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1 4,50 I FR. 9,00 E-COMMERCE I ONLINE-MARKETING I TECHNIK INTERNET WORLD Business AUSGABE 20/ SEPTEMBER 2014 ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL Expert Aufholjagd im E-Commerce Anzeige Neue Serie SEO-Strategien für Shops: Der Sprung auf Platz 1 S. 24 Zeitenwende Samsung: Aus für Notebooks Tablets und Smartphones lösen den klassischen PC ab, bei Notebooks brechen die Verkaufszahlen ein. Und Samsung reagiert: Der koreanische Hersteller will seinen Notebook- Vertrieb in Europa einstellen. Anfang 2014 hatte sich bereits Sony von seinem Notebook-Geschäft getrennt und die Marke Vaio verkauft. [fk] Notebooks: Nachfrage sinkt drastisch DirecTV Einzelhandel Anteil des Online-Handels am Umsatz der verschiedenen Sortimentsbereiche in Deutschland Vor drei Jahren kündigte die Unterhaltungselektronik-Verbundgruppe Expert erstmals einen Online-Shop an. Doch erst jetzt steht die Vereinigung aus bundesweit 450 Händlern kurz davor, im E-Commerce endlich Gas zu geben. S. 16 er Bund deutscher Kriminalbeamter D (BDK) schlägt Alarm: Die Arbeit des Cybercop sei schlecht bezahlt und unattraktiv, deshalb leiden Polizeibehörden bundesweit unter Personalmangel bei der Verfolgung von Internet-Delikten. Nach Angaben des bayerischen BDK-Landesverbands arbeiten von den 33 Experten, die einst für diesen Job im Freistaat ausgebildet wurden, heute nur noch 25 für die Polizei. Statt der versprochenen 25 Neuzugänge sollen sich im Moment lediglich 22 Cybercop-Anwärter in der Ausbildung befinden. Meldungen wie diese sind symptomatisch für das Verhältnis der Gesellschaft zur Internet-Sicherheit: Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über einen neuen Fall von Cyberkriminalität, über ausgespähte Nutzerdaten und geknackte Accounts berichtet wird. Doch wenn es darum geht, konzertiert gegen Sicherheitsbedrohungen im Netz vorzugehen, fehlt die Entschlossenheit. Dies gilt auch für das Verhalten der Nutzer im Netz. Wenn sie den Wearables Der Marketingkanal am Handgelenk S. 18 Diagnose: Unsicher Die Ängste der Verbraucher vor Sicherheitslücken bremsen den E-Commerce aus Verdacht haben, dass mit ihren Daten Schindluder getrieben werden könnte, meiden sie zwar Websites und E-Shops wie Studien von Marktforschern belegen, auf der anderen Seite erfreuen sich nicht Der Stellenmarkt für Internet-Fachkräfte S. 38 oder unter internetworld.de/stellenmarkt Angst vor Ausspähung: Die Mehrzahl der Nutzer sorgt sich um die Sicherheit knackbare Passwörter nur geringer Beliebtheit. Experten sehen die Entwicklung mit Sorge: Die Angst der Nutzer vor dem Datenklau bremst das Wachstum der digitalen Wirtschaft. Mehr dazu ab Seite 8. Foto: Fotolia / Ra2 Studio Fashion & Accessoires 6,2 % Schmuck & Uhren 18,9 % E-Commerce Online-Marketing Technik 5,1 % 10,2 % CE/Elektro 8,9 % 19,8 % Heimwerken & Garten 1,3 % 3,2 % Wohnen & Einrichten 3,2 8,6 % Büro & Schreibwaren 5,8 % 18,3 % Freizeit & Hobby 9,7 % 18,4 % Gesundheit & Wellness 5,7 % 9,8 % Mindestens verdoppelt hat sich der Online-Anteil im Handel seit 2008 INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: IFH Ende des Wachstums Nach den Zahlen des Versandhandelsverbandes BEVH deuten jetzt auch die neuesten Auswertungen vom EHI Institut auf ein deutlich gebremstes Umsatzplus im deutschen E-Commerce hin. S. 12 Tablets und Smartphones in Deutschland % % Innerhalb eines Jahres nahm die Marktdurchdringung von Tablets und Smartphones um über 50 Prozent zu Über Geld spricht man nicht Für Luxusmarken ist klassische Online- Werbung ein unerlässlicher Bestandteil der Markenbildung. Social-Media-Kanäle sind dagegen weniger relevant, stellt eine aktuelle Studie fest. S. 20 Vier auf einen Streich Sicher, passgenau, umweltfreundlich und möglichst billig diese vier Bedingungen soll die ideale Transportverpackung erfüllen. In der Praxis sind vernünftige Kompromisse nötig. S. 26 Neue Mediengesellschaft Ulm mbh, PF , München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt INTERNET WORLD Business 18/14; Quelle: eweb Research Center der Hochschule Niederrhein

2 Die Themen-Guides der Internet World Business E-Commerce Guide 2014 Beilage INTERNET WORLD Business 22/14 vom Webhosting Guide 2014 Beilage INTERNET WORLD Business 24/14 vom NEU! Logistik Guide 2015 Beilage INTERNET WORLD Business 2/15 vom E-Payment Guide 2015 Beilage INTERNET WORLD Business 5/15 vom Buchen Sie jetzt Ihren Werbeauftritt! Bleiben Sie 1 Jahr lang präsent! Anzeigenberatung: Juliane Roschke Telefon 0 89/ , Fax 0 89/

3 INHALT 29. September /14 Inhalt INTERNET WORLD Business Mobile Website 3 SCHWERPUNKT Digitale Schizophrenie Sicherheitslücken im Netz 8 E-COMMERCE Wachstum mit Grenzen Weniger Umsatzplus im Online-Handel 12 Putzoffensive aus dem Web Professionalisierung von Haushaltshilfen 14 Aufholjagd im E-Commerce Die Multichannel-Strategie von Expert 16 Wenn ebay offline geht Rechte beim Ausfall der Plattform 17 ONLINE-MARKETING Werbung, hautnah Wearables und Marketingmöglichkeiten 18 Über Geld spricht man nicht Luxusmarken im Social Web 20 Emotionen auf Facebook Bonprix: Content-Strategie auf Facebook 21 Werbung für Suchende Display Ads auf Basis von Suchverhalten 21 Endlich wieder Ordnung Ikea räumt Wohnungen von Sammlern auf KNOW-HOW Serie, Teil 1: Der Sprung auf Platz 1 SEO für Webshops TECHNIK Vier auf einen Streich Anforderungen an die Verpackung 26 Filiale ist nicht nur Abholstation Globetrotter verzahnt alle Kanäle 28 Sieger glänzen mit Beratung und Ideen Shop Usability Award Neuer Player neues Glück? Apple versucht sich im Mobile Payment 32 RUBRIKEN Update 4 Pro & Contra: Dmexco Dienstleisterverzeichnis 33 Personalien 37 Termine 37 Stellenmarkt 38 Szene: K5 Konferenz 40 Impressum 40 Meinung: große Firmen, wenig Innovation Internetworld.de auf Smartphone und Tablet lesen Internetworld.de ist die aktuelle Anlaufstelle im Netz für die Themen E-Commerce, Online-Marketing, Technik, Mobile und Social Media. Nach dem Relaunch des Portals im Frühjahr folgt jetzt der nächste Schritt: die Optimierung für mobile Endgeräte. Für den Aufruf der mobilen Website ist keine gesonderte URL erforderlich das Endgerät wird automatisch erkannt und die Seitendarstellung an das jeweilige Smartphone- oder Tablet-Display angepasst. Um die Navigation auf dem Smartphone zu erleichtern, wurde der Funktionsumfang gestrafft und ein zusätzlicher Navigations-Button in die Kopfzeile integriert. Mit ihm lassen sich die Inhalte der Seite nach Themenschwerpunkten sortieren. Bestimmte andere Funktionen, zum Beispiel das Heftarchiv, sind in der Mobile-Ansicht nicht enthalten. Wer sie dennoch auf dem Smartphone nutzen möchte, kann mit einem Klick zur klassischen Browser- Ansicht wechseln. Leser mit einem Apple ipad können auch mit der INTER- NET WORLD Business-App das digitale Heftarchiv nutzen. Damit können Sie das Heft bereits vor dem Erscheinungstermin der Print-Ausgabe lesen. Für Abonnenten ist dieser Service kostenlos. Foto: istockphoto / Mstay 14 Foto: istockphoto / Lolon Foto: Fotolia / Valua Vitaly Social Media Facebook: facebook.com/internetworld.de Google+: internetworld.de Newsletter: Menschen in diesem Heft Christian Geyer, Gesellschafter von Nano Interactive, glaubt nicht an den Erfolg herkömmlichen Retargetings. Sein Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, das Werbung auf Basis der Suchanfragen der Nutzer aussteuert. 21 Benjamin Prause ist COO/CSO bei Eprofessional. Er hält die Ikea-Aktion #zeigdeinchaos für eine gelungene virale Kampagne, die den User erreicht und demonstriert, wie wichtig es ist, eine gute Geschichte zu erzählen. 22 Stefan Lerchner ist Marketingleiter bei Dinkhauser Kartonagen. Er meint, dass reines Greenwashing nach hinten losgeht. Für ihn muss Klimaschutz beim Thema Verpackung ernsthaft betrieben werden. 26 Ramin Markus Ziai ist Geschäftsführer der Portale Blauarbeit und Haushelden. Für ihn funktioniert die Vermittlung von Haushaltshilfen nur im lokalen Markt. Eine Internationalisierung bringe daher wenig Vorteile. 14 Christian Zien ist Leiter E-Commerce bei Globetrotter. Er erklärt, was neu an der Verzahnung der Kanäle Online Mobile sowie Filialgeschäft ist und wie es mit Same Day Delivery aussieht. 28 Jörg Ziercke, scheidender Präsident des BKA, beobachtet, dass die Cyberkriminellen professionell und flexibel auf neue Sicherheitsstandards reagieren und ihre Methoden den neuen Rahmenbedingungen anpassen. 09

