Referentenentwurf zum Patientenrecht. Marburger Bund: Landesverband mit neuem Vorstand. Seite 7. Patientenmobilität: EU-Richtlinie in der Praxis

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1 Brandenburgisches Ärzteblatt Offizielles Mitteilungsblatt der Landesärztekammer Brandenburg 22. Jahrgang März Referentenentwurf zum Patientenrecht Marburger Bund: Landesverband mit neuem Vorstand Seite 7 Patientenmobilität: EU-Richtlinie in der Praxis Seite Interdisziplinäres Forum: Fortschritt und Fortbildung Seite 10 Krankenhaus Märkisch-Oderland stellt sich vor Seite 20

2 Anzeige Impressum Inhaber und Verleger Landesärztekammer Brandenburg Präsident: Dr. med. Udo Wolter Dreifertstraße 12, Cottbus, Telefon Telefax Herausgeber Dr. med. Udo Wolter Zuschriften redaktioneller Art bitten wir, nur an den Herausgeber zu richten. Für mit Autorennamen gekennzeichnete Beiträge wissenschaftlicher und standespolitischer Art sowie Artikel, die die Kennzeichnung Pressemitteilung von enthalten, wird keine Verantwortung übernommen. Die darin geäußerten Ansichten decken sich nicht immer mit denen des Herausgebers. Sie dienen dem freien Meinungsaustausch innerhalb der Ärzteschaft. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung statthaft. Rücksendung nicht verlangter Manuskripte erfolgt nur, wenn ein vorbereiteter Umschlag mit Rückporto beiliegt. Mit der Annahme von Originalbeiträgen zur Veröffentlichung erwirbt der Herausgeber das uneingeschränkte Verfügungsrecht. Änderungen redaktioneller Art bleiben vorbehalten. Redaktion Mark Berger Büro für Öffentlichkeitsarbeit Landesärztekammer Brandenburg Reiterweg 3, Potsdam Telefon Telefax Repro, Satz, Druck, Herstellung, Verlagswesen Druckerei Schiemenz GmbH Byhlener Straße 3, Cottbus, Telefon Telefax Vertrieb Regio Print Vertrieb GmbH Straße der Jugend 54, Cottbus, Telefon Telefax Anzeigenverwaltung Götz & Klaus Kneiseler GbR Uhlandstraße 161, Berlin, Telefon Telefax , Zur Zeit gilt Preisliste Nr. 21, gültig ab Bankverbindung: Postbank Berlin, Kto.-Nr , BLZ Das Brandenburgische Ärzteblatt erscheint monatlich (Doppelnummer Juli/August). Bezugsgebühr (ab Ausgabe 4/2010): jährlich 35,00; ermäßigter Preis für Studenten 17,50. Einzelpreis 3,35. Bestellungen bitte an die Druckerei Schiemenz GmbH, Byhlener Straße 3, Cottbus. Die Kündigungsfrist für Abonnements beträgt 6 Wochen zum Ende des Kalenderjahres. Für die Mitglieder der Brandenburgischen Ärztekammer ist der Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten. Hinweise für die Autoren Wenn Sie Ihren Text im Word erfassen, achten Sie bitte darauf, die Texte im txt- oder doc- Format für DOS abzuspeichern. Bitte legen Sie einen Ausdruck des Artikels dazu. Texte können Sie mit entsprechender Betreffzeile per übermitteln. Verwenden Sie Bilder für Ihren Artikel, bitte die Vorlagen separat zusenden und im Text vermerken, wo das Bild stehen soll. Am besten sind Fotos geeignet (Aufsichtsvorlagen).

3 Inhalt Brandenburgisches Ärzteblatt Offizielles Mitteilungsblatt der Landesärztekammer Brandenburg 22. Jahrgang März Kammerinformationen / Gesundheitspolitik Patientenrechtegesetz Terminhinweise Marburger Bund: Neuer Vorstand für Berlin-Brandenburg gewählt Kreiskrankenhaus Prignitz erhält KTQ-Zertifikat Interview Interdisziplinäres Forum der Bundesärztekammer Korrektur Tagung des IEGUS Instituts: Patientenmobilität in der Praxis Seite 8 Arzt und Recht Berufsgeheimnisträgerschutz zweiter Klasse für Ärzte Arzt und Arzthaftung: Nicht diagnostizierte Jochbeinfraktur Fiskus erleichtert Vermögensübertragung auf Kinder Fortbildung Ankündigung: 7. Forum für den Hausarzt und das Praxispersonal Fortbildungsangebot Seite 12 Seite 20 Aktuell Der Quereinstieg in die Allgemeinmedizin: Wie sich eine Facharztdisziplin selbst bagatellisiert! Brandenburgs Kliniken vorgestellt: Krankenhaus Märkisch-Oderland Propranolol Ein Meilenstein in der Therapie kindlicher Hämangiome Lago e. V.: Hilfe für Krebspatienten in russischer Sprache Ankündigung: 2. Treffen der Brandenburgischen Darmkrebszentren Rezensiert A. K. Martini Traumatologische Handchirurgie Helga Rohra Aus dem Schatten treten Warum ich mich für unsere Rechte als Demenzbetroffene einsetze Personalia Geburtstage im März Die Landesärztekammer Brandenburg trauert Heidrun Gitter neue Präsidentin der Ärztekammer Bremen Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH: Dr. Villbrandt ist neuer Chefarzt Veröffentlichung persönlicher Daten im Brandenburgischen Ärzteblatt ÖDG: Neuer Vorstand in Berlin-Brandenburg weitere Rubriken Editorial Kurse und Fortbildungsangebote KVBB informiert LUGV, Abteilung Gesundheit Brandenburgisches Ärzteblatt

4 editorial Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, Dipl.-Med. Sigrid Schwark Foto: 4iMEDIA Das Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung ist für viele von uns in der täglichen ärztlichen Arbeit mit unseren Patienten inzwischen Alltag. Immer wieder werden wir in der Sprechstunde damit konfrontiert und sollen möglichst sofort ein passendes Exemplar anbieten können. Ist das überhaupt unsere Aufgabe? Mit zunehmender Lebenserwartung nimmt der Anteil der älteren und kranken Patienten in Praxis und Klinik stetig zu. Damit ist auch die zunehmende Zahl von Patienten verbunden, die infolge ihrer Krankheit wie z. B. Schlaganfall oder Demenz nicht mehr in der Lage sind, wichtige Entscheidungen selbst zu treffen bzw. ihre Rechte selbst zu vertreten oder Pflichten zu erledigen. Informationen über die entsprechende Krankheit werden nicht mehr verstanden, ein Gespräch über weitere diagnostische und therapeutische Maßnahmen stellt oft ein sehr großes Problem dar. Oft spielt der plötzliche Zeitdruck eine große Rolle und so sind Konflikte häufig unvermeidbar, aber auch die Tatsache, dass jeder von uns, egal ob jung oder alt, unverhofft durch einen Unfall oder eine Krankheit in so eine Situation geraten kann, wo unverzüglich gehandelt werden muss. Der behandelnde Arzt benötigt, außer in Notfällen, eine rechtsverbindliche Einwilligung des Patienten bzw. seines Vertreters. Zivilrechtlich gesehen verletzt das eigenmächtige Handeln des Arztes das Selbstbestimmungsrecht des Patienten. Wie sieht unser Alltag aus? Verfügen unsere Patienten immer noch über die erforderliche Einwilligungsfähigkeit? Wer für den Fall einer krankheitsbedingten Entscheidungsunfähigkeit vorsorgen will, sollte einer Vertrauensperson eine Vorsorgevollmacht erteilen. So können z. B. bevollmächtigte Familienangehörige gegenüber behandelnden Ärzten für die Umsetzung der Wünsche des Patienten sorgen.ergänzt wird diese sinnvollerweise mit einer Patientenverfügung. Die Alternative dazu ist die Bestellung eines gesetzlichen Betreuers. Ein Betreuer hat die Angelegenheiten des Betreuten zu seinem Wohl zu besorgen. Schon das scheint nicht immer einfach. Der Betreuer kann nicht einfach aufgrund seiner eigenen Überzeugung oder Vorstellung handeln, sondern sollte die Lebensplanung und die Ansichten des Betreuten berücksichtigen und respektieren. Für den Arzt ist der Betreuer die Vertretung des Patienten, welcher nicht einwilligungsfähig ist, bzw. nicht allein entscheiden kann, ob er den Therapievorschlag des Arztes annehmen sollte. Wie oft sind in Praxen Patienten, die einen Betreuer auch für medizinische Belange haben, allein vorstellig? Wieviel Zeit kostet es uns, dann Kontakt aufzunehmen und alles zu organisieren und auch zu kontrollieren? Eine ärztliche Schweigepflicht besteht gegenüber den Vertretungspersonen des Patienten nicht. Sollten uns Zweifel erscheinen ist es uns möglich, mit dem Vormundschaftsgericht Kontakt aufzunehmen. Aus eigener Erfahrung ist dies aber ein sehr aufwendiger und bürokratischer Weg. In einer Patientenverfügung kann der Patient schriftlich im Voraus für den Fall einer Entscheidungsunfähigkeit seinen Willen darlegen. Er kann die Art und Weise einer ärztlichen Behandlung und einer pflegerischen Versorgung am Lebensende niederlegen. Günstig wäre eine Zweitschrift, die dem Hausarzt ausgehändigt wird. Er kann aber immer noch, solange er in seiner Entscheidungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist, im persönlichen Gespräch mit dem Arzt oder der Pflegeperson bestimmen, wie die Behandlung weiter gehen soll. Eine Patientenverfügung ist dann rechtlich verbindlich, wenn durch sie der Wille des Patienten bezüglich der in Frage stehenden ärztlichen Maßnahmen eindeutig und sicher festgestellt werden kann. Auch bei einem dann einwilligungsunfähigen Patienten müssen z. B. lebensverlängernde Maßnahmen unterbleiben, wenn dies vorher in einer Patientenverfügung niedergelegt wurde. So ist für unseren Alltag dieses Gesundheitstestament von enormer Wichtigkeit. In unserem ärztlichen Alltag ist es oft gerade dann möglich, über dieses Thema mit dem Patienten zu sprechen, wenn eine konkrete Situation Anlass dazu gibt. Eine Aktualisierung in bestimmten Zeitabständen ist nicht erforderlich. Es macht sich gut, wenn Vordrucke oder Muster verwendet werden und dann ganz konkret und persönlich auf den Patienten abgestimmt, diese Verfügung geschrieben wird. Gerade auch für allerletzte Lebensphase ist es gut und hilfreich, wenn auch eine Vertrauensperson benannt wird, mit der man das weitere Vorgehen abstimmen kann. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das genannte Thema ist sicherlich ein schwieriges. Jeder medizinische Fortschritt erschwert die Entscheidung zwischen der Notwendigkeit einer medizinischen Maßnahme und dem Wunsch, diese auch für den Patienten umzusetzen. So ist es aus meiner Sicht besser, die Entscheidung über eine individuelle Vorsorge für das Lebensende gemeinsam mit dem Patienten zu besprechen und ihn dabei zu unterstützen. n Dipl.-Med.Sigrid Schwark 4 Brandenburgisches Ärzteblatt

