Geschichte der Migros-Pensionskasse

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1 Historische Chronologie 1925 Gründung der Migros 1. Juni 1931 Beginn der Prämienzahlungen der Arbeiterschaft am Standort Zürich und ab 1932 in Basel, Bern und St. Gallen. Die Prämien betragen 3 % für das Personal und 5 % für den Arbeitgeber. 11. September 1934 Gottlieb und Adele Duttweiler errichten über die Migros AG die Stiftungsurkunde für eine Hilfs- und Pensionskasse (HPK) für ihre Angestellten und Arbeiter. Der Zweck ist die Ausrichtung von Pensionen an die Arbeiter und Angestellten im Alter und bei Invalidität sowie im Todesfall an deren Hinterlassene. Das Anfangskapital beträgt mit Prämien und Zinsen CHF 415' Die Produktion AG Meilen und die Schokoladenfabrik Jonatal AG (Jowa AG) gründen je eine Pensionskasse. Die beiden Vorsorgeeinrichtungen werden 1950 zur MIFA zusammengeschlossen. 5. Mai 1938 Die Personalversammlung der Migros AG beschliesst, den operativen Betrieb der HPK aufzunehmen. Auf Vorschlag von Gottlieb Duttweiler wird mit der Verabschiedung des Kassenreglements zugewartet bis ein Fonds von CHF 3 Mio. geäufnet ist. 1. Januar 1944 Die Delegiertenversammlung der HPK beschliesst am das erste Kassenreglement. Das Kapital beträgt CHF 3'631' Die Eckwerte des Reglements lauten: - Personalprämien 3 %, Arbeitgeberprämien 5 % - Ordentliche Pensionierung mit 62 Jahren - Leistungsprimat in der Rentenversicherung mit maximalem Leistungsziel von 60 % des anrechenbaren Verdienstes 1. November 1944 Die PMG erhöht die Personalprämien auf 5 % und die Arbeitgeberprämien auf 8 %. 1. November 1945 Gründung der Pensionskasse der Genossenschaft zur Limmat, Druckerei und Verlag, Zürich (PGL). Ein Anschluss des Personals an die PMG wurde erwogen; der Arbeitgeber konnte jedoch die 8 % Arbeitgeberprämien nicht aufbringen. 1. Januar 1945 Im Einführungsjahr der AHV Anpassung des Vorsorgereglement der PGL: Abschaffung der Eintrittsgelder für sogenannte Älter-Eintretende und der Nachzahlungen infolge Lohnerhöhung Erhöhung des maximalen jährlichen Beitragsgehalts von CHF 10'000 auf CHF 12'000 Übergang zum Durchschnittsgehalts-System und Schaffung von Kürzungen für alle ab Älter-Eintretenden Kostenpunkt CHF 282'000. Finanzierung aus eigenen Mitteln. Seite 1 von 6

2 3. Juni 1946 Errichtung der Geschäftsleiter-Pensionskasse (GPK) als selbständige Stiftung. 1. Januar 1949 Freizügigkeitsabkommen innerhalb der Pensionskassen der M-Gemeinschaft. 1. Januar 1954 Reglementsrevision der PMG: Mitversicherung der Teuerungszulagen Erhöhung des maximalen Beitragsgehalts von CHF 12'000 auf CHF 18'000 Die Sparversicherten erhalten die vollen Arbeitgeberprämien als Gutschrift Erhöhung des versicherungstechnischen Zinsfusses von 3.5 % auf 4 %. Kostenpunkt CHF 2'762'000. Finanzierung aus eigenen Mitteln. 19. Dezember 1954 Gründung der Fürsorgestiftung der kulturellen Unternehmungen der Migros- Gemeinschaft (PKU) vorerst für die Genossenschaft Hotelplan und die Sekretariate der Klubschulen Migros. Zu einem späteren Zeitpunkt folgt der Beitritt von Ex Libris und der Europäischen Sprach- und Bildungszentren. 1957/1958 Grundlegende Reglementsrevision durch die PMG: auf Einkauf der Jahre Erhöhung der Alters-, Invaliden-, Witwen- und Waisenrenten Schaffung von Witwerrenten Abschaffung der Altersgrenze von 40, resp. 45 für die Aufnahme in die Rentenversicherung Eintrittsmöglichkeit bis zum Alter 58, resp. 62 Rentenleistung ab Eintrittstag, resp. Eintrittsmonat und Wegfall der Kapitalabfindungen in den ersten 5 Jahren Erhöhung des versicherten Jahresgehalts von CHF 18'000 auf CHF 20'000 Kostenpunkt CHF 7'672'000. Finanzierung aus eigenen Mitteln. 1. Januar 1961 Revision des bestehenden Freizügigkeitsabkommens innerhalb der Pensionskassen der M-Gemeinschaft 17. November 1962 Todesfall-Risiko-Versicherung Die Verwaltung MGB beschliesst auf Antrag ihrer Delegation die Todesfall-Risiko- Versicherung. Auszahlung eines Todesfallkapitals an die Hinterbliebenen als zusätzliche Leistung zu den reglementarischen Leistungen der PMG. Abfindungen bis zum 3-fachen effektiven Jahressalär. Die Kosten werden vom Arbeitgeber getragen. Seite 2 von 6

