Controlling in deutschen Unternehmen

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1 Controlling in deutschen Unternehmen Vorlesung 2-3 Thema 2: Erfolgsrechnung Dipl.-Kfm. Florian Böckling, MBA Dipl.-Kfm. Franz Zinser, MBA Lehrstuhl für Controlling Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2 Literaturbasis Velthuis, Louis; Wesner, Peter: Value Based Management: Bewertung, Performancemessung und Managemententlohnung mit ERIC, Stuttgart 2005, Kapitel 2. Laux, Helmut (2006): Unternehmensrechnung, Anreiz und Kontrolle, Kapitel IV und VII. Küpper, H.-U.: Controlling: Konzeption, Aufgaben und Instrumente, 4. Aufl., Stuttgart 2005, S Ewert, R./Wagenhofer, A.: Interne Unternehmensrechnung, 6. Aufl., Berlin u. a. 2005, S und S

3 Struktur der Veranstaltung 1. Theoretische Grundlagen des Controlling 2. Erfolgsrechnung 3. Budgetsysteme 4. Wahrheitsgemäße Berichterstattung 5. Kennzahlensysteme Controlling in deutschen Unternehmen: Vorlesung 4 3

4 Überblick Thema 2: Erfolgsrechnung 1. Einführung 2. Grundprinzipien der Erfolgsrechnung 3. Rentabilitätskennzahlen 4. Jahresüberschuss 5. Residualgewinn 6. Ökonomischer Gewinn Controlling in deutschen Unternehmen: Vorlesung 5 4

5 1. Einführung Rentabilitätskennzahlen und deren Grenzen für das Controlling werden diskutiert. Die Problematik des Jahresüberschusses als absolute periodenbezogene Kennzahl wird aufgezeigt. Die generelle Eignung des Residualgewinns als absolute periodenbezogene Kennzahl für das Controlling wird grundlegend verdeutlicht. Der Ökonomische Gewinn nach Zinsen als zukunftsorientiertes Erfolgsmaß wird erörtert. 5

6 2. Grundprinzipien der Erfolgsrechnung Als Controllinginstrument sollen Periodenerfolge (Erfolgskennzahlen; Gewinnkennzahlen) insbesondere die Planungs-, Kontroll- sowie Motivationsfunktion erfüllen. Für die Ermittlung von Periodenerfolgen, die sich für das Controlling eignen, sind insbesondere folgende Prinzipien von Bedeutung: Prinzip der Barwertidentität Prinzip der Entscheidungsverbundenheit Prinzip der Manipulationsfreiheit 6

7 Grundprinzipien der Erfolgsrechnung Barwertidentität Barwert der Cashflows (Ausschüttungen) des Unternehmens gilt als übergeordnetes Beurteilungskriterium. Barwertidentität fordert: Barwert der Periodenerfolge = Barwert der Ausschüttungen (bzw. Einzahlungsüberschüsse) Bedeutung für Planung: Wichtig, sonst Fehlbewertung Bedeutung für Kontrolle: Wichtig, sonst Erschwerung der Beurteilung von Entscheidungen. Bedeutung für Anreize: Grundvoraussetzung für Anreizkompatibilität, sonst Gefahr von Fehlanreizen und -entscheidungen. 7

8 Grundprinzipien der Erfolgsrechnung Entscheidungsverbundenheit fordert, dass der Erfolgsausweis in unmittelbarer Verbindung und somit auch in zeitlicher Nähe zu den entsprechenden Entscheidungen stehen sollte. Bedeutung für Kontrolle: wichtig wegen Folgemaßnahmen Bedeutung für Anreize: wichtig, wenn Manager ungeduldiger ist Manipulationsfreiheit fordert, dass eine Manipulation der Erfolgsrechnung durch den Manager ausgeschlossen sein sollte. Bedeutung für Kontrolle: wichtig, sonst Beeinträchtigung der Kontrolle Bedeutung für Anreize: wichtig, sonst Fehlanreize Grundsätzlich bestehen Konflikte zwischen den letzten beiden Prinzipien. 8

9 3. Rentabilitätskennzahlen Bestimmung von Rentabilitätskennzahlen Allgemeine Bestimmung: Rentabilitätskennzahlen werden bestimmt, indem der Periodenerfolg G (vor Zinsen) dem eingesetzten Kapital gegenübergestellt wird: R t = G t GK t-1 Rentabilitätskennzahlen sind somit relative Kennzahlen. Spezifische Bestimmung in der Praxis: Praxiskonzepte lassen sich hinsichtlich der Bestimmung der Gewinngrößen und der entsprechenden Kapitalbasis unterscheiden. 9