5 Kammerinformationen/GesundheitspolitIK Patientenrechtegesetz Referentenentwurf gibt wenig Anlass zu Kritik Seit knapp einem Jahr diskutieren Gesundheitspolitiker die Eckpunkte eines Patientenrechtegesetzes, das Anfang 2013 in Kraft treten soll. Inzwischen liegt ein erster Referentenentwurf vor. Während die Oppositionsparteien und Patientenvertreter die Pläne kritisieren, herrscht in der Ärzteschaft weitgehend Zufriedenheit. Den Ausgangspunkt der Diskussion markiert ein Eckpunktepapier des Patientenbeauftragten Wolfgang Zöller vom März vergangenen Jahres. Mitte Januar veröffentlichte die Bundesregierung den ersten Referentenentwurf, eine Co-Produktion zwischen Justizund Gesundheitsministerium. Bei der Präsentation sparten die verantwortlichen Minister erwartungsgemäß nicht mit lobenden Worten für die eigene Arbeit. Nach Ansicht von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger macht der Entwurf die Patientenrechte greifbar. Das sei besonders wichtig, weil sechs von zehn Patienten nicht über ihre Rechte informiert seien. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr erhofft sich nicht nur im Arzt-Patientenverhältnis einen angemessenen Ausgleich. Er sieht auch die Versicherten gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung gestärkt. Mehr Übersicht für die Patienten Bisher müssen sich Patienten durch einen Dschungel von Vorgaben und Gerichtsurteilen arbeiten, was gerade für juristische Laien kaum zu schaffen ist. Das Patientenrechtegesetz soll damit aufräumen. Es ergänzt das Bürgerliche Gesetzbuch um einen Abschnitt zum Behandlungs- und Arzthaftungsrecht. Dieser definiert unter anderem die Informations- und Aufklärungspflichten des Arztes sowie das Einsichtsrecht in die Patientenakten. Ärzte sollen ihren Patienten in Zukunft in einem Gespräch über erforderliche Untersuchungen, Diagnosen, die beabsichtigten Therapien und ihre Risiken aufklären. Der Arzt muss den Patienten umfassend in einem persönlichen Gespräch über die Risiken der Behandlung informieren. Dieses Gespräch muss so rechtzeitig stattfinden, dass der Patient sich seine Entscheidung noch gut überlegen kann. Krankenhäuser sind zur Einrichtung eines patientenorientierten Pflegemanagements verpflichtet. Auch die Krankenkassen werden stärker in die Pflicht genommen. Ihnen bleibt nach dem Leistungsantrag eines Versicherten lediglich eine Reaktionszeit von drei beziehungsweise fünf Wochen, sofern ein medizinisches Gutachten notwendig ist. Nach Ablauf der Frist hat der Versicherte das Recht, sich die Leistungen bei voller Kostenerstattung selbst zu organisieren. Die Kassen müssen den Versicherten mit Hilfe von medizinischen Gutachten bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen aufgrund von Behandlungsfehlern unterstützen. Leitbild Mündiger Patient Bei der Vorstellung des Entwurfs war häufig vom mündigen Patienten die Rede, vom Ausgleichen des Informationsgefälles zwischen Arzt und Patienten und von klaren Verhältnissen zum Wohle aller Beteiligten. Jenseits der vom Wähler immer gern vernommenen Beschwörung des Patienten auf Augenhöhe sucht das Papier in seiner jetzigen Form tatsächlich den Konsens. Der Referentenentwurf ist unter Einbindung aller beteiligten Gruppen entstanden. Er stellt keine Gruppen gegenüber und lässt niemanden außen vor, betont der Patientenbeauftragte Wolfgang Zöller. Entsprechend milde fiel auch die Kritik der Ärzteschaft aus. Der Gesetzentwurf entspricht im Wesentlichen dem, was wir mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung abgesprochen haben und ist eine Kodifizierung des bisherigen Rechtes, kommentiert Bundesärztekammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomer. Er erkenne eine Einlösung des Versprechens, dieses Gesetz nicht gegen die Ärzte zu formulieren. Kritisch sieht die Bundesärztekammer allerdings die Beweislastumkehr im Falle grober Behandlungsfehler durch den Arzt und kündigte eine juristische Prüfung des entsprechenden Paragrafen an. Maß und Übersicht im Arzt-Patientenverhältnis Dr. Dirk Heinrich vom NAV-Virchow- Bund wünscht sich eine Ausweitung der geforderten Informationspflichten auf die Kassen. Diese sollten in Zukunft in Beratungsprotokollen eine korrekte Beratung ihrer Versicherten nachweisen. Dies könne verhindern, dass die Kassen Leistungen zu leichtfertig zusicherten und die Verantwortung so auf die behandelnden Mediziner abwälzten. Maß und Übersicht im Sinne eines vertrauensvollen Arzt-Patientenverhältnisses erkennt der Hartmannbund- Vorsitzende Dr. Klaus Reinhardt, warnt aber im Falle einer von der Opposition geforderten generellen Umkehr der Beweislast vor amerikanischen Verhältnissen, bei denen Ärzte die Behandlung aus Angst vor den Haftungsrisiken verweigern könnten. Die Bundeszahnärztekammer kritisiert gemeinsam mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung hingegen die mangelnde Berücksichtigung der Besonderheiten der zahnmedizinischen Versorgung. So stelle die neue Bewilligungsregelung für die Krankenkassen das im zahnärztlichen Bereich seit Jahren bewährte, gut funktionierende medizinische Gutachterverfahren infrage. Die Krankenkasse müsse ihre Entscheidung ohne eine gegebenenfalls notwendige Untersuchung im Blindflug treffen, weil ein Brandenburgisches Ärzteblatt

6 Kammerinformationen/GesundheitspolitIK Gutachten innerhalb der vorgesehenen fünf Wochen kaum zu erstellen sei. Im Sinne des Patienten ist das nicht, so KZBV-Vorstand Dr. Jürgen Fedderwitz. Der Verband der Krankenhausdirektoren sieht die Gefahr von Überregulierung, zusätzlicher Bürokratie und einer Verunsicherung von Ärzten und Pflegepersonal. Schon heute könne jeder Patient über seine Behandlung mitentscheiden. Es sei aber falsch, vom Idealbild eines über alles informierten Kunden auszugehen. Gerade Krankenhauspatienten seien häufig schwer kranke Menschen, die sich Hilfe von einem Experten erwarteten. In der Regel vertraut er seinem Arzt und dies zu Recht. Alles, was dieses Vertrauen erschüttert, wäre kontraproduktiv, erklärt VKD-Pressesprecher Peter Asché. Krankenkassen fordern strengere Regeln bei IGeL Die Krankenkassen interpretieren den Entwurf als eine Stärkung der Versichertenrechte gegenüber Ärzten und Krankenhäusern. Sonderbar erscheint GKV Spitzenverbands-Sprecher Florian Lanz allerdings, dass Krankenhäuser, die ihre Fehler nicht verheimlichen, dafür zusätzliches Geld bekommen sollen. Der Verband der Ersatzkassen befürwortet den Versuch der Bundesregierung, die Situation von Geschädigten bei Behandlungsfehlern zu verbessern, fordert aber besseren Schutz vor unnötigen IGeL-Leistungen. Die Politik sollte auf eine strikte Begrenzung des Angebots von IGeL-Leistungen hinwirken. Darüber hinaus benötigen Patienten auch eine hinreichende Bedenkzeit, bevor sie sich für solche IGeL- Leistungen entscheiden. Hier muss der Gesetzgeber daher dringend nachbessern, findet der vdek-vorsitzende Thomas Ballast. Ähnlich äußert sich AOK- Bundesvorstand Jürgen Graalmann: Ein wirksamer Patientenschutz wird nicht dadurch erreicht, dass vor Extraleistungen wie beispielsweise sogenannten IGeL schriftlich darauf hingewiesen wird, dass sie nicht von den Krankenkassen bezahlt werden. Richtig wäre eine Verpflichtung, darüber aufzuklären, dass diese nicht von den Krankenkassen bezahlt werden, weil es sich um medizinisch nicht notwendige Leistungen handelt." Auch fehle in dem Entwurf die verpflichtende Vorgabe eines Patientenbriefes vor medizinischen Eingriffen, der über Chancen und Risiken verständlich informiert. "Die vorgesehenen Beweislast-Regelungen sind kein Fortschritt, sondern schreiben nur den aktuellen Stand der Rechtsprechung ins Gesetzbuch", so Graalmann. Enttäuschung in der Verbraucherzentrale Der Bundesverband der Verbraucherzentrale (vzbv) zeigt sich enttäuscht. Wir haben uns mehr erhofft, gibt vzbv-chef Gerd Billen zu. Die Hoffnungen auf eine stärkere Vertretung der Patienteninteressen in den Entscheidungs- und Schlichtungsgremien der Krankenkassen, in der ärztlichen Selbstverwaltung und in den Krankenhäusern wurden nicht erfüllt. Positiv hebt Billen hervor, dass der Behandlungsvertrag nun seinen gebührenden Platz im Bürgerlichen Gesetzbuch erhalte und es endlich konkrete ärztliche Aufklärungspflichten geben soll. Für Dr. Martin Danner, den Bundesgeschäftsführer der BAG Selbsthilfe, ist es unverständlich, warum im Gemeinsamen Bundesausschuss den Patientenvertretern noch nicht einmal ein Stimmrecht in Verfahrensfragen eingeräumt wird. Außerdem verlangt er Verschärfungen bei Arzthaftungsprozessen und ein neues Konzept zur Aufarbeitung von Behandlungsfehlern. Insgesamt sei der Entwurf aus Sicht der BAG Selbsthilfe lediglich als erster Aufschlag zu werten, den es gründlich zu analysieren und zu überarbeiten gelte. Opposition spricht von Mogelpackung Wenig überraschend sind die Reaktionen der Oppositionsparteien. Von einer Mogelpackung spricht SPD- Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Tatsächlich ist das Gesetz in seiner jetzigen Form weit von den Vorstellungen entfernt, für welche die Sozialdemokraten seit Jahren kämpfen. Noch im Jahr 2010 stellte die Bundestagsfraktion einen Antrag, der weniger auf eine Kodifizierung vorhandenen Rechts abzielte, sondern zu einer tiefgreifenden Veränderung des Verhältnisses zwischen Arzt und Patienten geführt hätte. In dem Antrag fanden sich Forderungen wie eine weitreichende Beweislastumkehr, die Beteiligung von Patienten in Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen oder alternative Entschädigungssysteme bei Behandlungsfehlern. Auch die brandenburgische Gesundheitsministerin Anita Tack ist damit unzufrieden: Der Entwurf halte nicht, was er verspräche und bliebe hinter den bereits vorliegenden Vorschlägen der Bundesländer und des Patientenbeauftragten der Bundesregierung zurück. So fehlt der Ministerin beispielsweise der Härtefallfonds zur unbürokratischen Unterstützung von Opfern von fehlerhaften Behandlungen. Für ein Trostpflästerchen hält die Grünen-Politikerin Maria Klein-Schmeink den Entwurf. Sie verlangt eine umfassendere Beweislastumkehr sowie gesetzlich verbindliche Regelungen für Fehlermelde- und Fehlervermeidungssysteme in den Krankenhäusern. Finanzielle Anreize reichten dazu nicht aus, erklärt die Sprecherin für Prävention und Patientenrechte. n Mark Berger, LÄKB Terminhinweise Am 28. April findet in Dahlewitz die erste Kammerversammlung des Jahres 2012 statt. Laut Hauptsatzung der Landesärztekammer haben die Kammermitglieder die Möglichkeit, als Gäste an den Tagungen teilzunehmen. Allerdings steht nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung. Der Vorstand der LÄKB trifft sich am 30. März zur Sitzung in Potsdam. Auch hier besteht die Möglichkeit für ein Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern. Die Anmeldung erfolgt für beide Veranstaltungen über die Büroleiterin des Präsidenten, Heike Wetterau, unter Telefon Von ihr erfahren die Interessierten auch den genauen Tagungsort sowie die Zeit des Termins. n Mark Berger, LÄKB 6 Brandenburgisches Ärzteblatt

