Sozialversicherungssystem und Gesundheitsschutz in Polen allgemeine Informationen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Sozialversicherungssystem und Gesundheitsschutz in Polen allgemeine Informationen"

Transkript

1 AMBASADA RZECZYPOSPOLITEJ POLSKIEJ w Republice Federalnej Niemiec Wydział Ekonomiczno-Handlowy BOTSCHAFT DER REPUBLIK POLEN in der Bundesrepublik Deutschland Wirtschafts- und Handelsabteilung Glinka Str. 5-7, Berlin Tel.: (004930) Fax : (004930) Berlin, Sozialversicherungssystem und Gesundheitsschutz in Polen allgemeine Informationen Berlin, August 2004

2 In der Broschüre sind die Informationen von der Sozialversicherungsanstalt und Nationalen Gesundheitsfonds enthalten. Und dient nur Informationszwecken Herausgeber: Wirtschafts-und Handelsabteilung der Botschaft der Republik Polen Glinkastraße Berlin Redaktionsteam: Dr. Izabella Ewa Cech (Leitung), Iwona Sobek, Małgorzata Brzezicka, Andrzej Karpowicz 2

3 Sehr geehrte Damen und Herren Zum Anlass der Einladung zum Tag der offenen Tür bei dem Gesundheitsministerium möchte ich Ihnen die vorliegende Broschüre anbieten. Die von der Wirtschafts- und Handelsabteilung vorbereitete Broschüre gibt einen Überblick über das Sozialversicherungssystem und Gesundheitsschutz in Polen. Diese allgemeinen Informationen beantworten die Grundfragen, wie das polnische Sozialversicherungssystem und Gesundheitsschutz gebaut ist und welche Unterschiede mit dem deutschen System auftreten. Diese Informationen sollen Ihnen helfen, eine gewerbliche Tätigkeit in Polen aufzunehmen und unkompliziert die medizinische Versorgung zu bekommen. Ich würde mich freuen, wenn diese Broschüre Ihnen auch künftig eine nützliche Orientierung bieten kann. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Józef Olszyński Gesandter, Leiter der Wirtschafts- und Handelsabteilung Der Botschaft der Republik Polen in Berlin 3

4 Tag der offenen Tür am 21./22. August 2004 im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Wilhelmstrasse 49, Berlin-Mitte Informationen über: Sozialversicherungssystem Versicherungsarten Versicherungsbeiträgen Gesundheitsschutz in Polen Ärztliche Grundbehandlung Ambulante Behandlung Zahnärztliche Behandlung Krankenhausbehandlung Rettungsdienst und Krankentransport Medikamente Zuständige Behörde Verbindungsstelle Zuständige Träger 4

5 Allgemeine Informationen zur Sozialversicherungssystem Das polnische Versicherungssystem ist seit dem Jahr 1999 durch Reform der Sozialversicherung und der Gesundheitsversicherung neu gestaltet. Seit dieser Zeit sind die drei wichtigsten Gesetze in Kraft getreten, die das heutige Sozial- und Gesundheitssystem in Polen bilden. Das heutige Sozial- und Gesundheitssystem in Polen besteht aus: 1. Sozialversicherung Altersrentenversicherung (I Säule, II Säule, der Demographische Rücklagenfonds ) Rentenversicherung (Invalidentente, Hinterbliebenenrenten, Bestattungsgeld) Versicherung gegen Arbeitsunfähigkeit (Krankengeld) Unfallversicherung 2. Arbeitslosenfond 3. Krankenversicherung Der Versicherungsträger ist die Sozialversicherungsanstalt ZUS - die als Zentrale Einrichtung des Beitragsnachweises der Versicherten. In dieser Anstalt werden sämtliche Daten und Versicherungsbeiträge gesammelt, bearbeitet und weiter an die zuständigen Stellen übertragen. Jeden Monat müssen die Unternehmer/Arbeitgeber, als Beitragsschuldner der Gesamtsozialversicherungsbeträge für jeden Monat die Beiträge für die Arbeitnehmer und sich selbst errechnen und den Beitragsnachweis sowohl für die Versicherungsanstalt als auch für die Arbeitnehmer erstellen. Bei Betrieben mit mehr als 5 Beschäftigten müssen die Beitragsnachweise an die Versicherungsanstalt elektronisch übertragen werden. Es gibt zur Zeit keine private Einrichtungen, die Sozial- und Gesundheitsversicherung nach den Gesetzen über Sozialversicherungssystem und Gesundheitssystem anbieten können. Deshalb gilt die Sozialversicherungsanstalt als zentrale Stelle für alle Arbeitgeber in jeder Region. 5

6 Sozialversicherung Die Sozialversicherung wird nach dem Gesetz von 13. Oktober 1998 über das System der Sozialversicherung bestimmt. Die Sozialversicherung ist ein Oberbegriff für andere Versicherungsarten, die dem Gesetz unterliegen und betrifft solche Versicherungen wie: - Pensionsversicherung - Rentenversicherung, - Versicherung im Falle der Arbeitsunfähigkeit (Krankheit, Schwangerschaft und Mutterschaft), weiter als die Versicherung gegen Arbeitsunfähigkeit für die Bezahlung von Krankengeld bezeichnet, - Unfallversicherung, Die Versicherungsbeiträge zur Pensions- und Rentenversicherung werden jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer bezahlt. Die Unfallversicherung und die Beiträge zum Arbeitslosenfonds sind nur vom Arbeitgeber zu entrichten. Die Arbeitsunfähigkeitsversicherung (Krankengeld) wird von dem Arbeitnehmer bezahlt. Das Gesetz über das System der Sozialversicherung bestimmt zwei Gruppen von Versicherten: versicherungspflichtige und freiwillige Versicherte. Der Sozialversicherungspflicht der Pensions- und Rentenversicherung unterliegen alle Personen, die im Art. 6 des Gesetzes genannt worden sind und dazu gehören u.a.: - alle Arbeitnehmer, mit der Ausnahme von Staatsanwälten - Mitglieder der Genossenschaften, - Arbeitnehmerähnliche Selbständige, die am Sitz des Auftragsgebers arbeiten - Personen und Mitarbeiter, die nicht im Landwirtschaftsbereich tätig sind - Gesandte und Senatoren - Sportstipendiaten - Stipendiaten der Staatlichen Schule für Öffentliche Verwaltung - Sträflinge, die nach Zuweisung erwerbstätig sind - Arbeitslose, die Arbeitslosengeld beziehen - Geistliche - Personen, die im Zolldienst tätig sind. 6

7 Alle Personen, die mach Art. 6 des Gesetzes benannt worden sind, müssen Sozialversicherungsbeiträge entrichten. Das Gesetz bestimmt auch eine Gruppe von Freiwilligen, die dieser Versicherung nach Antrag unterliegen können. Dazu gehören u.a.: - Familienmitglieder eines in den diplomatischen Dienst entsendeten Beschäftigten, - Polnische Bürger, die eine Arbeit im Ausland aufgenommen haben, wenn diese Unternehmer auf dem Gebiet Polens keinen Sitz oder keine ständige Vertretung haben - Studenten und Doktoranden, wenn sie keiner anderen Pensions- und Rentenversicherung anderer Quellen unterliegen, - Die EU-Bürger, wenn sie ein unentgeltliches Annerkennungspraktikum in Polen absolvieren, das als Qualifikationsnachweis der reglementierten Berufe erworben werden muss, um den reglementierten Beruf in Polen ausüben zu können. Das Gesetz regelt die Versicherungsbeiträge, Bemessungsgrenzen und Art und Weise der Datenübertragung zu der Versicherungsanstalt (ZUS) Versicherungsbeitragssätze Versicherungsart Beitragsatz Arbeitgeber Arbeitnehmer Pensionsversicherung 9,76% 9,76% Rentenversicherung 6,50% 6,50% Arbeitsunfähigkeit (Krankengeld) - 2,45% Unfallversicherung * 3,86% - Krankenkassebeitrag - 8,25% Arbeitslosenfonds 2,45% - Garantieleistungsfonds der Arbeiter 0,15% - Quelle: 7

