Unversteuerte Vermögen Das Netz wird enger. Private Banking

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1 Unversteuerte Vermögen Das Netz wird enger Private Banking

2 Die österreichische Bundesregierung hat im August 2010 im Einklang mit internationalen Bestrebungen zahlreiche Beschlüsse bezüglich einer verschärften Gangart gegenüber Steuersündern gefasst. Erklärtes Ziel ist eine effektivere Bekämpfung von Steuerhinterziehung sowie die Schließung von Steuerschlupflöchern. Seit dem 1. Jänner 2011 sind diese Verschärfungen des Finanzstrafgesetzes in Kraft. Es kann davon ausgegangen werden, dass ein hoher Anteil an unversteuertem Vermögen in den klassischen internationalen Finanzzentren liegt. Aufgrund der geographischen Nähe dürften zahlreiche Österreicher insbesondere in der Schweiz unversteuertes Vermögen gebunkert haben. Solche Anleger sollten sich vor dem Hintergrund der aktuellen internationalen Entwicklungen im Bereich des Informationsaustausches die Frage stellen, ob nicht der Weg einer Selbstdeklaration beschritten sowie das Vermögen zurück nach Österreich repatriiert werden soll. Erhöhung der EU-Quellensteuer in der Schweiz Ein weiteres Argument für eine baldige Selbstanzeige in Österreich ist die sogenannte EU-Quellensteuer, welche die Schweizer Banken auf Basis der EU-Zinsenrichtlinie auf Zinsen erheben und an den ausländischen Fiskus in anonymisierter Form abführen. Die EU-Quellensteuer beträgt seit 1. Juli Prozent und bedeutet für nicht offengelegte Einkünfte, dass die jeweiligen Zinsen mit 35 Prozent belastet werden. Zu beachten ist, dass durch diesen Abzug anders als bei der österreichischen Kapitalertragsteuer mit dem niedrigeren Satz von 25% die österreichische Einkommensteuer und die Erklärungspflicht der Zinsen gegenüber dem österreichischen Fiskus nicht abgegolten ist. Neues Doppelbesteuerungsabkommen Österreich-Schweiz Das neue Zusatzprotokoll zum Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Österreich ist am 1. März 2011 in Kraft getreten und ist anzuwenden für Veranlagungsjahre ab Darin ist nunmehr geregelt, dass die Schweizer Banken bei einer konkreten Anfrage vonseiten des österreichischen Finanzministeriums über alle Konten von Steuerpflichtigen aus Österreich Auskunft geben müssen. Die Anfrage muss Namen und Adresse des Steuerpflichtigen und Namen und Adresse der mutmaßlichen Schweizer Bank beinhalten. Dabei reicht eine voraussichtliche Erheblichkeit für die Steuerbemessung in Österreich, damit die Schweizer Banken Auskunft erteilen müssen. Keine Voraussetzung ist also, dass bereits ein Strafverfahren in Österreich eingeleitet worden ist. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass bisher unversteuertes Vermögen durch die Behörden aufgedeckt wird.

3 Milde Strafen für Steuersünder sind vorbei Mit der Finanzstrafgesetznovelle 2010 wurde der neue Straftatbestand des Abgabenbetrugs normiert, welcher primär mit Freiheitsstrafe und zusätzlich mit einer Geldstrafe geahndet werden kann. Abgabenbetrug liegt vor, wenn vorsätzlich mehr als EUR an Steuern verkürzt werden und diese Verkürzung unter Verwendung falscher oder verfälschter Urkunden/Daten/Beweismittel oder unter Verwendung von Scheingeschäften oder Scheinhandlungen bewirkt wird. Schematisch lassen sich die Sanktionen für Finanzvergehen ab 1. Januar 2011 wie folgt darstellen: Thema Art der Strafe Höhe der Strafe Mögliche Strafen bei einer fahrlässigen Abgabenverkürzung Geldstrafe max. 1-facher Verkürzungsbetrag Mögliche Strafen bei Abgabenhinterziehung primäre Geldstrafe max. 2-facher Verkürzungsbetrag ausnahmsweise zusätzlich Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahre Mögliche Strafen bei gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung (insb. bei jährlich wiederkehrenden Verkürzungen) primäre Geldstrafe ausnahmsweise zusätzlich Freiheitsstrafe max. 3-facher Verkürzungsbetrag bis zu 5 Jahre Mögliche Strafen bei Abgabebetrug primäre Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahre ev. zusätzlich Geldstrafe bis zu EUR 2,5 Mio.

