28. BWK Bundeskongress

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1 Stralsund, BWK Bundeskongress Verfahrenstechnische Innovationen und Energieautarkie in Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlagen Dipl.-Ing. (FH) Stephan Schütt BN Umwelt GmbH

2 Einleitung Stoffstromoptimierungen Energetische Optimierungen / Weg zur Energieautarkie Ausblick 2

3 Seit 1997: Ostmecklenburgisch-Vorpommersche Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD) Betrieb der Abfallentsorgungsanlage in Rosenow Seit 2005: Ostmecklenburgisch-Vorpommersche Abfallbehandlungsund -entsorgungsgesellschaft mbh (ABG) Betrieb der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) 3

4 Seit 1997: Ostmecklenburgisch-Vorpommersche Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD) Betrieb der Abfallentsorgungsanlage in Rosenow Seit 2005: Ostmecklenburgisch-Vorpommersche Abfallbehandlungsund -entsorgungsgesellschaft mbh (ABG) Betrieb der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) Südpolder BHKW Nordpolder Sickerwasserbehandlungs- Anlage MBA 4

5 Mechanische Aufbereitung Mg/a Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Sperrmüll Aufbereitung des Abfalls über Zerkleinerungs- und Klassierungsprozesse Outputstoffströme mechanische Aufbereitung: Nachrotte Intensivrotte Holz 0,3% EBS 35,9% Schwergut 3,5% ablf. Material 45,6% Output 2008 mechanische Aufbereitungsstufe NE-Metalle 0,04% FE-Metalle 1,7% Wasser- / Masseverlust 13,0% 5

6 Biologische Behandlungsstufe Behandlungskapazität Mg/a Ziel: Herstellung ablagerungsfähigen Deponats Optimierung durch zukunftsorientierte Verfahrensumstellung Nativ-Organik enthält wesentliche Bestandteile an org. energiereichen Substanzen - Brennstoffpotential Steigende Nachfrage nach Ersatzbrennstoffen Nativ-Organik mm Intensivrotte (18 geschlossene Tunnel) 3 Wochen Offene Nachrotte (überdacht, Dreiecksmieten) 5 Wochen ablagerungsfähige Fraktion Deponie Biologische Teilstromtrocknung der Nativ-Organik mit anschließender mechanischer Aufbereitung zu sog. Biobrennstoffen 6

7 Biologische Teilstromtrocknung Nutzung der durch biologische Um- / Abbauprozesse freigesetzten Wärmeenergie zur Materialtrocknung Prozessführung entspricht Kompostierung ohne Materialbefeuchtung Wasseraustrag über Materialbelüftung (Abluft / Umlüftkühlung) Behandlungszeit: ca. 7 Tage ohne Umsetzen Input-Wassergehalt: % Output-Wassergehalt: % Prozess der biologischen Trocknung wird sehr gut beherrscht und kann mit Bestandsanlage realisiert werden 7

8 Aufbereitung Trockenfraktion Trockenmaterial eignet sich nicht als Brennstoff hoher Mineralikanteil (Glas, Steine, Keramik, Sand) niedriger Heizwert: ca kj/kg OS 1) Mechanische Aufbereitung der Trockenfraktion notwendig Biobrennstoff I mm TS-Gehalt: < 80 %-OS Heizwert: kj/kg Entspricht Anforderungen für Ersatzbrennstoff (EBS-HKW) 1) Originalsubstanz BE 5 biologische Trocknung FE-Metallabscheidung Siebung MW 20 mm 49,5% 75% Trockenmaterial BE 6 Biobrennstoffaufbereitung > 20 mm BBS I mm NE-Metallabscheidung < 20 mm Leichtgut Heizwert: Windsichtung kj/kg 50,0% Glührückstand: 50,0% Schwergut Zerkleinerung 35 %-OS Nachrottefraktion 50,0% BBS II 0-20 mm 25% 0,5% Dichtetrennung Wasserverlust Optinale Erweiterbarkeit TS-Gehalt: < 80 %-OS Schüttdichte: 0,3 Mg/m³ 35% 15% FE-Metalle BBS II 0-20mm Inertfraktion NE-Metalle BBS I < 35 mm 8