4 UPDATE 4 INTERNET WORLD Business 29. September /14 Smarter Rolli: Zusammen mit dem Physiker Stephen Hawking hat Intel einen smarten Rollstuhl entwickelt. Der Rolli überwacht Gesundheitswerte wie Blutdruck und Puls und liefert Infos, wie rollstuhlgerecht ein Ort ist Stephen Hawking sitzt seit über 40 Jahren im Rollstuhl Rodenstock: Als zentrale Anlaufstelle le rund um die Themen Sehen und Brille hat Berger Baader Hermes den Online-Auftritt von Rodenstock relauncht. Nutzer finden viele Infos rund um Sehprobleme und Gläser Eine virtuelle Brillenanprobe hilft bei der Modellwahl Q&A ALIBABA Börsengang der Superlative Henrich Blase, Geschäftsführer von Check24.de, will mit Reisen wachsen und rührt dafür die Werbetrommel. Dass Check24 Reisen vergleicht, ist ja nicht neu. Warum jetzt die Offensive? Wir haben erst jetzt alle Services und Filterfunktionen integriert und sind nun konkurrenzfähig. Bis spätestens 2016 wollen wir unter die Top Drei kommen und damit zwischen 50 und 100 Millionen Euro Umsatz erzielen. Haben Sie Angst vor Google, das seit Anfang des Jahres Google Flights und Google Hotels anbietet? Die Ängste haben sich nicht bestätigt. Zurzeit soll Google das Thema gestoppt haben, obwohl in Deutschland die Entwicklerkapazität angeblich verdoppelt wurde. Was planen Sie in Zukunft? Internationalisierung. Das Reisethema ist das erste Thema, das sich für eine Internationalisierung anbietet. Shopping und Elektronikgeräte folgen. Der größte jemals durchgeführte Börsengang der Welt ist geglückt. Für 68 US-Dollar kamen 320 Millionen Aktien des chinesischen Online-Händlers Alibaba an der New Yorker Wall Street auf den Markt und spülten Gründer Jack Ma 25 Milliarden US- Dollar in die Kassen. Für die Im Alibaba-Headquarter wird gefeiert Investoren war der Kauf ein lukratives Geschäft: Bei der Erstnotiz zwei Stunden später lag der Aktienwert mit 92,70 US-Dollar 36 Prozent über dem Ausgabepreis und kletterte weiter auf einen Tageshöchstpreis von 99,70 US-Dollar. Zum Redaktionsschluss notierte die Aktie bei 90 US-Dollar. Mit einem Firmenwert von 231 Milliarden US-Dollar ist Alibaba nun mehr wert als Walt Disney oder Coca-Cola. Konkurrent Amazon kommt auf 148,2 Milliarden US-Dollar. (dz) ZALANDO Spannung vor dem 1. Oktober Zalando wagt sich am 1. Oktober aufs Börsenparkett. Der Ausgabepreis soll zwischen 18 und 22,50 Euro betragen, das Emissionsvolumen wird auf 633 Millionen Euro beziffert, der Unternehmenswert auf 5,6 Milliarden Euro taxiert Mitarbeiter des Unternehmens erhalten Gratisaktien im Wert von je 180 Euro. Laut Börsenprospekt zählte Zalando im ersten Halbjahr ,7 Millionen aktive Kunden, die im Schnitt in diesem Zeitraum Warenkörbe in Höhe von 179 Euro (Vorjahr: 156 Euro) generierten. Die Marketingkosten sanken derweil auf einen Umsatzanteil von 13,6 Prozent (2011: 26,7 Prozent). Und auch bei der Logistik zeigen sich Skaleneffekte: Hier betrugen die Kosten im ersten Halbjahr ,4 Prozent des Umsatzes, im Vorjahreszeitraum lagen sie noch bei 26,7 Prozent. (dz) KREATIV-FUSION Neue Digital-Agentur mit Fokus auf Content Mega-Deal: Die beiden Content- Unternehmen Kircher Burkhardt und Burda Creative schließen sich zusammen und gründen die neue Agenturgruppe C3. In das neue Gemeinschaftsunternehmen sollen auch der Data- und Tech-Spezialist Cope sowie die digitale Redaktionsagentur Wunder Media Production eingebracht werden, die Burda Anfang des Jahres akquiriert hat. Mit Umsätzen von fast 60 Millionen Euro würde C3 damit im BVDW-Ranking der größten Agenturen unter die Top 5 einsteigen und als Einzige den Fokus auf die Produktion von Content legen. 400 Mitarbeiter stehen auf der Payroll, 100 davon sind Journalisten. Standorte sind in Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Zürich, London, Moskau, Hongkong und New York. Weitere sollen folgen. (sg) INTERNET-VERSORGUNG Bund will kostenloses Internet in der Bahn Verkehrsminister Alexander Dobrindt will die Bahn davon überzeugen, ihren Kunden künftig in allen Bahnhöfen und Zügen schnelles Internet kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Doch Bahnchef Rüdiger Grube hält den Ball erst mal flach. Ich möchte nichts versprechen, was wir nachher nicht einhalten können, sagte er zum Auftakt der Bahntechnik- Messe Innotrans in Berlin. Immerhin sollen bis zum Jahresende die meisten ICE-Züge mit der nötigen Empfangstechnik ausgerüstet werden. Bis Ende 2015 sollen auch Intercity-Wagen entsprechend ausgestattet sein. Darüber hinaus soll bei den 24 größten deutschen Bahnhöfen die WLAN- Technik erneuert werden. Bislang WLAN soll es bald in allen ICEs geben sogar gratis allerdings steht der Internet- Zugang Bahn-Kunden nur gegen Bezahlung zur Verfügung. (dz) MEDIA MARKT Fernseher und Kühlschrank per Drive-in Der modernste Elektrofachmarkt Europas steht in Ingolstadt. Dort eröffnet die Elektronikfachmarktkette Media Markt auf Quadratmetern eine vollkommen neu gestaltete Filiale, die Online- und Offline-Handel verknüpft. Die Kunden können etwa auf einer großformatigen Video-Wand per Touch durch das Sortiment surfen, interaktive Tarifberater ver- #bentgate Überfinanziert 21 Minuten verbringen Erwachsene in den USA im Schnitt täglich auf Facebook. Das entspricht einem Drittel der Zeit, die sie sich pro Tag in sozialen Netzwerken aufhalten, sechs Prozent der Zeit, in der sie sich mit digitalen Geräten beschäftigen und nur 2,8 Prozent ihrer täglichen Media-Nutzung. Skandal: Die neuen iphones verbiegen sich unter Gewalteinwirkung. Schoko-Hersteller Ritter dreht das Thema Bentgate auf Twitter genial weiter Doch zehn Prozent der digitalen Werbebudgets fließen allein zu Facebook. Quelle: Emarketer, Stand: September 2014 Ein Löffelchen für Google: Der Suchmaschinenriese hat mit Lift einen Hightech-Löffelhersteller gekauft, der Menschen mit neurologisch bedingtem Zittern das Essen erleichtert.

5 29. September /14 5 Instagram-Ausstellung: Die Münchner Kunsthalle der Hypo- Kulturstiftung hat einen digitalen Rundgang zur aktuellen Ausstellung Rembrandt Tizian Bellotto: Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie auf Instagram veröffentlicht. Jeder Raum hat eine eigene Seite; der Besucher kann sich durchwischen. Instagramer sollen sich wie im realen Leben durch die Ausstellung bewegen können Media Markt bietet einen Drive-in für Webkunden helfen Kunden zu einem maßgeschneiderten Mobile-Vertrag. Ein Highlight des neuen Marktes ist der Drive-through für Online- Käufer. Im Internet bestellte Ware wird von Media-Markt-Mitarbeitern in den Kofferraum gepackt, ohne dass der Kunde sein Auto verlassen muss. Auch die Bezahlung der Ware im Auto ist nun möglich. (dz) BEACONS Leuchtfeuer in München und Düsseldorf Der Düsseldorfer Hauptbahnhof wird zum Beacon-Mekka. In Kooperation mit dem Technologieanbieter Sensorberg und der Deutschen Bahn hat der Vermarkter Ströer dort seine digitalen Außenwerbungsträger mit den Minisendern ausgestattet. Den DUS Open Playground können Agenturen und Werbungtreibende als kostenlose Spielwiese für Beacon- Kampagnen nutzen. Wer sich unter stroeer.de/open-playground registriert, dem wird ein Software Development Kit für die Umsetzung der Kampagne zur Verfügung gestellt. Die Leuchtfeuer (engl. Beacon) brennen seit Neuestem auch in München. In ihrem Haus der Kommunikation hat die Digital-Agentur Plan Net insgesamt 120 Minisender installiert. Im Showroom demonstriert die Serviceplan-Tochter wie Indoor Navigation, Shelf Communication, Recommendation Marketing und CRM am Point of Sale funktionieren könnten. Technischer Partner ist Favendo aus Bamberg, die Beacons stammen von Bluloc. (dz) NETFLIX Europa-Start mit Fehlern Der Netflix-Start in den sechs europäischen Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Luxemburg und Frankreich wurde mit Spannung erwartet. Doch die Fans wurden enttäuscht. Am ersten Wochenende fiel der Dienst zeitweise komplett aus. Wir haben Logistikpläne der deutschen Webhändler Lieferservices Realisiert In Planung 24-Stunden-Lieferung 45 % 33 % Netflix-Nutzer in Europa guckten nach dem Launch in die Röhre ein Streaming-Problem in Europa und arbeiten dran, es zu beheben, ließ Netflix per Twitter verlauten. Und auch sonst könnte die Expansion für den Video-Streaming- Dienst teuer werden, befürchten Anleger. Netflix-CEO Reed Hastings rechnet eigenen Aussagen zufolge selbst erst in fünf bis zehn Jahren damit, dass sein Dienst in Europa schwarze Zahlen schreibt. Insgesamt zählt Netflix über 50 Millionen Abonnenten in mehr als 40 Ländern. Im Portfolio für Deutschland finden sich unter anderem die Eigenproduktionen House of Cards, Orange is the New Black oder BoJack Horseman. Künftig sollen alle amerikanischen Serien auch in Deutschland angeboten werden mit maximal einer Woche Verspätung. Kunden sollen unter anderem auch über Guthabenkarten akquiriert werden, die in Supermärkten verkauft werden. Das Monatsabo kostet 7,99 Euro, in HD 8,99 Euro. (dz) Wichtigste Maßnahmen zur Retourenvermeidung 83 % 76 % Besuchen Sie die Auftaktveranstaltung des E-Commerces: 28. Februar 2015 Kongress Palais Kassel plentymarkets: E-Commerce ERP für erfolgreichen Online-Handel. Das volle Programm: Online-Shop Multi-Channel Warenwirtschaft Auftragsabwicklung Prozesse CRM Up2Date Cloud Die Jahresauftaktveranstaltung für Online-Händler: Der 8. plentymarkets Online-Händler-Kongress in Kassel. Erleben Sie an diesem Tag mehr als 35 Vorträge und 60 Aussteller aus dem gesamten Spektrum des Online- Handels. Egal ob Basiswissen für E-Commerce-Einsteiger oder die neusten Trends der Branche hier findet jeder Händler nützliche Tipps für mehr Erfolg im E-Commerce. Intensives Networking und die legendäre E-Commerce- Party am Abend runden dieses einzigartige Event ab. Seien Sie dabei! Taggleiche Lieferung 9 % 25 % Wahl des Liefertags 21 % 41 % 44 % Powered by Wahl eines Zeitfensters 15 % 36 % Erfassen von Retourengründen 24-Stunden-Lieferung wird Standard. Auch der Liefertag soll häufiger auswählbar werden INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: EHI 2014, Basis: n = 87 Online-Händler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Detaillierte Produktinformation Versandbeschleunigung

6 UPDATE 6 INTERNET WORLD Business 29. September /14 World Wide Web Start-up Styla.com ist ein Softwareas-a-Service-Tool für die Produktion elektronischer Magazine und Kataloge. Es bringt Kauffunktionen mit. DALLAS / USA Neiman Marcus kauft Mytheresa.com Neiman Marcus startet seine Online-Offensive in Deutschland: Für 150 Millionen Euro kaufte die US- Kaufhauskette die Münchner Boutique Theresa samt Webshop Mytheresa.com. Die 1987 und 2006 gegründeten Läden setzen rund 100 Millionen Euro im Jahr weltweit um. (vs) STOCKHOLM / SCHWEDEN Tictail liefert mit Uber aus goo.gl/7j6syg Der schwedische Online-Marktplatz Tictail kooperiert mit Uber: Wer Waren bestellt, bekommt sie in Stockholm innerhalb einer Stunde durch einen Uber-Fahrer geliefert im Pilottest zunächst kostenlos. Tictail nutzt dafür die offene Schnittstelle von Uber und zeigt, wie das umstrittene Start-up zur Plattform für die Mobilisierung von Personen und Lieferung von Waren wächst. (vs) Die neue Männermode zeigt das Hamburger Modehaus Braun nicht nur im Schaufenster. Interessenten können online durch ein Stilmagazin blättern und Hintergründe zu Design und Machart erfahren. Das E-Magazin ist ohne Grafiker mit dem Online-Tool Styla.com entstanden. Es arrangiert Fotos, Illustrationen und Videos sowie Text automatisch zu einem Magazin und stattet dieses bei Bedarf mit Shop- Funktionen aus. Wir ersetzen den Grafiker und Magazin-Gestalter, erklärt Philipp Rogge, ATLANTA / USA Coca-Cola erfrischt Amazon Styla.com: Stellt Online- Magazine zusammen Mitgründer von Styla-Mutter Amazine. Die Shop-Funktionen aus dem Magazin eröffnen neue Erlösquellen im Content Commerce. Styla entstand aus der Blog-Plattform von Amazine und ist zum Patent angemeldet. Neben Händlern und Marken interessieren sich Medienunternehmen für das Tool, dessen Nutzung zwischen 490 bis 990 Euro im Monat kostet. Aufwendigere Integrationen ins Warenwirtschaftssystem verteuern die Nutzung. Auf dem Markt konkurriert Styla mit Softwarespezialisten wie Adobe oder anderen Medien- Baukästen. Sie bieten aber keine Shop-Funktionen. (vs) Coca-Cola hat Surge, seine Zitronenbrause aus den 1990er-Jahren, reanimiert: Verkauft wird die beliebte Erfrischung in Dosen und nur bei Amazon. Die erste Lieferung des Kultgetränks war Anfang September binnen weniger Stunden beim Online-Händler komplett ausverkauft. (vs) AMAZON Entgegenkommen im E-Book-Streit Während sich Verdi an Amazon die Zähne ausbeißt, sieht es im Streit um E-Book-Konditionen nach einem 1 : 0 für die Verlage aus. Laut eines Berichts des Spiegel kommt der E-Commerce- Riese den Verlagen entgegen. Statt wie gefordert 40 bis 50 Prozent will er nur noch unter 40 Prozent der Umsätze, die über seine Plattform mit dem Verkauf von E-Books generiert werden, für sich behalten. Auch die Vertragsfristen könnten von einem auf vier Jahre erhöht werden, um die Planungssicherheit der Verlage zu stärken. Eine Einigung soll noch vor dem Start der Frankfurter Buchmesse erzielt werden. Derweil hat Verdi angekündigt, Amazon auch in diesem Jahr das Weihnachtsgeschäft durch gezielte Streiks in den Logistikzentren erschweren zu wollen waren die Auswirkungen der Streiks für Endkunden nicht zu bemerken. (dz) UBER KAPSTADT / SÜDAFRIKA Naspers will Ricardo.ch verkaufen goo.gl/mf3rj7 Naspers will sich von Ricardo.ch trennen. Das spekulieren Bloomberg und die Neue Zürcher Zeitung. Der Schweizer Online- Marktplatz, der 2,3 Mio. Mitglieder zählt, setzte 2013 rund 550 Mio. Euro um. Den Medienunternehmen Tamedia und Ringier wird ein Kaufinteresse nachgesagt. (vs) Fahrverbot gekippt Uber-Chauffeure dürfen wieder fahren Uber darf in Deutschland weiter fahren. Das Landgericht Frankfurt sah keine Dringlichkeit gegeben und hob die in einem Eilverfahren erwirkte einstweilige Verfügung gegen den Taxi-Konkurrenten wieder auf. Lediglich in Berlin gilt noch ein Uber-Fahrverbot. Dass die Taxifahrer auf die neuen Herausforderer so aggressiv reagieren, ist wenig verwunderlich: In San Francisco soll durch Fahrdienste wie Uber und Lyft die Zahl der Taxifahrten von Januar 2012 bis Juli 2014 von auf 450 pro Monat gesunken sein. In Berlin reagiert mit Taxi Berlin der größte Taxi verbund der Hauptstadt mit einer Exzellenzinitiative auf die neue Bedrohung: Die Fahrer werden in Höflichkeit geschult. (dz) IPHONE 6 UND IPHONE 6 PLUS Sensationelle Markteinführung CHONGQING / CHINA Eine Spur für Smartphone-Nutzer goo.gl/6h7egh Eine eigene Spur auf Gehwegen für Smartphone-Nutzer wird in Chongqing eingerichtet. Das twittert China Central Television. Mit der Maßnahme will die 29-Millionen-Einwohner-Stadt Zusammenstöße mit Passanten und Mail-Checkern vermeiden, die nicht auf den Verkehr achten. (vs) Der Launch der neuen Apple- Smartphones iphone 6 und iphone 6 Plus bricht erwartungsgemäß alle Rekorde. Über zehn Millionen Geräte wurden allein am ersten Wochenende verkauft. Für das iphone 6 Plus müssen deutsche Kunden Lieferzeiten von drei bis vier Wochen in Kauf nehmen, beim iphone 6 sind es bis zu zehn Tage. Branchenbeobachter rechnen damit, dass Apple zum Jahresende das erfolgreichste Quartal in der Wirtschaftsgeschichte abschließen könnte. Dann lägen die Umsätze höher als die von ExxonMobil, Royal Dutch und Gazprom. (dz) NEWS ONLINE E-Commerce, Online- Marketing und Tools & Technik: Topaktuelle News finden Sie unter Dort können Sie auch unsere dreimal täglich erscheinenden Newsletter bestellen.

