Juristische Fakultät

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1 Juristische Fakultät ADVO Zertifikatsstudium 1

2 Impressum Herausgeber Prof. Dr. Christian Wolf Königsworther Platz Hannover Redaktion Prof. Dr. Christian Wolf/ Priv.-Doz. Dr. Jutta Stender-Vorwachs/ Ass.iur, Dipl.-Sozw. Natalia Theissen M.Phil. Layout Ass. iur.; Dipl.-Sozw. Natalia Theissen M.Phil. Druck Juristische Fakultät der Universität Hannover Norbert Vogel 2

3 Inhalt Seite A. Vorwort 7 B. Geleitwort 8 C. ADVO-Zertifikatsstudium - Die Lehrveranstaltungen 9 I. Anwaltsbezogene Juristenausbildung in Hannover 9 II. ADVO-Z 9 III. ADVO-Z - Warum? 10 IV. Inhalte des ADVO-Zertifikatsstudiums 10 D. Vorstellung des Instituts für Prozessrecht und anwaltsorientierte Ausbildung 11 I. Hochschullehrer Prof. Dr. Hermann Butzer RA Prof. Dr. Benno Heussen RA Prof. Dr. Klaus Neef Prof. Dr. Henning Radtke RA Prof. Dr. Henning Recknagel Prof. Dr. Hinrich Rüping Prof. Dr. Roland Schwarze Priv.- Doz. Dr. Jutta Stender-Vorwachs, LL.M Prof. Dr. Christian Wolf 15 II. Lehrbeauftragte RA Dr. Achmed El Bureiasi RA Dr. Florian Hartl, LL.M RA Dr. Angela Dagenförde-Reuter RA Dr. Ulrich von Jeinsen RA Dr. Holger Jakobj RA Dr. Winfried Lippmann RA Dr. Elke Müller RA Dr. Michael Nagel RA Pajam Rokni RA Prof. Dr. Wolfgang Schlüter RA Dr. Andrea Versteyl 20 3

4 12. RA Dr. Volkert Vorwerck 20 E. Wissenschaftlicher Beirat des Instituts für Prozessrecht und anwaltsorientierte Juristenausbildung 21 F. Studienordnung des ADVO-Studiengangs 22 G. Mindestkatalog der während des Zertifikatsstudiums anzufertigenden Arbeiten 25 H. Verknüpfung zwischen Theorie und Rechtsberatung 26 I. Pflichtvorlesungen Zivilrecht 26 a. Handelsrecht II 26 b. Sachenrecht I 26 c. ZPO I+II 27 d. Schaden und Ausgleich 27 e. Vertragsrecht I+II Öffentliches Recht 28 a. Staat-, Europa- und Verfassungsrecht 28 b. Sozialrecht 28 c. Öffentliches Medien-und Telekommunikationsrecht Strafrecht 29 a. StPO 29 b. Sanktionsrecht 29 II. Vorlesungen im Rahmen des ADVO-Z Zivilrecht 30 a. Steuerliches Grundwissen aus anwaltlicher Sicht - RA Dr. F. Hartl 30 b. Vertragsgestaltung - Dr. Winfried Lippmann 30 c. Vertragsgestaltung II - RA Prof. Dr. Wolfgang Schlüter 30 d. Seminar im Zivilrecht mit Anwaltsbezug - RA Dr. Volker Vorwerck 31 4

5 2. Öffentliches Recht 31 a. Vergaberecht - RA Dr. Angela Dageförder-Reuter 31 b. Die anwaltliche Tätigkeit im Verwaltungsrecht - RA Dr. A. El Bureiasi 32 c. Anwaltsbezogene Gebiete des besonderen Verwaltungsrechts - RA Dr. Andrea Versteyl, RA Dr. Holger Jakobj, RA Dr. A. El Bureiasi Strafrecht 32 a. Probleme der Strafverteidigung - RA Dr.Michael Nagel Sonstige Veranstaltungen 33 a. Moot Court der Fakultät - RA Pajam Rokni 33 b. Anwaltliche Prozessstrategien - RA Dr. Ulrich von Jeinsen 33 c. Mediation - RA Dr. Elke Müller 33 I. Stimmen ehemaliger ADVO-Z-Absolventen 34 J. Kooperationsvereinbarung - Universität Hannover, Rechtsanwaltskammer Celle, Verein zur Förderung anwaltsbezogener Ausbildung an der Juristischen Fakultät Hannover 35 K. Förderverein 37 L. Ansprechpartner 38 5

