So bekommen Sie die Gewerbesteuer leicht in den Griff

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1 Gewerbesteuer berechnen G So bekommen Sie die Gewerbesteuer leicht in den Griff Wann Sie gewerbesteuerpflichtig sind... G46/002 Die Folgen einer Gewerbesteuerpflicht... G46/005 Schritt 1: Ermitteln Sie Ihren Gewerbeertrag... G46/006 Schritt 2: Gewerbesteuer-Erklärung ein Muss für Sie?... G46/009 Schritt 3: Prüfen Sie den Gewerbesteuer-Messbescheid... G46/010 Schritt 4: Warten Sie den Gewerbesteuer-Bescheid ab... G46/012 Schritt 5: Leisten Sie Ihre Vorauszahlungen... G46/013 Warum die Gewerbesteuer Sie nicht so stark belastet... G46/014 Formular: Ihre Gewerbesteuer-Last... G46/016 Ihr Fachautor: Diplom-Finanzwirt Christian Ollick ist Koordinator in der Finanzverwaltung und verantwortlich für die Besteuerung von Gewerbetreibenden und Selbstständigen. Als freier Journalist und Fachautor veröffentlicht er zu den Themen Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Geldanlage. Darum geht es: Die Gewerbesteuer trifft Gewerbetreibende, nicht aber Freiberufler. Für kleinere Unternehmen ist sie zum Glück keine sehr große Last. Und da sie direkt von der Höhe des Gewinns abhängt, sinkt sie in schlechten, konjunkturschwachen Zeiten, in denen Unternehmen Umsatzeinbrüche hinnehmen müssen. So gibt es einige Tipps und Tricks, die Sie gerade jetzt beachten sollten. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie alles richtig machen.

2 G Gewerbesteuer berechnen Wann Sie gewerbesteuerpflichtig sind Wenn Sie als Freiberufler auch einer gewerblichen Tätigkeit nachgehen, z.b. nebenbei noch Waren oder Software verkaufen, müssen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben in freiberufliche und gewerbliche trennen. Dann können Sie für jeden Bereich den Gewinn ermitteln. Nur der Gewinn, den Sie mit der gewerblichen Tätigkeit erzielen, ist schließlich gewerbesteuerpflichtig. Kleingewerbetreibende und Firmen Gewerbetreibende sind betroffen Wer ein Gewerbe betreibt, ist gewerbesteuerpflichtig. Das gilt für Kleingewerbetreibende, die nicht ins Handelsregister eingetragen sind, und genauso für alle ins Handelsregister eingetragenen Einzelkaufleute, Personen- und Kapitalgesellschaften (e.k. OHG, KG, GmbH usw.). Ob Sie wenn Sie in diese Gruppe fallen eine Gewerbesteuer-Erklärung abgeben und tatsächlich Gewerbesteuer zahlen müssen, richtet sich nach der Höhe Ihres Gewerbeertrags dazu mehr ab Seite G46/005. Freiberufler Freiberufler bleiben befreit Wer ausschließlich freiberufliche Einkünfte hat, den betrifft die Gewerbesteuer nicht. Freiberufler sind Sie, wenn Sie eine wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit selbstständig ausüben. Als Freiberufler gelten unter anderem: Ärzte, Heilpraktiker, Krankengymnasten, Ingenieure, Architekten, Journalisten, Dolmetscher, Übersetzer, Rechtsanwälte, Steuerberater, beratende Volks- und Betriebswirte und ähnliche Berufe ( 18 Abs. 1 EStG). Einnahmen und Ausgaben aufteilen Gemischte Tätigkeiten aufteilen

