Wissenschaft und Entscheidung. Was kann die Wissenschaft für die Gesellschaft leisten?

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1 Roland Fischer Wissenschaft und Entscheidung. Was kann die Wissenschaft für die Gesellschaft leisten? Gemeinsames Handeln setzt gemeinsames Entscheiden voraus. Gemeinsames Handeln ist heute in vielen Bereichen dringend erforderlich: in der Umweltpolitik, in der Sicherheits- und Friedenspolitik, in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, um nur einige Beispiele zu nennen. Wahrscheinlich war das immer so, die Vernetztheit der Probleme hat aber ein Ausmaß erreicht, welches die Gemeinsamkeit des Handelns, die Beteiligung sehr vieler Menschen, als eine besondere Notwendigkeit erscheinen läßt. Gleichzeitig soll natürlich kein totalitäres System, keine Diktatur welcher Art auch immer entstehen. Im Gegenteil: Die Freiheit des einzelnen, aber auch jene von Staaten, Ethnien, Regionen, Bürgergruppen usw. soll nicht geschmälert, nach Möglichkeit sogar vergrößert werden. Das heißt, wir brauchen gemeinsame Entscheidungen, sie sollen aber von allen freiwillig getroffen werden. Ein Beispiel, an dem man diese Ambivalenz von Erwartungen deutlich sieht, stellt die Europäische Union dar. Die Menschen wollen eine starke EU und damit viel Gemeinsamkeit, wenn es um Interventionen in Krisengebieten geht, wie vor einigen Jahren am Balkan. Sie wollen eher weniger Gemeinsamkeit, wenn es um die Bewahrung nationaler oder regionaler Eigenheiten geht. In dieser Situation widersprüchlicher Anforderungen denkt man oft an die Wissenschaft: Sie soll sagen, was richtig ist und damit gewaltfrei Gemeinsamkeit herstellen. Naturwissenschafter sollen in Umweltfragen Auskunft geben, Sozialwissenschafter und Historiker sollen gerechte politische Ordnungssysteme 1

2 entwerfen, Wirtschaftswissenschafter sollen das beste Wirtschaftssystem erfinden usw. Wenn sie objektiv und methodisch sauber vorgehen, kann man ihnen vertrauen und die meisten Menschen werden sich ihren Empfehlungen anschließen. Wenn es Skepsis gibt, müssen die Wissenschafter eben ihre Argumente auf den Tisch legen und diese sollten für alle einsichtig sein, die bereit sind, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Individuelle Einsicht, teilweise ersetzbar durch Vertrauen in jene, denen man mehr Einsicht zubilligt, soll Gemeinsamkeit herstellen. Nun, man weiß, daß die Dinge so einfach nicht liegen. Zum ersten muß man oft feststellen, daß vieles (noch) nicht erforscht ist von der Wissenschaft, daß relevantes Wissen einfach nicht vorliegt, z.b. für Fragen der Wirtschafts- und Umweltpolitik, daß man aber oft keine Zeit hat, dieses zu beschaffen. Fast noch problematischer ist die Situation, wenn zwar Wissen vorliegt, dieses allerdings nur sehr partiell oder einseitig ist und viele Aspekte der Realität außer acht läßt. Man denke beispielsweise an die Erfassung der Qualität einer Volkswirtschaft mit Hilfe des Bruttonationalprodukts. Wenn nichts anderes zur Verfügung steht, wird dieses Wissen dann zum ausschlaggebenden Faktor. Wenn man aber vorsichtiger ist und bedenkt, daß Wissenschaft immer nur eine sehr reduktionistische Sicht der Wirklichkeit anbieten kann, hilft sie bei Entscheidungen wenig. Man kann sagen: Gut, etwas Besseres als die Wissenschaft haben wir nicht zur Entscheidungshilfe, soll sie sich halt anstrengen, mehr erforschen, mehr die Komplexität realer Verhältnisse einfangen, ihre eigenen Voraussetzungen zu begründen versuchen usw. Was sie als abgesicherte Lehrmeinung bekanntgibt, darauf sollte man sich aber auch verlassen können. Wäre das nicht eine realistische und faire Erwartung an die Wissenschaft? 2