3 1963/1964 PMG Revision Vorsorgereglement auf und Einkauf der Jahre Reduktion der Kürzungsfaktoren des Art. 11 um 3 Eintritts-Altersjahre Erhöhung des maximal versicherten Jahresgehalts von CHF 20'000 auf CHF 25'000 Erhöhung der einfachen Waisenrenten von 12 % auf 15 % und der Doppelwaisenrenten von 18 % auf 25 % Schaffung von Kinderrenten für Invalide in der Höhe der einfachen Waisenrenten von 15 % Anpassung der Auszahlungsbedingungen für Waisenrenten an diejenigen der AHV. Die max. Auszahlungsverlängerung bis zum 20. Altersjahr (AHV = 25. Altersjahr) bleibt aber bestehen. Ausrichtung einer Teuerungszulage an die Pensionierten von durchschnittlich 10 % unter Berücksichtigung einer der Teuerung entsprechenden Abstufung seit dem letzten Ausgleich Schaffung eines Sterbegeldes bis CHF 2'000 für allein stehende Versicherte Reduktion der Versicherungsdauer für die Umteilung von der Spar- in die Rentenversicherung von 15 auf 10 Jahre Nichtanwendung des Kürzungsfaktors für die Versicherungsjahre über dem reglementarischen Pensionierungsalter Kostenpunkt CHF 12'799'000. Finanzierung aus eigenen Mitteln. 30. Juni 1966 PMG Beschluss von Leistungsverbesserungen Erhöhung des versicherten Maximalgehalts von CHF 25'000 auf CHF 30' auf und Einkauf der Jahre 1962 und Kostenpunkt CHF 3'845'000. Finanzierung aus eigenen Mitteln. 25. Juli 1967 PMG Beschluss von Leistungsverbesserungen auf und Einkauf der Jahre Erhöhung des versicherten Maximalgehalts von CHF 30'000 auf CHF 36'000 Änderung der Anspruchsberechtigung auf Invalidenkinderrenten. Neu haben auch Teilinvalide dem Invaliditätsgrad entsprechend einen Anspruch Kostenpunkt CHF 15'300'813. Finanzierung aus eigenen Mitteln. Seite 3 von 6

4 4. Juli 1968 PMG Beschluss administrativer Änderungen Gleichstellung des Total- oder Teilinvalidenrentenanspruchs bei Unfall und Krankheit für aus dem Dienste entlassene oder vorübergehend im Dienste eingestellte Versicherte Ausrichtung von relativ kurzfristigen vorübergehenden Total- oder Teilinvalidenrenten Ausrichtung von Teil-Witwen- und -Witwerrenten beim Tode von Teilinvalidenrentnern, die sich erst während des Bezugs einer Teilinvalidenrente verheiratet haben 25. Juni 1969 PMG Beschluss von Leistungsverbesserungen Die Delegiertenversammlung beschliesst mit Wirkung ab den Einkauf des Jahres 1967 für die Berechnung des Durchschnittsgehalts, das nun mit Wirkung ab 1970 auf der Basis des Jahres 1968 und der folgenden Jahre berechnet wird. Kostenpunkt CHF 3'880'000. Finanzierung aus eigenen Mitteln. 25. Juli 1974 Gründung der Anlagestiftung der MPK 1. Januar 1975 Administrative Zusammenlegung der fünf Migros-Pensionskassen Geschäftsleitung befindet sich an der Bachmattstrasse 59 in 8048 Zürich. 1. Januar 1979 Zusammenlegung der fünf Migros-Pensionskassen in die Stiftungen MPK I und MPK II. Beseitigung der unterschiedlichen Behandlung der Versicherten bezüglich Aufnahme in die Pensionskasse, Rentenskalen, Beitragssätze, Pensionierungsalter und Plafonierung des versicherten Gehalts. Wechsel vom Beitragsprimat zum Leistungsprimat und Koordination mit der AHV zur Verhinderung von Überversicherungen. 1. Januar 1985 Mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) erfolgt die Fusion von MPK I und MPK II zur MPK. Das neue Reglement wird an die gesetzlichen Vorschriften unter Beibehaltung des bisherigen MPK-Konzepts angepasst. Einführung der Migros- AHV-Ersatzrente nebst verschiedenen anderen Verbesserungen (Indexierung Langzeitrenten, Einkauf von Versicherungsjahren etc.). 1. Januar 1990 Revision Vorsorgereglement mit Leistungsverbesserungen Einführung der vollen Freizügigkeit Anpassung der Witwenrente von 60 % auf 66 2/3 % der Altersrente Teuerungsanpassungssystem für Rentner Teil-Strukturverbesserung für aktive Versicherte mit Begrenzung des Koordinations-Abzugs auf die maximale einfache AHV-Altersrente sowie Erleichterung für den Einkauf von Versicherungsjahren Versicherung vorzeitig pensionierter Mitarbeiter bei Weiter- oder Wiederbeschäftigung in der M-Gemeinschaft. Seite 4 von 6

