Advanced Nursing Practice (ANP) Was ist das eigentlich?

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1 Advanced Nursing Practice (ANP) Was ist das eigentlich?

2 } Definitionen APN vs. ANP vs. APN } Modell nach Hamric } Warum ANP? } APNs in der Praxis 2

3 } Advanced Practice Nursing (APN) ist die Anwendung einer erweiterten Auswahl praktischer, theoretischer und forschungsbasierter Kompetenzen auf Phänomene, die von Patientinnen und Patienten in einem speziellen klinischen Bereich innerhalb des großen Fachgebiets der Pflege erlebt werden. (Hamric, 2005, S. 89; zitiert aus Schober, Affara, 2008, S. 60) à Rahmenbedingungen 3

4 } Advanced Nursing Practice (ANP) weist folgende Charakteristika auf: Spezialwissen und Expertinse, klinisches Urteilsvermögen, hoch qualifizierte, selbst initiierte Pflege und Forschungsinteresse. Dagegen sind Arbeitsplatzbeschreibungen, Titel oder das Setting keine charakteristischen Merkmale. (Schober, 2004, S. 3; zitiert aus Schober, Affara, 2008, S. 62) à Fähigkeiten und Fertigkeiten 4

5 } Advanced Practice Nurse (APN) eine examinierte Pflegekraft mit Grundausbildung [ ], die Expertenwissen erworben hat, komplexe Entscheidungen treffen kann und über klinische Kompetenzen für eine erweiterte Pflegepraxis verfügt, wobei deren Merkmale vom Kontext und/ oder Land bestimmt werden, in dem die Pflegekraft ihre Arbeitserlaubnis erworben hat. Als Zugangsvoraussetzung wird ein Mastertitel empfohlen (ICN, 2002; zitiert aus Schober, Affara, 2008, S. 51) à Pflegekraft 5

6 Schober, M. & Affara, F. (2006). Advanced Nursing Practice. International Council of Nursing (ICN), Blackwell Publ. UK- Oxford. Übersetzt aus dem Englischen von Spirig, R. & De Geest, S. (2008). Huber Verlag, Bern, Seite 58 6

7 } Wandel in der Gesundheitsversorgung in Deutschland } DRGs à maximale Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung } Auswirkungen Pflegebereich: schnellerer Durchlauf von Patienten à mehr Patienten à höheren Arbeitsbelastung } wachsende Anzahl an chronisch Kranken und multimorbiden Patienten (DBfK,2013) 7

8 } Pflegefachkräftemangel } neue Versorgungsstrukturen und konzepte } erste gesetzliche Grundlage für die Substitution ärztlicher Tätigkeiten 2008, zur Reform des SGB XI, durch das Pflegeweiterentwicklungsgesetz (PfWG) geschaffen (DBfK,2013) 8

9 } Entwicklung unterschiedlicher Aufgabenfelder und Rollen in der Pflege } Weiterentwicklung von Lehre und Forschung in der Pflege } Internationalisierung der Pflege } Stärkung der Pflege als eigene Disziplin } Chancen der Interprofessionalität } Fokus auf Verbesserung von Betreuungsergebnissen (Vortrag: Studiengänge in der Pflege in Deutschland Fokus: Pflegewissenschaft am Beispiel des Bachelorstudiengangs Medizinische Fakultät, Müller-Fröhlich, GNPI, 2013) 9

10 } Kerstin Meißner Pflegeexpertin Anästhesie im Florence-Nightingale-Krankenhaus, Kaiserswerther Diakonie Düsseldorf, tätig in der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin und Schmerztherapie } Annette Müller Pflegeexpertin APN, Florence- Nightingale-Krankenhaus, Kaiserswerther Diakonie Düsseldorf, tätig in der Klinik für Kinderchirurgie/Klinik für Kinderheilkunde, Station K5 } Christine Spitz-Köberich Pflegeexpertin Universitätsherzzentrum (UHZ) Freiburg, Klinik für Angeborene Herzfehler und Pädiatrische Kardiologie, tätig auf Intensiv 2 10

