Energiewende marktkonkret Power to Gas in der Industrie nutzbar machen! Juni 2015 Renate Klingenberg

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1 Energiewende marktkonkret Power to Gas in der Industrie nutzbar machen! Renate Klingenberg

2 CHEMISCHE INDUSTRIE IN NORDDEUTSCHLAND Der VCI Nord vertritt rund 270 Mitglieder / Beschäftigte in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen Grundstoffchemie Spezialchemikalien Pharma Körperpflege und Waschmittel Kunststoff Lack- und Schiffsfarben Bauchemie Klebstoff Die Chemie liefert Grundstoffe in alle Wertschöpfungsketten: Automobil Bauindustrie Solar- und Windenergie, Juni 2016

3 CHEMCOAST e. V. Länderübergreifende Initiative zur Weiterentwicklung der norddeutschen Chemiestandorte 19 Mitglieder Unternehmen aus Chemie und Logistik sowie Regionale Wirtschaftsförderer Gemeinsames Ziel: Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen Chemiestandorte durch gemeinsame Projekte im Bereich Infrastruktur Energie- und Rohstoffversorgung Standortmarketing

4 WIND-WASSERSTOFF Die Projektidee 2012 Zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende beitragen: Integration von Erneuerbarer Energie in bestehende Prozesse Auf die Stärken der Wirtschaftsregion Unterelbe bauen Windparks vor Ort Wasserstofferzeuger und Wasserstoffnachfrager Geeignete Strukturen für die Erschließung von H2-Kavernen Vorhandene Pipelinesysteme Länder- und Branchen übergreifend

5 WIND-WASSERSTOFF Ein echtes Multi-Talent Hochwertiger Einsatzstoff in der Industrie, z. B. Chemie, Stahlindustrie, Lebensmittel CO 2 freier Energieträger, z.b. im Verkehr Leistungsfähiger und effizienter Energiespeicher Beitrag zum Klimaschutz durch Reduzierung der CO 2 - Emissionen Juni 2016

6 UNSERE WERTSCHÖPFUNGSKETTE Windenergie- Erzeugung Elektrolyse Wasserstoff Lagerung Kavernen Transport Verbraucher Businessplanentwicklung zur wettbewerbsfähigen Umsetzung: der Erzeugung der Lagerung des Transports und der Verwendung (Verkehr, Industrie) von Wind-Wasserstoff am Modell der Unterelberegion Energiewende marktkonkret!

7 DIE PROJEKTPARTNER Länder und Branchen übergreifend!

8 DER FAHRPLAN Fahrplan zur Realisierung einer Windwasserstoff-Wirtschaft in der Region Unterelbe E&Y, Becker Büttner Held, Ludwig Bölkow Systemtechnik

9 WASSERSTOFFWIRTSCHAFT HEUTE Signifikante Wasserstoff- Produzenten und verbraucher Wachsender Bedarf an grünem Wasserstoff für den Nahverkehr Salzstöcke, die sich ideal als Energiespeicher eignen Hoher Anteil erneuerbarer Energien Geplanter Einspeisepunkt für Off- Shore Windanlagen Direkte Anbindung an das Hochspannungsnetz Stade Brunsbüttel Hamburg Vorhandene regionale Stärken nutzen - und stärken!

10 VERFÜGBARKEIT VON ÜBERSCHUSSSTROM Zentrale Frage: Können wir den Überschussstrom sinnvoll einsetzen? Ja, aber: Bei einem mittleren Ausbauszenarium wird Überschussstrom nur ca Stunden/Jahr verfügbar sein Nur mit Überschussstrom ist ein wirtschaftlicher Betrieb einer Elektrolyse nicht möglich!

