Vorsorge, Erben und Vererben

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Vorsorge, Erben und Vererben"

Transkript

1 Vorsorge, Erben und Vererben Tipps und Informationen zum Pflege- und Erbfall

2 Vorsorge, Erben und Vererben Tipps und Informationen zum Pflege- und Erbfall

3 Inhalt Erste Erledigungen nach einem Todesfall 7 Gesetzliche Erbfolge 13 Testament und Erbvertrag 18 Das gemeinschaftliche Testament 25 Die Erbengemeinschaft 29 Das Pflichtteilsrecht 32 Testamentsvollstreckung 39 Die Haftung des Erben 43 Impressum: 2. Auflage 2014 Advocatio Rechtsanwälte, Dieses Buch ist mit allen Teilen urheberrechtlich geschützt. Die Verwertung bedarf der Zustimmung des Rechteinhabers, sofern sie vom Urheberrecht nicht ausdrücklich zugelassen ist. Das gilt vor allem für Nachdruck, Vervielfältigung, Bearbeitung, Übersetzung, Mikroverfilmung und Verarbeitung in und für elektronische Systeme. Herausgeber: Advocatio Rechtsanwälte, München Tel 089/ Die Unternehmensnachfolge 48 Schenkung- und Erbschaftsteuer 52 Vorweggenommene Erbfolge 58 Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht 60 Layout und Satz: KOMMposition, Berlin Foto Cover: babimu/fotolia.com Druck: Pinguin Druck GmbH Tel 030/

4 Erste Erledigungen nach einem Todesfall Unmittelbar nach dem Tod eines Angehörigen oder eines engen Freundes ist viel zu tun. Die Erledigung der notwendigen Dinge obliegt meist den nächsten Angehörigen, welche jedoch aufgrund von Schmerz und Trauer über den Tod des Verstorbenen oft nur schwer in der Lage sind, die erforderlichen Dinge zu regeln. Die folgende Darstellung soll im Rahmen einer Art Checkliste helfen, die nach dem Tode eines Menschen erforderlichen Angelegenheiten zu regeln. Der Totenschein Die Ausstellung des Totenscheins erfolgt durch den Hausarzt oder den Notarzt, die umgehend von dem Tod zu benachrichtigen sind. Beim Tod in einem Krankenhaus wird durch den entsprechenden Krankenhausarzt der Totenschein ausgestellt, so dass es keiner weiteren Benachrichtigungen bedarf. Anzeige des Todesfalls Der Todesfall muss dem zuständigen Standesamt spätestens am ersten auf den Todestag folgenden Werktag angezeigt werden. Zuständig ist das Standesamt, in dessen Bezirk der Tod eingetreten ist. Beauftragung eines Bestattungsinstituts Ratsam ist, sofort ein Bestattungsinstitut zu beauftragen. Dieses kümmert sich um Fragen der Aufbewahrung des Verstorbenen, der Einsargung, der Auswahl der Grabstätte, der Abstimmung mit dem Friedhofsamt, etc. Das Bestattungsinstitut erledigt auch die Anzeige des Todes gegenüber dem zuständigen Standesamt und die Beantragung der Sterbeurkunde sowie sonstige gewünschte Tätigkeiten, wie beispielsweise die Schaltung einer Traueranzeige in Tageszeitungen oder die Abrechnung der Todesfallkosten mit einer Sterbegeldversicherung. 6 7

5 Sterbeurkunde Versicherungen, Renten und Mitgliedschaften Eine Sterbeurkunde wird vom örtlich zuständigen Standesamt ausgestellt. Dies ist regelmäßig das Standesamt am Wohnort des Verstorbenen bzw. bei einem Versterben im Krankenhaus oder an einer Unfallstelle, das für diesen Ort zuständige Standesamt. Dem Standesamt sind folgende Urkunden vorzulegen: Der Totenschein Lebens- und Unfallversicherungen sind grundsätzlich innerhalb von 48 bis 72 Stunden zu informieren. Es empfiehlt sich eine Information vorab per Telefax oder mittels eines eingeschriebenen Briefes, welchem eine Sterbeurkunde und ggf. ein Zeugnis über die Todesursache beizulegen ist. Im Falle eines Arbeitsunfalls ist auch die Berufsgenossenschaft innerhalb von 48 Stunden nach dem Tod zu informieren. Geburtsurkunde des Verstorbenen Personalausweis des Verstorbenen Heiratsurkunde des Verstorbenen Die Sterbeurkunde eines vorverstorbenen Ehegatten Scheidungsurteile, wenn der Verstorbene geschieden war Es ist ratsam, sich sofort mehrere beglaubigte Kopien der Sterbeurkunde anfertigen zu lassen, weil die Sterbeurkunde meist für mehrere Behörden, Banken, Versicherungen gleichzeitig benötigt wird. Benachrichtigung von Personen Folgende Personen sind vom Tod und Bestattungstermin zu informieren: Verwandte und Freunde Mitarbeiter und ggf. der Arbeitgeber Ebenfalls zu informieren ist die Krankenversicherung, eine Rentenversicherung oder ein bestehendes Versorgungswerk. Die gesetzliche Rentenversicherung des Verstorbenen ist unter Vorlage einer beglaubigten Kopie der Sterbeurkunde zu benachrichtigen und bei dieser ggf. eine Witwen- oder Waisenrente zu beantragen. War der Verstorbene Rentner oder Bezugsberechtigter eines Versorgungswerkes, so kommen Überbrückungsgelder für den Ehepartner und die nächsten Angehörigen in Betracht. Vereinsmitgliedschaften sowie sonstige Mitgliedschaften in Verbänden enden grundsätzlich mit dem Tode. Im Zweifelsfall sollten sie gleichwohl gekündigt werden und die Vereine und Verbände in jedem Falle über den Tod unterrichtet werden. Private Versicherungen, wie Hausratsversicherungen, Haftpflichtversicherungen und Kfz-Versicherungen, sind ebenfalls zu informieren und eventuell zu kündigen bzw. von den Erben zu übernehmen. Dies empfiehlt sich beispielsweise bei einer Hausratsversicherung oder auch bei einer Kfz-Versicherung, bei welcher möglicherweise ein Schadensfreiheitsrabatt übertragen werden kann. Pfarrer Vereine, in denen der Verstorbene Mitglied war 8 9

6 Vollmachten, Sparkonten und Lebensversicherungen Vollmachten, Konten und Lebensversicherungen sind schnellstens zu überprüfen und eventuell zu widerrufen oder zu sperren. Ein Widerruf ist auch durch einzelne Miterben möglich. Da Vollmachten jedoch häufig die Abwicklung und Verwaltung des Nachlasses bis zur Erteilung eines Erbscheins erleichtern können, sollten sie nicht voreilig widerrufen werden. Hat der Verstorbene beispielsweise Vollmachten zu Gunsten Dritter über den Tod hinaus erteilt, so müssen diese vom Erben widerrufen werden, wenn sie nicht in seinem Sinne sind. in allen Fällen erforderlich. Aufgrund der Kosten sollte stets geprüft werden, ob ein Erbschein beantragt werden soll. Beispielsweise ist ein Erbschein grundsätzlich nicht erforderlich, wenn ein notarielles Testament oder ein notarieller Erbvertrag vorliegt. Banken und Versicherungen akzeptieren eine solche Urkunde, wenn auf ihr durch einen sogenannten Eröffnungsstempel die Eröffnung durch das Nachlassgericht kenntlich gemacht ist. Liegt weder ein notarielles Testament noch ein Erbvertrag vor und existiert auch keine Kontovollmacht über den Tod hinaus, bedarf es meist des Erbscheins zur Legitimation gegenüber Banken, Versicherungen, dem Grundbuchamt. Gleiches gilt von Bezugsberechtigungen in Lebensversicherungen, Sparbüchern und sonstigen Verträgen zu Gunsten Dritter. Ansprüche aus solchen Verträgen fallen grundsätzlich nicht in den Nachlass, sondern gehören unmittelbar dem Dritten. Wenn dieser jedoch noch keine Kenntnis hiervon hatte, kann das Recht des Dritten meist noch vom Erben widerrufen werden. Andererseits empfiehlt sich für Begünstigte derartiger Verträge, dass diese die Begünstigung schnellstmöglich annehmen, beispielsweise durch entsprechende Erklärungen gegenüber den Versicherungen und Banken, um hierdurch einem etwaigen Widerruf eines Erben zuvorzukommen. Suche und Abgabe von Testamenten Ist zu vermuten, dass der Erblasser ein Testament errichtet hat, so ist nach diesem zu suchen. Ein gefundenes Testament ist umgehend dem Nachlassgericht abzuliefern. Wer ein Testament in Besitz nimmt und es zerstört oder nicht abliefert, kann sich hierdurch strafbar machen. Der Erbschein Die Beantragung eines Erbscheins erfolgt beim zuständigen Nachlassgericht, d.h. beim Amtsgericht am letzten Wohnort des Verstorbenen. Ein Erbschein ist nicht Expertentipp Bedarf es des Erbscheins lediglich wegen der Umschreibung von Grundstücken, so ist zu raten, einen auf diesen Zweck beschränkten Erbschein zu beantragen, da ein solcher kostengünstiger ist. Schulden des Nachlasses Der Erbe haftet für Schulden des Erblassers. Sind einem Erben konkrete Schulden bekannt und erkennt er eine klare Überschuldung des Nachlasses, so kann er die Erbschaft innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis vom Anfall der Erbschaft ausschlagen. Wenn der Erbe jedoch nicht hundertprozentig von einer Überschuldung des Nachlasses überzeugt ist, sondern eine solche lediglich befürchtet, ist eine Ausschlagung der Erbschaft meist nicht ratsam. Der Erbe kann auch die Erbschaft annehmen und trotzdem die Haftung für Schulden des Erblassers begrenzen, beispielsweise durch ein Aufgebotsverfahren, eine Nachlassverwaltung oder eine Nachlassinsolvenz. Eine solche Vorgehensweise sollten jedoch immer mit einem im Erbrecht versierten Rechtsanwalt abgestimmt werden, da eine Vielzahl von Formalien zu beachten sind. Siehe hierzu im Einzelnen auch das Kapitel Die Haftung des Erben

7 Dauerschuldverhältnisse, Daueraufträge Gesetzliche Erbfolge Dauerschuldverhältnissen (wie zum Beispiel Mietverträge, Bezugsverhältnisse über Strom, Gas und Zeitungen) sind zu kündigen, wenn sie nicht vom Erben übernommen werden sollen. Zugleich sind etwaige Einzugsermächtigungen und Daueraufträge, die diese Verträge betreffen, zu widerrufen. Die gesetzliche Erbfolge des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) enthält Standardlösungen für die Verteilung des Nachlasses, wenn eine verstorbene Person (Juristen sprechen vom Erblasser ) seinen letzten Willen nicht in einem Testament niedergelegt hat. Die gesetzliche Erbfolge passt aber häufig nicht zur Lebenswirklichkeit vieler Bürger. So werden etwa unverheiratete Lebenspartner im Todesfall nicht abgesichert, es bestehen keine Regelungen zur Streitvermeidung unter Miterben, Personen, die für den Erblasser Pflegeleistungen erbracht haben, erhalten hierfür nahezu keinen erbrechtlichen Ausgleich und die zahlreichen Möglichkeiten einer Steueroptimierung werden nicht ausgeschöpft. Ordnungen der gesetzlichen Erbfolge Die gesetzliche Erbfolge sieht ein Verwandtenerbrecht mit einer klaren Reihenfolge vor: Erste Ordnung: die Abkömmlinge (Kinder, Enkel, Urenkel) Zweite Ordnung: die Eltern des Verstorbenen und deren Abkömmlinge Dritte Ordnung: die Großeltern und deren Abkömmlinge In den weiteren Ordnungen die Urgroßeltern und so weiter Sobald eine Person einer vorangehenden Ordnung lebt und die Erbschaft annimmt, schließt sie alle weiteren Ordnungen von der Erbfolge aus. Beispiel Wenn der Verstorbene ein einziges Kind hat, schließt dieses alle anderen Verwandten des Erblassers (wie z.b. Enkel oder Geschwister) von der Erbfolge aus. Es spielt heute keine Rolle mehr, ob das Kind ehelich oder unehelich ist. Auch Adoptivkinder sind gleichgestellt