10 Planung auf Basis von Rentabilitätskennzahlen Anwendung von Rentabilitätskennzahlen in der Planung Liegt die Rentabilität über den Kapitalkosten, R > i, wird Wert geschaffen, andernfalls wird Wert vernichtet. Zeitpunkt t = 0 t = 1 Rendite Kapitalwert Cashflow P ,1 33,1% 21,0 Cashflow P ,0% 10,0 Cashflow P % -4,6 Zinssatz i =10% Bei einer Orientierung an Rentabilitätskennzahlen sind P1 und P2 zu realisieren! Rendite (P1) = 33,1% > Kapitalkostensatz = 10% Rendite (P2) = 21,0% > Kapitalkostensatz = 10% Rentabilitätskennzahlen sind vereinbar mit dem Kapitalwertkriterium (bzw. Barwertkriterium), allerdings nur, sofern es sich um Normalinvestitionen handelt, die sich nicht gegenseitig ausschließen! 10

11 Performancemessung und Managemententlohnung auf Basis von Rentabilitätskennzahlen Anwendung als Performancemaß und Anreizinstrument Zur Performancemessung (Kontrolle) wird die erzielte Rendite den Kapitalkosten als Sollrendite gegenübergestellt: R > i? D.h. Erzielte Rendite > Sollrendite? Für R > i hat das Management mehr als die Kapitalkosten verdient. Performancemessung anhand von Rentabilitätskennzahlen kann zu einer Fehlbeurteilung führen. Managemententlohnung anhand von Rentabilitätskennzahlen führt zwangsläufig zu Fehlanreizen, insbesondere besteht ein Anreiz zur Unterinvestition. Zeitpunkt t = 0 t = 1 Rendite Kapitalwert Cashflow nur P ,1 33,1% 21 Cashflow P1 und P ,1 27,1% 31 11

12 Controlling auf Basis von Rentabilitätskennzahlen Fazit Rentabilitätskennzahlen eignen sich (isoliert gesehen) grundsätzlich nicht für eine adäquate wertorientierte Steuerung: Für die Planung sind sie nur bedingt geeignet. Für die Performancemessung (Kontrolle) und Managemententlohnung sind Fehlbeurteilungen bzw. Fehlanreize vorprogrammiert. Grund für die mangelnde Eignung: Werterzielung hängt sowohl von der Rendite (bzw. Überrendite) als auch von der Kapitalbasis ab! Orientierung an absoluten Erfolgskennzahlen (Wertbeitragskennzahlen) 12

13 4. Jahresüberschuss Bestimmung und Charakteristik des Gewinns als Jahresüberschuss Der Gewinn als Jahresüberschuss (kaufmännischer Gewinn) wird gemäß Regeln bzw. Prinzipien des externen Rechnungswesens bestimmt. Die Regeln und Prinzipien des externen Rechnungswesens orientieren sich nicht nur an den Shareholdern (Eigenkapitalgeber), sondern auch an anderen Interessengruppen. Die interne Entscheidungsunterstützungs- und Verhaltenssteuerungsfunktion steht dabei nicht im Vordergrund. 13

14 Ermittlung des Jahresüberschusses (1) Ermittlung des Jahresüberschusses auf Basis von Erträgen und Aufwendungen Der Jahresüberschuss G wird als absoluter Periodenerfolg ermittelt, indem der Periodenertrag dem Periodenaufwand gegenübergestellt wird. Gewinn = Ertrag Aufwand G t = E t - A t Der Periodenertrag entspricht der Zunahme des Reinvermögens vor Ausschüttung Der Periodenaufwand entspricht der Abnahme des Reinvermögens vor Ausschüttung Jahresüberschuss = Änderung des Reinvermögens (als Eigenkapital) vor Ausschüttung Erträge und Aufwendungen sind periodisierte Einzahlungen und Auszahlungen (Cashflows) 14

15 Ermittlung des Jahresüberschusses (2) Ermittlung des Jahresüberschusses als Reinvermögenszuwachs G t = V t + Ü t V t-1 mit G t Periodenerfolg V t Reinvermögen = Eigenkapital = Gesamtvermögen Verbindlichkeiten Ü t Ausschüttung (Dividendenzahlung) Erläuterung: G t = V t + Ü t - V t-1 Reinvermögenszuwachs Reinvermögen am Periodenende vor Ausschüttung Reinvermögen am Periodenanfang 15

