Projektangebot der Weserburg Museum für moderne Kunst Bremer Schuloffensive 2012/2013

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1 Projektangebot der Weserburg Museum für moderne Kunst Bremer Schuloffensive 2012/2013 Bereich: Kunst und Kultur Ansprechpartner der Kunstvermittlung: Lutz Krüger oder Weserburg Museum für moderne Kunst Teerhof 20, Bremen, Germany Telefon: 0049-(0) Fax: 0049-(0)

2 Allgemeine Informationen Wir freuen uns auch im neuen Schuljahr wieder vielseitige Jahresprojekte im Rahmen der Bremer Schuloffensive anbieten zu können. Die Angebote richten sich an die Primar- und Sekundarstufe I und II der Bremer Schulen. In den thematischen Zielsetzungen sollen Lehrerinnen und Lehrer mit eingebunden werden, so dass das Angebot der Weserburg als Projektrahmen zu verstehen ist, der gemeinsam von Projketleiter und Lehrkraft gefüllt werden soll. Als außerschulischer Lernort ist die Weserburg ein Initiator, für individuelle Anregungen in der Begegnung mit Gegenwartskunst. In der Kunstvermittlung erzeugt die Kombination von Fachwissen und künstlerisch-praktischen Übungen auf ungewöhnliche und phantasievolle Weise Aha-Erlebnisse 1, die anschließend zu eigenen kreativen Prozessen und Projekten führen. Forschende und interdisziplinäre Methoden geben Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich Gegenwartskunst unbefangen anzunähern. Das Programm der Schuloffensive in der Weserburg orientiert sich dabei inhaltlich an den aktuellen Ausstellungen und Sammlungen des Hauses. Entsprechend der Jahrgangsstufe und dem gewählten Projektumfang (Mini-Projekt mit 8 Terminen; Maxi-Projekt mit 10 Terminen) bezieht sich das Niveau der Auseinandersetzung auf den jeweiligen Kenntnisstand der Schüler und Schülerinnen. In der gestalterischen Praxis werden unterschiedliche Methoden wie Collage, Fotografie, Papierarbeiten, Maltechniken, Zeichnung, Plastizieren und druckgrafische Techniken angewendet. Nach Abschluss der Projektzeiten werden die Arbeitsergebnisse der Öffentlichkeit im Rahmen einer Ausstellung vorgestellt. Hier wählt eine von der Weserburg bestellte Jury einzelne Schülerwerke aus und kuratiert die Ausstellung in den Räumen der Werkstatt Kunst. Die inhaltlichen Schwerpunkte der aufgeführten Projektangebote werden in Kooperation von Lehrer/- innen und dem begleitenden Kunstvermittler/-in entwickelt und abgestimmt. Materialkosten Maxi-Projekt (mit 10 Terminen) EUR 6,- pro Schüler/-in Mini-Projekt (mit 8 Terminen) EUR 5,- pro Schüler/-in. Die Kosten für die Anfahrt tragen die teilnehmenden Schulen. Allgemeine Termine Uhr Weserburg: Begrüßung und Vorgespräch mit allen beteiligten Lehrerinnen/ Lehrern und dem Kunstvermittlungsteam ab Mai 2013: Planung und Vorbereitung der Jahresausstellung mit Ergebnissen aus den Projekten Team Die Konzeption und die Durchführung der Projekte gestaltet in diesem Jahr folgendes Kunstvermittlungsteam: Gunter Fehlau, Marion Hansen, Sirma Kekeç, Britta Petersen, Detlef Stein, Anke Zimmermann Weserburg Museum für moderne Kunst, July Ein eigenartiges, im Denkverlauf auftretendes-lustbetontes Erlebnis, das sich bei plötzlicher Einsicht in einen zuerst undurchsichtigen Zusammenhang einstellt.

