Feuchtmittel im Offsetdruck INK ACADEMY

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1 INK ACADEMY Feuchtmittel im ffsetdruck

2 Feuchtmittel im ffsetdruck Farbe und Wasser im Dialog 2 Die Basis Wasser 3 Anforderungen an Feuchtmittelzusätze 4 Parameter im Feuchtmittel kontrollieren 5 Alkohol im Feuchtmittel 7 Korrosionsschutz in ffsetdruckmaschinen 7 Mikroorganismen im Feuchtmittel 8 Dosierung von Feuchtmittelzusätzen 8 Feuchtmittel-Abwasser aus Druckereibetrieben 8 Körnung: Feinheit der Poren und Rauigkeit der berfläche einer Druckplatte Emulsion: Gemisch aus zwei eigentlich nicht mischbaren Flüssigkeiten, fein verteilt, ohne Entmischungsanzeichen Grenzflächenspannung: Kräfte, die zwischen berflächen von Substanzen auftreten, die in unterschiedlicher Form vorliegen fest, flüssig, gasförmig Farbe und Wasser im Dialog Der ffsetdruck ist das einzige Druckverfahren, das mit zwei Flüssigkeiten auf der Druckform arbeitet. Dabei bleibt die eine, die zähflüssige Farbe, nach dem Druckvorgang sichtbar. Die andere wird nur durch Fehlerbilder im Druck sichtbar. So betrachtet, rückt das Feuchtmittel aus seiner scheinbaren Unbedeutsamkeit immer nur dann heraus, wenn es nicht gut funktioniert. Wasserführende Partien Farbführende Partien H H H Anziehen des Wassers H Wasser Al-xid Metall Farbe Farbe R R R R Abstoßen der fettigen Farbe Farbe Farbe R R R R R R R R R R R R Kopierschicht Al-xid Metall Anziehen der fettigen Farbe Abb. 1: Schematische Darstellung der Benetzungs phänomene R = organische Molekülgruppe H = wasserfreundliche Stoffgruppen H = H 2 = Wasser Abstoßen des Wassers Die wasserführende Schicht auf einer lithographischen Druckplatte ist porös und besteht aus eloxiertem (elektrochemisch oxidiertem) Aluminium. Der Druckplattenhersteller bestimmt im Herstellungsprozess die Dicke dieser Schicht, die Feinheit der Körnung und damit die sogenannten Wasserführungseigenschaften der Druckplatte. Diese Eigenschaften müssen an den bildfreien Stellen vom Feuchtmittel in optimaler Weise bedient werden, um Anhaften von Farbe auf der Aluminiumoxidschicht zu verhindern. Folglich kann von den wasserführenden Partien der Druckplatte keine Farbe an das Drucktuch übertragen werden. Die schematische Darstellung zeigt das Prinzip, vernachlässigt aber die komplexen Vorgänge von Emulsion und Grenzflächenspannung. Auf den Bildstellen der Platte hingegen haftet das Wasser nicht oder nur unzureichend. Die Einfärbung kann ungehindert erfolgen und eine saubere Trennung zwischen druckenden und farbfreien Stellen ist die Folge. 2

3 Die Basis Wasser Wasser, so wie es aus dem Wasserhahn fließt, ist ein regional sehr unterschiedlich zusammengesetztes Gemisch. Es besteht aus der chemisch definierten Verbindung von zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom, plus einer variablen Menge an gelösten Substanzen. Unter den gelösten Verbindungen stellen die Gase und Salze den größten Anteil. Manche von diesen Inhaltsstoffen des Wassers können negative Auswirkungen auf den ffsetdruck haben, andere schaffen Voraussetzungen, die man bei der Zugabe von Feuchtmittelkonzentraten berücksichtigen sollte. Es ist daher ratsam, einige Parameter des Leitungswassers zu prüfen. Bestimmte Werte geben uns Aufschluss über