Mobilitätsmanagement bei SMA ein integriertes Konzept und seine Umsetzung. SMA Solar Technology AG Susanne Henkel, Referentin Presse

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1 Mobilitätsmanagement bei SMA ein integriertes Konzept und seine Umsetzung SMA Solar Technology AG Susanne Henkel, Referentin Presse

2 Kurzportrait SMA Solar Technology AG > Markt- und Technologieführer unter den Herstellern von Solar-Wechselrichtern > Gegründet 1981 > Umsatz 2009 ca. 934 Mio. EUR > 40 % des Umsatzes im Ausland > Ca. 3,4 Gigawatt Jahresproduktion/ Weltmarktanteil von über 40 % > Rund Mitarbeiter weltweit, davon ca. 330 Auszubildende am Standort Niestetal/Kassel > 13 Auslandsgesellschaften in 12 Ländern auf vier Kontinenten 2

3 Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensstrategie > Corporate Social Responsibility (CSR): Soziale und ökologische Verantwortung innerhalb und außerhalb des Unternehmens als wichtiger Bestandteil des SMA Leitbilds > Wechselrichter als das Herz jeder Photovoltaik- Anlage tragen bereits maßgeblich zur Reduzierung von CO 2 -Emissionen bei > Durch CO 2 -neutrale Produktion soll bereits bei der Herstellung ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden > In diesem Zusammenhang auch Mobilitätsmanagement mit Ziel der Optimierung des Mobilitätsverhaltens der Mitarbeiter Weltweit größte CO 2 -neutrale Wechselrichterfabrik SMA Solarwerk 1 8 Mobilitätsmanagement als Teil der CSR Unterstreichung des Engagements für Nachhaltigkeit und Klimaschutz 3

4 Mobilität aktuelle Situation > Bedingt durch starkes Wachstum Verteilung der Mitarbeiter am Hauptsitz auf mehrere Standorte in Niestetal-Sandershausen/Kassel-Ost > Zusätzlicher neuer Standort Sandershäuser Berg in Planungsphase > Betriebseigene Parkplätze, Fahrgemeinschaften, Fahrradabstellplätze, Duschen/ Umkleidegelegenheiten vorhanden > Relativ gute Busanbindung, da Standort noch nicht an Straßenbahn-/RegioTram-Netz angebunden ist, fehlen jedoch oft direkte Verbindungen > Jobticket > Mitarbeiter kommen überwiegend allein im Pkw zur Arbeit Nibler-Gelände Sandershäuser Berg Zentralbereich Mündener Straße Aktuelle Firmenstandorte sowie geplante Erweiterung Sandershäuser Berg der SMA Solar Technology AG am Hauptsitz Niestetal/ Kassel 8 Betriebliches Mobilitätsmanagement gewinnt insbesondere vor Hintergrund starken Wachstums an Bedeutung 4

5 Ziele des Mobilitätsmanagements bei SMA Verringerung von Energieaufwand und CO 2 -Emissionen auf dem Weg der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz durch: >Sensibilisierung der Mitarbeiter für umweltfreundliches Mobilitätsverhalten, die zu nachhaltig wirksamen Verhaltensänderungen führt: > Umstieg vom Pkw auf öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad > Verstärkte Bildung von Fahrgemeinschaften > Zurücklegen kurzer Wege zu Fuß oder per Fahrrad >Beitrag zur Förderung umweltfreundlicher und innovativer Mobilitätsangebote am Standort Niestetal/Kassel >Kooperation mit Kommunen und Mobilitätsdienstleistern für mehr Effizienz und Komfort 8 Ziel: Eine effizientere, komfortablere und umweltverträglichere Mobilität 5