8 * Ab 1 Januar 2003 wird die Höhe des Beitragssatzes zur Unfallversicherung von dem Arbeitgeber bestimmt (von 0,97% bis 3,86%) Der Beitragsatz hängt vom Tätigkeitsgebiet und der Zahl der Versicherten ab Abschnitt 2 von der MPIPS( Ministerium für Wirtschaft und Arbeit) der Verordnung vom 29 November (Dz. U. Nr 200, poz ze zm.). Die Satzbeiträge zur Sozialversicherung und Bemessungsgrundlage geht nach dem Gesetz von 13. Oktober 1998 über das Sozialversicherungssystem (Dz.U. nr 137, poz. 887, mit Änderungen.) Die Beiträge zur Sozialversicherung für Selbständige, Einzelunternehmen oder für mit ihnen mitarbeitende Familienmitglieder. von bis [PLN] Beitragsbemessungsgrundlage 1 399,30 Pensionsversicherung 273,14 Rentenversicherung 181,91 Krankengeld (Versicherung gegen Arbeitsunfähigkeit) 34,28 Mindestbeitragbemessungsgrundlage zur Krankenversicherung 1 782,47 Krankenversicherungsbeitrag - Krankenkassenbeitrag 147,05 Arbeitslosenfonds 34,28 Quelle: Die jährlichen Beitragsbemessungsgrenzen zur Pension- und Rentenversicherung Jahr Beitragsbemessungsgrenzen [PLN] , , , , , ,22 Quelle: 8

9 Mindest ZUS-Beiträge für den Unternehmer 2004 Zeitraum Pensions- Renten- Krankengeld Unfallbeiträge* Arbeitfonds Krankenkassenbeitrag Januar, Februar März, April, Mai Juni, Juli, August 168,48 PLN 177,59 PLN 181,91 PLN 252,98 PLN 266,66 PLN 273,14 PLN 31,75 PLN 0,97-3,86 31,75 PLN 144,89 PLN 33,47 PLN 0,97-3,86 33,47 PLN 153,57 PLN 34,28 PLN 0,97-3,86 34,28 PLN 147,05 PLN * hängt von der Branche ab Quelle: ZUS-Beiträge Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für Selbständige und Einzelunternehmer Beiträge Prozent Pensionsbeiträge % Rentenbeiträge % Versicherung gegen Arbeitsunfähigkeit (Krankengeld) 2.45 % Unfallbeitrag [ab ] ab 0,97% bis 3,86% Krankenkassenbeitrag [ab ] 8.25 % Quelle: Mindestbeitragsbemessungsgrundlage zu ZUS-Beiträge Jahr Monat Mindestbeitragsbemessungsgrundlage 2004 I, II 1296,01 III, IV, V 1366,10 VI, VII, VIII 1399,30 Quelle: beträgt die Beitragsbemessungsgrenze PLN. Beiträge zur Krankenversicherung Jahr Monat Mindestbeitragsbemessungsgrundlage % Beitrag 2004 Höhe des Beitrages I, II 1756,19 8,25 144,89 III, IV, V 1861,44 8,25 153,57 VI, VII, VIII Quelle: 1782,47 8,25 147,05 9

10 In Polen ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, getrennt Beiträge auf die drei unterschiedlichen Konten zur: - Renten- und Pensionsversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenfonds, - Krankenkassenbeitrag - Versicherung gegen Arbeitsunfähigkeit (Krankengeld) abzuführen. Versicherung gegen Arbeitsunfähigkeit - Krankengeld Die Sozialversicherungsanstalt übernimmt die Auszahlung von Krankengeld für eine Kompensation des Entgeltausfalls, der infolge einer langfristigen Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit oder durch Quarantäne wegen ansteckender Krankheit verursacht wurde. Die Auszahlung der Beiträge (Krankengeld) wird ab dem 36. Tag der eingetretenen Arbeitsunfähigkeit von der Sozialversicherungsanstalt (ZUS) übernommen. Für die ersten 35 Tage (diese Zahl bezieht sich auf das gesamte Kalenderjahr) bekommt der Arbeitnehmer von seinem Betrieb. sein Krankengeld, dessen Höhe nicht weniger als 80% des unter normalen Bedingungen ausgezahlten Lohnes betragen darf, Das Krankengeld wird aus zwei Quellen finanziert: aus den Mitteln des Sozialversicherungsfonds und aus Betriebsmitteln. Der Krankengeldbezug steht nach den Renten und Altersrenten an zweiter Stelle der Ausgaben des Sozialversicherungsfonds. Die Höhe des Krankengeldes beträgt 80% des Lohnes. Dieses ist auch die Bemessungsgrundlage für andere Beihilfen. In einigen im Gesetz zugelassenen Fällen kann das Krankengeld auch höher liegen und 100% der Bemessungsgrundlage betragen. Das 100%-Krankengeld wird in folgenden Fällen bezahlt: - Arbeitsunfähigkeit infolge eines Arbeitsunfalls in der Arbeit, 10

11 - auf dem Wege zur/aus der Arbeit bzw. infolge einer Berufskrankheit, - während der Schwangerschaft, - für die Zeit nach dem 91. Tag der ununterbrochenen Arbeitsunfähigkeit. Die Zeit, in der das Krankengeld vom Versicherten bezogen wird, dauert 6 Monate und im Falle einer Tuberkulose 9 Monate. Die genannte Zeit kann um weitere 3 Monate von dem Befundarzt der Sozialversicherungsanstalt (ZUS ) auf Antrag des behandelnden Arztes verlängert werden und zwar dann, wenn die begründete Vermutungen besteht, dass der Kranke seine Arbeitsfähigkeit wiedererlangen wird. Unfallversicherung Der Unfallversicherungspflicht unterliegen die versicherten Personen nach dem Gesetz von 13. Oktober 1998 über das System der Sozialversicherung, die u.a. folgende Berufsgruppen umfasst: Arbeitnehmer Mitglieder der Genossenschaft Arbeitnehmerähnliche Selbständige, die am Sitz des Auftragsgebers arbeiten Personen und Mitarbeiter, die nicht im Landwirtschaftsbereich tätig sind Gesandte und Senatoren Sportstipendiaten Sträflinge, die nach Zuweisung erwerbstätig sind Arbeitslose, die Arbeitslosengeld beziehen Geistliche Personen, die im Zolldienst tätig sind. Alle Versicherten haben Anspruch auf: Krankengeld für Versicherte, die wegen eines Arbeitsunfall bzw. Berufskrankheit arbeitsunfähig sind, 11

12 Rehabilitationsleistungen für Versicherte, die kein Krankengeld mehr beziehen und immer noch arbeitsunfähig sind, aber wegen der weiteren Rehabilitation wieder arbeitfähig werden könnten. Vergütungsgeld (Zuschuss) für Versicherte, die im Sinne des Arbeitsgesetzbuches Arbeitnehmer sind und infolge der Krankheit einen niedrigeren als dem gewöhnlichen Monatslohn bezogen haben. einmalige Entschädigung für Versicherte, die nach einem Arbeitsunfall einen Gesundschaden erlitten haben. Sterbegeld für Familienangehörige des verstorbenen Versicherten, Arbeitsunfähigkeitsrente für Versicherte, die infolge eines Arbeitsunfalls bzw. einer Berufskrankheit arbeitsunfähig geworden sind, Umschulungsrente für Versicherte, die wegen einer Berufskrankheit (Arbeitsunfall) nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können und sich umqualifizieren lassen müssen, Hinterbliebenenrente für Angehörige des verstorbenen Versicherten, der eine Unfallrente bezogen hatte. Hinterbliebenenrente - Zuschuss für Vollwaisen. Mutterschaftsgeld Das Mutterschaftsgeld in Höhe von 100% des monatlichen Entgelts steht einer Versicherten zu, die während der Zugehörigkeit zur Krankversicherung oder während des Erziehungsurlaubs ein Kind geboren hat. Diese Vorschriften betreffen auch diese Personen, die: 12

13 - ein Kind im Alter von bis zu einem Jahr zum Erziehen aufgenommen haben, einen entsprechenden Antrag beim Jugendgericht vorgelegt haben, - ein Kind im Alter von bis zu einem Jahr zum Erziehen als Pflegefamilie aufgenommen haben. Das Mutterschaftsgeld wird für die Zeit des Mutterschaftsurlaubs bzw. für die Zeit des Urlaubes gezahlt, der nach den im Arbeitsgesetzbuch definierten geltenden Bedingungen gewährt wird und beträgt: - 16 Wochen beim ersten Kind, - 18 Wochen bei zweitem Kindern - 26 Wochen bei der Mehrgeburt. Das Mutterschaftsgeld wird vom Betrieb bzw. von der Sozialversicherungsanstalt ausgezahlt und vom Sozialversicherungsfonds finanziert. Arbeitslosenversicherung Das Gesetz vom 14. Dezember 1994 über Beschäftigung und Wirkungsmaßnahmen gegen Arbeitslosigkeit sieht gleichzeitig verschiedene Instrumente zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit und der Minderungen ihrer Folgen vor. Zu diesen Instrumenten gehören: - Schulungen, - Arbeiten für kommunale Einrichtungen, - Darlehen für Arbeitgebern zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsstellen, - Darlehen für Arbeitslose zur Aufnahme einer selbständigen wirtschaftlichen Tätigkeit, - Berufspraktikum für Absolventen, - andere spezielle Programme (aktivierende Formen). Das ausgezahlte Arbeitslosengeld sowie andere finanzielle Beihilfen und Leistungen werden als passive Formen angerechnet. Diese Maßnahmen werden von der Arbeitslosenversicherung bezahlt. Die 13

