Einstieg in die Videokonferenz. WI / Informatik-Labor

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1 Einstieg in die Videokonferenz 1/ 37 Dipl.-Kfm. Norbert Tschritter Fakultät III (Umwelt und Technik) Wirtschaftsinformatik Tel.: Ei ti i di Einstieg in die Videokonferenz 1

2 Agenda Entwicklung / Historie Standards Hardware Software Codecs Regeln, Voraussetzungen, Besonderheiten, Tipps Praktischer Teil: Aufbau einer Videokonferenz mit Netmeeting Präsentation mit Netmeeting und VNC / Ultra VNC 3/ 37 Historie (Einsatz von Fernsehtechnik) Die Entwicklung begann bereits in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts (vorgestellt auf der Funkausstellung in Berlin) Ergebnis: Fernsehsprechzelle ca wg. des enormen Bandbreitenbedarfs nicht praxistauglich In den sechziger Jahren wurde in den USA das Bildtelefon (sog. Picturephone) vorgestellt. Obwohl ein Meilenstein in der Entwicklung der Videokonferenztechnik, hat es sich am Markt nicht durchgesetzt unkomfortable Benutzung und wegen hoher Bandbreite: schwarzweiß und sehr kleines Bild). In den siebziger Jahren wurden in Großbritannien das "Viewphone und "Confravision" (Studios in 6 Städten) eingeführt. In den achtziger Jahren kamen die ersten Desktopsysteme auf den Markt. Modell "Christa R" der Deutschen Bundespost. Standard der siebziger und achtziger Jahre jedoch blieben die Videokonferenzstudios. Die Anlagen entfernten sich mehr und mehr von der Fernsehtechnik und verschmolzen mit dem PC. 4/ 37 2

3 Historie (PC IP-basiert) Mbone (Multicast Backbone) Erweiterung des normalen Internetprotokolls 1992 erstmalig für eine Bild- und Tonübertragung im Internet eingesetzt es werden Daten gleichzeitig an viele Empfänger gesendet. Nur über eine multicastfähige Infrastruktur ist es möglich, neue Dienste wie Mehrparteienkonferenzen, Seminare oder Lehrveranstaltungen effizient zu übertragen noch ein Experiment Heute ein weltweites komplexes Netzwerk von Multicast-Routern 5/ 37 Standards H.320 H.323 H.239 H MPEG-4 SIP 6/ 37 3

4 Standards - H.320 Norm für Videotelefonie-Endgeräte mit Übertragungsbandbreiten g von 64 kbps bis kbps in 64 kbps Schritten Vorgaben zielen auf ISDN-Einsatz hin (30 S0=1920 kbps) enthält H.261 (Videokomprimierung) H.221 (Definition der Frame-Struktur) H.230 (Kanalbündelung) H.242 (generelle Verbundprozedur) G.728, G.722, G.711 (Audiokodierung) und einige andere 7/ 37 Standards - H.323 Internationaler ITU-Standard für Sprach-, Datenund Videokommunikation über paketorientierte Netze legt die speziellen Fähigkeiten von Endgeräten im IP-Umfeld fest definiert die Multimedia-Kommunikation im LAN, die keine garantierte Dienstgüte zur Verfügung stellt definierte Netzübergänge zu ISDN und ATM, soll die Interoperabilität der Produkte untereinander garantieren Hauptgruppen: Terminals, Gateways (Verbindung verschiedener Netze: z. B. ISDN -> TCP/IP), Gatekeeper (Verbindungsaufbau zwischen Endgeräten) und 8/ 37 MCUs (Multipoint Control Unit) 4

5 Standards - H.323 enthält H.225 (Anrufsignalisierung) H.230 (Rahmensynchrone Signalisierung Steuerung mehrerer ISDN-Kanäle) H.231 (MCUs) H.242 (Verbindungssteuerung 2 Mbit/s) H.243 (Konferenzprozeduren - 3 oder mehr Verbindungen) H.245 (Diensteverhandlung Kommunikation mit anderen Standards) H.261, H.263 (Videokompression) G.711, G.722, G.723, G.728, G.729 (Audiokodierung) 9/ 37 Standards - H.329 Seit 2003 Ermöglicht die Benutzung und Steuerung eines zweiten Medienkanals in einer Videokonferenz für Präsentationen Nur data-showing (vs. data-sharing), d. h. kein gleichzeitiges Arbeiten an einem Dokument Hohe Verbindungsanforderung Anschluss verschiedener Signalquellen ist möglich (PC, Videorekorder, Presenter etc.) 10 / 37 5