7 Kammerinformationen/GesundheitspolitIK Marburger Bund Neuer Vorstand des Landesverbandes Berlin-Brandenburg gewählt Der neue Vorstand des Landesverbandes Foto: Marburger Bund Am 25. Januar wählten die Delegierten der Ärztegewerkschaft Marburger Bund in Berlin erneut Dr. Kilian Tegethoff zum Vorsitzenden des Landesverbandes. Sein neuer Stellvertreter ist Guido Salewski aus Frankfurt/Oder. Er übernimmt den Platz von Dr. Udo Wolter, der nicht mehr kandidierte. Dr. Tegethoff trat ohne Gegenkandidaten an und wurde mit 34 von 35 möglichen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Der 1963 in Bebra geborene Facharzt für Anästhesie, Intensivund Notfallmedizin arbeitet seit 1996 an der Berliner Charité. Er ist seit 2008 Vorsitzender des Landesverbandes Berlin-Brandenburg. Guido Salewski wird stellvertretender Vorsitzender Das Land Brandenburg wird zukünftig durch den 1961 in Schwerin geborenen Psychiater und Sozialmediziner Guido Salewski als stellvertretenden Vorsitzenden repräsentiert. Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Vorstand. Ich werde mich bemühen, die langjährige Arbeit meines Vorgängers Dr. Udo Wolter fortzusetzen und die Interessen Brandenburgs im Landesverband und darüber hinaus zu vertreten, sagte Salewski nach seiner Wahl. Dabei gehe es ihm besonders darum, die Mitglieder in der Peripherie in die Arbeit des Marburger Bundes mit einzubeziehen. Guido Salewski ist seit 1996 als ärztlicher Gutachter im MDK Berlin/Brandenburg tätig und seit 1990 Mitglied der Landesärztekammer Brandenburg. Dem Vorstand des Landesverbandes des Marburger Bundes gehört er seit 2008 an. Auch er wurde ohne Gegenkandidaten mit 34 Stimmen gewählt. Vier weitere Vorstandsmitglieder aus Brandenburg Das Land Brandenburg ist im Vorstand außerdem durch vier Beisitzern vertreten: Dr. Jürgen Fischer (Treuenbrietzen), Dr. Steffen König (Strausberg), Dr. Udo Wolter (Neuruppin) und Dipl.-Med. Andrea Kruse (Forst). Sie nimmt den Platz von Dr. Renate Schuster ein, die nicht mehr zur Wahl antrat. Im letzten Wahlgang des Tages wurden proporzgemäß sieben Berliner Vorstandsmitglieder gewählt. Dabei handelt es sich um Dr. Paavo Beth, Dr. Peter Bobbert, Christian Brost, Dr. Günther Jonitz, Dorothee Lethen, Dr. Werner Wyrwich sowie Peter Loske als Vertreter der Studentenschaft. Der neugewählte Vorstand ist ein kompetentes Gremium, das nicht nur bei den Tarifverhandlungen, sondern auch bei den Verhandlungen über notwendige Verbesserungen in den Krankenhäusern Stärke zeigen wird. Es geht dabei um die Versorgung der Patienten, aber auch um die Arbeitssituation jeder Ärztin und jedes Arztes. Sehr erfreulich ist das Bekenntnis der Delegierten, sich künftig auch noch mehr in die Inhalte der gewerkschaftlichen Arbeit des Marburger Bundes einzubringen. Ein Gewinn ist dabei die neuerliche Beteiligung der Studierenden im Landesvorstand, erklärte Dr. Tegethoff. n Mark Berger, LÄKB Brandenburgisches Ärzteblatt

8 Kammerinformationen/GesundheitspolitIK Qualität im Gesundheitswesen Kreiskrankenhaus Prignitz erhält KTQ-Zertifikat für eine Einführung in China stehen gut. Angeblich richtet man sich sogar in Bethlehem nach unseren Kriterien, berichtete Prof. Dr. Kolkmann. v. l. n. r.: Wolfgang Korzen, Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Kolkmann, Dr. Udo Wolter Foto: Mark Berger, LÄKB Als 28. Krankenhaus in Brandenburg kann sich das Kreiskrankenhaus Prignitz in Perleberg mit dem KTQ-Zertifikat der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen, einem Gütesiegel für medizinisches, pflegerisches und verwaltungstechnisches Qualitätsmanagement schmücken. Am 24. Januar wurde in Anwesenheit von Landesärztekammerpräsident Dr. Udo Wolter die Urkunde übergeben. Wolfgang Korzen, der Geschäftsführer der Klinik, dankte ausdrücklich seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement. Ohne diesen Einsatz sei ein zügiger und vor allen Dingen erfolgreicher Abschluss des Zertifizierungsverfahrens kaum möglich gewesen. Dies ist ein würdiger Abschluss unserer Arbeit der vergangenen Jahre, erklärte Korzen und richtet den Blick sogleich in die Zukunft. Mit der Inbetriebnahme des neuen MRTs und der Eröffnung eines Pflegeheims stehen in Perleberg nämlich schon die nächsten Projekte an. Keine Chance für Qualitätsmuffel Lob gab es auch von Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Kolkmann, dem Vorsitzenden des KTQ-Gesellschafterausschusses. Er hob hervor, wie schnell das Kreiskrankenhaus die Qualitätskriterien erfüllen konnte. Während das Zertifizierungsverfahren im Durchschnitt etwa vier Jahre in Anspruch nimmt, wurde es hier in gerade einmal der Hälfte der Zeit absolviert. Sie gehören damit sicher nicht zu den Qualitätsmuffeln, so Prof. Dr. Kolkmann. Er betonte, dass die KTQ-Zertifizierung nicht nur in der Außenwirkung, sondern auch intern einen Gewinn darstelle. So bringe das Verfahren für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen hohen Lerneffekt mit sich und fördere die Zusammenarbeit, was sich im Optimalfall in einer gelebten Corporate Identity niederschlage. KTQ-Zertifikat ist weltweit vertreten Mit dem Kreiskrankenhaus in Perleberg ist nun bereits das 537. deutsche Krankenhaus KTQ-zertifiziert. Neben Krankenhäusern steht das Verfahren auch Reha-Kliniken, Praxen und MVZs, Pflege- und Hospizeinrichtungen sowie Rettungsdienststellen offen. Die positiven Effekte nach innen wie nach außen haben sich inzwischen auch über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus herumgesprochen. Die Chancen Im Gegensatz zu vielen anderen Verfahren ist die KTQ-Zertifizierung die einzige, die von Praktikern speziell für die Anforderungen in Krankenhäusern entwickelt wurde. Es bewertet nicht nur die Qualität der einzelnen Fachabteilungen, sondern berücksichtigt prozessorientiert den gesamten Klinikaufenthalt eines Patienten von der Vorbereitung des stationären Aufenthalts bis zu seiner Entlassung. Dazu unterzieht sich das Krankenhaus zunächst einer umfassenden Selbstbewertung. Von der Selbstbewertung zur Selbstkritik Die Chance, von der Selbstbewertung zur Selbstkritik zu gelangen, hob Kammerpräsident Dr. Udo Wolter in seiner Rede als ein wichtiges Potenzial des Zertifizierungsprozesses hervor. Das Krankenhaus habe die Möglichkeit, seine Qualität zu optimieren und sie gleichzeitig für die Patienten und niedergelassenen Ärzte transparent zu machen. Dazu dient auch der Qualitätsbericht, der vom Krankenhaus und der KTQ online veröffentlicht wird und alle Leistungen der Klinik dokumentiert. Neben der Eigen- umfasst das Verfahren auch eine Fremdbewertung durch Praktiker aus Medizin, Pflege und Verwaltung, den KTQ-Visitoren. Sie kontrollieren stichprobenartig das Qualitätsmanagement sowie die Prozesse zur kontinuierlichen Verbesserung, hinterfragen die Selbstbewertung des Krankenhauses vor Ort und geben anschließend eine Empfehlung ab. Die KTQ-GmbH entscheidet dann über die Zertifikatsvergabe. Nach drei Jahren steht die Rezertifizierung an. Vielleicht sehen wir uns zu diesem Anlass ja wieder, stellte Dr. Wolter in Aussicht. n Mark Berger, LÄKB 8 Brandenburgisches Ärzteblatt