4 Eine baldige Selbstanzeige lohnt sich! Eine baldige Selbstanzeige lohnt sich! Seit Januar 2011 sind rechtzeitige Selbstanzeigen somit Eine umso baldige wichtiger, Selbstanzeige da die Finanzbehörden lohnt die Steuersünder sich! wegen des neuen Doppelbesteuerungsabkommens schneller ausfindig machen können und zudem die verschärfte Gangart bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung umgesetzt wird. Wird das Vermögen rechtzeitig - also bevor die Behörde Verfolgungshandlungen setzt beziehungsweise bevor die Tat entdeckt und dies dem Steuerpflichtigen bekannt ist oder eine Außenprüfung beginnt - mittels einer Selbstanzeige deklariert, ist das eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Der österreichische Staat bekommt Steuern, die Betroffenen kommen ohne Strafen und ohne unangenehmes Finanzstrafverfahren davon und können danach mit reinem Gewissen leben. Wann verjähren Steuerdelikte? Wichtig ist zu wissen, dass die viel gehörte Aussage, dass Steuerdelikte auch strafrechtlich nach sieben beziehungsweise neu nach zehn Jahren ohnehin verjähren, ein Irrtum ist. Das Finanzstrafrecht regelt die Verjährung eigenständig, unabhängig von der steuerlichen Verjährung. Steuerdelikte verjähren grundsätzlich nach fünf Jahren. Strafrechtliche Verjährung kann aber nur dann eintreten, wenn während der 5-jährigen strafrechtlichen Verjährungsfrist keine weiteren vorsätzlichen Steuerdelikte begangen werden. Jedes später begangene vorsätzliche Steuerdelikt führt daher dazu, dass auch die alten Delikte nicht verjähren. Entscheidend ist, dass die Selbstanzeige wirklich vollständig ist, das heißt alle bisherigen Steuervergehen einschließt. In diesem Fall sind grundsätzlich die hinterzogenen Steuern der letzten 10 Jahre (beginnend mit dem Jahr 2003) und zusätzlich eine Verzinsung der geschuldeten Steuerbeträge nachzubezahlen. Experten haben anhand von Erfahrungsdaten errechnet, dass die Steuersünder für die Sanierung der Vergangenheit in der Regel fünf bis zwölf Prozent ihres nicht deklarierten Vermögens an Steuern nachzahlen müssen.