14 Arbeitslosenversicherungsbeiträge werden vom Arbeitgeber entrichtet und sie sind gegliedert in: - Arbeitslosenfond, - Garantieleistungsfonds der Arbeiter. Obengenannte Maßnahmen der Bewältigung von Arbeitslosigkeit und der Minderungen ihrer Folgen werden von dem Arbeitsfonds finanziert. Die Einnahmen des Arbeitsfonds sind: Beiträge der Arbeitgeber für beide Fonds betragen 2,8% des Lohnes des Arbeitsnehmers, Staatshaushaltszuschüsse. Gesundheitsschutz in Polen (stand ) In Polen sind alle versicherten Bürger zur kostenlosen medizinischen Versorgung berechtigt, die sich nach dem Gesetz über Allgemeine Krankenversicherung im Nationalem Gesundheitsfonds vom 23. Januar 2003 als Krankenversicherte angemeldet und registrieren lassen haben. Der Anspruch auf kostenlose Leistungen steht allen Versicherten und ihren Familienangehörigen zu, wenn die medizinische Versorgung von einem Arzt geleistet wird, der mit dem Nationalen Gesundheitsfonds einen Vertrag abgeschlossen hat und als Krankenkassenarzt bezeichnet wird. Die Anschriften der Krankenkassenärzte und anderer Gesundheitseinrichtungen sind in den Zweigstellen des Nationalen Gesundheitsfonds (Narodowy Fundusz Zdrowia - NFZ) zu erhalten. Die Anschriftenliste des Gesundheitsfonds und seine territorialen Einrichtungen sind am Ende unter nützliche Anschriften zu finden. Der Nationale Gesundheitsfonds (NFZ) ist im Jahre 2004 anstelle von 17 Krankenkassen entstanden und erfüllt heute deren Rolle. Für das polnische Sozial- und Gesundheitssystem ist die Trennung des Krankengeldes 14

15 (Versicherung gegen Arbeitsunfähigkeit) von der Krankenversicherung charakteristisch. Der Gesundheitsfonds, der als Krankenkasse tätig ist, ist gesetzlich verpflichtet, die Leistungen für alle Versicherten und ihre Familienangehörigen sicherzustellen. Der NFZ finanziert die medizinischen Leistungen und Medikamente aus den Beiträgen der Versicherten. In 2004 sind das ca. 30 Mrd. Zloty (6,25 Mrd. Euro). Der Gesundheitsfonds besteht aus: Gesundheitsfondszentrale (Zentrale Krankenkasse) 16 territorialen Abteilungen des Gesundheitsfonds, in jeder Woiwodschaft eine Stelle (regionale Krankenkasse). Alle öffentlichen und privaten medizinischen Einrichtungen, die ihre Leistungen an die Patienten erbringen und als Krankenkassenärzte bzw. -einrichtung gelten, da sie einen Vertrag mit dem Gesundheitsfonds abgeschlossen haben, sind verpflichtet, medizinische Hilfe und Vorsorge zu leisten. Das betrifft vor allem: - Ärzte für Allgemeinmedizin, - Internisten, - Zahnärzte, - Krankenhäuser, - Rettungsdienste, Notfallambulanzen, - Polikliniken oder andere medizinische Gesundheitszentren - ärztliche Gemeinschaftspraxen. Der Versicherte kann während eines vorübergehenden Aufenthalts in Polen medizinische Hilfe in akuten Fällen nach polnischem Recht in Anspruch nehmen. Das betrifft die medizinische Grundvorsorge, zahnärztliche Behandlungen und Notfälle zur ambulanten oder stationären Behandlung. Die Behandlungen können auch in Krankenhäusern sowie von Rettungsdiensten durchgeführt werden. 15

16 Jeder Versicherte, der ins Ausland verreisen will, sollte vorher eine Europäische Krankenversicherungskarte oder Ersatzbescheinigung (Neuer Vordruck E-111) beantragen. Diese Ersatzbescheinigung gilt als Anspruchsnachweis für ärztliche Notfallbehandlung im Ausland. Ohne Vorlage dieser Unterlagen wird jeder Patient alle Behandlungskosten selbst bezahlen müssen. Das gleiche gilt auch bei Fällen, in denen ein Patient von einem Arzt oder Krankenhaus behandelt wird, der keinen Vertrag mit dem Nationalem Gesundheitsfonds abgeschlossen hat. Für jede medizinische Hilfe eines Krankenkassenarztes oder eines Krankenhauses, das mit dem Nationalen Gesundheitsfonds einen Vertrag abgeschlossen hat, muss der Vordruck E-111 oder die Europäische Krankenversicherungskarte vorgelegt werden. Die Krankenkassenärzte und Einrichtungen sind verpflichtet, die Leistungen so schnell wie möglich zu erbringen. Für bestimmte Leistungen wird auch eine Warteliste von diesen Einrichtungen und Ärzten geführt z.b. bei einer Gesundheitsverschlechterung, einer Magenverstimmung, Entbindung oder bei einem Unfall wird die ärztliche Hilfe jedoch unverzüglich geleistet. Ärztliche Grundversorgung Der Versicherte erhält gegen Vorlage des Vordrucks E-111 oder der Europäischen Krankenversicherungskarte kostenfreie ärztliche Grundversorgung. Von einem Allgemeinmediziner werden ärztliche Überweisungen für diagnostische Untersuchungen ausgestellt, die zur kostenfreien ärztlichen Behandlung berechtigen. Ambulante Behandlung Beim Besuch von Fachärzten in Praxen werden entsprechende ärztliche Überweisungen von einem Allgemeinmediziner benötigt. Diese ärztlichen Zuweisungen sind bei folgenden Fachärzten nicht erforderlich: Frauenarzt und Geburtshelfer, 16

17 Zahnarzt, Arzt für Haut und Geschlechtskrankheiten, Onkologe, Augenarzt, Psychiater. Die ärztliche Überweisung ist auch für folgende Patienten nicht erforderlich: Tuberkulosekranke, HIV-Infizierte, Kriegsversehrte. Auch im Falle einer Gesundheitsverschlechterung z.b. Magenverstimmung, Verletzung oder eines Unfalls ist eine ärztliche Überweisung nicht notwendig. Zahnärztliche Behandlung Mit dem Vordruck E- 111 oder mit der Europäischen Krankenversicherungskarte wird die zahnärztliche Behandlung im Notfall ausgeführt. Diese Behandlung bezieht sich aber auf eine einfache Grundversorgung entsprechend der gesetzlichen Leistungsliste (Verordnung des Gesundheitsministers vom 18. Juni 2003). Die nicht in der Liste enthaltenden medizinischen Leistungen und verwendeten Materialien gehen voll zu Lasten des Patienten. Krankenhausbehandlung Für eine Erkrankung, die so schwerwiegend ist, dass eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich wird, ist eine ärztliche Überweisung notwendig. Im Notfall kann sich jeder Patient mit dem Vordruck E-111 oder der Europäischen Krankenversicherungskarte direkt an ein Krankenhaus wenden. 17

18 Rettungsdienste und Krankentransport Gegen der Vorlage des Vordrucks E111 oder der Europäischen Krankenversicherungskarte werden folgende Leistungen kostenfrei gewährt: - Notfallhilfe, - Entbindung, - Unfall. Medikamente Die Rezepte werden von jedem Arzt ausgestellt sowohl vom Krankenkassenarzt als auch von anderen Ärzten, die keinen Vertrag mit dem Nationalen Gesundheitsfonds abgeschlossen haben. Jeder Patient, der ein Rezept, das von einem Krankenkassenarzt ausgestellt ist, in der Apotheke einlösen will, hat einen Anspruch bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente mit staatlichem Zuschuss zu erwerben. Beim Kauf von diesen Medikamenten ist der Versicherte verpflichtet einen Teil der Kosten selbst zu tragen. Bei der Vorlage des Vordrucks E-111 oder der Europäischen Krankenversicherungskarte zusammen mit dem Rezept, das von einem Krankenkassenarzt ausgestellt wird, können einige Medikamente, die in eine Medikamentenliste stehen, mit einem staatlichen Zuschuss einlösen werden. Die Liste der Medikamente und Präparate wurde in drei Kategorien eingeteilt. Je nach Kategorie sind folgende Beträge bei dem Kauf der Medikamente von dem Versicherten zu entrichten: ein Festbetrag in Höhe von 3,20 Zloty, eine prozentuale Beteiligung in Höhe von 30% oder 50% des Medikamentpreises, eine vollständige Kostenübernahme. 18