3 Kunstentdecker - Schüler erforschen moderne Kunst Projektangebot für die Primarstufe Unter dem Motto Kunst entdecken werden Alltagsgegenstände und Fundstücke in der Weserburg genauer unter die Lupe genommen. Dabei lernen die Grundschulkinder verschiedene Kunstrichtungen (Minimal Art, Concept Art, Nouveaux Réalisme) und Künstler/-innen kennen und gehen auf eine Entdeckungsreise, auf der ihnen viele Dinge zwar bekannt vorkommen, die sie so aber noch nie betrachtet haben. Dabei stehen Spaß am Entdecken, Experimentieren und Phantasieren im Vordergrund. Die zunächst offene Herangehensweise bietet den Kindern die Möglichkeit, Verknüpfungen zur eigenen Alltagswirklichkeit zu gewinnen und vielseitige, alternative künstlerische Techniken auszuprobieren, bei denen es nicht nur um das gewöhnliche Malen und Zeichnen geht. Sehgewohnheiten werden in Frage gestellt und Bekanntes verfremdet. Die Themen werden kunsthistorisch altersgemäß vermittelt und durch fachpraktische Arbeiten vertieft. Die Planung einer möglichen Entdecker-Tour könnte dabei wie folgt aussehen:» Abenteuer- Museum Was ist ein Museum? An welchem Ort befinden wir uns und was ist seine Geschichte? Welche Kunstwerke haben sich hier versteckt? In diesem ersten Kennenlernen des Museums Weserburg nähern sich die Schüler/-innen durch ihre eigenen Fragestellungen an Werke der zeitgenössischen Kunst an.» Erlebnisreise- Museum Hier gibt es etwas zu hören und dort etwas zu sehen! Durch die sinnliche Wahrnehmung können die Kinder interaktive Objekte (Kinetische Objekte, Klangraum...) verschiedene Bewegungen erleben, die sie selbst auslösen oder die durch Kunst bei ihnen ausgelöst werden kann. Dabei bewegt sich eben nicht nur der Betrachter, sondern auch das Werk. Man höre, sehe, rieche und staune.» Streifzug-Museum Nach einem spielerischen Prinzip wählen die Kinder ihr eigenes Lieblingswerk, das in einer anschließenden praktischen Arbeit nachempfunden werden kann. Durch die Auseinandersetzung mit einem individuell ausgewählten Werk und entstehende Dialoge nähern sich die Kinder einer eigenen Sichtweise auf moderne Kunst an.» Schatzsuche-Museum In der Schatzsuche werden die entstandenen Werke in einer Führung den Familien und Mitschülern präsentiert. Der Schatz ist die Präsentation der während des Projekts selbst entdeckten Kunst.

4 Kunsttalente - Schüler erfassen moderne Kunst Projektangebot für die Sekundarstufe I Um über auftauchende Rätsel der Wahrnehmung in der Betrachtung von Kunst nachzudenken, ist es wichtig, Brücken zwischen Theorie und Praxis zu bauen. Neben dem kunstgeschichtlichen Überblick der vergangenen 50 Jahre von Pop Art, Minimal Art, Fluxus und Nouveau Réalisme, bietet die gestaltungs-praktische Auseinandersetzung vielseitige Anknüpfungspunkte zur eigenen Erfahrungswelt. Diese Form der Annäherung führt die Kinder auf unkonventionelle und kreative Weise zu einer individuellen Ausdrucksform. Phantasie anregende Impulse unterstützen die experimentelle Herangehensweise und wecken das Interesse, sich mit Gegenwartskunst auseinander zu setzen. Zum Abschluss des Projekts werden die kunsttalentierten Schüler/-innen ihre erworbenen und verschiedenen Wissens- und Könnensbereiche den Familien, Mitschülern und Freunden präsentieren. Die Planung einer möglichen Kunstkenner-Tour kann wie folgt aussehen:» Wie funktioniert ein Museum? Wie entsteht eine Ausstellung? Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen» Wann ist Kunst Kunst und warum ist das manchmal so schwer zu erkennen? Diskussionen, Experimente und Vergleiche, um die Vielfalt an Kunstbegriffen wahrnehmen zu können.» Das kann ich auch! Nachahmen, Nachempfinden, Nachbauen, aber auch ergänzen, weiterentwickeln und eigene Lösungen finden.» Der Sockel muss weg! Moderne Objektkunst und warum ein Quadrat manchmal nur ein Quadrat ist» Raus aus dem Museum. Kunst im (mit) öffentlichen Raum... life is art enough. Fluxus, Street Art und Konzeptkunst.