6 Konzept des Mobilitätsmanagements bei SMA Phase 1 Teilnahme am Aktionsprogramm effizient mobil : > Erstberatung im Rahmen des Aktionsprogramms effizient mobil der Deutschen Energie Agentur > Gründung einer internen Arbeitsgruppe Mobilitätsmanagement > Mitarbeiterbefragung zur Mobilität > Ziel: Ausarbeitung eines integrierten Mobilitätskonzeptes Phase 2 betriebsinterne Maßnahmen: > Integration des Themas Mobilität/Arbeitsweg in Informationsveranstaltungen für neue Mitarbeiter > Einrichtung einer Intranetseite zum Thema Mobilität > Bereitstellung zusätzlicher mobiler Fahrradständer und evtl. Fahrradpool auf dem Betriebsgelände > Einrichtung weiterer Parkplätze für Elektrofahrzeuge Phase 3 gemeinsame Maßnahmen mit externen Akteuren: > Regelmäßige Ausrichtung von Mobilitätstagen > Gespräche mit Verkehrsbetrieben und Kommunen zur Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebots > Zusammenarbeit mit Kommunen und ADFC zur Verbesserung des Radwegenetzes > Weitere Maßnahmen, die sich aus der Auswertung der Mitarbeiterbefragung ergeben 6

7 Phase 1 Teilnahme am Aktionsprogramm effizient mobil Mobilitätsfragen wurden bei SMA in verschiedenen Bereichen bearbeitet. Die Bewerbung beim Aktionsprogramm effizient mobil war der 1. Schritt zu einem integrierten Mobilitätsmanagement: > Erfolgreiche Bewerbung um eine Mobilitätsmanagement-Erstberatung im Rahmen des Aktionsprogramms effizient mobil der Deutschen Energie-Agentur (dena) > Gründung einer 12 Mitglieder zählenden internen Arbeitsgruppe Mobilitätsmanagement mit Vertretern verschiedener Abteilungen sowie des Betriebsrats > Workshop Mobilitätsmanagement mit dem Beratungsbüro Planungsgruppe Nord (PGN) > Bestandsaufnahme Ist-Zustand und Sammlung aller im Betrieb verfügbaren Informationen zur Mobilität > Ausarbeitung und Durchführung einer Mitarbeiterbefragung zur Mobilität in Zusammenarbeit mit der PGN 7

8 Phase 1 Exkurs Mitarbeiterbefragung Die Mitarbeiterbefragung ist die Grundlage für ein erfolgreiches Mobilitätsmanagement-Konzept. Daher wurde besonderer Wert darauf gelegt, repräsentative Ergebnisse zu erhalten: > Entwicklung eines individuell auf SMA zugeschnittenen Fragenkatalogs in Zusammenarbeit mit der PGN > Durchführung der Befragung online und in gedruckter Form, um allen Mitarbeitern eine unkomplizierte Teilnahme zu ermöglichen > Kommunikative Begleitung der Befragung durch Informationen in der Mitarbeiterzeitschrift, Banner im Intranet, Information durch Abteilungs- und Gruppenleiter, Aushang von Postern > Durchführung der Befragung im Februar 2010, Rücklaufquote 37,2 % Die Mitarbeiter wurden u.a. mit Postern auf die Mobilitätsbefragung aufmerksam gemacht. 8

9 Phase 2 betriebsinterne Maßnahmen Parallel zur Auswertung der Befragung wurden und werden zunächst interne Maßnahmen umgesetzt: > Integration eines Themenblocks Mobilität/Arbeitsweg in die für alle neuen Mitarbeiter obligatorischen Informationsveranstaltungen > Einrichtung einer Intranetseite, die Informationen zur Mobilität bündelt > Errichtung mobiler Fahrradboxen zusätzlich zu den auf dem Betriebsgelände fest installierten Abstellmöglichkeiten > Erweiterung des betriebseigenen Fahrradpools, um Wege zwischen den Standorten vom Pkw auf das Fahrrad zu verlagern > Zubau weiterer Parkplätze für Elektrofahrzeuge mit Aufladestation, Kauf zweier Elektroautos für internen Wagenpool > Einbeziehung der Anregungen und Wünsche der Mitarbeiter aus der Mobilitätsumfrage in das Mobilitätskonzept Entwurf mobiler Fahrradboxen, die flexibel auf dem Betriebsgelände aufgestellt werden können 9

