Berufsmaturität Zahlen und Fakten

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1 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT Berufsbildung Berufsmaturität Zahlen und Fakten Stand 2 Februar 22

2 / I Inhalt Entwicklung der Berufsmaturität im Überblick 2 Kantonale Unterschiede 2 Beruflicher Hintergrund und BM- Übertrittsquote an die Fachhochschulen 5 5 Fachhochschuleintritt nach Zulassungsausweis

3 / Entwicklung der Berufsmaturität im Überblick Zwischen 2 und 2 verdoppelte sich die Anzahl der Berufsmaturitätszeugnisse (BM-Zeugnisse) nahezu von '5 auf gut 2' BM-Zeugnisse, wobei insbesondere die knapp 2 8 zusätzlichen BM-Zeugnisse der kaufmännischen stark ins Gewicht fielen. Ein ausgeprägtes Wachstum hat auch die gesundheitliche und soziale vorzuweisen, in der 2 erstmals 8 und 2 fast 5 BM-Zeugnisse ausgestellt wurden. Demgegenüber stagnierte die Entwicklung der BM-Zeugnisse der gewerblichen und naturwissenschaftlichen in den vergangenen fünf Jahren (vgl. Tabelle ) technische kaufmännische gestalterische gewerbliche Berufsmaturitätsrichtung naturwissenschaftliche gesundheitliche und soziale Total Tabelle Anzahl BM-Zeugnisse pro BM- zwischen 2 und 2; Daten BFS Die relativen Anteile der aktuell existierenden sechs BM-en sind sehr ungleich: Die kaufmännische ist die mit Abstand häufigste (5 aller BM-Zeugnisse im Jahr 2), gefolgt von der technischen mit 2% der BM-Zeugnisse. Unterschiedlich pro ist auch der Anteil der lehrbegleitenden BM (BM-); gesamtschweizerisch lag dieser Anteil 2 bei 5% (vgl. Tabelle 2). Berufsmaturitätsrichtung BM-Zeugnisse Anteil am Total Anteil BM- technische 588 2% 5 kaufmännische 5 7% gestalterische 7 % 5 gewerbliche 25 naturwissenschaftliche 5 gesundheitliche und soziale 7 2 Total 2 2 5% Tabelle 2 Anteil der verschiedenen BM-en und der lehrbegleitenden BM (BM-) im Jahr 2; Daten BFS

4 / 2 2 Kantonale Unterschiede Der Umstand, dass nicht jeder Kantone alle sechs BM-en anbietet (vgl. Abbildung ) und in den Regionen grosse Unterschiede betreffend Angebote an Lehrstellen existieren, widerspiegelt sich sowohl in den unterschiedlichen BM-Quoten (vgl. Abbildung 2) als auch in der spezifischen Verteilung BM-en in den einzelnen Kantonen (vgl. Abbildung ). naturwissenschaftliche BM gesundheitliche und soziale BM technische BM kaufmännische BM gestalterische BM gewerbliche BM Abbildung : Angebot der sechs BM-en in den Kantonen 2; Daten BBT econcept 2 8% % 8% % ZH BE LU UR SZ OWNW GL ZG FR SO BS BL SH AR AI SG GR AG TG TI VD VS NE GE JUTotal Abbildung 2: Entwicklung der BM-Quoten 28-2 nach Kanton und für die Schweiz (Total); Daten BFS

5 / GE () VS (7) VD (852) BE (22) FR (8) JU (2) NE (8) SO (2) AG (778) BL () BS () ZH (227) AI () AR () technische kaufmännische gestalterische gewerbliche naturwissenschaftl. gesundheitl. u. soziale GL () GR (8) SG (8) SH (75) TG (5) LU (5) NW () OW () SZ (2) UR () ZG (22) TI (577) Total Abbildung : BM-Zeugnisse 2 nach en pro Kanton und für die Schweiz (Total); Daten BFS Gesamtschweizerisch lag 2 die BM-Quote bei knapp, im Vergleich dazu lag die gymnasiale Maturitätsquote bei knapp 2. Am höchsten ist die BM-Quote im Kanton Schaffhausen (knapp 8%), am tiefsten in den Kantonen Genf und Basel Stadt (7. und 7.%), die sich im Gegenzug aber durch überdurchschnittlich hohe gymnasiale Matur i- tätsquoten (27. und 28.8%) auszeichnen. Die Maturitätsquote entspricht dem Anteil Personen, die ein Maturitätszeugnis erworben haben, gemessen an der entsprechenden Altersklasse der Bevölkerung (für die gymnasiale Maturität bilden die -Jährigen und für die BM die 2-Jährigen die Vergleichsbasis). Beruflicher Hintergrund und BM- In allen BM-en finden sich Absolventen/innen mit unterschiedlicher beruflicher Grundbildung. Doch auch hier gibt es grosse Unterschiede zwischen den einzelnen BM - en. Die homogenste berufliche Grundbildung findet sich in der kaufmännischen : 2 hatten über der Absolventen/innen eine kaufmännische Grundbildung absolviert (Kaufmann/frau E, Kaufmann/frau B, Kaufm. Angestellte/r oder Handel s- mittelschuldiplom). Auch in der technischen haben die Absolventen/innen schätzungsweise zu vier Fünftel einen Beruf gelernt, in welchem technische Kenntnisse und naturwissenschaftliche Grundlagen wichtig sind, doch diese umfassen gegen verschiedene berufliche Grundbildungen. Der weitaus heterogenste berufliche Hintergrund findet sich in der gesundheitlichen und sozialen, in der aufgrund des h o- hen BM-2-Anteils wohl auch der höchste Anteil an Personen zu finden ist, die sich mit und nach der BM beruflich neu orientieren wollen (vgl. Tabelle 2 und Tabelle ).

