Server betreiben Modul 127

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1 1 Remote-Verwaltung 1.1 Terminal Service unter Windows 2003 Server In Windows 2003 Server enthalten Remote Desktop Protokoll (Proprietäres Netzwerkprotokoll von Microsoft). Bis zu 128-Bit-Verschlüsselung. Erlaubt 5 Usern (ohne zusätzliche Lizenzen) gleichzeitig und unabhängig voneinander, virtuell via Terminal-Sessions Arbeiten auf dem Server auszuführen. Englisch: «Remote Administration Mode». Deutsch: «Remoteverwaltungsmodus» Ist Bestandteil der Terminal Dienste. Zwei Installationsvarianten (siehe Variante A und Variante B) Installationsvariante A Start > Einstellungen > Systemsteuerung > Software > Windows-Komponenten hinzufügen / entfernen. (Nach der Installation ist ein Reboot verlangt) (Es existiert eine 120 Tage-Testversion und Linzenz pro Benutzer.) Installationsvariante B Serververwaltung > «Funktion hinzufügen oder entfernen». (Nach der Installation ist ein Reboot verlangt) Konfiguration: Serververwaltungs-Tool > «Terminalserver». Technische Berufsschule Zürich Seite 1 von 8 März 2012

2 1.1.3 Konfiguration des Terminalservers Serververwaltungskonsole > «Terminaldienstkonfiguration öffnen» Rechtsklick auf die «RDP-Tcp»: Verbindung über die Option «Eigenschaften» im Register «Berechtigung» beliebige lokale Benutzer hinzufügen. Fügen Sie die Benutzer der Gruppe «Remotedesktopbenutzer» hinzu. Setzen Sie im Terminalserver ein Passwort, sonst gibt es keinen Zugriff über das Netzwerk Verwaltung des Terminalservers Terminaldienstverwaltung > rechtes Frame > Register «Benutzer»: Die angemeldeten User können z.b. disconnected oder benachrichtigt werden. Falls Installation über Serverkonfigurationsassistenten (Variante B): Über Button «Terminaldienstverwaltung öffnen» Verwaltung starten. Technische Berufsschule Zürich Seite 2 von 8 März 2012

3 1.1.5 Einwählen vom Client auf den Terminalserver Anmelde-Interface (Client-Version WIN-XP) aufrufen: Befehl «mstsc». Zum verbinden Ziel IP-Adresse eintragen und auf «Verbinden» klicken. Die Verbindung wird aufgebaut und Sie können sich mit dem gewünschten Benutzernamen und Passwort am Remote-Computer anmelden. 1.2 Remoteverwaltung unter Windows XP Arbeitsplatz > Eigenschaften > Remote Nachteil: Erlaubt nur eine einzige Verbindung zu einem Fremdrechner. In grossen Firmen keine praktikable Lösung! Technische Berufsschule Zürich Seite 3 von 8 März 2012

4 1.3 Virtual Network Computing (VNC) Da das Remote Framebuffer-Protokoll unverschlüsselt ist, werden prinzipbedingt auch alle Tastatureingaben des Viewers unverschlüsselt über das Netzwerk versendet. Bei Eingabe sensibler Daten (z. B. Passwörter) besteht daher wie bei jedem anderen Netzwerkprotokoll die Gefahr der Ausspähung der Daten. Die kostenlose Alternative VNC. (Funktioniert unter allen Windows Versionen) Verschiedene Varianten verfügbar z.b. «TightVNC» Server Start > Programme > Launch TightVNC Server Wählen Sie ein VNC-Server-Passwort. Übrige Standardeinstellungen in den meisten Fällen ausreichend Client «VNC Viewer» installieren. Zum Verbinden IP-Adresse eingeben. Übrige Standardeinstellungen in den meisten Fällen ausreichend. Für spezielle Tastenkombinationen: (z.b. Ctrl-Alt-Del): VNC Symbol anklicken oder Kontextmenü der oberen Fensterleiste. Technische Berufsschule Zürich Seite 4 von 8 März 2012

5 1.3.3 Entfernte Tastatur Für bestimmte Tastenkombinationen auf dem entfernten PC: Voraussetzung: «Eingabehilfen» auf dem entfernten PC installiert. Auf dem entfernten Rechner «OnScreenKeyboard» aufrufen: Start > Ausführen «osk.exe». Hinweis für Tastenkombinationen wie z.b. CTRL-ALT-DEL: Mausklick auf z.b. «Ctrl»: Taste wird blau umrandet was «eingerastet» bedeutet. 1.4 SSH, Putty Allgemeines Secure Shell erlaubt es, sich einen geschützten Tunnel in einer IP-Verbindung zu bauen: Nach erfolgreicher Authentifizierung wird für die Dauer der Sitzung ein geheimer Schlüssel erzeugt, mit dem die gesamte nachfolgende Kommunikation verschlüsselt wird. Putty ist die Software unter Windows die die Benutzung dieses Tunnels erlaubt Server (SSH) Die kostenlose Variante «freesshd» im Windows-Server: In diesem Fenster können Sie den SSH-Dienst starten bzw. stoppen. Technische Berufsschule Zürich Seite 5 von 8 März 2012

