhin gute Arbeitsmarktentwicklung, aber steigender SGB-II-Leistungsbezug Die Arbeitsmarktentwicklung bei Bulgaren und Rumänen

Mehr

Die Entwicklung der rumänischen Wirtschaft in 2013

Die Entwicklung der rumänischen Wirtschaft in 2013 Die Entwicklung der rumänischen Wirtschaft in 2013 1. Am 14. Februar 2014 veröffentlichte das Nationale Statistikinstitut die erste Schätzung für das Wirtschaftswachstum in Rumänien im vierten Quartal

Mehr

Kalenderjahr 2015: Ankünfte +4,9% und Nächtigungen +2,5%

Kalenderjahr 2015: Ankünfte +4,9% und Nächtigungen +2,5% : Ankünfte +4,9% und Nächtigungen +2,5% Quelle: Statistik Austria Pressemeldung Inlandsgäste +3,5%, Inlandsnächtigungen +2,1% Auslandsgäste +5,6%, Auslandsnächtigungen +2,6% Höchste absolute Nächtigungszuwächse

Mehr

Winter 2016/2017: Ankünfte +2,5%, Nächtigungen +0,1%

Winter 2016/2017: Ankünfte +2,5%, Nächtigungen +0,1% Winter 2016/2017: Ankünfte +2,5%, Nächtigungen +0,1% Quelle: Pressemeldung Statistik Austria (vorläufige Ergebnisse) Neuerliche Zuwächse der Ankünfte (+2,5% bzw. rd. +460.000 AN) sowohl aus dem Ausland

Mehr

Finanzen. Gesamtausgaben steigen in Niedersachsen unterdurchschnittlich. Kräftiger Anstieg der Sachinvestitionen in Niedersachsen

Finanzen. Gesamtausgaben steigen in Niedersachsen unterdurchschnittlich. Kräftiger Anstieg der Sachinvestitionen in Niedersachsen Finanzen Gesamtausgaben steigen in unterdurchschnittlich Die bereinigten Gesamtausgaben haben in mit + 2,7 % langsamer zugenommen als in Deutschland insgesamt (+ 3,6 %). Die höchsten Zuwächse gab es in

Mehr

Zuwanderungsmonitor Bulgarien und Rumänien

Zuwanderungsmonitor Bulgarien und Rumänien Aktuelle Berichte Zuwanderungsmonitor Bulgarien und Rumänien Juli 2015 Positive Arbeitsmarktentwicklung setzt sich fort, trotz steigenden SGB-II-Leistungsbezugs Die Arbeitsmarktentwicklung bei Bulgaren

Mehr

Statistische Mitteilung vom 14. Dezember 2016

Statistische Mitteilung vom 14. Dezember 2016 Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt Statistisches Amt Statistische Mitteilung vom 14. Dezember 216 Basler Tourismus im November 216: Mehr Übernachtungen als ein Jahr zuvor Im November 216 wurden

Mehr

Marktbericht Mai Export von Produkten der bayerischen Ernährungswirtschaft Erzeugerpreis Milch Magermilchpulver Butter Emmentaler Jungbullen

Marktbericht Mai Export von Produkten der bayerischen Ernährungswirtschaft Erzeugerpreis Milch Magermilchpulver Butter Emmentaler Jungbullen Marktbericht Mai a) Allgemeines Im ersten Quartal 2016 sank der Export von Produkten der bayerischen Ernährungswirtschaft gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,3 % auf 2,1 Mrd.. Die ernährungswirtschaftlichen

Mehr

Binnenhandel der EU (Teil 1)

Binnenhandel der EU (Teil 1) Binnenhandel der EU (Teil 1) Anteil der Ex- und Importe innerhalb der EU-27 an den gesamten Ex- und Importen der Mitgliedstaaten Warenimporte insgesamt, in Mrd. Euro 3.963,0 50,2 Anteil der Importe innerhalb