6 / Technische (2): Total 588 BM-Zeugnisse (nach Berufen) Informatiker/in; Informatiker/in ; Informatikmittelschuldimplomand/in Polymechaniker/in; Polymechaniker/in *Elektroniker/in; Elektroniker/in *Automatiker/in; Automatiker/in 5 Elektro-Installateur/in ; Elektromonteur/in 22 Mediamatiker/in 5 7 Hochbauzeichner/in 27 Schreiner/in 277 Automechaniker/in; Automobil- Fachmann/-frau ; Automobil-Mechatroniker/in 2 Zimmermann/Zimmerin 25 Bauzeichner/in Augenoptiker/in 5 Konstrukteur/in 2 Zeichner/in 5 Multimediaelektroniker/in 7 Chemielaborant/in; Biologielaborant/in; Laborant/in 2 Geomatiker/in; Geomatiker/in 7 Kaufmännische (2): Total BM-Zeugnisse (nach Berufen) Kaufmann/-frau E / B; *Kaufm. Angestellte/r 2 *Detailhandelsangestellte/r; Detailhandelsfachfrau/-mann -Beratung/-Bewirtschaftung Handelsmittelschuldiplom 87 Mediamatiker/in Informatiker/in; Informatiker/in ; Informatikmittelschuldimplomand/in 2 Gestalterische (2): Total 7 BM-Zeugnisse (nach Berufen) Hochbauzeichner/in Gestalter/in; Designer/in 75 Zeichner/in 7 Bekleidungsgestalter/in Kaufmann/-frau E / B; *Kaufm. Angestellte/r Dekorationsgestalter/in 2 Polygraf/in; Polygraf/in 78 Grafiker/in 7 Schreiner/in 2 Gewerbliche (2): Total 25 BM-Zeugnisse (nach Berufen) Koch/Köchin; Koch/Köchin Coiffeur/-euse; Coiffeur/- euse Drogist/in 8 *Detailhandelsangestellte/r; 2 Detailhandelsfachfrau/-mann -Beratung/-Bewirtschaftung 5 Gärtner/in; *Landschaftsgärtner/in; Gärtner/in (Lullier) Naturwissenschaftliche (2): Total 5 BM-Zeugnisse (nach Berufen) Gärtner/in; *Landschaftsgärtner/in; Gärtner/in (Lullier) 7 Landwirt/in; Landwirt/in Biologielaborant/in; Chemielaborant/in Drogist/in 2 Forstwart/in; Forstwart/in 5 Gesundheitliche und soziale (2): Total 7 BM-Zeugnisse (nach Berufen) Fachangestellte/r Gesundheit; Fachfrau/-mann Gesundheit ; *Krankenschwester/-pfleger AKP / *Niveau I / *Niveau II Kaufmann/-frau E / B; *Kaufm. Angestellte/r Medizinische/r Praxisassistent/in; Medizinische/r Praxisassistent/in Tabelle 2 Pharma-Assistent/in; Pharma- Assistent/in 5 Drogist/in 7 Fachfrau/-mann Betreuung 2 Sozialagoge/-agogin 5 7 *Detailhandelsangestellte/r; Detailhandelsfachfrau/-mann -Beratung 2 Koch/Köchin; Koch/Köchin BM-Zeugnisse 2 nach und Berufen: Pro BM- werden die Berufe mit mindestens BM-Absolventen/innen oder aber die 5 häufigsten Berufe aufgeführt; mit * versehen sind aufgehobene Berufe; Daten BFS

