Frauenalterssicherung: Stand und Perspektiven

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1 Input zur Tagung des Bundesfrauenrats Bündnis 90/ Die Grünen 20. Oktober 2012, Berlin Frauenalterssicherung: Stand und Perspektiven Brigitte L. Loose Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung Referat für Entwicklungsfragen der Sozialen Sicherheit Deutsche Rentenversicherung Bund 1

2 > Daten zur Einkommenslage der Rentnerinnen Kumulation von Alterseinkommen (Bruttowerte in /Monat) - Personen ab 65. Jahren in Deutschland im Jahr eigene GRV-Rente Alterssicherungsleistungen (incl. HR) Gesamteinkommen im Alter 954 Alte Länder Durchschnittlicher Grundsicherungs bedarf: 668 Euro Neue Länder Frauen Männer Frauen Männer (Quelle: ASID 2007) Eigene GRV-Renten sind nicht alles! 2

3 > Daten zur Armut/ Bedürftigkeit von Frauen Bedürftigkeitsquoten verschiedener Altersgruppen in % ,6 9,9 2,6 16,4 15,6 15,9 9,7 9,3 9,4 2,7 2,8 2, Kinder < 15J. 15,5% Frauen im Erwerbsalter 9,1% Frauen im Rentenalter 2,7% Frauen im Erwerbsalter (Mindestsicherungs-Quote*) Frauen im Rentenalter (Grundsicherungs-Quote) Kinder u. 15 Jahre (Sozialgeld-Quote) Quelle: Statistisches Bundesamt * Die Mindestsicherungsquote gibt die Empfänger/-innen folgender Leistungen als Anteil an der Gesamtbevölkerung wieder: Leistungen nach dem SGB II; Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen nach dem SGB XII; Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII; Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, laufende Leistungen der Kriegsopferfürsorge Altersarmut von Rentnerinnen liegt (weit) unter dem Bevölkerungsdurchschnitt 3

4 Die Erwerbsbiografien der 40 bis 60-Jährigen Welche Rolle spielen Erwerbsunterbrechungen wegen Kindererziehung? > Wie prägen sie Erwerbsbiografien von Frauen? > Gibt es verschiedene Biografietypen? > Konsequenzen für die Alterssicherung? nen/publikationen,did= html 4

5 Ursache: familienbedingte Erwerbsunterbrechungen Who cares? Alte Länder Neue Länder Anteil in % Ø 9,1 J. Frauen Anteil in % Frauen Ø 2,8 J Lebensjahr Leb ens jah r Anteil in % Ø1 Mon Männer Anteil in % Männer Ø0 Mon Lebensjahr Leb ens jah r Quelle: BMFSFJ

6 Ursache: familienbedingte Erwerbsunterbrechungen Biografietypen: Unterschiede zwischen West und Ost Alte Länder Neue Länder 6

7 Ursache: familienbedingte Erwerbsunterbrechungen Eigenes Alterseinkommen im 65. Lebensjahr von Frauen nach Biografietypen und Familienstand (in /Monat)* Alte Länder Neue Länder Verheiratete Ledige, Geschiedene Verwitwete Verheiratete Ledige, Geschiedene Verwitwete Vollzeit(wieder)einstieg Teilzeit(wieder)einstieg ** Spät(wieder)einstieg (Wieder)Einstieg über Minijob Langzeiterziehung Keine Kinder Alle Frauen Quelle: BMFSFJ 2011 * Projizierter Nettobetrag in Werten von 2005 nach Abzug des Eigenanteils zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner und nach Veranlagung zur Einkommensteuer (Basis: aktuelle Rentenwerte 2005 ohne Angleichung der Werte zwischen Ost und West), Familienstand zum Befragungszeitpunkt 2002; ** nicht ausgewiesen, da zugrundeliegende Fallzahl < 10 Personen 7

8 Ursache: familienbedingte Erwerbsunterbrechungen Eigenes und Ehepaaralterseinkommen im 65. Lebensjahr Ehefrauen; nach Biografietypen (in /Monat)* Alte Länder Neue Länder Eigenes Einkommen Eigenes Einkommen Ehepaareinkommen Ehepaareinkommen Vollzeit(wieder)einstieg Teilzeit(wieder)einstieg Spät(wieder)einstieg (Wieder)Einstieg über Minijob Langzeiterziehung Quelle: BMFSFJ 2011 * Projizierter Nettobetrag in Werten von 2005 nach Abzug des Eigenanteils zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner und nach Veranlagung zur Einkommensteuer (Basis: aktuelle Rentenwerte 2005 ohne Angleichung der Werte zwischen Ost und West), Familienstand zum Befragungszeitpunkt 2002; ** nicht ausgewiesen, da zugrundeliegende Fallzahl < 10 Personen 8

9 Was tun? Handlungsfelder zwischen Prävention und Nachsorge Erwerbsbiografien Ausgestaltung des AS-Systems Verbesserung der Rahmenbedingungen faire Arbeitsteilung Betreuungsinfrastruktur Vereinbarkeit für beide Geschlechter - Arbeitszeitpolitik (TZ 2.0) Reformen innerhalb des Systems Gleichbehandlung bei d. KEZ? stärkerer Nachteilsausgleich? (Allg. Armutsvermeidung i. Alter) 9

10 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Brigitte L. Loose Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung Referat für Entwicklungsfragen der Sozialen Sicherheit Deutsche Rentenversicherung Bund 10

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