die Eignung des Leitungswassers für die Anwendung im lithographischen Prozess. Bezeichnung Erläuterung Zielwert Gesamthärte in dh Hat Einfluss auf die Wasserbalance und bei sehr niedrigen Werten wurden schon Probleme mit der oxidativen Farbtrocknung und Druckplattenoberflächen 8-12 dh beobachtet. Hohe Werte nicht erwünscht, wegen des Risikos des Blanklaufens. Hydrogencarbonate in mg/l Entscheidet darüber, wie sauer ein Feuchtmittelkonzentrat sein muss, damit der ph-wert für die gewünschten Produktionsbedingungen auch erreicht wird. kein fest gelegter Zielwert Leitfähigkeit in µs/cm ph-wert Halogenid-Ionen, Sulfate, Nitrate Beschreibt die Menge an gelösten Ionen im Wasser. Hat Leitungswasser bereits sehr hohe Messwerte in der Leitfähigkeit, weist das auf eine hohe Salzfracht hin. Das kann in Einzelfällen bereits zu störenden Erscheinungen führen. Er ist ein einheitsloser Indikator für die Konzentration an Wasserstoff ionen in einer Flüssigkeit, der über den Charakter sauer oder alkalisch Auskunft gibt. Im Leitungswasser von geringer Bedeutung. Sind korrosive Ionen, die zum Schutz des Maschinenstahls bestimmte Werte nicht überschreiten sollten. Wichtig ist dies besonders bei Feuchtwerken, die systembedingt Aerosole verursachen (Sprüh- und Schleuderfeuchtwerke). kein fest gelegter Zielwert kein fest gelegter Zielwert < 20 mg/l Nitrat < 25 mg/l Chlorid < 50 mg/l Sulfat Wann bedarf es einer Wasseraufbereitung? In einigen Regionen schwanken die Messwerte über das Jahr hinweg so stark, dass es nicht möglich ist, sich zu jeder Zeit passend auf die Wasserqualität einzustellen. Manche Wasserversorgung findet über verschiedene Quellen statt (z.b. Seewasser und Grundwasser, je nach Verfügbarkeit) und die oben genannten Messwerte machen mehrmals täglich große, unvorhersagbare Sprünge. In diesen Fällen, oder wenn einer der o.g. Grenzwerte überschritten ist, sollte eine Wasseraufbereitung in Betracht gezogen werden. Die Erfahrung zeigt, dass eine Wasserenthärtung mit anschließender Umkehr-smose und kontrollierter Rückaufhärtung die zuverlässigsten Ergebnisse Grad deutsche Härte produziert. 1 Grad deutsche Härte (1 dh) entspricht einer Menge von gelösten mg Kalziumoxid (Ca) pro Liter Wasser, oder 17,85 ppm. Der Wert beschreibt zuverlässig, wieviel Kalzium zurückbleibt, wenn das Trägermedium Wasser verdunstet. Bereits bei Zimmertemperatur verdunstet Wasser leicht Die Abbildung zeigt die deutsche Skala der Gesamthärte von Wasser im Vergleich zu einer international gebräuchlichen Einheit, sehr weich weich mittelhart ziemlich hart hart sehr hart ppm Ca pro Liter zu weich tolerabel optimal bedingt geeignet zu hart Abb. 2: Härteskala deutsche Härte 3

4 Enthärtetes Wasser mit div. Salzen ohne Härtebildner (Calcium, Magnesium) Kationenaustauscher (Harz) Abb. 3: Prinzip der Enthärtung Reinwasser (50-75%) mit ca. 3% aller Salze smosemembrane Brauchwasser mit div. Salzen mit Härtebildnern (Calcium, Magnesium) Konzentrat (25-50%) mit ca. 97% aller Salze Brauchwasser mit div. Salzen ohne die Härtebildner Calcium und Magnesium den parts per million. Nur im grünen Bereich gilt ein problemfreies Arbeiten als gesichert. Die weißen und roten Bereiche raten dringend zu einer Wasseraufbereitung an. Vorteile einer