8 Erblasser ist ledig und ohne Testament verstorben Unverheiratet heißt nicht in jedem Fall kinderlos. Zuerst einmal sind Kinder und ihre Abkömmlinge (= Erben erster Ordnung) erbberechtigt. Das Kind schließt Enkel und Urenkel von der Erbfolge aus. Erst im Fall des Vorversterbens eines Kindes erben dessen Kinder. Der Stamm einer Familie wird also immer durch den mit dem Erblasser näher Verwandten repräsentiert. Güterstand bei Zugewinngemeinschaft Gesetzlicher Erbteil des Ehegatten neben 1 Kind neben 2 Kindern bei mehr als 2 Kindern 1/2 1/2 1/2 Gibt es keinen einzigen Abkömmling, der ein Erbe annehmen könnte, kommen die Eltern (= Erben zweiter Ordnung) zum Zuge. Sind die Eltern bereits verstorben, dann erben deren Kinder, das heißt die Geschwister des Verstorbenen. bei Güter trennung bei Gütergemeinschaft 1/2 1/3 1/4 1/4 1/4 1/4 Erblasser ist verheiratet, kinderlos und ohne Testament verstorben Expertentipp Verheiratete Paare ohne eigene Kinder gehen häufig davon aus, dass nach dem Tod eines Ehepartners der Andere als Alleinerbe das gesamte Vermögen erhält. Das ist ein Irrtum! Der länger lebende Ehegatte muss sich die Erbschaft mit den Eltern bzw. den Geschwistern des Verstorbenen teilen! Je nach Güterstand und Familienkonstellation erben die Ehepartner drei Viertel, die Hälfte oder ein Viertel des Nachlasses. Alleinerbe wird der Ehegatte nur, wenn keine Abkömmlinge, keine Eltern oder deren Abkömmlinge und keine Großeltern leben. Es kann sein, dass der verstorbene Ehepartner während der Ehe einen Vermögenszugewinn erzielt hat, der über ein Viertel des gesamten Nachlasses hinausgeht. Dann kann für den überlebenden Ehegatten eine Ausschlagung des Erbes sinnvoll sein: Der Gesetzgeber räumt dem überlebenden Ehegatten in 1371 Absatz 3 BGB nämlich die Möglichkeit ein, die Erbschaft auszuschlagen und stattdessen zwei Forderungen gegen die Erben des verstorbenen Ehepartners geltend zu machen (so genannte güterrechtliche Lösung): Erblasser ist verheiratet, mit Kindern und ohne Testament verstorben Eine zum Zeitpunkt des Todes verheiratete Person, die mindestens ein Kind hat, wird von dem Ehegatten und dem Kind (oder den Kindern) beerbt. Wie hoch der Anteil der einzelnen Erben ( Erbquote ) ist, richtet sich nach dem Güterstand, in dem die Ehepartner zum Zeitpunkt des Todes gelebt haben, und nach der Zahl der Kinder. Zum einen kann er den konkret berechneten Zugewinnausgleich (ähnlich wie im Fall der Scheidung) geltend machen. Hierzu müssen für jeden Ehegatten gesondert die Anfangs- und Endvermögen ermittelt werden. Die Differenz zwischen dem Anfangs- und Endvermögen ergibt den jeweiligen Zugewinn eines Ehegatten. Haben die Ehegatten während der Ehezeit einen unterschiedlichen Zugewinn erwirtschaftet, ist die Hälfte des Unterschiedsbetrags auszugleichen. Zum anderen kann der überlebende Ehegatte gemäß 2303 BGB seinen Pflichtteil fordern. Die Pflichtteilsquote beträgt dann aber nur ein Achtel 14 15

9 (so genannter kleiner Pflichtteil) und die Zugewinnausgleichsforderung muss vom Nachlass als Verbindlichkeit abgezogen werden. Erblasser ist geschieden oder lebt in Scheidung und ist ohne Testament verstorben Dieses Wahlrecht steht dem länger lebenden Ehegatten auch bei testamentarischer Erbfolge zu. Beispiel Das Ehepaar Schmid hat gemeinsam ein Architekturbüro aufgebaut, das beim Ableben von Herrn Schmid einen Verkehrswert von hat. Herr Schmid hinterlässt neben seiner Ehefrau einen Sohn. Er lebte im gesetzlichen Güterstand und hat weder ein Testament errichtet, noch einen Erbvertrag geschlossen. Der Zugewinn, den Herr Schmid während der gesamten Ehezeit erwirtschaftet hat, beträgt Herr Schmid wird kraft Gesetz von seiner Witwe und seinem Sohn je zur Hälfte beerbt. Der Erbanteil der Witwe beläuft sich also auf einen Wert von Frau Schmid kann aber diesen gesetzlichen Erbanteil innerhalb einer Frist von sechs Wochen ausschlagen und folgende Ansprüche gegen den Erben ihres verstorbenen Mannes (dies wird der Sohn sein, sofern nicht auch dieser ausschlägt) durchsetzen: Gemäß 1378 BGB kann sie zunächst den Zugewinn von verlangen. Zusätzlich kann sie ihren Pflichtteil von einem Achtel fordern, der aus dem Nachlasswert von abzüglich der Zugewinnverbindlichkeit von , also aus berechnet wird. Der Pflichtteil der Witwe beträgt damit Einem geschiedenen Ehegatten steht kein Erbrecht mehr zu. Das gesetzliche Ehegattenerbrecht setzt eine bestehende Ehe voraus. Läuft zum Zeitpunkt des Todes ein Scheidungsantrag, dann kommt es sehr auf die Details an: Wer hat den Antrag gestellt und wer hat ihm zugestimmt. In solchen Fällen ist der länger lebende (Ex-)Ehepartner gut beraten, zu einem Fachanwalt für Erbrecht zu gehen. Erblasser ist verwitwet, hat Kinder sowie einen unverheirateten Partner und ist ohne Testament verstorben Nach dem Tod des Ehepartners finden viele Menschen wieder einen Lebenspartner, mit dem sie ohne Trauschein zusammenleben. Stirbt eine Witwe oder ein Witwer mit eigenen Kindern und mit unverheiratetem Partner, dann erben nach der gesetzlichen Erbfolge ausschließlich dessen Kinder. Der Lebenspartner erhält nichts aus dem Nachlass. Für den Fall, dass das unverheiratete Paar in einer Eigentumswohnung oder im Haus der verstorbenen Person gelebt hat, kann es sein, dass der Partner auf Betreiben der Kinder innerhalb kürzester Zeit ausziehen muss. All das ist oft nicht gewollt und lässt sich mit einem Testament vermeiden. Frau Schmid erhält also nach dem Ableben ihres Mannes insgesamt einen Betrag von (Zugewinn von zuzüglich des Pflichtteils von ) und steht damit wirtschaftlich besser als bei der gesetzlichen Erbfolge. Diese Vorgehensweise hat für Frau Schmid weiter den Vorteil, dass es sich bei Zugewinn und Pflichtteil um Forderungen handelt, die der Erbe (also hier der Sohn) sofort mit dem Todesfall bar zu erfüllen hat. Bei gesetzlicher Erbfolge bestünde dagegen eine Erbengemeinschaft mit dem Sohn, bei der häufig Streitigkeiten entstehen

10 Testament und Erbvertrag Vermächtnis Die gesetzliche Erbfolge entspricht in vielen Fällen nicht dem Willen des Erblassers. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig. Neben der Benennung des Erben können Motive wie die Vermeidung einer Erbengemeinschaft, die Sicherung des Fortbestandes eines Unternehmens, die Verwaltung des Vermögens minderjähriger Kinder oder die Reduzierung der Erbschaftssteuer Gründe für die Errichtung eines Testamentes oder eines Erbvertrages sein. Entsprechend vielfältig sind die möglichen Inhalte eines Testamentes oder eines Erbvertrages. Das sogenannte Vermächtnis eröffnet einem Erblasser die Möglichkeit, einer Person nach seinem Tode bestimmte Vermögensgegenstände zukommen zu lassen, ohne dass diese Person Erbe wird. Der Vermächtnisnehmer, also die Person, der etwas zugewendet wird, erhält den ihm zugewendeten Gegenstand anders als im Falle einer Erbeinsetzung nicht automatisch mit dem Tode des Erblassers. Vielmehr hat er lediglich einen Anspruch auf Erfüllung des Vermächtnisses. Dieser Anspruch richtet sich meist gegen den Erben, der das Vermächtnis durch Übereignung des zugewendeten Gegenstandes zu erfüllen hat. Inhalt einer letztwilligen Verfügung Teilungsanordnung Der Inhalt einer letztwilligen Verfügung beschränkt sich nicht darauf, einen Erben zu bestimmen oder eine Person zu enterben. Vielmehr kann der Erblasser auch Vermächtnisse oder Auflagen anordnen und auf die Nachlassteilung unter Miterben einwirken. Letzteres ist z.b. durch eine Testamentsvollstreckung oder eine Teilungsanordnung möglich. Der Erblasser kann auch über die nach seinem Tode zunächst eintretende Erbfolge hinaus Regelungen für den Fall des Todes seines Erben treffen. Das geschieht durch die Anordnung einer sogenannte Vorund Nacherbschaft oder einer Voll- und Schlusserbschaft. Erbeinsetzung und Enterbung Die häufigste und meist wichtigste Regelung ist die Anordnung einer von der gesetzlichen Regelung abweichenden Erbfolge. Sind mehrere Erben zur Erbfolge berufen, ist eine dadurch entstandene Erbengemeinschaft grundsätzlich darauf angelegt, aufgelöst zu werden. Diese Auflösung geschieht durch Teilung der Nachlassgegenstände. Unteilbare Gegenstände sind, wenn sich die Erben nicht anderweitig einigen, zu versteigern. Diese gesetzlichen Regelungen der Teilung einer Erbengemeinschaft kann der Erblasser durch sogenannte Teilungsanordnungen vermeiden. Testamentsvollstreckung Oft führen Erbauseinandersetzungen unter Miterben über die Art der Teilung, den Wertansatz der einzelnen Gegenstände und auch möglicherweise die Verwaltung der Erbschaft zu erheblichen Streitigkeiten. Solche Streitigkeiten können durch die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers vermieden werden. So können beispielsweise verheiratete Eheleute ohne Kinder die gesetzliche Erbfolge, nach welcher der überlebende Ehegatte neben den Eltern und/oder Geschwistern des Erblassers lediglich Miterbe wird, vermeiden, indem sie sich gegenseitig zu Erben einsetzen. Auch wenn Kinder des Erblassers vorhanden sind, ist es sehr oft zur Erhaltung der Lebensgrundlage des überlebenden Ehegatten erforderlich, dass die Eheleute sich gegenseitig zu Erben einsetzen. Auch zur Verwaltung des Erbteils minderjähriger Kinder oder zur Fortführung eines Unternehmens kann die Anordnung einer Testamentsvollstreckung sinnvoll sein

11 Auflagen Errichtung einer Verfügung von Todes wegen Der Erblasser kann einen Erben oder einen Vermächtnisnehmer mit bestimmten Auflagen belasten. Im Unterschied zu Vermächtnissen gibt es bei Auflagen keinen Begünstigten, der den Anspruch gegen den Belasteten geltend machen kann. Die Erfüllung der Auflagen können lediglich der Erbe, Miterben sowie solche Personen verlangen, denen es zugutekommt, wenn der mit der Auflage Beschwerte als Erbe ausfällt. Die häufigsten Auflagen sind Verpflichtungen zur Grabpflege, zur Spende eines bestimmten Betrages für karitative Zwecke oder auch die Anordnung der Pflege von Tieren. Verfügungen von Todes wegen kann der Erblasser durch Einzeltestament, oder durch Erbvertrag anordnen. Unter Ehegatten ist die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments möglich. Errichtung eines Testaments Ein Testament kann entweder als eigenhändiges oder öffentliches Testament errichtet werden: Vor- und Nacherbschaft Durch die Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft kann der Erblasser bestimmen, wer z.b. nach dem Tode seines ersten Erben den Nachlass erhalten soll. Die Vor- und Nacherbschaft bewirkt, dass der Vorerbe nach dem Tode des Erblassers zunächst die Erbschaft erhält, über sie jedoch nicht frei verfügen darf. Vielmehr darf er nur bestimmte Nutzungen ziehen und den Nachlass verwalten. Mit dem Nacherbfall fällt die Erbschaft dann dem endgültigen Erben an. Ersatzbestimmungen Da der Erblasser zum Zeitpunkt der Errichtung seiner letztwilligen Verfügung künftige Entwicklungen nicht vorhersehen kann, sind oft Ersatzregelungen zu treffen. So kann der Erblasser für den Fall, dass der von ihm zunächst eingesetzte Erbe vor seinem Tode verstirbt oder aus anderen Gründen nicht Erbe wird, einen sogenannten Ersatzerben bestimmen. Gleiches gilt für einen Testamentsvollstrecker. Auch für diesen kann ein Ersatztestamentsvollstrecker bestimmt werden. Ein eigenhändiges Testament wird errichtet, indem der Erblasser seinen letzten Willen handschriftlich schreibt und unterschreibt. Dabei soll er den Ort sowie das Datum der Errichtung des Testamentes angeben. Bei diesen Angaben handelt es sich jedoch nicht um zwingende Angaben. Sie sind lediglich dann von Bedeutung, wenn mangels einer Angabe des Ortes und der Zeit Zweifel an der Wirksamkeit des Testamentes bestehen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich nicht ermitteln lässt, wann das Testament errichtet wurde und ob der Erblasser zu diesem Zeitpunkt noch geschäftsfähig war, oder wenn bei mehreren Testamenten mangels Ort und Zeitangabe nicht zu ermitteln ist, welches das letzte und damit wirksame ist. Ein öffentliches Testament, auch notarielles Testament genannt, wird üblicherweise zur Niederschrift vor einem Notar errichtet. Es handelt sich um ein Testament, dessen Inhalt der Notar nach entsprechender rechtlicher Beratung formuliert und beurkundet. Möglich aber unüblich ist auch die Übergabe eines Schriftstückes an den Notar mit der Erklärung, dass dieses Schriftstück den letzten Willen enthalte