9 Kammerinformationen/GesundheitspolitIK Interview mit Prof. Dr. Dein Durch die Zertifizierung rückt das Team näher zusammen Die KTQ-Zertifizierung ist ein aufwändiger Prozess, der sorgfältig vorbereitet und durchgeführt werden muss. In unserem Interview beschreibt Prof. Dr. Rolf Dein vom Kreiskrankenhaus Prignitz die Chancen, aber auch die Schwierigkeiten, die das Projekt mit sich brachte. Können Sie den Verlauf des Projektes in groben Zügen beschreiben? Mit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems wollen wir die Verbesserung der überprüfbaren Qualität in der Patientenversorgung erreichen, verbindliche Festlegungen über Arbeitsabläufe als auch vereinheitlichte schriftliche Anweisungen erstellen, die Patienten- aber auch Mitarbeiterzufriedenheit, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Berufsgruppen und Fachbereichen erhöhen. Die Unternehmenssteuerung verbessern und vereinheitlichen ist ein weiteres Ziel. Zunächst wurden ein Lenkungsausschuss und das QM-Kernteam gebildet. Der Lenkungsauschuss ist oberstes Gremium im Qualitätsmanagement und tagte bis Ende 2011 monatlich, das QM-Kernteam zeichnete verantwortlich für die Erarbeitung des Selbstbewertungsberichtes. Aus der Erarbeitung des Selbstbewertungsberichtes heraus ergaben sich Verbesserungspotenziale, die, je nach Priorität, über ein Projekt in die Abarbeitung gelangten. In 2010 wurden 6 Projekte begonnen, davon wurden 4 erfolgreich in 2010 abgeschlossen. Nach Abschluss der Projektarbeit entwickeln sich aus Projektgruppen Qualitätszirkel, die regelmäßig tagen und auftretende Probleme direkt anarbeiten. Durchaus leben wir in der Kreiskrankenhaus Prignitz gemeinnützige GmbH Qualität. Es galt die Grundlagen hierfür nunmehr in schriftlicher Form zu fixieren, zu überarbeiten und zu verbessern und im Endeffekt jedem Mitarbeiter des Hauses nahe zu bringen. So wurden alle schriftlichen Dokumente, wie Standards, Dienst- und Verfahrensanweisungen, pflegerische Standards (die jetzt als Handlungsrichtlinien bezeichnet werden) in ein einheitliches Format gebracht, den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt und bekannter gemacht. Zu gut deutsch: die Dokumente, welche im Hause in verschiedensten Varianten existierten, wurden sortiert! Ab Ende 2010 wurde der QMB zu den Sitzungen der einzelnen Gremien im Hause eingeladen und informierte im direkten Konsens über die bisher geleisteten bzw. weiterhin anstehenden Arbeiten. Somit wurde unser Qualitätsmanagement nach KTQ auf direktem Weg in allen Bereichen des Krankenhauses praxisnah vermittelt. Auf welche besonderen Probleme sind Sie im Verlauf des Projektes gestoßen? Es gibt eine Diskrepanz zwischen den Forderungen des KTQ-Katalogs und dem tatsächlich Umsetzbaren im Krankenhaus. Nicht jeder Anspruch des Katalogs kann tatsächlich umgesetzt werden. Welches sind die wichtigsten Erkenntnisse, die Sie gewonnen haben, und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Nur ein konsequentes Miteinander ermöglicht, Verbesserungen im Hause zum Wohle des Patienten aber auch des Mitarbeiters durchzuführen. Verschiedenste Blickwinkel sind nicht immer gegensätzlich, sondern befruchten sich gegenseitig. Wie profitieren die Mitarbeiter, wie die Patienten von der Zertifizierung? Für die Patienten ist vordergründig nur wahrnehmbar, das die KKH Prignitz gemeinnützige GmbH ein Zertifikat der KTQ GmbH hat. Tatsächlich wurden jedoch, auch zum Wohle des Patienten, die Betriebsabläufe einheitlicher geregelt. Für den Mitarbeiter des Hauses wurde in erster Linie aufgeräumt. Von ursprünglich mehreren Dokumenten zu einem Thema, ist nur noch ein gültiges Dokument übrig geblieben. Nach Auswertung z. B. der Sturzereignisse wurden für die Patienten Stoppersocken eingeführt, was die Sturzhäufigkeit mindert. Das beschaffte Sturzprophylaxebett auf einer Station hat sich bewährt und es könnten mehr Patienten davon profitieren. Aus diesem Grund wird in die Investitionsplanung für 2012 ein entsprechender Bedarf gemeldet. Es erfolgt eine systematische und strukturierte Auswertung des Lob und Tadel -Bogens, der in 2011 eingeführt und sowohl von Patienten als auch von Mitarbeitern zu nutzen ist. Dies ermöglicht ein schnelles Aufgreifen von Verbesserungspotenzialen und deren Umsetzung. Durch die Einführung von strukturierten Mitarbeitergesprächen mit Zielvereinbarung können die Mitarbeiter im direkten Gespräch mit dem Vorgesetzten ihre Wünsche und Ideen, aber auch Kritik äußern. Selbiges gilt natürlich auch für die Vorgesetzten. Das Team des Krankenhauses ist im Rahmen der Zertifizierungsvorbereitung zusammengerückt, das ist ein mehr als schönes Ergebnis! Haben Sie Tipps für andere Krankenhäuser, die über eine Zertifizierung nachdenken? Was müssen diese aus Ihrer Erfahrung heraus besonders beachten? Im Anfang ist die Betreuung durch eine Beratergesellschaft mehr als hilfreich, jedoch muss man wissen, wohin man will und wie viel Veränderung man tatsächlich im Hause umsetzen kann und möchte. Grundlegend für ein erfolgreiches Bestehen der Zertifizierung ist das Miteinander der Berufsgruppen und Abteilungen! Um die Durchdringung im Hause zu optimieren, sollte ein elektronisches Ordnersystem eingesetzt werden. Mit den unterschiedlichen Dokumenten in Papierform erschlägt man ansonsten die Belegschaft. n Die Fragen stellte Mark Berger, LÄKB Prof. Dr. Rolf Dein Foto: KKH Prignitz Brandenburgisches Ärzteblatt

10 Kammerinformationen/GesundheitspolitIK 36. Interdisziplinäres Forum Fortschritt in der Medizin gelebter Patientenschutz Für uns Ärzte ist es eine Selbstverständlichkeit, uns mit Fortbildung fachlich fit zu halten und den ständigen Austausch mit Kollegen zu pflegen. Auf Fachsymposien, in E-Learning-Kursen oder in Qualitätszirkeln erweitern wir fortwährend unser Wissen. Das ist gelebter Patientenschutz und darauf lohnt es sich, in Zeiten politischer Debatten über die Patientenrechte in Deutschland deutlich hinzuweisen. Das betont der Vize-Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Dr. Max Kaplan, im Vorfeld des 36. Interdisziplinären Forums in Berlin. An dem zentralen Fortbildungskongress der Bundesärztekammer nahmen auch in diesem Jahr wieder renommierte Experten aus allen Fachbereichen der Medizin teil. Drei Tage lang diskutierten Experten aus Forschung und Praxis Themen wie die individualisierte Medizin, den Umgang mit posttraumatischen Belastungsstörungen oder den drohenden Versorgungslücken für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung. Schnelle ärztliche Hilfe nach psychischer Extrembelastung verbessert die Heilungschancen Den Schwerpunkt des ersten Veranstaltungstages bildete der Umgang mit den Folgen psychischer Extrembelastungen. An der posttraumatischen Belastungsstörung erkranken je nach Risikobedingungen im privaten und beruflichen Umfeld zwischen einem und sieben Prozent der Bevölkerung im Lauf ihres Lebens. Diese Form der Angststörungen ist nach Depressionen eine der häufigsten psychischen Störungen in Deutschland. Die Betroffenen sind keinesfalls Schwächlinge oder hypersensible Menschen, betonte Prof. Mathias Berger, Ärztlicher Direktor an der Uniklinik Freiburg. Ob eine posttraumatische Belastungsstörung auftritt, würde sowohl von der Schwere und Häufigkeit von Traumata, aber auch von der genetisch bedingten Disposition des Einzelnen abhängen. Nach einem Unfall oder Verbrechen litten manche Menschen noch Jahre später unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Holocaust-Überlebende könnten sich häufig ein Leben lang nicht von dem Trauma erholen. Selbst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten könne die Stresserkrankung auch zum ersten Mal noch auftreten, z.b. durch eine starke Erinnerung an das Geschehene, wie man etwa bei Prozessen über lang zurückliegende Verbrechen feststellen musste. Bei traumatisierten Menschen sei der Körper in ständiger Alarmbereitschaft, auch wenn objektiv keine Gefahr mehr besteht. Voraussetzung für eine wirksame Behandlung ist, dass Risikopatienten nach einer massiven Angsterfahrung frühzeitig behandelt werden, sagte Berger. Frühinterventionsprogramme mit mehreren Behandlungssitzungen innerhalb von drei bis sechs Monaten hätten in zahlreichen Studien ihre Wirksamkeit bewiesen. Eine Chronifizierung der akuten Angstsymptomatik könne dadurch verhindert werden, erklärte der Experte. Bei länger zurückliegenden und besonders bei komplexen Traumata seien aufwendigere psychotherapeutische Verfahren nötig, zum Teil kombiniert mit einer psychopharmakologischen Behandlung. Prof. Dr. Gerhard Gründer vom Universitätsklinikum Aachen erklärte dazu, dass Psycho- und Pharmakotherapien keine konkurrierenden Verfahren seien, sondern in einem Gesamtbehandlungsplan integriert werden sollten. Die Wirksamkeit einer Psychopharmakotherapie sei auch bei posttraumatischen Belastungsstörungen klar belegt und ihre rasch eintretende Wirkung oftmals wünschenswert. Menschen mit Behinderung: Fachleute warnen vor Versorgungslücken Die Behandlung gesundheitlicher Probleme von Erwachsenen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung stellt noch immer eine besondere Herausforderung für Ärztinnen und Ärzte dar. Mit dieser Problematik befassten sich die Teilnehmer am zweiten Tag des Symposiums. Besonders beim Übergang von der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenbehandlung tut sich dabei eine beträchtliche Versorgungslücke auf. Dieses Defizit ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Medizinstudium, Weiterbildung sowie die große Palette ärztlicher Fortbildungen auf diesem Teilgebiet kaum spezialisierte Inhalte bereitstellen, erklärte Dr. Peter Martin, Chefarzt der Séguin-Klinik für Menschen mit schwerer geistiger Behinderung in Kork. Bei erwachsenen Menschen geht eine geistige oder mehrfache Behinderung oftmals auf eine seltene Erkrankung zurück, verdeutlichte Martin. Spezielle fachliche Kenntnisse seien ebenso notwendig wie bestimmte personelle, räumliche und organisatorische Voraussetzungen in ambulanten und stationären Zentren. Darüber hinaus fehle es an entsprechenden Forschungsdaten, um ein solides, empirisch untermauertes ärztliches Handeln in diesem Gebiet zu garantieren. Forderungen des Deutschen Ärztetages bleiben aktuell Der Deutsche Ärztetag hatte bereits mehrfach auf die Defizite in der Versorgung von Menschen mit Behinderungen hingewiesen. Auf dem 113. Deutschen Ärztetag in Dresden hatten die Delegierten die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert. Es müsse sichergestellt werden, dass Menschen mit Behinderungen eine bedarfsgerechte medizinische Behandlung zur Verfügung steht. Diese Forderungen sind unverändert aktuell, sagte Gerd Freytag, Facharzt für Innere Medizin aus Hamburg vor den Teilnehmern des Forums. Ein politischer Aktionsplan ist noch nicht in Sicht. Um Menschen mit Behinderungen ausreichend und umfassend versorgen zu können, seien unterstützende Maßnahmen und eine 10 Brandenburgisches Ärzteblatt