6 A. Vorwort Die anwaltsorientierte Juristenausbildung hat in Hannover Tradition. Die Juristische Fakultät wurde 1974 im Rahmen des Modellversuchs der einphasigen Juristenausbildung als einer der Reformfakultäten in Deutschland gegründet. In der einphasigen Juristenausbildung wurde die Referendarzeit in das juristische Studium integriert. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis war die logische Konsequenz. Nach dem durch eine Änderung des DRiG den Modellversuchen die Grundlage entzogen wurde, suchte die Fakultät nach neuen Wegen bereits im Rahmen des juristischen Studiums Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Auf diese Weise wurde Hannover einer der Pionierfakultäten, die sich intensiv der anwaltsorientierten Juristenausbildung zuwandte. In Rechtsanwalt Dr. Ulrich Stobbe fand die Fakultät einen Partner, der zu den ersten und führenden Vertretern der Anwaltschaft gehört, welche nachdrücklich für eine Erweiterung und Ergänzung des juristischen Studiums um die Perspektive der anwaltschaftlichen Praxis eintritt. Als Gründer und langjähriger Vorsitzender des Fördervereins zur anwaltsorientierten Juristenausbildung an der Universität Hannover trat und tritt er unermüdlich für die Verbindung von Theorie und Praxis ein. Durch die Hans-Soldan-Stiftung erfuhr die Fakultät großzügige finanzielle Unterstützung und konstruktive Impulse zur Weiterentwicklung der anwaltsorientierten Juristenausbildung. Letztere wurden insbesondere auf den Soldan-Tagungen entwickelt. Die erste Soldan-Tagung fand 1999 Hannover statt. Das Modell der anwaltsorientierten Juristenausbildung besteht in Hannover aus zwei Pfeilern. Den ersten Pfeiler bildet die Vermittlung der Perspektive der rechtsberatenden Praxis in den dogmatischen Grundvorlesungen. Bereits in den Pflichtvorlesungen, wie Verwaltungsrecht, Vertragsrecht und Strafprozessrecht, wird nicht nur die Lösung eines pathologischen Falls aus richterlicher Perspektive gelehrt, sondern auch die prozesstaktischen Möglichkeiten des Rechtsanwalts veranschaulicht oder die Gestaltungsmöglichkeiten des Vertragsrechts vermittelt. Beabsichtigt ist bereits im Rahmen der Pflichtvorlesung mit Praktikern zusammenzuarbeiten. Anwaltsklausuren werden künftig auch im Rahmen der Übungen für Fortgeschrittene ( Große Scheine ) eine wichtigere Rolle spielen. Neben diesem ersten Pfeiler der anwaltsorientierten Juristenausbildung, der quasi die Basis bildet, tritt der zweite Pfeiler in Form des ADVO-Z-Studiums. Mit dem anwaltsorientierten Zertifikatsstudium ermöglicht die juristische Fakultät ihren Studierenden, sich bereits während des juristischen Studiums vertieft auf den Anwaltsberuf vorzubereiten. Eine Vielzahl renommierter Praktiker vermitteln in enger Zusammenarbeit mit den Hochschullehren in den Zusatzvorlesungen eine Theorie der Praxis. Am Ende des Zertifikatsstudiums steht ein von der Juristischen Fakultät, der Rechtsanwaltskammer Celle und dem Förderverein der anwaltsorientierten Juristenausbildung gemeinsam vergebenes Zertifikat. Mit der vorliegenden Broschüre wollen wir über die anwaltsorientierte Juristenausbildung in Hannover umfassend informieren Professor Dr. Volker Epping Dekan Professor Dr. Christian Wolf- ADVO-Z Beauftragter 6

7 B. Geleitwort Warum ist eine anwaltsorientierte Juristenausbildung an der Universität Hannover notwendig? Auch wenn Sie gerade erst mit dem Jurastudium begonnen haben, wissen Sie, dass 2/3 der Assessoren, die zwei Staatsexamina bestanden haben, Anwalt werden. Vor der Änderung der Juristenausbildung im Jahre 2004 wurde der anwaltlichen Ausbildung keine Beachtung geschenkt. Dies ist in Europa einzigartig. In den anderen europäischen Ländern entscheidet sich der Student nach dem Referendarexamen, ob er Anwalt werden will. Es findet dann eine anwaltsspezifische Ausbildung statt. Da dies in Deutschland nicht so ist, was wir Anwälte sehr bedauern, haben wir zusammen mit der Universität Hannover eine Vereinbarung über das sog. ADVO-Zertifikatsstudium geschlossen. Über die Inhalte informiert Sie die Universität Hannover. Wir können Ihnen nur empfehlen, frühzeitig ein solches Zertifikat zu erwerben, mit dem Sie sich dann in der Referendarzeit für die 9monatige Anwaltsstation bei den Kanzleien bewerben können. Sich frühzeitig mit dem Beruf zu befassen, bringt Klarheit über folgende Fragen: Ist der Anwaltsberuf der richtige Beruf für mich? Was erfordert der Anwaltsberuf? Was muss ich wissen, wenn ich Anwalt/Anwältin bin? Bin ich bereit, das unternehmerische Risiko einer selbständigen anwaltlichen Tätigkeit in Kauf zu nehmen? Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich mit dem einmaligen Angebot der Universität Hannover frühzeitig befassen. Ihr Dr. Ulrich Scharf Präsident der Rechtsanwaltskammer Celle 7

