Informationen für Schulen und Träger der VBO. Änderungen im Zulassungsverfahren für Träger der Vertieften Berufsorientierung

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1 Änderungen im Zulassungsverfahren für Träger der Vertieften Berufsorientierung

2 Zulassung von Trägern 176 Sozialgesetzbuch (SGB) III Grundsatz (1) Träger bedürfen der Zulassung durch eine fachkundige Stelle, um Maßnahmen der Arbeitsförderung selbst durchzuführen oder durchführen zu lassen... Seite 2

3 Neuregelungen Die Änderungen traten am 1. April in Kraft. Alle Träger, die sogenannte Arbeitsmarktdienstleistungen anbieten, bedürfen einer Zulassung. Zuständig sind die Fachkundigen Stellen (FKS) nach Maßgabe der 176 ff. SGB III Die Zulassung muss ab vorliegen. Betroffen von der Neuregelung sind u.a. die Maßnahmen zur Förderung der Berufswahl und Berufsausbildung, hierzu gehören auch die Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung nach 48 SGB III. Für Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung, die von Dritten eingerichtet werden und an denen sich die Bundesagentur für Arbeit als Kofinanzierer beteiligt, gilt dies ebenfalls. Das betrifft daher auch das Projekt Zukunft konkret. Seite 3

4 Personenkreis Jeder Anbieter von Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung muss ab eine entsprechende Zulassung vorlegen. Das gilt nicht nur für Träger (CJD, Internationaler Bund, Diakonisches Werk u.v.m.), auch Einzelpersonen müssen zugelassen sein. Da die Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung - Arbeitsförderung (AZAV) auch eine Antragstellung von natürlichen Personen ermöglicht, können die sog. externen Experten genau wie private Vermittler eine Zulassung beantragen. Das Verzeichnis der Fachkundigen Stellen ist unter folgendem Link zu finden Seite 4

5 Fallkonstellation > Arbeitgeber Berufsorientierung durch einen Arbeitgeber; Vorstellung des Berufes, der Firma unterstützt durch anschauliche Demonstrationen (z.b. eine Friseurmeisterin, die in der Klasse Frisuren ausprobieren lässt); in der Regel unentgeltlich oder max. mit einer Aufwandsentschädigung, durch Schule oder i.r. Zusammenarbeit Schule/Wirtschaft organisiert keine Zertifizierung erforderlich, da der AG als solcher auftritt und nicht als Anbieter einer Arbeitsmarktdienstleistung Seite 5

6 Fallkonstellation > Honorarkraft / Träger Der Träger einer Maßnahme der vertieften Berufsorientierung (BO), die von der Regionaldirektion bezahlt wird, ist ein Träger wie z.b. der IB, das CJD, das durch freiberufliche Honorarkräfte die vertiefte BO durchführen lässt. Die Honorarkräfte gehören der Struktur oder Organisation des Trägers an oder haben mit ihm eine vertragliche Verpflichtung. Wenn der Träger zertifiziert ist, dann wird von der beauftragten Honorarkraft keine Zertifizierung verlangt. In diesem Fall besteht nämlich eine Geschäftsbeziehung zum Träger, er erhält auch die Vergütung und ist für die qualitative Umsetzung der Arbeitsmarkt- Dienstleistung verantwortlich. Seite 6

7 Fallkonstellation Freiberufler Die Schule engagiert einen freiberuflich agierenden Dozenten für die vertiefte Berufsorientierung. Wenn die BA diesen Freiberufler kofinanziert, dann führt er für uns eine Arbeitsmarkt-Dienstleistung aus und dann muss er als Träger zertifiziert sein. Ist die BA nicht in der Kofinanzierung, so hat der Dozent keinen Auftrag für die Ausführung einer Arbeitsmarkt-Dienstleistung von uns bzw. im Rahmen des SGB III und der Freiberufler ist somit nicht zertifizierungspflichtig. Seite 7

8 Ergänzende Hinweise Zulassungen werden von den Fachkundigen Stellen seit ausgesprochen Die AZAV = Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung - Arbeitsförderung ist am in Kraft getreten Nähere Informationen können den folgenden Links entnommen werden: Qualifizierung/A052-Arbeitnehmer/Allgemein/Akkreditierung-und-Zulassung-ab html blob=publicationfile Seite 8

9 Zulassung von Trägern und Maßnahmen Verfahren seit DAkkS Fachaufsicht Bundesagentur für Arbeit (BA) Beirat Umsetzungshinweise Akkreditierung Fachkundige Stelle Empfehlungen zur Anwendung SGB III Zulassung Zulassung Träger Maßnahmen Seite 9

10 bisher Anwendung der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV) nur bei Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) Verordnung gültig bis aber Trägerzulassungen aufgrund der AZWV wirken weiter mit der im Zertifikat genannten Dauer der Laufzeit längstens bis zum (vgl. Übergangsvorschriften) und sie gelten übergangsweise auch für die vertiefte Berufsorientierung künftig Integration von AZWV-Regelungen in das SGB III ( 176 ff und 443 Abs. 3 und 4 SGB III) Akkreditierungs-und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung AZAV gilt seit und löst AZWV ab gilt für alle Träger bzw. Anbieter einer Arbeitsmarktdienstleistung Zulassung erfolgt fachbereichsbezogen, im Falle der vertieften BO für Maßnahmen der Berufswahl und Berufsausbildung Für eine Übergangszeit wird es Träger mit unterschiedlicher Zulassung, nämlich nach der AZWV und 176 SGB III neu geben Seite 10

11 Altes Zulassungsverfahren für Träger der Arbeitsförderung Beispiel einer Zertifizierung Seite 11

12 Beispiel einer Zertifizierung Seite 12

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