5 1. Januar 1995 Zwei neue Bundesgesetze Das Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (FZG) und das Bundesgesetz über die Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge treten in Kraft. 1. Januar 1998 Revision Vorsorgereglement mit Leistungsverbesserungen Möglichkeit, bis zu 25% der Altersleistung in Kapitalform zu beziehen Einführung von Hinterlassenenleistungen bei eheähnlicher Gemeinschaft Einführung eines Todesfallkapitals an Begünstigte, sofern keine Hinterlassenenleistungen fällig werden. 1. Januar 2005 Revision Vorsorgereglement im Zeichen der Zukunftssicherung Erhöhung des ordentlichen Pensionierungsalters auf 63 Jahre unter Beibehaltung des bisherigen Leistungsziels von 74.1 % Möglichkeit der vorzeitigen Pensionierung ab Alter 55 Möglichkeit, bis zu 25 % und neu 100 % der Altersleistung in Kapitalform zu beziehen moderate Reduktion der Invalidenrenten Abschaffung der Gesundheitserklärung Einführung eines Kapitalplans für unregelmässig anfallende Einkommensbestandteile Möglichkeit zur Einrichtung eines Zusatzkontos für die Finanzierung von Übergangsrenten bei vorzeitiger Pensionierung 1. Januar 2005 Die 1. BVG-Revision tritt in drei Etappen in Kraft 1. Januar 2008 Anpassung der Stiftungsurkunde und des Vorsorgereglements Berücksichtigung des neuen Partnerschaftsgesetzes (PartG) Das Vorsorgereglement beschränkt sich auf Bestimmungen, welche den Vorsorgeplan (Leistungen und Beiträge) betreffen Neuregelung von Kapitalplan und Zusatzkonto Aufhebung der Zusatzrente für überschüssige Eintrittsleistungen Harmonisierung der Regelung bezüglich Anpassungen der Renten an die Preisentwicklung Erhöhung des frühestmöglichen Pensionierungsalters auf 58 Jahre Neuregelung bezüglich Vertretung der Rentner in der Delegiertenversammlung Seite 5 von 6

6 1. Januar 2012 Revision Vorsorgereglements als Schritt zur Sicherung der finanziellen Stabilität und zum Ausbau von Wahlmöglichkeiten Erhöhung des ordentlichen Pensionierungsalters von 63 auf 64 Jahre Anpassung des maximalen Leistungsziels von 74.1 % auf 70.2 % des versicherten Einkommens Abbau von unerwünschten Solidaritäten bei vorzeitigen Pensionierungen Einführung des jederzeitig möglichen freiwilligen Einkaufs von Versicherungsjahren Neuregelung des Zusatzkontos für die Finanzierung einer vorzeitigen Pensionierung Ausdehnung der Wahlmöglichkeiten bei den Leistungsformen, d.h. Einführung der Teilpensionierung, freie Wahl von Rente und/oder Kapital bei der Pensionierung, Möglichkeit, die Ehegattenrente als Kapitalleistung zu beziehen Aufschub der Pensionierung mit Zustimmung des Arbeitgebers bis zum 70. Altersjahr möglich eigenständiges Vorsorgereglement für den Kursleiter-Beitragsprimatplan Seite 6 von 6

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