5 Kunstkenner - Schüler entschlüsseln moderne Kunst Projektangebot für die Sekundarstufe II Nachdem die Schüler und Schülerinnen Einblicke in die Weserburg erhalten haben, erleben sie welche Möglichkeiten sich bieten, mit oder durch Kunst in einen Dialog zu treten. Durch die Vermittlung von Fachwissen und durch Impulse für eigene kreative Prozesse werden die Kunstkenner ausgebildet und angeregt, sich selbstständig der modernen Kunst und ihren ästhetischen Konzepten anzunähern. Dabei werden Theorie und Praxis miteinander verknüpft und mit unterschiedlichen Techniken und Methoden zusammengeführt. Hier werden automatisch neue Sichtweisen entdeckt und das eigene Können mit einem inhaltlichen, persönlichen Anliegen in Verbindung gebracht. Unter der Beuysschen Aussage Jeder Mensch ist ein Künstler entdecken die Schüler und Schülerinnen die Selbstverständlichkeit über Kunst ins Gespräch zu kommen. Das es hierbei in erster Linie nicht um kunsthandwerkliche Fähigkeiten geht, ermöglicht neue und ungewohnte Zugänge zur Kunst. Die Planung einer möglichen Kunstkenner-Tour kann wie folgt aussehen:» Fremdsprache Kunst! Wie kann man über etwas reden, wofür einem die Worte fehlen? Annäherung an moderne Kunst über kreatives Schreiben, Dialog-Inszenierungen, Titeltausch und die Frage: Was ist die Kunst nachts, wenn sie keine Kunst ist?» Ich kann aber nicht zeichnen... alternative Gestaltungstechniken Akkumulationen, Objektkästen, Décollage, Installationen, Copy-Art, Multiples,...» Der Weg ist das Ziel Viele Kunstwerke finden nicht im Museum statt, sondern werden dort nur dokumentiert. Über die Faszination von Land-Art, Performance, Happening und Aktionskunst» Farbe & Form James Reineking und John McCracken als Vorbilder für Variationen zur Herstellung eigener Papp-Skulpturen. Übungen zum räumlichen Denken mit Hilfe von Miniatur-Modellen.»... und du kannst doch zeichnen Fadengrafiken, Action-Painting, der Flatterstift und Blindzeichnungen

6 Folgende Module haben sich für die Sekundarstufe II bewährt und werden natürlich weiterhin angeboten:» Meine erste Museumsführung Das bewährte Konzept Meine erste Museumsführung von Detlef Stein wird auch im neuen Schuljahr beibehalten. Viele Schülerinnen und Schüler haben bereits eine Museumsführung erlebt, aber wie ist es, diese Aufgabe selbst zu übernehmen? Die erste eigene Museumsführung bietet nach intensiver Auseinandersetzung mit Kunstwerken der Weserburg die Möglichkeit, eigenständig das Programm für eine Führung zu konzipieren und am Ende der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wie eine Führung spannend, interessant und neugierig auf mehr machen kann, wird im Vorfeld gemeinsam erarbeitet. Neben der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst wird hierbei auch die freie Rede vor Besuchern erprobt und gelernt. Der Aufbau einer Führung beinhaltet Übungen, gezielte Fragestellungen, Dramaturgie, Didaktik, performative Methoden, Rhetorik und Selbstpräsentation.» Vom Werk zum Werk In Kleingruppen suchen sich die Schüler und Schülerinnen nach individuell bestimmten Kriterien ein Kunstwerk aus den Sammlungsbereich und Ausstellungen der Weserburg aus. Das ausgewählte Werk ist Ausgangspunkt für eine intensive Auseinandersetzung, die zu einer eigenen Kunstaktion führt. Als Einstieg dienen Fragstellungen zu Technik, Material, Genre, Thema und Bezüge zum eigenen Lebensalltag. Der Kunstvermittler begleitet die Recherchen der Schülerinnen und Schüler und unterstützt den Prozess mit Anregungen zur Gestaltungsform und neuen Impulsen. Im gemeinsamen Dialog entwickeln die Schülerinnen und Schüler ihre Präsentation. Eine wichtige Rolle spielen dabei Berührungspunkte aus fachübergreifenden Zusammenhängen der Literatur, Geschichte, Politik und Popkultur zu dem ausgewählten Thema. Während des Entwicklungsprozesses setzen die Schüler und Schülerinnen nach Interessenschwerpunkt ein eigenes bildnerisches Werk um.

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