Mehr

M+E-Industrie bleibt Exportbranche Nummer eins

M+E-Industrie bleibt Exportbranche Nummer eins Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Metall- und Elektro-Industrie 02.08.2017 Lesezeit 4 Min. M+E-Industrie bleibt Exportbranche Nummer eins Die wichtigste Exportbranche in Deutschland

Mehr

Schuldenbarometer 1. 3. Quartal 2010

Schuldenbarometer 1. 3. Quartal 2010 BÜRGEL Studie Schuldenbarometer 1. 3. Quartal 2010 Noch keine Trendwende: Zahl der Privatinsolvenzen steigt um 8 Prozent / Im Rekordjahr 2010 mehr junge Bundesbürger von Privatpleiten betroffen Kernergebnisse

Mehr

2008: Verdienste in Deutschland und Arbeitskosten im EU-Vergleich

2008: Verdienste in Deutschland und Arbeitskosten im EU-Vergleich Pressemitteilung vom 13. Mai 2009 179/09 2008: Verdienste in Deutschland und Arbeitskosten im EU-Vergleich WIESBADEN Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verdienten vollzeitbeschäftigte

Mehr

HDH. Bremsspuren beim Wirtschaftswachstum. EEG-Umlage treibt die Strompreise. Holz: Auch im August ordentliche Umsätze

HDH. Bremsspuren beim Wirtschaftswachstum. EEG-Umlage treibt die Strompreise. Holz: Auch im August ordentliche Umsätze Bremsspuren beim Wirtschaftswachstum Passend zur Jahreszeit werden auch die Wirtschaftsaussichten kühler. Das aktuelle Herbstgutachten der führenden Institute geht jetzt nur noch von 0,8 Prozent Wachstum

Mehr

Quelle: UNWTO World Tourism Barometer August 2014, Ankünfte von ausländischen Gästen UNWTO, www.unwto.org

Quelle: UNWTO World Tourism Barometer August 2014, Ankünfte von ausländischen Gästen UNWTO, www.unwto.org Welttourismus 2013 World Tourism Barometer August 2014, Ankünfte von ausländischen Gästen UNWTO, www.unwto.org Weltweit rd. 1,09 Mrd. Ankünfte (+5% bzw. +50 Mio.) Die Nachfrage in Europa verlief besser

Mehr

Statistische Mitteilung vom 27. Februar 2017

Statistische Mitteilung vom 27. Februar 2017 Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt Statistisches Amt Statistische Mitteilung vom 27. Februar 217 Rückgang der Logiernächte im Januar 217 Im Januar 217 nahm die Zahl der Übernachtungen gegenüber

Mehr

Firmeninsolvenzen 1. Halbjahr 2015

Firmeninsolvenzen 1. Halbjahr 2015 Firmeninsolvenzen 1. Halbjahr 2015 Firmeninsolvenzen sinken um 4,4 Prozent Anstieg auf Jahressicht möglich / In fünf Bundesländern steigen die Firmenpleiten bereits an 1. Überblick In den ersten sechs

Mehr

15/2015-21. Januar 2015. Anteil innovativer Unternehmen in der Europäischen Union, 2010-2012 (in % der Unternehmen)

15/2015-21. Januar 2015. Anteil innovativer Unternehmen in der Europäischen Union, 2010-2012 (in % der Unternehmen) 15/2015-21. Januar 2015 Innovationserhebung der Gemeinschaft (2012) Anteil der n in der EU im Zeitraum 2010-2012 unter 50% gesunken Organisations- und Marketinginnovationen liegen knapp vor Produktund

Mehr

Wie reagieren Märkte. Monika Wohlfarth. Berlin, 18. März Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH Tel. 030/

Wie reagieren Märkte. Monika Wohlfarth. Berlin, 18. März Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH Tel. 030/ Wie reagieren Märkte aktuell und in der Zukunft? Berliner Milchforum Visionen 2020 Berlin, 8. März 20 Monika Wohlfarth Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH Tel. 030/406079972 info@milk.de Milchpreise

Mehr

INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS.

INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS. INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS. Stand: 29. Mai 2015 Genaue Infos zu den Freiwilligen-Diensten

Mehr

Zweite Schätzung für das erste Quartal 2015 BIP im Euroraum und in der EU28 um 0,4% gestiegen +1,0% bzw. +1,5% im Vergleich zum ersten Quartal 2014

Zweite Schätzung für das erste Quartal 2015 BIP im Euroraum und in der EU28 um 0,4% gestiegen +1,0% bzw. +1,5% im Vergleich zum ersten Quartal 2014 2005Q1 2005Q2 2005Q3 2005Q4 2006Q1 2006Q2 2006Q3 2006Q4 2007Q1 2007Q2 2007Q3 2007Q4 2008Q1 2008Q2 2008Q3 2008Q4 2009Q1 2009Q2 2009Q3 2009Q4 2010Q1 2010Q2 2010Q3 2010Q4 2011Q1 2011Q2 2011Q3 2011Q4 2012Q1

Mehr

HDH. Deutsche geben mehr Geld für Möbel aus. Möbel: Kapazitätsauslastung sinkt leicht. Guter November mit Plus 8,5 Prozent

HDH. Deutsche geben mehr Geld für Möbel aus. Möbel: Kapazitätsauslastung sinkt leicht. Guter November mit Plus 8,5 Prozent Deutsche geben mehr Geld für Möbel aus Das ist mal eine schöne Zahl: Pro Kopf gaben die Bundesbürger im vergangenen Jahr durchschnittlich 373 Euro für Möbel aus. Das ist immerhin der beste Wert seit 10

Mehr

Asylgeschäftsstatistik

Asylgeschäftsstatistik Asylgeschäftsstatistik für den Monat August Seite 2 von 10 Asylgeschäftsstatistik für den Monat August Überblick Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick zur Geschäftsstatistik des Berichtsjahres.

Mehr

Hopfen. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom

Hopfen. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Hopfen des Jahresheftes Agrarmärkte 2016 Version vom 10.06.2016 Weltweite Anbaufläche von Hopfen Tab 16-1 Anbaufläche in ha 2004 2010 2011 2012 2013 2014 2014

Mehr

Eier und Geflügel. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom

Eier und Geflügel. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Eier und Geflügel des Jahresheftes Agrarmärkte 2016 Version vom 08.12.2016 Hühnerbestände der Welt, der EU und Deutschlands (1) 12-1 in Mio. Tiere 2000 1) 2010

Mehr

Internetnutzung (Teil 1)

Internetnutzung (Teil 1) (Teil 1) Internetnutzung (Teil 1) Europäische Union Union und und ausgewählte europäische Staaten, 2010 nie nutzen**, in Prozent regelmäßig nutzen*, in Prozent 5 Island 92 5 Norwegen 90 ** Privatpersonen,

Mehr

Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2015

Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2015 Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2015 Überblick: Privatinsolvenzen sinken Anstieg bei jüngeren Bundesbürgern In den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 mussten 52.771 Bundesbürger eine Privatinsolvenz anmelden.

Mehr

Statistische Mitteilung vom 13. Februar 2017

Statistische Mitteilung vom 13. Februar 2017 Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt Statistisches Amt Statistische Mitteilung vom 13. Februar 217 Basler Tourismus 216: Noch nie wurden so viele Übernachtungen gezählt Im Dezember wurden 98 399

Mehr

Der (Bio)milchmarkt der Zukunft, wohin geht die Reise?