10 Phase 2 Exkurs Intranetseite zur Mobilität Eine neu eingerichtete Intranetseite bündelt Aktuelles und Wichtiges zum Thema Mobilität/Arbeitsweg mit den verschiedenen Verkehrsmitteln und verlinkt auf externe Webseiten zur Mobilität in der Region: > Informationen und Übersichtspläne gegliedert nach den einzelnen Verkehrsmitteln Bus und Bahn, Fahrrad, Pkw und Mitfahrgelegenheiten > Verlinkung zur Mobilitäts-Webseite der Stadt Kassel, Webseiten der Verkehrsbetriebe und ihren Fahrplänen, Staumelder des Hessischen Rundfunks, interaktivem Radroutenplaner > Link zur internen Mitfahrbörse, deren Angebot in Zusammenarbeit mit externem Dienstleister noch weiter verbessert werden soll > Hinweis auf Aktionen, an denen sich SMA beteiligt, wie Mit dem Rad zur Arbeit der AOK 10

11 Phase 3 gemeinsame Maßnahmen mit externen Akteuren Weitere Maßnahmen sollen in Zusammenarbeit mit externen Akteuren wie Verkehrsbetrieben, der Stadt Kassel und der Gemeinde Niestetal Sowie dem ADFC erfolgen: > Bessere Anpassung des ÖPNV-Angebots an die Bedürfnisse der SMA Mitarbeiter und damit Steigerung der Attraktivität des ÖPNV für den Arbeitsweg > Verbesserung des Radwegenetzes und Beseitigung von Gefahrenstellen > Verbesserung der Überquerungsmöglichkeiten von Hauptverkehrsstraßen für kurze und sichere Wege zwischen den Firmenstandorten zu Fuß oder mit dem Fahrrad > Regelmäßige Ausrichtung von Mobilitätstagen im Betrieb, bei denen sich die Mitarbeiter individuell direkt bei Vertretern von Verkehrsbetrieben, ADFC etc. informieren können 11

12 Phase 3 Exkurs mögliche Verbesserungen des ÖPNV-Angebots Die ÖPNV-Anbindung durch Busse wird von vielen Mitarbeitern als unzureichend empfunden. Mögliche Verbesserungen wurden mit den Verkehrsbetrieben diskutiert : > Kürzere Taktzeiten der Buslinien, die die in der Nähe der Standorte gelegenen Bushaltestellen anfahren > Bessere Anpassung der Busverbindungen an die Schichtwechsel bei SMA > Möglichkeit einer Anbindung an das Straßenbahn-/ RegioTram-Netz > Installation dynamischer Fahrgastinformationssysteme mit allen Busabfahrten der umliegenden Haltestellen > Nachfragegerechte Weiterentwicklung des Jobtickets 12

13 Kontinuierliche begleitende Maßnahmen > Regelmäßige Treffen der Arbeitsgruppe Mobilitätsmanagement > Kontinuierliche Information der Mitarbeiter zu aktuellen Mobilitäts-Themen und dem Fortgang des Aktionsprogramms effizient mobil im Intranet und in der monatlich erscheinenden Mitarbeiterzeitschrift > Motivation der Mitarbeiter, eigene Ideen und Vorschläge an die Arbeitsgruppe Mobilitätsmanagement heranzutragen > Betriebsinterne Aktionen und Teilnahme an externen Aktionen, z.b. Mit dem Rad zur Arbeit der AOK 8 Permanente Einbeziehung aller Mitarbeiter als entscheidender Erfolgsfaktor 13

14 Status Quo und Zwischenfazit Das Mobilitätsmanagement ist bei SMA langfristig angelegt. Die Umsetzung der angedachten Maßnahmen wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Bereits ein Jahr nach Projektbeginn sind jedoch schon positive Auswirkungen nach innen und außen zu verzeichnen: > Hohe Beteiligung der Mitarbeiter an der Mobilitätsumfrage und Resonanz auf Intranetseite zeigt hohe Relevanz des Themas > 1. Preis für betriebliches Mobilitätsmanagement beim dena-wettbewerb Innovative Konzepte im Mobilitätsmanagement > Positive Berichterstattung in der lokalen Presse > Positive Reaktion von Verkehrsbetrieben und Kommunen, SMA wird als Vorbild für andere Unternehmen angesehen 8 Mobilitätsmanagement trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern unterstützt auch positive Wahrnehmung des Unternehmens nach innen und außen 14

15 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 15

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