11 WIND-WASSERSTOFF Unsere Farblehre : Grün Gelb Braun Weiß aus erneuerbarer Energie aus Elektrolyse mit Börsenstrom (EEX) aus fossilen Einsatzstoffen gewonnen (Reformer) Nebenprodukt, das nicht stofflich verwendet, sondern thermisch verwertet wird Captive Verwendung vor Ort im geschlossenen Prozess

12 BEDARF AN WASSERSTOFF In Tonnen: t t t ¼ Verkehr, ¾ Industrie Insgesamt steigender Bedarf an Wasserstoff Grüner Wasserstoff könnte braunen Wasserstoff substituieren Mit grünem Wasserstoff neue Marktsegmente in der Industrie erschließen Immissionsfreier Verkehr braucht grünen Wasserstoff Industrie könnte der Wegbereiter für die Anwendung im Verkehr werden Echten Bedarf für Windwasserstoff in der Industrie!

13 DER FAHRPLAN: Brunsbüttel Rohrleitung Rohrleitung Bis 2015: Ausbau der Pilotregion Hamburg Bestehende Pipeline von Brunsbüttel nach Heide Bis 2020: Erweiterung Cluster Hamburg Ausbau der Elektrolysekapazitäten Pipeline von Brunsbüttel nach Stade Verbindung Stade Hamburg durch Trainer-Verkehr Errichtung einer Kaverne Stade Rohrleitung Wind-H 2 & Nebenprodukt-H 2 Standort für Kaverne und Elektrolyse in Region Stade Hamburg Rohrleitung und Trailertransport Bis 2025: Fertigstellung einer Pipeline von Stade nach Hamburg Ausbau der Elektrolysekapazitäten

14 WESENTLICHE INVESTITIONEN BIS 2025 Errichtung eines Pipeline-Systems, ca. 164 km Rohrleitung Investitionen in Elektrolyseanlagen mit ca. 387 MW Leistung Initiierung der Errichtung eines Kavernenspeichers ab 2015; ca m3 62 Mio. Euro 309 Mio. Euro 149 Mio. Euro = 500 Mio. Euro

15 PREISVERGLEICH 8,55 Verkehr 4-5!? Industrie 2,37 Auswirkung der verschiedenen rechtlichen/ politischen Maßnahmen auf den grünen Wasserstoffpreis des Stützjahres 2025 (Referenz entspricht dem braunen Wasserstoffpreis) Ohne ein ganzes Bündel von Maßnahmen wird Windwasserstoff wirtschaftlich nicht attraktiv!

16 WESENTLICHE ERGEBNISSE JA - es gibt einen Markt für Windwasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen in Industrie und Verkehr! Aufbau einer Pipelineinfrastruktur mit Kavernenspeicher schafft einen funktionierenden Marktplatz für Wasserstoff in der Region Eine ganze Reihe von rechtlichen/politischen Maßnahmen sind notwendig, damit Wind-Wasserstoff zu wettbewerbsfähigem Preis hergestellt werden kann. Politische Rahmenbedingungen sind entscheidend um ein positives Investitionsklima zu erreichen!

17 DESWEGEN: VORAUSSETZUNGEN SCHAFFEN! Rahmenbedingungen sind so anzupassen, dass eine Verwendung von Überschussstrom unterstützt wird Rahmenbedingungen sind so zu gestalten, dass eine effektive Integration erneuerbarer Energien gefördert statt behindert wird durch Verknüpfung von Strom- Gas- und Wärmenetzen Stofflicher Verwendung von Wasserstoff in der Industrie im Verkehr Energiespeicher und Rückverstromung Investoren gewinnen für den Aufbau von Infrastruktur zur Integration erneuerbarer Energien in bestehende Netze und Systeme Forschung und Entwicklung zur Kostensenkung bei der Erzeugung erneuerbarer Energien ist zu unterstützen

18 Energiewende marktkonkret Power to Gas in der Industrie nutzbar machen!

19 KONTAKT VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT! RENATE KLINGENBERG GESCHÄFTSFÜHRERIN CHEMCOAST E.V. SANKT-FLORIAN-WEG 1, LAATZEN TEL. +49 (511) MOBIL +49 (151) FAX +49 (511)

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