Der (Bio)milchmarkt der Zukunft, wohin geht die Reise? Der (Bio)milchmarkt der Zukunft, wohin geht die Reise? ife Institut für Ernährungswirtschaft Kiel Fachhochschule Kiel, 08. Dezember 2014 Süddeutscher Bioland Milchviehtag: Praxis trifft Biomilchmarkt Fragestellungen

Mehr

ConTraX Real Estate. Büromarkt in Deutschland 2005 / Office Market Report

ConTraX Real Estate. Büromarkt in Deutschland 2005 / Office Market Report ConTraX Real Estate Büromarkt in Deutschland 2005 / Office Market Report Der deutsche Büromarkt ist in 2005 wieder gestiegen. Mit einer Steigerung von 10,6 % gegenüber 2004 wurde das beste Ergebnis seit

Mehr

Milchmarkt, Marktanteile, Distribution und Preise von Bio-Frischmilch

Milchmarkt, Marktanteile, Distribution und Preise von Bio-Frischmilch Informationsmaterialien über den ökologischen Landbau und zur Verarbeitung ökologischer Erzeugnisse für die Aus- und Weiterbildung im Ernährungshandwerk und in der Ernährungswirtschaft (Initiiert durch

Mehr

Firmeninsolvenzen 1. Quartal 2015

Firmeninsolvenzen 1. Quartal 2015 Firmeninsolvenzen 1. Quartal 2015 Überblick: Firmeninsolvenzen sinken um 7,8 Prozent Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland geht weiter zurück. In den ersten drei Monaten des Jahres mussten 5.706

Mehr

Schweine und Ferkel. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom

Schweine und Ferkel. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. des Jahresheftes Agrarmärkte Version vom Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Schweine und Ferkel des Jahresheftes Agrarmärkte 2016 Version vom 18.08.2016 Schweinebestände der Welt, der EU und Deutschlands (1) 9-1 in 1.000 Tiere 2000 2010

Mehr

Erwerbslosigkeit im internationalen Vergleich

Erwerbslosigkeit im internationalen Vergleich Erwerbslosigkeit im internationalen Vergleich Destatis, 03. März 2009 Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ist mit dem Jahreswechsel 2008/09 auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt angekommen. Der Arbeitsmarkt

Mehr

Das Bundesland Wien weist 2010 einen Anteil von 20,7% Personen ohne österreichische Staatsangehörigkeit auf. Zusätzlich ist dies das Bundesland mit de

Das Bundesland Wien weist 2010 einen Anteil von 20,7% Personen ohne österreichische Staatsangehörigkeit auf. Zusätzlich ist dies das Bundesland mit de IMZ - Tirol S. 1 Das Bundesland Wien weist 2010 einen Anteil von 20,7% Personen ohne österreichische Staatsangehörigkeit auf. Zusätzlich ist dies das Bundesland mit dem höchsten Anstieg seit 2002. Vorarlberg,

Mehr

Presseinfo GDS 26. Juli 2016

Presseinfo GDS 26. Juli 2016 SCHUHINDUSTRIE: KONJUNKTUR NIMMT 2016 WIEDER FAHRT AUF, 2015 BESSER ALS ERWARTET Umsatz und Beschäftigung in der Schuhindustrie stiegen in den ersten vier Monaten des Jahres deutlich an. Das positive Ergebnis

Mehr

Marktbericht Dezember

Marktbericht Dezember Marktbericht Dezember a) Allgemeines Der Nahrungsmittelpreisindex der Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO) erhöhte sich 2017 um 8,2 % gegenüber dem Vorjahr auf 174,6 Punkte. Damit

Mehr

Erwerbstätigenquoten nach Anzahl der Kinder*

Erwerbstätigenquoten nach Anzahl der Kinder* Erwerbstätigenquoten nach Anzahl der Kinder* In Prozent, nach Frauen und Männern zwischen 25 bis 54 Jahren, Europäische Union **, 2009 Frauen 75,8 71,3 69,2 3 oder mehr 54,7 * Kinder sind all diejenigen

Mehr

Hamburger Kreditbarometer Ergebnisse der Sonderbefragung zur Kreditversorgung im Rahmen der Handelskammer-Konjunkturumfrage, I.