11 } Kerstin Meißner B.A., Kinderkrankenschwester, Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivpflege, M.Sc. cand. } Annette Müller M.Sc., Kinderkrankenschwester } Christine Spitz-Köberich M.Sc., Gesundheits- und Krankenpflegerin, Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivpflege 11

12 } Grundlage: Definition des ICN und DBfK } Hamric ANP Modell (Orientierung) } Schwerpunkt auf Pflegeproblem } Beratung der Patienten und Angehörigen } Schulung der Patienten und Angehörigen } Masterabschluss in Pflegewissenschaft oder Doktorat in diesem Bereich 12

13 } Übernahme von Tätigkeiten anderer Berufsgruppen (z.b. klinische Untersuchungen durchführen) } Initiierung und Durchführung von Projekten, Pflegeforschung } Arbeit im interdisziplinären Team: gemeinsame Entscheidungen für den Patienten treffen, sich austauschen etc. 13

14 Kerstin Meißner } Schmerz aus pflegerischer Perspektive optimieren, Akutschmerzdienst (abteilungsübergreifend) } Patientengespräche (Narkose und Schmerz) } Mitarbeiter-Fortbildungen } zweiter Themenschwerpunkt Kinderanästhesie à Praxisentwicklung 14

15 Annette Müller } Schwerpunkte: Edukation à formalisiert (geplant), halbformalisierter (handlungsbegleitet) } Angebot pflegerische Sprechstunde für Kinder bzw. Eltern im Bereich der Station (Edukationsbedarf Erhebung initial: APN, Pflegende der Station, Ärzte). 15

16 } Bedarfserhebung und Interventionen im Gespräch/Gesprächen } Praxisentwicklung mit Kolleginnen à Arbeitsgruppe (fachliche und methodische Aufarbeitung von Themen) } Pflegefragen aus der Praxis mit der Praxis bearbeiten (EBN) } Innerbetriebliche Fortbildungen 16

17 Christine Spitz-Köberich } Mitarbeiter Begleitung: Dokumentation Kommunikation Arbeitsstruktur } Die Wissensvermittlung an die Mitarbeiter ist ein Schwerpunkt im aktuellen Arbeitsfeld 17

18 } Forschungswissen (beurteilen, eigene Forschung) } theoriegeleitete Herangehensweise } Forschungsschwerpunkt fehlt } (kritische) Reflexionsfähigkeit, Perspektivenwechsel gefördert } andere Argumentationsgrundlage im interdisziplinären Kontext/Zusammenarbeit auf Augenhöhe 18

19 } Evidence Based Nursing } Leadershipkompetenzen } Fähigkeiten ethischer Entscheidungsfindung } Reifung der Persönlichkeit durch Studium 19

20 } Unklarheit über Anforderungen in der Einarbeitung } große Bandbreite von unsicherer, neugieriger bis eher abwehrender Haltung } Aufgabengebiet??? } Kein Bild im Kopf } Sonderrolle im Team durch die unterschiedliche Tätigkeit } geprägt von gegenseitiger Akzeptanz und Respekt } Ressource 20

21 } } } } Schober, M. & Affara, F. (2006). Advanced Nursing Practice. International Council of Nursing (ICN), Blackwell Publ. UK- Oxford. Übersetzt aus dem Englischen von Spirig, R. & De Geest, S. (2008). Huber Verlag, Bern, Seite 58 Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) und Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) (2013). Advanced Nursing Practice in Deutschland, Österreich und der Schweiz- Eine Positionierung von DBfK, ÖGKV und SBK Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) (2013). Advanced Nursing Practice- Pflegerische Perspektive für eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung. 3. überarbeitete Auflage. 21

22 DBfK (2013). Advanced Nursing Practice- Pflegerische Perspektive für eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung 22

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