3 Es gibt gute Gründe, anzunehmen, daß auch diese Erwartung überzogen ist. Ein Blick in die Geschichte zeigt uns, daß die Entwicklung der Wissenschaften nicht einfach ein kumulativer Prozeß ist, wo Wahrheit um Wahrheit zusammengetragen wurde, sondern daß es immer wieder grundsätzliche Neuorientierungen gegeben hat und daß als sicher angenommene Aussagen umgestoßen wurden. Zu meinen, daß es gerade ab heute anders sein sollte, ist reichlich naiv. Die heute schon in vieler Munde befindlichen Paradigmenwechsel verweisen auf die Tatsache, daß zumindest etwas anderes als das jeweils Vorherrschende in der Wissenschaft wichtig werden kann, und, da in komplexen Entscheidungssituationenen Abwägungen von Bedeutungen eine Rolle spielen, kann dies zu anderen Empfehlungen führen. Hinzu kommt, daß gerade durch die Aufforderung an die Wissenschaften, sehr vielfältig tätig zu sein, viel zu erforschen, sich auszudifferenzieren, aber auch Grundlegendes in Frage zu stellen und neu zu konzipieren, ein Pluralismus entstanden ist, der sogar synchron Widersprüche produziert und damit weniger denn je die Möglichkeit einer verbindlichen Gesamtsicht von Problembereichen durch die Wissenschaft als eine realistische Erwartung erscheinen läßt. Noch immer könnte man meinen, daß dies eben Unzulänglichkeiten der Wissenschaft seien, die durch entsprechende Investition und durch einen klaren Auftrag der Gesellschaft ausgeräumt werden könnten; wenn schon nicht von heute auf morgen, dann aber in absehbarer Frist. Ich bin allerdings der Auffassung, daß die Erwartungen an die Wissenschaften im Hinblick auf Entscheidungen grundsätzlich anders zu orientieren wären, insbesondere daß der Glaube an eine objektive, absolute, d.h. (von uns) losgelöste Wahrheit in der Wissenschaft, auch in einer geänderten und verbesserten, nicht aufrecht zu erhalten ist. 3

4 Historische Untersuchungen, aber auch wissenschaftstheoretische Betrachtungen weisen nämlich darauf hin, daß Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen sehr viel mit den Bedingungen, unter denen sie entstanden sind, zu tun haben, und nicht bloß mit dem Gegenstand, auf den sie sich beziehen. Dies reicht vom Einfluß von Auftraggebern auf die Inhalte wissenschaftlicher Gutachten über die manchmal gar nicht bewußt herbeigeführten Auswirkungen der Interessen der Forscher selbst bis zu den subtilen Prägungen wissenschaftlichen Tuns durch unsere Denk- und Wahrnehmungsmuster, durch soziale Ordnungen, durch all das, was wir Kultur nennen. Etwa, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß der Darwinismus als biologische Evolutionslehre nach dem Prinzip des survival of the fittest in einer Zeit entstanden ist, als dieses Prinzip im Wirtschaftsleben vertreten wurde, was wir heute in einer Rückübertragung Sozialdarwinismus nennen (diesen Gedanken verdanke ich A. Bammè). Kurz gesagt, wir selber, die Menschen, üben einen Einfluß auf die Ergebnisse von Wissenschaft aus, nicht nur der jeweilige Gegenstand. Man kann noch weiter gehen: Der jeweilige Untersuchungsgegenstand ist selbst etwas, das erst durch den Kontext und unser Wollen geschaffen wird. Dies erscheint plausibel, wenn wir an einen Untersuchungsgegenstand wie "Gesellschaft" oder Wirtschaft denken, trifft aber auch für einen Gegenstand wie "Natur" zu. Besonders deutlich wird dies, wenn man Vergleiche anstellt: Was bedeutet(e) ein bestimmter Untersuchungsgegenstand in verschiedenen Kulturen, zu verschiedenen Zeiten, ja hat es ihn überhaupt in der jeweiligen Sprache "gegeben"? Die Dinge ändern sich in dem Ausmaß, in dem wir uns ändern, man könnte auch sagen, in dem Ausmaß, in dem wir leben. Die Folge ist, daß es eine absolute, ewige, von uns unabhängige Wahrheit nicht geben kann, jedenfalls nicht in der von Menschen geschaffenen Wissenschaft. Gerade auch wenn wir eine solche Wahrheit suchen, verändern wir uns und damit die Objekte unseres Interesses, und wir können die Wahrheit daher nie einholen. Man kann es auch in Abwandlung eines Wortes von Jesus Christus 4