19 Nützliche Adressen Zuständige Behörde Ministerstwo Zdrowia Gesundheitsministerium ul. Miodowa Warszawa tel faks Zakładu Ubezpieczeń Społecznych Sozialversicherungsanstalt ul. Czerniakowska Warszawa , fax.: Der Nationale Gesundheitsfonds: Centrala Narodowego Funduszu Zdrowia - Biuro ds. Współpracy Międzynarodowej ul. Grójecka Warszawa tel Zuständige Träger: Dolnośląski OW ul. Joanitów Wrocław tel. +48 (71) , +48 (71) fax +48 (71) Kujawsko-Pomorski OW ul. Mickiewicza Bydgoszcz tel. +48 (52) fax +48 (52) Lubelski OW ul. Szkolna Lublin tel. +48 (81) 94-88, +48 (81) wew. 173 fax +48 (81)

20 Lubuski OW ul. Podgórna 9B Zielona Góra tel. +48 (68) , +48 (68) fax +48 (68) Łódzki OW ul. Kopcińskiego Łódź tel. +48 (42) , +48 (42) fax +48 (42) Małopolski OW ul. Ciemna Kraków tel. +48 (12) 94-88, +48 (12) , faks +48 (12) Mazowiecki OW ul. Prosta Warszawa tel. +48 (22) , +48 (22) Opolski OW ul. Głogowska Opole tel (77) , + 48 (77) , + 48 (77) fax + 48 (77) Podkarpacki OW ul. Zamkowa Rzeszów tel. +48 (17) , +48 (17) , +48 (17) , +48 (17) fax +48 (17) Podlaski OW ul. Pałacowa Białystok tel. +48 (85) , +48 (85) fax +48 (85)

21 Pomorski OW ul. Podwale Staromiejskie Gdańsk tel. +48 (58) , +48 (58) fax +48 (58) Śląski OW ul. Kossutha Katowice tel. +48 (32) , +48 (32) faks +48 (32) Świętokrzyski OW ul. Jana Pawła II Kielce tel. +48 (41) fax +48 (41) Warmińsko-Mazurski OW ul. Żołnierska Olsztyn tel. +48 (89) 94-88, , +48 (89) fax +48 (89) Wielkopolski OW ul. Grunwaldzka Poznań tel. +48 (61) fax +48 (61) Zachodniopomorski OW ul. Arkońska Szczecin tel. +48 (91) , +48 (91) fax +48 (91) Quellen: 21

Sozialversicherung Überblick

Sozialversicherung Überblick Folie 1 von 6 Sozialversicherung Überblick Merkmale der Sozialversicherung Arbeitnehmer (Arbeitslosen-, Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung) Unternehmen (Unfallversicherung) Krankenversicherung: bei

Mehr

Krankheit Heilung / GKV-PKV

Krankheit Heilung / GKV-PKV Jürgen Hentzelt Krankheit Heilung / GKV-PKV 1. Verschiedene Versichertengruppen PKV 1.8.1994: Auslaufen der 6-monatigen Lohnfortzahlung GKV 1.1.1999: Keine Beihilfe mehr für Angestellte 1.11.2006: Ende

Mehr

Urlaub in der Türkei. Merkblatt über Leistungen der Krankenversicherung

Urlaub in der Türkei. Merkblatt über Leistungen der Krankenversicherung Merkblatt über Leistungen der Krankenversicherung Stand: 01.05.2014 Endlich Urlaub! Der Urlaub gehört zu den schönsten Wochen des Jahres und entsprechend groß ist die Freude darauf. Ihre Krankenkasse wünscht

Mehr

E-Lehrbuch BWL einfach und schnell VERSICHERUNGSSEKTOR

E-Lehrbuch BWL einfach und schnell VERSICHERUNGSSEKTOR E-Lehrbuch BWL einfach und schnell VERSICHERUNGSSEKTOR 1 Das Versicherungswesen bestand bereits im 14. Jahrhundert. Die Menschen hatten nach einem System gesucht, das dem einzelnen auch einen sehr hohen

Mehr

ZUS Zaklad Ubezpieczen Spolecznych (Sozialversicherungsanstalt ZUS) I Oddzial w Warszawie (Abt. I Warschau) ul. Senatorska 6/8, 00-917 Warszawa

ZUS Zaklad Ubezpieczen Spolecznych (Sozialversicherungsanstalt ZUS) I Oddzial w Warszawie (Abt. I Warschau) ul. Senatorska 6/8, 00-917 Warszawa ZUS Zaklad Ubezpieczen Spolecznych (Sozialversicherungsanstalt ZUS) I Oddzial w Warszawie (Abt. I Warschau) ul. Senatorska 6/8, 00-917 Warszawa Unser Zeichen: 440000/401/2571/2009/RUS-UE/81100915515/KK

Mehr

Die Krankenversicherung. Versicherte Finanzierung Geschichte Leistungen Organisation

Die Krankenversicherung. Versicherte Finanzierung Geschichte Leistungen Organisation Die Krankenversicherung Versicherte Finanzierung Geschichte Leistungen Organisation Versicherte 1 Wer ist versichert? Arbeitnehmer sind in der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich versicherungspflichtig,

Mehr

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Vereinfachte Zuzahlungsregeln Grundsätzlich wird bei allen Leistungen eine Zuzahlung von

Mehr

2 Sozialrechtlich relevante Regelungen

2 Sozialrechtlich relevante Regelungen 2 Sozialrechtlich relevante Regelungen In diesem Abschnitt werden die wichtigsten sozialrechtlichen Regelungen für Selbständige und Arbeitnehmer im Vergleich zusammenfassend dargestellt, wie sie am 31.05.2012

Mehr

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Prozentuale Zuzahlung Grundsätzlich wird künftig bei allen Leistungen eine Zuzahlung von

Mehr

A9 Unfallversicherung

A9 Unfallversicherung A9 Unfallversicherung Inhaltsverzeichnis Das ist in Deutschland anders...2 Das regelt die EU...2 EG-Verordnung... 2 Versicherungspflicht und Leistungserbringung im Beschäftigungsland... 2 Arbeitsunfall...

Mehr

Kapitel 1 Verhältnis zwischen Patient und Leistungserbringer

Kapitel 1 Verhältnis zwischen Patient und Leistungserbringer Kapitel 1 Verhältnis zwischen Patient und Leistungserbringer Was ist unter einer behandlungsbedürftigen Krankheit zu verstehen?... 16 Behandlungsvertrag welche Pflichten ergeben sich für den Arzt?... 18

Mehr

Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen Unterwegs in Deutschland Europäische Union, 1995 2013 In die Ferien nach Deutschland Sie haben es sich verdient. Doch was ist, wenn Sie krank werden oder verunfallen? Hierzu gibt es ein paar wichtige Punkte,

Mehr

Liebe Fußballfreunde,

Liebe Fußballfreunde, 1 Liebe Fußballfreunde, wir freuen uns, dass Sie bei uns zu Gast sind und hoffen, dass Sie während Ihres Aufenthalts in Deutschland viel Freude haben und guten Fußball erleben. Natürlich wünschen wir Ihnen

Mehr

Fragebogen zur Person

Fragebogen zur Person Fragebogen zur Person I. Angaben zur Person 1. Geburtsort 2. Geburtsdatum II. A) Angaben zur beruflichen Qualifikation 1. Erlernter Beruf 2. Lehre und Anlernzeiten 3. Abgelegte Prüfungen II. B) Angaben

Mehr

Außerbetriebliche Partner im Arbeitsschutz - die Unfallversicherungsträger. Skript. Inhaltsverzeichnis. Seite

Außerbetriebliche Partner im Arbeitsschutz - die Unfallversicherungsträger. Skript. Inhaltsverzeichnis. Seite Außerbetriebliche Partner im Arbeitsschutz - die Unfallversicherungsträger Skript Inhaltsverzeichnis Seite 1 Die gesetzliche Unfallversicherung... 2 1.1 Wer ist versichert?... 3 1.2 Was ist versichert?...