Wasseraufbereitung In der Praxis lässt sich durchaus ein Einfluss von Wasserhärte und sonstiger Feuchtmittel-Qualitätsschwankung auf die Druckqualität beobachten. So ist zum Beispiel die Tonwertzunahme im Druck eine Größe, die deutliche Einflüsse durch Veränderungen im Feuchtmittel erfahren kann. Da die Tonwertzunahme bei der Standardisierung des ffsetdrucks eine der maßgeblichen Kenngrößen ist, die sich zwingend innerhalb gewisser Toleranzen bewegen muss, ist es wichtig, das Feuchtmittel ebenfalls zu standardisieren. Dazu wird nicht nur die entsprechende Mess- und Regeltechnik für die Dosierung von Feuchtmittelzusätzen benötigt, sondern auch eine konstante Qualität des Brauchwassers. Die Entscheidung für eine Wasseraufbereitung muss immer dann fallen, wenn das Ziel einer Standardisierung im Sinne der IS bis 5 angestrebt wird und das Brauchwasser bedingt geeignet oder von schwankender Qualität ist. Aufhärtung Darunter versteht man das Einbringen von Kalzium- oder Magnesiumionen in das zuvor behandelte Wasser. Enthärtetes Wasser kann in Regionen mit hartem Wasser durch Verschneiden mit Rohwasser aufgehärtet werden. Das nahezu pure Wasser aus der Umkehr-smose wird vor der Verwendung im ffsetdruck meist mit einem Aufhärtungsmittel auf die gewünschte Resthärte von 8 bis 12 dh gebracht. Wasseraufbereitungsverfahren sind in vielfältigen technischen Ausführungen erhältlich. Art und Ausführung der Wasseraufbereitungsanlage muss spezifisch für jeden Betrieb auf Anforderung und Bedarfsmenge an Brauchwasser ausgelegt werden. Lassen Sie sich dazu vom Fachmann beraten. Abb. 4: Prinzip der Umkehrosmose Anforderungen an Feuchtmittelzusätze Wirkung auf das Wasser Einstellung und langfristige Stabilisierung des ph-wertes Gezielte Einstellung der berflächenspannung Partielle Bindung der Härtebildner Wirkung im Maschinenbereich Verwendbar für möglichst viele Feuchtwerkstypen Schutz von Maschinenstahl, Walzen und Kunststoffen Sicherstellen einer optimalen Produktivität Wirkung auf Druckplatten Gute Benetzung der wasserführenden Partien Schnelles Freilaufen der Druckplatten Guter Schutz der Druckplatten vor Korrosion Wirkung auf ffsetdruckfarben Bildung einer stabilen Feuchtmittel-in-Farbe-Emulsion Schnelle Einstellung des Farb-/Feucht mittel-gleichgewichts Keine Beeinträchtigung der Farbtrocknung Wirkung auf den Bedruckstoff Kein Anlösen des Papierstrichs Keine Trennschicht hinterlassen, welche die Farbhaftung negativ beeinflussen könnte 4

5 Die Anforderungen dieser Liste werden mit einem Gemisch aus funktionellen chemischen Substanzen erfüllt. Die Funktionen der einzelnen Substanzen lassen sich in vier Hauptgruppen zusammenfassen: Pufferkomponenten sorgen für einen stabilen ph-wert im Feuchtmittel Plattenschutzkomponenten verbleiben nach dem Abtrocknen der Druckplatte auf der wasserführenden Schicht und erleichtern das schnelle Wiederanfeuchten Netzmittel stellen die berflächenspannung des Feuchtmittels ein und garantieren eine gleichmäßige Benetzung bei geringem Wasserbedarf Lösevermittler sorgen dafür, dass die Netzmittel mit dem Wasser mischbar sind und eine ausreichende Lagerfähigkeit des Feuchtmittelkonzentrats gegeben ist Parameter im Feuchtmittel kontrollieren Der ph-wert Als Maß für die Säurestärke eines