12 Widerruf eines Testaments Erbvertrag Ein Testament kann vom Erblasser jederzeit widerrufen werden. Ein solcher Widerruf kann ausdrücklich erklärt werden. So kann der Erblasser verfügen, dass das Testament nicht mehr gelten soll. Ein Widerruf kann auch durch ein späteres Testament erfolgen, welches zu einem früheren Testament im Widerspruch steht, oder durch eine Vernichtung des Testamentes mit dem Willen, es aufzuheben. Ein notarielles nicht also ein eigenhändiges Testament, welches in die amtliche Verwahrung gegeben wurde, wird durch die bloße Rücknahme aus der Verwahrung widerrufen. Verwahrung eines Testaments Neben der einseitigen Verfügung von Todes wegen, d.h. neben dem Testament, gibt es die Möglichkeit eines Erbvertrages, der notariell beurkundet werden muss. Anders als bei einem Einzeltestament sind die Personen, die einen Erbvertrag geschlossen haben, an die vertraglich getroffenen Regelungen gebunden. Es tritt die gleiche Bindung ein, wie sie bei sonstigen Verträgen entsteht. Dies bedeutet, dass eine Person, die einen Erbvertrag zu Gunsten einer anderen Person errichtet hat, die Inhalte dieses Erbvertrages nicht wie bei einem Testament jederzeit einseitig widerrufen kann. Die vertraglichen Regelungen können nur in besonderen Ausnahmefällen einseitig aufgehoben werden. Solche Fälle sind z.b. besonders schwerwiegende Verfehlungen des durch den Erbvertrag Begünstigten oder die Anfechtung des Erbvertrages wegen eines Irrtums. Sowohl eigenhändige als auch notarielle Testamente können in die öffentliche Verwahrung gegeben werden. Zuständig für diese öffentliche Verwahrung ist das Amtsgericht am Wohnsitz des Erblassers. Durch eine solche Hinterlegung beim Gericht sind Verlustrisiken ausgeschlossen. Die anfallenden Kosten richten sich nach dem Wert der Erbschaft und sind verhältnismäßig gering. So fallen z.b. bei einem Wert von eine Gebühr von 201,75 an. Wird ein Testament nicht in die öffentliche Verwahrung gegeben, so sollte sichergestellt werden, dass das Testament beim Tode des Verfügenden umgehend gefunden und dem Nachlassgericht übermittelt werden kann. Es empfehlen sich beispielsweise Hinterlegungen in einem eigenen Safe (nicht Bankschließfach!) oder auch bei Steuerberatern oder Rechtsanwälten des Vertrauens. Auch die Übergabe an den Begünstigten ist empfehlenswert, da dieser sicher das Testament beim Nachlassgericht vorlegen wird, um seine Begünstigung nachzuweisen. Ein notariell errichtetes Testament kann darüber hinaus in die notarielle Verwahrung gegeben werden. Unter Lebenden, also nicht durch Testament oder Erbvertrag, kann der erbvertraglich Gebundene jedoch weiterhin frei über sein Vermögen verfügen. Nicht möglich sind lediglich solche Schenkungen, die der vertraglich Gebundene in der Absicht tätigt, den Begünstigten zu beeinträchtigen. Aufgrund der bindenden Wirkung von Erbverträgen ist vor dem Abschluss eines solchen Erbvertrages stets eine gründliche Überlegung und Abwägung erforderlich. Gemeinschaftliches Testament Bei einem gemeinschaftlichen Testament handelt es sich um eine besondere Form der Testamentserrichtung durch Ehegatten. Hierfür ist es ausreichend, dass ein Ehegatte das Testament schreibt und unterschreibt und der andere Ehegatte es lediglich unterschreibt. Einzelheiten zum gemeinschaftlichen Testament erfahren Sie im folgenden Kapitel

13 Expertentipp zur Testamentserrichtung Das gemeinschaftliche Testament Es gibt nicht das gute und richtige Standardtestament. Vielmehr bedarf eine sorgfältige Testamentserrichtung meist längerer Planung und Erörterung. Häufig ist ein durchdachtes Testament auch nur nach einer fachlichen Beratung durch einen Erbrechtsexperten möglich. Die folgenden Tipps zur Testamentserrichtung sollen deshalb nur als allgemeine Hilfestellung verstanden werden: Bestimmen Sie klar und eindeutig den oder die Erben; Anders als beim Testament, das eine einzelne Person verfasst, entsteht beim gemeinschaftlichen Testament von Ehepartnern (oder eingetragenen Lebenspartnern) meist eine Bindungswirkung, die später zum Teil nur schwer oder überhaupt nicht zu beseitigen ist. Formvorschriften Benennen Sie auch einen Ersatzerben für den Fall des Wegfalls des Erben; Versuchen Sie nicht, durch Bedingungen auf den Erben einzuwirken; Listen Sie keine Gegenstände auf, ohne zuvor eine klare Erbfolge bestimmt zu haben; Ehegatten (oder eingetragene, gleichgeschlechtliche Lebenspartner) können ein Testament als gemeinsamen letzten Willen errichten. Es reicht aus, wenn ein Ehepartner unter dem Titel Testament oder Letzter Wille die gemeinsamen Überlegungen zu Papier bringt sowie unterschreibt und der andere seine Unterschrift darunter setzt. Ort und Datum sind ratsam, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Auch ein gemeinsames notarielles Testament ist möglich. Begründen Sie möglichst keine streitigen Erbengemeinschaften; Klären Sie die Frage einer Bindung im Ehegattentestament; Beachten Sie das Pflichtteilsrecht; Denken Sie an das Steuerrecht; Bedenken Sie auch die Möglichkeit einer Streitvermeidung unter den Erben durch eine Testamentsvollstreckung; Inhalt für ein gemeinschaftliches Testament Es gelten inhaltlich die gleichen Möglichkeiten wie bei einem Einzeltestament: Erbeinsetzung und Enterbung Ersatzbestimmungen Vor- und Nacherbschaft Formulieren Sie das Testament so kurz wie möglich Teilungsanordnung Sorgen Sie dafür, dass das Testament gefunden wird. Vermächtnisse Auflagen Testamentsvollstreckung 24 25

14 Widerruf wechselbezüglicher Verfügungen zu Lebzeiten der Eheleute Besonderheiten gelten beim Widerruf von wechselbezüglichen Verfügungen. Es handelt sich dabei um Verfügungen, die für beide Partner Gültigkeit haben sollen. Beispiel Die Bestimmung, dass nach dem Tod des letztversterbenden Ehegatten die gemeinsamen Kinder Erben werden sollen und dies vom Überlebenden nicht abgeändert werden darf, ist eine wechselbezügliche Verfügung. Einvernehmlich können wechselbezügliche Verfügungen von beiden Ehegatten jederzeit aufgehoben oder abgeändert werden. Anders ist das, wenn das Einvernehmen nicht mehr besteht und ein Partner einseitig vom früheren gemeinsamen letzten Willen abweichen möchte. Um nun das gemeinsame Testament noch zu Lebzeiten beider Ehegatten zu widerrufen, muss der Partner den Widerruf vom Notar beurkunden lassen. Nach Zustellung dieses Widerrufs an den anderen Partner ist dann das gemeinsame Testament aufgehoben Widerruf wechselbezüglicher Verfügungen nach Tod eines Partners oft unmöglich Nach dem Tod eines der Ehegatten ist der überlebende Ehegatte vollständig an die wechselbezüglichen Verfügungen gebunden. Ein Widerruf ist grundsätzlich nur dann noch möglich, wenn dies ausdrücklich im Testament so vorgesehen ist. Enthält das Testament keinen Abänderungsvorbehalt, bleiben die wechselbezüglichen Verfügungen gültig, auch wenn der längerlebende Ehegatte neu testieren möchte, etwa weil er einen neuen Partner für den Todesfall versorgen möchte. Berliner Testament: Voll- und Schlusserbschaft Eine Sonderform des gemeinschaftlichen Testamentes ist das sogenannte Berliner Testament. Bei einem solchen Testament wird der überlebende Ehegatte nach dem Tod des Erstversterbenden Vollerbe und die Kinder Schlusserben im zweiten Erbfall. Das Vermögen des Erstversterbenden verschmilzt damit im ersten Erbfall mit dem Eigenvermögen des länger lebenden Ehegatten zu einer rechtlichen Einheit. Berliner Testament: Gefahr von Pflichtteilsforderungen Eine Gefahr des Berliner Testamentes ist die Belastung des überlebenden Ehegatten mit Pflichtteilsansprüchen. Die gegenseitige Alleinerbeneinsetzung der Ehegatten bedeutet gleichzeitig eine Enterbung der Kinder für den ersten Erbfall. Besteht der Nachlass beispielsweise überwiegend aus einer Immobilie, führen die durch die Enterbung entstehenden Pflichtteilsansprüche der Kinder unter Umständen zu Liquiditätsproblemen mit der Folge, dass die Immobilie verkauft werden muss, um den Pflichtteil auszahlen zu können. Dem überlebenden Ehegatten kann damit die Lebensgrundlage für den Alters- und Pflegefall entzogen werden. Die Eltern sollten deshalb noch zu Lebzeiten versuchen, mit den Kindern einen Pflichtteilsverzicht zu vereinbaren, unter Umständen gegen Zahlung einer Abfindung im Rahmen eines notariell zu beurkundenden Vertrages. Ist ein Pflichtteilsverzicht nicht möglich (etwa weil keine Einigung über die Höhe der Abfindung oder des Gleichstellungsgeldes erzielt wurde), sollte bei Zuwendungen an den Pflichtteilsberechtigten auf jeden Fall eine sogenannte Anrechnungsbestimmung getroffen werden. Hierdurch wird der Pflichtteil zumindest der Höhe nach reduziert. Berliner Testament: Steuerliche Nachteile Das Berliner Testament kann bei größeren Nachlässen eine Erbschaftsteuerfalle darstellen, weil unnötig hohe oder vermeidbare Steuerlasten ausgelöst werden. Beim Tod des Erstversterbenden werden die Steuerfreibeträge der Kinder im ersten Erbfall nicht genutzt. Der auf die Kinder als Schlusserben übergehende Nachlass wird zudem zweimal besteuert, nämlich beim Tod des ersten und des zweiten Ehegattens