3 Gewerbesteuer berechnen G Haben Sie die Aufteilung versäumt, können Sie die noch nachholen. Andernfalls wird das Finanzamt sie vornehmen, ggf. im Wege einer Schätzung. Einkünfte in freiberufliche und gewerbliche aufteilen: Jürgen Müller führt ein Einzelunternehmen unter seinem Namen, in dem er Computer-Kurse gibt (= freiberuflich) und Computer verkauft (= gewerblich). Seine Einnahmen und Ausgaben in einem Jahr teilt er in seiner Buchführung plausibel auf die beiden Bereiche auf: Kurse: Verkauf: Gesamt: Einnahmen: /. Wareneinkauf /. sonstige Betriebs ausgaben (Büro, Kfz etc.) = Gewinn Er ist nur mit dem Bereich des Computer-Verkaufs gewerbesteuerpflichtig. Die freiberuflichen Einkünfte von muss er in seiner Gewerbesteuer-Erklärung nicht berücksichtigen, sodass sie nicht gewerbesteuerpflichtig sind. Bei Untrennbarkeit zählt, was überwiegt Darüber hinaus gibt es den eher seltenen Fall, in dem Sie Ihre Tätigkeiten nicht in freiberufliche und gewerbliche aufteilen können, weil diese untrennbar miteinander verflochten sind. Für eine Verflechtung spricht z.b., dass Sie Ihren Kunden einheitliche Leistungspakete anbieten, die aus gewerblichen und freiberuflichen Leistungen bestehen. (Beispiel: Ein Architekt verkauft von ihm geplante und schlüsselfertig errichtete Häuser.) Dann wird das Finanzamt alle Einkünfte nach der dominierenden Tätigkeit besteuern Gesamtgepräge ist entscheidend

4 G Gewerbesteuer berechnen (konkrete Grenzen gibt es nicht, es kommt auf den Gesamteindruck an). Nur wenn die freiberufliche Tätigkeit dominiert, bleiben die Einkünfte insgesamt gewerbesteuerfrei ansonsten sind sie insgesamt gewerbesteuerpflichtig, und Sie müssen dafür ein Gewerbe anmelden. GbR, PartG Geringfügigkeitsgrenze Abfärbetheorie bei Personengesellschaften Abweichende Regeln gelten schließlich für eine Personengesellschaft, die zu einem Teil freiberuflich und zum anderen Teil gewerblich tätig ist (GbR, PartG). Sie gilt als im vollen Umfang gewerblich tätig. Damit unterliegen auch die nicht durch eine gewerbliche Tätigkeit erzielten Einkünfte der Gewerbesteuer ( Abfärbetheorie ). Ausnahme: Nur bei einer ganz geringfügigen gewerblichen Tätigkeit wird hiervon abgewichen. Wo die exakte Grenze liegt, ist unklar. Orientieren Sie sich ggf. an den BFH-Urteilen: Bei einem gewerblichen Anteil von 1,25 % am gesamten Umsatz wird die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschritten, 6 % sind allerdings zu viel (BFH, , Az. XI R 12/98, und , Az. I R 133/93). Praxis Tipp: Wenn Ihre auch freiberuflich tätige Personengesellschaft mit gewerblichen Tätigkeiten den Grenzwert von 1,25 % erreicht, sollten Sie den freiberuflichen Tätigkeitsteil ausgliedern. So verhindern Sie die Umqualifizierung von freiberuflichen Einkünften in gewerbliche Einkünfte nach der Abfärbetheorie und sparen Gewerbesteuer ein.

5 Gewerbesteuer berechnen G Die Folgen einer Gewerbesteuerpflicht Sind Sie gewerbesteuerpflichtig, erwartet das Finanzamt von Ihnen pro Jahr eine Gewerbesteuer-Erklärung, und Ihre Kommune verlangt von Ihnen die Zahlung von Gewerbesteuer. In der Berechnung hat sich für Geschäftsjahre ab 2008 einiges verändert. Damit Sie alles richtig machen, ohne sich deshalb tiefer in die neuen Regeln einarbeiten zu müssen, gehen Sie in 5 Schritten vor, die sich unverändert jedes Jahr wiederholen. Die sind nach dem folgenden Schaubild genau erläutert. 5 Schritte, die sich jedes Jahr wiederholen Gewerbesteuer bei einem Einzelunternehmer: Nach Jahresablauf: Gewerbeertrag ermitteln ( Seite G46/006) Gewerbesteuer- Vorauszahlungen leisten (wenn festgesetzt) ( Seite G46/013) Gewerbesteuer- Erklärung abgeben oder sich davon befreien lassen ( Seite G46/009) Gewerbesteuer- Bescheid der Kommune abwarten, prüfen und Gewerbesteuer zahlen ( Seite G46/012) Gewerbesteuer- Messbescheid des Finanzamtes abwarten und prüfen ( Seite G46/010)