Mehr

Versicherungen Die Deutsche Sozialversicherung sorgt in Deutschland für die soziale Sicherheit der Bürger und ist ein Kernelement des Sozialsystems. Das wichtigste Prinzip ist das Solidaritätsprinzip:

Mehr

Soziale Absicherung der Existenzgründer. Workshop Gründer- und Jung- Unternehmer- Messe der IHK Köln in Leverkusen

Soziale Absicherung der Existenzgründer. Workshop Gründer- und Jung- Unternehmer- Messe der IHK Köln in Leverkusen Soziale Absicherung der Existenzgründer Workshop Gründer- und Jung- Unternehmer- Messe der IHK Köln in Leverkusen Die fünf Säulen der Sozialversicherung in Deutschland Kranken- versicherung (KV) Unfall-

Mehr

AUV-Richtlinien / Seite 1 von 5 01.09 RICHTLINIEN. für die Auslandsunfallversicherung

AUV-Richtlinien / Seite 1 von 5 01.09 RICHTLINIEN. für die Auslandsunfallversicherung AUV-Richtlinien / Seite 1 von 5 RICHTLINIEN für die Auslandsunfallversicherung Stand 01.01.2010 AUV-Richtlinien / Seite 2 von 5 Seite 2 I. Allgemeines 1 Träger der Einrichtung für die Unfallversicherung

Mehr

Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und seine Auswirkungen auf die Versicherten

Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und seine Auswirkungen auf die Versicherten Agenturservice-Jupe Tel.: 02325-558 426 Fax : 02325-467 0 380 Mobil : 0174-29 11111 Mail : Web : info@agenturservice-jupe.de http://www.agenturservice-jupe.de Deutsche Anwalt- und Notar-Versicherung Presseartikel

Mehr

Soziale Sicherheit beim Übergang in ein Schweizer Arbeitsverhältnis

Soziale Sicherheit beim Übergang in ein Schweizer Arbeitsverhältnis Soziale Sicherheit beim Übergang in ein Schweizer Arbeitsverhältnis Leitfaden für Bauarbeiter aus Österreich, die in ein Schweizer Arbeitsverhältnis wechseln (Stand September 2010) Vergleich der Sozialversicherungen

Mehr

Medizinische Soziologie

Medizinische Soziologie Vorlesung WS 2012/13 Medizinische Soziologie Thomas Kohlmann Sandra Meyer-Moock, You-Shan Feng Institut für Community Medicine Universität Greifswald Geschichte des deutschen Gesundheitswesens Einführung

Mehr

Beck-Wirtschaftsberater: Die gesetzlichen Renten. Ihr Wegweiser durch das Rentenlabyrinth. Von Wilfried Hauptmann. Stand: 1.12.

Beck-Wirtschaftsberater: Die gesetzlichen Renten. Ihr Wegweiser durch das Rentenlabyrinth. Von Wilfried Hauptmann. Stand: 1.12. Beck-Wirtschaftsberater: Die gesetzlichen Renten Ihr Wegweiser durch das Rentenlabyrinth Von Wilfried Hauptmann Stand: 1.12.1993 Deutscher Taschenbuch Verlag I. Kapitel i Was muß ich wissen, wenn ich Versicherter

Mehr

Merkblatt AK-Asyl über Krankenkassen (AOK)- Zuzahlung und Befreiungsmöglichkeit

Merkblatt AK-Asyl über Krankenkassen (AOK)- Zuzahlung und Befreiungsmöglichkeit Merkblatt AK-Asyl über Krankenkassen (AOK)- Zuzahlung und Befreiungsmöglichkeit Stand 22.07.2015 Befreiung von Zuzahlungen Jeder Versicherter zahlt zunächst 2 Prozent seiner jährlichen Bruttoeinnahmen

Mehr

Richtlinien für die Auslandsversicherung. Abschnitt I. Allgemeines

Richtlinien für die Auslandsversicherung. Abschnitt I. Allgemeines Richtlinien für die Auslandsversicherung Abschnitt I Allgemeines 1 Träger der Auslandsversicherung gemäß 140 ff. SGB VII ist die Berufsgenossenschaft Holz und Metall. 2 (1) Die Kosten der Versicherung

Mehr

Sondernewsletter. Neues Sozialversicherungsrecht in China. Weitreichende Änderungen auch für ausländische Arbeitnehmer und Expatriates

Sondernewsletter. Neues Sozialversicherungsrecht in China. Weitreichende Änderungen auch für ausländische Arbeitnehmer und Expatriates Sondernewsletter Neues Sozialversicherungsrecht in China Weitreichende Änderungen auch für ausländische Arbeitnehmer und Expatriates Sehr geehrte Damen und Herren, der Nationale Volkskongress der Volksrepublik

Mehr

Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung

Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung 24.11.2011 1 Inhaltsverzeichnis 1 Grundsatz... 3 2 Sozialversicherungen AHV, IV, ALV, EO, MV... 3 3 Berufliche Vorsorge... 4 4 Unfallversicherung... 4 5 Krankentaggeldversicherung...

Mehr

der Studierenden an der Berufsakademie Sachsen Staatliche Studienakademie Breitenbrunn

der Studierenden an der Berufsakademie Sachsen Staatliche Studienakademie Breitenbrunn Merkblatt zur Sozialversicherung der Studierenden an der Berufsakademie Sachsen Staatliche Studienakademie Breitenbrunn Stand: Januar 2012 Seite 2 Merkblatt zur Sozialversicherung der Studierenden an der

Mehr

Beitragsgruppenschlüssel

Beitragsgruppenschlüssel Beitragsgruppenschlüssel Bereich: LOHN - Info für Anwender Nr. 1664 Inhaltsverzeichnis 1. Ziel 2. Übersicht Beitragsgruppenschlüssel 2.1. Krankenversicherung 2.2. Rentenversicherung 2.3. Arbeitslosenversicherung

Mehr

Online-Test 2015 Sozialgesetzbücher - Nur für registrierte Teilnehmer -

Online-Test 2015 Sozialgesetzbücher - Nur für registrierte Teilnehmer - Online-Test 2015 Sozialgesetzbücher - Nur für registrierte Teilnehmer - SGB 01. In welchem Jahr wurde in Deutschland das erste Gesetz zur Sozialversicherung verabschiedet? a) 1883 b) 1919 c) 1927 d) 1949

Mehr

Sozialversicherung 2011

Sozialversicherung 2011 Sozialversicherung 2011 Inhaltsverzeichnis I. Entgeltgrenzen... 2 II. Beitragssätze und Gleitzone... 3 III. Beitragszuschuss für privat krankenversicherte Arbeitnehmer... 4 IV. Sachbezugswerte... 5 V.

Mehr

Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den

Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den Mutterschaftsgeld vor und nach der Geburt Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den sechs Wochen vor der Geburt nicht arbeiten sollen und in den acht Wochen nach der Geburt bei Früh- und Mehrlingsgeburten

Mehr

Saisonarbeitskräfte aus Bulgarien

Saisonarbeitskräfte aus Bulgarien Am 01.01.2007 ist Bulgarien der Europäischen Union beigetreten. Damit hat sich in vielen Fällen auch die sozialversicherungsrechtliche Situation der in Bulgarien wohnenden Personen, die eine Saisonarbeit

Mehr

Anlage zu 29 der Satzung der DAK -Gesundheit. Wahltarife Krankengeld

Anlage zu 29 der Satzung der DAK -Gesundheit. Wahltarife Krankengeld Anlage zu 29 der Satzung der DAK -Gesundheit Wahltarife Krankengeld Stand: 01.01.2012 Inhaltsverzeichnis Seite ABSCHNITT A 2 Wahltarif, Beginn und Ende 2 ABSCHNITT B 3 Bindungsfrist und Kündigung / Sonderkündungsrecht

Mehr

Deutsche soziale Sicherheit für niederländische Arbeitgeber

Deutsche soziale Sicherheit für niederländische Arbeitgeber Deutsche soziale Sicherheit für niederländische Arbeitgeber Inhalt Wann ist Ihr Arbeitnehmer in Deutschland versichert? 2 Für welche Sozialversicherungen müssen Beiträge gezahlt werden? 2 Wo zahlen Sie

Mehr

Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen Unterwegs in der Slowakei Europäische Union, 1995 2013 In die Ferien in die Slowakei Sie haben es sich verdient. Doch was ist, wenn Sie krank werden oder verunfallen? Hierzu gibt es ein paar wichtige Punkte,