11 Kammerinformationen/GesundheitspolitIK angemessene Vergütung der medizinischen Leistungen dringend notwendig. Ohne deutlich verbesserte Anreize wird sich bei der derzeit streng budgetierten Vergütung die ambulante Versorgung von Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung nicht substantiell verbessern, sagte Freytag. Mehr Studien zur Alternativmedizin notwendig Es ist verständlich, dass sich Krebskranke aus Angst vor Radikaloperationen, Chemotherapie und Strahlentherapie nach Alternativen umsehen. Aber die Ablehnung effektiver Therapien zu Gunsten von pseudomedizinischen Methoden ohne Wirksamkeitsnachweis kann neben psychischer oder finanzieller Ausbeutung gerade im Bereich der Onkologie unter Umständen sogar zum Tod führen, warnte Prof. Dr. Karsten Münstedt, Oberarzt am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, in seinem Vortrag. Vielfach durchschauten die Hilfesuchenden nicht, dass manche Protagonisten der Alternativmedizin den Krebskranken quasi verführen. Daher sei es wichtig, dass auch für diesen Bereich nachvollziehbare Beweise der Wirksamkeit eingefordert werden, bevor es zu einer breiten Anwendung kommt. Hierbei ist meines Erachtens der Gesetzgeber gefordert, sagte Münstedt. Am häufigsten vertrauten Tumorpatienten auf Nahrungsergänzungsmittel, führte Dr. Jutta Hübner vom Universitätsklinikum in Frankfurt/Main aus. Auch von Ärzten würden sie häufig empfohlen. Nachdem der Markt zunächst von einfachen Vitaminpräparaten bestimmt wurde, ist das Angebot an Einzel- und unterschiedlichsten Kombinationspräparaten von Vitaminen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen und Heilpflanzenextrakten inzwischen unüberschaubar. Bei der Frage, ob diese Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll seien, bedürfe es deshalb einer eingehenden Analyse. Dr. Jann Arends von der Freiburger Klinik für Tumorbiologie ergänzte, dass es nach heutiger Kenntnis für keine der propagierten Krebsdiäten eine zuverlässig belegte günstige Wirkung gebe. Die in den letzten Jahren zunehmende Werbung für kommerzielle Anti-Krebs-Ernährungsprodukte nutze plausibel klingende (pseudo-) wissenschaftliche Argumente. In aller Regel fehlt diesen Empfehlungen aber eine naturwissenschaftliche Rationale, sagte Arends. Wissenschaftlich belegt sei dagegen, dass zur Tumorprävention regelmäßige körperliche Aktivität und eine pflanzenproduktreiche Ernährung beitragen. Individualisierte Medizin kein Allheilmittel, aber Forschungsbereich mit Potenzial Die sogenannte individualisierte Medizin ist durch rasante Fortschritte in der Molekulargenetik zu einem regelrechten Modethema geworden. Dabei steht individualisierte oder auch personalisierte Medizin für den Ansatz, mit Hilfe genetischer Marker, sogenannter Biomarker, und anderer Diagnostik zu ermöglichen, dass der individuelle Patient das richtige Arzneimittel in angemessener Dosierung zum richtigen Zeitpunkt erhält. Bereits vor der Anwendung eines Arzneimittels wird geprüft, ob es für den Einzelnen überhaupt geeignet ist. Fachleute warnen aber vor übersteigerten Erwartungen an die bislang zur Verfügung stehenden Wirkstoffe. Insbesondere in der Krebstherapie sei die Bezeichnung personalisierte Medizin bedenklich. Vieles, was unter diesem Begriff subsumiert wird, klingt zwar attraktiv, ist aber durch klinische Studien wenig oder gar nicht belegt", sagte der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, am dritten Veranstaltungstag. Dennoch sieht Ludwig perspektivisch auch Chancen in der Pharmakogenomik und/oder Biomarker-basierten individualisierten Medizin. Mit diesem Forschungsbereich verbinde ich die Hoffnung, dass wir in Zukunft basierend zum Beispiel auf sogenannten Biomarkern Patientengruppen besser identifizieren können, die auf spezielle Arzneimittel gut ansprechen oder aber unerwünschte Arzneimittelwirkungen zeigen. Eine maßgeschneiderte Therapie wird es für die Mehrzahl der Patienten jedoch in den nächsten Jahren nicht geben. Wohl aber Therapiestrategien, zum Beispiel in der Behandlung von fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, die anhand der genetischen Merkmale von Tumorzellen wichtige Informationen für die Therapieplanung ergeben und dadurch hoffentlich auch die Prognose der Patienten verbessern, so Ludwig. Zudem könne dieser Forschungsbereich eine wichtige Rolle bei der gezielten Behandlung von bestimmten Tumorsubtypen spielen. Weitere Forschung auf diesem Gebiet, insbesondere translationale prospektive Studien sind erforderlich, um sowohl die Steigerung des klinischen Nutzens, als auch die ökonomischen Vorteile Genomik-basierter Arzneitherapien in der Praxis zu prüfen, sagte Prof. Dr. Ingolf Cascorbi, Direktor des Instituts für Pharmakologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein Campus Kiel. Auch für die Arzneimittelentwicklung und -sicherheit spiele die Identifikation von genetischen Markern eine wichtige Rolle. Prof. Dr. Petra Thürmann, Institutsdirektorin des Philipp Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie im Helios Klinikum Wuppertal, wies darauf hin, dass der Begriff der individualisierten Therapie vielfältige Konzepte, die von genetischen Aspekten bis hin zu individuellen Bedürfnissen und der Spiritualität eines Patienten reichten, abdecke. An verschiedenen Stellen der Entscheidungsfindung zu einer Therapie sind `Individualisierungsschritte erforderlich, um diese sicher und effektiv zu gestalten. Allein die korrekte Berücksichtigung der Nierenfunktion könnte zur Reduktion vieler unerwünschter Arzneimittelwirkungen beitragen. n BÄK Korrektur Leider haben sich in den Grafiken zur Ärztestatistik auf den Seiten 11 und 12 der Februar-Ausgabe des Brandenburgischen Ärzteblattes Fehler eingeschlichen. Die korrekten Daten stehen im Internet unter für Sie zum Abruf bereit. Wir bitten unsere Leser, das Versehen zu entschuldigen. n Mark Berger, LÄKB Brandenburgisches Ärzteblatt

12 Kammerinformationen/GesundheitspolitIK Tagung des IEGus Instituts Die EU-Richtlinie zur Patientenmobilität in der Praxis v. l. n. r.: Georg Baum, Susanne Mauersberg, Jürgen Heese, Dr. Grit Braeseke Foto: Mark Berger, LÄKB Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsvorsorge heißt die Richtlinie, die das EU-Parlament im Januar 2011 beschlossen hat. Deutschland hat die darin enthaltenen Forderungen schon weitgehend im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes aus dem Jahr 2004 umgesetzt. Bis Oktober 2013 soll dies europaweit der Fall sein. Eine Tagung des Instituts für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IEGUS) diskutierte die Chancen und Risiken der Richtlinie. Die Richtlinie zur Patientenmobilität fordert, dass die Kosten einer Behandlung im europäischen Ausland von der eigenen Krankenversicherung zurückerstattet werden, sofern die Behandlung auch im Heimatland übernommen würde. Bei besonders teueren Therapien oder längeren Krankenhausaufenthalten kann den Kostenträgern eine Genehmigungspflicht eingeräumt werden. Diese dürfen die Genehmigung allerdings nur dann verweigern, wenn durch die Behandlung ein besonderes Risiko für den Patienten oder für die Allgemeinheit entsteht oder die Behandlung im Heimatland innerhalb eines medizinisch vertretbaren Zeitraums möglich wäre. Die EU-Länder haben sich außerdem verpflichtet, mindestens eine nationale Kontaktstelle einzurichten, die Patienten bei Fragen und Problemen unterstützt. Berater brauchen den direkten Kontakt Gerade der Betrieb dieser Kontaktstellen weckt in Deutschland Begehrlichkeiten. So brachte Susanne Mauersberg vom Verbraucherzentrale Bundesverband die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) als möglichen Betreiber ins Spiel. Für sie spräche ihre bereits bewiesene Kompetenz als Kontaktstelle für Patienten - gerade in einem mehrsprachigen Umfeld. Es wird nicht reichen, den Patienten einfach Informationsmaterial zuzusenden. Die Berater müssen den direkten Kontakt haben und Rückfragen stellen können, erläuterte Mauersberg und räumte ein, dass die Beratung den Arztkontakt nicht ersetzen solle. Außerdem gäbe es in Deutschland noch Nachholbedarf im Hinblick auf das Qualitätsreporting. Es fehle ein Internetangebot, das die vorhandenen Informationen in einer für den Patienten verständlichen Form bündele. Ein weiteres Problem sei der Datenaustausch zwischen den EU-Ländern: Hier sind die Probleme schon im nationalen Kontext so verschärft, dass man sich fragt, wie das erst auf EU-Ebene weitergehen soll. Wohin mit der Kontaktstelle? Jürgen Heese, der Leiter der Stabsstelle Unternehmenspolitik der AOK Nordost, hält die nationale Kontaktstelle am besten beim Patientenbeauftragten der Bundesregierung aufgehoben. Er solle die notwendigen Informationen von den Leistungserbringern, Krankenkassen und Patientenorganisationen bündeln und weitergeben. Als weitere Initiative brachte Heese ein virtuelles Netzwerk beim Bundesgesundheitsministerium ins Spiel. Einer Finanzierung der Kontaktstelle aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung erteilte Heese eine klare Absage. Diese müsse aus Steuermitteln erfolgen. Die dürften sich aber seiner Meinung nach in Grenzen halten. Wir rechnen nicht damit, dass durch die Richtlinie enorm viele Patienten aus dem Ausland zu uns kommen werden. Diese Befürchtungen haben sich schon bei der EU-Osterweiterung nicht bestätigt, so Heese. Hüft-OP mit Meerblick Auch der umgekehrte Fall, also ein Massenexodus aus den deutschen Krankenhäusern, sei nicht zu befürchten, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum. Die Richtlinie eröffne aber den Staaten, deren Gesundheitssystem noch nicht so weit fortgeschritten sei, neue Entwicklungschancen und den EU-Bürgern neue Freiheiten: Jeder hat das Recht, medizinische Leistungen in einem anderen Land in Anspruch zu nehmen - auch wenn er eine Hüftoperation an der Côte d Azur möchte, weil dort der Blick aus dem Fenster schöner ist. Die neue Freiheit dürfe allerdings nicht zu einer Diskriminierung der Inländer führen. Den einheitlichen Maßstab für alle Patienten bildeten stets die nationalen Regeln. Statt einer neuen Kontaktstelle griff Baum den Vorschlag des virtuellen Netzwerks auf, denn schließlich müsse der Umsetzungsaufwand im Verhältnis zum Nutzen stehen: Niemand braucht in Deutschland die Verbraucherzentrale, um gesund zu werden. Und wir brauchen keine neue Behörde, sondern müssen einfach die vorhandenen Informationen für die deutschen und die ausländischen Patienten transparent machen. n Mark Berger, LÄKB 12 Brandenburgisches Ärzteblatt

13 Kammerinformationen/GesundheitspolitIK Medizinische Fachangestellte 35 MFA haben die Abschlussprüfung bestanden An der diesjährigen Winter-Abschlussprüfung der Medizinischen Fachangestellten nahmen 38 Prüflinge teil. Nachdem sie im November letzten Jahres den schriftlichen Prüfungsteil absolvierten, stellten sie im Januar 2012 ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis. Insgesamt gelang es 35 Prüflingen, davon 16 Auszubildende, 5 Umschülerinnen und 14 Externe, die Prüfung erfolgreich zu absolvieren und somit den Berufsabschluss zu erreichen. Drei Teilnehmerinnen haben die Abschlussprüfung nicht bestanden. Sie können sich im Mai/Juni einer 1. Wiederholungsprüfung stellen. Von den 16 Auszubildenden wurden allein 9 aufgrund ihrer guten bis sehr guten Leistungen vorzeitig zur Abschlussprüfung zugelassen und meisterten diese erfolgreich. Sie verkürzten somit ihre Ausbildung um ein halbes Jahr. In den drei schriftlichen Prüfungsbereichen Behandlungsassistenz, Betriebsorganisation und -verwaltung und Wirtschaftsund Sozialkunde wurden durchschnittlich befriedigende Leistungen erreicht. Überwiegend gute und sehr gute Ergebnisse erzielten die Prüflinge im praktischen Prüfungsteil. So konnten die Prüfer immerhin 6 Mal die Note 1 und 15 Mal die Note 2 vergeben. Damit haben 11 Prüflinge die Gesamtnote 2, 16 Prüflinge eine 3 und 8 die Note 4 erreicht. Allen Absolventen herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Abschlussprüfung! n Kathrin Kießling Ausbildungsberaterin Bundesverfassungsgericht Petition an Bundestag Das Bundesverfassungsgericht hat nach seiner Entscheidung vom 12. Oktober 2011 (Beschluss 2 BvR 236/08, BvR 237/08,2 BvR 422/08) in der Pressemitteilung vom 7. Dezember 2011 mitgeteilt, dass Lauschangriffe im Arzt-Patienten- Bereich in dem neuen gesetzlichen Rahmen zulässig seien. Die Ende 2007 beschlossene Gesetzesänderung und zum 1.Januar 2008 in Kraft getretene Norm des 100a StPO und 160a StPO erlauben bei Ärzten ein weitergehendes Abhören als bei Rechtsanwälten, Seelsorgern und Abgeordneten. Dagegen richtet sich eine aktuelle Petition, die auf eine Gleichstellung der Ärzteschaft abzielt. Der Antrag ist auf unter Petitionen Nr online einsehbar. n Philipp Roth MEYER-KÖRING Anwaltstradition seit 1906 Dr. Reiner Schäfer-Gölz Wolf Constantin Bartha FACHANWÄLTE FÜR MEDIZINRECHT Dr. Christopher Liebscher, LL.M. FACHANWALT FÜR ARBEITSRECHT FACHANWALT FÜR MEDIZINRECHT Cottbus Spremberg Forst Lübbenau Kassenarztrecht (einschl. Zulassung) Honoraransprüche Wirtschaftlichkeitsprüfung Arzthaftungsrecht bei Behandlungsfehlern - ÄRZTLICHE KOOPERATIONEN - VERTRAGSARZTRECHT - KRANKENHAUSRECHT - ÄRZTLICHES HAFTUNGSRECHT - ÄRZTLICHES WETTBEWERBSRECHT - PRAXISMIETVERTRAG - ARBEITSRECHT IN DER MEDIZIN Abwehr strafrechtlicher Sanktionen gegen Ärzte Rechtsanwalt Wolfram Walter Fachanwalt für Medizinrecht Fachanwalt für Erbrecht Walter, Thummerer, Endler & Coll. Burgstraße Cottbus Telefon: Schumannstr Berlin Telefon Anzeigen Brandenburgisches Ärzteblatt