Mediums geht die Skala von 0 bis 14. Der Bereich von 0 bis 7 ist als sauer, der Bereich von 7 bis 14 als alkalisch definiert. ph 7 stellt den Neutralpunkt dar. Eine Abfallen des ph-wertes um einen Zähler bedeutet eine Verzehnfachung der Säurestärke. Der ph-wert hat Einfluss auf verschiedene drucktechnisch relevante Größen. Der Bereich zwischen ph 5,0 und 5,3 hat sich im Zuge der Entwicklung des ffsetdruckverfahrens als drucktechnisch günstig erwiesen. In den USA sind jedoch auch Werte von 3,5 nicht selten und das Drucken funktioniert dort ph-wert Neutralpunkt auch. Allerdings haben sich die dortige Papier- und Farbindustrie auf diese niedrigen Werte eingestellt, denn der ph-wert hat starken Einfluss auf anorganische Metallverbindungen im Papierstrich und in der Druckfarbe. Andere Branchensparten, wie der Zeitungsdruck, arbeiten in den Vereinigten Staaten aus verschiedenen Gründen das Papier betreffend mit neutralen oder leicht alkalischen Feuchtmittelzusätzen. Man kann daraus ableiten, dass es unterschiedliche Möglichkeiten und Philosophien in dieser Angelegenheit gibt. Hier in Europa hat sich jedoch unter den Herstellern von Feuchtmittelkonzentraten der o.g. ph-wert-bereich manifestiert. Der Feuchtmittelzusatz muss bei einer möglichst festgelegten und konstanten Zusatzmenge den ph-wert auf den gewünschten Bereich einstellen und über längere Nutzungsdauer konstant halten. Aus diesem Grund sind Feuchtmittelzusätze gepuffert. drucktechnisch günstiger Bereich Konzentration der Wasserstoff-Ionen (mol/l) zunehmend sauer zunehmend alkalisch ph-wert (pondus hydrogenii) negativer dekadischer Logarithmus der Konzentra tion der Wasserstoff-Ionen Abb. 5: ph-wert und Säurekonzentration anorganische Metallverbindungen wie kalziumhaltige Bestandteile können sich aus dem Papierstrich lösen und zu Aufbauen führen oder das empfindliche Farb-/Wasser-Gleichgewicht stören. Zudem sind Trockenstoffe in der Druckfarbe betroffen. Sie können ihre Wirkung verlieren und die Trocknung der Druckfarbe so verlangsamen. Als gepuffert bezeichnet man wässrige Lösungen dann, wenn sie äußere Einflüsse abfangen, ohne dass der ph-wert sich merklich ändert. 5

6 Indikatorflüssigkeiten verändern ihre Farbe bei Zugabe von Säure oder Lauge. Es gibt verschiedene sogenannte Indikatoren, die bei bestimmten ph Werten von einer Farbe zu einer anderen Farbe umschlagen. Es müssen also zur Abdeckung der Kontrolle eines breiten ph Wertebereichs eine Vielzahl an verschiedenen Indikatortypen verwendet werden. Zur Messung des ph-wertes im Feuchtmittel stehen zwei Methoden zur Verfügung: Messstäbchen sind in vielfältigen Abstufungen und Ausführungen erhältlich. In allen Fällen handelt es sich um Papierstreifen, die mit Indikatorflüssigkeiten getränkt sind und nach Eintauchen in das Feuchtmittel durch Farbtonänderung auf den ph- Wert schließen lassen. Bei gepufferten oder gefärbten Systemen betragen die beobachteten Messfehler nicht selten 0,5 ph-einheiten oder mehr. Diese Methode eignet sich daher lediglich zur groben Prüfung und nicht zur genauen Messung. Die elektrische Messung mit ph-meter und geeigneter ph-elektrode ist sehr genau, auch dann, wenn die zu messende Flüssigkeit gepuffert oder gefärbt ist. Voraussetzung ist eine den Vorgaben