Mehr

Fragen und Antworten: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen

Fragen und Antworten: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen Fragen und Antworten: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen 1. Für welche Bereiche gelten die neuen Zuzahlungsregeln? Die Regelungen gelten für nahezu alle Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Mehr

Die Geschichte der Altersvorsorge

Die Geschichte der Altersvorsorge Nr. Die Geschichte der Altersvorsorge Sie sehen einen Film des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. über die Geschichte der Altersvorsorge. Aufgabe 1): Bitte verfolgen Sie den Film

Mehr

Inhaltsverzeichnis: 1. Hinweis auf geänderte / neue Vordrucke. 2. Auswirkungen der Gesundheitsreform auf KVdR

Inhaltsverzeichnis: 1. Hinweis auf geänderte / neue Vordrucke. 2. Auswirkungen der Gesundheitsreform auf KVdR Abteilung Versicherung, Rente und Rehabilitation Königsallee 71, 40215 Düsseldorf Telefon 0211 937-0 Telefax 0211 937-3034 www.deutsche-rentenversicherungrheinland.de Deutsche Rentenversicherung Rheinland

Mehr

kranken- und pflegeversicherung Wahltarife zum Krankengeld

kranken- und pflegeversicherung Wahltarife zum Krankengeld kranken- und pflegeversicherung Wahltarife zum Krankengeld Wahltarife Krankengeld 3 Hauptberuflich Selbständige sowie unständig und kurzzeitig Beschäftigte können einen gesetzlichen Krankengeldanspruch

Mehr

Beiträge aus Einmalzahlungen

Beiträge aus Einmalzahlungen TK-Firmenkundenservice 0800-285 85 87 60 Mo. bis Do. 7 bis 18 Uhr und Fr. 7 bis 16 Uhr (gebührenfrei innerhalb Deutschlands) Fax 040-85 50 60 56 66 www.firmenkunden.tk.de E-Mail: firmenkunden@tk.de Techniker

Mehr

1. Wohnort Deutschland...4. 1.2 Beschäftigter + Familienangehörige...4. 1.2.1 Beschäftigt in den Niederlanden (Grenzgänger)...4

1. Wohnort Deutschland...4. 1.2 Beschäftigter + Familienangehörige...4. 1.2.1 Beschäftigt in den Niederlanden (Grenzgänger)...4 1. Wohnort Deutschland...4 1.2 Beschäftigter + Familienangehörige...4 1.2.1 Beschäftigt in den Niederlanden (Grenzgänger)...4 1.2.1.1 Am 31.12.2005 in den Niederlanden pflichtversichert...4 1.2.1.2 Am

Mehr

(Artikel 3 Absatz 1)

(Artikel 3 Absatz 1) Kurztitel Soziale Sicherheit Kundmachungsorgan BGBl. Nr. 428/1977 zuletzt geändert durch BGBl. III Nr. 259/2001 /Artikel/Anlage Anl. 2 Inkrafttretensdatum 19.07.1995 Außerkrafttretensdatum 01.03.2007 Text

Mehr

Die bilateralen Abkommen bringen Neuerungen im Sozialversicherungsbereich

Die bilateralen Abkommen bringen Neuerungen im Sozialversicherungsbereich Gültig ab Inkrafttreten der bilateralen Abkommen Die bilateralen Abkommen bringen Neuerungen im Sozialversicherungsbereich Die Bestimmungen über die Koordination der sozialen Sicherheit zwischen der Schweiz

Mehr

5 Versicherungspflicht

5 Versicherungspflicht 5 Versicherungspflicht (1) Versicherungspflichtig sind 1. Arbeiter, Angestellte und zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigte, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind, 2. 2a. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Personen

Mehr

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Prozentuale Zuzahlung Gundsätzlich wird künftig bei allen Leistungen eine Zuzahlung von

Mehr

Kath. Bildungsstätte St. Bernhard

Kath. Bildungsstätte St. Bernhard 750 Jahre Knappschaft Die Knappschaft wurde am 28. Dezember 2010 750 Jahre alt. Sie geht auf die Gründung einer Bruderschaft von Bergleuten am Rammelsberg/Goslar zurück, die durch den Hildesheimer Bischof

Mehr

Deutsche soziale Sicherheit für niederländische Selbstständige

Deutsche soziale Sicherheit für niederländische Selbstständige Deutsche soziale Sicherheit für niederländische Selbstständige Inhalt Wann gelten Sie als Selbstständige(r)? 2 In welchem Land sind Sie sozialversichert? 2 Sind Sie weder in Deutschland noch in den Niederlanden

Mehr

Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten

Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten Wer eine Hilfe im Haushalt braucht, kann diese steuerlich gefördert im Rahmen eines Mini- Jobs anstellen. Höher ist die Förderung bei sozialversicherungspflichtiger

Mehr

Die Krankenversicherung. Versicherte Finanzierung Geschichte Leistungen Organisation

Die Krankenversicherung. Versicherte Finanzierung Geschichte Leistungen Organisation Die Krankenversicherung Versicherte Finanzierung Geschichte Leistungen Organisation Versicherte 1 Wer ist versichert? Arbeitnehmer sind in der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich versicherungspflichtig,

Mehr

KVI-Muster. einer Altersteilzeit-Vereinbarung nach dem Altersteilzeitarbeitsmodell I

KVI-Muster. einer Altersteilzeit-Vereinbarung nach dem Altersteilzeitarbeitsmodell I KVI-Muster einer Altersteilzeit-Vereinbarung nach dem Altersteilzeitarbeitsmodell I für nach dem 10. November 2005 abgeschlossene Altersteilzeitarbeitsvereinbarungen der Kunststoffverarbeitenden Industrie

Mehr

A6 Krankenversicherung

A6 Krankenversicherung A6 Krankenversicherung Inhaltsverzeichnis Das ist in Deutschland anders...2 Das regelt die EU...2 EG-Verordnung... 2 Geld- statt Sachleistungen... 2 So ist die Situation in Deutschland...2 Rechtliche Grundlage...

Mehr

Diese 5 Versicherungen nennen sich Sozialversicherungen. Die Sozialversicherungen bieten Arbeitnehmern einen umfangreichen Schutz.

Diese 5 Versicherungen nennen sich Sozialversicherungen. Die Sozialversicherungen bieten Arbeitnehmern einen umfangreichen Schutz. In Deutschland gibt es fünf gesetzliche Versicherungen. Das sind: die Gesetzliche Krankenversicherung die Gesetzliche Pflegepflichtversicherung die Gesetzliche Arbeitslosenversicherung die Gesetzliche

Mehr

Die Aufgaben. der. Berufsgenossenschaft

Die Aufgaben. der. Berufsgenossenschaft Die Aufgaben der Berufsgenossenschaft Das duale System im Arbeitsschutz Duales AS-System Staat Träger der der gesetzlichen Unfallversicherung erlässt erlässt laut SGB VII 15 Gesetze Unfallverhütungsvorschriften

Mehr

Sozialversicherung 2014

Sozialversicherung 2014 Sozialversicherung 2014 Inhaltsverzeichnis I. Entgeltgrenzen... 2 II. Beitragssätze... 3 III. Beitragszuschuss für privat krankenversicherte Arbeitnehmer... 4 IV. Sachbezugswerte... 5 V. Meldefrist ab

Mehr

BERUFSAKADEMIE SACHSEN

BERUFSAKADEMIE SACHSEN BERUFSAKADEMIE SACHSEN Staatliche Studienakademie Plauen Merkblatt zur Sozialversicherung der Studenten an der Berufsakademie Sachsen Stand: Dezember 2006 Berufsakademie Sachsen Staatliche Studienakademie

Mehr

Die obligatorische Unfallversicherung

Die obligatorische Unfallversicherung 1/7 A M T FÜ R G ES U N D H EIT FÜ R STEN TU M LIEC H TEN STEIN Merkblatt Die obligatorische Unfallversicherung 01.01.2012 9490 Vaduz, Telefon +423 236 73 42 Internet: www.ag.llv.li 9490 Vaduz Liechtenstein

Mehr

Soziale Absicherung. Was ist wichtig? Frank Hämmerlein

Soziale Absicherung. Was ist wichtig? Frank Hämmerlein Was ist wichtig? Beispiel: Skiunfall mit diversen komplizierten Knochenbrüchen 2 Wochen Krankenhaus 3 Wochen Rehabilitation Ärztliche Behandlung Krankengymnastik Hilfsmittel (z.b. Gehhilfe) Gesamtkosten

Mehr

Neuregelung zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Neuregelung zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) und Tarifvertrag zur Überleitung der Beschäftigten der Länder in den TV-L und zur Regelung des Übergangsrechts (TVÜ-Länder) vom 12.10.2006 Neuregelung

Mehr

Beschäftigung von Rentnern

Beschäftigung von Rentnern Beschäftigung von Rentnern 30500 0/206 V Inhalt: Firmenkundenservice Inhalt. Allgemeines... 2. Geringfügige Beschäftigung... 3. Altersgrenze und Altersrente... 3. Krankenversicherung... 3.2 Rentenversicherung...

