Risikomanagement im Spannungsfeld

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1 Risikomanagement im Spannungsfeld zwischen Verwaltung und Politik 25. April 2012

2 Risiken des Bundes? Frankenstärke Systemstabilität Altersvorsorge Erdbeben Cyber-Attacken Steuerstreit mit Gentechnologie Terrorismus Ausland Verkehrsunfälle Hochwasser Pandemie Stromausfälle? / rch 2

3 Wer bewirtschaftet das Risiko? Risiken in der Schweiz Risikobewirtschaftung öffentlichen Sektor Risikobewirtschaftung privater Sektor Bund Kanton Gemeinde Versicherung Unternehmen Bürger / Gesellschaft 3

4 Ausgangslage im öffentlichen Sektor (1) Zielkonflikte Umweltschutz Attraktivität Wirtschaftsstandort CH gesunder Finanzhaushalt Gewichtung notwendig (Entscheid meist auf politischgesellschaftlicher Ebene). 4

5 Ausgangslage im öffentlichen Sektor (2) gesetzlich definierte Aufgaben Verfassung, Gesetze, Verordnungen Aufgaben Bundesverwaltung Risiken der Bundes wenig Spielraum in der Risikostrategie 5

6 Ausgangslage im öffentlichen Sektor (3) komplexe Entscheidungsstrukturen Bevölkerung Parlament Lobby Regierung Verwaltung Eine Vielzahl von Interessengruppen und mehrere Entscheidungsebenen (Verwaltung/Politik) führen zu längeren Entscheidungsprozessen. 6

7 Zusammenspiel Politik - Verwaltung (1) Gesellschaftliche Risiken Höhe der akzeptierten Strahlung 1 Nichtionisierende Strahlung Risiken Bundesverwaltung Auftrag Aufgabe BAFU: Überwachung der Grenzwerte Risiko Bund: Fehler bei der Überwachung der Grenzwerte Risikodialog: müssen Grenzwerte angepasst werden? Umfeldveränderung 1 Festgelegt in der Verordnung NISV 7

8 Zusammenspiel Politik Verwaltung (2) Gesellschaftliche Risiken Risiken Bundesverwaltung Angriff im Schweizer Luftraum Auftrag Risikodialog: Abwägung zwischen Nutzen und Kosten der Massnahme neue Kampfjets Aufgabe Luftwaffe: Schutz des Luftraums CH Risiko Bund: militärischer/terroristischer Luftangriff auf die Schweiz kann nicht abgewehrt werden Kosten/Nutzen- Abwägung 8

9 Zusammenspiel Politik Verwaltung (3) Gesellschaftliche Risiken Risiken Bundesverwaltung Risiken aus Energietechnologien (Atom, Gas etc.) Auftrag Risikodialog: Abwägung Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit der Energieversorgung.notwendig Zielkonflikt Aufgabe BFE: Schaffung guter Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung. Risiko Bund: unklare oder widersprüchliche Rahmenbedingungen 9

10 Risikomanagement Bund Rechtliche Grundlagen Politik Parlament Bundesrat Departemente / BK Verwaltungseinheiten Finanzhaushaltgesetz (FHG) Art. 39 (Interne Kontrolle) Finanzhaushaltverordnung (FHV) Art. 3 Bst. b (Anhang Jahresrechnung) Art. 50 (Risikomanagement) Risikopolitik des Bundes (Weisungen des Bundesrates, ) Richtlinien, Handbuch und Bewertungsmatrix Bund (EFV, ) 10

11 Risikostrategie des Bundes Der Bund geht Risiken kontrolliert und bewusst ein, sofern dies für die Zielerreichung bzw. Aufgabenerfüllung notwendig ist. Entscheide bezüglich der Umsetzung von Massnahmen zur Risikominimierung sind gestützt auf Kosten/Nutzenüberlegungen zu fällen / rch 11

12 Nutzen des Risikomanagements Bund Das Risikomanagement Bund unterstützt die vorausschauende Erfüllung der Aufgaben und die Erreichung der Ziele des Bundes. ermöglicht es, Entscheidungen unter Berücksichtigung möglicher künftiger Ereignisse und Entwicklungen zu treffen. unterstützt die wirksame und wirtschaftliche Zuteilung der Ressourcen. erhöht die Transparenz und das Vertrauen in die Bundesverwaltung / rch 12

13 Risikokultur Elemente einer guten Risikokultur Commitment der Führung zum Risikomanagement offener Risikodialog/Risikodiskussion in und zwischen den Verwaltungsebenen (Bund, Departemente/BK, ) klare Verantwortlichkeiten Einbezug aller Stakeholder, Berücksichtigung von Interessenkonflikten Risikomanagement ist integrierter Bestandteil der Führungs- und Entscheidungsprozesse Umsetzung beim Bund Art. 50 Finanzhaushaltverordnung, Risikopolitik des Bundesrates dezentrales Risikomanagement, interdepartementaler Dialog (GSK) Zuordnung jedes Risikos an eine verantwortliche Person Förderung des Risikodialogs (verwaltungsintern und mit Politik/Gesellschaft) Ausbildung / rch 13

14 Methodische Grundsätze ( ) Risiken identifizieren Ausrichtung auf Aufgaben und Ziele der Bundesverwaltung Risiken analysieren und bewerten Szenariomethode credible worst case Mehrdimensionale Bewertung (Bewertungsmatrix) Nettobewertung 14

15 Methodische Grundsätze (2) ( ) Risiken bewältigen Kosten/Nutzen-Abwägung (Einzelbetrachtung) Optimale Allokation von Ressourcen (Gesamtbetrachtung) Risiken überwachen Überwachung der Risikoentwicklung Überwachung der Massnahmenumsetzung 15

16 Organisation Risikomanagement Bund Bundesrat Generalsekretärenkonferenz (GSK) EFV (Koordinationsstelle Risikomanagement Bund) EDI EDA EFD EVD EJPD VBS UK BK RM RM RM RM RM RM RM RM Dezentrale Organisation RM Verantwortung für Risiken Risikomanagement- Funktionen Informationsflüsse Risiko-Manager Risiko-Coach Verwaltungseinheit / rch 16

17 Schnittstellen in der Bundesverwaltung BK, Dep. Krisen- und Kontinuitätsmanagement Versicherungsmanagement EFV EFV, Dep. Internes Kontroll- system (IKS) Risiko- management Bund Unternehmen des Bundes (SBB, Post, ) EFV, Dep. Projekte & Querschnittsfunktionen Perspektivstab BK / rch Organisationseinheit mit Lead 17

18 Risikokonsolidierung in der Bundesverwaltung Erste Auswahl für Reporting in den Verwaltungseinheiten Bereichsrisiken x Auswahl für Meldung ans Departement EFD UK Departementsrisiken Auswahl für Meldung an EFV Kernrisiken Auswahl für BR-Reporting Bundesratsrisiken 18

19 Herausforderungen Risikomanagement Bund Commitment der Führung verbesserungsfähig Komplexe Risikolandschaft des Bundes Abgrenzung Verwaltung - Politik bzw. angemessene Berücksichtigung von politischen/gesellschaftlichen Risiken Risikokultur muss gepflegt werden Begrenzte Ressourcen im Risikomanagement Schnittstellenproblematik innerhalb des Bundes Gefahr der Veradministrierung / rch 19

20 Weiterentwicklung Risikomanagement Bund Integration Risikomanagement in bestehende Managementprozesse (Finanzprozesse / NFB) Risikokultur: Stärkung des Commitments der Führung (evtl. Schulung Risikoeigner) Einführung von Audits / rch 20

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