14 Arzt & Recht Arzt und Arzthaftung von Fall ZU FALL Heute: Nicht diagnostizierte Jochbeinfraktur nach Sturz als Folge einer vasovagalen Synkope während stationärer Behandlung Hinweis: Weitere Fälle aus der norddeutschen Schlichtungsstelle finden Interessierte im Internet unter Rubrik Arzt Kasuistiken Alle Fälle entstammen der gemeinsamen Fallsammlung der neun Mitgliedskammern der norddeutschen Schlichtungsstelle. Jochbeinfrakturen zählen zu den am häufigsten übersehenen Frakturen. Eine deutliche Schwellung der Wange und Funktionsstörungen, wie Diplopie, Mundöffnungsbehinderung und Sensibilitätsstörungen im Ausbreitungsgebiet des N. infraorbitalis, nach einem Unfallereignis deuten auf eine Jochbeinfraktur hin und bedürfen zwingend einer röntgenologischen Abklärung. Kasuistik Eine 48-jährige Patientin befand sich wegen einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung zu Rehabilitationsmaßnahmen in einer Reha-Klinik. Dort stürzte sie nach einer Ergometertrainingseinheit als Folge einer vasovagalen Synkope gegen eine Tür. Bei der ersten klinischen Untersuchung wurde eine Prellung der rechten Gesichtshälfte mit oberflächlichen Schürfwunden an der rechten Schläfe diagnostiziert und nachfolgend eine Gehirnerschütterung sowie ein Myokardinfarkt mittels EKG und laborchemischen Untersuchungen ausgeschlossen. Nach dem Unfallereignis entwickelte sich rasch eine deutliche Schwellung im Bereich der rechten Gesichtshälfte, die durch Kühlung angegangen wurde. Nach Abschwellung des Gesichtes zeigte sich zehn Tage nach dem Unfallereignis eine Stufenbildung im Bereich des rechten Infraorbitalrandes und die jetzt angeordneten Röntgenaufnahmen ergaben eine laterale Mittelgesichtsfraktur rechts. Vonseiten der Rehabilitationsklinik wurde die Patientin darauf hin entlassen und ein Vorstellungstermin bei einem Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen vereinbart, der klinisch und röntgenologisch eine Jochbeinfraktur rechts unter Beteiligung des Orbitabodens und der Vorderwand des Oberkiefers mit Anästhesie im Ausbreitungsgebiet des N. infraorbitalis rechts diagnostizierte. Außerdem fand er einen Hämatosinus rechts. Zur Versorgung der Fraktur wurde die Patientin stationär aufgenommen, und es erfolgte in Intubationsnarkose die Reposition des rechten Jochbeins, eine Revision des Orbitabodens und der fazialen Kieferhöhlenwand mit Miniplattenosteosynthese sowie eine Neurolyse des N. infraorbitalis rechts. Der Orbitaboden und die faziale Kieferhöhlenwand wurden mit Ethisorbmembranen wiederhergestellt. Wegen fortbestehender Sensibilitätsstörungen im Ausbreitungsgebiet des N. infraorbitalis rechts suchte die Patientin einen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie auf, der die Sensibilitätsstörungen im Bereich des zweiten Trigeminusastes als Folge der Fraktur verifizierte und zentralneurologische Ursachen ausschloss. Bei der Ableitung von somatosensibel evozierten Potenzialen am N. trigeminus fanden sich linksseitig normale Werte, rechtsseitig jedoch konnten keine Potenziale abgeleitet werden. Die Eingliederung der Patientin in den Arbeitsprozess gelang nur schrittweise, da sie seit dem Unfall unter Albträumen und unter einer depressiven Stimmungslage litt. Die Patientin vermutete in der Behandlung der Reha-Klinik einen Behandlungsfehler und beanstandete, dass sie fehlerhaft nach der Erstuntersuchung trotz einer erheblichen Schwellung im Bereich der rechten Gesichtshälfte nicht geröntgt worden sei. Die behandelnde Ärztin hätte nach dem Sturz eine Gehirnerschütterung, eine Platzwunde am Kopf und eine geschwollene rechten Gesichtshälfte diagnostiziert und keine Veranlassung gesehen, trotz des schwerwiegenden Sturzes eine Röntgenuntersuchung zu veranlassen. Diese sei erst zehn Tage später aufgrund der persistierenden Beschwerden veranlasst worden. Durch die verspätete Erkennung der Jochbeinfraktur sei es auch zu einer zu späten operativen Intervention und Entlastung des Nerven gekommen. Sie postulierte, dass es bei einer unverzüglichen operativen Versorgung nicht zu den Sensibilitätsstörungen gekommen wäre, die bis heute anhalten würden und wahrscheinlich irreparabel seien. Die behandelnden Ärzte argumentierten, dass bei der Patientin nach dem Unfallereignis keine Hinweise für eine Schädelfraktur bestanden hätten. Sie sei über 60 Minuten engmaschig im Intensivzimmer der Klinik überwacht worden und elektrokardiographisch und laborchemisch hätte ein akutes Myokardinfarktgeschehen ausgeschlossen werden können. Im weiteren Verlauf hätte sich eine Schwellung der rechten Gesichtshälfte entwickelt, die mit Cool Packs behandelt worden seien. Erst nach zehn Tagen hätte sich nach Abschwellung der rechten Gesichtshälfte eine Konturunterbrechung am rechten Orbitaboden gezeigt. Die daraufhin sofort durchgeführte Röntgendiagnostik hätte den Verdacht auf eine Aussprengung aus dem rechtsseitigen Orbitaboden ergeben, und die Klinik hätte sofort die notwendigen weiteren therapeutischen Maßnahmen veranlasst. Gutachten Der von der Schlichtungsstelle beauftragte Gutachter kommt zu der Feststellung, dass bei der beanstandeten Behandlung durch die Reha-Klinik gegen seinerzeit geltende Standards verstoßen, also fehlerhaft gehandelt worden sei. Nach dem Sturz hätte eine Röntgenuntersuchung des Gesichtsschädels durchgeführt werden müssen, da die Art der Gewalteinwirkung 14 Brandenburgisches Ärzteblatt

15 Arzt & Recht und das Leitsymptom der Hypästhesie des N. infraorbitalis rechts zumindest einen Anfangsverdacht auf eine laterale Mittelgesichtsfraktur nahe gelegt hätten, der dann durch entsprechende Bildgebung hätte bestätigt oder ausgeschlossen werden müssen. Für diese Röntgenuntersuchung hätte jedoch nach dem Sturz keine unmittelbare Indikation bestanden. Angesichts der Situation einer plötzlichen Bewusstlosigkeit der Patientin wären vollkommen zu Recht zunächst die Überprüfung der Vitalparameter und der Ausschluss lebensbedrohlicher zerebraler oder kardialer Ereignisse in den Vordergrund zu rücken gewesen. Die Sensibilitätsstörungen im Ausbreitungsgebiet des N. infraorbitalis rechts hätten jedoch durch eine frühere Diagnose und Operation der Jochbein-/Orbitabodenfraktur nicht verhindert werden können. Sie seien nicht ursächlich auf die zehn Tage verzögerte Röntgendiagnostik zurückzuführen. Die Schädigung des Nerven wäre eindeutig durch die Quetschung als Folge der direkten Gewalteinwirkung beim Bruch des Jochbeins und Orbitabodens eingetreten. Das Intervall zwischen Trauma und Operation spiele keine wesentliche Rolle hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit der Erholung der Innervation des N. infraorbitalis. Vielmehr würden der Schweregrad der Schädigung, also der Grad der Dislokation und insbesondere die Einbeziehung des Canalis infraorbitalis als wesentliche Faktoren für die Prognose der Nerverholung angegeben. Deshalb würde die Reposition der Jochbein-/Orbitabodenfraktur nur in Ausnahmefällen als dringend angesehen, und im Gegenteil würde sogar Zeit für die Abschwellung der Weichteile eingeräumt, um den operativen Zugang und die Palpation der knöchernen Strukturen zu erleichtern. Die Sensibilitätsstörungen wie auch die Zeitdauer ihres Auftretens wären auch bei richtigem ärztlichen Handeln ohnehin eingetreten. Auch Schmerzen und Schwellungen wären im gleichen Rahmen zu beobachten gewesen. Fehlerbedingt seien keine zusätzlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen eingetreten. Entscheidung der Schlichtungsstelle Die Schlichtungsstelle folgte dem schlüssigen Gutachten und vertrat ebenfalls die Ansicht, dass von den Ärzten der Reha-Klinik zweifelsfrei bei der Erstuntersuchung die Jochbeinfraktur übersehen und nicht die erforderlichen bildgebenden Verfahren zur Diagnosestellung veranlasst wurden. Obwohl keine massiven Funktionsbeeinträchtigungen, wie eine Diplopie oder eine Mundöffnungsbehinderung, bestanden, haben die massive Schwellung der gesamten rechten Gesichtshälfte und die Sensibilitätsstörungen im Ausbreitungsgebiet des N. infraorbitalis eindeutig auf eine Jochbeinfraktur hingewiesen. Entsprechend hätte die Patientin einer weitergehenden Röntgendiagnostik oder einer fachärztlichen Untersuchung zugeführt werden müssen. Entsprechende Untersuchungen wurden seinerzeit nicht veranlasst, so dass ein Befunderhebungsmangel vorliegt, wobei nach Lage der Akten davon auszugehen war, dass bei Veranlassung einer Nasen-Nebenhöhlen-Aufnahme die Jochbeinfraktur erkannt worden wäre. Nach sachgerechter Frakturversorgung kam es zu einer Ausheilung der Fraktur in regelrechter Stellung, es verblieb jedoch die Sensibilitätsstörung im Ausbreitungsgebiet des N. infraorbitalis. Dies ist Folge der direkten Verletzung des Nerven und nicht auf die verzögerte Diagnostik und Behandlung zurückzuführen. Auch bei einer unmittelbaren Diagnose und frühzeitigen Revision mit Neurolyse des N. infraorbitalis im Nervenkanal wäre der Funktionsausfall nicht zu vermeiden gewesen. Letztlich ist die Jochbeinfraktur standardgemäß behandelt worden mit einem Behandlungsverlauf, der auch bei rechtzeitiger Diagnose der Jochbeinfraktur nicht anders abgelaufen wäre. Der Befunderhebungsmangel zeitigte in diesem Fall ausnahmsweise keine beweisrechtlichen Konsequenzen zugunsten der Patientin, da der Funktionsausfall des N. infraorbitalis zweifelsfrei direkt mit dem Unfall kausal verknüpft war. Entsprechend hielt die Schlichtungsstelle Schadensersatzansprüche nicht für begründet. n Professor Dr. med. Dr. med. dent. Jarg-Erich Hausamen Ärztliches Mitglied der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern Hans-Böckler-Allee Hannover Kontakt: Schlichtungs stelle für Arzthaftpflichtfragen der nord deutschen Ärztekammern Hans-Böckler-Allee Hannover Tel.: oder 2420 Fax: Leuchten-Ausstellung Lichtplanung Montage Cottbus An der Oberkirche Sandowerstr. 53 Anzeigen Brandenburgisches Ärzteblatt