8 C. ADVO-Zertifikatsstudium Als zukünftige Juristen steht Ihnen ein interessanter und vielfältiger Arbeitsmarkt offen, der lohnende Berufskarrieren bereit hält. Allerdings ist zu beachten, dass zahlreiche Juristen auf den Arbeitsmarkt drängen. Deren Zahl liegt im Jahr 2005 bereits bei mehr als Weniger als 5 % der Juristen finden einen Arbeitsplatz in der Justiz. Über 95% finden eine Beschäftigung in der freien Wirtschaft. Der Großteil dieser Juristen -und damit der Großteil von Ihnen- wird den Anwaltsberuf ergreifen. Damit benötigt die Ausbildung des Einheitsjuristen mit Perspektive auf das Richteramt eine Ergänzung. I. Anwaltsbezogene Juristenausbildung in Hannover Seit der Juristenreform im Jahr 2004 ist vorgeschrieben, die dogmatischen Pflichtfächer nicht nur aus der Perspektive des streitentscheidenden Richters zu vermitteln, sondern auch der rechtsberatenden Praxis dabei Rechnung zu tragen ( 5 a Abs. 3 DRiG). Die juristische Fakultät trägt dem in vielfältiger Hinsicht Rechnung. So werden in verstärktem Umfang in den großen Übungen zukünftig so genannte Anwaltsklausur angeboten. Zur Vorbereitung hierauf wird bereits in den dogmatischen Pflichtvorlesungen verstärkt die rechtsberatende Praxis - auch in Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten - beleuchtet. Dennoch ist es sinnvoll, über die Anforderung der Studien- und Prüfungsordnung hinaus für die eigene Qualifikation zu sorgen, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können. Die Universität Hannover hat sich seit geraumer Zeit erfolgreich bemüht, die anwaltsorientierte Ausbildung und Forschung an der Fakultät weiter zu entwickeln. Seit über 10 Jahren werden Lehrbeauftragte aus der Anwaltschaft für anwaltsorientierte Vorlesungen angeworben, um die Tätigkeitsfelder des Rechtsanwalts den Studenten zu vermitteln. II. ADVO-Z Die Bemühungen, die anwaltsorientierte Juristenausbildung zu intensivieren, mündeten 2003 in dem ADVO-Zertifikatsstudium (ADVO-Z). Mit einer Reihe von zusätzlichen Vorlesungen und Veranstaltungen sollen die Studenten bereits frühzeitig die Möglichkeit erhalten, sich intensiv auf den Anwaltsberuf vorzubereiten. Seit 2003 beschreitet die Juristische Fakultät der Universität Hannover damit einen völlig neuen und in der Bundesrepublik einmaligen Weg der anwaltsorientierten Ausbildung. Die Universität Hannover bietet mit dem ADVO-Zertifikatsstudium eine hervorragende zusätzliche Qualifikationsmöglichkeit neben dem regulären Studium. Ihnen wird so ermöglicht, bereits während des Studiums Grundbegriffe anwaltlichen Arbeitens zu erlernen und die hierbei erworbenen Kenntnisse durch ein Zertifikat bestätigen zu lassen. Das ADVO-Zertifikat wird von der Universität Hannover zusammen mit der 8

9 Rechtsanwaltskammer Celle und dem Verein zur Förderung der anwaltsbezogenen Juristenausbildung im Fachbereich Rechtswissenschaften e.v. vergeben. III. ADVO-Z Warum? Das ADVO-Zertifikatsstudium verbessert Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dies wird sich gerade während der Suche nach einem Referendarplatz in einer anspruchsvollen Kanzlei bemerkbar machen. Die verlängerte Anwaltsstage während des Referendariats von gegenwärtig 9 Monaten verlangt von Ihnen ein hohes Maß an selbstständiger Tätigkeit. Die Teilnahme an dem Studium lässt einen engagierten Juristen erkennen, der sich nicht scheut, Zusatzleistungen zu erbringen. Vermittelt werden Ihnen relevante Inhalte der anwaltlichen Tätigkeit. Dies verschafft Ihnen vor Mitbewerbern einen Wettbewerbsvorteil und erleichtert Ihnen die Arbeit im Referendariat. Weiterhin erhalten Sie auch für den Bereich der dogmatischen Fächer wertvolle Erfahrungen, die von Ihnen positiv in die Prüfung zum ersten Staatsexamen eingebracht werden können. Die meisten Teilnehmer beginnen das Studium erst während des 4. oder 5. Semesters. Empfohlen wird von den Veranstaltern bereits ein Beginn des ADVO-Z- Studiums während des 2. oder 3. Semesters, um eine massive zusätzliche Arbeitsbelastung während der Vorbereitung auf das 1. Staatsexamen zu vermeiden. IV. Inhalte des ADVO-Zertifikatsstudiums Das Zertifikatsstudium besteht aus insgesamt 5 Modulen, welche die Studierenden in Ergänzung zu dem regulären Studienplan zu besuchen haben. Die Module des Zertifikatsstudiums umfassen das Zivil- und Wirtschaftsrecht (Modul 1), das Öffentlich Recht (Modul 2), das Strafrecht, insbesondere Strafverteidigung (Modul 3), die anwaltlichen Methoden und das Berufsrecht (Modul 4) sowie die Teilnahme an einem Moot Court (Modul 5). Sie wählen Veranstaltungen aus dem Angebot des jweiligensemesters. Ergänzende Regelungen sind in der Studienordnung festgelegt. Gefordert wird die Erbringung insgesamt 9 testierbarer Leistungen, darunter ein kommentierter Vertragsentwurf, Hausarbeiten und Teilnahme an Seminaren. Zusätzlich wird demnächst ein anwaltliches Praktikum obligatorisch sein, in dem ebenfalls zertifizierte Leistungen zu erbringen sind. 9

