Wie finanzieren Sie Ihr Vorhaben?

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1 Quelle: StartUp-Handbuch Der Geschäftsplan Basis für Ihren Erfolg Wie finanzieren Sie Ihr Vorhaben? Nach Angaben der KfW-Mittelstandbank scheitern rund 80 Prozent aller Unternehmensgründungen in den ersten sieben Jahren. Bei rund 70 Prozent davon sind Finanzierungsmängel einer der wesentlichen Gründe für das Scheitern: zu wenig Eigenkapital keine rechtzeitigen Verhandlungen mit Kreditgebern unzureichende Planung des Kapitalbedarfs unkritische Kreditaufnahme kein Einsatz öffentlicher Mittel und Förderhilfen Dies sollte Grund genug sein, sich über die Finanzierung seiner Unternehmensgründung umfangreiche Gedanken zu machen. Wichtig Unter Investition versteht man im weiteren Sinn jede Verwendung von Geldmitteln (Kapital) zum Aufbau oder Erhalt des betrieblichen Vermögens. Finanzieren bedeutet, Mittel zu beschaffen, um die Investition in einen Vermögensgegenstand durchführen zu können. Da in unserem Wirtschaftssystem mit Geld bezahlt wird, ist»finanzieren«gleichzusetzen mit dem Aufbringen von Geldmitteln. Eine Garantie für den Erfolg Ihrer Existenzgründung gibt es nicht. Aber eine solide Finanzplanung erhöht die Wahrscheinlichkeit Ihres Erfolgs ganz wesentlich. Bevor Sie nun Kredite oder Existenzgründerdarlehen beantragen, stellen Sie sich auf jeden Fall die beiden wichtigen Fragen: 1. Wie viel Kapital benötigen Sie zur Unternehmensgründung? 2. Woher soll es kommen? Aber diese Überlegung allein reicht noch nicht aus. Erstellen Sie einen möglichst detaillierten Kapitalbedarfsplan und eine Liquiditätsrechnung. Unterscheiden Sie hierbei grundsätzlich zwischen zwei Arten von Kapitalbedarfsplanung: Investitionsplan (langfristiger Kapitalbedarf): Hierzu zählt vor allem Ihre Firmenausstattung mit Immobilien, Maschinen, Fuhrpark und Büroausstattung. Liquiditätsplan (kurzfristiger Kapitalbedarf): Das sind vor allem Ihre Betriebsmittel wie Betriebsstoffe und -hilfsmittel, Waren, Vorräte, Rohstoffe und Personalkosten, also alle laufenden Betriebsausgaben. Rechnen Sie hier großzügig und planen Sie Reserven ein: Denn wenn Sie schon bald aufgrund einer zu knappen Kalkulation an Liquiditätsengpässe kommen, kann dies schon zum Aus Ihres Unternehmens führen, bevor es überhaupt richtig in Fahrt gekommen ist. Stellen Sie in Ihrem Kapitalbedarfsplan übersichtlich dar, zu welchem Zeitpunkt welcher Kapitaleinsatz nötig ist. Oftmals wird nur eine jährliche Übersicht erstellt. Empfehlenswert besonders in der Startphase Ihres Unternehmens ist jedoch eine monatliche Aufstellung der zu erwartenden Zahlungen. Unterscheiden Sie hier fixe und variable Kosten. Fixe Kosten sind alle wiederkehrenden, in der Höhe des Betrages annähernd gleich bleibenden Kosten. Hierzu gehören Miete und Mietnebenkosten, Löhne und Gehälter, Versicherungsprämien, Verbands- und Kammerbeiträge und Telefongrundgebühren. Variable Kosten sind in ihrer Höhe unterschiedlich und auch der Zeitpunkt des Kostenanfalls ist unterschiedlich. Typische Vertreter variabler Kosten sind Waren- und Materialeinsatz sowie Herstellung und Vertrieb.

