Informationsbroschüre zum kaufmännischen Praktikum für Praktikumsbetriebe

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1 Informationsbroschüre zum kaufmännischen Praktikum für Praktikumsbetriebe

2 Kaufmännische Praktikanten und Praktikantinnen Das NSH Bildungszentrum Basel AG bildet in seiner Handelsschule jedes Jahr motivierte Lernende aus. Das Berufsbildungsgesetz BBG beinhaltet neben der dualen Berufslehre auch die Ausbildung an anerkannten privat-rechtlichen Berufsfachschulen. Im Rahmen dieser dreijährigen Ausbildung absolvieren die Lernenden ein einjähriges betriebliches Praktikum. Um Sie als Praktikumsbetrieb optimal zu unterstützen und zu beraten, hat die NSH das Praktikumsmanagement eingerichtet. Diese Broschüre stellt Ihnen die Ausbildung an unserer Privatschule mit deren Bestandteilen vor und beantwortet die wichtigsten Fragen des kaufmännischen Praktikums. Anmerkung: Aus Gründen der besseren Verständlichkeit wird die männliche Form verwendet. Natürlich sind beide Geschlechter angesprochen. 2

3 Modell der privaten Berufsfachschulen Unsere Ausbildung findet in drei Phasen statt. Nach einem 1 ½- jährigen Schulteil startet jeweils Anfang Februar das Praktikum. Es dauert ein Jahr. Das abschliessende Schulsemester bereitet die Absolventen auf das Qualifikationsverfahren vor. 3 Semester Unterricht in der Schule 2 Semester Praktikum im Betrieb 1 Semester Unterricht in der Schule Qualifikationsverfahren (QV) Vorteile für Praktikumsfirmen Praktikanten der NSH haben vor dem Praktikum bereits drei Semester kaufmännische Ausbildung absolviert. Sie haben das Bürofachdiplom VSH und das Handelsdiplom VSH erfolgreich bestanden. Die Praktikanten sind 100 % im Betrieb anwesend und haben während des Praktikumsjahres keine Berufsschule. Die Praktikumsfirmen werden unterstützt und begleitet vom Praktikumsmanagement NSH. Ausbildung von Nachwuchskräften sichert die Zukunft der eigenen Firma und Branche sowie der Wirtschaft allgemein. Für ein gutes Betriebsklima und eine ausgeglichene Altersstruktur im Betrieb sind auch junge Leute wichtig. Unternehmen profitieren durch die Ausbildung der Lernenden von einem verbesserten Image und grösserem Bekanntheitsgrad. In Praktikanten zu investieren lohnt sich Lernende leisten bereits nach kurzer Einarbeitung produktive Arbeit. Kosten und Nutzen stehen in einem günstigen Verhältnis. 3

4 Qualifikationsverfahren (QV) Um das eidgenössische Fähigkeitszeugnis zu erhalten, zählen die Leistungen der Praktikanten in der Schule wie im Betrieb. Beide tragen je zur Hälfte zum Abschluss Kauffrau/ Kaufmann bei. Regelmässig werden im Betrieb Elemente zur Benotung durchgeführt. Unsere Handelsschule ist vom Kanton als Berufsfachschule offiziell anerkannt. Dies bedeutet eine Gleichstellung mit den KV- Berufsschulen und ermöglicht es unseren Lernenden das Qualifikationsverfahren hausintern absolvieren zu können. Mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis Kauffrau/Kaufmann wird ein solides kaufmännisches Fachwissen in Theorie und Praxis erworben. Auszubildende qualifizieren sich als kaufmännische Sachbearbeiter und eröffnen sich gleichzeitig den Zugang zu höheren Wirtschaftsausbildungen und zur Berufsmaturität. Ausbildung im Betrieb Im Rahmen der beruflichen Grundbildung Kauffrau/Kaufmann wurde bei allen Lernzielen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz in gleicher Weise entwickelt. Dies ermöglicht eine umfassende und praxisgerechte Ausbildung. Arbeits- und Lernformen sowie die Förderung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung sind zentrale Eckpfeiler, mit denen die Lernenden auf die sich stets wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet werden. Das Ziel ist vor allem die Förderung vernetzten Denkens, selbstständigen Arbeitens und zielorientierten Planens. Folgende Prüfungselemente werden während dem Praktikum im Betrieb durchgeführt und bewertet: Arbeits- und Lernsituationen Prozesseinheit Die Noten sind Bestandteil des Qualifikationsverfahrens. 4