7 Strategien für Ihr B2B Online Marketing , Hamburg Online, Mobile, Social für B2B 01. Dezember Konferenztag Case Studies & Berichte aus der Praxis 02. Dezember Intensiv-Workshops Online Strategie, Social Media, Content Marketing, Marketing, Online Kennzahlen, SEO/SEA etc. Tickets ab 450, * (statt 590, )* Ihr Code: OBC14diwb Top Referenten auf der Online B2B Conference 2014: Moderation Nina Diercks, Dirks & Diercks Rechtsanwälte Florian Hoffmann, Brainlab AG Ingo Notthoff, T-Systems Multimedia Solutions GmbH Dirk Ploss, CMO4U Dirk Ploss Nadja Schock, Infineon Technologies AG Svenja Teichmann, crowdmedia GmbH * zzgl. MwSt. Mehr Infos und Anmeldung unter: online-business-conference.de Goldsponsor: Sponsoren: Veranstalter:

8 SCHWERPUNKT 8 INTERNET WORLD Business 29. September /14 Foto: Fotolia / Ra2 studio Sicherheit im Netz 20 Virenalarme pro Quartal sind in Deutschland normal Mehr als 50 % alle Nutzer fürchten Sicherheitslücken 55 % aller Firmen wurden Opfer von Cyber-Attacken Schaden pro Phishing-Attacke: im Schnitt Euro Anonymität auf Knopfdruck verspricht ein neuer Router der Deutschen Telekom Digitale Schizophrenie Die wachsende Angst vor Sicherheitslücken im Netz bedroht das Wachstum kommerzieller Online-Angebote. Doch wirksame Gegenmaßnahmen erweisen sich als schwierig bschaffen sollte er sie! Wer wen? Na A der Staat die Einbrecher. Dann wäre alles besser: Keiner müsste mehr aufwendig sein Heim sichern. Jeder könnte das Haus verlassen, ohne die Tür schließen, umständlich mit einem Schlüssel hantieren oder gar in teure Alarmanlagen investieren zu müssen. Bis vor Kurzem war wenigstens im Internet noch alles gut: Betrüger und Diebe waren allenfalls woanders, der einzelne fühlte sich völlig sicher. Die Snowden-Enthüllungen, Skandale wie der Identitätsdiebstahl von rund 18 Millionen -Adressen im Frühjahr oder die Nacktbilder von mehr als hundert Prominenten, die gegen deren Willen veröffentlicht wurden, haben aus der digitalen Insel der Seligen selbst in der Wahrnehmung besonders argloser Bürger ein bedrohtes Terrain gemacht. Für mehr als die Hälfte aller Nutzer sind Sicherheitsbedenken das zentrale Problem bei Online- Einkäufen und auch Unternehmen sind verunsichert: So gab fast ein Drittel der von der Telekom in einer Trendstudie befragten Mittelständler an, nicht zu wissen, ob sie die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, wenn sie ihre Daten oder die ihrer Kunden speichern. Trotz der großen medialen Aufmerksamkeit ist die Bedeutung des Themas Cybersicherheit nicht ausreichend in Gesellschaft und Wirtschaft angekommen, erklärt Professor Matthew Smith, Experte für Cybersecurity an der Universität Bonn. Vor allem der Mittelstand hat oft noch keinen Überblick über die eigene Bedrohungslage. Den Kopf in den Sand zu stecken hilft jedoch nicht am wenigsten Unternehmen, deren Geschäftsmodell im Digital- Bereich angesiedelt ist. Sie sind mit dem Fakt ist: Es gibt keine Zukunft ohne Internet Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz bei der Telekom konfrontiert, was derzeit als digitale Schizophrenie bezeichnet wird: Die Nutzer erkennen zwar die zunehmende Gefährdung und sind verunsichert, gleichzeitig fehlt aber die Bereitschaft, größeren Aufwand für die Sicherheit zu betreiben. Die Verbraucher wollen nicht nur komfor table Angebote für ihre Online-Einkäufe und -Buchungen, ihre Online-Kommunikation oder -Bankgeschäfte, sie erwarten auch, dass diese Angebote sicher sind und dass diese Sicherheit sie weder Zeit noch Geld kostet. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Nutzer auch dann oft keine erhöhten Sicherheitsmaßnahmen nutzen, wenn der Anbieter sie kostenlos zur Verfügung stellt, berichtet Benjamin Krüger vom Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Viel zu oft fehle das Bewusstsein für die möglichen Risiken: Die Bequemlichkeit siegt. Hemmschuh für Wachstum Gleichzeitig belegen Studien, dass Sicherheitsbedenken der größte Hemmschuh für weiteres Wachstum sind: So erledigen nach Angaben der Initiative D21 drei Viertel der über 14-jährigen Internet-Nutzer ihre Bankgeschäfte online. Bei den 19 Prozent,

9 29. September /14 Wann eine Webseite nicht wieder genutzt wird INTERNET WORLD Business Was Kunden vom Online-Einkauf abhält 9 Wenn auf der Website insgesamt zu viel Werbung ist 77,1 % Wenn die Sicherheit des Zahlungsverkehrs unzureichend erscheint 51,4 % Wenn die persönlichen Daten nicht sicher zu sein scheinen Wenn die Website zu unübersichtlich / überladen ist Wenn es keine guten Suchmöglichkeiten gibt Wenn die Website zu selten aktuelle, neue Inhalte bietet 33,3 % Wenn immer wieder die gleiche Werbung erscheint 27,6 % 44,7 % Wenn die Website nicht an persönliche Interessen angepasst werden kann 12,9 % Anderes 3,7 % 73,5 % 70,6 % Wenn das Umtauschen, Zurücksenden umständlich erscheint Wenn die bevorzugten Zahlungsmöglichkeiten nicht angeboten werden Wenn die Sicherheit der Datenübertragung unzureichend erscheint Wenn nicht klar ist, ob persönliche Daten an andere Firmen weitergeleitet werden 45,9 % Wenn das Umtauschen, Zurücksenden teuer ist Zu hohe Lieferkosten Zu ungenaue Angaben über den Lieferzeitpunkt 25,1 % 41,6 % 41,2 % 51,2 % 50,9 % 49,0 % Gründe, weshalb Nutzer bestimmte Websites und Webshops nicht mehr besuchen: Auf Platz 2 nach zu viel Werbung liegen Sicherheitsbedenken INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: W3B-Report Kaufentscheidung im Internet, Fittkaumaass.de/reports; Basis: Befragte deutsche Internet-Nutzer, Mehrfachnennungen möglich Zu lange Lieferzeiten 16,4 % Wenn bevorzugte Lieferorte nicht angeboten werden (z. B. Packstation) 11,6% Die Sicherheit im Zahlungsverkehr wird im Web angezweifelt die dies strikt ablehnen, spielen Sicherheitsbedenken die zentrale Rolle. Eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß ergab im vergangenen Jahr, dass rund 60 Prozent der volljährigen Internet-Nutzer aus Angst vor Datenmissbrauch ungern bei kleineren beziehungsweise unbekannten Online-Händlern einkaufen. Bei Personen, die relativ selten online bestellen, ist dieser Anteil noch größer. Später ist teurer Unternehmen sind also regelmäßig mit dem Dilemma konfrontiert, die aus Nutzersicht erforderlichen Sicherheitskompromisse auf anderer Ebene soweit möglich kompensieren zu müssen, erläutert IT-Berater Thomas Peruzzi (s. Interview S. 10): Berücksichtigt man diesen Aspekt Die Cyberkriminellen reagieren professionell und flexibel auf neue Sicherheitsstandards und passen sich an Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamts bereits bei Beginn der Entwicklung eines Produkts oder Services, ist die Lösung einfacher als bei bestehenden Produkten, die einem Innovationsprozess unterliegen. Sonst müssen im Nachhinein große strukturelle Änderungen realisiert werden. Bessere Sicherheitsvorkehrungen sind ein absolutes Muss: Immer neue Fälle von Datenklau und Cyberkriminalität erschüttern das Vertrauen der Menschen in das Internet und die digitalen Dienste. Fakt ist aber: Es gibt keine Zukunft ohne Internet, erklärt Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance bei der Telekom. Insbesondere für Unternehmen wie die Telekom gibt es keinen anderen Weg: Unsere Entwicklung hängt von der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung der Gesellschaft ab. Wir müssen die Kunden deshalb über Risiken informieren und Sicherheitslösungen entwickeln, die einfach zu nutzen sind. Wir müssen alles dafür tun, das Vertrauen der Menschen zu stärken. Der Rosa Riese setzt deshalb auf Lösungen, die mit vergleichsweise geringem Aufwand für den Nutzer ein Plus an Sicherheit bieten. Angefangen bei der Aufklärung über die Risiken mit dem Ratgeber Sicherdigital.de über die in Kooperation mit GMX und Web.de entwickelte Initiative made in Germany, bei der die Nachrichten verschlüsselt versendet und ausschließlich in deutschen Hochsicherheitsrechenzentren gespeichert werden, bis hin zur Verschlüsselung von Mobilfunkgesprächen im GSM-Netz. Smartphone-Nutzer haben hingegen vielfach keine Chance zur Selbstbestimmung, wie eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) belegt. Fast alle mobilen Betriebssysteme und unzählige Apps sammeln Nutzerdaten und stellen eine Vielzahl an Netzwerkverbindungen mit verschiedenen Servern im Internet her meist ohne dass Nutzer den Vorgang bemerken oder sich dagegen wehren kön- INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: W3B-Report Kaufentscheidung im Internet, Fittkaumaass.de/reports; Basis: Befragte deutsche Internet-Nutzer, Mehrfachnennungen möglich nen. Hier hat die Telekom gemeinsam mit Mozilla eine fest im Produkt verankerte Datenschutzfunktion für Firefox-Smartphones entwickelt: Mit Future of Mobile Privacy soll der Nutzer die Möglichkeit erhalten, Einstellungsmerkmale auf seinem Smartphone individuell festzulegen und damit den gewünschten Datenschutz selbst zu bestimmen. So entscheiden die Nutzer selbst, in welchem Detaillierungsgrad App-Anbieter Standortdaten bekommen. Bei Wetterdiensten etwa muss die Standortgenauigkeit sicher nicht so exakt sein wie für einen Navigationsdienst. Der gleiche Gedanke steckt hinter dem Speedport-Router W 724v, der Anonymität im Netz auf Knopfdruck verspricht. Bayern vorn: Virenalarme in Deutschland Rang Infektionsrisiko 1) Bundesland Mittlere Virenalarme pro Nutzer 1 hoch; 23,00 29,99 Bayern 25,73 2 hoch; 23,00 29,99 Sachsen 25,38 3 hoch; 23,00 29,99 Baden-Württemberg 25,08 4 hoch; 23,00 29,99 Nordrhein-Westfalen 24,80 5 hoch; 23,00 29,99 Berlin 23,42 6 hoch; 23,00 29,99 Thüringen 23,34 7 mittel; 16,00 22,99 Niedersachsen 22,89 8 mittel; 16,00 22,99 Hamburg 22,72 9 mittel; 16,00 22,99 Bremen 22,34 10 mittel; 16,00 22,99 Rheinland-Pfalz 21,60 11 mittel; 16,00 22,99 Hessen 21,17 12 mittel; 16,00 22,99 Saarland 20,26 13 mittel; 16,00 22,99 Schleswig-Holstein 18,27 14 mittel; 16,00 22,99 Sachsen-Anhalt 16,71 15 mittel; 16,00 22,99 Mecklenburg-Vorpommern 16,20 16 gering; 0,00 15,99 Brandenburg 15,01 INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: Kaspersky Lab 1) Mittlere Virenalarme pro Benutzer und Quartal