15 Verschärft wird die Situation zusätzlich dadurch, dass sich durch den ersten Erbfall der Wert des Nachlasses des Überlebenden erhöht und hierdurch wegen der Steuerprogression ein höherer Steuersatz ausgelöst werden kann. Es kann deshalb zu empfehlen sein, den Kindern beim Tod des Erstversterbenden Geldvermächtnisse in Höhe der Freibeträge zuzuwenden. Die Erbengemeinschaft Immer dann, wenn mehrere Personen einen Verstorbenen beerben, entsteht automatisch eine Erbengemeinschaft. Einige Beispiele: Der Ehegatte und die Kinder des Verstorbenen Der Ehepartner und die Eltern des Erblassers Geschwister nach dem Tod beider Elternteile Per Testament als Erben eingesetzte Verwandte, Geliebte und Freunde Das Konfliktpotenzial solcher Gemeinschaften ist sehr hoch. Die Erben streiten oft nicht nur über das Vermögen, sondern auch über Kleinigkeiten. Fast jede Gemeinschaft leidet unter einem Querulanten. Auch vernünftige Menschen haben sich schon in Erbengemeinschaften zerstritten. Verwaltung des Erbes Für die laufende Verwaltung des Nachlasses sind die Erben zuständig. Sie müssen dazu Verwaltungsmaßnahmen beschließen und zwar mit folgenden Mehrheiten: Maßnahmen der außerordentlichen Verwaltung: Einstimmigkeit erforderlich Jede wesentliche Veränderung des Erbes oder auch nur einzelner Nachlassgegenstände ist eine Maßnahme nicht ordnungsgemäßer Verwaltung (Beispiel: vollständige Sanierung einer Immobilie oder deren Veräußerung). Derartige Maßnahmen dürfen nur auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses aller Miterben erfolgen. Maßnahmen ordnungsgemäßer Verwaltung: Einfache Mehrheit Alle Aktivitäten, die der Beschaffenheit eines Nachlassgegenstandes und dem objektiven Interesse aller Miterben entsprechen, ohne zu einer wesentlichen Veränderung zu führen, zählen zu Maßnahmen ordnungsgemäßer Verwal

16 tung (Beispiel: Entrümpelung einer Immobilie vor Verkauf). Solche Maßnahmen können auf der Grundlage eines Mehrheitsbeschlusses der Miterben erfolgen. Notverwaltungsmaßnahmen: Handeln jedes einzelnen Miterben möglich Unter Notverwaltungsmaßnahmen sind dringliche Maßnahmen zu verstehen, um Gefahren oder sonstige drohende Nachteile abzuwenden (Beispiel: sofortige Reparatur der defekten Heizung eines Hauses während der Frostperiode, um Wasserschäden zu vermeiden). Diese Maßnahmen darf jeder Erbe alleine tätigen. Expertentipp Eine Teilung des Nachlasses vor Tilgung der Schulden ist gefährlich. Ein Gläubiger kann dann seine Forderungen gegenüber jedem einzelnen Erben in dessen Privatvermögen geltend machen. Aus diesem Grund sollte der Nachlass immer erst geteilt werden, wenn alle Verbindlichkeiten getilgt sind oder hierfür genügend Rückstellungen vorhanden sind. Teilung des Nachlasses nach Erbquoten Verfügungen über Nachlassgegenstände: Einstimmigkeit Gegen den Willen einzelner Miterben ist die Übereignung oder der Verkauf eines Erbschaftsgegenstandes nicht möglich. Im Ergebnis kann dies dazu führen, dass die Mehrheit die Minderheit auf Zustimmung zur Übereignung verklagen muss. Grundsätzlich sollen die Erben den Nachlass unter sich aufteilen. Sie können Geldbeträge und andere teilbare Gegenstände entsprechend ihrer Erbquoten verteilen. Unteilbare Gegenstände müssen durch Verkauf in Geld umgewandelt werden. Grundsätzlich kann kein Erbe verlangen, dass er selbst einen Nachlassgegenstand erhält. Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft Die Erbengemeinschaft ist grundsätzlich auf eine Erbauseinandersetzung mit dem Ziel der Auflösung der Gemeinschaft angelegt. Per Testament oder Erbvertrag kann jedoch die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft (für maximal 30 Jahre) ausgeschlossen werden. Begleichung aller Nachlassverbindlichkeiten Vor der Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft sind zunächst alle Nachlassverbindlichkeiten (z.b. Schulden des Erblassers, Kosten der Bestattung) zu begleichen. Sind Verbindlichkeiten noch nicht fällig, sind entsprechende Mittel zurückzustellen. Sodann sind Pflichtteilsansprüche und die Vermächtnisse des Erblassers zu erfüllen. Zwangsversteigerung als letztes Mittel Wenn sich die Miterben überhaupt nicht einigen können, müssen alle Nachlassgegenstände versteigert und der Erlös an die Erben verteilt werden. Der Erlös bei Zwangsversteigerungen liegt oft weit unter dem tatsächlichen Wert allerdings können Miterben auch mitbieten und mit etwas Glück ein Schnäppchen machen. Minderjährige in der Erbengemeinschaft Sehr schwierig sind die Verwaltung und die Auflösung der Erbengemeinschaft oft, wenn minderjährige Kinder beteiligt sind. Ein überlebender Ehegatte kann trotz Sorgerecht nicht uneingeschränkt für das Kind handeln. Bestimmte Rechtsgeschäfte (zum Beispiel die Veräußerung einer Immobilie) bedürfen nämlich der Zustimmung des Vormundschaftsgerichts. Ein Vertrag über die Auflösung der Erbengemeinschaft und die Verteilung der Nachlassgegenstände kann meist nur mit der Zustimmung des Ergänzungspflegers erfolgen

17 Das Pflichtteilsrecht Das deutsche Erbrecht ist geprägt von der Testierfreiheit das ist die Freiheit selbst zu bestimmen, wer nach dem eigenen Tod das eigene Vermögen erben soll. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, nächste Verwandte als Erben einzusetzen. Begrenzt wird die Testierfreiheit jedoch durch das Pflichtteilsrecht. Dieses Recht schützt die Interessen der nächsten Angehörigen. Nach der Enterbung können sie die Hälfte des Wertes ihres gesetzlichen Erbteils als wirtschaftliche Mindestbeteiligung am Nachlass geltend machen. Pflichtteilsberechtigte Personen Pflichtteilsberechtigt sind nicht alle gesetzlichen Erben, sondern nur die nächsten Familienangehörigen des Erblassers, das sind seine Abkömmlinge (Kinder, Enkel, ), seine Eltern, sein Ehegatte und bei einer eingetragenen Lebenspartnerschaft der Partner. Nicht pflichtteilsberechtigt sind Stiefkinder und Stiefeltern, Geschwister sowie entferntere Verwandte, wie beispielsweise Großeltern, Onkel, Tante, Neffen und Nichten. Entstehung des Pflichtteilsanspruchs durch Enterbung Ein Pflichtteilsanspruch entsteht, wenn eine pflichtteilsberechtigte Person durch ein Testament oder einen Erbvertrag von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen ist. Auch wenn eine solche Person nicht vollkommen enterbt wird, sie aber weniger als die Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils erhält, steht ihr neben dem Erbteil ein Pflichtteilsrestanspruch zu. Anspruch auf Geldzahlung Der Pflichtteilsberechtigte kann in Höhe seines Pflichtteilsanspruchs von dem oder den Erben Zahlung in Geld verlangen. Der Pflichtteil begründet somit im deutschen Recht anders als beispielsweise in einigen ausländischen Rechtsordnungen kein Noterbrecht, da der Pflichtteilsberechtigte nicht Erbe wird und deshalb nicht an der Verwaltung und Auseinandersetzung der Erbschaft teilnimmt. Er kann nur Auszahlung seines Pflichtteils verlangen. Höhe des Pflichtteilsanspruchs Der Pflichtteil entspricht dem Wert des halben gesetzlichen Erbteils. Bei der Berechnung des Pflichtteils ist also immer zuerst festzustellen, wie hoch der gesetzliche Erbteil des Pflichtteilsberechtigten ohne Enterbung gewesen wäre. Wäre der Erbteil beispielsweise ½ gewesen, ergibt sich ein Pflichtteil von ¼. Der Pflichtteil des enterbten Ehegatten Ist ein Ehegatte durch ein Testament oder einen Erbvertrag von der Erbfolge ausgeschlossen, steht ihm ein Pflichtteilsanspruchs zu. Die Höhe der Pflichtteilsquote ist abhängig davon, welche sonstigen erbberechtigten Personen beteiligt sind und in welchem Güterstand die Eheleute lebten. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Abhängigkeit der Pflichtteilsquote von der Zahl der vorhandenen Kinder und vom ehelichen Güterstand: Güterstand bei Zugewinngemeinschaft bei Güter trennung bei Gütergemeinschaft Pflichtteil des Ehegatten neben Abkömmlingen neben 1 Kind neben 2 Kindern bei mehr als 2 Kindern 1/8 Pflichtteil + Zugewinnausgleichsanspruch 1/4 1/6 1/8 1/8 1/8 1/

18 Hat der enterbte Ehegatte beim Erbfall im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt, kann er gemäß 1371 Absatz 2 BGB ähnlich wie im Falle einer Ehescheidung einen Zugewinnausgleich fordern, wenn der Erblasser während der Ehezeit einen größeren Zugewinn als der verwitwete Partner erwirtschaftet hat. schaft, ohne dass wie erwünscht ein Pflichtteilsanspruch entsteht. Zu beachten ist auch, dass die Ausschlagungsfrist nur sechs Wochen beträgt. Schenkungen und Pflichtteilsergänzung Berechnung des Pflichtteils Da der Pflichtteilsanspruch ein auf Geld gerichteter Anspruch ist, müssen für seine Berechnung zunächst alle Vermögenswerte, die zum Nachlass gehören, bewertet werden. Danach sind die Schulden, die der Erblasser hinterlassen hat, abzuziehen. Testamentarische Vermächtnisse mindern den Pflichtteil demgegenüber nicht. Der Wert des Nachlasses nach Abzug der Schulden bildet die rechnerische Grundlage für den Pflichtteilsanspruch. Beträgt beispielsweise der Wert des Nachlasses nach Abzug der Schulden kann ein Pflichtteilsberechtigter mit einer Pflichtteilsquote von ¼ vom Erben die Zahlung von verlangen. Pflichtteilsberechtigung nach Ausschlagung des Erbes Nur in wenigen Ausnahmefällen entsteht ein Pflichtteilsanspruch, ohne dass der Berechtigte vom Erblasser enterbt worden ist. Ein Erbe kann also nicht einfach die Erbschaft ausschlagen und den Pflichtteil geltend machen. Diese Möglichkeit steht nur dann offen, wenn vom Erblasser bestimmte Beschränkungen oder Beschwerungen (wie beispielsweise zu erfüllende Vermächtnisse oder eine Testamentsvollstreckung) auf dem ihm hinterlassenen Erbteil lasten. Dann kann ein Erbe den belasteten Erbteil ausschlagen und den Pflichtteil geltend machen. Sinn macht die Ausschlagung der Erbschaft immer dann, wenn der Erblasser Vermächtnisse, Auflagen, Teilungsanordnungen oder Testamentsvollstreckungen in einem solchen Umfang angeordnet hat, dass der Erbe vom Pflichtteil mehr hat als von der belasteten Erbschaft. Vor einer Ausschlagung mit dem Ziel, den Pflichtteil zu erlangen, ist jedoch äußerste Vorsicht geboten und anwaltlicher Rat einzuholen. Denn im schlimmsten Fall entfällt der Anspruch auf die Erb- Häufig versuchen ältere Menschen, Pflichtteilsansprüche unliebsamer Angehöriger dadurch zu unterlaufen, dass sie ihr Vermögen schon zu Lebzeiten an Personen verschenken, die sie gerne als Erben sehen. Auch in diesen Fällen ist der Pflichtteilsberechtigte jedoch geschützt, da die meisten Schenkungen, die der Erblasser vor seinem Tod getätigt hat, dem Nachlass rechnerisch hinzugerechnet werden und einen Pflichtteilsergänzungsanspruch begründen. Schenkungen führen zu Pflichtteilsergänzungsansprüchen: Wenn sie in den letzten 10 Lebensjahren des Erblassers erfolgten, oder wenn der Ehegatte die beschenkte Person ist und die Schenkung während der Ehezeit erfolgt ist, oder wenn sich der Erblasser ein lebenslanges Nutzungsrecht (zum Beispiel einen Nießbrauch oder ein Wohnrecht) am verschenkten Gegenstand vorbehalten hat. Abschmelzung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs Bei Todesfällen nach dem wird eine Schenkung nur noch im ersten Jahr vor dem Erbfall mit 100 Prozent berücksichtigt. Für jedes weitere Jahr vor dem Erbfall wird der Wertansatz um 1/10 reduziert, das heißt abgeschmolzen. Zu beachten ist, dass bei Schenkungen mit Nutzungsvorbehalt oder bei Schenkungen an den Ehegatten keine Abschmelzung erfolgt, also immer der volle Wert der Schenkung angesetzt wird