16 Zum Zusammenhang, Gewinn, Ausschüttung und Cashflow Zusammenhang Gewinn und Cashflows Erträge (bzw. Leistungen) und Aufwendungen (Kosten) sind grundsätzlich periodisierte Einzahlungen und Auszahlungen (Cashflows); Cashflows werden Perioden zugeordnet; die Summe bleibt i.d.r. gleich ( Summenidentität) Zusammenhang Ausschüttung und Cashflows Wir unterscheiden den Leistungsbereich und den Finanzbereich eines Unternehmens. Es erfolgt keinerlei Kassenhaltung, somit fallen Ein- und Auszahlungen (Cashflows) entweder aus Maßnahmen des Leistungsbereichs oder aus Geldanlagen bzw. Kreditaufnahmen an. Es gilt daher: Einzahlungsüberschuss des Leistungsbereichs + Einzahlungsüberschuss des Finanzbereichs = Einzahlungsüberschuss des Unternehmens = Ausschüttung - Grundsätzlich gilt: Barwert der Cashflows = Barwert der Ausschüttungen 16

17 Grundproblematik des Jahresüberschusses (1) Vernachlässigung von EK-Zinsen Beim Jahresüberschuss gehen FK-Zinsen, aber keine EK-Zinsen im Erfolgsausweis ein! Implikation der Vernachlässigung von EK Zinsen Beim Jahresüberschuss besteht Summenidentität, d.h. Summe der Gewinne (Totalerfolg) = Summe der Cashflows, sofern das Reinvermögen (Eigenkapital) am Ende einer Periode mit dem Reinvermögen (Eigenkapital) zu Beginn der folgenden Periode übereinstimmt (Clean-Surplus-Bedingung). Der Barwert der Gewinne ist aber stets höher als der Barwert der Cashflows. Es besteht keine Barwertidentität! 17

18 Grundproblematik des Jahresüberschusses (2) Problematik der Vernachlässigung von EK-Zinsen beim Jahresüberschuss Der Barwert der Gewinne lässt sich bei gegebener Investitionspolitik durch den Ansatz einzelner Vermögenswerte sowie durch die Finanzierungs- bzw. Ausschüttungspolitik erhöhen (s. Beispiele im Folgenden). Ferner lässt sich der Barwert der Gewinne durch die Durchführung von Investitionsprojekten mit negativem Kapitalwert (bzw. durch den Verzicht auf Investitionsprojekte mit positivem Kapitalwert) erhöhen. 18

19 Planung auf Basis von Gewinnen Beispiel Zeitpunkt t = 0 t = 1 t = 2 Cashflow Abschreibung Gewinn 5 5 EK-Finanzierung; Zinssatz i =10% Barwert der Cashflows (Kapitalwert) = - 4,55 Projekt ist nachteilig! Barwert der Gewinne = 8,67 Projekt erscheint vorteilhaft! Barwert der Gewinne entspricht nicht dem Barwert der Cashflows! Barwertidentität ist verletzt! 19

20 Performancemessung und Managemententlohnung auf Basis von Gewinnen Der Gewinn als Jahresüberschuss weist einige Schwächen als Performancemaß sowie als Bemessungsgrundlage für die Managemententlohnung auf: keine Eigenkapital-Zinsen Positive Performance, auch wenn keine risikoadäquate Verzinsung erreicht wird Anreiz, Fremdkapital durch Eigenkapital zu substituieren (evtl. steuerlich nachteilig) Anreiz, Mittel einzubehalten (die evtl. keine adäquate Verzinsung bringen) Anreiz, Gewinne vorzuverlagern, zum Beispiel durch späte Abschreibung (steuerlich nachteilig) Anreiz, eigenkapitalfinanzierte Investitionsobjekte mit negativem Kapitalwert durchzuführen. kurzfristig und vergangenheitsorientiert Entscheidungsverbundenheit verletzt teilweise manipulierbar durch Ausnutzung von Ansatz- und Bewertungswahlrechten 20

21 Beispiele (1) Erhöhung des Barwertes der Gewinne bei gegebener Investitionspolitik Substitution von Fremdkapital durch Eigenkapital Folgendes Projekt wird durchgeführt: zunächst vollständige FK-Finanzierung und Tilgung über zwei Perioden, lineare Abschreibung, Ausschüttung der Gewinne Zeitpunkt t = 0 t = 1 t = 2 Cashflow Abschreibung Zinsaufwand Jahresüberschuss FK Ü EK