10 D. Vorstellung des Instituts für Prozessrecht und anwaltsorientierte Ausbildung Um eine bessere Zusammenarbeit zwischen Hochschullehrern und Rechtsanwälten bei der anwaltsorientierten Juristenausbildung zu gewährleisten wurde das Institut für Prozessrecht und anwaltsorientierte Juristenausbildung gegründet. Dem Institut gehören zumeist in Doppelmitgliedschaft zwei zivilrechtliche, strafrechtliche und öffentlich-rechtliche Hochschullehrer an, die sich der anwaltsorientierten Juristenausbildung besonders verpflichtet fühlen. Daneben wirken in dem Institut diejenigen Honorarprofessoren der Fakultät mit, welche zugleich als Rechtsanwälte tätig sind. Schließlich gehören dem Institut noch die im Rahmen der anwaltsorientierten Juristenausbildung regelmäßig tätigen Lehrbeauftragten an. Mit dem Institut sind die optimalen Voraussetzungen für eine institutionelle Zusammenarbeit von Theorie und Praxis geschaffen worden. Im Nachfolgenden werden die Institutsangehörigen vorgestellt. I. Hochschullehrer 1. Prof. Dr. Hermann Butzer Herr Prof. Dr. Butzer wurde in Dortmund geboren. Nach dem Abitur und Wehrdienst studierte er Rechtswissenschaften in Passau, Bonn, München und erneut in Bonn. Nach der Ersten Juristischen Staatsprüfung bei dem Oberlandesgericht Köln promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum mit einer Arbeit über die "Immunität im demokratischen Rechtsstaat". Er erhielt für seine Promotionsarbeit den Wilhelm-Hollenberg- Universitätspreis der Ruhr-Universität Bochum, die Friedrich v. Klinggräff-Medaille und den Wissenschaftspreis des Deutschen Bundestages. Prof. Butzer legte 1991 die Zweite Juristische Staatsprüfung in Nordrhein-Westfalen ab und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Dr. Friederich Schnapp. Seine Habilitation wurde mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt. Sein Habilitationsverfahren kam im Jahr 2000 zum Abschluss. Prof. Butzer habilitierte über "Fremdlasten in der Sozialversicherung". Nach Lehrstuhlvertretungen in Bonn, Erfurt und Hannover sowie Greifswald folgte im Jahr 2002 ein Ruf auf den Lehrstuhl für "Öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte und Staatslehre" an der Ernst-Moritz- Arndt-Universität Greifswald. Prof. Butzer lehnte den Ruf nach Greifswald ab und erhielt im Jahr 2002 einen weiteren Ruf auf den Lehrstuhl für "Öffentliches Recht mit Schwerpunkten im Verwaltungsrecht und im Recht der staatlichen Transfersysteme" an der Universität Hannover. Am wurde Prof. Butzer zum Universitätsprofessor an der Juristischen Fakultät der Universität Hannover ernannt. Prof. Butzer ist 10

11 u.a. Mitglied im Verein Deutscher Staatsrechtslehrer, in der Vereinigung für Verfassungsgeschichte, im Deutschen Sozialrechtsverband sowie in der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen. 2. RA Prof. Dr. Benno Heussen RA Prof. Dr. Benno Heussen ist seit 30 Jahren als Anwalt vor allem im Bereich der Informationstechnologie tätig (www.heussen law.de/www.cybercourt.de). Zusammen mit Prof. Dr. Wolfgang Kilian (Hannover) gibt er eines der Standardwerke auf diesem Gebiet heraus (Computerrechtshandbuch, 22. Auflage. 2005). Daneben hat er sich vor allem mit dem Bereich des Vertragsmanagement und Vertragsverhandlung befasst (Handbuch Vertragsmanagement und Vertragsverhandlung, 2. Auflage 2003). All diese Spezialfragen werden im Umfeld des Wirtschaftsrechts gesehen (Unternehmerhandbuch (Hrsg.) 2005). Mit der Anwaltsausbildung und dem Anwaltsmanagement befasst er sich seit 1985 im Deutschen Anwaltverein, dessen Vorstand er angehört. Seit 1995 unterrichtet er Vertragsdesign und Vertragsmanagement zunächst an der Humboldt-Universität Berlin und nunmehr im Rahmen der Post-Graduate-Ausbildung (LL.M) am Institut für Rechtsinformatik in Hannover (www.eulisp.de). 3. RA Prof. Dr. Klaus Neef Prof. Dr. Klaus Neef wurde 1942 geboten. Er absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften in Bonn, München und Köln. Seine Referendarzeit leistete er in Münster ab und arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Harry Westermann. Er promovierte mit einem Thema aus dem Bereicherungsrecht bei Prof. Ermann in Köln. Anfang 1972 übernahm er das arbeitsrechtliche Dezernat in einer ostwestfälischen Anwaltskanzlei, nach zwei Jahren erfolgte ein zweijähriger Ausflug in eine Wirtschaftsprüferkanzlei in Duisburg und die Ausbildung zum Fachanwalt für Steuerrecht. Anschließend kehrte Prof. Dr. Klaus Neef nach Ostwestfalen (Gütersloh) zurück und spezialisierte sich ausschließlich auf Arbeitsrecht. Nach Einführung der Fachanwaltschaft wurde er Vorsitzender des entsprechenden Zulassungsausschusses der Rechtsanwaltskammer Hamm und damit automatisch Fachanwalt für Arbeitsrecht. Herr Prof. Neef ist Gründungsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwalt Verein e. V.; er übte das Amt über 20 Jahre aus und erhielt Lehraufträge der Universität Bielefeld. Er war Jahrzehnte lang in Ausbildungsseminaren für Fachanwälte bzw. im Bereich der Ausbildung zur Fachanwaltschaft tätig wechselte Prof. Neef nach Hannover im Rahmen der Gründung einer (damaligen) überörtlichen Sozietät. Er lehrt seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre an der Universität Hannover wurde er zum Honorarprofessor mit der venia legendi für Bürgerliches Recht 11