Hamburger Kreditbarometer Ergebnisse der Sonderbefragung zur Kreditversorgung im Rahmen der Handelskammer-Konjunkturumfrage, I. Ergebnisse der Sonderbefragung zur Kreditversorgung im Rahmen der Handelskammer-Konjunkturumfrage, I. Quartal 2015 Zugang zu Fremdkapital für Unternehmen weitgehend problemlos Nur 6,4 % der Hamburger Unternehmen

Mehr

Firmeninsolvenzen Gesamtjahr 2012

Firmeninsolvenzen Gesamtjahr 2012 BÜRGEL Studie Firmeninsolvenzen Gesamtjahr 2012 2,2 Prozent weniger Firmeninsolvenzen / zweitniedrigstes Niveau in zehn Jahren Kernergebnisse } 2012 ereigneten sich in Deutschland 29.619 Firmeninsolvenzen

Mehr

Amt der Oö. Landesregierung Direktion Präsidium Information der Abt. Statistik. Außenhandel Oberösterreich 2014. vorläufige Ergebnisse

Amt der Oö. Landesregierung Direktion Präsidium Information der Abt. Statistik. Außenhandel Oberösterreich 2014. vorläufige Ergebnisse Amt der Oö. Landesregierung Direktion Präsidium Information der Abt. Statistik Außenhandel Oberösterreich 2014 vorläufige Ergebnisse 33/2015 Außenhandel Oberösterreich 2014 Die regionale Außenhandelsstatistik

Mehr

Herausforderungen an die Pflegeinfrastruktur

Herausforderungen an die Pflegeinfrastruktur Pressekonferenz, 28. September 2015, Berlin Herausforderungen an die Pflegeinfrastruktur Länderprofile Ansprechpartnerin Dr. Susanna Kochskämper Öffentliche Finanzen, Soziale Sicherung, Verteilung Institut

Mehr

Die EU als Agrarexporteur am Beispiel Deutschland. Referat von Bernadette Brugger und Carolin Hesshaus

Die EU als Agrarexporteur am Beispiel Deutschland. Referat von Bernadette Brugger und Carolin Hesshaus Die EU als Agrarexporteur am Beispiel Deutschland Referat von Bernadette Brugger und Carolin Hesshaus Gliederung Agrarexportbedeutung Deutschlands Welche Produkte wurden exportiert? Bestimmungsländer Folgen

Mehr

Ergebnisse nach Bundesländern

Ergebnisse nach Bundesländern Alle Texte und Grafiken zum Download: www.die-aengste-der-deutschen.de Ergebnisse nach Bundesländern (in alphabetischer Reihenfolge) Das R+V-Infocenter ist eine Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden.

Mehr

Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz

Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz Eidgenössisches Finanzdepartement EFD Medienmitteilung Datum 17. Oktober 2007 Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz Die Fiskalquote der Schweiz beträgt für das Jahr 2006 29,4 Prozent

Mehr

Soziale Sicherung auf dem Prüfstand Stimmt die Balance zwischen Fördern F Fordern?

Soziale Sicherung auf dem Prüfstand Stimmt die Balance zwischen Fördern F Fordern? Soziale Sicherung auf dem Prüfstand Stimmt die Balance zwischen Fördern F und Fordern? Hans-Werner Sinn 9. Oktober 2008 Armut und Armutsgefährdung Der Einfluss der Arbeitslosigkeit Das deutsche Jobwunder

Mehr

Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands (Teil 1)

Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands (Teil 1) (Teil 1) Import, in Mrd. Euro Niederlande 72,1 (8,8%) Frankreich 66,7 (8,1%) China 59,4 (7,3%) Import insgesamt: 818,6 Mrd. Euro (100%) USA 46,1 (5,6%) Italien Großbritannien Belgien 46,0 (5,6%) 44,3 (5,4%)

Mehr

Öffentlicher Schuldenstand*

Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* In Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), ausgewählte europäische Staaten, 1997 bis 2011 Prozent 165 Griechenland 160 * Bruttoschuld des Staates (konsolidiert) 150 140 145