22 Beispiele (2) Nun EK-Finanzierung des Projekts: Ausschüttung der Gewinne Zeitpunkt t = 0 t = 1 t = 2 Cashflow Abschreibung Zinsertrag Jahresüberschuss Geldanlage 0 50 (100) Ü EK Kapitalwert des Programms = 4,13; Barwert der Ausschüttungen = 4,13; Barwert der Gewinne = 21,49! 22

23 Beispiele (3) Einbehaltung von Mitteln und Durchführung von Kapitalerhöhungen EK-Finanzierung des Projekts: Nun Einbehaltung der Gewinne Zeitpunkt t = 0 t = 1 t = 2 Cashflow Abschreibung Zinsertrag Jahresüberschuss Geldanlage 0 60 (126) Ü EK Kapitalwert des Programms = 4,13; Barwert der Ausschüttungen = 4,13; Barwert der Gewinne = 22,31! 23

24 Beispiele (4) Verlagerung von Abschreibungen Erhöhung des Barwertes der Vermögenswerte beim Jahresüberschuss durch Verschiebung von Abschreibungen in die Zukunft. EK-Finanzierung, Einbehaltung der Gewinne, nun Abschreibung 0; 40; 60 Zeitpunkt t = 0 t = 1 t = 2 Cashflow Abschreibung Zinsertrag Jahresüberschuss Geldanlage 0 60 (126) Ü EK Kapitalwert des Programms = 4,13; Barwert der Ausschüttungen = 4,13; Barwert der Gewinne = 23,14! 24

25 Beispiele (5) Erhöhung des Barwertes der Gewinne durch wertvernichtende Investitionspolitik Durchführung von Investitionen mit negativem Kapitalwert Folgendes Projekt kann durchgeführt werden: EK-Finanzierung, lineare Abschreibung, Ausschüttung der Gewinne Zeitpunkt t = 0 t = 1 t = 2 Cashflow Abschreibung Zinsertrag Jahresüberschuss Geldanlage 0 50 (100) Ü EK Kapitalwert des Programms = -4,96; Barwert der Ausschüttungen = -4,96; Barwert der Gewinne =12,40! 25

26 Controlling auf Basis vom Jahresüberschuss - Fazit Der Jahresüberschuss eignet sich nicht für eine adäquate wertorientierte Steuerung: Für die Planung, Performancemessung und Managemententlohnung sind Fehlbeurteilungen bzw. Fehlanreize vorprogrammiert. Hauptgrund für die mangelnde Eignung: Keine Belastung mit EK-Kosten. Eigenkapital wird Managern umsonst zur Verfügung gestellt. Ausweis von zu hohen Wertbeiträgen und Tendenz, wertvernichtende Investitionen durchzuführen. Besser: Orientierung an Residualgewinnen. 26

27 5. Residualgewinn Residualgewinn als Hauptinstrument (Spitzenkennzahl) des Controlling Für die Planung, Performancemessung und Managemententlohnung stellt sich das Problem der zielkonsistenten Ermittlung von Wertbeiträgen. Absolute Wertbeitragskennzahlen in Form von Residualgewinnen dienen der Messung bzw. der Beurteilung des Unternehmenserfolgs sowie der Managementleistung. Schwächen des Jahresüberschusses sollen abgemildert werden durch: - Berücksichtigung von Zinsen für das gesamte eingesetzte Kapital - Modifizierung des Gewinns nach handelsrechtlichen Vorschriften 27

28 Bestimmung von Residualgewinnen Bestimmung von Wertbeitragskennzahlen als Residualgewinne (Residual Income) Allgemeine Bestimmung: Vom Gewinn G (vor Zinsen) werden Zinsen auf das Gesamtkapital GK abgezogen. RGt Gt i GKt 1 Spezifische Bestimmung in der Praxis: Praxiskonzepte lassen sich hinsichtlich der Anpassungen der handelsrechtlichen Gewinn- und Vermögensgrößen sowie hinsichtlich der Höhe des Kapitalkostensatzes i charakterisieren. 28