2 Berücksichtigen Sie bei den fixen Kosten auch Ihren Unternehmerlohn in angemessener Höhe und vergessen Sie nicht die für die Finanzierung selbst anfallenden Zins-, Leasing- und Tilgungsraten. Halten Sie die für die Unternehmensgründung anfallenden Startinvestition möglichst niedrig. Solange noch nicht mit stetigen und sicheren Einnahmen zu rechnen ist, können hohe auflaufende monatliche Belastungen schnell das Ende Ihrer finanziellen Möglichkeiten bedeuten. Differenzieren Sie also zwischen für die Unternehmensgründung unbedingt notwendigen Investitionen und solchen, die möglicherweise verzichtbar oder»nice-to-have«sind, und Investitionen, die auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können und Kosten verursachen, die Sie in der Gründerphase über die Maßen belasten. Wenn Sie auf diese Weise Ihren gesamten Kapitalbedarf ermittelt haben, können Sie abschätzen, wie sich Ihre Unternehmensfinanzierung zusammensetzen kann. Eigenkapital Grundlage jeder Finanzierung und auch Ihrer Existenzgründung muss Eigenkapital sein. Eigenkapital hat folgende Funktionen: Sicherheits- und Risikopolster: Eine gesunde Ausstattung mit Eigenkapital stellt sicher, dass nicht schon geringe Verluste oder kleinere unvorhersehbare Ereignisse zu einer Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung und zur Insolvenz Ihres Unternehmens führen. Kreditwürdigkeit: Eigenkapital ist bei Kapitalgebern unter anderem ein Indiz für Ihre Kreditwürdigkeit. Je mehr Eigenkapital Sie einsetzen und je höher dessen Anteil an der Gesamtinvestition ist, desto besser ist Ihre Position bei Kreditverhandlungen, da Geldgeber nur einen möglichst begrenzten Anteil des unternehmerischen Risikos übernehmen wollen. Haftungs- und Verlustübernahmefunktion: Eigenkapital nimmt je nach Rechtsform des Unternehmens am Gewinn und Verlust teil (Eigenkapital ist somit Chancen- und Risikokapital). Finanzierungsfunktion: Eigenkapital steht unbegrenzt und unbefristet als Dauerkapital zur Verfügung. Das bedeutet, es muss nicht wie Fremdkapital zurückgezahlt werden. Eigenkapital ist meist auf die unmittelbaren Einlagen der Kapitalgeber bezogen. Bei stark wachstums- und ertragsorientierten Gründungsvorhaben mit hohem Kapitalbedarf ist in der Regel ein dementsprechend hoher Eigenkapitalanteil erforderlich. Dieser kann von den Gründern meist nicht aufgebracht werden. Durch die Aufnahme weiterer Gesellschafter (z.b. Beteiligungsgesellschaften, Business Angels) wird eine weitere Kapitalzufuhr ermöglicht. Auch dieses Kapital stellt Eigenkapital dar. Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung Eigenkapital FINANZIERUNG Fremdkapital Einlagen der Gründer Venture Capital Finanzierung aus Gewinn (= Selbstfinanzierung) Darlehen der Hausbank öffentliche Förderung Leasing Die für eine Investition erforderlichen Geldmittel werden unterteilt in Eigen- und Fremdkapital. öffentliche Förderkredite/ Existenzgründerdarlehen öffentliche Zuschüsse

3 Wer staatliche Finanzhilfen in Anspruch nehmen will, muss Eigenkapital in angemessenem Umfang einsetzen. In Abhängigkeit von der Art der Unternehmensgründung, dem Kapitalbedarfsplan und dem Finanzierungsumfang werden hier zwischen 10 und 25 Prozent vorausgesetzt. Venture Capital Venture Capital, auch Risikokapital genannt, hat in den letzten Jahren zunehmend Bedeutung als Instrument der Unternehmensfinanzierung, insbesondere im Bereich der Firmenneugründungen gewonnen. Venture-Capital-Gesellschaften stellen in Form einer Beteiligung dem Unternehmen Haft- und Risikokapital auf Zeit zur Verfügung. Neben haftendem Eigenkapital stellen Venture- Capital-Gesellschaften Unternehmen auch Beratungsleistungen, meist in betriebswirtschaftlichen Fragen, zur Verfügung. Sie stehen Ihnen schon in der Planung und Organisation Ihres Unternehmens zur Seite und unterstützen Sie konzeptionell. Als Kompensation für das erhebliche unternehmerische Risiko, das Venture-Capital-Gesellschaften eingehen, erwarten sie eine angemessene Rendite auf ihr eingesetztes Kapital. Da in den Anfangsjahren nicht mit auszuschüttenden Erträgen zu rechnen ist, konzentrieren sich die Kapitalgeber auf ein schnelles Wachstum des Unternehmenswertes. Im Rahmen des Verkaufs der Beteiligung, des so genannten Exits, wird die erwartete Rendite realisiert. Der Exit, also die Beendigung der Wagniskapitalbereitstellung, kann wie folgt ablaufen: 1. Die Beteiligung wird an einen Dritten veräußert. 