Mehr

Wirtschaftliche Sicherung im Krankheitsfall Gesetzliche Krankenversicherung

Wirtschaftliche Sicherung im Krankheitsfall Gesetzliche Krankenversicherung Wirtschaftliche Sicherung im Krankheitsfall Gesetzliche Krankenversicherung - Krankengeldbezug - AOK PLUS Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen. Angela Runge Wirtschaftliche Sicherung im Krankheitsfall

Mehr

Freiwillige Krankenversicherung

Freiwillige Krankenversicherung Freiwillige Krankenversicherung Nach Ende einer Versicherungspflicht oder Familienversicherung wird die Versicherung als freiwillige Mitgliedschaft fortgeführt Die Prüfung der Vorversicherungszeit entfällt

Mehr

Teil 1 Krankenversicherung und Vertragsarztrecht... 13

Teil 1 Krankenversicherung und Vertragsarztrecht... 13 Inhalt Teil 1 Krankenversicherung und Vertragsarztrecht... 13 A. Grundlagen...15 I. Geschichte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und ihre Zukunftsperspektiven...15 II. Grundprinzipien der GKV

Mehr

Sozialgesetzbuch (SGB III), Drittes Buch, Arbeitsförderung

Sozialgesetzbuch (SGB III), Drittes Buch, Arbeitsförderung Sozialgesetzbuch (SGB III), Drittes Buch, Arbeitsförderung 136 SGB III Anspruch auf Arbeitslosengeld (1) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Anspruch auf Arbeitslosengeld 1. bei Arbeitslosigkeit oder

Mehr

Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen Unterwegs in Dänemark Europäische Union, 1995 2013 In die Ferien nach Dänemark Sie haben es sich verdient. Doch was ist, wenn Sie krank werden oder verunfallen? Hierzu gibt es ein paar wichtige Punkte,

Mehr

Die Sozialversicherung

Die Sozialversicherung Die Sozialversicherung von Horst Marburger Oberverwaltungsrat (AT) a. D. 16., vollständig überarbeitete Auflage, 2010 RICHARD BOORBERG VERLAG STUTTGART MÜNCHEN HANNOVER BERLIN WEIMAR DRESDEN Inhalt Abkürzungen

Mehr

kranken- und pflegeversicherung Bezieher von Arbeitslosengeld II

kranken- und pflegeversicherung Bezieher von Arbeitslosengeld II kranken- und pflegeversicherung Bezieher von Arbeitslosengeld II Bezieher von Arbeitslosengeld II 3 Liebe Leserin, lieber Leser, mit dieser Broschüre möchten wir Sie über Ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz

Mehr

LANDESÄRZTEKAMMER BADEN-WÜRTTEMBERG MIT DEN BEZIRKSÄRZTEKAMMERN

LANDESÄRZTEKAMMER BADEN-WÜRTTEMBERG MIT DEN BEZIRKSÄRZTEKAMMERN LANDESÄRZTEKAMMER BADEN-WÜRTTEMBERG MIT DEN BEZIRKSÄRZTEKAMMERN M e r k b l a t t Famulatur Stand: Juli 2014 Die viermonatige Famulatur hat den Zweck, die Studierenden mit der ärztlichen Patientenversorgung

Mehr

www.barchv.de Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung

www.barchv.de Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung www.barchv.de Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung Inhalt Grundsätzliches 4 Beitragspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung 5 Voraussetzungen für die Befreiung

Mehr

Seminar Einsteiger in das Personalbüro. SBK für Arbeitgeber. Starke Leistung. Ganz persönlich.

Seminar Einsteiger in das Personalbüro. SBK für Arbeitgeber. Starke Leistung. Ganz persönlich. Seminar Einsteiger in das Personalbüro SBK für Arbeitgeber. Starke Leistung. Ganz persönlich. 2 Inhalt Herzlich illkommen 1. Geschichte und Aufgabe der Sozialversicherung 2. Versicherungsrecht von Arbeitnehmern

Mehr

Stomatologie Deutsch

Stomatologie Deutsch Stomatologie Deutsch 19. Die Struktur des staatlichen Gesundheitswesens 1.a) Was wissen Sie über das staatliche Gesundheitswesen in Tschechien? Diskutieren Sie in Gruppen. 1.b) Das Gesundheitssystem in

Mehr

Sozialversicherung 2013

Sozialversicherung 2013 Sozialversicherung 2013 Inhaltsverzeichnis I. Entgeltgrenzen... 2 II. Beitragssätze... 3 III. Beitragszuschuss für privat krankenversicherte Arbeitnehmer... 4 IV. Sachbezugswerte... 5 V. Neue Minijobgrenze

Mehr

Mutterschutz in Bulgarien

Mutterschutz in Bulgarien Mutterschutz in Bulgarien Dr. Maya Neidenowa Die Mutterschutzregelungen in Bulgarien werden in Bezug auf ihre rechtliche Aktualität im Kontext des marktwirtschaftlichen Systems Bulgariens seit der Wende

Mehr

Was Sie über "kleine Jobs" wissen sollten! Minijob - 450 Euro. Chance oder Sackgasse? Tipps und Informationen. Euro-Geldscheine und Münzen

Was Sie über kleine Jobs wissen sollten! Minijob - 450 Euro. Chance oder Sackgasse? Tipps und Informationen. Euro-Geldscheine und Münzen Euro-Geldscheine und Münzen Minijob - 450 Euro Chance oder Sackgasse? Tipps und Informationen Was Sie über "kleine Jobs" wissen sollten! Einklinker DIN lang Logo Minijob - Chancen und Risiken Minijob -

Mehr

Daimler Betriebskrankenkasse Im Alter gut versichert.

Daimler Betriebskrankenkasse Im Alter gut versichert. Daimler Betriebskrankenkasse Im Alter gut versichert. Sehr geehrte Versicherte, sehr geehrter Versicherter, mit den folgenden Informationen möchten wir Ihnen einen Überblick verschaffen, wie Ihr Kranken-

Mehr

Hinweise zu Umlagen und Entgeltfortzahlung für Minijobber

Hinweise zu Umlagen und Entgeltfortzahlung für Minijobber Hinweise zu Umlagen und Entgeltfortzahlung für Minijobber (Zunächst werden die Hinweise der Bundesknappschaft zitiert, dann folgen Hinweise zu den Einstellungen, die in PA32 vorzunehmen sind.) Arbeitgeberversicherung

Mehr

seit 1974 eine gute Sache

seit 1974 eine gute Sache Beitragspflicht Der Arbeitgeber ist verpflichtet, für seine rentenversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer und Auszubildenden (Ausnahme Elternlehre) einen monatlichen Beitrag von 5,20 zu entrichten.

Mehr

allensbacher berichte

allensbacher berichte allensbacher berichte Institut für Demoskopie Allensbach 03 / Nr. VORSCHLÄGE ZUR REFORM DES GESUNDHEITSSYSTEMS Die Bevölkerung findet kaum etwas zumutbar Allensbach am Bodensee, Ende August 03 - Die überwältigende

Mehr

Bekanntmachung. Merkblatt über die Kranken- und Pflegeversicherung der Studentinnen und Studenten

Bekanntmachung. Merkblatt über die Kranken- und Pflegeversicherung der Studentinnen und Studenten POSTANSCHRIFT Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, 53108 Bonn Bekanntmachung Gemäß 1 Satz 2 der Verordnung über Inhalt, Form und Frist der Meldungen sowie das Meldeverfahren für die

Mehr

Krankenversicherung für Auslandsreisen

Krankenversicherung für Auslandsreisen CRM Ratgeber Krankenversicherung für Auslandsreisen Fotolia/goodluz Darauf sollten Sie bei Ihrer Reise achten! Fotolia Vorsorge Ohne eine private Auslandskrankenversicherung ist medizinische Versorgung