19 Abschmelzmodell nach der Pflichtteilsreform Die Leistung des Schenkungsgegenstandes durch den Erblasser erfolgt... Berücksichtigung des Schenkungswertes beim Pflichtteilsergänzungsanspruch mit... im 1. Jahr vor dem Erbfall 100% im 2. Jahr vor dem Erbfall 90% im 3. Jahr vor dem Erbfall 80% im 4. Jahr vor dem Erbfall 70% Anrechnung von Eigengeschenken Bei der Anrechnung von Zuwendungen, die der Pflichtteilsberechtigte selber zu Lebzeiten vom Erblasser erhalten hat, zeigt sich ein Unterschied zwischen dem ordentlichen Pflichtteilsanspruch (wegen des zum Todeszeitpunkt noch vorhandenen Nachlasses) und dem Pflichtteilsergänzungsanspruch wegen lebzeitiger Schenkungen. Auf den Pflichtteilsanspruch hat sich der Pflichtteilsberechtigte Zuwendungen, die er selber vom Erblasser erhalten hat, nur dann anrechnen zu lassen, wenn der Erblasser vor oder spätestens bei der Zuwendung eine Anrechnungsbestimmung getroffen hatte. Eine nachträgliche, nach der Zuwendung vom Erblasser einseitig erklärte Anordnung der Anrechenbarkeit ist nicht möglich. Auf einen Pflichtteilsergänzungsanspruch muss sich der Pflichtteilsberechtigte dagegen alle Zuwendung anrechnen lassen, die er selber zu Lebzeiten vom Erblasser erhalten hat. Dies gilt auch, wenn der Erblasser bei der Zuwendung die Anrechnung nicht bestimmt hat. im 5. Jahr vor dem Erbfall 60% Verjährung von Pflichtteilsansprüchen im 6. Jahr vor dem Erbfall 50% im 7. Jahr vor dem Erbfall 40% im 8. Jahr vor dem Erbfall 30% im 9. Jahr vor dem Erbfall 20% Pflichtteilsansprüche verjähren nach drei Jahren. Die Frist beginnt an dem Tag zu laufen, an dem der Pflichtteilsberechtigte vom Tod des Verstorbenen und dem Testament oder dem Erbvertrag erfährt, durch den sein gesetzliches Erbrecht beeinträchtigt oder beschränkt ist. Im Rahmen eines Pflichtteilsergänzungsanspruchs beginnt die Frist erst dann zu laufen, wenn der Pflichtteilsberechtigte auch von der Schenkung Kenntnis erlangt hat. Die bloße Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs unterbricht die Verjährung nicht. Hierfür ist vielmehr eine gerichtliche Geltendmachung erforderlich. im 10. Jahr vor dem Erbfall 10% Auskunftsrecht des Pflichtteilsberechtigten im 11. Jahr vor dem Erbfall oder früher 0% Wer pflichtteilsberechtigt ist, kann seinen Pflichtteilsanspruch gegen den Erben oder gegen die Erbengemeinschaft nur berechnen, wenn er darüber informiert ist, was zum Nachlass gehört und welchen Wert der Nachlass hat. Das Gesetz gibt Pflichtteilsberechtigten deshalb einen Auskunftsanspruch ( 2314 BGB). Die Erben 36 37

20 müssen die Pflichtteilsberechtigten darüber unterrichten, welche Gegenstände und Werte im Nachlass vorhanden sind. Dies geschieht grundsätzlich durch ein Verzeichnis der Nachlassgegenstände und Nachlassschulden. Auch Schenkungen des Verstorbenen während der letzten zehn Jahre und alle Schenkungen an den Ehegatten des Verstorbenen sind aufzulisten. Der Pflichtteilsberechtigte kann verlangen, dass er an der Aufstellung des Verzeichnisses beteiligt wird, damit er sich selbst davon überzeugen kann, was alles vorhanden ist. Er oder sie kann auch fordern, dass eine Amtsperson meist ein Notar hinzugezogen wird, die darüber wacht, dass das Verzeichnis ordnungsgemäß erstellt wird. Testamentsvollstreckung Wer in einem Testament oder Erbvertrag über sein Vermögen verfügt, denkt sicherlich darüber nach, ob sein letzter Wille nach dem Tod auch wirklich vollzogen wird. Oft droht, dass unter den Erben Streit entsteht oder, dass die Erben mit den Bestimmungen im Testament oder Erbvertrag nicht einverstanden sind. Ein Mittel, die Ausführung der Verfügungen für den Todesfall (Testament oder Erbvertrag) sicherzustellen, ist die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers. Dieser hat den Nachlass nach dem Tod des Erblassers zu verteilen und muss ihn unter Umständen für einige Zeit auch verwalten. Wertermittlung durch Sachverständige Neben der Auskunft über die Nachlassgegenstände kann der Pflichtteilsberechtigte auch deren Bewertung verlangen. Er hat somit neben dem Auskunftsanspruch einen eigenständigen Wertermittlungsanspruch. Die Bewertung geschieht in aller Regel durch Gutachten von Sachverständigen. Die Kosten für die Wertermittlung trägt der Nachlass. Da die Tätigkeit eines Sachverständigen im Einzelfall sehr viel Geld verschlingen kann, lohnt es sich für Erben und Pflichtteilsberechtigte bei kleinen Nachlässen oft eine einvernehmliche Lösung zu suchen und so die Kosten für den Sachverständigen zu vermeiden. Ernennung eines Testamentsvollstreckers Die Berufung des Testamentsvollstreckers muss immer in einer letztwilligen Verfügung, also in einem Testament oder in einem Erbvertrag, geschehen. Es können auch mehrere Testamentsvollstrecker eingesetzt werden. Auch ist es möglich, einen der Miterben zum Testamentsvollstrecker zu bestimmen. Dies führt jedoch häufig dazu, dass dieser Testamentsvollstrecker seine eigenen Interessen stärker verfolgt, als die der anderen Miterben. Die Einsetzung eines Miterben zum Testamentsvollstrecker schafft also möglicherweise mehr Konflikte, als sie löst. Häufig setzen sich Eheleute in einer letztwilligen Verfügung auch gegenseitig als Testamentsvollstrecker ein. Für den überlebenden Partner kann das eine deutliche Hilfe und auch eine sinnvolle Stärkung gegenüber anderen Miterben sein. Abwicklungsvollstreckung und Dauervollstreckung Bei einer sogenannten Abwicklungsvollstreckung geht es einem Erblasser darum, einen geordneten Übergang des Vermögens auf die Erben sicherzustellen. Der Testamentsvollstrecker soll Vermächtnisse und Auflagen erfüllen, Schulden bezahlen und danach den Nachlass verteilen. Hierfür muss der Testamentsvollstrecker den Erben einen Teilungsplan vorlegen, den er auch gegen den Willen eines Erben durchsetzen kann. Mit der Teilung ist die Aufgabe des Testamentsvollstreckers als Abwicklungsvollstrecker beendet

14 Was unbedingt zu beachten ist 14 Individuelle Entscheidungssituation 18 Aufstellung eines Vermögens verzeichnisses

14 Was unbedingt zu beachten ist 14 Individuelle Entscheidungssituation 18 Aufstellung eines Vermögens verzeichnisses 7 Inhalt 01 Allgemeines übers Vererben und Verschenken 14 Was unbedingt zu beachten ist 14 Individuelle Entscheidungssituation 18 Aufstellung eines Vermögens verzeichnisses 02 Wenn Vermögen zu Lebzeiten

Mehr

Rechtsanwalt und Notar Friedrich Schmidt, Giessen: Erbrecht und Beratung durch den Notar

Rechtsanwalt und Notar Friedrich Schmidt, Giessen: Erbrecht und Beratung durch den Notar Vorsicht... Erbschaft! Eine Erbschaft bedeutet nicht nur wegen des traurigen Anlasses ein eingeschränktes Vergnügen. Auch nach dem Erbfall erwarten den Erben - in wirtschaftlicher wie in menschlicher Hinsicht

Mehr

Zu Beginn ist zu empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen. Vier Leitfragen können dabei eine Rolle spielen.

Zu Beginn ist zu empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen. Vier Leitfragen können dabei eine Rolle spielen. Erbrecht I. Vorüberlegungen zur Nachlassgestaltung Zu Beginn ist zu empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen. Vier Leitfragen können dabei eine Rolle spielen. 1. Was habe ich zu vererben? Vermögensstatus

Mehr

Erbrecht in Frage und Antwort

Erbrecht in Frage und Antwort Beck-Rechtsberater im dtv 50761 Erbrecht in Frage und Antwort Vorsorge zu Lebzeiten, Erbfall, Testament, Erbvertrag, Vollmachten, Steuern, Kosten von Bernhard F. Klinger 5. Auflage Verlag C.H. Beck München

Mehr

Erbe, Erbschaft, Testament. Notar Dr. Jens Fleischhauer

Erbe, Erbschaft, Testament. Notar Dr. Jens Fleischhauer Erbe, Erbschaft, Testament Notar Dr. Jens Fleischhauer Übersicht Nachlassplanung und Testamentsgestaltung: Ziele und Wünsche Rahmenbedingungen: - die gesetzliche Erbfolge - das Pflichtteilsrecht - die

Mehr

Erben und Vererben. Hans-Michael Schiller. Referent:

Erben und Vererben. Hans-Michael Schiller. Referent: Aktuelle Rechts- und Steuerfragen des Eigenheims: Vererben oder Schenken 09.30 12.30 Uhr 1.Teil Referent: Rechtsanwalt und Notar Fachanwalt für Familienrecht Merksatz: Wer keine eigene letztwillige Verfügung

Mehr

Erbe, Erbschaft, Testament Was ist zu beachten? Notar Dr. Jens Fleischhauer

Erbe, Erbschaft, Testament Was ist zu beachten? Notar Dr. Jens Fleischhauer Was ist zu beachten? Übersicht Warum ein Testament? Gesetzliche Erbfolge: Wer erbt was? Testament und Erbvertrag: Gestaltungsmöglichkeiten Grenze der Testierfreiheit: Pflichtteilsrecht Erbschaftsteuer:

Mehr

Gesetzliche Erbfolge oder letztwillige Verfügung?

Gesetzliche Erbfolge oder letztwillige Verfügung? Gesetzliche Erbfolge oder letztwillige Verfügung? Freitag, 11. April 2014 Referent: Rechtsanwalt Jörg Heuser Fachanwalt für Erbrecht Fachanwalt für Arbeitsrecht Zertifizierter Testamentsvollstrecker Gesetzliche

Mehr

Die gesetzliche Erbfolge

Die gesetzliche Erbfolge Die gesetzliche Erbfolge Was und wie wird geerbt? Gesamtrechtsnachfolge. Mit dem Tode eines Menschen geht sein Vermögen ohne dass die Erbin oder der Erbe etwas tun muss oder Kenntnis von dem Erbfall hat

Mehr

Kreishandwerkerschaft Füssen-Marktoberdorf. Erben und Vererben. Die Erbfolge nach Gesetz oder die Alternative: Testament

Kreishandwerkerschaft Füssen-Marktoberdorf. Erben und Vererben. Die Erbfolge nach Gesetz oder die Alternative: Testament Kreishandwerkerschaft Füssen-Marktoberdorf Erben und Vererben Die Erbfolge nach Gesetz oder die Alternative: Testament Vortrag am 08.02.2012 Marktoberdorf, Modeon Seite 2 Beispielsfall : Unternehmerin

Mehr

Immobilien richtig vererben. Rechtsanwältin & Notarin Dr. Kirsten Reich, LL.M. Friedrichstraße 15 60323 Frankfurt am Main

Immobilien richtig vererben. Rechtsanwältin & Notarin Dr. Kirsten Reich, LL.M. Friedrichstraße 15 60323 Frankfurt am Main Immobilien richtig vererben Rechtsanwältin & Notarin Dr. Kirsten Reich, LL.M. Friedrichstraße 15 60323 Frankfurt am Main Übersicht Gesetzliches Erbrecht Ordnungs- und Stämmesystem Erbrecht des Ehegatten

Mehr

Nichteheliche Lebensgemeinschaft Versorgungslücken und erbrechtliche Risiken vermeiden

Nichteheliche Lebensgemeinschaft Versorgungslücken und erbrechtliche Risiken vermeiden Nichteheliche Lebensgemeinschaft Versorgungslücken und erbrechtliche Risiken vermeiden Hans-Oskar Jülicher Fachanwalt für Erbrecht Testamentsvollstrecker Ostpromenade 1, 52525 Heinsberg Telefon: 02452

Mehr

Erben und Vererben. 1. Was heißt gesetzliche Erbfolge? 2. Wann kommt es zur gesetzlichen Erbfolge?