Mehr

Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2013

Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2013 Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2013 Zahl der Privatinsolvenzen sinkt um 3,9 Prozent Kernergebnisse Rückgang um 3,9 Prozent: 63.006 Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr 2013 Prognose Gesamtjahr: 126.000

Mehr

Zuwanderung ausländischer Pflegekräfte verantwortungsvoll gestalten

Zuwanderung ausländischer Pflegekräfte verantwortungsvoll gestalten Institut für Europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft GmbH Zuwanderung ausländischer Pflegekräfte verantwortungsvoll gestalten Dr. Grit Braeseke Leiterin, IEGUS Institut GmbH Vorstellung IEGUS Institut

Mehr

Unternehmensbesteuerung

Unternehmensbesteuerung Unternehmensbesteuerung Unternehmensbesteuerung Steuersätze in in Prozent, EU-Durchschnitt und und ausgewählte europäische Staaten, Staaten, 1996 1996 bis 2010 bis 2010* * Prozent 59 56,6 55 53,2 51,6

Mehr

Firmeninsolvenzen 2009 in Deutschland

Firmeninsolvenzen 2009 in Deutschland Firmeninsolvenzen 2009 in Deutschland Überblick: Steigende Tendenz bei Firmenpleiten auch in 2010, geografische und strukturelle Unterschiede Im Jahr 2009 meldeten 33.762 Unternehmen in Deutschland Insolvenz

Mehr

Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland

Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland Kernergebnisse 6.672.183 Privatpersonen in Deutschland überschuldet (Stand 31.12.2012) Vorjahresvergleich: 2,7 Prozent mehr Überschuldungsfälle in 2012 Absolut

Mehr

SchuldnerAtlas Deutschland 2013

SchuldnerAtlas Deutschland 2013 Presseinformation SchuldnerAtlas Deutschland 2013 Überschuldung stagniert in Deutschland Im Oktober 2013 zählt Deutschland 6,58 Mio. überschuldete Privatpersonen. Im Vorjahr lag die Zahl geringfügig höher

Mehr

ConTraX Real Estate. Investmentmarkt in Deutschland 2005 (gewerbliche Immobilien) Transaktionsvolumen Gesamt / Nutzungsart

ConTraX Real Estate. Investmentmarkt in Deutschland 2005 (gewerbliche Immobilien) Transaktionsvolumen Gesamt / Nutzungsart ConTraX Real Estate Investmentmarkt in Deutschland 2005 (gewerbliche ) Der Investmentmarkt im Bereich gewerbliche wurde im Jahr 2005 maßgeblich von ausländischen Investoren geprägt. Das wurde auch so erwartet.

Mehr

Der Bio-Milchmarkt Einführungskurs Plankstetten (gemeinsamer Teil) Montag,

Der Bio-Milchmarkt Einführungskurs Plankstetten (gemeinsamer Teil) Montag, Bio-Milch: Daten & Fakten Deutschland 45 Molkereien 708 Mio kg Bio-Milch Anlieferung (2,3 % von gesamt, Basis 2014) & Käsereien: (+ ca. 40-60 Mio.kg Direktvermarktung) Der Bio-Milchmarkt Einführungskurs

Mehr

Oktober 2012 gewählt, wobei der besondere Fokus auf die letzten drei Jahre gelegt wurde, in welchen aufgrund

Oktober 2012 gewählt, wobei der besondere Fokus auf die letzten drei Jahre gelegt wurde, in welchen aufgrund Entwicklung des Kreditvolumens und der Kreditkonditionen privater Haushalte und Unternehmen im Euroraum-Vergleich Martin Bartmann Seit dem Jahr kam es im Euroraum zwischen den einzelnen Mitgliedsländern

Mehr

Finanzlage der Länderhaushalte

Finanzlage der Länderhaushalte Finanzlage der Länderhaushalte Destatis, 09. Oktober 2008 Die Zukunftsfähigkeit und die Gestaltungsmöglichkeiten der Bundesländer sind abhängig von der Entwicklung der öffentlichen Finanzen. Mithilfe finanzstatistischer

Mehr

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan Schillerstr. 59 10 627 Berlin E-Mail: info@berlin-institut.org Tel.: 030-22 32 48 45 Fax: 030-22 32 48 46 www.berlin-institut.org Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China,

Mehr

Nachhaltigkeitsindex. Pensionssysteme. Presseaussendung. Quelle: Allianz Asset Management.

