Landesb hne Junges Theater. Cinderellas (3+) von Mike Kenny. Materialmappe

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1 Cinderellas Schuhe von Mike Kenny (3+) Materialmappe

2 VORWORT Liebe Lehrer, liebe Kollegen, Kinder haben zu Märchen einen besonderen Bezug. Sie können sich mit den Helden identifizieren, leiden mit ihnen und freuen sich schließlich über den Sieg über das Böse. Dass das Gute und die Gerechtigkeit immer siegen, entspricht vollkommen der kindlichen Überzeugung. Egal wie grausam die Bestrafungen der bösen Märchenfiguren ausfallen, wichtig ist, dass nicht sie die Sieger sind. In dem bekannten Märchen Aschenputtel aus der Sammlung der Brüder Grimm werden die Stiefschwestern mit Verachtung für die Quälerei Aschenputtels und ihre Faulheit gestraft. Nicht sie reiten mit dem Prinz ins Schloss, sondern das dreckige Mädchen, das für die Hausarbeit zuständig war. Grundlegend beschreibt das Märchen das Thema Geschwisterkonkurrenz. Und Mike Kenny greift dieses Thema in seiner Weitererzählung des Märchens auf. Er verfolgt in CINDERELLAS SCHUHE den Weg der gläsernen Ballschuhe von Cinderella so heißt Aschenputtel im englischen Sprachraum und arbeitet im Stücktext die Konkurrenz unter Geschwistern für kleinere Zuschauer noch sichtbarer heraus. Der Brite Mike Kenny hat für seine zahlreichen Theaterstücke für Kinder und Jugendliche viele Auszeichnungen erhalten und ist ein häufig gespielter Autor, auch an deutschen Theatern. In dieser Materialmappe finden Sie Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Aschenputtel-Märchen und Anregungen, den Theaterbesuch im Kindergarten oder der Grundschule vor- oder nachzubereiten. Sollten Sie Fragen zum Stück oder zur Inszenierung haben, Kritik und Lob weitergeben wollen, dann können Sie sich jeder Zeit mit mir in Verbindung setzen. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Gruppe oder Klasse einen märchenhaften Theaterbesuch! Viktoria Klawitter Dramaturgin Tel

3 Das Stück Wie geht es mit Cinderella nach der Hochzeit mit dem Prinzen weiter? Ganz einfach: Sie lebten glücklich bis an ihr Ende. Und die gläsernen Pantoffel? Die hat sie Eldamina geschenkt, so begeistert war die neue Königin von den Tanzkünsten des kleinen Mädchens. Seitdem die berühmten Schuhe das Schaufenster des Schustergeschäfts ihres Vaters zieren, kommen viele neugierige Leute in den Laden und die Tage der Armut der Familie sind vorbei. Eldamina ist überglücklich, so kann es bleiben! Die Geburt ihrer Schwester Madeline bringt dann aber alles durcheinander. Ginge es nach ihrer Mutter, so würde Madeline eines Tages die gläsernen Schuhe tragen. Ihre Pantoffeln teilen? Die sie höchstpersönlich von Cinderella geschenkt bekommen hat? Das ist unmöglich! Eldamina wirft sie vor Wut in einen tiefen See. Doch nicht nur die Schuhe verschwinden, auch die Kundschaft bleibt aus und so kehrt die Armut zurück. Eldamina bereut ihre Tat. Findet sie einen Weg, die kostbaren Schuhe wiederzufinden? Besetzung Imelda Plaudertasche Wibke Quast Inszenierung Dietrich Trapp Musikalische Leitung Erich A. Radke Dramaturgie Viktoria Klawitter Technik & Inspizienz Birgit Stuckenbruck Ausstattungshospitanz Kim Abrahams Spieldauer: ca. 40 Minuten / keine Pause Aufführungsrechte: Verlag Autorenagentur GmbH, Berlin Premiere: Sonntag, 31. Oktober 2010 / Uhr /, Rheinstr. 91 Gebucht werden kann bei Frau Thies unter Tel

4 HINTERGRUNDINFORMATIONEN Märchen Märchen sind Erzählungen in Prosaform, die von wundersamen Begebenheiten berichten. Charakteristisch sind die phantastischen Elemente, das Wunder, das Übernatürliche und der Zauber sind dem Märchen immanent. Im Gegensatz zum mündlich überlieferten Volksmärchen stehen die Kunstmärchen, von denen der Autor bekannt ist. Das Wort Märchen ist eine Verkleinerungsform von Mär, was eine Bezeichnung für eine kurze Erzählung ist. Die Diminution zu Märchen weist auf eine Bedeutungsverschlechterung in Bezug auf die Erzählung hin und zielt auf erfundene und unwahre Geschichten. Erst im 18. Jahrhundert steigt das Märchen im Ansehen, als die Feenmärchen und die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht in Mode kommen und die Volksdichtung als ein Quell der Poesie wahrgenommen wird. Im 19. Jahrhundert gewinnt das Märchen durch die vielen Sammlungen immer mehr an Prestige. Unter anderen schreiben Charles Perrault (Frankreich), Ludwig Bechstein und die Brüder Grimm die bisher in mündlicher Tradition stehenden Märchen auf. Jakob ( ) und Wilhelm ( ) Grimm lassen sich auf mehrfachen Reisen Märchen erzählen oder suchen in literarischen Quellen nach ihnen. Dabei finden sie auch mehrere Varianten eines Märchens. Die gesammelten Erzählungen werden von ihnen bearbeitet. Unter anderem vermischen sie mehrere Versionen zu einem Märchen und ergänzen volksläufige Redensarten. Aber nicht nur inhaltliche, auch sprachliche Bearbeitungen nehmen die Brüder Grimm vor. Das Ziel war die volks- und kindertümliche Sprache und damit zugleich den originalen Märchenton zu treffen. So entstand der unverwechselbare Stil der Grimmschen Buchmärchen, die 1812 und 1815 erschienen. Märchen gehören heute hauptsächlich in die Kindheit. Es entspricht den kindlichen Bedürfnissen, nicht nur durch seinen unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn, sondern auch in seiner klaren Form und Kontraste. Figuren sind entweder gut oder böse, schön oder hässlich, arm oder reich. Auch die Formeln wie Es war einmal und Sie lebten glücklich bis an ihr Ende und Sprüche erleichtern den Kindern das Verfolgen der Handlung. Ihnen bleibt zudem beim Hören eines Märchens genug Raum, eigene Bilder und Phantasien dazu zu entwickeln. Die Figuren werden nur sehr knapp beschrieben, so wird die Vorstellungskraft der Kinder angeregt und gefördert. Aschenputtel Das Märchen von Aschenputtel ist weit verbreitet. Es gibt zum Beispiel Varianten im Schwedischen, Dänischen, Schottischen, Indischen, Französischen und natürlich im Deutschen. Das erste Mal ist eine Aschenputtel-Erzählung im Druck bei Giambattista Basile ( ) erschienen. Heute sind hauptsächlich zwei Versionen bekannt: Charles Perraults Aschenputtel oder Das kleine gläserne Pantöffelchen und Grimms Aschenputtel. 4