6 G Gewerbesteuer berechnen Schritt 1: Ermitteln Sie Ihren Gewerbeertrag Sind Sie gewerbesteuerpflichtig, müssen Sie nach Ende eines jeden Jahres Ihren Gewerbeertrag ermitteln. Je höher Ihr Gewerbeertrag ist, desto mehr Gewerbesteuer zahlen Sie. Ausgangsbasis: Ihr Gewinn Ausgangsbasis für Ihren Gewerbeertrag ist der Gewinn laut Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) bzw. der Gewinn-und-Verlust-Rechnung Ihrer Bilanz die erstellen Sie also immer zuerst. Achtung, ab 2008 ist die Gewerbesteuer keine Betriebsausgabe mehr! Gewinn korrekt ermitteln In Ihrer EÜR/Bilanz gilt: Gewerbesteuer-Zahlungen, die Sie für Zeiträume ab dem leisten, mindern Ihren Gewinn nicht mehr. Gewerbesteuer-Erstattungen für solche Zeiträume erhöhen Ihren Gewinn nicht mehr. Auf die richtige Zuordnung achten: Silvia Neumann ermittelt ihren Gewinn per EÜR und muss Gewerbesteuer zahlen. Ihre Stadt setzte Vorauszahlungen fest, die stets am 15.2., 15.5., und fällig sind. Entwickelt sich ihr Unternehmen entgegen dem allgemeinen Trend gut, sind die Vorauszahlungen zu niedrig. Dann werden infolge der Gewerbesteuer-Erklärungen Nachzahlungen fällig. So geht die Unternehmerin damit um: Gewerbesteuer: Zahldatum: Betriebsausgabenabzug: Nachzahlung für ja, in der EÜR 2008 Vorauszahlungen für , 15.5., nein und Nachzahlung für nein

7 Gewerbesteuer berechnen G Wenn Sie bilanzieren, kommt es nicht auf den Zeitpunkt der Zahlung an. Sie dürfen Gewerbesteuer-Zahlungen für das Jahr 2008 und die folgenden Jahre also in Ihrer Bilanz für 2008 und die folgenden Jahre nicht mehr gewinnmindernd berücksichtigen. Hinzurechnungen und Kürzungen betreffen Sie ab 2008 kaum noch Um nun vom Gewinn laut EÜR oder Bilanz zum Gewerbeertrag zu kommen, müssen sie ihn um genau festgelegte Positionen erhöhen (Hinzurechnungen) und vermindern (Kürzungen). Insbesondere der Bereich der Hinzurechnungen hat sich mit Wirkung ab dem grundlegend geändert. Für Kleinbetriebe ist dabei ganz wesentlich, dass es für die Hinzurechnung von Finanzierungsanteilen einen neuen Freibetrag gibt sie bleiben bis zu insgesamt fortan unberücksichtigt. Hinzurechnungen (Freibetrag: ) Folgende Betriebsausgaben sind dem Gewinn 2008 ff. hinzuzurechnen, soweit sie zusammengerechnet einen Betrag von übersteigen ( 8 GewStG): 25 % der Zinsen (Dauerschuld- und Kurzfristzinsen), der Renten und dauernden Lasten, der Gewinnanteile eines stillen Gesellschafters, der Miet- und Pachtzinsen (einschließlich Leasing- Raten), die aber nur mit einem pauschalen Finanzierungsanteil angesetzt werden; dieser beträgt: 20 % bei beweglichen Wirtschaftsgütern (z.b. Leasing eines Pkw), 65 % bei unbeweglichen Wirtschaftsgütern (z.b. Miete eines Geschäftslokals) und 25 % bei zeitlich befristet überlassenen Rechten (z.b. Konzession, Lizenz).

