Schwerpunkt Insurance Management

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1 HSBA Hamburg School of Business Administration Schwerpunkt Insurance Management Modulbeschreibungen (3 Seminare) Allgemeines Code: B12-SPBA-IM Studienjahr: 2014/2015 Art der Lehrveranstaltung: Wahlpflicht Häufigkeit des Angebots der Lehrveranstaltung: In jedem dritten Studienjahr Verwendbarkeit des Moduls: Business Administration Zugangsvoraussetzung: Keine Name des Hochschullehrers: Prof. Dr. Annette Hofmann Unterrichts-/Lehrsprache: Deutsch Zahl der zugeteilten ECTS-Credits: 22 für den Schwerpunkt gesamt Workload und dessen Zusammensetzung: 168 Stunden Kontaktzeit, 252 Stunden Selbststudium 105 Stunden dualer Workload SWS: 168 Stunden für den Schwerpunkt gesamt Art der Prüfung / Voraussetzung für die Vergabe von Leistungspunkten: Gewichtung der Note in der Gesamtnote: 11,5 % Klausur über die Seminarinhalte des 5. Semesters über alle Seminare (180 Minuten, 75 Prozent, Teil des 5. Semesters) + mündliche Präsentation in einem der drei Seminare (45 Minuten, 25 Prozent, Teil des 6. Semesters). Seminar 1: Versicherungsmanagement» ein vertieftes Verständnis für die Funktionsweise von Versicherungsmärkten entwickeln,» die betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Führung von Versicherungsunternehmen erlernen und die Geschäftsprozesse im Versicherungsunternehmen nachzeichnen können,» den Rechtsrahmen in Deutschland und dessen Bedeutung für das Angebot von Versicherungsschutz verstehen,» die Versicherungsaufsicht und Solvabilitätsvorschriften kennen lernen,» grundlegende Konzepte für die Bestimmung von Prämien aufgrund von Nachfrageverhalten bei Marktunvollkommenheiten verstehen und anwenden können,» die Unterschiede zwischen Markt- und Sozialversicherung verstehen,» Prinzipien der Sozialversicherung kennen lernen. HSBA HAMBURG SCHOOL OF BUSINESS ADMINISTRATION 1

2 Inhalte der Lehrveranstaltung 1. Geschäftspolitik und Führung von Versicherungsunternehmen 1.1. Betriebswirtschaftliche Grundlagen 1.2. Rechtliche Rahmenbedingungen 1.3. Rechnungslegungsvorschriften 1.4. Finanzwirtschaft und Solvabilitätsvorschriften 2. Die Versicherungswirtschaft: Marktordnung und Sozialversicherung 2.1. Versicherungsökonomische Grundlagen 2.2. Wettbewerb auf Versicherungsmärkten 2.3. Moralisches Risiko und Antiselektion 2.4. Versicherungsbetrug 2.5. Prinzipien der Sozialversicherung 2.6. Prämienkalkulation in der Sozialversicherung 3. Fallstudien zum Versicherungsmanagement Lehrvorträge, Fallstudien, studentische Präsentationen, Übungen, ggf. Gastvorträge Um den Studierenden neben der theoretischen Ausbildung ein umfassendes Verständnis der Umsetzung bzw. Anwendungen in der Praxis zu ermöglichen, sollte die betriebliche Ausbildung das theoretische Studium dahingehend ergänzen, dass die Studierenden in den jeweiligen Unternehmen die Möglichkeit erhalten,» die Geschäftsprozesse im Ausbildungsbetrieb kennen zu lernen und einzuordnen,» sich mit den Besonderheiten der Produktion von Versicherungsschutz als immaterielles Gut vertraut zu machen,» Einblick in das Rechnungswesen sowie weitere unterschiedliche Unternehmensbereiche zu bekommen. Empfohlene Literaturliste (Lehr- und Lernmaterial, Literatur)» Akerlof, G. A. (1970): The Market for Lemons: Quality Uncertainty and the Market Mechanism, Quarterly Journal of Economics, 84: » Gürtler, M. (1962): Selektion und Antiselektion in der Versicherungswirtschaft, Zeitschrift für Betriebswirtschaft 32, » Richter, A. (1995): Adverse Selektion auf Versicherungsmärkten, Karlsruhe.» Rothschild, M./ Stiglitz, J. (1976): Equilibrium in Competitive Insurance Markets: An Essay in the Economics of Imperfect Information, Quarterly Journal of Economics 90: » Stiglitz, J. (1977): Monopoly, Non-linear Pricing and Imperfect Information: The Insurance Market, Review of Economic Studies 44: » Zweifel, P./Eisen, R. (2008): Versicherungsökonomie, 2. Auflage, Springer. HSBA HAMBURG SCHOOL OF BUSINESS ADMINISTRATION 2