6 Standards - H.264 / MPEG-4 HD-Videokonferenzen HDTV eines der vorgeschriebenen Videokompressionsverfahren der HD DVD und Blu-ray Disk-Standards, sowie für die hochauflösende Fernsehübertragung über Statellit. 11 / 37 Standards - SIP SIP: Session Initiation Protocol SIP basiert in Grundzügen auf HTTP (Hypertext Transfer Protokoll) und SMTP (Simple Mail Transfer Protokoll) bereits 1999 in den MBone-Tools verwendet nicht zu H.320/H.323 kompatibel Einsatz: z. B. Microsoft Messenger Gewinnt zunehmend an Bedeutung! 12 / 37 6

7 Hard- und Softwarecodecs Hardware Software Kombination 13 / 37 Hardwarecodecs Es wird nur noch ein Anzeigegerät (z. B. Fernseher, Projektor) sowie der Anschluss an das IP-Netz benötigt Die in diesen Geräten implementierten Hardware-Codecs ermöglichen eine höhere Bildqualität als reine Software-Lösungen Ein weiterer Vorteil ist ein deutlich stabileres Laufzeitverhalten I. d. R. höhere Kosten (ca für HD-taugliche Geräte) 14 / 37 7

8 VC-Hardware...und andere / 37 VC-Hardware Monitor oder Projektor Mikrofone drahtlos vs. verkabelt 16 / 37 Quelle: Quelle: 8

9 Softwarecodecs Auf PCs mit Windows-Betriebssystem bereits enthalten (Netmeeting (nur XP) Daten, Audio und Video oder Windows-Messenger) Erfüllen oft nicht die Ansprüche, die hinsichtlich Bildqualität und Störungsfreiheit an professionelle Videokonferenzen gestellt werden Zudem gibt es hier Probleme hinsichtlich der Stabilität, daher empfiehlt sich ein Einsatz bei Mehrpunkt-Konferenzen nicht Andererseits können ggf. ergänzende Softwareprodukte (z. B. Application Sharing) sinnvoll eingesetzt werden. 17 / 37 Softwarelösungen u. a. 18 / 37 9

10 Kombination Desktop-Systeme, die aus einer USB-Kamera inkl. Hardware-Codec und einer zugehörigen g PC-Software bestehen Sie können in vielen Fällen einen guten Mittelweg zwischen minimalem externen Hardwareaufwand und hohem Bedienungskomfort darstellen 19 / 37 Videokonferenzsysteme Desktopsysteme Konferenzsysteme und Raumintegrationssysteme Telepresencesysteme 20 / 37 10

11 Videokonferenzsysteme - Desktopsysteme PC / Notebook Software Quickcam Headset 360 o -Kamera Desktopsysteme Quelle: 21 / 37 Videokonferenzsysteme - Desktopsysteme - Softwarelösungen 22 / 37 u. a. 11

12 Konferenzsysteme und Raumintegrationssysteme Persönliche Telepresence Quelle: 23 / 37 Videokonferenzsysteme -Telepresencesysteme Virtueller Konferenztisch Quelle: 24 / 37 12

13 Eigene Ausstattung - Raumintegrationssystem 2 Projektoren 2 Leinwände, davon 1 Teamboard 4 individuell einstellbare Scheinwerfer Präsentations- und Regie -PC Notebook-Anschluß Dokumentenscanner Videokonferenzanlage mit XGA-Kanal (Visual Concert FX) 4K Kameras Touchscreen für die Anlagensteuerung VCR / DVD Videomischpult und Vorschaumonitore 25 / 37 Eigene Ausstattung - Raumintegrationssystem Diskussionsanlage besteht aus einer Vielzahl von Mikrofonen (Mikrofonkette) und einer konfigurierbaren zentralen Steuereinheit, die es den einzelnen Teilnehmern ermöglicht, entsprechend den Anforderungen in die Diskussion einzugreifen. 26 / 37 13