10 SCHWERPUNKT 10 INTERNET WORLD Business 29. September /14 Pishing-Fälle im Online-Banking Pishing-Schäden im Online-Banking (in Mio. Euro) 25,7 21, ,7 13,8 16, Nach einem Rückgang im Jahr 2012 nahmen 2013 die gemeldeten Phishing-Fälle wieder deutlich zu INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: Bundeskriminalamt, Cybercrime, Bundeslagebild 2013 Rund Euro pro Fall beträgt der Schaden durch Phishing-Attacken, die dem BKA mitgeteilt wurden INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: Bundeskriminalamt, Cybercrime, Bundeslagebild 2013 Internet-Nutzer können sich gut schützen, wenn sie die Gefahren kennen und sich achtsam verhalten Dieter Kempf, Präsident des ITK-Branchenverbands Bitkom 340 Sextillionen Adressen bietet der neue Internet-Standard IPv6 genügend, um alle denkbaren Endgeräte weltweit mit IP-Adressen zu versorgen. Jedes könnte eine feste IP-Adresse erhalten und so überall identifizierbar sein. Bei dem von der Telekom angebotenen Router genügt jedoch ein Klick, und er holt sich eine neue Adresse. Hinter diesem Angebot steckt keine Paranoia, sondern eine reale Bedrohung wie die steigenden Fallzahlen von Computer- und Internet-Kriminalität zeigen. Belege hierfür sind das Lagebild Cybercrime des Bundeskriminalamts (BKA) und aktuelle Umfragen des Hightech-Verbands Bitkom. Einen deutlichen Anstieg der amtlich gemeldeten Fälle gab es im Jahr 2013 bei der Computer-Sabotage und der Erpressung von Internet-Nutzern. Nach einem vorübergehenden Rückgang im Jahr 2012 erlebt das Phishing mit immer raffinierteren Methoden ein Comeback. Die Cyberkriminellen rea gieren professionell und flexibel auf neue Sicherheitsstandards und passen ihre Methoden schnell den geänderten Rahmenbedingungen an, sagt BKA-Präsident Jörg Ziercke. Und eine Untersuchung des Antiviren-Experten Kaspersky Lab zeigt, dass heutzutage in Deutschland 20 Virenangriffe pro Quartal und Nutzer ganz normal sind. Nach einer repräsentativen Bitkom-Umfrage unter Internet-Nutzern in Deutschland sind mehr als die Hälfte (55 Prozent) in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cybercrime geworden. Das entspricht rund 29 Millionen Betroffenen. Cyberkriminalität kann jeden treffen, so Bitkom- Präsident Dieter Kempf. Der Staat, aber auch die Internet-Wirtschaft müsse etwas unternehmen. Er betont jedoch auch, dass die Internet-Nutzer sich gut schützen können, wenn sie die Gefahren kennen und sich achtsam verhalten. Je größer aber die Sicherheitsprobleme, desto lauter sind generell die Rufe nach dem Gesetzgeber. Unbestritten ist, dass die Politik in Deutschland die Gefährdungslage lange ignoriert hat. Während Länder wie Island sich längst mit einem Masterplan für digitale Angelegenheiten als sichere Orte für Daten positionieren, kommt in Deutschland erst langsam Bewegung in das Thema. Doch der Wunsch nach mehr Regulierung ist ein zweischneidiges Schwert, sagt Matthias Gärtner, Pressesprecher des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Um bestimmte Technologien als rechtsverbindliche Standards festzulegen, ist das Umfeld zu dynamisch. Mit anderen Worten: Das Netz entwickelt sich so schnell, dass der Gesetzgeber nicht hinterherkommt. her mt. Mirjam Müller Sicherheit zu präsentieren ist nicht einfach Der Security-Berater Thomas Peruzzi arbeitet als Interims CTO, Technical Advisor, Micro-Investor und externer Lehrbeauftragter: Mehrere Jahre führte er eine IT-Beratung mit Schwerpunkt Betrieb und Sicherheit. Wie hat sich das Thema Sicherheit in den letzten Jahren verändert? Thomas Peruzzi: Die Angreifer haben sich weiter professionalisiert, gleichzeitig nehmen auch staatsnahe Versuche zu, sich Informationen und damit Vorteile zu verschaffen. Neben diesem Aspekt ist die Vernetzung in den letzten zehn Jahren immens gestiegen sowohl mengen mäßig als auch im Hinblick auf die wechselseitige Abhängigkeit im Rahmen der heute oft weltweit verteilten Wertschöpfungsketten. Wo liegen die Hauptursachen für Sicherheitsprobleme sind es fehlende technische Möglichkeiten oder Versäumnisse von Anbietern? Peruzzi: Darauf gibt es keine einfache Antwort. Selbst Unternehmen, die nachweislich viel in Sicherheit investieren, stolpern immer wieder über kleinste Nachlässigkeiten. Hinzu kommt sicherlich die zunehmende Komplexität und Abhängigkeit von Dritten: Heute ist bei den meisten Angeboten eine Vielzahl an Services miteinander verwoben eine kleine Schwachstelle bei einem anderen Unternehmen kann so zu Problemen im eigenen Haus führen. Öffentliche Skandale und Sicherheitsbedenken von Nutzern sind schlecht fürs Online-Business. Was raten Sie Unternehmen vor diesem Hintergrund? Peruzzi: Aktiv damit umgehen, Sicherheit und Datenschutz von der Produktidee weg mitdenken und einbinden. Hacker-Contests können ebenso helfen wie das Aufstellen einiger einfacher Sicherheitsregeln, die im 21. Jahrhundert zwar banal wirken, aber leider immer noch relevant sind. Dazu gehört zum Beispiel, dass keine Plaintext-Passwörter verwendet werden dürfen und viele andere Kleinigkeiten, die zwar jeder für sich für selbstverständlich hält, die aber in der Realität noch immer zu Problemen führen. Thomas Peruzzi Interims-Manager und Security- Berater Niemand möchte vor einer Transaktion seitenweise Sicherheitsinformationen lesen oder komplizierte Passwörter erfinden müssen, die der Anbieter akzeptiert. Ist Sicherheit auch ein Präsentations- bzw. Kommunikationsproblem? Peruzzi: Ja definitiv je einfacher ein Produkt in der Anwendung desto besser. Wir stimmen ja der Einfachheit halber heute auch schnell mal zu, dass die Rechte an unseren Bildern nicht mehr uns gehören, bis dann auf einmal das Bild meiner kleinen Tochter woanders auftaucht. Sicherheit hat auch viel mit als sicher empfinden zu tun. Muss ich 20 Seiten lesen mit x Hinweisen auf die Gefahren, fühle ich mich per se schon unsicherer. Ebenso muss klar kommuniziert sein, wie mit den Daten umgegangen wird und warum. Dieses Ich hol mir mal die Generalvollmacht für alles ab macht es Unternehmen zwar einfach, verunsichert aber die Kunden. Sicherheit zu präsentieren ist nicht einfach, der Kunde erwartet ja einen sicheren Umgang für seine Daten, warum dann also extra darauf hinweisen? Ebenso muss man berücksichtigen, wie junge Leute mit dem Thema umgehen. Unter ihnen ist Account- Sharing und Co. oft üblich, um in den sozialen Netzen jederzeit aktuell zu sein. Das Kommunikationsverhalten ist ein ganz anderes, ebenso die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit, die ja ein wichtiger Aspekt der Sicherheit ist.

11 29. September /14 INTERNET WORLD Business 11 Dmexco 2015: Noch Potenzial Mehr Aussteller, Besucher, Fläche: Die Dmexco 2014 war ein voller Erfolg. Doch was muss 2015 besser werden? ie Stimme ist wieder da, die Füße D schmerzen nicht mehr. Die Lead- Bögen sind auch fast abgearbeitet die Dmexco 2014 ist überstanden. Mit mehr als Besuchern, über 800 Ausstellern und über Quadratmetern Ausstellungsfläche hat sich Europas größte Fachmesse für digitales Marketing wieder einmal selbst übertroffen. Die Resonanz der Dmexco-Teilnehmer ist auf breiter Front positiv, wie man zahllosen Blog- und Facebook-Beiträgen entnehmen konnte. Dennoch verbessern lässt sich immer etwas. Was auf der Dmexco 2015 anders sein sollte, damit dieser Branchen-Event weiterhin Erfolg hat und seine Relevanz behält, hat INTERNET WORLD Business Branchenteilnehmer gefragt. Ansturm besser organisieren Es sind oft Kleinigkeiten, die genannt werden: Dem massiven Kommunikationsdrang der Smartphone-Besitzer ist das Mobilfunknetz in den Hallen regelmäßig nicht gewachsen. Dass die Einlasskontrolle am ersten Messetag zusammenbrach, und schließlich alle Schleusen einfach geöffnet Jürgen Seitz, Professor Hochschule der Medien, Stuttgart Es gab kaum einen Stand, der komplett ohne das Thema Native Advertising auskam. Viele Markt-Player zeigten dabei aber noch ein falsches oder besser unvollständiges Bild von Native Advertising. Es ging viel um Bild-Text- Kombinationen und Advertorials. Den eigentlichen Mehrwert in Form von Top-Inhalten, die von Marketeers erstellt werden, konnten noch die Wenigsten vorweisen sollten wir hier ganz andere Dinge sehen, mehr Entertainment, Content-Marketing-Programme und intelligent integrierte Formate. Die Start-up Village und das Start-up Forum des BVDW waren ein guter Anfang, dennoch fehlten auf der Dmexco immer noch viele der Growth-Erfolgsstories aus Deutschland, UK und USA. Katja Anette Brandt, CEO Vizeum Deutschland Die Vorträge auf der Konferenz kratzen häufig nur an der Oberfläche und lassen tatsächliche Visionen oder neue Dimensionen des Marketings oft nur an eben dieser erkennen. Neue Bereiche wie das Start-up Village oder die World of Experiences stimmen uns optimistisch, dass sich Messe und Konferenz in den nächsten Jahren von einer Leistungsschau der etablierten Player zu einer Quelle der Inspiration und einem Ort der visionären Diskussionen wandeln können. Dafür sollten alle Großen (dazu gehören wir als Agenturnetzwerk natürlich auch) noch mehr Raum für wirkliche Innovationen und noch unbekannte Player und Ideen fordern und bieten, damit die Dmexco nicht zum Murmeltiertag der Branche mutiert wo dieselben Menschen und Firmen jedes Jahr dasselbe erzählen. Arndt Groth, CEO Publigroupe Ich würde mich wirklich freuen, wenn sich alle Aussteller daran halten würden, ihre Standpartys wirklich erst ab 18 Uhr beginnen zu lassen. Ich denke da vor allem an einen TV-Sender in Halle 8 Ganz schön was los: Trotz Erweiterung der Ausstellungsfläche stieß die Dmexco 2014 auf dem Kölner Messegelände an vielen Ecken an ihre Kapazitätsgrenzen werden mussten, wird die Dmexco-Macher selbst am meisten geärgert haben. Negativ fielen die sehr langen Schlangen vor den Damentoiletten auf; an die extrem langen Wartezeiten an den Taxiständen hat man sich ja fast schon gewöhnt. Publigroupe- Chef Arndt Groth notierte, dass es oft kaum möglich war, in gefragten Vorträgen einen Sitzplatz zu bekommen Nebenerscheinung des ungezügelten Dmexco-Wachstums. Das könnte man organisatorisch besser machen, meint Christian Kleinsorge, CEO von Ingenious Technologies. Er schlägt zudem eine App vor, damit Aussteller und Besucher sich verabreden können. Eher substanzieller Natur sind dagegen inhaltliche Wünsche, wie sie Professor Jürgen Seitz im Dmexco-nahen Internet Innovators Blog vorträgt: Er nahm das Thema Native Advertising zwar als allgegenwärtig wahr, vermisste aber vielerorten die Substanz dahinter. Katja Anette Brandt von Vizeum Deutschland monierte, dass die Vorträge häufig nur an der Oberfläche blieben, und Berater Pascal Fantou wünscht sich generell mehr kontroverse Themen in der Debatte. Fantou, der um ein klares Wort nie verlegen ist, warnt vor einem Kuschelkurs in der Branche. Frank Kemper Christian Kleinsorge, CEO Ingenious Technologies Zwei Tage werden den Ausstellern verkauft, de facto sind es allerdings nur 1,5 Tage dafür ist es zu teuer. Und das volle Potenzial einer digitalen Leitmesse hat die Dmexco längst noch nicht ausgeschöpft. Ein professionelles Matchmaking, das es Besuchern und Ausstellern erlaubt, sich mithilfe einer App zu verabreden, sollte mindestens geboten werden. Als Branchenmesse mit Führungsanspruch sollten sich die Verantwortlichen mal andere Messen anschauen. Pascal Fantou, Cogito Ergo GmbH 1. Flächendeckendes WLAN gerade für die internationalen Besucher (dass so etwas in der Besuchergröße geht, zeigt die SXSW in Austin / Texas). 2. Keyword-orientierte Routenplanung in der App (zum Beispiel Ich möchte alle Aussteller zum Thema RTB treffen. Welchen Weg soll ich gehen? ), dabei idealerweise die eigenen Kontaktdaten so übermitteln, dass es den Follow-up für beide erleichtert. 3. Live-Übertragung der Vorträge in jeweils einen Innenhof / Gang, um die Konferenz- und Messebesucher mehr zu mischen. 4. Foto- und Notizfunktion in der App: Man scannt das Foto auf dem Badge, und kann sich zwei bis drei Stichworte dazu notieren. Das Ganze bekomme ich nach der Messe noch mal als Themen: Weniger Kuschelkurs mehr kontroverse Themen (schwierig, wenn man gleichzeitig die Aussteller nicht vergraulen will).