8 G Gewerbesteuer berechnen Hinzurechnungen können Sie im Kleinbetrieb jetzt getrost vergessen: Betriebsausgaben Anteil, der Hinzurechnung (Jahr): zählt: (25 % des Anteils, der zählt): Kreditzinsen 100 % Ladenmiete 65 % Pkw-Leasing 20 % 300 gesamt: Der Freibetrag von wird nicht annähernd ausgeschöpft; dem Gewinn wird in diesem Beispiel nichts hinzugerechnet. Kürzungen Bei den Kürzungen hat sich nichts geändert. Die wichtigsten gemäß 9 GewStG die allerdings in Kleinbetrieben kaum vorkommen sind diese: 1,2 % des Einheitswerts des zum Betriebsvermögen gehörenden Grundbesitzes, Gewinnanteile an einer Personengesellschaft, ausländische Gewinnanteile, Spenden, Gewinnanteile von Tochtergesellschaften. Fazit: Gewerbeertrag = Gewinn Hinzurechnungen und Kürzungen treffen nur noch sehr große Gewerbebetriebe. Das vereinfacht die Ermittlung Ihres Gewerbeertrags. In den allermeisten Kleinbetrieben entspricht der Gewerbeertrag dem Gewinn laut EÜR bzw. Bilanz. Der fällt aber höher als früher aus, da die für Jahre ab 2008 gezahlten Gewerbesteuern keine Betriebsausgaben mehr sind. Aber keine Angst: Das wird bei Einzelunternehmern und Personengesellschaften durch eine verbesserte Anrechnung auf die Einkommensteuer aufgewogen mehr dazu ab Seite G46/014.

9 Gewerbesteuer berechnen G Schritt 2: Gewerbesteuer-Erklärung ein Muss für Sie? Wenn Sie gewerbesteuerpflichtig sind, erwartet das Finanzamt von Ihnen zusammen mit Ihren sonstigen Steuer-Erklärungen auch eine Gewerbesteuer-Erklärung (bis zum mit Fristverlängerung oder Steuerberater bis zum des Folgejahres). Darin geben Sie den von Ihnen ermittelten Gewerbeertrag an. Frist: bzw des Folgejahres Bei weniger als Gewerbeertrag: Befreiung beantragen Für Einzelunternehmer und Personengesellschaften gibt es nach wie vor einen Freibetrag von , der vom Gewerbeertrag abgezogen wird. Wenn Ihr Gewerbeertrag oder weniger beträgt, zahlen Sie also keinen Cent Gewerbesteuer! Freibetrag: Ist das bei Ihnen der Fall, fragen Sie Ihren Sachbearbeiter im Finanzamt, ob er Sie von der Abgabe einer Gewerbesteuer-Erklärung entbinden kann. Hat er Zweifel, reichen Sie ihm eine vorläufige Ermittlung Ihres Gewerbeertrags ein. Achtung: Eine Freistellung von der Gewerbesteuer-Erklärung endet in dem Jahr, in dem Ihr Gewerbeertrag den Freibetrag überschreitet! Dann müssen Sie unaufgefordert wieder eine Gewerbesteuer-Erklärung abgeben. Wenn Sie in einem Jahr einen Verlust erwirtschaften, sollten Sie (wieder) eine Gewerbesteuer-Erklärung abgeben. Denn nur dann wird der Verlust in die kommenden Jahre vorgetragen, sodass er Ihre Gewerbesteuer mindert, wenn es wieder aufwärts geht.