12 und Arbeitsrecht ernannt. Prof. Neef ist Mitherausgeber der NZA und der Arbeitsrechts-Blattei. 4. Prof. Dr. Henning Radtke Prof. Dr. Henning Radtke wurde 1962 geboren. Nach dem Abitur und Wehrdienst absolvierte er das Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen von April 1983 September 1987 mit dem Abschluss des Ersten Juristischen Staatsexamens. Zwischen Oktober 1987 und Oktober 1989 war er tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät Göttingen. Von November 1989 bis August 1992 war er im juristischen Vorbereitungsdienst im Oberlandesgerichtsbezirk Celle beschäftigt und legte im August 1992 sein Zweites Juristisches Staatsexamen ab. Ab Oktober 1992 arbeitete Prof. Radtke als Akademischer Rat bzw. Wissenschaftlicher Assistent an der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen erfolgte die Promotion zum Doktor des Rechts. Er habilitierte sich im November 1997 mit einer Arbeit zur Dogmatik der Brandstiftungsdelikte. Die Lehrbefugnis wurde ihm für die Fächer Strafrecht und Strafprozessrecht verliehen. Von April 1998 bis August 1999 vertrat er den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafvollzug und Kriminologie an der Universität des Saarlandes. Ab August 1999 hielt er eine Professur (C3) für Strafrecht, Strafprozessrecht und Nebengebiete an der Universität des Saarlandes. Herr Radtke war von Januar 2000 bis Juli 2002 als Richter im Strafsenat des Saarländischen Oberlandesgerichts tätig. Seit August 2002 hat er die Professur (C4) für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Philipps-Universität Marburg inne. Herr Radtke lehrt seit 2005 an der Universität Hannover. 5. RA Prof. Dr. Henning Recknagel RA Prof. Dr. Henning Recknagel lehrt seit 1986 an der heutigen Juristischen Fakultät der Universität Hannover in den Rechtsgebieten Wettbewerbsrecht, Unternehmensrecht, Deutsches und Europäisches Kartellrecht sowie Energiewirtschaftsrecht. Er wurde nach Studien in Graz, Marburg und Köln sowie der Promotion im Verfassungsrecht über das Gesetzgeberische Ermessen des Bundesgesetzgebers" bei Prof. Dres. Klaus Stern in Köln 1974 als Rechtsanwalt zugelassen und war seither überwiegend in Unternehmen der Energiewirtschaft tätig. Seit 1. Februar 2005 ist er freier Mitarbeiter der überörtlichen Kanzlei KSB INTAX Knoke Sallawitz v. Bismarck Brauer v. Bock Wendenburg in Hannover und Celle. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Energiewirtschafts- und Kartellrecht verfasst. Sein besonderes Interesse gilt den durch die Binnenmarktpolitik der EU ausgelösten Einflüssen auf den Ordnungsrahmen der Energiewirtschaft und deren Veränderungen aus der Sicht von Unternehmen und Kunden. Hier bilden vor allem die 2005 eingeführte Regulierung der Leitungsnetze, die Entflechtung der Un- 12

13 ternehmen und die Neuausrichtung der Vertragssysteme Schwerpunkte seiner Arbeiten. 6. Prof. Dr. Hinrich Rüping Herr Prof. Dr. Hinrich Rüping wurde 1942 geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Bonn und Freiburg und dem 1. und 2. Staatsexamen promovierte er in Bonn im Jahr 1968 und habilitierte in Göttingen im Jahr Seit 1986 bekleidet er die Stelle eines Richters an einem Strafsenat des OLG Celle. Seit 2001 ist er Vizepräsident des Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamts. Seit 2005 ist er Mitglied des Senats der Universität Hannover. Prof. Rüping hielt Professuren für Strafrecht und Strafprozessrecht in Bonn, Augsburg, Hannover, Halle und Hannover. 7. Prof. Dr. Roland Schwarze Prof. Dr. Roland Schwarze wurde 1961 geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Rechtswissenschaften in Göttingen. Von war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitsrecht der Georg-August-Universität Göttingen (Lehrstuhl Prof. Dr. Hansjörg Otto). Nach der Zweiten Juristischen Staatsprüfung promovierte er im Jahr Von war Prof. Schwarze Akad. Rat a.z. von arbeitet er als wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Dr. Otto erfolgte die Habilitation und Erteilung der venia legendi für die Fächer Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht. Anschließend folgten Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Köln und Erlangen. Im WS 2000/2001 erhielt Prof. Schwarze einen Ruf auf eine Professur für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht an der Ruhr-Universität Bochum, wo er ab dem Jahr 2001 lehrte. Nach Rufen/Rufanfragen der Universitäten Hannover, Trier und Hagen bekleidet Prof. Schwarze seit 2003 eine Professur für Zivilrecht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht an der Universität Hannover. 13