12 E-COMMERCE 12 INTERNET WORLD Business Foto: istockphoto / Hue Photography Wachstum mit Grenzen Nach der Erhebung des BEVH deuten jetzt auch die neuesten Zahlen von EHI Institut und Statista auf ein deutlich gebremstes Umsatzplus im deutschen E-Commerce hin ei Otto sieht man die Lage entspannt: B Wenn man sich die EHI-Zahlen ansieht, wird deutlich, dass fast alle Top-15- Online-Händler zweistellig gewachsen sind, so Lars Finger, Direktor E-Competence Center der Otto Group. Wir gehen davon aus, dass auch in diesem Jahr vor allem die großen E-Commerce-Händler ihr hohes Wachstumstempo beibehalten. Tatsächlich zeigt der Blick auf das obere Viertel der Top-100-Tabelle der umsatzstärksten deutschen Online-Shops, die das EHI-Institut letzte Woche veröffentlichte, ein gewohntes Bild: die üblichen Namen, satte Umsatzzuwächse. Dennoch unterscheidet sich die 2014er-Auswertung von ihren fünf Vorgängern: Die 100 umsatzstärksten deutschen Online-Händler erwirtschafteten 2013 der Studie zufolge einen Gesamtumsatz von 19,6 Milliarden Euro. Unterm Strich steht damit im Vergleich zum Vorjahr (18,2 Milliarden Euro) ein ungewohnt niedriges einstelliges Wachstum von 7,7 Prozent. Die größte Entwicklung findet zudem auf den vorderen Plätzen statt. Rechnet man Marktführer Amazon und Wachstumsprimus Zalando aus der Die Top 20 der deutschen Online-Shops Platz Unternehmen URL E-Commerce Umsatz Deutschland 2012 (in Mio. ) E-Commerce Umsatz Deutschland 2013 (in Mio. ) Umsatzzuwachs in Prozent Hauptsegment 1 Amazon EU S.à.r.l , ,0 20,3 % Generalist 2 Otto (GmbH & Co KG) , ,0 10,5 % Generalist 3 Zalando AG 411,6 702,0 70,6 % Bekleidung, Textilien, Schuhe 4 Notebooksbilliger.de AG 485,0 498,9 2,9 % Computer, Unterhaltungselektronik, Handys, Zubehör 5 Bonprix Handelsgesellschaft mbh 357,0 410,5 15,0 % Bekleidung, Textilien, Schuhe 6 Cyberport GmbH 343,1 404,4 17,9 % Computer, Unterhaltungselektronik, Handys, Zubehör 7 Tchibo GmbH 360,0 400,0 11,1 % Generalist 8 Conrad Electronic SE 372,9 389,6 4,5 % Generalist 9 Alternate GmbH 302,7 366,9 21,2 % Computer, Unterhaltungselektronik, Handys, Zubehör 10 H & M Hennes & Mauritz AB 282,2 303,7 7,6 % Bekleidung, Textilien, Schuhe 11 Apple Inc. store.apple.com/de 278,1 301,3 8,3 % Computer, Unterhaltungselektronik, Handys, Zubehör 12 Degussa Sonne/Mond Goldhandel GmbH shop.degussa-goldhandel.de* Noch nicht im EHI- Ranking vertreten 277,7 Hobby-, Sammel- und Freizeitartikel 13 Mytoys.de GmbH 244,0 273,7 12,2 % Spielwaren, Baby 14 Baur Versand GmbH & Co KG 254,9 272,8 7,0 % Generalist 15 Musikhaus Thomann e.k. 264,7 240,0-9,3 % Hobby-, Sammel- und Freizeitartikel 16 Get-it-quick GmbH 147,8 191,6 29,6 % Generalist 17 QVC Handel GmbH 193,0 189,9 1,6 % Generalist 18 Redcoon GmbH 174,7 186,1 6,5 % Generalist 19 Docmorris N.V. 178,2 184,3 3,4 % Medikamente 20 Esprit Retail B.V. & Co. KG 327,6 173,2 47,1 % Bekleidung, Textilien, Schuhe INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: Angaben beruhen auf Statista-Analysen im Auftrag von EHI auf Basis Regressionsanalyse, ausgenommen: *Selbstauskünfte der Unternehmen im Rahmen der EHI-Befragung

13 29. September /14 INTERNET WORLD Business 13 Die Zahlen sprechen dafür, dass der abgebildete Trend der Realität entspricht Martin Groß-Albenhausen Referent E-Commerce, BEVH Gleichung heraus, verbleibt für den Rest eine Steigerung von weniger als einem Prozent. Noch arbeitet das EHI-Institut an einer Auswertung der Umsätze der Top Shops, aber es ist abzusehen, dass sich der Trend eines gebremsten Wachstums bestätigen wird. Schon bei der Recherche haben wir gemerkt, dass etwas anders ist als in den Vorjahren, so Lars Hofacker, Leiter Forschungsbereich E-Commerce beim EHI-Institut. Es scheint, als rüsten die Shops momentan auf, um den Kunden für sich zu gewinnen oder vielmehr um sich gegen die Wettbewerber zu behaupten. Das EHI-Institut zieht seine Daten aus Geschäftszahlen, Unternehmensangaben und Presseberichten. Für Unternehmen, die nur Gesamtumsätze angeben zu denen auch Katalog- oder Filialumsätze gehören rechnen die Marktforscher den Online-Anteil händisch heraus. Damit fußt die Erhebung auf einer gänzlich anderen Basis als beispielsweise die des BEVH, die auf Verbraucherbefragungen beruht. Dennoch kommen beide Untersuchungen zu ähnlichen Ergebnissen: Der BEVH hatte Mai das E-Commerce-Wachstum im ersten Quartal 2014 in Deutschland mit nur 4,2 Prozent beziffert. Für das zweite Quartal hatte der Verband gar ein Minus bei der Umsatzentwicklung festgestellt. Dafür wurde der BEVH von der Branche heftig kritisiert: Von Kaffeesatzleserei und Zahlenjonglage war in den einschlägigen Blogs zu lesen. Die neuen EHI-Zahlen dürften für den Verband Balsam für die Seele sein. Es ist bemerkenswert, dass zwei methodisch so unterschiedliche Erhebungen in der Tendenz zum gleichen Ergebnis kommen, kommentiert Martin Groß-Albenhausen, Referent E-Commerce/ Marketing beim BEVH. Gerade das spricht dafür, dass der abgebildete Trend der Realität entspricht. Anders ausgedrückt: Wenn zwei angreifbare Rechnungen zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, geben diese eben doch einen Trend wieder, über den dann gere- Top-5-Shops im Segment Computer, Unterhaltungselektronik, Handys, Zubehör Platz im Haupt-Ranking Unternehmen URL E-Commerce Umsatz Deutschland 2013 (in Mio. ) 4 Notebooksbilliger.de AG 498,9 6 Cyberport GmbH 404,4 9 Alternate GmbH 366,9 11 Apple Inc. store.apple.com/de 301,3 28 Medion AG 131,9 INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: Alle Angaben beruhen auf Statista-Analysen auf Basis einer Regressionsanalyse, ausgenommen: *Selbstauskünfte der Unternehmen im Rahmen der EHI-Befragung det werden muss. Von 7,7 Prozent Plus kann der stationäre Handel nur träumen im E-Commerce ruft dieser Wert jedoch Angst vor einer Konsolidierung hervor. Kein Grund zur Panik Ob die Stunde der Wahrheit wirklich gekommen ist, darüber herrscht in der Branche Uneinigkeit. E-Commerce-Beobachter Peter Höschl etwa fühlt sich von den EHI-Zahlen bestätigt. Ich erwarte schon lange eine Wachstumsabflachung im deutschen E-Commerce, auch wenn noch nicht absehbar ist, wie stark die ausfallen wird, so der Betreiber des Blogs Shopanbieter.de. Bisher hat der E-Commerce von Versäumnissen des stationären Handels profitiert, aber dort wird jetzt stark aufgeholt. Langfristig, so Höschl, werde sich der E-Commerce je nach Branche zwischen 15 und 40 Prozent Marktanteil einpendeln. Der BEVH macht trotz seiner schlechten Prognose Mut: Es gibt noch generisches Wachstum in Sortimenten, die erst am Anfang ihrer E-Commerce-Ausschöpfung stehen, so Groß-Albenhausen. Wachstum verspricht er sich aus anderen Bevölkerungsschichten: Derzeit leben zwei Drittel der Menschen eher in kleinen und Top-5-Shops im Segment Möbel, Dekorationsartikel Platz im Haupt-Ranking Unternehmen URL E-Commerce Umsatz Deutschland 2013 (in Mio. ) 46 Ikea Deutschland GmbH & Co. KG 91,7 55 Home24 GmbH 77,4 77 Fab DBY GmbH eu.fab.com 50,0 80 Roller GmbH & Co. KG 44,7 100 Schlafwelt (Otto GmbH & Co KG) 35,2 INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: Alle Angaben beruhen auf Statista-Analysen im Auftrag von EHI auf Basis einer Regressionsanalyse, ausgenommen: *Selbstauskünfte der Unternehmen im Rahmen der EHI-Befragung Top-4-Shops im Segment Spielwaren, Baby Platz im Haupt-Ranking Unternehmen URL E-Commerce Umsatz Deutschland 2013 (in Mio. ) 13 Mytoys.de GmbH 273,7 34 Jako-O GmbH 116,1 42 Versandhaus Walz GmbH 100,8 70 Babymarkt.de GmbH 53,3 INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: Alle Angaben beruhen auf Statista-Analysen im Auftrag von EHI auf Basis einer Regressionsanalyse, ausgenommen: *Selbstauskünfte der Unternehmen im Rahmen der EHI-Befragung. Hinweis: In der Kategorie Spielwaren, Baby schafften es nur vier Shops in die Top-100-Liste Platz im Haupt-Ranking Top-5-Shops im Segment Bekleidung, Textilien, Schuhe Unternehmen URL E-Commerce Umsatz Deutschland 2013 (in Mio. ) 3 Zalando AG 702,0 5 Bonprix Handelsgesellschaft mbh 410,5 10 H & M Hennes & Mauritz AB 303,7 20 Esprit Retail B.V. & Co. KG 173,2 31 Heinrich Heine GmbH 128,9 INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: Alle Angaben beruhen auf Statista-Analysen im Auftrag von EHI auf Basis einer Regressionsanalyse, ausgenommen: *Selbstauskünfte der Unternehmen im Rahmen der EHI-Befragung Schon bei der Recherche haben wir gemerkt, dass etwas anders ist Lars Hofacker Leiter Forschungsbereich E-Commerce beim EHI Institute mittleren Städten, die im Vergleich zur städtischen Bevölkerung bislang weniger online bestellen. E-Commerce-Berater Jochen Krisch will dagegen gar nicht mehr anhand von Zahlen diskutieren: So wertvoll die Shop-Liste und das Ranking an sich sein mag: Eine Aufsummierung und ein Vergleich mit den Vorjahren grenzt aufgrund der unterschiedlichen Zahlenbasis ans Unseriöse, lautet seine Kritik. Ingrid Lommer internetworld.de/il

