1. Tischdiskussionsrunde: Was sind aus Ihrer Sicht die Probleme in der Pflege?

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1 1. Tischdiskussionsrunde: Was sind aus Ihrer Sicht die Probleme in der Pflege? Thema 1: Fachkräftemangel Arbeitsanforderungen: Hohe körperliche und physische Belastung der Pflegekräfte Fachkräfteausbildung: Zu wenige Ausbildungsplätze, zu wenig Zeit für Anleitung Bezahlung: Entlohnung ist nicht leistungsbezogen, unattraktiv für qualifizierte Fachkräfte Bürokratische Hürden: Zu starke Bürokratisierung macht den Job unattraktiv Fachkräfte: Beschäftigung von ausländischen Pflegekräften in der häuslichen Umgebung Schnittstelle Ehrenamt und Beruf: Wissen der Ehrenamtlichen wird nicht für professionelle Pflege genutzt Image des Pflegeberufs: Einrichtungen stehen unter Generalverdacht, Wert der Pflege wird in den Medien nicht ausreichend vermittelt Berufswahl: In der Berufsorientierung ist Altenpflege kein Thema Thema 2: Entbürokratisierung Dokumentationspflicht vs. Qualität: Ohne Bürokratie wird es nicht gehen, aber sie verursacht einen zu hohen Zeitaufwand Pflegeplanung: Sehr zeitaufwendig, ständig wechselnde Anforderungen Orientierung im System: Anträge sind zu kompliziert, Überblick fehlt

2 Berufswahl: Bürokratie schreckt Berufsanfänger ab Langes Warten auf Leistungen: Antragstellung ist zu aufwendig, zu zeitraubend, zu bürokratisch Prüfung und Aufsicht: Begutachtung durch eine, neutrale Stelle Vielfalt der Ansprechpartner und Verfahren: Unterschiedliche Kassen, unterschiedliche Formulare Effizienz der Bürokratie: Leistet die Verwaltung, was sie leisten soll? Thema 3: Ehrenamtliches Engagement Einbindung der Ehrenamtlichen ist schwierig "Nachwuchs" fehlt im Ehrenamt Familien sind mit Pflege überlastet Gesellschaftliche Wahrnehmung und Wertschätzung von ehrenamtlicher Pflege fehlt Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Ehrenamt noch unzureichend Ehrenamt funktioniert nicht von alleine Thema 4: Demenz Lebensformen für Demenzpatienten (Heime, Wohngemeinschaften und zu Hause) Betreuung von Demenzkranken verbessern Fehlende Anerkennung und Wahrnehmung des Demenzproblems in der Gesellschaft

3 Personalausstattung insgesamt und besonders in Altenheimen ist zu gering Fehlende Anerkennung ehrenamtlicher Betreuung durch die Kommunen Fehlendes Verständnis für Demenzpatienten Einheitliche Beratung fehlt Unwissenheit darüber, wie die Angehörigen gepflegt werden Medizinische Versorgung von Demenzpatienten, besondere Herausforderungen bei Demenz 2. Tischdiskussionsrunde: Mit Blick auf Qualität und Kosten: Welche pragmatischen Lösungsansätze sehen Sie aus Ihrem Erleben? Thema 1: Fachkräftemangel Pflegeberuf attraktiver machen - Berufsbild, Bezahlung und Arbeitsbedingungen Vielfalt der Qualifikationen und Denkweisen in Pflegeberufen sichern Stärker in die Öffentlichkeit gehen, um (junge) Menschen für das Thema Pflege zu sensibilisieren Einheitliche Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege - mit Möglichkeiten der Differenzierung Qualifizierung der pflegenden Angehörigen verstärken Verstärkte Ausbildungsanstrengungen der Pflegeeinrichtungen - mehr Ausbildungsplätze, mehr Zeit zur Ausbildung

4 Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern - z.b. durch flexible Teilzeitmodelle Im Ausland zügig um neue Fachkräfte werben Thema 2: Entbürokratisierung Beratung verbessern - durch unabhängige, neutrale, lebensnahe Stellen Bessere Vernetzung zwischen Pflege- und Krankenkassen schaffen (z.b. Hilfsmittelgewährung) Pflegedokumentation ist wichtig, aber sie sollte vereinfacht und möglichst vereinheitlicht werden Die Pflegeplanung verschlanken - nicht zu kleinteilig werden Leistungssystem flexibilisieren (z.b. Wechsel von Sach- auf Geldleistung vereinfachen) Zuständigkeiten der Behörden und Ministerien bündeln Ausbildungsfinanzierung neu ordnen Thema 3: Ehrenamtliches Engagement Qualifikationsanforderungen flexibilisieren Öffentlichkeitsarbeit für das Ehrenamt in der Pflege Beratung anbieten und Entlastung stärken Anreize für Ehrenamt schaffen: Bonussystem Vernetzung mit anderen Bereichen: Pflegelotse Regelungen auf Bundesebene bündeln

5 Thema 4: Demenz Aufgaben des Pflegepersonals erweitern Aufklärung und Sensibilisierung für das Thema Demenz (z.b. Imagekampagne) Vernetzung und Einbindung fördern (z.b. Schülerpraktika) Demenz besser bei Ausbildung berücksichtigen Transparenz bei Mittelvergabe Vereinfachung in der Dokumentation Beratende Unterstützung aus einer Hand (ein Ansprechpartner) Aufwertung der speziellen Bedürfnisse Demenzkranker (Kosten, Betreuung und gesetzliche Rahmenbedingungen) Pflege durch Angehörige besser anerkennen - Angehörige besser einbinden (Pflege und Beruf) Alternative Wohnformen fördern

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