29 Residualgewinne und Barwertidentität Residualgewinne und Barwertidentität Residualgewinne erfüllen grundsätzlich das Prinzip der Barwertidentität. Barwertidentität: Barwert der Periodenerfolge = Barwert der Cashflows T T t t t0 t0 RG (1 i) C (1 i) Preinreich-Lücke-Theorem: Bezüglich der Residualgewinne besteht Barwertidentität, sofern die Gewinnermittlung nach dem Kongruenzprinzip erfolgt kalkulatorische Zinsen auf die Restbuchwerte bzw. auf das gesamte "gebundene Kapital" (Kapitalbindung) am Periodenanfang berechnet werden die Residualgewinne mit demselben Zinssatz diskontiert werden, mit dem Zinsen auf das Kapital berechnet werden (Hinreichende Bedingungen) t t 29

30 Residualgewinne und Barwertidentität Kongruenzprinzip: Summe der Gewinne vor Zinsen (Totalerfolg) = Summe der Cashflows Merke: Erträge (bzw. Leistungen) und Aufwendungen (Kosten) sind grundsätzlich periodisierte Einzahlungen und Auszahlungen (Cashflows); Cashflows werden Perioden zugeordnet; die Summe bleibt i.d.r. gleich (vgl. oben). 30

31 Beispiel zur Barwertidentität Zeitpunkt t = 0 t = 1 t = 2 Cashflow Abschreibung Gewinn (vor Zinsen) gebundenes Kapital Kalkulatorische Zinsen 10 5 Residualgewinn Zinssatz i =10% Barwert der Cashflows (Kapitalwert) = 4,13 Projekt ist vorteilhaft! Barwert der Residualgewinne = 4,13 Barwert der Residualgewinne = Barwert der Cashflows! Hinweis: Summe der Gewinne vor Zinsen = = Summe der Cashflows =

32 Eignung von Residualgewinnen (1) Residualgewinne werden in der Praxis als Spitzenkennzahl für die wertorientierte Steuerung (Controlling) des Managements eigesetzt. Residualgewinne sollen eine wertorientierte Planung, Performancemessung, Managemententlohnung sowie Bereichssteuerung gewährleisten. Ziel der (wertorientierten) Planung Realisation wertsteigernder Investitionen und Unterlassung wertsenkender Investitionen. Anforderung der Barwertidentität Bewertungskalkül bei der Investitionsplanung muss im Einklang mit der Bewertung aus Sicht der Shareholder (EK-Geber) stehen. Residualgewinne erfüllen die Anforderung der Barwertidentität! 32

33 Eignung von Residualgewinnen (2) Ziel der Performancemessung (Kontrolle) Werterzielung soll kontrolliert werden (Info über Bereichs- bzw. Unternehmenserfolg). Leistung des Managements soll im relativen Vergleich mit einer Benchmark beurteilt werden. Der erzielte Gewinn stellt das Erfolgsmaß und die Kapitalkosten die adäquate Benchmark dar! RG t = G t i GK t-1 33

34 Eignung von Residualgewinnen (3) Ziel der Managemententlohnung Entscheidungen von Managern sollen wertorientiert im Sinne der Shareholder gesteuert werden. Anforderung der Anreizkompatibilität (Win-Win-Kriterium) Der Manager erzielt nur dann einen finanziellen Vorteil (bzw. Nachteil), wenn gleichzeitig die Shareholder einen finanziellen Vorteil (bzw. Nachteil) erzielen. Residualgewinne können zur Anreizkompatibilität führen, wenn Prämien daran geknüpft werden! 34

35 Controlling auf Basis von Residualgewinnen - Fazit Der Residualgewinn eignet sich grundsätzlich für eine adäquate wertorientierte Steuerung: Für die Planung, Performancemessung und Managemententlohnung werden adäquate Wertbeiträge ausgewiesen. 35

36 6. Ökonomischer Gewinn nach Zinsen Ökonomischer Gewinn nach Zinsen als zukunftsorientiertes Erfolgskonzept Ökonomischer Gewinn nach kalkulatorischen Zinsen: Gt EWt Ü t (1 i) EWt 1 mit T EW E(Ü ) (1 i) t t t 1 Der Ertragswert EW entspricht den diskontierten zukünftigen Ausschüttungen Vom ökonomischen Gewinn der Periode (vor Zinsen) werden kalkulatorische Zinsen auf den Ertragswert (als Reinvermögen) zum Periodenanfang in Abzug gebracht. Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass die Cashflows der Ausschüttung entsprechen. 36