14 E-COMMERCE 14 INTERNET WORLD Business 29. September /14 Putzoffensive aus dem Web Online-Vermittler von Putz- und Haushaltshilfen gibt s schon länger. Nun wird das Geschäft professionalisiert napp sieben Jahre ist es her, da star tete Kmit Haushelden.de die erste Online- Vermittlung für Putzfrauen und Haushaltshilfen. Damals revolutionär, wirkt das Geschäftsmodell heute fast schon angestaubt. Wir denken über eine Umstellung nach, gibt Gründer Ramin Markus Ziai zu. Neue Wettbewerber sind auf dem Markt kam mit Zeitreicher eine weitere Plattform dazu, die Haushaltshilfen vermittelt aber nicht nur den Kontakt, sondern gleich die Arbeit. Das Start-up aus Itzehoe übernimmt die Organisation und die Abrechnung der Services sowie die Versicherungen für den Schadensfall und einen Unfall der Beteiligten und fordert dafür eine Provision. Dienstleistungen übers Internet buchen das war 2011 noch undenkbar, erinnert sich Mitgründer Frank Tams. Es war extrem schwierig, Investoren für die Expansion zu finden. Drei Jahre ist das her. Und heute? Boomt das Vermitteln von Haushaltshilfen, pumpen Investoren Millionen in Start-ups so etwa Google und Redpoint Ventures, die mit knapp 40 Millionen US-Dollar Homejoy finanzieren: Das Unternehmen aus San Francisco, das wie Zeitreicher arbeitet, agiert nun auch in Deutschland. Und Inkubator Rocket Internet hat im April mit Help ling eilig eine Kopie herausgebracht. Der Bedarf an Haushalts- und Putzhilfen ist groß. Schätzungen beziffern den Markt allein in Deutschland auf acht bis 13 Milliarden Euro. Mehr als vier Millionen Haushalte beschäftigen eine Perle für den Hausputz und dies laut Institut der deutschen Wirtschaft zu 95 Prozent in Schwarzarbeit und ohne Versicherung. Neue Technik macht Dienstleistungen buchbar So dürfte sich neben den Kunden vor allem der Staat über die neuen Dienstleistungsvermittler freuen: Fordern diese doch in der Regel einen Gewerbeschein und ein Führungszeugnis von den Putzkräften Schwarzarbeit gehört somit der Vergangheit an. Durch die Abrechnung wird das Versteuern der eigenen Arbeit erleichtert, die Kunden wiederum können die haushaltsnahen Dienstleistungen von der Steuer absetzen. Barzahlung ist nicht möglich, erklärt Michael Riegel, Deutschlandchef von Homejoy, stellvertretend für die neuen Dienste. Die Rechnungsstellung läuft über uns, so können Reinigungskräfte und Kunden alle notwendigen Dokumente für ihre Steuererklärung archivieren und ausdrucken. Der Siegeszug der Vermittler von Reinigungskräften basiert auch auf (mobilen) Internet-Technologien. Mit ihrer Hilfe lassen sich komfortable Buchungsplattformen und Abrechnungssysteme aufbauen, die nicht nur Waren, sondern jetzt vermehrt Dienstleistungen kaufbar machen. Die Verbreitung von Smartphones hat Putz-Kraft: Wer über Online-Dienste vermittelt wird, arbeitet nicht schwarz den Markt gepusht, meint Zeitreicher- Chef Tams. Damit sind Dienstleister leicht auffindbar, können schnell kontaktet und organisiert werden. Mehr Komfort bieten Apps und mobile Seiten, mit denen viele der Start-ups arbeiten. Alle Angebote sehen relativ ähnlich aus, stellt Riegel fest. Die Gründer sprechen von kuratierten Marktplätzen, die dem Kunden durch Vorauslese die Wahl einer Reinigungskraft abnehmen und den Dienstleistern die Akquise und die Organisation. In kleinen, feinen Details unterscheiden sich die Konkurrenten voneinander: Zeitreicher, der teuerste Anbieter, setzt auf Zuverlässigkeit und Qualität und will außerdem erreichen, dass die Reinigungskräfte von ihrer Arbeit leben können. Abzüglich der Provision bleiben pro Arbeitsstunde rund 15 Euro, von denen Foto: istockphoto / Lolon Bookatiger.com Cleanagents.com Haushelden.de Gründung: April 2014 in Berlin Gründer: Claude Ritter, Nikita Fahrenholz Investor: DN Capital sowie weitere Privatinvestoren Geschäft: Book a Tiger vermittelt Reinigungskräfte sowie Profis für besondere Putzaufträge (Fenster, Büro). Die Helfer benötigen den Gewerbeschein und ein Führungszeugnis und werden bei Bedarf auch geschult; im Schadensfall sind sie bis drei Millionen Euro versichert. Interessenten bezahlen 15 Euro pro Stunde, davon sind 20 Prozent Provision. Gründung: Juni 2013 in Berlin Gründer: Sergiej Soft Rewiakin Investor: Youisnow-Accelerator, mehr Kapital zurzeit noch für die Expansion gesucht Geschäft: Clean Agents spricht legal arbeitende Putzkräfte an, erleichtert ihnen die Suche und Organisation von Klienten, besorgt die Abrechnung. Dafür behält das Start-up zurzeit 15 Prozent Provision ein, sie soll aber sinken. Auftraggeber bezahlen 15 Euro pro Stunde, Vorausbuchungen verbilligen den Preis. Gründung: 2007 als Tochter von Blauarbeit Gründer: Ramin Markus Ziai Investor: Der Müller Medien Verlag übernahm mit Blauarbeit 2007 auch das Portal Haushelden.de Geschäft: Haushelden vermittelt Kontakte zu Reinigungskräften, Babysittern und anderen Haushaltshilfen. Helfer und Kunden organisieren ihre Aufträge selbst. Beide abonnieren Suchergebnisse: Die Ergebnisse einer Suche kosten knapp 10 Euro, das Abo für 14 Tage Datenzugriff 14 Euro, für zwei Monate 28 Euro.

15 29. September /14 INTERNET WORLD Business 15 Helpling.de Homejoy.com Zeitreicher.de Gründung: Januar 2014 in Berlin, Marktstart im April Gründer: Benedikt Franke, Philip Huffmann Investor: Rocket Internet Geschäft: Bei Helpling buchen Kunden Putzkräfte, diese steigern durch den Dienst ihre Auslastung. Die Buchung funktioniert via App oder Online-Plattform, der Schadensfall ist versichert. Die Abrechnung läuft über Helpling. Eine Stunde kostet 14,90 Euro, bei Dauerbuchung 12,90 Euro, davon behält Helpling 20 Prozent Provision ein. Zurzeit gelten Aktionspreise. Gründung: Juli 2013 in San Francisco/USA Gründer: Adora und Aaron Cheung Investor: Google Ventures, Redpoint Ventures u. a. Geschäft: Mit knapp 40 Millionen USD sind die US-Amerikaner ausgestattet. Sie ermöglichen die Buchung online und auf der mobilen Site. Reinigungskräfte sowie Schäden sind versichert. Homejoy verlangt die Vorlage eines Gewerbescheins und ein Führungszeugnis. Interessenten bezahlen 15 Euro die Stunde, davon sind 20 Prozent Provision. Gründung: Sommer 2011 in Itzehoe Gründer: F. Tams, L. Hoffmann, M. Timmler Investor: Mello GmbH, KfW, MBG Schleswig-Holstein, Privatinvestoren Geschäft: Zeitreicher vermittelt Reinigungskräfte und Alltagshelfer. Diese sollen von ihren Jobs leben können. Verlangt werden Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis sowie Führungszeugnis. Arbeiter und Schadensfall sind versichert. Die Arbeitsstunde kostet 19,80 bis 22 Euro, davon sind 25 Prozent Provision. Steuern und auch der Lebensunterhalt finanziert werden können: Ein Grund, warum die Arbeitsagenturen mit Zeitreicher kooperieren. Bei den Wettbewerbern ist die Existenzsicherung nicht immer garantiert: Die wachsende Konkurrenz, vor allem aber der Expansions- und Internationalisierungsdruck der Investoren zwingt die Start-ups, eiligst Reichweite zu steigern. Sie locken also Putzkräfte mit niedrigeren Provisionen und Auftraggeber mit Kampfpreisen zwischen 12 und 15 Euro: Nach Abzug von Provision und Steuern bleibt der Putzkraft da oft nur ein Mindestlohn. Servicevermittlung und die Chance zum Warenabsatz Unser Angebot muss für beide Seiten so überzeugend sein, dass keiner an uns vorbei organisieren will, sagt Benedikt Franke, Mitgründer von Helpling. Daran scheiterten die Kontaktbörsen der Vergangenheit: Nach dem ersten Kontakt konnten beide Seiten ohne den Vermittler ins Geschäft kommen. Die Gefahr besteht noch immer, aber mit Service wollen die Vermittler Servicekräfte und Auftraggeber binden. Den Kunden versprechen sie Qualität, Legalität und flexible Buchung durch die Vorauswahl. Das Problem ist nicht die Suche nach Kunden, so Tams, sondern den richtigen Dienstleister zu finden. Putzen traut sich jeder zu, aber nicht jeder ist gut in diesem Job. Bei Homejoy bekommen nur sieben von zehn Bewerbern nach dem Probeputzen eine Chance; Zeitreicher wies zunächst nach Arbeitsproben jede dritte Putzhilfe ab: Wenn wir von Anfang an auf Qualität achten, haben wir weniger Stress mit Beschwerden, sagt Tams. Kundenservice, also Nacharbeiten oder die Suche nach alternativen Kräften, ist teuer. Gerade dann, wenn neue Unternehmen an vielen Orten gleichzeitig starten und aggressiv für sich werben. Servicekräfte können bei den Online- Diensten auf Unterstützung bei der Organisation hoffen. Mit uns können sie mehr Aufträge in einem Stadtteil finden und sich besser auslasten, wirbt Sergiej Rewiakin für die Clean Agents. Der Gründer verlässt sich auf Empfehlungen, um Putzkräfte und Kunden zu finden. Schätzungen zufolge müssten Helpling oder Homejoy, die zurzeit besonders aggressiv online werben, bis zu Buchungen pro Tag abwickeln, um rentabel zu arbeiten. Davon sind sie trotz Internationalisierung noch weit entfernt. Doch Putzservices sind erst der Anfang: Das zeigen nicht zuletzt die Millionen, die in die Unternehmen gepumpt wurden. Wie die Putzkräfte könnten langfristig auch Gärtner, Köche, andere Handwerker und Dienstleister vermittelt werden. Und: Wenn Sie einmal in den Haushalten drin sind, können Sie mit Cross- und Upselling beginnen, zeigt Tams Perspektiven auf. Der Dienstleister kommt dann mit eigenen Haushaltshilfen zu vermitteln ist ein lokaler Markt, die Internationalisierung bringt daher wenig Vorteile Ramin Markus Ziai Geschäftsführer Blauarbeit und Haushelden, Köln Putzmitteln, der Gärtner mit Dünger und Pflanzen und den Herstellern eröffnen sich neue, direkte Absatzkanäle. Susanne Vieser internetworld.de/vs Das Nummer 1 Shopsystem für erfolgreichen ecommerce Besuchen Sie uns auf der NEOCOM: Düsseldorf 29./ Stand 632 Shopsoftware, Shopbetrieb und Support aus einer Hand websale.de/neo