5 Wir vermitteln Ihnen gerne den Kontakt zu einem spezialisierten Steuerberater! Falls Sie bei der Deklarierung von bisher unversteuertem Vermögen oder unversteuerten Erträgen Unterstützung benötigen, schlagen wir Ihnen folgendes Verfahren vor: Schritt 1 Wir vermitteln den Kontakt zu einem spezialisierten Steuerberater. Dieser wird eine erste, grobe Übersicht über die Konsequenzen (Kosten, Zeitbedarf) einer Selbstanzeige erstellen. Schritt 2 In einem zweiten Schritt werden vom Steuerberater alle Kontobewegungen über einen Zeitraum von maximal 11 Jahren mit dem Ziel analysiert, die Gesamtsumme der hinterzogenen Steuern zu erheben. Schritt 3 Im letzten Schritt wird das Steuerverfahren durch den mandatierten Steuerberater abgewickelt, das heißt einerseits die Verfehlung schriftlich dargelegt und andererseits die Bemessungsgrundlagen offen gelegt, so dass die Behörde nach entsprechender Prüfung der Angaben umgehend die Abgaben festsetzen kann. Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG verfügt über ein umfassendes Netzwerk an spezialisierten Steuerberatern. Wir empfehlen grundsätzlich das Thema Repatriierung von Auslandsvermögen nicht mit dem eigenen Steuerberater zu besprechen, sondern einen spezialisierten Steuerberater zu mandatieren. Dies einerseits darum, weil eine Selbstanzeige normalerweise nicht zum Standardgeschäft eines Steuerberaters zählt und andererseits auch, weil die künftige Zusammenarbeit mit dem eigenen Steuerberater gefährdet sein könnte, wenn man sich im Laufe der Analyse gegen die Selbstanzeige - aus welchen Gründen auch immer - entscheidet. Falls Sie die Repatriierung von Auslandsvermögen beschäftigt, stehen wir Ihnen gerne für ein Erstgespräch unter der Telefonnummer zur Verfügung. Keine Rolle spielt dabei, ob Sie bereits Kunde unserer Bank sind.

6 Über die Zürcher Kantonalbank Österreich AG Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist eine traditionsreiche Privatbank mit Sitz in Salzburg und einer Niederlassung in Wien. Die Kernkompetenzen liegen in der aktiven Vermögensberatung und in der individuellen Vermögensverwaltung für anspruchsvolle Privatkunden und Stiftungen. Professionelle Beratung, gelebte Individualität sowie partnerschaftliche Kundenbeziehungen sind die Eckwerte der Zürcher Kantonalbank Österreich AG. Starken Rückhalt und Sicherheit gibt der Mutterkonzern, die Zürcher Kantonalbank. Impressum Herausgeber Zürcher Kantonalbank Österreich AG Getreidegasse Salzburg Internet: Firmenbuch: FN 58966s, LG Salzburg Stand: Januar 2012 Copyright: Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks, des Vortrags, der Entnahme von Abbildungen und Tabellen, der Funksendung, der Mikroverfilmung oder der Vervielfältigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten. Eine Vervielfältigung dieses Werkes oder von Teilen dieses Werkes ist auch im Einzelfall nur in den Grenzen der gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes in der jeweils gültigen Fassung zulässig. Zuwiderhandlungen können den Strafbestimmungen des Urheberrechtsgesetzes unterliegen. Konzession: Der Zürcher Kantonalbank Österreich AG wurde per Konzessionsbescheid vom durch das Bundesministerium für Finanzen eine Vollbankenkonzession erteilt. Zuständige Aufsichtsbehörde: Finanzmarktaufsicht, Otto-Wagner-Platz 5, 1090 Wien. Einlagensicherung: Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist Mitglied der Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH, Börsegasse 11, 1013 Wien. Dieses Informationsschreiben ist eine Marketingmitteilung. Die hierin geäußerten Meinungen geben unsere aktuelle Einschätzung wieder, die sich auch ohne vorherige Bekanntmachung ändern kann. Alle in dieser Marketingmitteilung enthaltenen Angaben und Informationen wurden von der Zürcher Kantonalbank Österreich AG oder Dritten sorgfältig recherchiert und geprüft. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität können jedoch weder die Zürcher Kantonalbank Österreich AG noch diese Dritten die Gewähr übernehmen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass allfällige in dieser Marketingmitteilung enthaltenen Empfehlungen allgemeiner Natur sind und keinesfalls als Beihilfe oder Aufforderung zur Steuerhinterziehung zu verstehen. Vielmehr weisen wir den Leser ausdrücklich darauf hin, dass die bestehenden Steuerpflichten vollumfänglich einzuhalten und zu befolgen sind. Steuerhinterziehung ist strafbar. Diese Marketingmitteilung darf ohne vorherige Zustimmung von Zürcher Kantonalbank Österreich AG weder elektronisch noch gedruckt vervielfältigt noch sonst in einer anderen Form verwendet werden.

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