16 Arzt & Recht Einkommensteuerliche Vorteile ausschöpfen Fiskus erleichtert Vermögensübertragung auf Kinder Torsten Feiertag Foto: Treuhand Hannover Anzeige Durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 entfällt bei der Gewährung von Kindergeld/eines Kinderfreibetrages die Prüfung der eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes (Wir berichteten in der Ausgabe 12/2011.). Damit entfallen nicht nur die teilweise umfangreichen Angaben zu den Einkünften der Kinder. Es eröffnen sich auch neue Gestaltungsmöglichkeiten zur Optimierung der Einkommensteuerlast innerhalb der Familie. Bei hohen Einkünften der Eltern kann durch die Übertragung von Einkunftsquellen auf die Kinder eine erhebliche Einkommensteuerersparnis erzielt werden. Bislang waren dieser Gestaltung allerdings Grenzen gesetzt. Wenn das Kind auch nur einen Euro mehr als Euro eigene Einkünfte erzielte, kam es zum vollen Verlust des Kindergeldes/Kinderfreibetrages. Seit dem ist die Verlagerung von Einkünften der Eltern auf ein Kind in höherem Maße möglich, ohne dass es zum Verlust dieser Vergünstigungen kommt. Formale Voraussetzungen einhalten Bei der Übertragung von Vermögen auf minderjährige Kinder bedarf es bei rechtlich nicht ausschließlich vorteilhaften Geschäften der Einschaltung eines Ergänzungspflegers. Die Übertragung von Geldvermögen, festverzinslichen Wertpapieren oder auch Darlehensforderungen ist jedoch unproblematisch möglich. Weitere formale Voraussetzungen für eine Anerkennung der Einkommensverlagerung sind: das Kapitalvermögen muss dauerhaft übertragen werden die Erträge dürfen anschließend nicht vom Kind zurück auf die Konten der Eltern fließen die Eltern müssen das Vermögen wie fremdes Vermögen verwalten und dürfen es nicht für eigene Zwecke nutzen Entscheidend ist aus steuerlicher Sicht zudem, dass sich die Eltern auch tatsächlich vom Vermögen trennen und das Kind frei über das Vermögen verfügen kann. Notwendig ist die Eröffnung einer neuen Kontoverbindung für das Kind. Die Anlage des Kapitalvermögens im Namen des Kindes genügt für die steuerliche Zurechnung der Kapitalerträge nicht. Tipp: Die Eltern können die Vollmacht für das Konto des Kindes übernehmen. Eine Verfügung über das Konto darf aber nur im Rahmen des elterlichen Sorgerechts erfolgen, etwa für die Neueinrichtung des Jugendzimmers. Nicht erlaubt ist hingegen die Verwendung für die gemeinsame Lebensführung. Nach dem Transfer muss das Kind frei über die Verwendung des Kapitals entscheiden können. Daher müssen die Kapitalerträge auf das Konto des Kindes fließen. Schenkungsteuerliche Freibeträge Bei dem Vermögenstransfer sollten die Eltern zudem die schenkungsteuerlichen Freibeträge im Blick behalten. Ein Kind hat im Verhältnis zu jedem Elternteil einen Freibetrag von Euro. Dieser Freibetrag wird alle zehn Jahre erneut gewährt. Schenkungen innerhalb des Zehn-Jahres-Zeitraums werden zusammengerechnet. n Torsten Feiertag Kontakt: Treuhand Hannover GmbH Steuerberatungsgesellschaft, Stb Torsten Feiertag Niederlassungen Berlin, Bernau, Neuruppin, Potsdam, Tel.: Brandenburgisches Ärzteblatt

17 fortbildung Akademie für ärztliche Fortbildung der Landesärztekammer Brandenburg in Zusammenarbeit mit der Kvbb 7. Forum für den Hausarzt und das Praxispersonal Foto: privat Innovationen und Kasuistiken (8 Punkte/Kategorie A) 24. März 2012 Veranstaltungsort: Van der Valk Hotel Berliner Ring GmbH Eschenweg Dahlewitz/Blankenfelde 13. Oktober 2012 Veranstaltungsort: Seehotel Fontane An der Seepromenade Neuruppin Leitung: Dr. med. R. Schrambke, Stellv. Vorsitzender Akademie für ärztliche Fortbildung Schriftliche Anmeldung erforderlich! Anmeldeschluss: 9. März 2012 für Hausarztforum am Okt für Hausarztforum am 13. Okt Ihre Anmeldung richten Sie bitte an: Landesärztekammer Brandenburg, Referat Fortbildung, Postfach , Cottbus Fax: Vormittagssitzung: Kasuistiken zum DMP* Moderation: Dr. med. Schrambke 09:00 09:05 Uhr Eröffnung 09:05 10:00 Uhr Diabetes und Auge Dr. med. Reinfeld 10:00 10:45 Uhr Kasuistiken zur KHK ** Dr. med. Gaub 10:45 11:00 Uhr Pause 11:00 12:30 Uhr Asthma/COPD Beispiele aus der Praxis PD Dr. med. John 12:30 13:00 Uhr Pause * im Rahmen der DMP-Fortbildungspflicht ** im Rahmen der Fortbildungspflicht 73c Cardioplus Brandenburg Vertrag BARMER GEK Nachmittagssitzung: Fortbildung Palliativmedizin, Schmerztherapie* Moderation: Dr. med. Puschmann 13:00 14:30 Uhr Palliativmedizin 2012 Herr Himstedt-Kämpfer 14:30 14:45 Uhr Pause 14:45 15:30 Uhr Innovationen und Trends in der Schmerztherapie an Fallbeispielen dargestellt Prof. Dr. med. Weber/ Dr. med.schürer 15:30 Uhr Aktuelles und Informationen für den Hausarzt Dr. med. Schrambke 16:00 Uhr Abschluss Anschließend für Vertragsteilnehmer und Interessenten! 16:00 Uhr Einführungsveranstaltung Rheumavertrag AOK Nordost** Dr. med. Zänker/Dr. Engel Dr. med. Schrambke * im Rahmen der Fortbildungpflicht für Hausarztverträge ** im Rahmen der Fortbildungpflicht AOK Rheumavertrag Vormittagssitzung: Updates für das Praxispersonal Moderation: Dr. med. Richter 09:00 09:15 Uhr Eröffnung 09:15 10:45 Uhr Grundwissen Herzchirurgie für MFA s Prof. Dr. med. Knörig 10:45 11:00 Uhr Pause 11:00 12:15 Uhr Erfolgsrezept Marketing aber wie? Frau Albrecht 12:15 13:00 Uhr Pause 13:00 15:00 Uhr Workshop Basiswissen für die MFA aufgefrischt: Neues aus der Vertragswerkstatt: (Rheuma-Vertrag & Co.) Dr. med. Schrambke Präanalytik, Labormethoden & Co. Dr. Lange Geriatrisches Basisassessment & Co. nach EBM Frau Herm Anschließend Teilnahme am Programm der Hausärzte 16:00 Uhr Abschluss Brandenburgisches Ärzteblatt

18 fortbildung Akademie für ärztliche Fortbildung Fortbildungsangebot Qualifikationskurs für Transfusionsbeauftragte/Transfusionsverantwortliche 16 P 30./31. März 2012 in Cottbus Leitung: Dr. med. R. Knels, Cottbus Teilnehmergebühr: 180 Röntgen-Aktualisierungskurs (8 Stunden) je 9 P 17. März 2012 in Dahlewitz-Blankenfelde 21. April 2012 in Frankfurt (Oder) 27. Okt in Neuruppin 10. Nov in Dahlewitz-Blankenfelde Kursleiter: Prof. Dr. med. habil. C.-P. Muth, Cottbus Teilnehmergebühr: je 120 Kurse im Strahlenschutz gemäß Röntgenverordnung Grundkurs im Strahlenschutz 17 P 14./15. Nov Spezialkurs im Strahlenschutz 17 P 16./17. Nov Ort: Cottbus Kursleiter: Prof. Dr. med. C.-P. Muth, Cottbus Teilnehmergebühr: je 280 Sonographie-Kurse Abdomen und Retroperitoneum 30 P nach den Richtlinien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der DEGUM Grundkurs: 1. bis 4. Nov Ort: St. Josefs-Krankenhaus Potsdam Kursleiter: Dr. med. B. Kissig, Potsdam Teilnehmergebühr: 340 Psychosomatische Grundversorgung (80 Stunden) 80 P gemäß Weiterbildungsordnung der LÄKB laufender Kurs 17./18. März /29. April /24. Juni /2. Sept Ort: Potsdam Leitung: R. Suske, Werneuchen Teilnehmergebühr: 920 ausgebucht! ausgebucht! ausgebucht! ausgebucht! Psychosomatische Grundversorgung (64 Stunden) 64 P gemäß Weiterbildungsordnung der LÄKB 10. bis 15. Sept Ort: Potsdam Leitung: R. Suske, Werneuchen Teilnehmergebühr: 750 Grundkurs Palliativmedizin 40 P gemäß Weiterbildungsordnung der LÄKB 20. bis 24. Aug Ort: Potsdam Kursleitung: B. Himstedt-Kämpfer, Potsdam; Dipl.-Med. K. Wendt, Beeskow Teilnehmergebühr: 540 Hausarztforum je 8 P 24. März 2012 in Dahlewitz 13. Okt in Neuruppin Leitung: Dr. med. R. Schrambke, Schorfheide Teilnehmergebühr: 80 für Ärzte, 45 für Praxispersonal Intensivvorbereitung auf die Facharztprüfung Allgemeinmedizin 8 P 22. Sept Ort: Potsdam Leitung: Dr. med. R. Schrambke, Schorfheide Teilnehmergebühr: 100 Zentrale Weiterbildung für Medizinische Fachangestellte Nord/West Brandenburg Aus der Praxis für die Praxis 16. Mai Okt jeweils ab Uhr Ort: Neuruppin Leitung: Dr. med. H. Wiegank Teilnehmergebühr: je 30 Seminar Leitender Notarzt 40 P gemäß Richtlinie der LÄKB zur Qualifikation des Leitenden Notarztes 3. bis 7. Dez Ort: Cottbus Kursleiter: A. Nippraschk, Neuruppin; T. Reinhold, Oranienburg Teilnehmergebühr: 700 Suchtmedizinische Grundversorgung 50 P gemäß Weiterbildungsordnung der LÄKB in Zusammenarbeit mit dem AISS (Angermünder Institut für Suchttherapie und Suchtmedizin) und Suchtakademie Berlin-Brandenburg e.v. Block I Alkohol, Nikotin und Versorgung 7./8. Sept Block II Drogen- und Medikamentenprobleme, Missbrauch, Abhängigkeit, Substitution, Notfälle, Toxikologie, Gesetze 26./27. Okt Block III Motivational Interviewing (Trainer MI: Dr.phil. Dipl.- Psych. C. Veltrup, Lübeck) 7./8. Dez Ort: Potsdam Kursleiter: Priv.-Doz. Dr. med. Gudrun Richter, Angermünde/Berlin; Prof. Dr. med. U. Schwantes, Oberkrämer Teilnehmergebühr: 200 /Block Ihre Anmeldung richten Sie bitte an die Landesärztekammer Brandenburg, Referat Fortbildung, Postfach , Cottbus, Fax , Internet: 18 Brandenburgisches Ärzteblatt