5 Perrault ( ) sammelte wie die Brüder Grimm Märchen. Er passte sie dem damaligen Geschmack der höfischen Schicht an und befreite sie so von allem, was ihm vulgär erschien. In Perraults Fassung ist das erste Mal die Rede von einem gläsernen Schuh. Bisher wird beschrieben, dass der Pantoffel aus Pelz oder Seide sei. Das kann eine bewusste Erfindung von ihm gewesen sein oder aber ein Missverständnis. Beim Hören des Märchens könnte er zwei ähnlich klingende Wörter miteinander verwechselt haben: Das französische Wort für Glas, verre, klingt fast genauso wie vair, was allerdings eine Art Pelz beschreibt. Im Gegensatz zur Grimmschen Version ist sein Aschenputtel ein zuckersüßes, braves Mädchen, das alle Erniedrigungen hinnimmt und sich gefügig in sein Schicksal fügt. Es ergreift keine Initiative, um sein Schicksal zu ändern. Das Aschenputtel in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm leidet hingegen unter der Erniedrigung durch die Stiefmutter und Stiefschwestern. Es bittet unter Tränen den Haselbaum, ihr Kleider und Schuhe für den königlichen Ball zu geben. Sie versucht aktiv ihre Lage zu beeinflussen. Bei Perrault macht es auch keinen Unterschied, ob eine Figur böse oder gut ist. Die gemeinen Stiefschwestern werden nicht bestraft, sondern sogar vom gutmütigen Aschenputtel mit an den Hof genommen und an reiche Edelmänner verheiratet. Den Stiefschwestern der Kinder- und Hausmärchen werden zum Schluss die Augen von zwei Tauben zur Strafe für ihre Boshaftigkeit ausgehackt. Das Prinzip, dass das Gute siegt und das Böse bestraft wird, ist hier eingehalten. Aschenputtel gehört zu den bekanntesten Märchen und wird auch häufig als das beliebteste bezeichnet. Die Verfilmung Drei Haselnüsse für Aschenbrödel von 1973 ist zur Weihnachtszeit fast rund um die Uhr im Fernsehprogramm vertreten und genießt Kultstatus. 5

6 Brüder Grimm: Aschenputtel Einem reichen Manne, dem wurde seine Frau krank, und als sie fühlte, daß ihr Ende herankam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach:»liebes Kind, bleibe fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herabblicken, und will um dich sein.«darauf tat sie die Augen zu und verschied. Das Mädchen ging jeden Tag hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte, und blieb fromm und gut. Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab, und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau. Die Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht, die schön und weiß von Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen. Da ging eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind an.»soll die dumme Gans bei uns in der Stube sitzen«, sprachen sie,»wer Brot essen will, muß es verdienen: hinaus mit der Küchenmagd.«Sie nahmen ihm seine schönen Kleider weg, zogen ihm einen grauen alten Kittel an, und gaben ihm hölzerne Schuhe.»Seht einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist«, riefen sie, lachten und führten es in die Küche. Da mußte es von Morgen bis Abend schwere Arbeit tun, früh vor Tag aufstehn, Wasser tragen, Feuer anmachen, kochen und waschen. Obendrein taten ihm die Schwestern alles ersinnliche Herzeleid an, verspotteten es und schütteten ihm die Erbsen und Linsen in die Asche, so daß es sitzen und sie wieder auslesen mußte. Abends, wenn es sich müde gearbeitet hatte, kam es in kein Bett, sondern mußte sich neben den Herd in die Asche legen. Und weil es darum immer staubig und schmutzig aussah, nannten sie es Aschenputtel. Es trug sich zu, daß der Vater einmal in die Messe ziehen wollte, da fragte er die beiden Stieftöchter, was er ihnen mitbringen sollte.»schöne Kleider«sagte die eine,»perlen und Edelsteine«die zweite.»aber du, Aschenputtel«sprach er,»was willst du haben?vater, das erste Reis, das Euch auf Eurem Heimweg an den Hut stößt, das brecht für mich ab.«er kaufte nun für die beiden Stiefschwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine, und auf dem Rückweg, als er durch einen grünen Busch ritt, streifte ihn ein Haselreis und stieß ihm den Hut ab. Da brach er das Reis ab und nahm es mit. Als er nach Haus kam, gab er den Stieftöchtern, was sie sich gewünscht hatten, und dem Aschenputtel gab er das Reis von dem Haselbusch. Aschenputtel dankte ihm, ging zu seiner Mutter Grab und pflanzte das Reis darauf, und weinte so sehr, daß die Tränen darauf niederfielen und es begossen. Es wuchs aber, und ward ein schöner Baum. Aschenputtel ging alle Tage dreimal darunter, weinte und betete, und allemal kam ein weißes Vöglein auf den Baum, und wenn es einen Wunsch aussprach, so warf ihm das Vöglein herab, was es sich gewünscht hatte. Es begab sich aber, daß der König ein Fest anstellte, das drei Tage dauern sollte, und wozu alle schönen Jungfrauen im Lande eingeladen wurden, damit sich sein Sohn eine Braut aussuchen möchte. Die zwei Stiefschwestern, als sie hörten, daß sie auch dabei erscheinen sollten, waren guter Dinge, riefen Aschenputtel und sprachen:»kämm uns die Haare, bürste uns die Schuhe und mache uns die Schnallen fest, wir gehen zur Hochzeit auf des Königs Schloß.«Aschenputtel gehorchte, weinte aber, weil es auch gern zum Tanz mitgegangen wäre, und bat die Stiefmutter, sie möchte es ihm erlauben.»du Aschenputtel,«sprach sie,»bist voll Staub und Schmutz, und willst zur Hochzeit? Du hast keine Kleider und Schuhe, und willst tanzen.«als es aber mit Bitten anhielt, sprach sie endlich:»da habe ich dir eine Schüssel Linsen in die Asche geschüttet, wenn du die Linsen in zwei Stunden wieder ausgelesen hast, so sollst du mitgehen.«das Mädchen 6