10 G Gewerbesteuer berechnen Gewerbeertrag erklären Steuererklärung ausfüllen Wenn Sie eine Gewerbesteuer-Erklärung abgeben müssen, tragen Sie darin Ihren Gewerbeertrag ein, der wie ausgeführt vermutlich Ihrem Gewinn/Verlust laut EÜR/Bilanz entspricht. Praxis Tipp: Haben Sie Ihre Einkünfte in gewerbliche und freiberufliche aufgeteilt, für Ihr Unternehmen aber nur eine EÜR/Bilanz eingereicht? Dann weicht der Gewerbeertrag von dem dort ausgewiesenen Gewinn Ihres gesamten Unternehmens ab. Fügen Sie der Gewerbesteuer-Erklärung in diesem Fall eine Übersicht nach dem Muster auf Seite G46/003 bei, aus der hervorgeht, wie Sie den Gewerbeertrag nur für Ihre gewerblichen Tätigkeiten berechnet haben. Schritt 3: Prüfen Sie den Gewerbesteuer- Messbescheid Finanzamt errechnet den Messbetrag Das Finanzamt prüft Ihre Gewerbesteuer-Erklärung und errechnet den Gewerbesteuer-Messbetrag, der danach in Ihrem Fall zur Anwendung kommt: Bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften wird der Freibetrag von vom Gewerbeertrag abgezogen. Für Kapitalgesellschaften wie die GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) gibt es keinen Freibetrag. Messzahl: 3,5 % Der verbleibende Gewerbeertrag wird mit der Messzahl 3,5 % malgenommen. Das Ergebnis ist der Gewerbesteuer-Messbetrag.

11 Gewerbesteuer berechnen G Gewerbesteuer-Messbetrag: Der Einzelhändler Markus Spenger erklärt einen Gewerbeertrag von Das Finanzamt rechnet so: Gewerbeertrag /. Freibetrag = verbleibender Gewerbeertrag x Gewerbesteuer-Messzahl 3,5 % = Gewerbesteuer-Messbetrag Über den Gewerbesteuer-Messbetrag erhalten sowohl Sie als auch das örtliche Gewerbesteueramt einen Gewerbesteuer-Messbescheid. Damit ist noch keine Zahlungsaufforderung verbunden. Beachten Sie: Das Finanzamt kann in dem Bescheid von Ihrer Gewerbesteuer-Erklärung abweichen. Das passiert z.b., wenn es schon mit Ihrer EÜR oder Bilanz nicht einverstanden war, etwa Betriebsausgaben nicht anerkannt hat. Dann wird es auch den in der Gewerbesteuer-Erklärung angegebenen Gewerbeertrag nur verändert berücksichtigen. Wenn Sie Einspruch gegen den Einkommensteuer-Bescheid einlegen, hat das Finanzamt bei einer Änderung automatisch den Gewerbesteuer-Messbescheid mit zu ändern. Ein eigener Einspruch ist dafür nicht notwendig. Abweichungen prüfen Anders liegt der Fall, wenn Sie sich gegen falsche Hinzurechnungen und Kürzungen wenden: Dann ist ein eigener Einspruch gegen den Gewerbesteuer-Messbescheid nötig. Warten Sie keinesfalls erst auf den Gewerbesteuer-Bescheid Ihrer Stadt! Gegen den können Sie in Sachen Gewerbesteuer-Messbetrag nämlich nicht mehr vorgehen!