entsprechende Lagerung, Pflege und Kalibrierung der Messkette. Die elektrische Leitfähigkeit Die vielfältigen Anforderungen an einen Feuchtmittelzusatz können nur dann ausreichend erfüllt werden, wenn die vorgeschriebene Zusatzmenge eingehalten wird. Die Messung der Leitfähigkeit gibt eine Aussage darüber, wie gut elektrische Ladungen in einer Lösung transportiert werden können. Mit zunehmender Menge an Feuchtmittelzusatz im Feuchtmittel steigt die elektrische Leitfähigkeit proportional an. Dieser Zusammenhang lässt die elektrische Leitfähigkeit als ideale Kontroll- und Steuergröße erscheinen. Der praktische Einsatz dieser Messmethode stößt jedoch an Grenzen, die dem Anwender bekannt sein sollten und beachtet werden müssen: Leitfähigkeit in µs/cm Abb. 6: Leitfähigkeitsdifferenzen bei unterschiedlicher Feuchtmittelchemie Während Feuchtmittelzusatz A laut Dosieranleitung mit vier Prozent 10 µs/cm Leitfähigkeit erreicht, ist der Zusatz B bei 650 µs/cm als Dreiprozenter korrekt dosiert. Aus dem Leitwert alleine lässt sich also keine produktunabhängige Qualitätsaussage ableiten. Feuchtmittelzusatz A Feuchtmittelzusatz B % Zusatz Jeder Feuchtmittelzusatz bringt aufgrund der jeweiligen Zusammensetzung eine eigene, spezifische Leitfähigkeit mit. Bei Wechsel des Feuchtmittelzusatzes ist in jedem Fall mit einer Veränderung des Leitwertes zu rechnen. Da auch Wasser verschiedene Salze enthält, ist die elektrische Leitfähigkeit des Feuchtmittels von der eingesetzten Wasserqualität abhängig. Schwankungen im Salzgehalt des Wassers führen zu Schwankungen in der Leitfähigkeit des Feuchtmittels. Bekanntlich ist Isopropanol in jedem Verhältnis wassermischbar. Allerdings erfolgt dabei keine Aufspaltung in Ionen wie bei den Salzen aus dem Puffersystem. Isopropanol kann elektrische Ladungen nicht transportieren und die elektrische Leitfähigkeit eines Feuchtmittels sinkt bei Zugabe von Alkohol. Während des Druckprozesses gelangen Fremdstoffe ins Feuchtmittel, welche die elektrische Leitfähigkeit erhöhen können (gelöste Anteile aus Pigmenten oder Papier strich) oder senken (Waschmittel, Bindemittel aus Druckfarben). Veränderungen der Temperatur des Feuchtmittels führen zu einer Veränderung der elektrischen Leitfähigkeit, auch wenn die Zusammensetzung sich nicht verändert hat. Je höher die Temperatur, desto höher die Beweglichkeit der Ionen respektive die Leitfähigkeit. 6

7 Bei Berücksichtigung dieser Einflussgrößen ist die Messung der elektrischen Leitfähigkeit zur Bestimmung der Zusatzmenge (im frisch angesetzten Feuchtmittel) sinnvoll. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die elektrische Leitfähigkeit, im Gegensatz zum ph-wert, keine eindeutig drucktechnisch relevante Kenngröße des Feuchtmittels darstellt. Alkohol im Feuchtmittel Isopropanol verdunstet zu großen Teilen während des Druckprozesses und gelangt mit negativen Auswirkungen für die Umwelt in die Atmosphäre. Die EG-Richtlinie zur Begrenzung der Emissionen an flüchtigen organischen Verbindungen (volatile organic compounds VC) 1999/13/EG hatte zum Ziel, die Lösemittel-Emission der Mitgliedsstaaten bis Ende ktober 2007 um 50% gegenüber 1990 zu reduzieren und führte zu einem kritischeren Umgang mit technischem Alkohol. Ähnliche und