7 ging durch die Hintertür nach dem Garten und rief:»ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen, die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.«Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein, und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vöglein unter dem Himmel herein und ließen sich um die Asche nieder. Und die Täubchen nickten mit den Köpfchen und fingen an pick, pick, pick, pick, und da fingen die übrigen auch an pick, pick, pick, pick, und lasen alle guten Körnlein in die Schüssel. Kaum war eine Stunde herum, so waren sie schon fertig und flogen alle wieder hinaus. Da brachte das Mädchen die Schüssel der Stiefmutter, freute sich und glaubte, es dürfte nun mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach:»nein, Aschenputtel, du hast keine Kleider, und kannst nicht tanzen, du wirst nur ausgelacht.«als es nun weinte, sprach sie:»wenn du mir zwei Schüsseln voll Linsen in einer Stunde aus der Asche rein lesen kannst, so sollst du mitgehen«, und dachte»das kann es ja nimmermehr.«als sie die zwei Schüsseln Linsen in die Asche geschüttet hatte, ging das Mädchen durch die Hintertür nach dem Garten und rief:»ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mit lesen, die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.«Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vögel unter dem Himmel herein und ließen sich um die Asche nieder. Und die Täubchen nickten mit ihren Köpfchen und fingen an pick, pick, pick, pick, und da fingen die übrigen auch an pick, pick, pick, pick, und lasen alle guten Körner in die Schüsseln. Und ehe eine halbe Stunde herum war, waren sie schon fertig, und flogen alle wieder hinaus. Da trug das Mädchen die Schüsseln zu der Stiefmutter, freute sich und glaubte, nun dürfte es mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach:»es hilft dir alles nichts, du kommst nicht mit, denn du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen; wir müßten uns deiner schämen.«darauf kehrte sie ihm den Rücken zu und eilte mit ihren zwei stolzen Töchtern fort. Als nun niemand mehr daheim war, ging Aschenputtel zu seiner Mutter Grab unter den Haselbaum und rief :»Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich.«da warf ihm der Vogel ein golden und silbern Kleid herunter und mit Seide und Silber ausgestickte Pantoffeln. In aller Eile zog es das Kleid an und ging zur Hochzeit. Seine Schwestern aber und die Stiefmutter kannten es nicht und meinten, es müsse eine fremde Königstochter sein, so schön sah es in dem goldenen Kleide aus. An Aschenputtel dachten sie gar nicht und dachten, es säße daheim im Schmutz und suchte die Linsen aus der Asche. Der Königssohn kam ihm entgegen, nahm es bei der Hand und tanzte mit ihm. Er wollte auch sonst mit niemand tanzen, also daß er ihm die Hand nicht losließ, und wenn ein anderer kam, es aufzufordern, sprach er»das ist meine Tänzerin.«Es tanzte, bis es Abend war, da wollte es nach Haus gehen. Der Königssohn aber sprach:»ich gehe mit und begleite dich«, denn er wollte sehen, wem das schöne Mädchen angehörte. Sie entwischte ihm aber und sprang in das Taubenhaus. Nun wartete der Königssohn, bis der Vater kam, und sagte ihm, das fremde Mädchen wär in das Taubenhaus gesprungen. Der Alte dachte:»sollte es Aschenputtel sein?«und sie mußten ihm Axt und Hacken bringen, damit er das Taubenhaus entzweischlagen konnte, aber es war niemand darin. Und als sie ins 7