Erben und Vererben. 1. Was heißt gesetzliche Erbfolge? 2. Wann kommt es zur gesetzlichen Erbfolge? 1 Erben und Vererben 1. Was heißt gesetzliche Erbfolge? 2. Wann kommt es zur gesetzlichen Erbfolge? Ohne Testament tritt gesetzliche Erbfolge ein. Gesetz = BGB Bürgerliches Gesetzbuch Gilt seit 1.1.1900,

Mehr

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt Erbschaftsteuer Inhalt 1 Erbrechtliche Hinweise 2 Erbschaftsteuerliche Besonderheiten 2.1 Erwerbe von Todes wegen 2.2 Entstehung der Erbschaftsteuer 2.3 Steuerpflichtiger Erwerb 2.4 Steuerbefreiungen 2.5

Mehr

Die Notare Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel

Die Notare Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel Die Notare informieren Pflichtteilsrecht Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel Großer Markt 28 66740 Saarlouis Telefon 06831/ 94 98 06 und 42042 Telefax 06831/ 4 31 80 2 Info-Brief zum Pflichtteilsrecht

Mehr

I. Die gesetzliche Erbfolge

I. Die gesetzliche Erbfolge Was Sie vom Erbrecht wissen sollten I. Die gesetzliche Erbfolge 1. Das gesetzliche Erbrecht der Verwandten, insbesondere der Abkömmlinge Verwandt sind Personen, - die voneinander abstammen Verwandtschaft

Mehr

Erben und Vererben. Vortrag am 09.10.2008 Die Heilsarmee in Deutschland

Erben und Vererben. Vortrag am 09.10.2008 Die Heilsarmee in Deutschland Erben und Vererben Vortrag am 09.10.2008 Die Heilsarmee in Deutschland Herzlich willkommen Erbrecht 2 Allgemeines Vortragszeit 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr Fragen sind willkommen Zu meiner Person Erbrecht 3

Mehr

Testamentsgestaltung nach Trennung und Scheidung

Testamentsgestaltung nach Trennung und Scheidung Gudrun Fuchs Rechtsanwältin Maximilianstr. 14/III 93047 Regensburg Telefon: 0941/561440 Telefax: 0941/561420 Internet: http://www.rain-fuchs.de e-mail: kanzlei@rain-fuchs.de in Kooperation mit Steuerberaterinnern

Mehr

Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern. In this world nothing can be said to be certain, except death and taxes.

Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern. In this world nothing can be said to be certain, except death and taxes. Erben und Vererben Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern. In this world nothing can be said to be certain, except death and taxes. Benjamin Franklin Briefe an Leroy 1789 2 Überblick

Mehr

Immobilien richtig weitergeben und vererben.

Immobilien richtig weitergeben und vererben. Immobilien richtig weitergeben und vererben. Was soll aus meiner Immobilie einmal werden? Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt wird sich eines Tages fragen, was damit passieren soll. Wer soll sie einmal

Mehr

Notar Schwarzer, Tegernsee. Erben und Vererben. Erben und Vererben. Notar Wilfried Schwarzer Tegernsee

Notar Schwarzer, Tegernsee. Erben und Vererben. Erben und Vererben. Notar Wilfried Schwarzer Tegernsee Notar Wilfried Schwarzer Tegernsee Erben und Vererben Rathausplatz 5 83684 Tegernsee Telefon (08022)7052-0 Telefax (08022) 705252 Mail: info@notariat-tegernsee.de Erben und Vererben 1. Notwendigkeit letztwilliger

Mehr

Inhalt. Kapitel 1 Die richtige Nachlassplanung. Kapitel 2 Schenken oder Vererben? Vorwort... 5

Inhalt. Kapitel 1 Die richtige Nachlassplanung. Kapitel 2 Schenken oder Vererben? Vorwort... 5 Vorwort... 5 Kapitel 1 Die richtige Nachlassplanung Wie kann ich meinen Nachlass richtig regeln?... 14 Warum sind meine persönlichen Interessen und Wünsche für die Nachlassplanung wichtig?... 16 Vermögensverzeichnis

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... Inhaltsübersicht... Abkürzungsverzeichnis...

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... Inhaltsübersicht... Abkürzungsverzeichnis... Vorwort... Inhaltsübersicht... Abkürzungsverzeichnis... V VII XIX 1. Kapitel Der Erbfall: Was ist jetzt zu tun?... 1 I. Alles rund um die Beerdigung... 1 II. Welche Kosten entstehen und wer hat sie zu

Mehr

Das Berliner Testament

Das Berliner Testament Das Berliner Testament Besonderheiten und Fallstricke Von RA Dr. Ulrich Zacharias Berlin - Adlershof Das klassische Berliner Testament: Wir setzen uns gegenseitig zum Alleinerben ein. Erben des Überlebenden

Mehr

Handbuch Erben und Vererben interna

Handbuch Erben und Vererben interna Handbuch Erben und Vererben interna Ihr persönlicher Experte Inhalt 1) Wie Sie ein Berliner Testament aufsetzen... 7 2) So setzen Sie ein Einzeltestament auf... 25 3) Alles zur Erbengemeinschaft... 42

Mehr

Vererben und Schenken. Gedächtniskirche Bad Homburg 06. März 2013

Vererben und Schenken. Gedächtniskirche Bad Homburg 06. März 2013 06. März 2013 Vererben und Schenken Gedächtniskirche Bad Homburg 06. März 2013 Rudolf Herfurth Rechtsanwalt Seite 2 Themenüberblick Schenkung formlos bei sofortigem Vollzug Schenkungsversprechen nur notariell

Mehr

Thema: Testamente. 20.11.2013 Testamente 1

Thema: Testamente. 20.11.2013 Testamente 1 Thema: Testamente 20.11.2013 Testamente 1 Rechtsanwältin Sybille M. Meier Fachanwältin für Medizinrecht Fachanwältin für Sozialrecht meier@ratgeber-arzthaftung.de 1982 Rechtsanwaltszulassung Berlin 1985

Mehr

Erbrecht für Versicherungsmakler

Erbrecht für Versicherungsmakler Erbrecht für Versicherungsmakler Vortrag im Rahmen der Hauptstadtmesse der Fonds Finanz Maklerservice GmbH im September 2014 Referentin: Ulrike Specht Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht Paluka

Mehr

Vorsorgen, einfach machen Vollmachten, Testamente, Überträge - den Nachlass richtig regeln - Teil II: Vererben Rechtsanwalt und Notar Eckehard Firl

Vorsorgen, einfach machen Vollmachten, Testamente, Überträge - den Nachlass richtig regeln - Teil II: Vererben Rechtsanwalt und Notar Eckehard Firl 1 Vorsorgen, einfach machen Vollmachten, Testamente, Überträge - den Nachlass richtig regeln - Teil II: Vererben Rechtsanwalt und Notar Eckehard Firl Im Rahmen der Vortragsreihe der Sparkasse Geseke hat

Mehr

Erbrecht- gesetzliche Ausgestaltung und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Vortrag zum Unternehmergespräch von Dr. Ulrich Dieckert am 14.12.

Erbrecht- gesetzliche Ausgestaltung und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Vortrag zum Unternehmergespräch von Dr. Ulrich Dieckert am 14.12. Erbrecht- gesetzliche Ausgestaltung und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten Vortrag zum Unternehmergespräch von Dr. Ulrich Dieckert am 14.12.2010 Grundlagen I Mit dem Tod einer natürlichen Person tritt

Mehr

Von Notar Nico Matheis, Mallersdorf-Pfaffenberg am 05.04.2011 in der Sparkasse Mallersdorf

Von Notar Nico Matheis, Mallersdorf-Pfaffenberg am 05.04.2011 in der Sparkasse Mallersdorf Von Notar Nico Matheis, Mallersdorf-Pfaffenberg am 05.04.2011 in der Sparkasse Mallersdorf Mit dem Tod eines Menschen geht dessen gesamtes Vermögen (Immobilien, Bar- und Anlagevermögen, Auto, etc., aber

Mehr

Pflichtteilsberechnung

Pflichtteilsberechnung Pflichtteilsberechnung Der Pflichtteil gibt dem Pflichtteilsberechtigten eine Mindestbeteiligung am Nachlaß in Höhe der Hälfte des Werts des gesetzlichen Erbteils. Der Wert des Pflichtteils wird also bestimmt

Mehr

Muster: Festsetzen einer Auflage im Testament

Muster: Festsetzen einer Auflage im Testament Muster: Festsetzen einer Auflage im Testament Hiermit lege ich, Hans Schmidt, geb., wohnhaft., meinen letzten Willen wie folgt fest: 1. Zu meinem Alleinerben setze ich den Gemeinnützigen Verein der Katzenfreunde«mit

Mehr

Schnellübersicht. Wegweiser. Schnellübersicht

Schnellübersicht. Wegweiser. Schnellübersicht Wegweiser Schnellübersicht Schnellübersicht 1 Es ist nie zu früh für ein Testament 7 2 Die gesetzliche Erbfolge 9 3 Verschiedene Formen letztwilliger Verfügungen 33 4 Testier- und Erbfähigkeit 37 5 Form

Mehr

Wissenswertes zu Testament und Erbe

Wissenswertes zu Testament und Erbe Wissenswertes zu Testament und Erbe Sie können über Ihr Hab und Gut weitgehend frei verfügen. Zu Lebzeiten und auch in der Nachlassregelung. Viele Menschen machen jedoch zu Lebzeiten davon keinen Gebrauch.

Mehr

Muster-Testamente. Das Berliner Testament - Formulierungsbeispiel - Ausgangslage:

Muster-Testamente. Das Berliner Testament - Formulierungsbeispiel - Ausgangslage: Muster-Testamente Das Berliner Testament - Formulierungsbeispiel - Ausgangslage: Ehegatten mit (gemeinschaftlichen) Kindern länger lebender Ehegatte soll optimal abgesichert werden Kinder sollen nach dem

Mehr

Das Berliner Testament

Das Berliner Testament Das Berliner Testament von Bernhard F. Klinger Rechtsanwalt, Fachanwalt für Erbrecht, Testamentsvollstrecker und Petra Mörtl, Rechtsanwältin convocat GbR München/Unterhaching www.convocat.de Die meisten

Mehr

Dr. Paul Rombach, LL.M. Dr. Claudie Rombach Notare

Dr. Paul Rombach, LL.M. Dr. Claudie Rombach Notare Dr. Paul Rombach, LL.M. Dr. Claudie Rombach Notare 40212 Düsseldorf Königsallee 70 Telefon (0211) 86 32 72-0 Fax (0211) 86 32 72 20 E-Mail: mail@notare-rombach.de Internet: www.notare-rombach.de Erbe und

Mehr

Plötzlicher Ausfall eines Unternehmers ein Existenzrisiko für das Unternehmen und die Familie

Plötzlicher Ausfall eines Unternehmers ein Existenzrisiko für das Unternehmen und die Familie Unternehmerforum der Sparkasse Karlsruhe -Ettlingen Plötzlicher Ausfall eines Unternehmers ein Existenzrisiko für das Unternehmen und die Familie Dienstag, den 24. April 2012 Vortragsgliederung A. Gesetzliche

Mehr

DER NOTAR INFORMIERT. Erbe und Schenkung. Ein Wegweiser mit Erläuterung wichtiger Grundbegriffe. notar. DNotV. GmbH

DER NOTAR INFORMIERT. Erbe und Schenkung. Ein Wegweiser mit Erläuterung wichtiger Grundbegriffe. notar. DNotV. GmbH DER NOTAR INFORMIERT Erbe und Schenkung Ein Wegweiser mit Erläuterung wichtiger Grundbegriffe notar DNotV GmbH Vererben und Erben Wer soll mein Erbe sein? Wer bekommt den Schmuck? Soll ich schon jetzt

Mehr

Häufige Fragen zur. Testamentsvollstreckung. (FAQ s)