14 8. Priv.-Doz. Dr. Jutta Stender-Vorwachs, LL.M. (USA) Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld und der Ableistung des Ersten Juristischen Staatsexamens studierte Priv.-Doz. Jutta Stender-Vorwachs an der University of Virginia School of Law, Charlottesville, Virginia, USA, wo ihr der Grad eines Master of Law (LL.M.) verliehen wurde. Das Zweite Juristische Staatsexamen legte Priv.-Doz. Dr. Stender-Vorwachs nach dem Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Hamm 1981 ab. Zwischen 1981 und 1987 war sie als akademische Rätin a.z. an der Juristischen Fakultät der Universität Regensburg am Lehrstuhl von Prof. Dr. Udo Steiner tätig wurde ihr der Grad eines Doktors der Rechte durch die juristische Fakultät der Universität Regensburg verliehen. Zwischen 1987 und 1997 war Priv.-Doz. Stender-Vorwachs anwaltlich beratend und forensisch tätig wurde sie zur wissenschaftlichen Assistentin an der Universität Hannover im Fachbereich Rechtswissenschaften auf dem Lehrgebiet des Öffentlichen Rechts einschließlich Völker- und Europarecht ernannt. Sie habilitierte über die staatliche Verantwortung für gemeinverträglichen Verkehr auf Straße und Schiene nach deutschem und europäischem Recht. Das Verfahren fand seinen Abschluss im Jahr 2003, in dem sie auch zur Oberassistentin an der Juristischen Fakultät der Universität Hannover ernannt wurde. Seit März 2003 ist Priv.-Doz. Dr. Stender-Vorwachs Mitglied des Landesjustizprüfungsamtes des Niedersächsischen Justizministeriums. 9. Prof. Dr. Christian Wolf Herr Prof. Wolf studierte Rechtswissenschaften an der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilian Universität in München. Nach der Referendartätigkeit arbeitete Prof. Wolf zunächst in einer größeren international - wirtschaftsrechtlichen Kanzlei. Anschließend war er im höheren bayerischen Justizdienst, zunächst als Richter, dann als Staatsanwalt beschäftigt erhielt er die Doktorwürde mit einer Dissertationsschrift über die institutionelle Handelsschiedsgerichtsbarkeit wechselte er als Fakultätsassistent an die Juristische Fakultät der Ludwig- Maximilian Universität in München. Prof. Wolf beendete 1998 sein Habilitationsverfahren über Gerichtspflichtigkeit durch Vermögen und ist seit April 2000 ordentlicher Professor für Zivil- und Zivilprozessrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Hannover. Prof. Wolf bekleidet seit September 2001 zusätzlich das Amt eines Richters am OLG Celle im 2. Hauptamt wurde er zum wissenschaftlichen Gastmitglied der Arbeitgruppe der Bundesrechtsanwaltskammer zum Europäischen Vertragsrecht/gemeinsamer Referenzrahmen berufen. Prof. Wolf ist u.a. Mitglied im der Wissenschaftlichen Vereinigung für Internationales Verfahrensrecht, der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht, der Deutschen Gesellschaft für Rechtsvergleichung. 14

15 II. Lehrbeauftragte 1. RA Dr. Achmed El Bureiasi Achmed El Bureiasi wurde 1967 geboren und ist seit 1998 als Rechtsanwalt für Öffentliche Verwaltung in Münster tätig. Von 1998 bis 2000 war er im Bereich des Juristischen Projektmanagement im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg/Planfeststellungsbehörde beschäftigt. Von 2001 bis 2002 arbeitete Dr. El Bureiasi als Rechtsanwalt in der Kanzlei Wolter Hoppenberg in Hamm. Dr. El Bureiasi promovierte zwischen 2002 und 2004 zum Thema Landesplanerische Beurteilung des großflächigen Einzelhandels am Zentralinstitut für Raumplanung in Münster und lehrte danach an der Fachhochschule. Er ist in der Kanzlei Prof. Versteyl in Hannover tätig und arbeitet nebenberuflich als Lehrbeauftragter an der Universität Hannover. 2. RA Dr. Florian Hartl, LL.M. e.v.. Dr. Florian Hartl wurde 1963 geboren. Er absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilian Universität München. Er ist seit 1994 als Rechtsanwalt zugelassen. Seine Promotion zum Dr. jur. erfolgte ebenfalls im Jahre Seit 1997 ist Dr. Hartl Fachanwalt für Steuerrecht und arbeitet seit 2001 als Steuerberater. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Unternehmenskäufe, Unternehmensnachfolge, erbrechtliche Beratung, Handelsrecht sowie Steuerrecht. Dr. Hartl ist ein Post-Graduate Member der University of Sydney und bekleidet das Amt des Vorstandes Vereins Rosebusch Verlassenschaften 3. RA Dr. Angela Dagenförde-Reuter Dr. Angela Dagenförde wurde 1968 in Walsrode geboren. Nach einer Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notargehilfin sowie einer 6jährigen Tätigkeit in diesem Beruf erhielt sie am Abendgymnasium Hannover die allgemeine Hochschulreife. Dr. Dagenförde studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Trier und Hannover legte sie nach dem Rechtsreferendariat das 2. Staatsexamen ab und praktiziert seit 2001 als Rechtsanwältin, wobei sie seit 2004 als Fachanwältin für Verwaltungsrecht tätig ist. Dr. Dagenförde promovierte bei Prof. Dr. Dr. Salje zum Thema Umweltschutz durch 15

16 öffentliche Auftragsvergabe. Seit dem WS 2004/2005 gehört sie als Lehrbeauftragte für Vergaberecht der Universität Hannover an. Seit dem SS 2005 lehrt sie an der Universität Lüneburg ebenfalls im Bereich des Vergaberechts. 4. RA Dr. Ulrich von Jeinsen Dr. Ulrich von Jeinsen wurde 1952 geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen. Dr. von Jeinsen ist seit 1979 als Rechtsanwalt zugelassen. Er promovierte im Jahr 1980 und wurde 1995 als Notar ernannt. Dr. Jeinsen befasst sich insbesondere mit Gesellschaftsrecht, Unternehmenskäufen, internationalem Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Landwirtschaftsrecht und Luftverkehrsrecht. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Bereich der nationalen und internationalen Schiedsgerichtsbarkeit sowie der nationalen und internationalen Schadensregulierung. Er ist Mitglied der International Bar Association, der American Trial Lawyers Association, der Deutsch-Amerikanischen Juristenvereinigung und der Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht. Dr. von Jeinsen ist Honorarkonsul von Mexiko für Niedersachsen und ist zusätzlich als Lehrbeauftragter an der Universität Hannover tätig. 5. RA Dr. Holger Jakobj Dr. Holger Jakobj studierte Rechtswissenschaften an der Universität Hannover. Er war für Professor Dr. Faber am Lehrstuhl für Öffentliches Recht der juristischen Fakultät Hannover tätig und promovierte über Spruchreife und Streitgegenstand im Verwaltungsprozess. Dr. Jakobj ist seit 1999 als Rechtsanwalt zugelassen. 6. RA Dr. Winfried Lippmann 16