19 Aktuell Der Quereinstieg in die Allgemeinmedizin Wie sich eine Facharztdisziplin selbst bagatellisiert! Nach Beschlusslage des letzten deutschen Ärztetages und nach Empfehlung des Senates für Allgemeinmedizin der Bundesärztekammer soll der Quereinstieg in die Allgemeinmedizin leichter gemacht werden. Was bedeutet dieses Ansinnen? Jeder Arzt kann nach erfolgreichem Abschluss einer Fachrichtung nach der Weiterbildungsordnung eine neue Facharztrichtung anstreben und abschließen, wenn er die gültigen Inhalte und Anforderungen erfüllt. Wenn nun die Fachrichtung Allgemeinmedizin als zweite Richtung gewählt wird, soll es nach dem Willen führender Bundeshausärzte und der Bundesärztekammer einfacher gehen. Im Klartext würde es bedeuten, dass die Pflichtweiterbildung im Fach Innere Medizin, die für angehende Allgemeinmediziner mit mindestens 18 Monaten angegeben ist, von Quereinsteigern nicht nachzuweisen wäre. Wir halten die Kenntnisse und Erfahrungen, welche Assistenten in Weiterbildungseinrichtungen für Innere Medizin bei einer Quote von 42 bis 49 Prozent inneren Fällen in allgemeinmedizinischen Praxen für unverzichtbar und somit diese Entwicklung für absolut indiskutabel! Noch klarer wird es, wenn man bedenkt, dass nun ein Facharzt mit einer patientennahen Facharztrichtung sich als Hausarzt oder als Allgemeinmediziner niederlassen kann, ohne je die Innere Medizin als Weiterbildungsabschnitt absolviert zu haben. Vorschlag hält rationalen Überlegungen nicht Stand Nach den Initiatoren dieser Empfehlung besteht in den anderen Richtungen so viel Querschnittwissen, um diese Verkürzung der Facharztausbildung gefahrlos hinnehmen zu können. Dass diese Vorgehensweise rationalen Überlegungen nicht standhält, sondern eher aus politischen Gründen initiiert wurde, bestätigte kürzlich auch Frau Goessmann, die stellvertretende Vorsitzende des Senates für Allgemeinmedizin. Gegen diese beabsichtigte Entwicklung wendet sich der Hausarztverband Brandenburg e. V. i. G. mit Vehemenz. Katastrophales Signal Wir glauben, dass durch diese Empfehlung ein katastrophales Signal an alle tätigen Allgemeinmediziner und vor allem an alle Weiterbildungsassistenten, die sich zum Facharzt für Allgemeinmedizin entschlossen haben, ausgesandt und die Attraktivität unseres Fachgebietes noch mehr beschädigt wird. Es sind gerade die weichen Faktoren wie Anerkennung in der Gesellschaft und unter Kollegen, die Wissenschaftlichkeit eines Gebietes und ein klar definiertes Selbstverständnis, welches in einer fachbezogenen Weiterbildungsordnung Ausdruck findet, die über die Wahl der Facharztrichtung nach abgeschlossenem Studium entscheiden, wie zahlreiche Befragungen unter Studenten ergeben haben. Mit diesem Quereinstieg wird klar signalisiert, wie einfach auch andere Fachrichtungen einen Facharzt für Allgemeinmedizin erwerben können, ohne selbst vom wichtigen Abschnitt, der Inneren Medizin, eine Ausbildung genossen zu haben! Noch deutlicher erscheint die Botschaft: Mit etwas patientennaher Berufserfahrung kann die Allgemeinmedizin auch bewältigt werden. Natürlich sind auch Ärzte anderer Facharztrichtungen in der Lage, Bagatellerkrankungen zu behandeln mit qualitätsgerechter allgemeinmedizinischer Behandlung hat das aber nichts mehr zu tun. Die Allgemeinmedizin ist so komplex, dass eine verkürzte Facharztausbildung geradezu anachronistisch wirkt. Umso irritierender ist es, dass nun die Bundesärztekammer als oberste Qualitätshüterin in der Weiterbildung, dieses Modell empfiehlt und Rückschritte in eben dieser Weiterbildungssparte toleriert. Wir, als Allgemeinmediziner und Hausärzte im Hausarztverband des Landes Brandenburg, lehnen diese Vorgehensweise strikt ab, da sich die Qualität der allgemeinmedizinischen Behandlung verschlechtert, unseren Patienten somit schadet und auch langfristig nicht mehr Allgemeinmediziner herausbildet werden, sondern es eher zur Diskreditierung und Herabstufung einer ganzen Facharztrichtung führt, die leider traditionell nicht zu den beliebtesten Disziplinen zählt. Es wäre viel weiser gewesen, die Verbundweiterbildung in der Allgemeinmedizin zu verbessern, anstatt den Eindruck zu vermitteln, den Nachwuchsmangel beheben zu können, indem man eine Facharztrichtung verkürzt und hinterher absolvieren kann. Breite Unterstützung In Brandenburg sind die Allgemeinmediziner und Hausärzte in der komfortablen Lage, dass der Präsident, der Kammervorstand der Landesärztekammer und der Prüfungs- und Weiterbildungsausschuss Allgemeinmedizin/ Innere Medizin unsere Ansichten teilen. Damit steht besonders der Kammervorstand treu zu seinen Kernzielen der LÄKB, die Qualitätsnormen auch im Fach Allgemeinmedizin weiterhin hochzuhalten und diese Prinzipien nicht banalen kurzfristigen Überlegungen zu opfern. Dafür unseren aufrichtigen Dank. Fazit: Der Quereinstieg ist kein geeignetes Instrument, um Versorgungsengpässe langfristig zu beheben und führt zu einer Verschlechterung der Qualität der hausärztlichen Versorgung. Wir empfehlen, die Verbundweiterbildung zu intensivieren, um die allgemeinmedizinische Ausbildung attraktiver und entsprechend der Weiterbildungsordnung durchlaufen zu können. In Brandenburg wird es diesen von der Bundesärztekammer angedachten Weg nicht geben, da die Qualität ärztlicher Weiterbildung nicht durch kurzfristig angelegte Überlegungen zur Bekämpfung angeblichen Hausärztemangels aufs Spiel gesetzt werden darf. n Im Namen des Vorstandes des Hausarztverbandes Brandenburg e. V. i. G. Dr. Hanjo Pohle Brandenburgisches Ärzteblatt

20 Aktuell Brandenburgs KlinIKen vorgestellt Krankenhaus Märkisch-Oderland Das MEDIZENT feiert Richtfest Fotos: Krankenhaus Märkisch-Oderland Chefarzt Dr. Jenssen bei der Endosonografie Wer die Geschichte des Krankenhauses Märkisch-Oderland verfolgen will, muss weit in die Vergangenheit zurückblicken. Die Klinik besteht nämlich aus zwei Standorten in Strausberg und Wriezen. Während das Krankenhaus in Strausberg 1896 erbaut wurde, finden sich in der Wriezener Stadtchronik schon 1574 Hinweise auf die Existenz eines Hospitals. Vermutlich handelte es sich dabei um eine kirchliche Stiftung, die auf Spenden angewiesen war. Die im Hospital untergebrachten Frauen sammelten diese Spenden wöchentlich ein, wobei sie sich mit einer speziellen Klapper ankündigten. Seit diesen Tagen hat sich nicht nur im Hinblick auf die Finanzierung des Gesundheitssystems einiges verändert. Der heutige Standort am Sonnenburger Weg in Wriezen existiert seit Er ist damit etwas jünger als das Krankenhaus in Strausberg, das im Zuge der Verwaltungsreform 1953 durch Zusammenlegung mit den Standorten in Neuenhagen und Altlandsberg entstand. Nach der Wiedervereinigung begannen dort 1991 die Baumaßnamen für ein neues Krankenhaus, das die beiden Außenstellen überflüssig machte. Am 1. Januar 2000 schlossen sich die Kliniken in Strausberg und Wriezen dann zu ihrer heutigen Form zusammen. Erst dadurch sei eine Größenordnung entstanden, die sich rentabel führen lasse, so die Geschäftsführerin Angela Krug. Wriezen allein war einfach zu klein, erklärt sie und verweist insbesondere auf die Haustechnik und Versorgung. Heute gibt es eine klare Aufgabenteilung zwischen den beiden Standorten. Strausberg ist vor allen Dingen für Akutbehandlungen wie Unfälle oder Geburtshilfe zuständig, während die besser planbaren Fälle von der Orthopädie bis zur Gefäßchirurgie eher in Wriezen angesiedelt sind. Grundversorgung und mehr Seit dem Zusammenschluss ist das Krankenhaus Märkisch-Oderland eine Klink der Grundversorgung mit Kliniken für Innere Medizin, Allgemeinund Viszeralchirurgie, Orthopädie, Sportmedizin und Reha, Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin. Zusätzlich bietet sie aber auch Leistungen an, die weit über diese Grundversorgung hinausgehen. Dazu zählt etwa die Pulmologie in Strausberg, wo Erkrankungen wie Asthma, Bronchitis oder Tuberkulose behandelt werden, die Unfall- und wiederherstellende Chirurgie mit den Schwerpunkten Wirbelsäulenverletzungen, Arthroskopie aller Gelenke, Fußchirurgie und der Korrektur von Fehlstellungen. Den Schwerpunkt der jüngst renovierten gynäkologischen Klinik bildet das operative Beckenbodenzentrum, das ein breites stationäres Behandlungsspektrum bietet. Der Standort Wriezen verfügt seit 2009 über einen neuen Operationssaal, in dem vor allem Arthroskopien, Gelenkspiegelungen bei Verletzungen an Knie, Schulter, Hand oder Fuß sowie Endsonographien möglich sind. Das gibt s nicht überall, betont Angela Krug. Zu den weiteren Besonderheiten zählen eine Reanimationseinheit für Neugeborene, MRT und CT sowie ein Bewegungsbecken für die besonders gelenkschonende Physiotherapie. Die orthopädische Abteilung hat sich inzwischen zu einem Referenzhaus entwickelt, in dem Ärzte hospitieren und operative Techniken erlernen. Zurzeit läuft außerdem ein Verfahren zur Zertifizierung als Endoprothetikzentrum. Das wird uns helfen, die Qualität stetig auf dem neuesten Stand der Medizin zu sichern. Wir werden unsere Prozesse, aber auch die Transparenz, über die eingesetzten Techniken verbessern. All das wird den Patienten zugutekommen, sagt Chefarzt Dr. Hagen Hommel. Das MEDIZENT öffnet im Frühjahr Auch über solche Initiativen hinaus bemüht sich das Krankenhaus Märkisch-Oderland um neue, ergänzende 20 Brandenburgisches Ärzteblatt

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