Häufige Fragen zur. Testamentsvollstreckung. (FAQ s) Häufige Fragen zur Testamentsvollstreckung (FAQ s) 1 Wozu Testamentsvollstreckung? Welche Rechte und Pflichten hat ein Testamentsvollstrecker Was ist ein Abwicklungs- und Dauertestamentsvollstrecker? Wie

Mehr

Ratgeber. Testament. und. Erbschaft. Ein Leitfaden

Ratgeber. Testament. und. Erbschaft. Ein Leitfaden Ratgeber Testament und Erbschaft Ein Leitfaden Vorwort Peter M. Endres Vorstandsvorsitzender KarstadtQuelle Versicherungen Liebe Leserin, lieber Leser, wer schon einmal selbst etwas geerbt hat, weiß wahrscheinlich,

Mehr

Vorwort des Herausgebers... 7

Vorwort des Herausgebers... 7 Inhaltsverzeichnis Inhalt Vorwort des Herausgebers... 7 A. Die Immobilie Verantwortung für die nächste Generation... 8 I. Streit über die Immobilie bei der Miterbengemeinschaft... 8 II. Pflichtteilsrelevanz

Mehr

Vererben und Erben - Was bleibt? Was wird?- Grundzüge des Erbrechts und Erbschaftsteuerrechts

Vererben und Erben - Was bleibt? Was wird?- Grundzüge des Erbrechts und Erbschaftsteuerrechts Vererben und Erben - Was bleibt? Was wird?- Grundzüge des Erbrechts und Erbschaftsteuerrechts Dr. Volker Arndt LL.M. Rechtsanwalt und Notar Fachanwalt für Verwaltungsrecht Fachanwalt für Steuerrecht [www.dres-ruge.de]

Mehr

Die Erbordnungen nach dem BGB 1924 ff - ausgehend von dem Tod eines Ehegatten, hier des Mannes -

Die Erbordnungen nach dem BGB 1924 ff - ausgehend von dem Tod eines Ehegatten, hier des Mannes - Erben und Vererben Die Erbordnungen nach dem BGB 1924 ff - ausgehend von dem Tod eines Ehegatten, hier des Mannes - V. V. V. V. V. V. V. V. IV. IV. IV. IV. 1928 1928 III. III. II. 1925 1926 Geliebte I.

Mehr

Übertragung von Haus-und Grundbesitz zu Lebzeiten des jetzigen Eigentümers

Übertragung von Haus-und Grundbesitz zu Lebzeiten des jetzigen Eigentümers Übertragung von Haus-und Grundbesitz zu Lebzeiten des jetzigen Eigentümers Welche Gründe können für eine Übertragung sprechen? Vermeidung von Erbschaftssteuer im Erbfall durch mehrmaliges Ausnutzen der

Mehr

Inhalt. Einführung in das Erbrecht

Inhalt. Einführung in das Erbrecht Inhalt Einführung in das Erbrecht Lektion 1: Der Erbfall 7 I. Die Gesamtrechtsnachfolge 7 1. Abgrenzung Erbeinsetzung-Vermächtnis 7 2. Annahme und Ausschlagung der Erbschaft 8 a) Ausschlagung der Erbschaft

Mehr

Erben & Vererben. Experten für Erbrecht

Erben & Vererben. Experten für Erbrecht Erben & Vererben Fachanwältin für Erbrecht Fachanwalt für Erbrecht Eva Kreienberg Günther Müller-Krampitz 1 Fachanwälte für Erbrecht 2 Übersicht Rechtliche Grundlagen Problembewusstsein wecken Gesetzliche

Mehr

Was Sie über das Erbrecht wissen sollten.

Was Sie über das Erbrecht wissen sollten. 1 Was Sie über das Erbrecht wissen sollten. www.justiz.nrw.de 3 Was geschieht mit meinem Vermögen, wenn ich nicht mehr bin? Diese Frage beantwortet das Erbrecht. Selbst wenn es nicht leicht fällt die Frage,

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer 1 Erbschaft- und Schenkungsteuer Das Erbrecht befasst sich mit der Frage, was nach dem Tode eines Menschen mit seinem Vermögen und seinen Schulden geschieht. Mit dem Tod eines Menschen geht sein Vermögen

Mehr

Testamentsformen, Erbfolge. - Leitfaden -

Testamentsformen, Erbfolge. - Leitfaden - Testamentsformen, Erbfolge - Leitfaden - erstellt durch: Rechtsanwalt André Tschörner Hindenburgstr. 31 73760 Ostfildern Tel.: 0711/ 348 20 39 Fax.: 0711/ 348 25 39 Der Leitfadeninhalt ist nach bestem

Mehr

Ernst-Reuter-Platz 10 86150 Augsburg. Telefon (0821) 33051 Telefax (0821) 158586 Notar@Michelfeit.de www.notar.michelfeit.de

Ernst-Reuter-Platz 10 86150 Augsburg. Telefon (0821) 33051 Telefax (0821) 158586 Notar@Michelfeit.de www.notar.michelfeit.de NOTAR PAUL MICHELFEIT Ernst-Reuter-Platz 10 86150 Augsburg Telefon (0821) 33051 Telefax (0821) 158586 Notar@Michelfeit.de www.notar.michelfeit.de ERBEN UND VERERBEN Im Gesetz wird s schon stehen? Das Gesetz

Mehr

Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden?

Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden? Faxabruf Erben und Vererben (06.08.2015) Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden? Ein privates Testament ist nur wirksam, wenn bestimmte Formerfordernisse beachtet werden ( 2247 BGB):

Mehr

Erbrecht und Vorsorgevollmacht

Erbrecht und Vorsorgevollmacht Folie 1 Herzlich Willkommen zum Kurzvortrag über Erbrecht und Vorsorgevollmacht Referent: Notar Dr. Ernst Wahl Notare Königstraße 21 90402 Nürnberg Tel.: 0911/23086-0 Fax: 0911/23086-31 Mobil: 0173/3920439

Mehr

Gestaltungsmöglichkeiten im Erbrecht. Das Testament und Erbrechtsgrundlagen aus juristischer Sicht

Gestaltungsmöglichkeiten im Erbrecht. Das Testament und Erbrechtsgrundlagen aus juristischer Sicht Gestaltungsmöglichkeiten im Erbrecht Das Testament und Erbrechtsgrundlagen aus juristischer Sicht Vorwort Das deutsche Erbrecht ist eine schwierige Materie. Neben den emotionalen Herausforderungen gibt

Mehr

Grundstücksbewertung im Erbrecht, Familienrecht und Steuerrecht

Grundstücksbewertung im Erbrecht, Familienrecht und Steuerrecht Grundstücksbewertung im Erbrecht, Familienrecht und Steuerrecht Referentin: Dr. Ulrike Tremel Rechtsanwältin Fachanwältin für Erbrecht Sachverständige für Grundstücksbewertung Anwaltskanzlei Fachanwältin

Mehr

Der Pflichtteilsergänzungsanspruch: Benachteiligen lebzeitige Schenkungen den Pflichtteilsberechtigten?

Der Pflichtteilsergänzungsanspruch: Benachteiligen lebzeitige Schenkungen den Pflichtteilsberechtigten? Gartenstraße 14 26122 Oldenburg T: 0441 361 333 0 F: 0441 361 333 22 E: info@hillmann-partner.de 17. Juni 2015 Der Pflichtteilsergänzungsanspruch: Benachteiligen lebzeitige Schenkungen den Pflichtteilsberechtigten?

Mehr

A D V O C A - I N F O

A D V O C A - I N F O A D V O C A - I N F O I / 2013 Inhalt: Erbrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten Nichtzahlung erhöhter Vorauszahlungen durch Mieter: Kündigung auch ohne Zahlungsklage Erbrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten

Mehr

Schnellübersicht. 1 Bereits zu Lebzeiten bedenken.. 9 2 Die Bestattung... 25 3 Alsbald zu erledigen... 37 4

Schnellübersicht. 1 Bereits zu Lebzeiten bedenken.. 9 2 Die Bestattung... 25 3 Alsbald zu erledigen... 37 4 Nutzen Sie das Inhaltsmenü: Die Schnellübersicht führt Sie zu Ihrem Thema. Die Kapitelüberschriften führen Sie zur Lösung. Abkürzungen... 6 Kostspielige Fehler vermeiden... 7 Wichtige Begriffe... 8 1 Bereits

Mehr

Maximilianstr. 14/III 93047 Regensburg Telefon: 0941/561440 Telefax: 0941/561420 E-Mail: kanzlei@rain-fuchs.de Internet: www.rain-fuchs.

Maximilianstr. 14/III 93047 Regensburg Telefon: 0941/561440 Telefax: 0941/561420 E-Mail: kanzlei@rain-fuchs.de Internet: www.rain-fuchs. Gudrun Fuchs Rechtsanwältin Maximilianstr. 14/III 93047 Regensburg Telefon: 0941/561440 Telefax: 0941/561420 E-Mail: kanzlei@rain-fuchs.de Internet: www.rain-fuchs.de!"#$# %&'!()!*)+*, -'!()!*./. 01 '

Mehr

Fakten zum Erbrecht. Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Steuern. www.grafpartner.com

Fakten zum Erbrecht. Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Steuern. www.grafpartner.com Fakten zum Erbrecht Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Steuern Alle nachfolgenden Ausführungen erfolgen ohne Gewähr und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Stand: Januar 2010. www.grafpartner.com

Mehr

Erben und Vererben Nachfolgeplanung in der Praxis

Erben und Vererben Nachfolgeplanung in der Praxis Erben und Vererben Nachfolgeplanung in der Praxis Riechmann Rechtsanwälte 2013 1 Riechmann Rechtsanwälte Ihre Ansprechpartner für Vermögens- und Unternehmensnachfolge in Familie und Betrieb: Rechtsanwalt

Mehr

Vererben und verschenken 28.02.2008

Vererben und verschenken 28.02.2008 Vererben und verschenken 28.02.2008 Wie Sie Ihr Vermögen erhalten und Steuer schonend weitergeben. Erbfolge Gewillkürte Erbfolge Testament privatschriftlich notarielles Testament Ehegattentestament Optionen

Mehr

Haubner Schäfer & Partner, Bad Aibling

Haubner Schäfer & Partner, Bad Aibling Kreisversammlung BHG Montag, 09.02.2015 Eugen-Belz-Straße 13 83043 Bad Aibling 08061/4904-0 Orleansstraße 6 81669 München 089/41129777 kanzlei@haubner-stb.de www.haubner-stb.de ERBRECHT UND TESTAMENT GENERALVOLLMACHT,

Mehr

2.2 Erbrecht und Lebensversicherung Gestaltungsmöglichkeiten und Risiken

2.2 Erbrecht und Lebensversicherung Gestaltungsmöglichkeiten und Risiken 27 2.2 Erbrecht und Gestaltungsmöglichkeiten und Risiken Mit einer kann man einen Teil der Vermögensnachfolge etwas anders gestalten als über ein Testament. Häufig stellt sich für einen allein verdienenden

Mehr

Erbe und Schenkung. Ein Wegweiser mit Erläuterung wichtiger Grundbegriffe. Beratung inklusive. Der Notar.

Erbe und Schenkung. Ein Wegweiser mit Erläuterung wichtiger Grundbegriffe. Beratung inklusive. Der Notar. Erbe und Schenkung Ein Wegweiser mit Erläuterung wichtiger Grundbegriffe Beratung inklusive. Der Notar. Vererben und Erben Wer soll mein Erbe sein? Wer bekommt den Schmuck? Soll ich schon jetzt etwas verschenken?

Mehr

Die Bedeutung der Lebensversicherung im Erbfall

Die Bedeutung der Lebensversicherung im Erbfall 32 2.3 Erbrecht und Gestaltungsmöglichkeiten und Risiken Mit einer kann man einen Teil der Vermögensnachfolge etwas anders gestalten als über ein Testament. Häufig stellt sich für einen allein verdienenden

Mehr

Erben und Vererben. Ein Wegweiser mit Erläuterung wichtiger Grundbegriffe. 3. Auflage. Beratung inklusive. Der Notar.

