Et hätt no immer joot jejange?

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2 Et hätt no immer joot jejange? 2008 Entscheidung für PART, Verpflichtend für Alle! 2009 Fortbildung von zwei Inhoustrainern in zwei jeweils 1wöchigen Seminaren Bis Ende 2012 in jeweils 3tägigen Schulungen mit 12 KollegenInnen, 110 von 165 MA geschult Teams von Gruppen mit höherer Gewalttätigkeit wurden zu erst geschult Zu Beginn des Schulungsprogramms ausführliche Information und Beratung mit Klientenvertretungen gesetzlichen Betreuern/Eltern und Teamleitungen Seit dem ausführlicher Diskussionsprozess über den Umgang mit Gewalt mit weitreichenden Folgen. 2

3 Professionell Handeln in Gewaltsituationen Professional Assault Response Training (PART ) Das Seminarkonzept 1. Das Ziel meiner Arbeit 2. Professionalität 3. Vorbereitung 4. Auslöser von Aggression und Gewalt und deren Alternativen 5. Reaktionsweisen: Krisenkommunikation 6. Reaktionsweisen: Ausweich-, Befreiungs- und Selbstschutztechniken 7. Reaktionsweisen: Zwangsmaßnahmen 8. Dokumentation und Nachbesprechung 3

4 Arbeitssicherheit Grundsätzlich haben alle Beschäftigten einen Anspruch auf einen sicheren Arbeitsplatz. Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Gefährdungen zu ermitteln und zu beurteilen um dann alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um Leben und Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen. 4

5 Grundprinzip: Die Persönlichkeitsrechte und die Würde der Klientinnen und Klienten und dabei Sicherheit für alle Beteiligten herzustellen. 5

6 Welche Ziele sollen mit den Teilnehmer erreicht werden? präventiv gewalttätige Krisen verhindern, mögliche Gewaltsituationen frühzeitig richtig einschätzen, angemessen und kompetent intervenieren, die Vorfälle konsequent auswerten und die Ergebnisse zur Prävention nutzen 6

7 Wodurch werden die Ziele erreicht? die Selbstsicherheit der Mitarbeitenden zu erhöhen Maßstäbe für angemessenes Handeln in Krisensituationen zu vermitteln den/die Klienten/in nicht als Gegner zu betrachten, sondern als jemanden, der/die sich in einer Krise befindet 7

8 Drei Leitgedanken 1. Krisen frühzeitig erkennen 2. Selbstkontrolle aufrecht erhalten 3. Professionell handeln 8

9 1. Krisen frühzeitig erkennen Beobachten Sie Veränderungen in der Ausdrucksweise Achten Sie auf Zeichen ungewöhnlicher Erregung oder Anspannung Nehmen Sie Drohgebärden ernst 9

10 2. Selbstkontrolle aufrecht erhalten Die Aufrechterhaltung der Selbstkontrolle unter schwierigen Umständen ist das zentrale Kennzeichen professionellen Handelns 10

11 3. Professionelles Handeln > Krisenkommunikation < Deeskalation beginnt mit Kontaktaufnahme zu der aggressiven Person und mit Kommunikation (reden, zuhören, Gestik, Mimik, Körperhaltung, Beachtung von Nähe und Distanz). 11

12 3. Professionelles Handeln > Selbstschutztechniken < Wenn dies nicht ausreicht und eine realistische Verletzungsgefahr besteht, setzen Sie zusätzlich Selbstschutztechniken ein und reden Sie weiter mit Ihrem Gegenüber. 12

13 3. Professionelles Handeln > Festhaltetechniken < Erst wenn Sie auch damit nicht erfolgreich genug sind und eine ernsthafte Bedrohungs- oder Verletzungsgefahr besteht, sollten Sie weitergehende Maßnahmen, z. B. Festhaltetechniken einleiten müssen dies aber nicht, wenn sich die Lage auf andere Weise beruhigen lässt. Halten Sie sich an den Notfallplan Ihrer Dienststelle und entscheiden Sie, ob Sie Hilfe herbeirufen. 13

14 Das Stressmodell von Gewalt Voraussetzung: Das Grundverhalten kennen Phase I: Auslösendes Ereignis Phase II: Eskalation Phase III: Krise Phase IV: Entspannung Phase V: Nach-Krisen-Depression 14

15 PART bewegt! Verbindliches Dokumentationssystem zu Gewalt Was ist Gewalt und wie gehen wir damit um Gesamtkonzeption in leichter Sprache > Beschreibung > Opferschutz hat Vorrang > Grenzen der Institution > Einbindung in die Leitbildarbeit 2013 Ansätze zu Mitarbeiterfürsorge Burnoutprophylaxe Zusammenarbeit Polizei (Strafanzeige) Intensive Zusammenarbeit Traumaberaterin Schulung für Klienten Verpflichtung zur Auffrischung ab 2013 zur Sicherung der Qualität Teamberatung durch PART-Trainer Evaluation durch BGW & Uniklinikum Hamburg - Eppendorf 15

16 Auswertung Evaluation des Part-Konzeptes -erste Ergebnisse- Häufigkeit von erlebter Gewalt und Aggression Körperliche Gewalt 28 (68%) Verbale Gewalt 35 (85%) Belastungsempfinden durch erlebte Gewalt und Aggression Gering 30 % Mittel 34 % Hoch 20 % Gemessen auf einer Scala von 0 für gering bis 10 für sehr gut ( Kategorien: 0-3 niedrig; 4-7 mittel; 8-10 hoch) 16

17 Auswertung Evaluation -erste Ergebnisse- Vorbereitung durch die Einrichtung Gering 5 % Mittel 49 % Gut 37 % Unterstützung durch Vorgesetzten Gering 32 % Mittel 27 % Gut 22 % Unterstützung durch Kollegen Gering 5 % Mittel 32 % Gut 27 % 17

18 Auswertung Evaluation -erste Ergebnisse- Ich habe gelernt eine effektiven Selbstkontrollplan für mich zu erstellen Eher nein 24 % Teils- Teils 42 % Eher ja 28 % Training hat den Umgang mit aggressiven Verhalten in der Einrichtung verändert Eher nein 17 % Teils- Teils 34 % Eher ja 46 % Ich fühle mich sicherer bei der Arbeit Eher nein 12 % Teils- Teils 39 % Eher ja 46 % Ich habe den Eindruck, dass sich die Klienten sicherer fühlen Eher nein 29 % Teils- Teils 46 % Eher ja 17 % 18

19 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt: Klaus Kanonenberg Lebensgemeinschaft Eichhof ggmbh (www.eichhof.org) WfbM / -Sozialer Dienst- Eichhof Much 02295/

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