2. Das Unternehmen wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und anschließend an die Börse gebracht. 3. Das Unternehmen kauft die Venture-Capital-Beteiligung selbst zurück. Informationen über Kapitalbeteiligungs- und Venture-Capital-Gesellschaften der Sparkassen-Finanzgruppe erhalten Sie bei Ihrem Berater Ihrer Sparkasse oder Landesbank. Fremdkapital Nachdem Sie Ihre Eigenmittel und Eigenleistungen zusammengestellt haben, werden Sie feststellen, dass Sie zur vollständigen Finanzierung Ihres Vorhabens noch weiteres Kapital benötigen. In den meisten Fällen erfordert die Gründung eines Unternehmens einen Kapitaleinsatz, der die eigenen finanziellen Mittel und Möglichkeiten übersteigt. Hier ist Fremdkapital erforderlich. Auch aus einem anderen Grund kann eine Mischung von Eigen- und Fremdkapital sinnvoll sein: Wenn der Zinssatz für die Fremdmittel niedriger ist als die aus der Investition voraussichtlich zu erwirtschaftende Rendite, ergibt sich aus dem Einsatz von Fremdkapital eine Hebelwirkung, die die Rentabilität des Eigenkapitals erhöht. In solchen Fällen kann es durchaus sinnvoll sein, trotz vorhandenen Eigenkapitals und Liquiditätsreserven einen Teil der Finanzierung mit Fremdkapital zu bestreiten. Die wesentlichen Formen von Fremdfinanzierung, die für Sie als Existenzgründer infrage kommen, sind in der Regel: Kreditfinanzierung (Kreditinstitute; öffentliche Hand) Leasing Kreditfinanzierung Investitionskredit: Investitionskredite dienen der Finanzierung des Anlagevermögens (Immobilien, Maschinen, Fuhrpark usw.). Ihre Laufzeit ist mittel- bis langfristig (vier bis 20 Jahre) und orientiert sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Finanzierungsobjekts. Die übliche Nutzungsdauer entnehmen Sie den zu steuerlichen Zwecken aufgestellten Abschreibungstabellen der Finanzverwaltung. Bei Annuitätendarlehen bleibt die Summe der Belastungen aus Zinsen und Tilgungsraten (Kapitaldienst) über die gesamte Laufzeit des Kredits gleich. Beim Ratendarlehen hingegen ändert sich der Betrag, den Sie monatlich für Zins und Tilgung aufwenden müssen. Er ist in den ersten Jahren hoch und nimmt zum Ende der Darlehenslaufzeit hin kontinuierlich ab. Dies entspricht in der Regel auch dem Verlauf der Ertragskurve von Investitionen: höhere Erträge in den ersten Jahren und sinkende Erträge in den Folgejahren.

4 Öffentliche Förderkredite sind in der Regel Ratendarlehen, die auch tilgungsfreie Jahre beinhalten. Kontokorrentkredit: Der Kontokorrentkredit wird auf einem laufenden Konto dem Kontokorrentkonto bereitgestellt. Dieses Konto dient der laufenden Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Über dieses Konto werden alle Geldeingänge und -ausgänge gebucht und abgewickelt (z.b. Überweisungen, Lastschriften, Schecks und Daueraufträge). Bis zu einer vereinbarten Höhe kann das Kontokorrentkonto überzogen und der Kontokorrentkredit somit flexibel abgerufen werden. Zinsen werden hierbei nur für die tatsächlich in Anspruch genommene Summe und die jeweilige Dauer der Inanspruchnahme berechnet. Der Kontokorrentkredit soll nur als kurzfristiges Mittel zur Finanzierung des Umlaufvermögens herangezogen werden. Ein häufiger Fehler ist die Nutzung des Kontokorrentkredites zur Investitionsfinanzierung. Leasing Nicht immer ist der Kauf von Wirtschaftsgütern tatsächlich die betriebswirtschaftlich sinnvollste Variante. Für viele Unternehmen steht vielmehr der Gebrauch eines Investitionsgutes im Vordergrund und nicht sein Eigentum. Leasing ist die Gebrauchsüberlassung eines Investitionsgutes auf Zeit gegen Entgelt. Als Alternative zum Kauf oder Kredit bietet