5 positiv sagen: Wir selbst sind die Wahrheit. Die wissenschaftstheoretische Diskussion trägt dieser Einsicht Rechnung, indem heute keine Richtung ohne zumindest ein Quentchen von dem auskommt, was man Konstruktivismus nennt. In gewisser Weise erscheint diese Sicht gestützt durch Grundlagenprobleme in den als sehr sicher angenommenen Wissenschaften Mathematik und Physik. Wir wissen heute, daß bestimmte Anfangsfragen wissenschaftsintern nicht beantwortbar sind. Die Grundlagen auch dieser Wissenschaften sind Setzungen, egal ob es sich um Mengenlehre, Arithmetik oder bestimmte Modellvorstellungen über Materie und elementare Kräfte handelt. Von ihnen auszugehen ist jeweils eine Entscheidung. In diese Entscheidungen fließen manchmal verdeckt Weltanschauungen mit ein, oft sind sie Ausdruck eines bewußten und unbewußten Wollens. Natürlich kann man versuchen, diese Entscheidungen in Frage zu stellen oder zu begründen, letztendlich dadurch, daß man Alternativen erfindet und mit ihnen vergleicht. Sich selbst kann der Mensch aber dabei nicht davonlaufen. Wenn es so ist, daß wir von der Wissenschaft absolute Wahrheiten nicht erwarten können, was bedeutet dies für gesellschaftliche Entscheidungsprozesse, und was können wir überhaupt von der Wissenschaft erwarten? Zunächst zur Situation der Gesellschaft. Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß es außerhalb von uns selbst eine Instanz gibt, die uns sagt, was wir tun sollen, was richtig ist, insbesondere eine Instanz, die in der Lage ist, von außen Gemeinsamkeit herzustellen. Weder wird uns gesagt, was möglich ist, noch was unter den Möglichkeiten das "Richtige" ist im Sinn einer Zielbestimmung des Menschen. Letzten Endes sind wir auf uns verwiesen, auf unsere Meinungen, Vorstellungen und auf unser Wollen. Das heißt, wir haben wirklich 5

6 Entscheidungen zu treffen, zumindest die, wem wir glauben sollen. Sachzwänge können uns diese nicht abnehmen. Die Determiniertheit von Entscheidungssituationen im Alltag und in der Politik ist oft eine selbstverordnete. Wenn etwa gesagt wird: Die Pensionen werden nicht mehr fianzierbar sein, so heißt das natürlich im Klartext, daß möglicherweise der Konsens, soviel Geld für Pensionen auszugeben, nicht mehr existieren wird. Durch die erste Formulierung wird aber nahegelegt, daß hier objektive, von uns unabhängige Kräfte wirken. Was alles wirklich möglich ist, in Abweichung von der vorgeblichen Determiniertheit des Lebens, erkennt man in Katastrophensituationen, in denen Solidarität und Hilfsbereitschaft geübt werden - oder aber auch Haß und Zerstörung auftreten können. Die selbstverordneten Sachzwänge stellen eine Möglichkeit dar, gemeinsames Entscheiden zu befördern. Wenn gesagt wird, so muß es sein, es geht nicht anders, wenn außerdem Entscheidungsstrukturen geschaffen werden, die bestimmte Zuständigkeiten und Abläufe vorsehen, so sind die Menschen gewohnt, sich zu fügen. Allerdings können hier Schienen gelegt werden, die in Richtungen führen, bei denen man manchmal sehr spät entdeckt, daß man sie nicht möchte. Die Herausforderung, die sich stellt, lautet: Gemeinsame Entscheidung trotz gewußter Unsicherheit, trotz Kenntnis der Tatsache, daß mit der Entscheidung ein Risiko verbunden ist. Ich nenne eine Gesellschaft, die dazu in der Lage ist, eine Entscheidungsgesellschaft. Ich grenze sie ab von einer Form der Gesellschaft, in der wir heute überwiegend leben, und die ich Erkennens- oder Wissensgesellschaft nennen möchte. Sie trifft ihre Entscheidungen primär in der Überzeugung, daß es möglich sei, durch Erkennen der Wirklichkeit die notwendigen Grundlagen zu erhalten, von denen ausgehend durch zweckrationale Überlegungen (etwa der 6