16 E-COMMERCE 16 INTERNET WORLD Business 29. September /14 Im Vergleich zu den Wettbewerbern steht Expert noch gut da: Während EP und Euronics im vergangenen Geschäftsjahr Umsatzeinbußen von zehn bis zwölf Prozent einstecken mussten, meldet Expert ein Plus von 1,5 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro. Dies ist jedoch vor allem der Ausweitung der Verkaufsfläche geschuldet, die unter anderem durch die Integration 18 ehemaliger Promarkt-Filialen von auf Quadratmeter stieg. Flächenbereinigt hätte auch Expert ein Minus erzielt. Aufholjagd im E-Commerce Rund drei Jahre nach der erstmaligen Ankündigung von Expert, einen Online-Shop zu eröffnen, steht die Verbundgruppe für Unterhaltungselektronik kurz davor, im E-Commerce endlich richtig Gas zu geben elbst für die in Sachen E-Commerce S traditionell schwerfälligen Verbundgruppen hat sich Expert außergewöhnlich viel Zeit bis zur Eröffnung eines Online- Shops gelassen: Bereits im Oktober 2011 beschlossen die Mitglieder der Handelskooperation auf ihrer Hauptversammlung eine Multichannel-Strategie, zu der unter anderem auch ein eigener Online-Shop gehören sollte. Doch der erste Wurf vom April 2012 enthielt lediglich ein Angebot pro Woche. Die Anzahl der online offerierten Produkte wurde seitdem in kleinen Schritten erhöht, lag aber auch im Sommer 2014 noch deutlich unter 100 Artikeln. Erst mit der für Mitte Oktober angekündigten Erweiterung auf Artikel, die mittelfristig auf bis zu Produkte ausgebaut werden soll, startet Expert einen Online- Shop mit vollumfänglichem Sortiment. Typisch für eine Verbundgruppe ist das Bestreben, die Partner vor Ort in das Online-Geschäft miteinzubeziehen, und damit der Verzicht auf eine zentral umgesetzte Shop-Lösung. Ruft ein Kunde künftig den Online-Shop von Expert auf, wird er automatisch dem nächstgelegenen Händler der Verbundgruppe zugeordnet. Dadurch werden nicht nur lokale Produktverfügbarkeiten angezeigt, sondern auch ausschließlich die von dem jeweiligen Mitglied festgelegten Preise. Erst fragen, dann wählen Anstelle eines Kauf-Buttons gibt es in dem Online-Store von Expert die Möglichkeit einer Bestellanfrage. Der Händler vor Ort reagiert darauf mit einem Angebot, das dem Kunden unter anderem die Auswahl zwischen Click & Collect und der Liefe- rung der bestellten Ware zu einem Wunschtermin ermöglicht. In Zeiten automatisierter Angebotserstellung wirkt dieses Procedere geradezu vorsintflutlich und setzt zudem eine schnelle Bearbeitung seitens der Filialen voraus. Allerdings ergeben sich aus der Anbindung an den lokalen Expert-Händler für die Interessenten auch Vorteile. Entscheidet sich ein Kunde für die Zustellung zum Wunschtermin, so liefert das jeweilige Expert-Mitglied die Ware direkt aus und kann dabei zusätzliche Leistungen wie Beratung oder eine Geräteinstallation anbieten. Durch die räumliche Nähe kann die Lieferung zudem durchaus zu Same Day Delivery werden. Bevorzugt ein Kunde die Abholung seiner Online-Bestellung im Ladengeschäft, sind auch hier Mehrwerte wie Beratung oder die Auswahl passender Zubehörartikel möglich. Mit dem Launch des Expert-Online- Shops wird deutlich, dass sich die Verbundgruppe bewusst für einen möglichst breiten E-Commerce-Ansatz entschieden hat. Einzelne, bereits in den vergangenen Jahren gestartete Online-Funktionen wie die Möglichkeit zur Terminvereinbarung mit einem Fachberater, die Einbindung von lokalen Empfehlungsportalen oder das umfangreiche Angebot an Ratgeberinhalten werden nun als Bausteine eines modularen Online-Konzepts erkennbar. Zeit zu verlieren hat die Verbundgruppe nicht. Uns fehlt im Internet die Produktkompetenz, die wir stationär haben, erklärte bereits Anfang des Jahres Expert- Vorstand Stephan Müller mit Blick auf das limitierte Online-Angebot der Kooperation. Hier muss Expert nun in der Kundenwahrnehmung rasch aufholen. Matthias Hell Die Multichannel-Ansätze der Expert-Konkurrenten Euronics ist online präsent, hat aber seinen Multichannel-Relaunch auf 2015 verschoben EP schloss seinen zentralen Netshop Ende 2010 und sinniert seitdem über die Zukunft PC Spezialist setzt auf einen zentralen Online- Shop und bindet Partner über Provisionen ein

17 RECHT 29. September /14 INTERNET WORLD Business 17 Sabine Heukrodt-Bauer LL.M. Rechts- und Fachanwältin für Informationstechnologierecht in Mainz Wenn ebay offline geht Welche Rechte und Pflichten Händler beim Ausfall einer Handelsplattform haben m Sonntag gingen die Lichter aus: A Mehrere Stunden waren die Server der Handelsplattform ebay am 15. September 2014 nicht erreichbar. Während des Systemausfalls liefen zahlreiche Auktionen ab, für die keine Gebote abgegeben werden konnten. Im Ergebnis wurden viele Waren zu einem Schnäppchenpreis ersteigert. Fest steht, dass trotz des Technikausfalls die Verträge mit dem Höchstbietenden zustande kommen. Ein Systemausfall gehört zum allgemeinen Risiko bei der Teilnahme an einer ebay-auktion, Das sollten Sie beachten Auch bei einer Störung während der Auktion kommt der Kaufvertrag mit dem Höchstbietenden zustande. Unter bestimmten Voraussetzungen muss ebay die Laufzeit der Auktion verlängern. ebenso wie das Risiko, dass nur sehr wenig für eine Ware geboten wird. Das letzte Gebot ist nach den ebay-grundsätzen rechtlich bindend. Auch besteht kein gesetzlicher Anfechtungsgrund. Online-Händler stehen in dieser Situation dennoch nicht ohne Rechte da. ebay hat in seinen AGB seine Haftung bei einem System ausfall zwar weitgehend ausgeschlossen, in einigen Konstellationen ist dieser Haftungsausschluss jedoch unwirksam, sodass ebay den Verkäufern die entstandenen Schäden ersetzen muss. In den Grundsätzen zum Systemausfall ist geregelt, dass ebay nach einem mehr als zweistündigen Systemausfall sämtliche Auktionen um 24 Stunden verlängert, die entweder im Ausfallzeitraum lagen oder die eine Stunde nach dem Auslaufen abgelaufen wären. Ersten Angaben der Nutzer zufolge ist aber genau das nicht passiert. In diesem Fall ist ebay zum Ersatz des Schadens verpflichtet. Der genaue Schaden ist der durchschnittliche Wert, der für dieses Produkt bei ebay erzielt werden kann. Zur Ein Systemausfall gehört zum Risiko bei der Teilnahme an einer ebay-auktion Christian Solmecke Partner der Kölner Kanzlei Wilde Beuger Solmecke Ermittlung des Werts sollten Spezialisten zurate gezogen werden. Viel Zeit hat der Verkäufer dafür nicht, da er gegenüber dem rechtmäßigen Käufer zur Zusendung der Ware verpflichtet ist. Christian Solmecke Foto: Fotolia / Calado Sofort lieferbar heißt: unverzüglich versendbar Das Landgericht Aschaffenburg hat entschieden, dass die Angabe sofort lieferbar im Online-Shop heißt, dass die Ware auch sofort versendet werden kann (Urteil vom , Az.: 2 HK O 14/14). Ein Elektronikhändler hatte in den Artikelbeschreibungen seiner Waren den Hinweis sofort lieferbar eingefügt. Der Wettbewerbszentrale gingen jedoch zwei Beschwerden von Verbrauchern zu, in denen es nach Bestellungen zu Lieferverzögerungen um fünf beziehungsweise sieben Tage gekommen war, obwohl der Kaufpreis jeweils bereits bezahlt war. Das Landgericht Aschaffenburg gab der Wettbewerbszentrale recht und stufte den Hinweis sofort lieferbar als irreführend und damit wettbewerbswidrig ein. Werbe ein Händler in seinem Shop mit dem Hinweis sofort lieferbar, müsse die Ware am nächsten Tag in den Versand gehen. Hinweise zur Verfügbarkeit wie sofort lieferbar oder sofort verfügbar beinhalten, dass Händler in der lage sind, sofort zu liefern. Davon zu unterscheiden ist die seit dem gesetzlich vorgegebene Informationspflicht zum Lieferdatum, welches zusätzlich in der Artikelbeschreibung angegeben werden muss. KONTAKTMÖGLICHKEIT Google muss mit Nutzern kommunizieren FLUGTICKETS Vorkasse sofort ist bei Airlines erlaubt Wer sich der im Google-Impressum angegebenen -Adresse google.com bediente, um eine Frage an den Suchkonzern zu richten, bekam in der Vergangenheit in der Regel eine automatische Antwort, die auf die Selbsthilfeangebote im Netz verwies. Diese Praxis verstößt nach einem Urteil des Landgerichts Berlin gegen das Telemediengesetz. Das TMG schreibt ein Impressum mit Möglichkeit zur Kontaktaufnahme vor und die Möglichkeit zum Dialog muss dann auch gegeben sein (Az.: 52 O 135/13) Fälle von Online-Kriminalität verzeichnete das BKA im Jahr Das war 1 % mehr als im Jahr davor. Das OLG Frankfurt am Main hat die bei vielen Luftfahrtgesellschaften übliche Vorkasse-Praxis bestätigt: Sie dürfen bei Verkauf eines Tickets die Kreditkarte des Käufers sofort mit dem vollen Kaufpreis belasten, auch wenn noch viel Zeit bis zum Flug verbleibt. Das Gericht bewertete das Interesse der Fluggesellschaft an Planungssicherheit höher als die Nachteile der Verbraucher durch solch ein Vorgehen. Auch sei im Vergleich zu einem Reisebüro der plötzliche Bankrott einer Airline unwahrscheinlicher (Az.: 16 U 15/15). Foto: Fotolia / B. Wylezich Bei Flugtickets ist schon vor dem Check-in der ganze Kaufpreis fällig Quelle: Bundeskriminalamt

18 ONLINE-MARKETING 18 INTERNET WORLD Business LG Watch: Die Benutzeroberfläche lehnt sich an Google Now an Smartwatch von Sony: Das GPS registriert Wegpunkte, die App zeigt Bewegungsdaten Apple Watch: Basisversion für 350 Dollar, Luxus-Edition für Dollar Fotos: Hersteller Werbung, hautnah Im nächsten Jahr kommt die Apple Watch. Das könnte Smartwatches und Wearables massenkompatibel machen und Marketingmanagern neue Möglichkeiten bieten Wearables: Das ist für Ihr Business drin Vor allem für den Sport- und Fitnesssektor, die Lifelogging- Szene oder die Gesundheitsbranche bieten Wearables viel unausgeschöpftes Potenzial. In den USA sehen einige die Technologie bereits als Revolution für den maroden Gesundheitssektor. Durch die gesammelten Daten kann Werbung noch gezielter ausgerichtet werden. Die Analyse und Nutzung dieser Informationen ist die größte Herausforderung für Unternehmen. Mittlerweile hat sich vermutlich jedes größere Sportunternehmen schon mindestens einmal Gedanken zur Integrierbarkeit von Wearables in ihr Geschäftsmodell gemacht. Quelle: BVDW etzt also auch Epson. Bislang wurde der JName des Unternehmens hauptsächlich mit Druckern oder Scannern in Verbindung gebracht. Doch seit Ende August bringt die Firma Bänder mit Herzfrequenz-Tracker sowie GPS-Armbanduhren in die Läden. Obwohl unser Name im Segment Wearable Technologies im Moment vielleicht noch kein Begriff ist, verfügen wir in diesem Bereich über mehr technische Expertise als die meisten anderen Unternehmen, erklärt Schahin Elahinija, Marketingleiter bei Epson in Deutschland. Tatsächlich hat das Unternehmen einschlägige Erfahrung Sensoren von Epson kommen seit vielen Jahrzehnten in der Industrie zum Einsatz. Dabei soll es jedoch nicht mehr bleiben, denn der Markt der Wearables, speziell der Smartwatches, gilt derzeit als einer der heißesten Trends der IT-Branche. Nach Laptop, Smartphone und Tablet könnte die Datenuhr der nächste Schritt in der Geschichte der mobilen Empfangsgeräte sein. Neben Anbietern wie Asus, Samsung, Sony, LG und Pebble ist auch Epson hier aktiv. Elahinija: Kleine tragbare Geräte sind in vielen Märkten seit geraumer Zeit ein wichtiges Thema. Ein wichtiges Thema, aber eben doch nur ein Nischenthema. Zumindest bislang. Denn jetzt hat Apple seine Apple Watch vorgestellt. Auch wenn die Uhr mit Siri, Stups-Funktion und Taptic-Technologie nur ein paar Spielereien mehr als die anderen Wettbewerber aufweist: Apple hat in der Vergangenheit schon mehrfach ein ausgeprägtes Gespür für das richtige Timing bewiesen und aus einem Produkt für Early Adopter eines für die breite Masse gemacht. Experten rechnen deshalb damit, dass das Segment der Smartwatches spätestens mit dem Markteintritt von Apple massenkompatibel wird. Android-Versionen haben den Weg geebnet, sagt Raymond Velez, Global Chief Technology Officer bei Razorfish in New York. Jetzt könnte Apple einem wachsenden Markt zum Durchbruch verhelfen. Ein dezenter Blick aufs Handgelenk genügt Kickboxerin Christine Theiss wirbt für Wearables von Epson Apple ist und bleibt ein wichtiges Zugpferd für technische Innovationen, bestätigt Martina Vollbehr, Geschäftsführerin bei der Agentur Pilot in Hamburg. Die Aufmerksamkeit für die Wearables werde jetzt deutlich zunehmen. Entscheidend hierfür ist auch der Preis. Gerüchten zufolge wird Apple seine Watch ab 350 Dollar anbieten, das ist zwar Premiumkategorie, aber für viele Zielgruppen doch erschwinglich. Modelle mit Android-Versionen sind zudem deutlich günstiger. Für die Nutzer sind die Uhren eine Art Ableger ihres Smartphones für das Handgelenk. Für die wichtigsten Funktionen muss das Handy künftig nicht mehr aus der Tasche gezogen werden. Ob Taxi- oder Wetter-App, ob eingehende Mails, kurze News oder der Hinweis auf ankommende Anrufe, ein dezenter Blick aufs Handgelenk genügt. Genau dies ist auch der entscheidende Unterschied zur Google Glass. Die Datenbrille lässt sich nicht nahtlos in das Alltagsleben integrieren. Raymond Velez: Ich selbst möchte Google Glass nicht in der Öffentlichkeit tragen. Die Leute würde das misstrauisch machen. Smartwatches scheinen dagegen diese Hürde Apple betont in den Werbe-Videos für seine neue Watch den Health-Aspekt