strengere Regularien gibt es bereits in anderen Ländern der Welt, in vielen Ländern ist der Einsatz von Isopropanol oder Ethanol im Feuchtmittel längst nicht mehr zulässig. Die Feuchtmittelzusätze für den alkoholfreien Druck enthalten spezielle Wirkstoffe zur Einstellung der berflächenspannung sowie zur Steuerung des Emulgier- und Transportverhaltens. Alkoholersatzstoffe sind schwer flüchtige, wassermischbare Substanzen, die bereits in sehr kleinen Konzentrationen das Freilaufen verbessern und die Feuchtmittelaufnahme der Farben begrenzen. Sie verzögern die Trocknung der Druckfarben nicht und sind nicht gesundheitsschädlich. Darüber hinaus sind sie für alle Druckplattenarten geeignet, können aber die Standdauer der Druckplatte leicht reduzieren. Die am Markt verfügbaren Produkte haben ihr Funktionieren bewiesen, werden aber oft noch mit viel Skepsis betrachtet. Hier ist ein Umdenken überfällig! Beschränkt man sich auf das Reduzieren des Isopropanol-Anteils (<5%), zeigen die herkömmlichen Alkohol-Dosiergeräte, die mit einem Schwimmersystem ausgerüstet sind, keine ausreichende Genauigkeit. In diesen Fällen müssen moderne Anlagen eingesetzt werden, die auf anderen Messmethoden (z.b. Infrarot-Messung) beruhen. Verzichtet man gänzlich auf den Einsatz von IPA, bedarf es keiner teuren Mess- und Regelanlage dazu kommt die Ersparnis durch Wegfall des Alkohols. Als flüchtige organische Verbindungen bezeichnet man kohlenstoffund wasserstoffhaltige Substanzen, die schon bei niedrigen Temperaturen (wie Zimmertemperatur) verdunsten oder aber gasförmig vorliegen. Es gibt keine weltweit einheitliche Definition von VC. In verschiedenen Varianten wird mit Angaben zu Aggregatszustand bei Referenztemperatur, Siedebereich, Dampfdruck, Umwelteinfluss und/oder Klassifizierung von chemischer Verbindung gearbeitet. Die Standdauer einer Druckplatte entspricht der Menge an Druckabbildungen, die sie vor Verlust der Informationsinhalte oder der Abbildungsqualität leisten kann. Diese Herstellerangabe kann oft dann nicht erreicht werden, wenn chemische oder mechanische Einflüsse die Plattenoberfläche (i.d.r. das zu druckende Bild) vorzeitig zerstören. Korrosionsschutz in ffsetdruckmaschinen Ein eigens dafür geschaffener Arbeitskreis hat bereits 1985 sowohl Empfehlungen für den Korrosionsschutz an ffsetmaschinen als auch Prüfverfahren und Grenzwerte für Feuchtmittelzusätze erarbeitet. Diese Richtlinien für den Korrosionschutz an ffsetdruckmaschinen, zunächst erarbeitet für den Zeitungsdruck, wurden im Jahr 2001 auch auf den Bogen- und Rollenoffset-Heatset ausgedehnt. Produkte, die den Anforderungen der Richtlinie entsprechen, werden auf der Website der Fogra (www.fogra.org) als zertifiziert ausgewiesen. Neben einer geeigneten Wasserqualität und dem Einsatz zertifizierter Feuchtmittelzusätze ist auch die Verwendung korrosionsinhibierter Reinigungs- und Pflegemittel wichtig. Zertifizierbar im Sinne der Korrosionsschutzrichtlinie ist ein Feuchtmittelzusatz nur, wenn dessen ph-wert zwischen 5.0 und 9.0 liegt (Schwankungstoleranz ±0.2). Zudem darf durch Zugabe des Zu satzes (in Anwendungskonzentration) der Leitwert des Brauchwassers für den Bogen offset nicht um mehr als 1700 µs/cm, für den Rol len offset nicht um mehr als 1500 µs/ cm ansteigen. Beides sind K..-Kriterien! 7