9 Massenbilanz Bilanzierung Gesamtanlage Holz 0,3% Schwergut 3,5% Output 2008 EBS 35,9% ablf. Material 45,6% EBS Schwergut Wasser- / Masseverlust NE-Metalle Holz ablf.-material FE-Metalle Biobrennstoff Holz 1,1% Schwergut 2,8% Output 2012 NE-Metalle 0,04% FE-Metalle 1,7% Wasser- / Masseverlust 13,0% EBS 29,7% Biobrennstoff 10,6% ablf.-material 35,6% NE-Metalle 0,18% FE-Metalle 2,2% Wasser- / Masseverlust 17,8% 9

10 Energetische Optimierungen / Weg zur Energieautarkie Steigerung der Energieeffizienz ( ) Verbesserung der Energieeffizienz bestehender Verbraucher: Monitoring zum E-Energieverbrauch Implementierung eines Lastmanagementsystems Momentan-Verbrauchsanzeige zur Vermeidung von Verbrauchsspitzen Energiemonitoring in Echtzeit via Onlineportal Lastabhängige Regelung von Anlagenbestandteilen zur Vermeidung von Lastspitzen 11

11 Energetische Optimierungen / Weg zur Energieautarkie Planung Energiepark Rosenow Planung eines Netzknotens zur autarken Energieversorgung (2011) biol. Teilstromtrocknung (2011) Optimierung der Deponiegasausbeute (2007- Photovoltaikanlage auf Deponieund Dachflächen Windkraftanlagen (2010/11) Biogasanlage (2007) Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk Technikumsversuche zur Biogaserzeugung aus Nativ- Organik des Hausmülls

12 Energetische Optimierungen / Weg zur Energieautarkie Energienutzung - Autarke Elektroenergieversorgung Errichtung eines Netzknotens zur Nutzung der auf dem Standort erzeugten Elektroenergie E.ON edis Bezug: Max. Leistung: Ø Leistung 2008 : 2009 ca MWh kw el 894 kw el BHKW Erzeugung: Max. Leistung: Ø Leistung: MWh kw el ca. 900 kw el Einsparungen: EUR/ Monat E.ON edis Bezug: Max. Leistung: Ø Leistung: 2011/2012 ca MWh kw el 210 kw el 15

13 Energetische Optimierungen / Weg zur Energieautarkie Energienutzung - Autarke Elektroenergieversorgung Errichtung eines Netzknotens zur Nutzung der auf dem Standort erzeugten Elektroenergie E.ON edis Bezug: Max. Leistung: Ø Leistung 2008 : 2009 ca MWh kw el 894 kw el BHKW Erzeugung: Max. Leistung: Ø Leistung: MWh kw el ca. 900 kw el Einsparungen: EUR/ Monat E.ON edis Bezug: Max. Leistung: Ø Leistung: 2011/2012 ca MWh kw el 210 kw el 16

14 Energetische Optimierungen / Weg zur Energieautarkie Energienutzung - Autarke Elektroenergieversorgung Errichtung einer 270 kwp Dachflächen-Photovoltaik-Anlage (2012) 17

15 Ausblick Aktuelle und Zukünftige Projekte / Themenbereiche konzeptionelle Entwicklung eines Biomasse-Heizkraftwerkes kleiner Leistung Reduzierung des Erdgaseinsatzes in der Regenerativ-Thermischen- Oxidationsanlage durch Optimierung des Abluftbehandlungssystems Steigerung der separierbaren Wertstoffe (Holz, FE-/ NE-Metalle, EBS) Erweiterung der 270 kwp Dachflächen-Photovoltaik-Anlage Optimierung der Deponiegasgewinnung (Gasbrunnen, Gasaufbereitung ) MBA-Technologie leistet Beitrag für den Weg von Abfall- zur Ressourcenwirtschaft Weg zur Energieautarkie nur durch Kombination unterschiedlicher, standortspezifischer Verfahren möglich 18

16 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! BN Umwelt GmbH D Rostock Petridamm (0) 381 / (0) 381 / Abfall Anlagenbau Energie Hochbau Infrastruktur Wasser

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