17 Dr. Winfried Lippmann studierte von 1968 bis 1973 in Göttingen; er absolvierte das Referendariat von 1973 bis 1976 in Hannover, wo auch die Promotion im Kartellrecht erfolgte. Dr. Lippmann ist seit 30 Jahren als Rechtsanwalt in der Kanzlei Dr. Lippmann & Collegae in Laatzen bei Hannover tätig. Zugleich ist er seit 1986 Notar und Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Seit 1997 lehrt Dr. Lippmann an der Universität Hannover. Er ist in den Bereichen Gesellschafts- und Handelsrecht, Markenrecht, Gewerblicher Rechtsschutz einschließlich Urheber- und Verlagsrecht, Bau- und Werkvertragsrecht, Pflegeversicherungsrecht sowie Wettbewerbs- und Kartellrecht hauptsächlich tätig. Dr. Lippmann hält regelmäßige Vorträge im Bereich Gesellschafts-, Pflegeversicherungs- und Erbrecht und Notarrecht. Er ist Mitglied in der EU- Lex International Practical Group, der Deutsch-Spanischen Gesellschaft Niedersachsen e.v., des BVMW Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.v. sowie international operierenden Anwaltsvereinigungen. 7. RA Dr. Elke Müller Frau Dr. Müller wurde 1969 geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie das Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Göttingen, Leiden (Niederlande) und Hannover. Nach dem Abschluss des Ersten Juristischen Staatsexamens folgte das Referendariat im OLG Bezirk Celle. Nach dem Abschluss des Zweiten Juristischen Staatsexamens absolvierte sie von 1998 bis 1999 eine Mediationsausbildung am Institut für Streitkultur in Berlin. Von studierte Dr. Müller an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (BAFM). Dr. Müller ist seit 1999 als Rechtsanwältin und Mediatorin selbständig tätig. Seit dem SS 2004 arbeitet sie als Lehrbeauftragte der Universität Hannover am Fachbereich Rechtwissenschaften. Im Jahr 2004 gründete sie gemeinsam mit Prof. Leo Montada und Hansjörg Schwartz die Konstanzer Schule für Mediation. Frau Dr. Müller promovierte über die Bedeutung subjektiver (Un-)Gerechtigkeit und Bearbeitung von Gerechtigkeitskonflikten in der Mediation am Beispiel von Trennung und Scheidung. Dr. Müller lehrt als Dozentin an verschiedenen Einrichtungen. 8. RA Dr. Michael Nagel Rechtsanwalt Dr. Michael Nagel, geb in Hannover, studierte nach Beendigung einer Banklehre und Tätigkeit bei der Deutschen Bank in München Rechtswissenschaft und Philosophie an der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg in Breisgau legte er sein Erstes Juristisches Staatsexamen, 1993 sein Zweites Juristisches Staatsexamen ab. Er ist seit 1993 als Rechtsanwalt tätig, in der Zeit zwischen 1994 und 1999 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Walter Gropp für Straf-, Strafprozessrecht und Strafrechtsvergleichung an der Juristenfakultät Leipzig. Seit 1995 ist Dr. Nagel Lehrbeauftragter an der Universität Cergy-Pontoise in Frankreich promovierte Dr. Nagel im Bereich des Strafverfahrensrechtes. Seit 1999 ist er Mitglied der Arbeitsgemeinschaft 17

18 Strafrecht des Deutschen Anwaltsvereins und lehrt seit 2001 an der Universität Hannover. Er ist Mitglied eines Europäischen Arbeitskreises zur Thematik Rechtliche Initiativen gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus, geleitet von Prof. Dr. Walter Gropp (Universität Gießen). Seit 2003 ist er Fachanwalt für Strafrecht. 9. RA Pajam Rokni RA Rokni wurde 1974 in Hannover geboren. Er absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Bielefeld sowie Hannover. Seit Mai 2003 praktiziert RA Rokni in Bürogemeinschaft mit Rechtsanwalt und Notar Siegfried Großekathöfer. Seine Interessenschwerpunkte liegen im Bereich Strafrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht und Mietrecht sowie Familienrecht. RA Rokni ist Mitglied im Deutschen Anwaltsverein, im Anwaltsverein Hannover sowie im Forum junger Rechtsanwälte. 10. RA Prof. Dr. Wolfgang Schlüter Prof. Dr. Wolfgang Schlüter wurde 1934 in Gütersloh geboren. Nach dem Besuch eines humanistischen Gymnasiums in Bielefeld studierte er die Rechte in Freiburg und Münster promovierte er bei Prof. Dr. Hans Julius Wolff. Als junger Anwalt ließ er sich 1963 in Bielefeld nieder und wurde 1975 zum Notar bestellt. Herr Schlüter berät mittelständische Unternehmen in allen Fragen des Wirtschafts-, Gesellschafts-, und Vertragsrechts. Seit 1983 lehrte er allgemeines Wirtschaftsrecht an der Universität Witten/Herdecke und wurde 1991 zum Honorarprofessor ernannt. Von hatte er einen Lehrauftrag an der Europauniversität Viadrina in Frankfurt/ Oder. Seit 2001 lehrt Herr Schlüter Vertragsrecht an der Universität Hannover. Er ist Oberstleutnant der Reserve. 11. RA Dr. Andrea Versteyl Dr. Versteyl wurde 1953 in Ledgen (NRW) geboren. Sie studierte Rechtswissenschaften, Philosophie u. Publizistik an der Universität Münster und arbeitete von 1976 bis 1977 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Internationales und 18