12 G Gewerbesteuer berechnen Schritt 4: Warten Sie den Gewerbesteuer- Bescheid ab Die Gewerbesteuer selbst wird von den Städten und Gemeinden errechnet und erhoben: Auf Basis des Gewerbesteuer-Messbescheids vom Finanzamt errechnet Ihr kommunales Gewerbesteueramt die Gewerbesteuer, die Sie zu zahlen haben. Steuer je nach Hebesatz der Gemeinde Das Gewerbesteueramt nimmt dazu Ihren Gewerbesteuer-Messbetrag mit dem Hebesatz mal, der in der kommunalen Haushaltssatzung für das betreffende Jahr festgelegt ist. Der Hebesatz muss mindestens 200 % betragen. Er kann aber auch darüber liegen, wenn die Gemeinde glaubt, dennoch genügend Gewerbebetriebe anziehen und halten zu können. An der Spitze liegt derzeit München mit einem Hebesatz von 490 %. Das ist zu zahlen: Für den Einzelhändler Markus Spenger errechnet das Finanzamt einen Gewerbesteuer-Messbetrag von Der Hebesatz seiner Gemeinde liegt bei 400 %. Somit hat er Gewerbesteuer zu zahlen in Höhe von x 400 % = Bescheid prüfen Über den Betrag der Gewerbesteuer, die Sie zu zahlen haben, erhalten Sie von der Stadt oder Gemeinde den Gewerbesteuer-Bescheid. Der enthält auch eine entsprechende Zahlungsaufforderung. Haben Sie für das betreffende Jahr bereits Gewerbesteuer-Vorauszahlungen geleistet, müssen diese vom Zahlbetrag abgezogen sein. Überprüfen Sie, ob das korrekt geschehen ist wenn nicht, legen Sie bei der Kommune Einspruch gegen den Gewerbesteuer-Bescheid ein.

13 Gewerbesteuer berechnen G Schritt 5: Leisten Sie Ihre Vorauszahlungen Wenn Sie nicht nur ganz geringe Gewerbesteuern zahlen müssen, wird das Gewerbesteueramt mit dem Gewerbesteuer-Bescheid auch noch einen Vorauszahlungs-Bescheid erlassen. Das heißt, es legt fest, welche Gewerbesteuer-Beträge Sie regelmäßig schon im laufenden Jahr für dieses Jahr vorauszuzahlen haben. Die werden dann mit dem endgültigen Gewerbesteuer-Zahlbetrag für das Jahr verrechnet. Wenn Ihr Gewerbeertrag in einem Jahr voraussichtlich wesentlich niedriger als in Vorjahren ausfallen wird, können Sie Ihre Vorauszahlungen herabsetzen lassen. Dafür reichen Sie Ihrem Finanzamt eine Berechnung Ihres voraussichtlichen Gewerbesteuer-Messbetrags ein und beantragen einen Bescheid, auf dessen Basis Ihre Stadt oder Gemeinde einen neuen Vorauszahlungsbescheid erlassen muss. Als Bilanzierender haben Sie ein gesetzliches Recht darauf, und es gibt einen amtlichen Vordruck für Ihren Antrag ( 19 Abs. 3 GewStG). Als Einnahmen-Überschuss-Rechner reichen Sie einen formlosen Antrag nach dem folgenden Muster ein Ihr Finanzamt wird sich kaum querstellen und auch Ihnen den Bescheid erteilen. Vorauszahlungs-Bescheid beachten Vorauszahlungen ggf. herabsetzen lassen Schreiben an Ihr Finanzamt: Hiermit beantrage ich den Erlass einer Mitteilung über den voraussichtlichen Gewerbesteuer- Messbetrag 2009 für Vorauszahlungszwecke. Aufgrund von Umsatzeinbrüchen infolge der schwachen Konjunktur und Finanzkrise wird sich mein Gewerbeertrag entsprechend der beigefügten Berechnung verringern. Auf die Wirtschaftslage berufen