8 Haus kamen, lag Aschenputtel in seinen schmutzigen Kleidern in der Asche, und ein trübes Öllämpchen brannte im Schornstein; denn Aschenputtel war geschwind aus dem Taubenhaus hinten herabgesprungen, und war zu dem Haselbäumchen gelaufen: da hatte es die schönen Kleider abgezogen und aufs Grab gelegt und der Vogel hatte sie wieder weggenommen, und dann hatte es sich in seinem grauen Kittelchen in die Küche zur Asche gesetzt. Am andern Tag, als das Fest von neuem anhub, und die Eltern und Stiefschwestern wieder fort waren, ging Aschenputtel zu dem Haselbaum und sprach:»bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich.«da warf der Vogel ein noch viel stolzeres Kleid herab als am vorigen Tag. Und als es mit diesem Kleide auf der Hochzeit erschien, erstaunte jedermann über seine Schönheit. Der Königssohn aber hatte gewartet, bis es kam, nahm es gleich bei der Hand und tanzte nur allein mit ihm. Wenn die andern kamen und es aufforderten, sprach er:»das ist meine Tänzerin.«Als es nun Abend war, wollte es fort und der Königssohn ging ihm nach und wollte sehen, in welches Haus es ging, aber es sprang ihm fort und in den Garten hinter dem Haus. Darin stand ein schöner großer Baum, an dem die herrlichsten Birnen hingen, es kletterte so behend wie ein Eichhörnchen zwischen die Äste, und der Königssohn wußte nicht, wo es hingekommen war. Er wartete aber, bis der Vater kam, und sprach zu ihm:»das fremde Mädchen ist mir entwischt, und ich glaube, es ist auf den Birnbaum gesprungen.«der Vater dachte:»sollte es Aschenputtel sein?«ließ sich die Axt holen und hieb den Baum um, aber es war niemand darauf. Und als sie in die Küche kamen, lag Aschenputtel da in der Asche, wie sonst auch, denn es war auf der andern Seite vom Baum herabgesprungen, hatte dem Vogel auf dem Haselbäumchen die schönen Kleider wiedergebracht und sein graues Kittelchen angezogen. Am dritten Tag, als die Eltern und Schwestern fort waren, ging Aschenputtel wieder zu seiner Mutter Grab und sprach zu dem Bäumchen:»Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich.«nun warf ihm der Vogel ein Kleid herab, das war so prächtig und glänzend, wie es noch keins gehabt hatte, und die Pantoffeln waren ganz golden. Als es in dem Kleid zu der Hochzeit kam, wußten sie alle nicht, was sie vor Verwunderung sagen sollten. Der Königssohn tanzte ganz allein mit ihm, und wenn es einer aufforderte, sprach er:»das ist meine Tänzerin.«Als es nun Abend war, wollte Aschenputtel fort, und der Königssohn wollte es begleiten, aber es entsprang ihm so geschwind, daß er nicht folgen konnte. Der Königssohn hatte aber eine List gebraucht, und hatte die ganze Treppe mit Pech bestreichen lassen: da war, als es hinabsprang, der linke Pantoffel des Mädchens hängen geblieben. Der Königssohn hob ihn auf, und er war klein und zierlich und ganz golden. Am nächsten Morgen ging er damit zu dem Mann und sagte zu ihm:»keine andere soll meine Gemahlin werden als die, an deren Fuß dieser goldene Schuh paßt.«da freuten sich die beiden Schwestern, denn sie hatten schöne Füße. Die älteste ging mit dem Schuh in die Kammer und wollte ihn anprobieren, und die Mutter stand dabei. Aber sie konnte mit der großen Zehe nicht hineinkommen, und der Schuh war ihr zu klein, da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach:»hau die Zehe ab, wenn du Königin bist, so brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.«das Mädchen hieb die Zehe ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Sie mußten aber an dem Grabe vorbei, da saßen die zwei Täubchen auf dem 8

9 Haselbäumchen und riefen»rucke di guck, rucke di guck, Blut ist im Schuck, Der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.«da blickte er auf ihren Fuß und sah, wie das Blut herausquoll. Er wendete sein Pferd um, brachte die falsche Braut wieder nach Hause und sagte, das wäre nicht die rechte, die andere Schwester solle den Schuh anziehen. Da ging diese in die Kammer und kam mit den Zehen glücklich in den Schuh, aber die Ferse war zu groß. Da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach:»hau ein Stück von der Ferse ab, wenn du Königin bist, brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.«das Mädchen hieb ein Stück von der Ferse ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen, saßen die zwei Täubchen darauf und riefen:»rucke di guck, rucke di guck, Blut ist im Schuck, Der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.«er blickte nieder auf ihren Fuß und sah, wie das Blut aus dem Schuh quoll und an den weißen Strümpfen ganz rot heraufgestiegen war. Da wendete er sein Pferd und brachte die falsche Braut wieder nach Haus.»Das ist auch nicht die rechte,«sprach er,»habt ihr keine andere Tochter?Nein«, sagte der Mann,»nur von meiner verstorbenen Frau ist noch ein kleines verbuttetes Aschenputtel da; das kann unmöglich die Braut sein.«der Königssohn sprach, er sollte es heraufschicken, die Mutter aber antwortete:»ach nein, das ist viel zu schmutzig, das darf sich nicht sehen lassen.«er wollte es aber durchaus haben, und Aschenputtel mußte gerufen werden. Da wusch es sich erst Hände und Angesicht rein, ging dann hin und neigte sich vor dem Königssohn, der ihm den goldenen Schuh reichte. Dann setzte es sich auf einen Schemel, zog den Fuß aus dem schweren Holzschuh und steckte ihn in den Pantoffel, der war wie angegossen. Und als es sich in die Höhe richtete und der König ihm ins Gesicht sah, so erkannte er das schöne Mädchen, das mit ihm getanzt hatte, und rief:»das ist die rechte Braut.«Die Stiefmutter und die beiden Schwestern erschraken und wurden bleich vor Arger; er aber nahm Aschenputtel aufs Pferd und ritt mit ihm fort. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen, riefen die zwei weißen Täubchen:»rucke di guck, rucke di guck kein Blut im Schuck Der Schuck ist nicht zu klein, die rechte Braut, die führt er heim.«und als sie das gerufen hatten, kamen sie beide herabgeflogen und setzten sich dem Aschenputtel auf die Schultern, eine rechts, die andere links, und blieben da sitzen. Als die Hochzeit mit dem Königssohn sollte gehalten werden, kamen die falschen Schwestern, wollten sich einschmeicheln und teil an seinem Glück nehmen. Als die Brautleute nun zur Kirche gingen, war die älteste zur rechten, die jüngste zur linken Seite, da pickten die Tauben einer jeden das eine Auge aus. Hernach, als sie herausgingen, war die älteste zur linken und die jüngste zur rechten, da pickten die Tauben einer jeden das andere Auge aus. Und waren sie also für ihre Bosheit und Falschheit mit Blindheit auf ihr Lebtag bestraft. 9