7 Optimierung) Entscheidungen getroffen werden könnten. Sie baut auf die Wissenschaft und ihr Selbstverständnis, wie es sich in den letzten dreihundert Jahren entwickelt hat, auf. Die synthetisierende Kraft für diese Gesellschaft ist das Wissen. Die Erkennens- bzw. Wissensgesellschaft hat ihrerseits in der abenländischen Geschichte eine Glaubensgesellschaft abgelöst, in der Entscheidungen an höhere Mächte delegiert wurden, an Propheten, Religionen und deren Vertreter in Form von Kirchen, Kaisern und Königen. Gemeinsamkeit wurde durch gemeinsamen Glauben an diese Autoritäten hergestellt. Nun ist es nicht so, daß in einer Entscheidungsgesellschaft Wissen und Erkenntnis gänzlich überflüssig geworden sind, sie stellen nach wie vor ein Medium der Kommunikation dar, d.h. ein Mittel auf dem Weg zur Gemeinsamkeit, allerdings nicht eines, mit dem Gemeinsamkeit erzwungen werden kann. Auch Religion und Glauben sind nicht bedeutungslos: Zumindest die Grundentscheidung für ein Miteinander, man kann auch sagen: für die Liebe, ist eine religiös motivierte und sie ist in einer Entscheidungsgesellschaft eigentlich wichtiger als in einer Erkennensgesellschaft. Besondere Bedeutung gewinnt in einer Entscheidungsgesellschaft das Prinzip "Verantwortung". Es ist nicht mehr so einfach möglich, Verantwortung zu delegieren, weder an eine höhere Instanz noch an eine für objektive Wahrheit zuständige Wissenschaft. Wenn man etwas will und in diesem Sinn entscheidet, muß man dafür geradestehen. Verantwortung bedeutet: sich nicht entfernen, nicht davonlaufen, sondern auch in Zukunft zur Verfügung stehen. Ein u.a. rechtstheoretisches Problem ist dabei, wie mit kollektiven Verantwortlichkeiten umgegangen werden soll. 7

8 Was hat nun in einer solchen Entscheidungsgesellschaft die Wissenschaft anzubieten? Ähnlich wie die Religion beim Übergang von einer Glaubens- zu einer Erkennensgesellschaft eine neue Position finden mußte oder immer noch muß, wird sich die Wissenschaft neu orientieren müssen. Worin kann ihre Rolle bestehen? Zur Beantwortung dieser Frage gehe ich von einer Beschreibung der Tätigkeit der Wissenschafter aus: Wissenschafter argumentieren. Was bedeutet dies? Wenn man sämtliche Wissenschaften betrachtet, seien es Geistes-, Natur- oder Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaft, Technikwissenschaften, Medizin etc., so kann man sagen: Argumentieren heißt Zusammenhänge herstellen, Verbindungen stiften, vernetzen. "Weil jenes so ist, ist dieses so", das ist die Grundfigur der Argumentation. "Jenes" kann ein Experiment, ein Ergebnis einer empirischen Erhebung, eine historische Quelle, ein als allgemeingültig angenommener Satz, eine Behauptung aus einer Veröffentlichung eines Kollegen sein usw. usw. Was die Wissenschaft über das alltägliche Erkennen und Begründen hinausführt, ist, daß sie systematisch Bezüge herstellt. Diese können von der Art eines logischen Schlusses, einer Analogie oder einfach nur eines Verweises sein. Damit ist auch die Stringenz solcher Zusammenhänge durchaus verschieden (z.b. je nach Wissenschaft), gemeinsam ist den Wissenschaften, daß sie sich um Zusammenhänge bemühen, auch wenn aus Gründen beschränkter Verarbeitungsund Speicherkapazität die Notwendigkeit, Zusammenhänge herzustellen, nur innerhalb disziplinärer Schranken gesehen wird. Vom Ansatz her ist vernetzendes Begründen transdisziplinär. Außerdem ist es in gewisser Weise im Hinblick auf die jeweiligen Gegenstände äußerlich, da es auf Verbindung zu anderem ankommt. Meditation z.b. ist eine andere Form der Erkenntnisfindung. 8