8 Mikroorganismen im Feuchtmittel 1,5 1,0 0,5 Wachstumskonstante psychrophile Bakterien mesophile Bakterien C Abb. 7: Temperaturabhängigkeit des Bakterienwachstums Es gibt Bakterien mit verschiedenen Temperaturvorlieben. Die blaue Kurve stellt das Wachstum von kälteliebenden Bakterien dar, die rote Kurve jene Bakterien mit einem Temperaturoptimum bei 37 C. Niedrige Temperaturen haben einen positiven Einfluss auf die Teilungsrate von Mikroorganismen. Zu beachten ist dabei, dass es wichtiger sein kann, die Kühlung möglichst ohne Unterbrechung zu gewährleisten, als besonders stark herunterzukühlen. Temperaturen zwischen 12 C und 18 C sind im Normalfall ausreichend. Feuchtmittelzusätze können in Anwendungskonzentration keine Keime abtöten. Wäre das anders, müssten sie mit großen Mengen an Konservierungsstoffen ausgestattet sein. Komplizierte Entsorgung und eine Kennzeichnung wären unvermeidlich. Da dies unerwünscht ist, beschränkt man sich auf das Sicherstellen der Funktion eines Feuchtmittels ohne keimtötende Substanzen. Mikroorganismen können sich unter guten Bedingungen in ihrer Zahl jede Stunde vervier- bis versechsfachen. Die Kühlung des Feuchtmittels leistet auch einen Beitrag zur diesbezüglichen Stabilisierung der Qualität, sollte aber so gewählt werden, dass sie mit Augenmaß den Energieaufwand und die Wirkung berücksichtigt. Systemreinigungen sind viertel- bis halbjährlich empfehlenswert (auch zum Schutz der Wärmetauscher). Verwenden Sie alkoholfreie Feuchtmittel ohne Spezialfiltration nicht länger als 200 Betriebsstunden. Eine vorschriftsmäßige Dosierung des Feuchtmittelzusatzes ist ausschlaggebend für eine einwandfreie Funktion des Feuchtmittels in der Produktion. Dosierung von Feuchtmittelzusätzen Zur Standardisierung des ffsetdruckprozesses sollte auch die Zusatzmenge des Feuchtmittelzusatzes standardisiert sein. Die für ein Produkt empfohlene Zusatzmenge garantiert, dass alle enthaltenen Wirkstoffe in der notwendigen Menge auf diese Anwendungskonzentration abgestimmt sind. Sowohl Über- als auch Unterdosierung sind nicht ratsam und können langfristig Probleme verursachen. Besonders Korrosionsinhibitoren und Alkoholersatzstoffe benötigen eine Mindestkonzentration, um ihre Wirkung entfalten zu können. Es empfiehlt sich, zur Dosierung volu metrisch arbeitende Systeme einzusetzen. Die Prüfung der Dosiergenauigkeit sollte unbedingt in regelmäßigen Abständen erfolgen, entweder über die Leitfähigkeit des Feuchtmittels im frischen Ansatz, oder durch volumetrische Kontrolle. Die technischen Mitarbeiter Ihres Lieferanten sind dabei gerne behilflich. Feuchtmittel-Abwasser aus Druckereibetrieben MHM Holding GmbH Feldkirchener Str. 15 D Kirchheim Da das Feuchtmittel im ffsetdruck verfahrensgemäß verbraucht wird, fällt nur im Falle der Reinigung des Feuchtmittelkreislaufs Feuchtmittel und/oder Spülflüssigkeit als Abwasser an. Aus Sicht des Zulieferers kann momentan nur die Entsorgung des gebrauchten Feuchtmittels oder der Spülflüssigkeit als überwachungsbedürftiger Abfall empfohlen werden es sei denn, der Druckereibetrieb findet mit der örtlichen Behörde eine andere Vereinbarung. 1D12/2D2

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