10 Charles Perrault: Aschenputtel oder Das gläserne Pantöffelchen Vor Zeiten war einmal ein Edelmann, der sich zum zweiten Male verheiratete, und zwar mit der stolzesten und hochmütigsten Frau von der Welt. Sie brachte zwei Töchter in die Ehe mit, die ganz ihrer würdig und ihr in allen Dingen ähnlich waren, denn der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm. Der Edelmann seinerseits hatte ebenfalls eine Tochter, das sanfteste, gutmütigste Geschöpf, das man sich vorstellen kann, das rechte Ebenbild der seligen Mutter, die die Güte selbst gewesen. Warum besagter Edelmann nach einer so guten Frau eine so böse geheiratet, ist unbekannt. Diese Erscheinung wiederholt sich oft in der Welt, daß man zu der Annahme geneigt ist, das Leben an der Seite einer guten Frau sei den Männern langweilig und sie hätten eine wahre Sehnsucht nach dem männerbeherrschenden Pantoffel. Die Stiefmutter war kaum ins Haus gekommen, als sie ihre bösen Launen schon an der vorgefundenen Stieftochter ausließ, da neben dieser die schlechten Eigenschaften ihrer rechten Töchter desto greller abstachen. Die niedrigsten Verrichtungen im Hause wurden ihr aufgetragen. Sie mußte Teller, Töpfe und Schüsseln spülen, die Treppen waschen, die Zimmer der Frau und ihrer Töchter wichsen. Sie schlief im Dachstübchen auf schlechtem Strohsack, während die Schwestern in parkettierten Zimmern wohnten, welche mit den modischsten Himmelbetten ausgestattet waren und mit so großen Spiegeln, daß sie sich darin vom Wirbel bis zur Zehe betrachten konnten. Das arme Kind ertrug alles mit der größten Geduld, und dem Vater klagte es nicht, weil er es sonst gezankt hätte. So sehr stand er unter dem Pantoffel, der arme Mann. Wenn sie mit ihrer Arbeit fertig war, setzte sie sich in einen Winkel oder in die Asche am Herde, und daher kam es, daß man sie im Hause Aschenputtel nannte. Bei all dem war Aschenputtel in ihren schlechten Kleidern tausendmal schöner als die Stiefschwestern in ihren Prachtgewändern. Da begab es sich, daß der Sohn des Königs ein Fest veranstaltete und daß er alle Personen vom Stande dazu einlud. Auch unsere zwei Fräulein waren gebeten, denn sie galten für sehr vornehm im Lande und machten viel von sich reden. Man kann sich denken, wie es da im Hause herging. Das arme Aschenputtel hatte nicht genug Füße, um zu laufen, und nicht genug Hände, um zu waschen, zu nähen, zu plätten. Tag und Nacht war nur von Putz und wieder Putz die Rede. Man beratschlagte, als ob es sich um das Heil der Welt handelte, und man ergrimmte und erzürnte sich wohl zwanzigmal des Tages über Dinge, die nicht den Wert eines Stecknadelkopfes hatten.»ich«, sagte die ältere,»ich ziehe mein rotes Samtkleid an und meine Brüsseler Spitzen.Ich«, sagte die jüngere,»ich nehme ein gewöhnlicheres Kleid, dafür aber binde ich meine Schleppe mit Goldblumen und tue mein diamantenes Halsband an, das auch nicht bitter ist.«man berief die teuersten Haarkünstler und bestreute sich Haare, Hals und Nacken mit Goldstaub. Aschenputtel verstand sich vortrefflich darauf, und ihre Schwestern zogen sie gern zu Rate und ließen sich auch von ihr den Kopfputz aufsetzen. Sie gab ihren besten Rat und verwandte auf den Kopfputz ihren besten Geschmack, denn dazu war sie zu gut, um absichtlich einen schlechten Rat zu geben oder den Kopfputz schief aufzusetzen, was hundert andere an ihrer Stelle getan hätten, um sich an den bösen Schwestern zu rächen. Während sie ihnen das Haar strählte, fragten sie:»aschenputtel, du gingest wohl auch gerne auf den Ball?Ach, meine Fräulein, Ihr macht Euch wohl lustig über mich armes Ding? So was wäre viel zuviel für mich.«10