9 Natürlich wäre die Erfassung aller möglichen Zusammenhänge ein utopisches Anliegen. Das entstehende Netzwerk von Wissensteilen ist nie vollständig, es hängt auch davon ab, welche Zusammenhänge den Akteuren in der jeweiligen historischen Situation wichtig erscheinen. Allerdings muß die Wissenschaft immer offen sein für neue Zusammenhänge. Wenn jemand an die Wissenschaft herantritt mit der Frage: "Wie verhält sich der eine Wissensteil zu einem anderen oder das ganze Netzwerk zu einer bestimmten Beobachtung?", so muß sie dazu Stellung beziehen. Sie darf nicht einfach sagen: Das interessiert uns nicht. Wissenschaft ist, anders etwa als die Kunst, begründungspflichtig. (Der einzelne Künstler ist nicht verpflichtet, darüber Auskunft zu geben, wie er zu einem bestimmten Kunstwerk gekommen ist. Das tut für ihn die Kunstwissenschaft oder die Kunstkritik.) Doch Vernetzung ist nur die eine Seite der Argumentation. Da es eine absolute, von uns unabhängige Wahrheit in der Wissenschaft nicht gibt, da unsere Denkmuster, unsere sozialen Ordnungen und unsere Wünsche und Motive Einfluß haben und weil wir uns verändern und weiterentwickeln, ist stets auch die zweifelnde Frage zu stellen: Wie bedeutsam sind die hergestellten Bezüge, was wurde warum nicht beachtet, wie könnte es ganz anders sein? Ich nenne das permanente Stellen derartiger Fragen die Reflexionsaufgabe der Wissenschaft. Sie reicht von schlichten methodologischen bis zu selbstreflexiven Fragen wie: Was hat das produzierte Netzwerk mit uns selbst zu tun? Die Reflexionstätigkeit wirkt tendenziell gegen die Vernetzungstätigkeit, indem sie diese in Frage stellt. Der Motor für die Reflexion ist der Widerspruch. Dieser kann sich auf eine Einzelheit beziehen oder ein ganzes Theorie-Gebäude in Frage stellen. Seine Aufgabe ist es, Raum für Veränderung und Neues zu schaffen. Insgesamt heißt dies: Die Wissenschaft muß einerseits Netzwerke bauen, gleichzeitig muß sie, mit dem Blick auf uns selbst und unseren Einfluß auf das wissenschaftliche Wissen, 9

10 Netzwerke auflösen. Zum Teil wird diese Aufgabe durch die einzelnen Wissenschaften in arbeitsteiliger Form erledigt, etwa indem die einen Computer bauen und die anderen deren Nutzen in Frage stellen. Was bedeutet dies nun im Hinblick auf die Gesellschaft und im Hinblick auf Entscheidungsprozesse? Durch ihre Vernetzungsarbeit stellt die Wissenschaft Verbindlichkeit, Gemeinsamkeit her. Sie stellt sie also nicht dadurch her, daß sie auf eine objektive Wahrheit pocht, der sich alle unterzuordnen haben, sondern dadurch, daß sie Verbindungen herstellt, zwischen Beobachtungen, Sichtweisen, Meinungen, hinter denen ja in der Regel auch Menschen stehen. Indem sie also auf der Ebene von Aussagen ein Netzwerk anbietet, verbindet sie die Menschen. Damit kann Wissenschaft auch Sicherheit bieten. Eine Sicherheit, die gelegentlich in (Sach-) Zwang ausartet.es sind dies allerdings "nur" die Sicherheit bzw. der Zwang eines Geflechts, sie resultieren aus der Dichte der Verbindungen und nicht aus einer stabilen Verankerung. Denn "befestigt" ist das Netz an uns selbst. Uns dies immer wieder zu sagen, indem sie den Widerspruch pflegt, ist die zweite Aufgabe der Wissenschaft. Sie stellt damit Verbindlichkeit in Frage, sie verunsichert. Gleichzeitig weist sie uns damit auf unsere Freiheit hin, darauf, daß wir zu entscheiden haben, was wir wollen, und daß wir nicht in einem Netzwerk des Wissens gefangen sein müssen. Was heißt dies aber nun konkret, wenn es um gesellschaftliche Entscheidungen, z.b. in Umweltfragen, bei wirtschaftspolitischen Problemen, in ethnonationalen Konflikten usw. geht? Was kann die Wissenschaft hier anbieten? Ist sie bloß ein Nullsummenspiel, indem sie Sicherheit anbietet und diese gleichzeitig wieder in 10