Leasing zahlreiche Vorteile: Es schont die Liquidität und schafft Freiräume für weitere Investitionen, da die Beleihungsgrenzen unberührt bleiben. Zudem zahlt der Leasing-Nehmer nur für den Gebrauch der Sache und das oft aus den Erträgen, die mit dem Leasing-Objekt erwirtschaftet werden. Die Leasing- Raten sind über die gesamte Laufzeit fest und für den Kunden eine gute Kalkulationsgrundlage. Unter steuerlichen Aspekten ist Leasing interessant, da der Leasing-Nehmer die Leasing- Raten in der Regel als Betriebsausgaben absetzen kann. Leasing ist bilanzneutral und erfährt durch die Diskussion um die neuen Eigenkapitalrichtlinien, bekannt unter dem Stichwort»Basel II«, weiteren Auftrieb. Nicht nur Großunternehmen, auch kleine und mittlere Betriebe sowie Privatpersonen entdecken zunehmend Leasing für sich. Leasing weicht oft vom Standard ab. Komplexe Anforderungen der Kunden können in maßgeschneiderte Verträge übertragen werden, denn Leasing ist ein flexibles Instrument. Eine unternehmensweit eingesetzte betriebswirtschaftliche Software kann ebenso wenig über einen Vertrag aus der Konserve abgehandelt werden wie das Management eines kompletten Firmenfuhrparks. Ähnlich sieht es auf der Objektseite aus. Leasing ist in Deutschland vor allem durch seine Verbreitung im Auto-Leasing bekannt über 50 Prozent aller Leasing-Objekte sind Fahrzeuge. Aber auch die Hard- und Software oder Produktionsmaschinen sind weit verbreitete Leasing-Güter. Diese so genannten»normalen«objekte stellen die Mehrzahl aller Engagements. Dennoch gehen die Möglichkeiten weit darüber hinaus. Viele Investitionen in auf den ersten Blick für Leasing ungewöhnliche Objekte können über diese Finanzierungsleistung realisiert werden. Die Leasing-Gesellschaften investieren inzwischen auch in Heißluftballons, Bundesligaanzeigetafeln oder Achterbahnen. Als weitere Komponente spielen umfangreiche Service- und Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Leasing-Objekt eine zunehmend größere Rolle. Zur Sparkassen-Finanzgruppe gehören mehrere Leasing- Gesellschaften, die das nötige Know-how für ein deutschlandoder europaweites Angebot im Leasing bereithalten. Die Firmenkundenbetreuer der Sparkasse können Ihnen mit dem Produkt Sparkassen-Leasing selbstständig ein passendes Angebot erstellen. Bei komplexeren Vertragsgestaltungen stehen Ihnen im Beratungsgespräch auch die Experten der Leasing- Gesellschaften zur Seite. Öffentliche Finanzierungshilfen Für Existenzgründer gilt: Denken Sie bei Ihrer Gründung unbedingt an Förderprogramme, die Ihnen den Start in die Selbstständigkeit erleichtern können. Gemeinden, Landkreise, Bundesländer, Bundesministerien, europäische Institutionen, Kammern und Verbände, Sparkassen und Banken, Stiftungen und weitere Einrichtungen: Sie alle stellen eine breite Palette an Fördermitteln für Exis-

5 tenzgründer bereit. Diese reichen von zinsgünstigen Darlehen über Zuschüsse für Investitionen, günstige Gewerberäume und Grundstücke bis hin zu Prämien für gute Abschlussprüfungen. Ebenso gibt es kostenlose oder bezuschusste Beratung und Betreuung und eine befristete Sicherung des Lebensunterhalts. Die Finanzierungshilfen der öffentlichen Hand (Bund, Länder) sind im Wesentlichen strukturelle und regionale Maßnahmen in Form von zinsgünstigen Krediten öffentlichen Zuschüssen Schwerpunkt der Fördermaßnahmen ist aber der Kredit mit langer Laufzeit, niedrigen Zinsen und tilgungsfreien Jahren. örtliche Sparkasse, die aufgrund ihrer großen Erfahrungen mit Existenzgründungen und dem Mittelstand über beste und vor allem aktuelle Kenntnisse verfügt. Hauptförderer mit öffentlichen Förderkrediten auf Bundesebene ist die KfW-Mittelstandsbank. Zusätzlich bieten regionale Förderbanken in den einzelnen Bundesländern Fördermittel aus öffentlichen Förderprogrammen an. Die Anträge für diese öffentlichen Fördermittel stellen die Sparkasse bzw. Bank und der Existenzgründer gemeinsam. Voraussetzung für die Vergabe der öffentlichen Förderkredite ist eine positive Einschätzung des