11 »Du hast recht, so ein Aschenputtel auf dem Hofball würde sich komisch ausnehmen.«mehr als zwei Tage konnten die Stiefschwestern vor lauter Freude keinen Bissen hinunterbringen, und mehr als ein Dutzend Schnürriemen zerrissen, so eng ließen sie sich die Mieder zusammenziehen, und beständig standen sie vor dem Spiegel und malten sich aus, wie sehr man sie bewundern werde. Endlich brach der große Tag an. Man fuhr ab, und Aschenputtel sah ihnen nach, als der Wagen längst um die Ecke verschwunden war. Zuletzt konnte sie gar nichts mehr sehen, denn die Tränen stürzten ihr aus den Augen hervor. Ihre Pate, die sie weinen hörte, kam herbei und fragte, was ihr fehle.»ich möchte ich möchte«, mehr konnte sie vor Weinen nicht herausbringen. Man braucht gerade keine Fee zu sein, wie es die Pate wirklich war, um zu erraten, was ihr fehlte, und sie sagte:»du möchtest wohl auch gern auf den Ball?Ach ja!«erwiderte Aschenputtel mit einem tiefen Seufzer.»Nun gut, wenn du brav bist, will ich s wohl möglich machen.«sie führte sie auf ihre Stube und sagte:»jetzt gehe in den Garten und hole einen Kürbis.«Aschenputtel lief und holte den schönsten, den sie finden konnte, obwohl sie nicht einsah, wie der Kürbis mit dem Ball zusammenhing. Aber sie war ein gläubiges Gemüt, und ein solches fragt nicht viel und tut, was man ihm befiehlt. Die Pate höhlte den Kürbis aus, ließ nur die dicke Schale stehen, schlug sie mit ihrem Zauberstäbchen, und siehe da, eine vergoldete Karosse stand da, daß es eine Pracht war. Dann ging sie an die Mausfalle, in der sich gerade sechs schöne, lebendige Mäuse gefangen hatten. Sie befahl Aschenputtel, die Klappe ein wenig in die Höhe zu ziehen, und jeder Maus, die herauskam, gab sie mit dem Zauberstäbchen einen kleinen Klaps, und jede Maus verwandelte sich sofort in einen kostbaren Grauschimmel, was im ganzen ein herrliches Sechsgespann von gleichen mausgrauen Apfelschimmeln ergab. Da sie nicht gleich wußte, wo einen entsprechenden Kutscher hernehmen, sagte Aschenputtel:»Ich will einmal nachsehen, ob sich in der Rattenfalle nicht vielleicht eine Ratte findet, die man in einen Kutscher verwandeln könnte.sehr klug«, sagte die Pate,»sieh einmal nach.«aschenputtel brachte die Rattenfalle, und siehe da, es fanden sich drei ganz stattliche Ratten darin. Eine der drei hatte einen sehr fragwürdigen Bart; die berührte die Pate, und es gab einen so bärtigen Kutscher, wie sich ihn nur ein Gesandter wünschen kann. Dann sagte sie:»geh wieder in den Garten und hole mir drei Eidechsen, die du hinter der Gießkanne finden wirst.«aschenputtel hatte sie kaum herbeigebracht, als sie die Pate schon in ebenso viele galonierte, betreßte Bediente verwandelte, die sich so steif und stumm hinter der Karosse aufpflanzten, als hätten sie ihr Lebtag nichts anderes getan.»nun«, sagte die Fee,»da ist der Pracht genug, um auf den Hof ball zu gehen. Bist du zufrieden?freilich aber aber in diesen Kleidern «Die Pate berührte sie mit ihrem Stäbchen, und sie stak in einer Toilette, die wir nicht weiter beschreiben wollen, um dem armen Aschenputtel nicht das gesamte weibliche Geschlecht zu Feinden zu machen; und dazu gab ihm die Pate noch ein Paar gläserne Pantöffelchen, ein wahres Wunder der Schuh- und Glasmacherei. So aufgeputzt stieg sie in die Karosse, und ehe sie abfuhr, empfahl ihr die Pate aufs dringlichste, den Ball ja vor Mitternacht zu verlassen, widrigenfalls sich ihr Wagen wieder in einen Kürbis, die Pferde in Mäuse, der Kutscher in eine Ratte, die Bedienten in Eidechsen und ihre prächtigen Kleider in die alten schmutzigen Lumpen verwandeln würden. 11

12 Aschenputtel versprach zu tun, wie die gute Pate.befahl, und fuhr ab, das Herz voll Glückseligkeit. Als dem Prinzen die Ankunft einer mächtigen, aber unbekannten Prinzessin gemeldet wurde, eilte er höchstselbst die Treppe hinab, um sie zu empfangen, reichte ihr die Hand beim Aussteigen und führte sie in den Saal. Da wurde es mit einem Male ganz stille, mäuschenstille. Alles hörte auf zu tanzen, die Violinen hörten auf zu spielen, und man tat gar nichts anderes, als die außerordentliche Schönheit der großen Unbekannten betrachten. Höchstens daß man hie und da den Ausruf hörte:»oh, wie schön ist sie!«selbst der alte König meinte, daß er seit langem keine so schöne und anmutige Person zu Gesicht bekommen. Darauf seufzte er und die Königin auch. Die Damen studierten vorzugsweise Stoff und Schnitt der Kleider sowie den Kopfputz der fremden Prinzessin, um gleich morgen alles genau nachmachen zu lassen. Denn die Frauen meinen immer, der Anzug tue es, und sie würden geradeso schön sein wie die schönste Person, wenn sie nur erst auch so gekleidet wären. Der Prinz führte Aschenputtel auf den höchsten Ehrenplatz, dann bat er sie um einen Tanz, und sie tanzte mit solcher Anmut, daß man sie noch mehr bewunderte als zuvor. Bei Tische brachte der Prinz keinen Bissen herunter, so sehr war er in Betrachtung der großen Schönheit verloren, und so stark hatte sich bei ihm schon jene Appetitlosigkeit eingestellt, welche als ein bedrohliches Zeichen der hitzigen Liebeskrankheit vorauszugehen pflegt. Aschenputtel setzte sich neben ihre Schwestern, überhäufte sie mit Liebenswürdigkeiten und gab ihnen von den Zitronen und Orangen, die ihr der Prinz vorlegte, was die beiden sehr verwunderte, weil sie Aschenputtel nicht erkannten. Da schlug es ein Viertel vor Mitternacht. Rasch erhob sich Aschenputtel, machte der ganzen Gesellschaft einen tiefen Knicks und entfernte sich, so schnell sie konnte. Zu Hause angekommen, lief sie sogleich zu der guten Pate, dankte ihr für alles Genossene und sagte ihr, daß sie morgen wohl wieder auf den Ball zu gehen wünschte, da sie der Prinz so sehr darum gebeten. Und wie sie im besten Erzählen war, pochten die Schwestern an die Türe. Aschenputtel lief und öffnete, und gähnend, als ob sie eben aus dem Schlaf erwacht wäre, sagte sie:»ach, wie lange seid ihr ausgeblieben!wärest du mit uns gewesen«, antwortete die eine,»die Zeit hätte dir nicht lange geschienen. Es war eine wunderschöne Prinzessin auf dem Balle, die schönste Prinzessin, die man sich nur vorstellen kann. Sie war überaus gnädig gegen uns und gab uns Zitronen und Orangen.«Aschenputtel wupperte bei diesen Worten das Herz vor Freude. Sie fragte nach dem Namen der Prinzessin, aber sie antworteten, daß sie ganz unbekannt sei, daß sich der Prinz darüber höchlichst gräme und daß er alles dafür gäbe, wenn er nur wüßte, wer sie wäre. Aschenputtel lächelte unter der Nase und sagte:»war sie wirklich so schön? Mein Gott, wie glücklich seid ihr! Könnte ich sie denn gar nicht zu sehen bekommen?«tags darauf gingen die Schwestern wieder auf den Ball, Aschenputtel auch, nur noch viel schöner und prächtiger aufgeputzt als das erstemal. Der Prinz wich nicht von ihrer Seite und sagte ihr die süßesten Sachen, die jedes Mädchen gerne hört und die auch Aschenputtel gerne hörte. Sie hörte so aufmerksam zu, und die Zeit verging ihr so rasch, daß sie ganz die Warnungen und Anempfehlungen der Pate vergaß, und plötzlich ertönte der erste Glockenschlag der Mitternacht, als sie glaubte, es sei noch nicht elf Uhr. Erschrocken sprang sie auf und floh mit der Leichtigkeit eines Rehs davon. Der Prinz ihr nach, aber er konnte sie nicht erreichen. Er erwischte nichts als 12

