Rechnungslegung und Steuern

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1 Rechnungslegung und Steuern Vorlesung Memo 3. Das Inventar als Ausgangspunkt der Buchführung Rechnungslegung 1

2 3. Das Inventar als Ausgangspunkt der Buchführung 3.1 gesetzliche Begründung 240 I: Jeder Kaufmann hat zu Beginn seines Handelsgewerbes seine Grundstücke, seine Forderungen und Schulden, den Betrag seines baren Geldes sowie seine sonstigen Vermögensgegenstände genau zu verzeichnen und dabei den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden anzugeben 240 II: Er hat demnächst für den Schluss eines jeden Geschäftsjahrs ein solches Inventar aufzustellen. Die Dauer des Geschäftsjahrs darf zwölf Monate nicht überschreiten. Die Aufstellung des Inventars ist innerhalb der einem ordnungsmäßigen Geschäftsgang entsprechenden Zeit zu bewirken Inventar: detailliertes art-, mengen- und wertmäßiges Verzeichnis aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Kaufmanns zum bestimmten Stichtag Inventur: Verfahren zur Ermittlung Rechnungslegung 2

3 4.2 Inventurverfahren a) körperliche Bestandaufnahme (Ansager/Aufschreiber) - zählen, messen, wiegen - Vollinventur - Stichprobeninventur ( 241 HGB) b) buchmäßige Bestandaufnahme - Beleg/Buchinventur - immaterielle Vermögensgegenstände (z.b. Lizenzen) - Forderungen / Schulden c) Bestandsaufnahme anhand von Unterlagen - immaterielle VGG - unterwegsbefindliche Ware - anhand Vertragsunterlagen Rechnungslegung 3

4 4.3 Inventursysteme a) Stichtagsinventur - klassische Stichtagsinventur ( 240 II) - ausgeweitete Stichtagsinventur 10 Tages-Grenze b) permanente Inventur - ermöglicht neue Inventur in Zeitraum niedriger Bestände zu legen - erfordert Warenwirtschaftssystem - Vorteil: Ständige Kontrolle Soll/Ist-Bestände c) Verlegte Inventur - Inventur findet zwischen drei Monaten vor und zwei Monaten nach Abschlussstichtag statt. Durch wertmäßige Fort- und Rückschreibung wird Stichtagswert berechnet Rechnungslegung 4

5 4.4 Gliederung des Inventars gesetzlich nicht geregelt Aber: Vorschriften für Bilanz, üblich diese Gliederungsvorschriften zu übernehmen Vermögen: Unterteilung in 2 Gruppen nach steigender Liquidität Anlagevermögen dient Unternehmen langfristig Vermögenswerte, mit denen Unternehmen Leistung erbringt Umlaufvermögen nur kurzfristig im Unternehmen haben Aufgabe, Unternehmen durch stetige Zu- und Abgänge Erfolg zu verschaffen Rechnungslegung 5

6 4.4 Gliederung des Inventars Schulden: Unterteilung in 2 Gruppen nach abnehmender Fristigkeit langfristige Schulden dienen meist Finanzierung des AV, bspw. Darlehen kurzfristige Schulden resultieren meist aus Schulden aus Lieferungen und Leistungen Aus Daten des Inventars läßt sich Eigenkapital berechen (Inventargleichung): Vermögen./. Schulden = Eigenkapital Anteil Eigenfinanzierung durch Unternehmer Vermögen = Eigenkapital + Schulden Wie ist Vermögen finanziert? Rechnungslegung 6

7 4.4 Gliederung des Inventars Darstellung meist in Listenform untereinander Rechnungslegung 7

8 Danke! Fragen? Rechnungslegung 8

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