Erben und Vererben. Ein Wegweiser mit Erläuterung wichtiger Grundbegriffe. 3. Auflage. Beratung inklusive. Der Notar. Ein Wegweiser mit Erläuterung wichtiger Grundbegriffe 3. Auflage Wer soll mein Erbe sein? Wer bekommt mein Haus, wer mein Geld, wer meinen Schmuck? Wer soll sich um die Grabpflege einmal kümmern? Oder

Mehr

Streit ums Erbe. Ratssaal der Verbandsgemeinde Wörrstadt Wörrstadt, den 23. Februar 2005 um 19.30 Uhr. Referent:

Streit ums Erbe. Ratssaal der Verbandsgemeinde Wörrstadt Wörrstadt, den 23. Februar 2005 um 19.30 Uhr. Referent: Streit ums Erbe Ratssaal der Verbandsgemeinde Wörrstadt Wörrstadt, den 23. Februar 2005 um 19.30 Uhr Referent: Fall 1 Der böse Schwager Erblasser E verstirbt 1994 ohne Kinder und ohne Testament und hinterlässt

Mehr

Brauche ich ein Testament?

Brauche ich ein Testament? Brauche ich ein Testament? Beispiel 1: Eine alleinerziehende Mutter, die auch das alleinige Sorgerecht hat, möchte sicherstellen, dass ihr einziges Kind alleine erbt. Sollte sie vor dem 18. Lebensjahr

Mehr

Basiswissen ERBEN & VERERBEN

Basiswissen ERBEN & VERERBEN _ Basiswissen ERBEN & VERERBEN Durchblick für Erben und Erblasser Reicht doch noch, wenn ich mich später damit beschäftige, denkt mancher. Denn niemandem ist es ganz wohl bei dem Thema. Doch wer für die

Mehr

Der Auskunftsanspruch des Pflichtteilsberechtigten. Wenn ein Pflichtteilsanspruch besteht, muss dieser auch durchgesetzt werden können.

Der Auskunftsanspruch des Pflichtteilsberechtigten. Wenn ein Pflichtteilsanspruch besteht, muss dieser auch durchgesetzt werden können. Auskunftsanspruch Der Auskunftsanspruch des Pflichtteilsberechtigten Wenn ein Pflichtteilsanspruch besteht, muss dieser auch durchgesetzt werden können. Der Pflichtteilsberechtigte muss die Höhe seines

Mehr

Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten

Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten 13 Frau Jansen aus Oschatz: Ich bin Witwe und habe drei Kinder, die mich eigentlich zu jeweils einem Drittel beerben sollten. Im letzten Jahr ist tragischerweise mein

Mehr

Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden - Ein kurzer Ratgeber rund um das Testament

Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden - Ein kurzer Ratgeber rund um das Testament Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden - Ein kurzer Ratgeber rund um das Testament von Dr. Ulrike Tremel Rechtsanwältin, Fachanwältin für Erbrecht und Sachverständige für Grundstücksbewertung

Mehr

Was beim Pflichtteilsrecht besonders zu beachten ist

Was beim Pflichtteilsrecht besonders zu beachten ist Was beim Pflichtteilsrecht besonders zu beachten ist Vorbemerkungen Das Pflichtteilsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) führt unter den Bürgern mitunter zu heftigen Diskussionen und ruft auch Unverständnis

Mehr

Vorsorge für den letzten Lebensabschnitt

Vorsorge für den letzten Lebensabschnitt Haspa Stiftungssymposium 2013 Vorsorge für den letzten Lebensabschnitt Wissenswertes zu Vollmacht, Testament und Stiftung Hamburg, 1. November 2013 Haspa Generationenmanagement Ihr Referent: Alexander

Mehr

Leitfaden. Erbrecht. rechtsaudit.com. von Rechtsanwalt. Robert Haas

Leitfaden. Erbrecht. rechtsaudit.com. von Rechtsanwalt. Robert Haas Leitfaden Erbrecht rechtsaudit.com von Rechtsanwalt Robert Haas Erben und Vererben Streitigkeiten über die Verteilung einer Erbschaft haben schon manche Familie und Freundschaft zerstört. Oft genug muss

Mehr

Prof. Dr. Thomas Rüfner. Materialien im Internet: http://ius-romanum.unitrier.de/index.php?id=40423

Prof. Dr. Thomas Rüfner. Materialien im Internet: http://ius-romanum.unitrier.de/index.php?id=40423 Repetitorium Erb- und Familienrecht Vorlesung am 08.07.2011 Gesetzliche und testamentarische Erbfolge (1) Prof. Dr. Thomas Rüfner Materialien im Internet: http://ius-romanum.unitrier.de/index.php?id=40423

Mehr

Kluge Gestaltungen für Ehegatten gegenseitige Absicherung, gerechte Verteilung an die Kinder und Steuerersparnis: Die Quadratur des Kreises?

Kluge Gestaltungen für Ehegatten gegenseitige Absicherung, gerechte Verteilung an die Kinder und Steuerersparnis: Die Quadratur des Kreises? Kluge Gestaltungen für Ehegatten gegenseitige Absicherung, gerechte Verteilung an die Kinder und Steuerersparnis: Die Quadratur des Kreises? Kurzfassung des Vortrags vom 14. und 21.10.2002 für die 3. Münchner

Mehr

Erbrecht und Erbschaftssteuer. Ratschläge

Erbrecht und Erbschaftssteuer. Ratschläge Erbrecht und Erbschaftssteuer 10 Ratschläge 1Ratschlag: Klären Sie Ihren Familienstand und Ihre persönlichen Verhältnisse! Nirgendwo hat dieser Rat mehr Berechtigung als im Erbrecht! Es gibt persönliche

Mehr

Erbrecht Vorlesung 3. Erbrecht

Erbrecht Vorlesung 3. Erbrecht Erbrecht Vorlesung 3 Gesetzliche Erbfolge 22. Mai 2014 Notar Dr. Christian Kesseler 1 Eines vorweg: ist in Bewegung. Forderungen reichen bis hin zu einer vollständigen Verstärkung auf 100% zu Lasten der

Mehr

Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolge Unternehmensführung / Management Unternehmensführung Hansjörg Scheel Unternehmensnachfolge Ziele, erbrechtliche Grundzüge und Gestaltungsmöglichkeiten Verlag Dashöfer Unternehmensnachfolge Ziele, erbrechtliche

Mehr

Erbfolgeplanung. RA Uwe Frosch. Rechtsanwälte Görgen & Frosch, Andernach 1

Erbfolgeplanung. RA Uwe Frosch. Rechtsanwälte Görgen & Frosch, Andernach 1 Erbfolgeplanung RA Uwe Frosch Andernach 1 In sechs Schritten zum erfolgreichen Testament Persönliche Verhältnisse klären Was wird vererbt? Wer soll was bekommen? Lebzeitige Übergabe Steuern Start Andernach

Mehr

Erbrecht Wichtige Informationen für den Fall der Trennung oder Scheidung

Erbrecht Wichtige Informationen für den Fall der Trennung oder Scheidung Katharina Mosel Rechtsanwältin - Fachanwältin für Familienrecht Anwaltskanzlei Linden & Mosel Familienrecht Erbrecht Mediation Zülpicher Str. 274, 50937 Köln, Tel. 0221/42 22 20, Fax: 0221 / 42 20 47 www.lindenundmosel.de

Mehr

Jeder Mensch hat Erben. Mit einem Testament oder Erbvertrag bestimmt er die Erben selbst.

Jeder Mensch hat Erben. Mit einem Testament oder Erbvertrag bestimmt er die Erben selbst. BUCHHOLZ LINK NOTARE Dr. Jörg Buchholz Dr. Jan Link, Dipl.-Kfm. Erben und Vererben Jeder Mensch hat Erben. Mit einem Testament oder Erbvertrag bestimmt er die Erben selbst. Es ist keine Frage des Alters,

Mehr

Testament Muster, Testament Vorlage, Testament Vordruck kostenlos

Testament Muster, Testament Vorlage, Testament Vordruck kostenlos Testament Muster, Testament Vorlage, Testament Vordruck kostenlos Einzeltestament mit dem Schwerpunkt: Kinderloser Erblasser setzt seine Eltern und seinen Bruder als Erben ein (inklusive weiterer Bestimmungen).

Mehr

Von Mensch zu Mensch - Bremer Stiftung Martinsclub

Von Mensch zu Mensch - Bremer Stiftung Martinsclub Von Mensch zu Mensch - Bremer Stiftung Martinsclub Menschen mit Behinderungen haben es schwer, einen Platz in dieser Gesellschaft zu finden. Offiziell und laut Gesetz sind sie zwar integriert und dürfen

Mehr

Fortbildungen im Erbrecht und Vorsorgerecht

Fortbildungen im Erbrecht und Vorsorgerecht Fortbildungen im Erbrecht und Vorsorgerecht Da ich die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen nachgewiesen habe, bin ich seit dem 1.3.2006 Fachanwalt für Erbrecht. Erläuterungen Abkürzungen: DAA DAI

Mehr

Erbschafts-Ratgeber für Eigentümer von Anlageimmobilien

Erbschafts-Ratgeber für Eigentümer von Anlageimmobilien Erbschafts-Ratgeber für Eigentümer von Anlageimmobilien Gesetzliches Erbrecht 1 2 3 Gewillkürte Erbfolge Pflichtteilsrecht Wir informieren, Sie profitieren - Rechte und Möglichkeiten für Erblasser. Schenkungen

Mehr

Grundzüge des Erbrechts unter besonderer Berücksichtigung der Pflichtteilsproblematik

Grundzüge des Erbrechts unter besonderer Berücksichtigung der Pflichtteilsproblematik Grundzüge des Erbrechts unter besonderer Berücksichtigung der Pflichtteilsproblematik Verblüffende Ergebnisse einer EMNID-Umfrage im Auftrag des Deutsches Forum für Erbrecht e.v. : Nur knapp 30 % aller

Mehr

Pflichtteilsergänzung

Pflichtteilsergänzung Pflichtteilsergänzung Der Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen zu Lebzeiten Für nahe Verwandte gibt es bei Enterbung einen Pflichtteilsanspruch der sich aus dem Nachlass zum Todestag ergibt.

Mehr

Richtig erben und vererben

Richtig erben und vererben Richtig erben und vererben Der Gesetzgeber unterscheidet grundsätzlich zwischen der 1.) gesetzlichen Erbfolge 2.) testamentarischen Erbfolge Allgemeine Information und keine Rechtsberatung! Bei der gesetzlichen

Mehr

Rechtsanwalt Frank Dollhopf Rechtsanwälte Meixner Dollhopf Mühlberg Goethestr. 5 73525 Schwäbisch Gmünd www.kanzlei-mds.de

Rechtsanwalt Frank Dollhopf Rechtsanwälte Meixner Dollhopf Mühlberg Goethestr. 5 73525 Schwäbisch Gmünd www.kanzlei-mds.de 1 Rechtsanwalt Frank Dollhopf Rechtsanwälte Meixner Dollhopf Mühlberg Goethestr. 5 73525 Schwäbisch Gmünd www.kanzlei-mds.de Vortrag 04.11.2009 DRK Herlikofen "Wie vererbe ich mein Vermögen richtig?" A.

Mehr

Rechtliche und praktische Hinweise rund um das Testament

Rechtliche und praktische Hinweise rund um das Testament Rechtliche und praktische Hinweise rund um das Testament mit Neuregelung in der Erbschaftssteuer ab Januar 2009 2) Ein Testament und seine Vorteile 3) Eigenhändiges oder öffentliches Testament, einschließlich

Mehr

Richtig erben und vererben. 20.04.2009 Richtig erben und vererben

Richtig erben und vererben. 20.04.2009 Richtig erben und vererben Richtig erben und vererben Inhalt des Vortrages 1. Vorstellung Kanzlei 2. Erbrechtlicher Teil 2.1. Gesetzliche Erbfolge 2.2. Pflichtteil 2.3. Testament 3. Steuerrechtlicher Teil 3.1. Neuregelungen 3.2.

Mehr

Erbrecht Das kluge Testament. Sieben Thesen zum klugen Testament

Erbrecht Das kluge Testament. Sieben Thesen zum klugen Testament Erbrecht Das kluge Testament Thesen des Vortrags von Dr. Anton Steiner Fachanwalt für Erbrecht Präsident des Deutschen Forums für Erbrecht e.v. für Handicap International e.v. vom 12.04.2013 Sieben Thesen

Mehr

Fachanwaltsausbildung. Schwerpunkt: Erbrecht

Fachanwaltsausbildung. Schwerpunkt: Erbrecht Fachanwaltsausbildung Schwerpunkt: Erbrecht Kurseinheit 1: Allgemeine Grundlagen Ausschlagung der Erbschaft, Pflichtteilsrecht Autor: Rechtsanwalt Bernhard F. Klinger Stand: 13. Januar 2011 Inhaltsverzeichnis

Mehr