13 einen der gläsernen Pantoffeln, den Aschenputtel auf der Flucht fallen gelassen. Ganz außer Atem kam sie zu Hause an, ohne Karosse, ohne Bediente, ohne Prachtkleider, in ihre alten Lumpen gehüllt wie sonst. Nichts war ihr geblieben als ein Pantoffel, dessen Bruder ihr vom Fuße gefallen war. Im Schlosse fragte man die Türsteher, ob sie nicht eine wunderschöne Prinzessin hätten hinausgehen sehen. Sie antworteten, daß sie nichts gesehen hätten als ein schlecht gekleidetes Mädchen, das eher einer Bäuerin als einer Prinzessin ähnlich gewesen. Als die Schwestern vom Balle heimkamen, fragte Aschenputtel sie, ob sie sich denn gut unterhalten hätten und ob die schöne Dame wieder dagewesen sei. Sie sagten ja! und fügten hinzu, daß aber die schöne Dame mit Schlag Mitternacht auf und davongegangen und daß sie auf ihrer Flucht das reizendste Glaspantöffelchen von der Welt habe fallen lassen, daß der Prinz es aufgehoben und daß er in die Besitzerin des Glaspantöffelchens ganz verliebt sei. Das mußte wohl wahr sein, denn wenige Tage darauf wurde unter Trompetenstößen überall kundgetan, daß der Prinz diejenige heiraten werde, deren Fuß in das Glaspantöffelchen passe. Man fing mit der Probe des Pantoffels bei den Prinzessinnen an, dann bei den Herzoginnen, dann bei allen Hofdamen überall umsonst. Man brachte dann das Pantöffelchen zu den beiden Schwestern, die alles mögliche taten, um ihre Füße hineinzuzwängen, aber sie konnten es nicht durchsetzen. Aschenputtel, die ihren Pantoffel erkannte, sah lächelnd zu und sagte:»wie wäre es, wenn ich es auch einmal versuchte?«die Schwestern brachen in lautes Gelächter aus und wollten sie zur Tür hinaustreiben. Aber der mit der Pantoffelprobe beauftragte außerordentliche Gesandte betrachtete Aschenputtel genauer, blickte mit scharfen Augen mitten durch Lumpen und Schmutz, fand sie sehr schön und meinte, es sei nichts wie billig, und er habe Auftrag, den Pantoffel ohne Ansehen der Person und des Standes alle Mädchen probieren zu lassen. Er bat Aschenputtel, sich gefälligst hinzusetzen, kniete vor ihr nieder, schob das Pantöffelchen über ihre Zehen und siehe da, es saß wie angegossen. Das Erstaunen der beiden Schwestern war groß, sehr groß, und es wurde noch größer und allgemeiner, als Aschenputtel mit einem Male auch den andern Glaspantoffel aus der Tasche zog und ihn, wie nichts, über den andern Fuß schob. Dazu kam noch zur rechten Zeit die Pate, berührte Aschenputtel mit dem Zauberstäbchen, und so geputzt saß sie da, daß die Prachtgewänder der zwei Ballabende nichts dagegen waren. Jetzt erst ging den beiden Schwestern ein Licht auf. Sie erkannten die schöne Person, die ihnen Zitronen und Orangen gegeben, warfen sich ihr zu Füßen und baten um Vergebung für die schlechte Behandlung, die sie ihr bisher hatten angedeihen lassen. Gute Menschen werden durch das Glück immer besser, und so hob Aschenputtel die bösen Schwestern auf, drückte sie ans Herz, versicherte sie ihrer Liebe und versprach, die ganze Vergangenheit zu vergessen. Der Prinz, der in einiger Entfernung folgte, stürzte herbei, fand Aschenputtel schöner als je und heiratete sie wenige Tage darauf. Daß sie nun sehr glücklich war und eine große Königin wurde und ihren Stiefschwestern alles mögliche Gute tat das versteht sich alles von selbst. Die Märchen sind entnommen aus: Projekt Gutenberg-de. 13

14 ANREGUNGEN FÜR DIE VOR- UND NACHBEREITUNG DES THEATERBESUCHS Thema: Das Märchen Aschenputtel Lesen Sie den Kindern das Märchen Aschenputtel aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm vor. Im Anschluss daran rekapitulieren Sie gemeinsam mit den Kindern das Gehörte. Sie können den Kindern Fragen stellen, das erleichtert ihnen, die Geschichte nachzuerzählen. Um wen geht es in dem Märchen? Warum muss das Mädchen Aschenputtel so viel arbeiten? Sind die Stiefschwestern und die Stiefmutter nett zu Aschenputtel? Warum nicht? Welche Aufgabe bekommt Aschenputtel von der Stiefmutter gestellt? Was passiert, als das Mädchen am Grab ihrer Mutter weint? Was verliert Aschenputtel nach dem Ball? Wie findet der Prinz heraus, wer seine rechte Braut ist? Fragen sie nun die Kinder, welche Stelle in dem Märchen ihnen am besten gefallen hat und warum? Sie können diese auch malen lassen und später anhand der Bilder das Märchen noch einmal mit den Kindern erzählen. Es bietet sich auch an ein eigenes Bilderbuch mit den Zeichnungen der Kinder zu gestalten. Die Schuhe nehmen im Handlungsgang eine zentrale Rolle ein. Überlegen Sie mit den Kindern, um was für Schuhe es sich handeln könnte. Einfache Pantoffeln, also Hausschuhe, oder feine Damenschuhe mit Absatz? Vielleicht haben die Kinder ganz andere Vorstellungen von den Schuhen. Um herauszufinden, ob die Kinder unterschiedliche Ideen haben, legen Sie vor jedes Kind ein Blatt Papier und Stifte oder Tusche zum Malen bereit. Die Kinder sollen nun die Augen schließen. Lesen Sie ihnen folgende Stelle aus dem Märchen vor: Als nun niemand mehr daheim war, ging Aschenputtel zu seiner Mutter Grab unter den Haselbaum und rief: Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich. Da warf ihm der Vogel ein golden und silbern Kleid herunter und mit Seide und Silber ausgestickte Pantoffeln. In aller Eile zog es das Kleid an und ging zur Hochzeit. Seine Schwestern aber und die Stiefmutter kannten es nicht und meinten, es müsste eine fremde Königstochter sein, so schön sah es in dem goldenen Kleide aus. An Aschenputtel dachten sie gar nicht und dachten, es säße daheim im Schmutz und sucht die Linsen aus der Asche. Der Königssohn kam ihm entgegen, nahm es bei der Hand und tanzte mit ihm. Er wollte auch mit sonst niemand tanzen, also dass er ihm die Hand nicht losließ, und wenn ein anderer kam, es aufzufordern, sprach er: Das ist meine Tänzerin. 14