Mehr

Fragenkatalog zur öffentlich- und privatrechtlichen Gesundheitsversorgung

Fragenkatalog zur öffentlich- und privatrechtlichen Gesundheitsversorgung Modellstudiengang Pflege P r o f. D r. C h r i s t o f S t o c k Modul 2: Rechtliche Rahmenbedingungen pflegerischen Handelns Teilbereich 2 Fragenkatalog zur öffentlich- und privatrechtlichen Gesundheitsversorgung

Mehr

Niederländische soziale Sicherheit für deutsche Selbstständige

Niederländische soziale Sicherheit für deutsche Selbstständige Niederländische soziale Sicherheit für deutsche Selbstständige Inhalt Wann gelten Sie als Selbstständige(r)? 2 In welchem Land sind Sie sozialversichert? 2 Für welche Sozialversicherungen müssen Beiträge

Mehr

1a.) Angaben zur Person und Beschäftigung: Name: Vorname: Adresse: Geburtsdatum: (TT) (MM) (JJJJ)

1a.) Angaben zur Person und Beschäftigung: Name: Vorname: Adresse: Geburtsdatum: (TT) (MM) (JJJJ) Fragebogen Aushilfen Datenbogen zur internen Erfassung 1.) Allgemeine Angaben 1a.) Angaben zur Person und Beschäftigung: Name: Vorname: Adresse: Geburtsdatum: (TT) (MM) (JJJJ) Geschlecht: O männlich O

Mehr

Soziale Absicherung in der Selbständigkeit der Existenzgründer

Soziale Absicherung in der Selbständigkeit der Existenzgründer Soziale Absicherung in der Selbständigkeit der Existenzgründer Christiane Hochhut Rechtsanwältin und Mediatorin Fachanwältin für Arbeits und Sozialrecht Selbständig erwerbstätig Aufbruch zu neuen Ufern

Mehr

Stellungnahme zu Petition

Stellungnahme zu Petition 190/SPET XXIV. GP - Stellungnahme zu Petition (textinterpretierte Version) 1 von 14 190/SPET XXIV. GP Eingebracht am 01.03.2012 Stellungnahme zu Petition Nachreichung zu Petition Nr. 131 betr. "Wo bleibt

Mehr

6.02. Mutterschafts - entschädigung. Anspruchsberechtigte Frauen. Stand am 1. Januar 2010

6.02. Mutterschafts - entschädigung. Anspruchsberechtigte Frauen. Stand am 1. Januar 2010 6.02 Stand am 1. Januar 2010 Mutterschafts - entschädigung 1 Anspruchsberechtigte Frauen Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung haben Frauen, die im Zeitpunkt der Geburt des Kindes entweder: Arbeitnehmerinnen

Mehr

VEREINBARUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES ABKOMMENS ZWISCHEN DER REPUBLIK ÖSTERREICH UND DER BUNDESREPUBLIK JUGOSLAWIEN ÜBER SOZIALE SICHERHEIT

VEREINBARUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES ABKOMMENS ZWISCHEN DER REPUBLIK ÖSTERREICH UND DER BUNDESREPUBLIK JUGOSLAWIEN ÜBER SOZIALE SICHERHEIT VEREINBARUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES ABKOMMENS ZWISCHEN DER REPUBLIK ÖSTERREICH UND DER BUNDESREPUBLIK JUGOSLAWIEN ÜBER SOZIALE SICHERHEIT Auf Grund des Artikels 26 Absatz 1 des Abkommens zwischen der Republik

Mehr

Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen Unterwegs in Bulgarien Europäische Union, 1995 2013 In die Ferien nach Bulgarien Sie haben es sich verdient. Doch was ist, wenn Sie krank werden oder verunfallen? Hierzu gibt es ein paar wichtige Punkte,

Mehr

Krankengeld. KKF-Verlag. Krankengeld 2015. Damit der Lebensunterhalt auch bei Arbeitsunfähigkeit gesichert ist.

Krankengeld. KKF-Verlag. Krankengeld 2015. Damit der Lebensunterhalt auch bei Arbeitsunfähigkeit gesichert ist. Krankengeld Krankengeld 2015 Damit der Lebensunterhalt auch bei Arbeitsunfähigkeit gesichert ist. Sehr geehrte Versicherte, sehr geehrter Versicherter, niemand ist vor längerer Krankheit und einem damit

Mehr

Die gesetzliche Unfallversicherung. Folie 1. Besser sicher. Die gesetzliche Unfallversicherung.

Die gesetzliche Unfallversicherung. Folie 1. Besser sicher. Die gesetzliche Unfallversicherung. Folie 1 Besser sicher.. ihre Entstehung. Folie 2 ist von den fünf Säulen des deutschen Sozialversicherungssystems (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung

Mehr

Sozialversicherung 2012

Sozialversicherung 2012 Sozialversicherung 2012 Inhaltsverzeichnis I. Entgeltgrenzen... 2 II. Beitragssätze... 3 III. Beitragszuschuss für privat krankenversicherte Arbeitnehmer... 4 IV. Sachbezugswerte... 5 V. GKV-Monatsmeldung

Mehr

Entgelt in der Sozialversicherung

Entgelt in der Sozialversicherung Das Recht der Wirtschaft Ergänzungsdienst Drittes Ergänzungsblatt zu Band 243 der Schriftenreihe Stand 1. 1. 2016 Marburger Entgelt in der Sozialversicherung 1. Auflage, im Richard Boorberg Verlag Das

Mehr

Kausalitäts- und Zurechnungszusammenhänge:

Kausalitäts- und Zurechnungszusammenhänge: Kausalitäts- und Zurechnungszusammenhänge: Versicherte Tätigkeit Unfallbringendes Verhalten Unfallgeschehen Gesundheitsschaden zeitlicher/örtlicher/sachlicher Zusammenhang Unfallkausalität: Wesentliche

Mehr

Online-Test 2015 Soziale Sicherung - Nur für registrierte Teilnehmer -

Online-Test 2015 Soziale Sicherung - Nur für registrierte Teilnehmer - Online-Test 2015 Soziale Sicherung - Nur für registrierte Teilnehmer - SoS 01. Die Bundesrepublik Deutschland ist a) ein Rechtsstaat b) ein demokratischer und sozialer Bundesstaat c) eine Republik d) eine

Mehr

Ihre gesetzliche Unfall-Versicherung

Ihre gesetzliche Unfall-Versicherung Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. Glinkastraße 40 10117 Berlin Infoline: 0800 6050404 E-Mail: info@dguv.de Internet: www.dguv.de Ihre gesetzliche Unfall-Versicherung Informationen in Leichter

Mehr

Krankenversicherung. 1 Krankengeld. Wirtschafts und Sozialstatistisches Taschenbuch 2011

Krankenversicherung. 1 Krankengeld. Wirtschafts und Sozialstatistisches Taschenbuch 2011 Krankenversicherung Die Leistungen der Krankenversicherung werden entweder als Sachleistungen oder als Geldleistungen gewährt. Diese Leistungen sind je nach Versicherungsfall entweder Pflichtleistungen

Mehr

Das ist Leichte Sprache

Das ist Leichte Sprache Das ist Leichte Sprache Leichte Sprache können viele Menschen besser verstehen. Für Leichte Sprache gibt es Regeln. Zum Beispiel: Kurze Sätze Einfache Worte Bilder erklären den Text Wenn Menschen viel

Mehr

KarriereStart 23. 25.01.2015 Persönliche Absicherung für Selbständige

KarriereStart 23. 25.01.2015 Persönliche Absicherung für Selbständige KarriereStart 23. 25.01.2015 Persönliche Absicherung für Selbständige www.bmwi.de Persönliche Absicherung allgemein Sozialversicherung des Existenzgründers Krankenversicherung Pflegeversicherung Rentenversicherung

Mehr

Internationale Gesundheitssysteme im Vergleich

Internationale Gesundheitssysteme im Vergleich Internationale Gesundheitssysteme im Vergleich von Jonas Trambacz, Angelika Wehage, Stefan Schmeier, Seray Röblreiter, Christof Mauersberg, Christian Döhmen, Phillis Maaß, Adrian Borner Erstauflage Diplomica

Mehr

Anlage zu 29 der Satzung der DAK-Gesundheit. Wahltarif Krankengeld

Anlage zu 29 der Satzung der DAK-Gesundheit. Wahltarif Krankengeld Anlage zu 29 der Satzung der DAK-Gesundheit Wahltarif Krankengeld Stand: 01.01.2014 Inhaltsverzeichnis Seite ABSCHNITT A 2 Wahltarif, Beginn und Ende 2 ABSCHNITT B 3 Bindungsfrist und Kündigung / Sonderkündungsrecht

Mehr