6 Zugriff für einen Benutzer (z.b. Administrator) erlauben: Register «Users» Client (PUTTY) Die kostenlose Variante «Putty» im WindowsXP-Client. Verbinden: IP-Adresse des Servers eingeben, danach Benutzer- bzw. Administratoren- Passwort. Technische Berufsschule Zürich Seite 6 von 8 März 2012

7 Mit Konsolenbefehlen bewegen Sie sich durch die Serveradministration. 1.5 TeamViewer TeamViewer ist eine Desktop-Sharing-Software für Fernwartungen, Online-Präsentationen, Online-Meetings, Web-Konferenzen, Dateitransfer und VPN, die durch Firewalls und NAT sowie Proxy-Server hindurch arbeitet. Im Gegensatz zu VNC handelt es sich um ein proprietäres Protokoll. Für Privatnutzer ist TeamViewer als Freeware verfügbar. Die TeamViewer GmbH hat ihren Hauptsitz in Göppingen und hat nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als 100 Millionen Nutzer weltweit. Für eine Verbindung zwischen zwei und mehr Computern gibt es zwei Methoden: 1. Auf beiden Computern ist der TeamViewer installiert. Wird das Programm gestartet, so erhalten beide Computer eine statische TeamViewer ID und ein variables Kennwort. Diese Daten müssen dem Partner übermittelt werden, der dann die Verbindungsart wählen kann. Um eine Verbindung zu einem Meeting aufzubauen, wird einfach die Meeting-ID weitergegeben, welche der Teilnehmer dann im Tab Meeting eingibt. 2. Auf nur einem Computer ist das Programm installiert. Der zweite Computer bekommt eine standardisierte mit einem Hyperlink, wohinter sich die ausführende Datei befindet. Dafür findet auf dem PC keine Installation statt. Wesentlicher sicherheitskritischer Punkt an Teamviewer ist, dass sich die Programme über den Server von Teamviewer verbinden und über diesen ihren Datentransfer abwickeln. An dieser Stelle und auch durch die Aktivitäten des Clients können private Daten vom Anbieter gesammelt werden. Teamviewer selbst räumt sich in den Nutzungsbedingungen weitgehende Rechte ein: "Sie erklären sich damit einverstanden, dass TeamViewer, seine Tochterunternehmen und die mit ihm verbundenen Unternehmen personenbezogene Daten von Ihnen sammelt und verarbeitet, welche sich nicht auf technische Informationen über Ihren Computer, Ihr System oder Ihre Anwendungssoftware beschränken und regelmäßig und automatisch erfasst werden, um die Bereitstellung von Software-Updates, Support, Inhalten, TPM und anderer Dienstleistungen für Sie zu erleichtern und zu verbessern." Technische Berufsschule Zürich Seite 7 von 8 März 2012

8 1.6 PSTools von Sysinternals Die Utility-Sammlung ermöglicht die Remote-Administration von Windows NT/2000/XP-Rechnern in der DOS-Konsole. Sammlung von zwölf schlanken Kommandozeilen-Programmen, (ab WIN-NT4). Keine Installation nötig. Funktionen werden über Parameter realisiert. Belegen nur 1 MByte Speicherplatz, inkl. Online-Dokumentation. Keine zusätzlichen Installationen auf dem Zielrechner, da PSTools auf Windows- Bordmittel zurückgreifen. Ähnlicher Funktionsumfang wie Windows Resource Kit aber Lokal und Remote nutzbar Besonders nützliche PSTools Besonders nützlich erweisen sich vor allem die Programme PSExec, PSList sowie PSKill. PSExec: Prozesse lokal und remote starten. Für Remote-Zugriff sind administrative Rechte auf dem Zielsystem und die dortigen Standard-Freigaben von Windows die einzigen Voraussetzungen. PSList: Auflisten von Prozessen für z.b. die Lokalisierung von Ressourcen-Problemen. und leitet Gegenmassnahmen ein. PSKill: Unerwünschte Prozesse beenden PSSuspend: Prozesse anhalten. PSShutdown: Rechnerrebbot über das Netzwerk. PSService: Dienste ausfindig machen und konfigurieren (z.b. DHCP-Service im Netzwerk) Konzipiert wurden die PSTools ursprünglich für das LAN. In einer SSH- oder VPN-Verbindung getunnelt, kann man sie auch über das Internet einsetzen. PSTools können von Virenscanner irrtümlicherweise als Viren erkannt werden Installation und Verwendung PSTools in Windows-Verzeichnis..\system32. kopieren (Pfad muss im System eingetragen sein!) PSExec starten. «cmd» auf Server (siehe Abbildung) ausführen lassen. Mit z.b. der Abfrage «ipconfig» erfolgreicher Zugriff überprüfen. Technische Berufsschule Zürich Seite 8 von 8 März 2012

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