37 Beispiele: Ökonomischer Gewinn bei Sicherheit Zeitpunkt t = 0 t = 1 t = 2 t = 3 t = 4 C t C t = Einzahlungsüberschuss aus dem Investitionsprogramm Zinssatz i = 10% 37

38 Berechnung der ökonomischen Gewinne nach Zinsen bei Sicherheit Zeitpunkt t = 0 t = 1 t = 2 t = 3 t = 4 C t -200,00 70,00 70,00 70,00 70,00 EW t 221,89 174,08 121,49 63,64 0,00 EW t-1 0,00 221,89 174,08 121,49 63,64 EW t-1 i 0,00 22,19 17,41 12,15 6,36 G t 21,89 0,00 0,00 0,00 0,00 Barwert der Cashflows = 21,89 = Kapitalwert des Programms = Barwert der ökonomischen Gewinne nach Zinsen! 38

39 Beispiele: Ökonomischer Gewinn bei Risiko Für ein in t=0 realisierbares riskantes Investitionsprogramm seien folgende Zahlungsüberschüsse gegeben: 39

40 Berechnung der Ökonomischen Gewinne bei Risiko 1. Schritt: Ertragswerte berechnen 0 0, , ,1 C 11 C 21 EC 1 = ,5 0, , ,5 0, , ,1 EC 12 = 1210 EC 22 = , , , , , EC 12 = 1210 EC , , , EC 22 =

41 Berechnung der Ökonomischen Gewinne bei Risiko 2. Schritt: Ökonomische Gewinne nach Zinsen berechnen , , , , , ,

42 Aufspaltung der Ökonomischen Gewinne bei Risiko (1) Es gilt: mit AE t = Aktionsseffekt der Periode t IE st = Informationseffekt des Zustands s der Periode t Aktionseffekt im Zeitpunkt t = Kapitalwert der in dieser Periode neu in das Investitionsprogramm aufgenommenen, noch nicht antizipierten Projekte. AE 0 = 200 AE 1 = 0 AE 2 = 0 42

43 Aufspaltung der Ökonomischen Gewinne bei Risiko (2) Informationseffekt im Zustand s des Zeitpunkts t IE = Abweichung des ökonomischen Gewinns des Zustands s im Zeitpunkt t von seinem Erwartungswert also entweder IE t =G st - E(G st ) mit G st = EW st (1 + i) EW s*t-1 + C st IE 0 = 0 IE 11 = 220 IE 21 = 220 IE 32 = 242 IE 42 = 242 IE 52 = 242 IE 62 =

44 Aufspaltung der Ökonomischen Gewinne bei Risiko (3) Der Erwartungswert des Informationseffekts ist gleich null. Da der erwartete ökonomische Gewinn nach Zinsen gleich dem Aktionseffekt ist, kann man auch definieren: IE = ökon. Gewinn nach Zinsen, wenn der Aktionseffekt null ist. Der Informationseffekt ist auf zwei Teileffekte zurück zu führen, die bei dem Übergang von einem Umweltzustand des Zeitpunkts t-1 zu einem nachfolgenden Umweltzustand des Zeitpunkts t auftreten: 1. Der Überschuss der Periode t ist nun sicher, während in Periode t-1 nur ein Erwartungswert über die Überschüsse der Periode t bekannt war. 2. Bezüglich aller nachfolgenden Perioden haben sich die Erwartungen verändert, da nun die Umweltentwicklung bis einschließlich t bekannt ist, während sie zuvor nur bis einschließlich t-1 bekannt war. 44

45 Eignung des Ökonomischen Gewinns nach Zinsen Barwertidentität wird grundsätzlich erfüllt: Durch die Verrechnung von Kapitalkosten auf die Ertragswerte (Vermögenswerte) der Vorperiode wird grundsätzlich Barwertidentität gewährleistet. Manipulationsfreiheit wird grundsätzlich verletzt: Ertragswerte sind subjektive Größen sie basieren ja auf subjektiven Wahrscheinlichkeiten. Dies impliziert eine sehr hohe Manipulationsgefahr. Entscheidungsverbundenheit wird in idealer Weise entsprochen: Zukünftige Überschüsse werden antizipiert. 45

46 Controlling auf Basis vom Ökonomischen Gewinn nach Zinsen - Fazit Der Ökonomische Gewinn nach Zinsen eignet sich aufgrund der großen Manipulationsmöglichkeiten grundsätzlich nicht für eine adäquate Steuerung! 46

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