7 / 5 Übertrittsquote an die Fachhochschulen In den vergangenen zehn Jahren lagen die Übertrittsquoten von BM-Absolventen/innen mehr oder weniger konstant zwischen 5 und (vgl. Abbildung ) Sofortübertritt Übertritt nach einem Jahr Übertritt nach zwei Jahren oder mehr Abbildung : Übertrittsquoten BM Fachhochschulen nach BM-Kohorten 2-2; Daten BFS Die verschiedenen BM-en weisen grosse Unterschiede in der Übertrittsquote zu den Fachhochschulen auf. In der BM-Kohorte 27 wies die technische mit 7 die höchste Übertrittsquote auf. Die tiefste Übertrittsquote lag mit % bei der gewerblichen vor (vgl. Tabelle ). Berufsmaturitätsrichtung Sofortübertritt Übertritt nach Jahr Übertritt nach 2 Jahren oder mehr Übertritt Total technische 28% 28% 7 kaufmännische % 7% 8% gestalterische gewerbliche % naturwissenschaftliche 2 % gesundheitliche und soziale 8% 7% Total % % 5 Tabelle Übertrittsquoten der BM-Kohorte 27 an die Fachhochschulen nach BM-; Daten BFS

8 / 5 Fachhochschuleintritt nach Zulassungsausweis Die Berufsmaturität ist der wichtigste Zulassungsausweis zu den Fachhochschulen (FH). Im Jahr 2 hatten 8% der Studienanfänger/innen an den FH ein BM-Zeugnis, weitere 2 eine gymnasiale Maturität und eine Fachmaturität. Der Anteil mit ausländischem Zulassungsausweis lag in den vergangenen zehn Jahren konstant zwischen und % aller FH-Studienanfänger/innen (vgl. Abbildung 5) Berufsmaturität Fachmaturität Gymnasiale Maturität Anderer Schweizer Ausweis Ausländischer Ausweis Andere Abbildung 5: FH-Eintritte nach Zulassungsausweis, Entwicklung 2-2; Daten BFS Die Wichtigkeit des BM-Zeugnisses als Zulassungsausweis variiert stark in den verschieden FH-Studienbereichen. Tabelle 5 zeigt die FH-Eintritte des Jahres 2 nach Zulassungsausweis für alle FH-Studienbereiche auf. Innerhalb der acht FH-Studienbereiche, für die es verwandte Berufe () gibt und für die im RLP-BM gebündelt in 5 Ausrichtungen spezifische BM-Bildungsgänge vorgesehen sind, wiesen die FH-Studienbereiche Technik und Informationstechnologie sowie Wirtschaft und Dienstleistungen mit oder resp. die höchsten Anteile von BM-Zeugnissen als FH-Zulassungsausweis vor. Demgegenüber war die BM als Zulassungsausweis für die FH-Studienbereiche Design (2%), Soziale Arbeit () und Gesundheit (2) weniger dominant (vgl. Tabelle 5, farblich hervorgehoben). Die FH-Studienbereiche Sport, Musik, Theater und andere Künste, Angewandte Linguistik und Angewandte Psychologie zeichnen sich mit Ausnahme des FH-Studienbereichs Musik, Theater und andere Künste durch tiefe Studierendenzahlen aus. Da es für diese FH-Studienbereiche wiederum mit Ausnahme des FH-Studienbereichs Musik, Theater und andere Künste keine verwandten Berufe () gibt, sieht der RLP-BM keine spezifische BM vor.

9 Technik u. Informationstechnologie Architektur, Bau- u. Planungswesen Chemie und Life Sciences Land- und Forstwirtschaft Wirtschaft und Dienstleistungen Design Gesundheit Soziale Arbeit Sport Musik, Theater und andere Künste Angewandte Psychologie Angewandte Linguistik Total / 7 Zulassungsausweis / FH- Studienbereich/ (Absolute Zahlen und %-Anteil pro FH- Studienbereich) BM technische BM kaufmännische GM gestalterische BM gewerbliche BM naturwissenschaftl. BM gesundheitl. u. soziale 57% 2 7.%. 8.. Total BM %. 8 % % % 5 %.7% %.%.% %.. 2% % % 2 %. 7.8% 5 % 7 2%.7% %.8% % % % Gymnasiale Maturität Andere Schweizer Ausweise 78 % Ausländische Ausweise 8 Fachmaturität 2. mit Aufnahmeprüfung Passerelle Total andere Zulassungsausw. 5 7% 7 8% % % 55 8%.% 8 % 5 % % 88 7% 22 % % 2 % % 7 2 % % % % % 27 7% 5 % % % % 7 % 5 % % 2 7% 7 8% Total FH- Eintritte '82 Tabelle 5 FH-Eintritte 2 nach FH-Studienbereich und Zulassungsausweis; farblich hervorgehoben werden die 8 FH-Studienbereiche, für die es verwandte Berufe () gibt und für die im RLP-BM, gebündelt in 5 Ausrichtungen, spezifische BM-Bildungsgänge vorgesehen sind. Daten BFS

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