19 Ausländisches Recht der Universität Münster. Während des juristischen Vorbereitungsdienstes beim OLG Hamm absolvierte Dr. Versteyl ein Studium der Rechtsethnologie/Rechtssoziologie an der Universität Hannover. Nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen wurde Dr. Versteyl als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Bielefeld tätig erfolgte die Zulassung als Rechtsanwältin. Die Doktorwürde wurde Dr. Versteyl 1985 von der Universität Münster verliehen. Zwischen 1988 und 2001 war sie als Partnerin in der Kanzlei Meidert & Kollegen in Augsburg tätig, wo sie seit 1989 auch als Fachanwältin für Verwaltungsrecht arbeitete. Zwischen 1990 und 1996 lehrte Dr. Versteyl als Lehrbeauftragte an der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg bekleidet sie das Amt der Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirates des Bayerischen Instituts für Angewandte Umweltforschung und -technik (Bifa) in Augsburg und war von 1997 und 2001 ein Mitglied des Umweltbeirats der Stadt Augsburg. Seit 2001 ist Dr. Versteyl als Partnerin in der Kanzlei Prof. Versteyl Rechtsanwälte im Büro Hannover tätig. 12. RA Dr. Volkert Vorwerck Dr. Volkert Vorwerck wurde 1947 geboren. Er absolvierte sein Studium in Hamburg, Lausanne und Kiel legte er die Zweite Juristische Staatsprüfung ab und arbeitet im Anschluss daran bis 1979 als Justiziar in einem pharmazeutischen Unternehmen in Bielefeld wurde er als Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Celle zugelassen. Im November 1994 erfolgte die Wahl zum Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof. Dr. Vorwerck ist Mitglied im Ausschuss Zivilverfahrensrecht des DAV sowie im Ausschuss Europäisches Vertragsrecht der BRAK. Er ist Vorsitzender des Schuldrechtsausschusses der BRAK und Mitglied des Kuratoriums der Bankrechtlichen Vereinigung sowie Autor zahlreicher Publikationen zum Prozess- und Schuldrecht. E. Wissenschaftlicher Beirat des Instituts für Prozessrecht und anwaltsorientierte Juristenausbildung. Das Institut für Prozessrecht und anwaltsorientierte Ausbildung hat sich einen wissenschaftlichen Beirat gegeben, der vor allem aus hochrangigen Vertretenen der organisierten Anwaltschaft zusammengesetzt ist. Die anwaltsorientierte Juristenausbildung ist auf den Dialog mit der organisierten Anwaltschaft angewiesen. In Hannover 19

20 ist durch die Besetzung des wissenschaftlichen Beirats sicher gestellt, dass die anwaltsorientierte Juristenausbildung Anregungen, Vorschläge und Kritik der organisierten Anwaltschaft in ihre Arbeit einbezieht. Gleichzeitig ist gewährleistet, dass die Erfahrungen, die an der Universität mit der anwaltsbezogenen Juristenausbildung gemacht werden, der organisierten Anwaltschaft zur Kenntnis gebracht werden. Mitglieder des Beirats sind (in alphabethischer Reihenfolge): Rechtsanwalt Stephan Göcken, Sprecher der Geschäftsführung der Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin Rechtsanwalt Martin W. Huff, NJW-Chefredakteur, Frankfurt am Main Rechtsanwalt Dr. Christoph Knauer, Vorsitzender des Fördervereins des Instituts für Anwaltsrecht an der Ludwig-Maximilians Universität München, Leiter der Verlagsgruppe Recht Wolters Kluwer Deutschland, München Ministerialrat Dr. Karl Kröpil, Landesjustizprüfungsamt Niedersachsen, Hannover Rechtsanwältin Verena Mittendorf, Schatzmeisterin des Deutschen Anwaltsvereins, Hildesheim Rechtsanwalt Dr. Thomas Remmers, Mitglied des Präsidiums der Rechtsanwaltskammer Celle, Hannover Rechtsanwalt Dr. Ulrich Scharf, Vizepräsident der Bundesrechtsanwaltskammer und Präsident der Rechtsanwaltskammer Celle, Celle Rechtsanwalt Dr. Michael Vogeler, Vorsitzender des Fördervereins für die anwaltsorientierte Juristenausbildung an der Universität Hannover, Hannover F. Studienordnung des ADVO-Z- Studiengangs Präambel Der Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Hannover bietet im Rahmen des Studiums der Rechtswissenschaften ein anwaltsorientiertes Zertifikatsstudium an, das die Möglichkeit bietet, ein Zertifikat (ADVO-Zertifikat) zu erlangen. Das Zertifikatsstudium wird in Zusammenarbeit mit der Rechtsanwaltskammer Celle und dem Verein zur Förderung anwaltsbezogener Ausbildung am Fachbereich Rechtswissenschaften in Hannover e.v. in Ergänzung und Vertiefung des regulären Studiums der Rechtswissenschaft durchgeführt und vermittelt spezielle Kenntnisse für die rechtsgestaltende, planerische und forensische Anwaltspraxis in den Bereichen deutsches und internationales Zivil-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht, Öffentliches Recht und Straf- 20

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