Gründungsvorhabens und der Unternehmerpersönlichkeit durch die Sparkasse oder Bank und durch das Förderinstitut. Gefördert werden neben Existenzgründungen auch Übernahmen eines bestehenden Betriebs sowie tätige Beteiligungen an einem bestehenden Betrieb (Kaufpreis bzw. Beteiligungspreis). Übrigens: Auf Dauer ausgerichtete nebenberufliche Gründungsvorhaben können zwar finanziert werden, aber sie werden in der Regel nicht gefördert. Für das Antragsverfahren benötigen Sie folgende Unterlagen und Voraussetzungen: Geschäftsplan/Businessplan: Mit dem ausgearbeiteten Geschäftsplan legen Sie Ihre Idee dar und zeigen schlüssig das Konzept Ihrer Unternehmensgründung. Eine konkrete Hilfe zur Erstellung des Geschäftsplans haben Sie mit diesem Handbuch in der Hand. Zuschüsse werden meist nur für innovative Gründungsvorhaben mit entsprechenden Forschungs- und Entwicklungssowie Markteintrittsaufwendungen vergeben. In jedem Bundesland erfolgt die Vergabe von Fördermitteln unterschiedlich und ist einem ständigen Wandel unterworfen. Die Kriterien für die Vergabe und Bewilligung sind ebenso unterschiedlich. Daher ist es auf jeden Fall ratsam, sich von kompetenter Seite beraten zu lassen. Hilfreich sind hier die örtlichen Industrie- und Handelskammern oder die Handwerkskammern. Rat geben aber auch die lokalen Ämter für Wirtschaftsförderung, Unternehmensberatungen oder Ihre Investitions- und Finanzierungsplan: Hier ist es wichtig, schlüssig darzulegen, wie Sie Ihre geplanten Investitionen finanzieren wollen. Sie sollten außerdem dokumentieren, dass Sie bereit sind, Eigenkapital in Ihr Unternehmen einzubringen. Rentabilitätsrechnung: Ihre Existenzgründung sollte nachhaltig Erfolg haben und Ihnen neben Ihrem Lebensunterhalt auch die Rückzahlung eventuell aufgenommener Kredite ermöglichen. Das belegen Sie am besten mit der Rentabilitätsvorschau Ihres Geschäftsplans. Qualifikationsnachweis und Fachgutachten: Mit diesen Unterlagen weisen Sie nach, dass Sie für Ihre Unternehmensgründung qualifiziert sind.

6 Zeitpunkt des Förderantrags: Beachten Sie, dass die Anträge auf öffentliche Förderung bereits vor der eigentlichen Gründung gestellt werden müssen. Sprechen Sie also bei Ihrem Schritt in die Selbstständigkeit mit Ihrer Sparkasse nicht nur in Sachen Finanzierung. Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe finanzieren heute schon jede zweite Existenzgründung. Und sie verfügen aus ihrer langjährigen Beratungspraxis über die Fachkompetenz, die Ihnen den Start in die Selbstständigkeit erleichtert. Typische Finanzierung mit Förderprogrammen Mikrodarlehen bzw. StartGeld Ein geringer Finanzierungsbedarf kann vollständig durch das Mikrodarlehen (bis Euro) oder das StartGeld (bis Euro) der KfW-Mittelstandsbank gedeckt werden. Alternative für größere Finanzierungssummen: Unternehmerkapital ERP-Kapital für Gründung (Unternehmensalter 0 bis 2 Jahre) Jeder Gründer sollte, wenn er Unternehmerkapital nutzen will, in den alten Ländern mindestens 15 Prozent und in den neuen Ländern mindestens 7,5 Prozent seiner gesamten Finanzierungssumme durch Eigenmittel abdecken können. Bei Festigungsinvestitionen in den neuen Ländern und Berlin können hier unter bestimmten Voraussetzungen maximal 75 Prozent der Finanzierungssumme erreicht werden. Da Gründer meist deutlich mehr Eigenkapital für die gesamte Finanzierung benötigen, als sie selbst aufbringen können, stockt das Unternehmerkapital ERP-Kapital für Gründung das Eigenkapitaldepot auf maximal 40 Prozent der Finanzierungssumme auf. KfW-Unternehmerkredit Mit dem Unternehmerkredit können nun bis zu 75 Prozent der Finanzierungssumme abgedeckt werden. Liegt die Finanzierungssumme nicht über 1 Mio. Euro, können sogar 100 Prozent der Finanzierungssumme erreicht werden. Hausbankdarlehen Sollte im Finanzierungsplan noch eine Lücke entstehen, so wird diese durch ein Hausbankdarlehen geschlossen. Auskünfte erteilen die Kreditinstitute bzw. die KfW. Hotline der KfW-Mittelstandsbank:

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