11 Frage stellt? Ich meine, daß die Wissenschaft durchaus auch so, wie ich sie in dialektischer Form beschrieben habe, ein Angebot für die Gesellschaft darstellt. Erstens kann sie "vernetzte Wissensteile" schaffen, Modelle und Theorien, die Basis für Gemeinsamkeit darstellen können. Je umfassender und vernetzter diese Angebote sind, d.h. je mehr an verschiedenen Gesichtspunkten sie berücksichtigen, desto größer ist die Chance auf Akzeptanz. Hier ist Kreativität, insbesondere interdisziplinäre Kreativität der Wissenschafter, gefordert, die Phantasie der Menschen für gemeinsame Sichtweisen kann dadurch erweitert werden. Zweitens erinnert uns die Wissenschaft daran, daß die Anwendung ihrer Angebote mit der Beantwortung von Grundfragen zusammenhängt, bei denen wir selber Entscheidungen zu treffen haben; sie spitzt zu. Die zentrale Grundfrage lautet: Wieviel an Gemeinsamkeit wollen wir überhaupt? Aufgabe der Wissenschaft ist nun nicht nur, diese Frage pauschal-abstrakt zu stellen, sondern immer wieder den Zusammenhang mit ihren sonstigen Angeboten herzustellen. Drittens geht es darum, auf die großen Bereiche des Nichtwissens, der Nichtberücksichtigungen, in der Wissenschaft hinzuweisen und Formen des Umgangs damit zu entwickeln. Der Wunsch nach Determiniertheit der Dinge, z.t. von der neuzeitlichen Naturwissenschaft mitgeprägt, verhindert hier einiges. Z.B. ist es verpönt, bei wichtigen Entscheidungen gezielt Zufallskomponenten einzubauen. (Früher gab es das in Form von bewußt herbeigeführten Gottesurteilen.) Durch Zufallskomponenten könnten zumindest systematisch Mutationen ermöglicht werden. 11

12 Die genannten Leistungsmöglichkeiten der Wissenschaft für die Gesellschaft, u.a. im Hinblick auf Entscheidungen, mögen, jeweils isoliert betrachtet, nicht neu erscheinen. Wesentlich ist allerdings, und das könnte dem Ganzen eine neue Qualität geben, daß sie in Verbindung zueinander zur Wirkung gebracht werden. Dies würde auf einen Transformationsprozeß der Gesellschaft hinauslaufen, den ich ein neues Lernen nennen möchte und die Wissenschaft kann mithelfen, ein solches zu gestalten. Ein Lernen, das nicht einfach darin besteht, daß man Erkenntnisse mitgeteilt bekommt, oder mehr oder weniger geschickt an sie herangeführt wird; ein Lernen, bei dem nicht dadurch Gemeinsamkeit und Verbindlichkeit hergestellt wird, daß man sich auf eine objektive Wahrheit beruft, sondern dadurch, daß Vernetzung und gemeinsames Entscheiden eingeübt werden unter Beachtung der Angebote von Wissenschaft, aber auch mit Blick auf ihre Bedingtheit und die damit gegebenen Freiräume. Es geht eigentlich darum, den internen genuinen Prozeß der Wissenschaft, nämlich Vernetzung und Widerspruch, anzubieten und nicht bloß die Ergebnisse. Dies setzt neue Interaktionsformen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft voraus. Die heute übliche Interaktionsform sieht so aus: Wissenschaftliche Autoritäten, in der Regel als Individuen auftretend, belehren (Noch-) Nichtwissenschafter, die ihrerseits als Individuen das Wissen aufnehmen. Eine Alternative: Gruppen von Wissenschaftern werden in ihren Interaktionen beobachtet von Gruppen von Lernenden, die das Beobachtete miteinander verarbeiten, Fragen stellen und Rückmeldungen geben. Falls die Lernenden durch gemeinsame Problemstellungen integriert werden, besteht auch die Möglichkeit, daß die Wissenschaft aus solchen Begegnungen Orientierungen für ihre Arbeit erhält. Die spezifische Qualität der Nicht-Wissenschafter liegt darin, daß sie in ihren Denkweisen (noch) nicht von der Wissenschaft geprägt und damit ge- bzw. verbildet sind. Der Vorteil der Gruppenformationen besteht auf beiden Seiten in 12