15 Sagen sie den Kindern nun, dass sie sich mit geschlossenen Augen die Tanzschuhe von Aschenputtel vorstellen sollen. Lassen Sie ihnen etwas Zeit. Geben Sie ihnen nun die Aufgabe, die Schuhe aus ihrem Kopf auf das Papier zu malen. Neben dem Malen der Schuhe können Sie mit den Kindern die Stellen der Schuh-Proben nachspielen. Lesen Sie zuerst die Auszüge vor, bei denen die Stiefschwestern und Aschenputtel den Schuh probieren. Wie stellen die Kinder sich das szenisch vor? Mit Grundschulkindern können Sie etwas tiefer gehen und neben der Version der Brüder Grimm auch noch die Perraultsche Fassung lesen. Finden die Kinder die Unterschiede heraus? Als Hilfe können Sie den Schülern folgende Fragen stellen: Woher bekommt Aschenputtel ihre Ballkleider? Was bekommt Aschenputtel alles geschenkt, wenn sie zum Ball fährt? Wie sehen die Ballschuhe aus? Auf welche Weise verliert Aschenputtel ihren Schuh? Wer geht in das Haus von Aschenputtel und führt die Schuhprobe aus? Was passiert zum Schluss mit den Stiefschwestern? Thematisieren Sie, dass Märchen aus der mündlichen Erzähltradition stammen und es unterschiedliche Versionen gibt. Es bietet sich an dieser Stelle an, das Märchen als literarische Gattung zu erläutern. In Probenbesuchen, im Gespräch mit Patenklassen und Mitgliedern des Kinderclubs haben wir festgestellt, dass Kinder Märchen oft nicht kennen, manchmal nur den Titel. Kennt Ihre Gruppe oder Klasse noch andere Märchen? Haben sie vielleicht Lieblingsmärchen oder Lieblingsmärchenfiguren? Thema: Schuhe Imelda Plaudertasche, die Erzählerin aus CINDERELLAS SCHUHE, liebt Schuhe und besitzt dementsprechend unheimlich viele und in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben. Geben Sie den Kindern die Aufgabe, Zuhause Schuhbilder zu sammeln. Die gesammelten Bilder sollen dann gemeinsam sortiert werden. Dabei bieten sich die Sortierungen nach Farbe und nach Form an. Die Kinder sollen zuerst die Bilder nach der Farbe der Schuhe ordnen. Gibt es vielleicht Farben, in denen es keine Schuhbilder gibt? Dann ordnen sie die Bilder nach Form, also zum Beispiel nach Stiefel, Absatzschuh, Hausschuh, Sportschuh usw. Was für Schuhe gibt es und zu welchem Zweck zieht man bestimmte Schuhe an? Nach diesem Muster können Sie für die Kinder ein Memoriespiel vorbereiten. Mögliche Paare sind: Gummistiefel und Regenwolken, Badelatschen und Dusche, Hausschuhe und 15

16 Kinderzimmer, Absatzschuh und Frau, Schlittschuh und eisbedeckter See, Fußballschuh und Ball, Sportschuh und Laufbahn, Herrenschuh und Mann, Kinderschuh und Kind, Ballettschuhe und Tänzerin, Sandale und Sonne, Winterstiefel und Schnee. In unterschiedlichen Schuhen bewegt man sich auch unterschiedlich. So läuft man in Absatzschuhen ganz anders als in Gummistiefeln. Mit etwas älteren Kindern können Sie ausprobieren, wie man sich in verschiedenen Schuhformen geht, läuft oder rennt. Stellen Sie Schuhe folgender Formen in den Raum: Absatzschuhe, Gummistiefel, Badelatschen und Holzschuhe. Die Kinder können nun nacheinander probieren, wie sich der Gang verändert, wenn man andere Schuhe anhat. Zum Weiterlesen Jacob und Wilhelm Grimm: Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Kinderbuchverlag 2008 (Neuauflage) Charles Perrault: Märchen aus alter Zeit, A.Melzer 1976 Susanne Vettiger, Maria Blazejovsky: Fräulein Bixel und Herr Glück, Nord-Süd 2006 (Eine Geschichte von Schuhen, die in einem Opernhaus leben; für Kinder ab 4 Jahren.) Brigitte vom Wege, Mechthild Wessel: Das Märchen-Aktionsbuch, Herder 2008 (Die Autorinnen stellen hier viele Märchenspielideen vor.) Redaktion: Viktoria Klawitter Landesbühne Niedersachsen Nord Leitung: Natascha Kalmbach Virchowstr Wilhelmshaven Kontakt: Viktoria Klawitter Telefon

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