Nachhaltigkeitsindex. Pensionssysteme. Presseaussendung. Quelle: Allianz Asset Management. Nachhaltigkeitsindex für Pensionssysteme Ergänzungsmaterial zur Presseaussendung Wien, 01. April 2014 Ranking nach Ländern 2014 (absolut) 1 Australien 2 Schweden 3 Neuseeland 4 Norwegen 5 Niederlande 6

Mehr

Wege in die Frühpension -

Wege in die Frühpension - Wege in die Frühpension - Der Übergang in den Ruhestand in Osterreich Zusammenfassung der Ergebnisse Eines der wichtigsten Ziele der österreichischen Sozialpolitik ist die langfristige Sicherung der Finanzierbarkeit

Mehr

Struktur der österreichischen Milchwirtschaft und künftige Entwicklungen

Struktur der österreichischen Milchwirtschaft und künftige Entwicklungen Struktur der österreichischen Milchwirtschaft und künftige Entwicklungen Mag. DI Johann Költringer Fachtagung Rinderproduktion Gumpenstein, 6. November 2008 Inhalt Milchwirtschaft in Österreich Milchwirtschaft

Mehr

5 Minuten Terrine. Die CAP auf 1 Blick

5 Minuten Terrine. Die CAP auf 1 Blick 5 Minuten Terrine Die CAP auf 1 Blick Die Ziele der GAP - seit 1957 unverändert Artikel 39 der Römische Verträge und des Lissabon-Abkommens Artikel 39 (1) Ziel der gemeinsamen Agrarpolitik ist es: a) die

Mehr

Mittelstand infoservice

Mittelstand infoservice www.mittelstandsbund.de Mittelstand infoservice Fachwissen aus dem Kompetenzcenter Internationalisierung im Mittelstand Mittelstand in Europa Europäischer Mittelstand im Vergleich INHALTSVERZEICHNIS Einleitung

Mehr

LANDTAG RHEINLAND-PFALZ 15. Wahlperiode. Kleine Anfrage. Antwort. Drucksache 15/202. der Abgeordneten Hedi Thelen (CDU) und

LANDTAG RHEINLAND-PFALZ 15. Wahlperiode. Kleine Anfrage. Antwort. Drucksache 15/202. der Abgeordneten Hedi Thelen (CDU) und LANDTAG RHEINLAND-PFALZ 15. Wahlperiode Drucksache 15/202 24. 08. 2006 Kleine Anfrage der Abgeordneten Hedi Thelen (CDU) und Antwort des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Zuwanderungssituation

Mehr

Österreichische Kreditkunden profitieren von attraktiven Zinskonditionen

Österreichische Kreditkunden profitieren von attraktiven Zinskonditionen Österreichische Kreditkunden profitieren von attraktiven Zinskonditionen Entwicklung der Kundenzinssätze in Österreich und im Euroraum bis März 03 Martin Bartmann Österreich zählt derzeit zu jenen Ländern

Mehr

Beilage 3. F-G1 Blatt 1/2 09/2016. St. Johann im Pongau. Dorfgastein. Letzter Einsendetag: 15. des folgenden Monats!

Beilage 3. F-G1 Blatt 1/2 09/2016. St. Johann im Pongau. Dorfgastein. Letzter Einsendetag: 15. des folgenden Monats! Beilage 3 Bundesanstalt Statistik Österreich Direktion Raumwirtschaft, Tourismus Guglgasse 13, 1110 Wien Tel. +43(1) 711 28-7736, 7740, Fax. +43(1) 711 28-8002 http://www.statistik.at DVR 0000043 e-mail.

Mehr