Aggregierte Präferenzen: Liberalismus (Rasmus Beckmann)

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1 Liberalismus Folie 1 Aggregierte Präferenzen: Liberalismus (Rasmus Beckmann) Gliederung 1. Einordnung der liberalen Außenpolitiktheorie in den Kontext der Vorlesung 2. Abgrenzung vom traditionellen Liberalismus 3. Neuer Liberalismus der Außenpolitikanalyse 4. Interessengruppen 5. Öffentliche Meinung 6. Literatur

2 Liberalismus Folie 2 1. Einordnung in den Kontext der Vorlesung

3 Liberalismus Folie 3 2. Abgrenzung vom traditionellen Liberalismus Traditioneller Liberalismus I Uneinheitliche politische Philosophie Normativer Kern: Freiheit des Individuums Negative Freiheit vom Staat Positive Freiheit zur Partizipation Positives Menschenbild Fortschrittsglaube

4 Liberalismus Folie 4 2. Abgrenzung vom traditionellen Liberalismus Traditioneller Liberalismus II Auf der Ebene der internationalen Beziehungen: Norm der Verhinderung von Krieg dauerhafte Friedensordnung großes Potential für internationale Friedensordnung Erklärungsfaktoren: Kosten des Krieges, Nutzen des Handels, Friedlichkeit von Demokratien, Weltöffentlichkeit, Rechtsnormen, Institutionen

5 Liberalismus Folie 5 3. Neuer Liberalismus der Außenpolitikanalyse I Die liberale Außenpolitiktheorie ist nicht normativ, sondern empirisch-analytisch! Grundannahmen Grundannahme 1: Die zentralen Akteure in der internationalen Politik sind Individuen und private Gruppen (methodologischer Individualismus). Diese gesellschaftlichen Akteure konkurrieren um die Durchsetzung ihrer Eigeninteressen bezüglich Außenpolitik. Grundannahme 2: Der Staat überträgt die durchsetzungsfähigsten gesellschaftlichen Interessen in außenpolitische Staatsspräferenzen und handelt auf dieser Basis zweckgebunden in der Weltpolitik. Grundannahme 3: Die Konfiguration der interdependenten Staatspräferenzen bestimmt staatliches Verhalten. Aus: Andrew Moravcsik (1997): "Taking Preferences Seriously: A Liberal Theory of International Politics", International Organization, 51 (4),

6 Liberalismus Folie 6 3. Neuer Liberalismus der Außenpolitikanalyse II Interdependenzbeziehungen zwischen den Außenpolitiken verschiedener Regierungen auf internationaler Ebene Außenpolitiken anderer Regierungen Außenpolitisches Regierungshandeln Außenpolitiken anderer Regierungen Aggregierte außenpolitische Präferenz Außenpolitischer Entscheidungsprozess Der Staat als institutionelle Struktur und ehrlicher Makler gesellschaftlicher Präferenzen Transnationale Beziehungen Gesellschaftliche Präferenzen Gesellschaftliche Präferenzen Transnationale Beziehungen Innergesellschaftlicher Wettbewerb um außenpolitischen Einfluss Aus: Thomas Jäger/ Kai Oppermann (2006, i.e.): Außenpolitikanalyse, Baden-Baden: Nomos.

7 Liberalismus Folie 7 3. Neuer Liberalismus der Außenpolitikanalyse III Die außenpolitische Präferenzbildung gesellschaftlicher Akteure ist auf ihre normative oder ökonomische Nutzenmaximierung angelegt und geht dem staatlichen Präferenzbildungsprozess voraus. Soweit transnationale Präferenzbildung Eingang in den innerstaatlichen bottom-up- Prozess findet, wird sie in der Analyse berücksichtigt. Die festgestellten gesellschaftlichen Präferenzen sind der Ausgangspunkt der liberalen Außenpolitikanalyse; ihre Konkurrenz bildet sich in der Entscheidung zur staatlichen Präferenzbildung ab, indem gesellschaftliche Akteure danach streben, ihre Interessen durch den Staat vertreten zu lassen. Der Staat wird als Arena für den Wettbewerb gesellschaftlicher Akteure modelliert, der Staat agiert lediglich als Agent für die gesellschaftlichen Prinzipale.

8 Liberalismus Folie 8 3. Neuer Liberalismus der Außenpolitikanalyse IV

9 Liberalismus Folie 9 3. Neuer Liberalismus der Außenpolitikanalyse V

10 Liberalismus Folie Neuer Liberalismus der Außenpolitikanalyse VI

11 Liberalismus Folie Neuer Liberalismus der Außenpolitikanalyse VII Die Verteilung von Staatspräferenzen im internationalen System Kosten Präferenz Staat A Kooperation Konflikt Präferenz Staat B Interdependenz Formulieren neue Präferenzen Präferenzen dominanter gesellschaftlicher Akteure Kosten für dominante gesellschaftliche Akteure

12 4. Interessengruppen Liberalismus Folie 12

13 5. Öffentliche Meinung Liberalismus Folie 13

14 Liberalismus Folie Literatur Andrew Moravcsik (1997): "Taking Preferences Seriously: A Liberal Theory of International Politics", International Organization, 51 (4), Thomas Jäger/Kai Oppermann (2006, i.e.): Außenpolitikanalyse, Baden-Baden: Nomos, Kapitel: Der liberale Ansatz der Außenpolitikanalyse. Andrew Moravcsik (1998): The Choice for Europe: Social Purpose & State Power from Messina to Maastricht, Ithaca, NY et al.: Cornell University Press. Reinhard Wolf (2000): Was hält siegreiche Verbündete zusammen? Machtpolitische, institutionelle und innenpolitische Faktoren im Vergleich, Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 7 (1), S

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