19 29. September /14 INTERNET WORLD Business 19 Pebble: Der Vorreiter im Bereich der Smartwatches mit farbenfrohen Modellen Raymond Velez ist Global Chief Technology Officer der Digitalagentur Razorfish und Experte für digitale Transformationsprozesse Samsung Gear: Smartphone- Funktionen am Handgelenk, 3G-Verbindung ins Mobilfunknetz Epson Runsense: Einstieg des Druckerspezialisten ins Wearables-Segment Man kann das Handy in der Tasche lassen genommen zu haben. Sie werden mit funktionalem Design und in edler Luxusausführung, wie sie auch Apple plant, angeboten. Die demnächst erscheinende Samsung Gear S soll es auch mit geschliffenem Kristallglas von Swarovski geben. Was aber bedeutet das für das Marketing, wenn Smartwatches von der Masse getragen werden? Bietet der vergleichsweise winzige Screen überhaupt genügend Möglichkeiten, mit dem User in Kontakt zu treten? Health-Bereich ist geeignetes Segment Die Ansprache direkt am Point of Sale kann noch einmal beflügelt werden Martina Vollbehr, Geschäftsführerin Pilot Hamburg Wearables generell und Smartwatches im Besonderen eröffnen durch ihre potenzielle Erreichbarkeit über das Internet oder auch Bluetooth neue Formen der Zielgruppenansprache auf einem weiteren Endgerät, sagt Manfred Klaus, Sprecher der Media-Agenturen im Digital-Verband BVDW. Eine individuelle und ortsbezogene Ansprache wird der zentrale Erfolgsfaktor sein, idealerweise in Verbindung mit nutzwertiger oder unterhaltsamer Funktionalität. Das könnte beispielsweise so aussehen: Über eine App registriert sich der Nutzer für die Fitness-Challenge eines Unternehmens. Die Story dazu wird auf dem größeren Screen, beispielsweise dem Tablet, erzählt. Die App auf der Smartwatch generiert die Daten und feuert den User an, wenn er an dem Wettbewerb teilnimmt. Gerade das Health- und Fitness-Segment zählt zu den Bereichen, durch die der Durchbruch beschleunigt werden könnte. Ernährungs-Apps wie die von Kellogg s eignen sich beispielsweise ebenfalls für die mediale Nutzung der Technik am Handgelenk (siehe Interview). Doch denkbar sind auch zahlreiche andere Bereiche. Bei der Fluggesellschaft American Airlines ist eine App im Gespräch, mit der man einchecken kann. Zudem wäre die Smartwatch der ideale Platz, um den User beim Shopping noch einmal mit Nachdruck auf ein besonderes Angebot hinzuweisen. Aktivierung ist das Stichwort, betont Martina Vollbehr. Der letzte Impuls vor der Kaufentscheidung, also die Ansprache direkt am Point of Sale, kann damit noch einmal beflügelt werden, zum Beispiel durch attraktives Pricing oder aktuelle Angebote. Impulsartikel und Near Field Communication Im Grunde ähneln diese Konzepte denen, die schon für die Smartphones entwickelt wurden. Vollbehr spricht deshalb auch gern einfach von einem weiteren Rädchen im Getriebe der Customer Journey geeignet für Impulsartikel und Near Field Communication, allerdings unter erschwerten Umständen: Der Screen misst nur noch wenige Zentimeter, der User ist noch empfindlicher, wenn ihm dort nervige Botschaften begegnen. Vollbehr: Bietet die Werbung keinen Mehrwert, stößt sie auf Reaktanzen hier wahrscheinlich noch stärker als sonst, weil die Werbung im wahrsten Sinne des Wortes hautnah ist. Achim Himmelreich, Partner bei Mücke, Sturm & Company und Vize-Präsident des BVDW, unterstreicht: Reine Push-Werbung wird der User ablehnen. Das ist die Kehrseite. Positiv formuliert, bedeutet dies aber auch: Werbung am Handgelenk könnte akzeptiert werden, wenn sie kontextsensitive und ortsbezogene Relevanz liefert, der User sich zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft angesprochen fühlt und er daraus einen Nutzen ziehen kann, sei es einen wertvollen Hinweis oder aber ein auf ihn zugeschnittenes Sonderangebot. Das wiederum ist eine recht komplexe Aufgabe und bedarf der richtigen Erhebung und Interpretation der User-Daten. Himmelreich: Die Datenauswertung und Personalisierung im Backend werden zum entscheidenden Faktor. Für viele Experten steht fest, dass der Siegeszug der Wearables nur noch eine Frage der Zeit ist. Der Marktforscher Berg Insight geht davon aus, dass in den nächsten drei Jahren rund 60 Millionen entsprechende Endgeräte verkauft werden. In recht kurzer Zeit werden Wearables vom reinen Volumen her im Konsumentenbereich alle anderen Internet-fähigen Geräte überholen, schätzt Himmelreich. Sie werden sozusagen zur Basisinfrastruktur für die Ära des Internets der Dinge: Die Uhr schließt das Auto oder das Hotelzimmer auf, beim Zutritt in die Wohnung reguliert sie die Klimaanlage, sie wickelt die Zahlungsvorgänge an der Supermarktkasse ab eine entsprechende Software ist in der Apple Watch integriert. Die Frage ist nur, ob diese Entwicklung von werbenden Unternehmen mitgestaltet werden kann oder weitgehend ohne sie stattfindet. Das Engagement für Wearables sei langfristig angelegt, betonte Jong-Seok Park, CEO von LG Electronics Mobile Communications, bei einer Produktvorstellung im Sommer. Wer erlebt hat, wie nützlich und überzeugend die LG Watch sein kann, wird das Gerät ebenso in sein tägliches Leben integrieren wie sein Smartphone. Helmut van Rinsum internetworld.de/hvr Müssen Smartwatches schon bald in Mobile-Marketing-Strategien eingebunden werden? Raymond Velez: Die Aufmerksamkeit des Verbrauchers ist ständig in Bewegung: vom Fernseher zum Computer, vom Computer zu Mobile und von Mobile zu Wearables. Dies muss auch in Marketingstrategien berücksichtigt werden. Eine Smartwatch gibt einem die Möglichkeit, das Handy in der Tasche zu lassen und etwas weniger häufig auf den Screen blicken zu müssen. Wenn Marketer diese Entwicklung nicht in ihre Konzepte integrieren, werden sie ihre Beziehung zu den Konsumenten aufs Spiel setzen. Welche Werbeformen sind denkbar? Velez: Mein Lieblingsbeispiel ist die Fitness- und Ernährungs-App My Special K von Kellogg s. Die Produktlinie Special K hilft einem dabei, einen gesünderen und fitnessorientierten Lifestyle zu verfolgen. Diese App funktioniert auf dem Computer und auf dem Smartphone und könnte ganz einfach auch als interaktive Anwendung für Wearables weiterentwickelt werden. Wie wird der User auf Werbung am Handgelenk reagieren? Velez: Der Bildschirm am Handgelenk ist noch einmal kleiner. Unternehmen wie Google glauben, dass Verbraucher dort relevante und datenunterstützte Messaging- und Micro- Services sowie Micro-Content erwarten. Angebote wie Google Now reagieren darauf, zeigen den nächsten Termin an sowie den direkten Weg dorthin. Das ist ein zeitlich und inhaltlich relevanter Support. Kunden, die einen Laden betreten, könnten individuelle Angebote erhalten, bei denen ihr vergangenes Einkaufsverhalten berücksichtigt wird.

20 20 Für Luxusmarken ist Online-Werbung unverzichtbar. Social-Media-Kanäle sind hier aber weniger relevant ast 220 Milliarden Euro wurden im F weltweiten Luxusgütermarkt 2013 laut der Beratung Bain & Company erwirtschaftet. Auf Deutschland entfällt ein Umsatz von 9,9 Milliarden Euro. Um den digitalen Käufer zu erreichen, ist bei Gucci und Co. längst auch Online Teil des Mediaplans: Mit knapp zehn Milliarden Euro steht der weltweite Web-Vertrieb für fast fünf Prozent des Gesamtmarkts. Laut der Havas Media Group, die Kunden wie Escada, Puig oder Emirates betreut, ist die Werbestrategie dabei so exklusiv wie das Portfolio: Luxusmarken positionieren sich nicht, sie werden gesucht und gefunden. Die Erkenntnis stammt aus einer aktuellen Untersuchung der Agenturgruppe. Diese basiert auf der Befragung einer Fokusgruppe aus 16 Teilnehmerinnen zwischen 30 und 55 Jahren mit einem überdurchschnittlichen Nettoeinkommen von mehr als Euro im Monat und einer hohen Affinität zu Luxusmarken. Zudem analysierte ein Social Media Monitoring, wie erfolgreich ausgewählte Unternehmen im Bereich Earned Media, dem viralen Marketing über Social-Media-Kanäle, sind. Letztere, so das Monitoring, spielen allerdings eher eine untergeordnete Rolle. Demnach erreichen Unternehmen aus dem Luxussegment ihre Kunden am besten über Owned-Kanäle. Laut Havas kommen die Konsumenten häufig aktiv über Suchmaschinen auf die unternehmenseigenen Webseiten oder Corporate-Plattformen. Dazu gehören Blogs oder digitale Magazine wie das emag von Hugo Boss, das Einblicke in Fashion Shows bietet. Zweitwichtigster Kanal ist Paid mit bezahlten Werbeanzeigen. Gerade hier zeigen sich die Luxuskonsumenten laut der Digital Luxury Study von White Communications als besonders anspruchsvoll. Die Hälfte der über 600 Befragten erwartet personalisierte und individuell zugeschnittene Angebote. Auf diese Anforderung reagieren die Marken, sagt Kerstin Clessienne, Director Strategy Digital bei Havas Media/Digital: Auch Luxusmarken begreifen langsam, welche Rolle digitale Profile spielen, und beginnen ihre Custo- mer-relationship-management(crm)- Daten allmählich zu digitalisieren. Mit diesen First-Party Data als Premiumdaten ist für Clessienne nicht nur die gezielte Ansprache, sondern vor allem die effektive Wiederansprache möglich, um sich in Erinnerung zu bringen und auch inaktive Nutzer zu reaktivieren. Der Entscheidungsprozess des Kunden bis zum Kauf, sei, so Clessienne, somit kein Tunnel mehr, sondern ein Zyklus, der im Idealfall immer wieder zurück zum Kaufmoment Luxusmarken erreichen ihre Kunden am besten über Owned-Kanäle führt (s. Chart). Dieser sollte möglichst durch entsprechende Empfehlungen und Erlebnisse initiiert werden. Hier aber hapert es bei Luxusmarken offenbar noch. Der Gedanke, Tiffany und Prada und deren Produkte viral auf sozialen Kanälen weiterzuempfehlen, ist vielen Usern noch fremd. In Deutschland haben die Earned-Kanäle für Luxusmarken aktuell noch wenig Einfluss, so Clessienne. In anderen gerade asiatischen Ländern, ist das bereits anders. Einen Grund dafür nennt die Studie von White Communications. Jeder zweite Befragte meint, dass teure Premiummarken auf Social Media nichts zu suchen haben, da dort die Exklusivität verloren geht. Entsprechend sind sie auch nicht bereit, Inhalte auf Facebook und Co. zu verbreiten. Damit User aktiv über das Produkt im Web diskutieren und die Marke im Web verbreiten, ist eine Content-Marketing- Strategie nötig. Hier müssen die Marken mit Branding und Storytelling-Elementen arbeiten und es schaffen, den Usern mehr als nur das eigentliche Produkt zu bieten, so Clessienne. Der große Vorteil bei Luxusmarken: Sie können Konsumenten mit aufwendigen und exklusiven Inszenierungen und Bilderwelten faszinieren. Clessienne rät Unternehmen daher zu Auftritten auf bildlastigen Portalen wie Pinterest oder Instagram. internetworld.de/sg Foto: Fotolia / Valua Vitaly In In In Dior ist in Bezug auf Earned Media im (deutschsprachigen) Web am erfolgreichsten. Am häufigsten sprechen User auf Twitter und in Fashion-Foren über die Marke b ä n V r ich n o a it oop b rt n nach u.a. Inspiration durch u.a. von u.a. verläuft nicht geradlinig, sondern zyklisch und führt idealerweise immer wieder zum Kauf INTERNET WORLD Business 20/14 Zeitraum: August 2013 August 2014 Foto: Fotolia / Dahabians INTERNET WORLD Business 20/14 Quelle: Beide Havas Media Group

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