14 G Gewerbesteuer berechnen Warum die Gewerbesteuer Sie nicht so stark belastet Bisher haben Sie gelesen: Gewerbesteuer-Zahlungen für Jahre ab 2008 sind nicht mehr als Betriebsausgaben abziehbar, was zu einem höheren Gewerbeertrag führt. Für Einzelunternehmer und Personengesellschafter gibt es aber ein Bonbon : Abzugsfaktor: 3,8 Abzug von der Einkommensteuer-Schuld Das 3,8-Fache (vor 2008: 1,8-Fache) Ihres Gewerbesteuer-Messbetrags zieht das Finanzamt von Ihrer Einkommensteuer-Schuld ab. Vor allem auf diese Erleichterung ist es zurückzuführen, dass die Gewerbesteuer Sie wesentlich weniger belastet, als es zunächst aussieht. Hinweis: Für Kapitalgesellschaften gibt es diese Vergünstigung nicht bei denen wirkt sich aber die Senkung der Gewerbesteuer-Messzahl ab 2008 auf 3,5 % (früher: 5 %) voll aus und ist Ausgleich dafür, dass die Gewerbesteuern nicht mehr als Betriebsausgaben abziehbar sind. So funktioniert die Entlastung für Sie als Einzelunternehmer in der Praxis Ihr Sachbearbeiter beim Finanzamt hat die von Ihnen eingereichten Steuererklärungen geprüft und den Gewerbesteuer-Messbetrag errechnet, den er in den Gewerbesteuer-Messbescheid übertragen wird. Danach wendet er sich noch einmal Ihrer Einkommensteuer- Erklärung für dasselbe Jahr zu und ergänzt den Gewerbesteuer-Messbetrag dort in der Anlage GSE (falls Sie den Betrag nicht bereits selbst errechnet und dort

15 Gewerbesteuer berechnen G eingetragen haben). Das führt dazu, dass die für Sie festgesetzte Einkommensteuer um das 3,8-Fache ermäßigt wird. So wirkt sich die Anrechnung auf die Einkommensteuer aus: Berechnung: Beispiel: Gewerbeertrag /. Freibetrag = verbleibender Gewerbeertrag x Gewerbesteuer-Messzahl 3,5 % = Gewerbesteuer-Messbetrag x Hebesatz der Gemeinde, z.b.: 400 % = Gewerbesteuer-Zahlung /. gesparte Einkommensteuer wegen des Anrechnungsfaktors 3,8 = verbleibende Belastung: 249 Praxis Tipp: Prüfen Sie also in Ihrem Einkommensteuer-Bescheid, ob Ihre Einkommensteuer-Last tatsächlich reduziert wurde. Dazu betrachten Sie den Punkt Berechnung der Einkommensteuer : Der dort unter der Bezeichnung Ermäßigung für Einkünfte aus Gewerbebetrieb stehende Betrag muss das 3,8-Fache Ihres Gewerbesteuer-Messbetrags ausmachen. Anrechnung prüfen Wichtig: Die Anrechnung erfolgt nur bis zur Höhe der tatsächlich festgesetzten Einkommensteuer, die auf die gewerblichen Einkünfte entfällt, und sie ist der Höhe nach auf die von Ihnen zu zahlende Gewerbesteuer beschränkt!

16 G Gewerbesteuer berechnen Formular: Ihre Gewerbesteuer-Last Gewinn aus Gewerbebetrieb ( 7 Satz 1 GewStG) (= Gewinn, den Sie in der Einkommensteuer-Erklärung ansetzen) + Hinzurechnungen 25 % der Dauerschuld- und Kurzfristzinsen 5 % der Mieten etc. für bewegl. Wirtschaftsgüter 16,25 % der Mieten etc. für unbewegl. Wirtschaftsgüter 6,25 % der Aufwendungen für Lizenzen etc. 25 % der Renten und dauernden Lasten 25 % der Gewinnanteile stiller Gesellschafter = Summe./. Kürzung um = Restbetrag Restbetrag (nur wenn positiv!) hinzurechnen./. Kürzungen (wie bisher und nur selten erforderlich) = maßgebender Gewerbeertrag ( 10 GewStG)./. Verlustabzug ( 10a GewStG; aus Vorjahren) = Gewerbeertrag (abgerundet auf volle 100 )./. Freibetrag ( 11 Absatz 1 GewStG) +./../../ = verbleibender Gewerbeertrag x 3,5 % (neue Steuermesszahl ab 2008) = Gewerbesteuer-Messbetrag ( 11 GewStG) x Hebesatz der Gemeinde ( 16 GewStG) x 3,5 % x... % = zu zahlende Gewerbesteuer./. 3,8 x Gewerbesteuer-Messbetrag = verbleibende tatsächliche Gewerbesteuer-Last./.

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