5 Lern- und Leistungsdokumentation (LLD) Die Lern- und Leistungsdokumentation beinhaltet klar definierte, messbare Leistungsziele und alle Informationen zu den Elementen ALS und PE. Berufsbildner und Praktikanten orientieren sich in der betrieblichen Ausbildung an der LLD. Das NSH Bildungszentrum bildet in der Regel in der Branche Dienstleistung und Administration aus. Arbeits- und Lernsituation (ALS) In einer Art Mitarbeitergespräch werden die Praktikanten zweimal während des Praktikumsjahres bezüglich ihrer Leistung und ihres Verhaltens bewertet. Eine ALS konzentriert sich auf einen zentralen Arbeitsbereich des Praktikanten. Zur Beurteilung jeder ALS stellt der Berufsbildner (Ausbilder am Arbeitsplatz) aus der LLD passende Leistungsziele sowie Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen zusammen. Den Berufsbildnern wird ein aussagekräftiges Beurteilungssystem zur Verfügung gestellt. Prozesseinheit (PE) Die heutige Arbeitswelt verlangt von Kaufleuten ein verstärktes prozessorientiertes und bereichsübergreifendes Denken und Handeln. Deshalb wird bei der betrieblichen Ausbildung darauf geachtet, dass sich die Lernenden nicht nur mit isolierten Einzeltätigkeiten beschäftigen, sondern sich auch mit ganzen Arbeitsabläufen auseinandersetzen. Die Prozesseinheit ist eine selbständige Arbeit, die der Praktikant im Betrieb unter Begleitung und Betreuung des Berufsbildners durchführt. Ein Arbeitsablauf (Prozess) wird nachvollzogen, analysiert, beschrieben und Verbesserungsvorschläge werden festgehalten. Während des Praktikumsjahres wird eine Prozesseinheit absolviert. 5

6 Überbetriebliche Kurse (ÜK) Die ÜK vermitteln den Praktikanten Branchenkunde und sichern den Ausbildungsstand in der betrieblichen Ausbildung. Während des Praktikums finden vier ÜKs mit einer Dauer von je einem Tag statt. Die Kurse (insgesamt sechs Tage) werden durch den Betrieb finanziert und sind für die Praktikanten obligatorisch. Mit welchen Kosten ist zu rechnen? CHF CHF empfohlener monatlicher Bruttopraktikumslohn Gesamtkosten pro Praktikumsjahr für überbetriebliche Kurse des Praktikanten sowie Begleitung durch das Praktikumsmanagement NSH Wer darf Praktikanten ausbilden? Betriebe mit einer Bewilligung vom Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt zur Ausbildung von kaufmännischen Lernenden sind auch zur Ausbildung von Praktikanten berechtigt. Besteht noch keine Bewilligung, so kann diese beim Praktikumsmanagement NSH beantragt werden. Voraussetzung ist die Teilnahme des Berufsbildners an unseren Ausbildungsmodulen. Diese finden an zwei halbtägigen Workshops statt. Die fachlichen Mindestanforderungen erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt: kaufmännische Ausbildung (EFZ) bzw. Grundbildung (E- oder B-Profil) mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis Abschluss der höheren Berufsbildung Abschluss einer Fachhochschule oder einer universitären Hochschule mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis 6

7 Wie unterstützt Sie das Praktikumsmanagement? Koordination im Selektionsverfahren Betreuung und Coaching der Praktikanten Kompetente Ansprechstelle bei allen Fragen zur Ausbildung der Praktikanten und zum Praktikum Abgabe von Checklisten, nützlichen Links und diversen Hilfsmitteln für die Ausbildung der Praktikanten Massgeschneiderte Schulungen mit dem Ziel, die Berufsbildner optimal auf ihre Aufgabe vorzubereiten Durchführung der überbetrieblichen Kurse Qualitätssicherung der betrieblichen Prüfungselemente ALS und PE Vorbereitung der Praktikanten auf das schriftliche und mündliche Qualifikationsverfahren Sind noch Fragen unbeantwortet? Wir beantworten sie gerne. Es ist uns wichtig, zusammen mit Ihnen eine optimale Ausbildung anbieten zu können. Machen Sie gemeinsam mit uns den Schritt in die Zukunft! 7

8 Praktikumsmanagement NSH Bildungszentrum Basel AG Kontaktperson Caroline Häring Telefon Adresse Internet Praktikumsmanagement NSH Elisabethenanlage 9, 4051 Basel Stand September

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