13 der Vielfalt von Meinungen, in der Möglichkeit, Vernetzungen und Widersprüche personal sichtbar zu machen, sowie in dem Potential für Reflexionen: Jeweils nicht unmittelbar am Diskussionsgeschehen Beteiligte können ihre Beobachtungen über Zusammenhänge zwischen Inhalt und Form des Geschehens einbringen. Auf der Seite der Lernenden bietet die Gruppenformation zusätzlich den Vorteil größerer Widerstandskraft gegenüber der Wissenschaft. Soll die Wissenschaft jene Möglichkeit, gesellschaftliche Entscheidungsprozesse zu unterstützen, die auf die Gestaltung eines neuen Lernens hinausläuft, realisieren, so wird sie sich neue Kompetenzen aneignen müssen, nämlich organisatorische. Interaktionen zwischen Gruppen von Wissenschaftern und solchen von Laien in fruchtbarer Weise zu inszenieren, setzt mehr organisatorische Fähigkeiten voraus, als sich in einen Hörsaal zu stellen und einen Vortrag zu halten (womit nicht gesagt sein soll, daß nur dieses in der Wissenschaft heute passiert). Wenn man akzeptiert, daß die Wissenschaft gegenüber der Gesellschaft eine in sich widersprüchliche Aufgabe hat, nämlich Vernetzungen anzubieten und diese in Frage zu stellen, wobei beide Seiten ihre Berechtigung haben, so sind Möglichkeiten zu entwickeln, mit diesem Widerspruch umzugehen. Solche Möglichkeiten sehe ich in entsprechenden Organisationsformen, die den Widerspruch nicht nach einer Seite hin auflösen, sondern eine permanente prozeßhafte Bearbeitung fördern. So wie die Wissenschaft für sich argumentiert, sollte sie auch der Gesellschaft argumentierend gegenübertreten. Das heißt, es ist nicht ihre Aufgabe, für die Gesellschaft Entscheidungen zu treffen. Sie kann Wissens-Vernetzungen anbieten sowie Reflexionen und Organisationsformen für eine neues Lernen. Sie sollte sich jedoch vor Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung ihrer Sichtweisen hüten. Dies spricht gegen jede zu enge Verbindung von Wissenschaft mit Politik oder mit dem 13

14 Rechtsystem oder auch mit einem auf Berufsberechtigungen hin orientierten Bildungssystem. Quellennachweis Die Gedanken zu diesem Aufsatz sind im Rahmen dreier Unternehmungen entstanden, in denen ich mit Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengearbeitet habe. - Vernetzung und Widerspruch. Ein kooperatives Theorieentwicklungsprojekt mit dem Ziel einer Neuorganisation von Wissenschaft. Es wurde 1988 begonnen, in der Blütezeit waren über 20 Wissenschafter aktiv beteiligt. Es wurde formell nie beendet und hat sich in eine Reihe von kleineren Aktivitäten aufgehört. Publikationen: Pellert, A. (Hrsg. 1991): Vernetzung und Widerspruch. Zur Neuorganisation von Wissenschaft. München/Wien: Profil Fischer, R; Costazza, M.; Pellert, A. (Hrsg. 1993) : Argumentation und Entscheidung. Zur Idee und Organisation von Wissenschaft. Wien u. München: Profil. - Alternative Ökonomie: Dieses Projekt ist zunächst in Verbindung mit Vernetzung und Widerspruch entstanden und hat sich dann verselbständigt. Es geht dabei um Theorie - und Modellbildung sowie um Praxis eines alternativen Wirtschaftens. Publikationen: 14

15 Berger, W., Pellert, A. (Hrsg. 1993): Der verlorene Glanz der Ökonomie. Kritik und Orientierung. Wien: Falter. Alternative Ökonomie. Heft 1/1994 der Zeitschrift Kurswechsel. Wien: Sonderzahl - Verlag. - Studium Integrale: Dieses Projekt begann 1991, ebenfalls in Verbindung mit Vernetzung und Widerspruch. Ziel ist die Konzeption und das Angebot von integrativ - reflexiven Weiterbildungsprogrammen. Skriptum: IFF (Hrsg. 1996): Wissenschaft und Entscheidung. Beiträge zu einem Studium Integrale aus der Sicht einzelner Disziplinen. Dritte, erweiterte und verbesserte Auflage (erste Auflage 1993). Wien: IFF. 15

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