14 Weitere Möglichkeiten Aufzeichnung von z. B. Konferenzen und Wiedergabe von Videosequenzen VHS - Videorekorder DVD - Rekorder Regie-/ Streaming PC Aufnahmen können live ins Internet eingespeist oder in Dateien archiviert werden Steuerung der AMX-Anlage Anlage / Touchpanel mit PC 27 / 37 Regeln, Voraussetzungen, Besonderheiten, Tipps Disziplin am Mikrofon Nicht benutzte Mikrofone schließen Erteilung bzw. Regelungen von Redeerlaubnis in Abhängigkeit der Teilnehmerzahl ggf. mittels Chat Keine Lautsprecher in der Nähe der Mikrofone (Headsets) 28 / 37 14

15 Regeln, Voraussetzungen, Besonderheiten, Tipps Beleuchtungsoptimierung Vermeidung von Gegenlicht Fenster) (Problem: Helles 29 / 37 Regeln, Voraussetzungen, Besonderheiten, Tipps Schattenvermeidung (Problem durch Licht von der Seite eine Gesichtshälfte ist dunkel) 30 / 37 15

16 Regeln, Voraussetzungen, Besonderheiten, Tipps Kontrast zum Hintergrund (genügend Licht von oben, aber mangelnder Kontrast weiße Kleidung vor teilweise i weißem Hintergrund) 31 / 37 Regeln, Voraussetzungen, Besonderheiten, Tipps Optimiert (genügend Licht und Kontrast zum allerdings sehr unruhigen Hintergrund) 32 / 37 16

17 Regeln, Voraussetzungen, Besonderheiten, Tipps Ton ist wichtiger als das Videosignal Bei geringer Bandbreite Video verkleinern Im Extremfall auf Video verzichten I. d. R. kein Quality of Service bei TCPIP vs. Nutzung des Telefonnetzes (siehe H.320) 33 / 37 Regeln, Voraussetzungen, Besonderheiten, Tipps Datenübermittlung VNC oder UltraVNC für mehr als 2 Teilnehmer Dateigrößen so gering wie möglich halten Gängige Schrifttypen benutzen Keine Effekte in Powerpoint o. ä. Bei Videokonferenzanlagen, Nutzung eines eigenen XGA-Datenkanals (z. B. Polycom Visual Concert FX) 34 / 37 17

18 Regeln, Voraussetzungen, Besonderheiten, Tipps Anforderungen an VK-Teilnehmer Blickkontakt zur Kamera aufnehmen Nicht den Rücken zur der Kamera wenden Keine kleinkarierte Kleidung (wg. flimmern) Ruhiges Auftreten (nicht vor der Kamera hin und her laufen) 35 / 37 Quellen (Stand: ) Olaf A. Schulte, M. A. Universität Duisburg-Essen, "Videokonferenzen im Wissenschaftsnetz, 3. Workshop des VCC, Siehst Du mich? Hörst Du mich?,, Videokonferenzen als Gegenstand kommunikationswissenschaftlicher Forschung, 10. April (Stand: ) Fridhelm Büchele, Digitales Filmen, Videofilme professionell planen und drehen, Galileo Press GmbH, Bonn 2002, 1. Auflage (Stand: ) (Stand: ) https://www.vc.dfn.de/dienst/ (Stand: ) (Stand: ) (Stand: ) (Stand: ) promo?c=de&cs =dedhs1&l=de&s=dhs, Stand: Stand: Stand; Stand: Mikrofone: Quelle: 8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF- 8&ei=sU_MS_KpAsf8sQad2PSEAw&sa=X&oi=product_result_group&ct=title&resnum=3&ved=0CCoQ rqqwag, Stand: H.264: Stand: / 37 18

19 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! und nun zu Ihren Fragen? 37 / 37 19

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