3 Seminar 2: Risikotechnik und Risikopolitik» die Besonderheiten des Gutes Versicherung und deren Konsequenzen für das Angebot von Versicherungsschutz erkennen können,» die theoretischen Grundlagen der Versicherungsökonomik beherrschen,» grundlegende Kalkulationsprinzipien für Versicherungsprämien verstehen und anwenden können,» den Risikoausgleich im Kollektiv und die Gesetze der großen Zahlen verstehen,» die Funktionsweise von Erst- und Rückversicherungsmärkten erlernen und Vertragsformen von Erst- und Rückversicherungsverträgen erklären können,» die Grundlagen des Katastrophen-Risikomanagements und alternative Risikotransferprodukte kennen lernen. Inhalte der Lehrveranstaltung 1. Risikomanagement und Versicherungstechnik 1.1. Risikoaversion 1.2. Einzelrisiken und Versicherbarkeit 1.3. Versicherungsformen 1.4. Grundlagen der Prämienkalkulation (inkl. Äquivalenzprinzipien) 1.5. Kalkulation von Nettorisikoprämie und Brutto-/Nettoprämien 1.6. Risikomerkmale und Prämiendifferenzierung 1.7. Versicherungstechnisches Risiko und dessen Messung 2. Versicherungstechnische Risikopolitik 2.1. Rückversicherungsmärkte 2.2. Formen der Rückversicherung 2.3. Prämienkalkulation in Rückversicherungsmärkten 2.4. Alternative Risikotransferprodukte 3. Fallstudien zur Risikotechnik und Risikopolitik Lehrvorträge, Fallstudien, studentische Präsentationen, Übungen, Gastvorträge Um den Studierenden neben der theoretischen Ausbildung ein umfassendes Verständnis der Umsetzung und Anwendungen in der Praxis zu ermöglichen, sollte die betriebliche Ausbildung das theoretische Studium dahingehend ergänzen, dass die Studierenden in den jeweiligen Unternehmen die Möglichkeit erhalten,» die Prämienkalkulation in der betrieblichen Anwendung zu erfahren und umfassend zu diskutieren,» Einblick in die EDV-Systeme des Unternehmens zu bekommen, die die Prämienkalkulation erleichtern und das Risikomanagement unterstützen,» darüber hinaus Einblick in die mathematische Abteilung des Ausbildungsbetriebs zu erhalten und aktuarielle Konzepte in der Praxis kennen zu lernen,» bestehende Rückversicherungsverträge und ggf. alternative risikopolitische Lösungen im Unternehmen kennen zu lernen und zu diskutieren. HSBA HAMBURG SCHOOL OF BUSINESS ADMINISTRATION 3

4 Empfohlene Literaturliste (Lehr- und Lernmaterial, Literatur)» Albrecht, P. (1982): Gesetze der großen Zahlen und Ausgleich im Kollektiv Bemerkungen zu Grundlagen der Versicherungsschutzproduktion, Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft, 71, S » Eisen, R. (1980): Das Äquivalenz-Prinzip in der Versicherung Unterschiedliche Folgerungen aus verschiedenen Interpretationen, Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft, 69, S » Karten, W. (1993): Das Einzelrisiko und seine Kalkulation, in: W. Asmus, J. Gassman (Hrsg.): Versicherungswirtschaftliches Studienwerk, 4. Aufl., Studientext 12: Versicherungsbetriebslehre, Wiesbaden.» Mack, T. (1983): Bemerkungen zum risikotheoretischen Modell des Vergleichs von Rückversicherungsformen aus Sicht der Praxis, Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft, Bd. 72, » Nell, M. (1998): Der Sicherheitszuschlag als kalkulatorischer Prämienbestandteil eine Neubewertung, Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft, 87, S » Pfeiffer, C. (1999): Einführung in die Rückversicherung, 5. Auflage, Wiesbaden. HSBA HAMBURG SCHOOL OF BUSINESS ADMINISTRATION 4

5 Seminar 3: Absatz und Versicherungsmarketing» die Besonderheiten beim Vertrieb und Marketing von Versicherungsprodukten verstehen,» Möglichkeiten der Steuerung von Vertriebsorganen erörtern können,» die Potenziale und Herausforderungen des strategischen Einsatzes von Marketinginstrumenten in der Versicherungsbranche erkennen,» die Marke eines Versicherungsunternehmens als Vertriebskonzept verstehen,» die theoretischen Grundlagen des strategischen Marketings und die Umsetzung in der Praxis kennen lernen und im Rahmen von Fallstudien anwenden können. Inhalte der Lehrveranstaltung 1. Grundlagen der Versicherungsvermittlung / Absatzpolitik 2. Rechtliche Rahmenbedingungen und Vermittlerentlohnung 3. Strategisches Marketing in der Versicherungsbranche 4. Fallstudien zum Versicherungsmarketing Lehrvorträge, Fallstudien, studentische Präsentationen, Übungen, Gastvorträge Um den Studenten neben der theoretischen Ausbildung ein umfassendes Verständnis der Anwendungen in der Praxis zu ermöglichen, sollte die betriebliche Ausbildung das theoretische Studium dahingehend ergänzen, dass sie in den jeweiligen Unternehmen die Möglichkeit erhalten,» den Vertrieb von Versicherungsprodukten im Ausbildungsbetrieb kennen zu lernen,» Einblick in die Steuerung der Vertriebsmitarbeiter zu erhalten,» sich mit dem Kommunikations- und Kundenbeziehungsmanagement im Unternehmen vertraut zu machen,» sich mit spezifischen Fragestellungen des zielgruppenorientierten Marketings von Versicherungsprodukten zu beschäftigen,» die Planung und Kontrolle der Vertriebsaktivitäten im Ausbildungsunternehmen kennen zu lernen und einordnen zu können,» mit Führungskräften die aktuellen Potenziale und Herausforderungen im Versicherungsmarketing zu diskutieren. Empfohlene Literaturliste (Lehr- und Lernmaterial, Literatur)» Eickenberg, Volker (2013): Marketing für Versicherungsvermittler, 3. Auflage, VVW Karlsruhe.» Görgen, Frank (2007): Versicherungsmarketing: Strategien, Instrumente und Controlling, 2. Auflage, Kohlhammer.» Kurtenbach, W./Kühlmann, K. (1992): Versicherungsmarketing : eine praxisorientierte Einführung in das Marketing für Versicherungen und ergänzende Finanzdienstleistungen, 3. Auflage, Frankfurt am Main.» Zerres, M.P./Reich, M. (2010): Handbuch Versicherungsmarketing, Springer. (ergänzende Literatur in Abhängigkeit der Fallstudien) HSBA HAMBURG SCHOOL OF BUSINESS ADMINISTRATION 5

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