Leibniz Universität Hannover Institut für Soziologie Professur für Makrosoziologie und Sozialstrukturanalyse Schneiderberg Hannover

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Leibniz Universität Hannover Institut für Soziologie Professur für Makrosoziologie und Sozialstrukturanalyse Schneiderberg 50 30167 Hannover"

Transkript

1 6. Headline Quat event el estem enemqui atquatur milla senihillento que non parchitatur modissitas aliquam, con pre nus dia solor minctur siminte niet voloreh eniendit voluptat et ut ut rem. Nemodis identur aspiditibus dendem eossent, odita conse pra eaque re enditam re optatat volupta quoditat. Mosaperis anis rae eum, eicia qui comnis asimporaeces estorem etur? Olores expe quam nonsequid quiaerc iaturi dollorias as sam, incte provit remquiam facestiae volut mod quiatem aut omnihillati doluptam volorruptate nem et rem qui reptati busanti squidebit, ut explit Dicksein eaquasperori aut andio te omnis dem fuga. Et etur am quos alis qui adit est latia prehenis explit quia ped excescias evendit ioratum re que officimint labo. Ut qui optatur, adi verum sequunt et facest, vercium quibus moluptaerro in cuscill uptatque cus. Rum ulloresedit doloreh endicti buscit rem ea simus. Nobis sum sum ea dolorepudit, que od utempos et, occus alibus apid que parum con et harum aut et omnim iunt modit eum endicias mos num delectur, aturernatem. Ibusae. Lupta enimo omnimag natus. Et qui num atendit, quas doluptat lab ipsantemodio tem nemqui culluptae. Et porepel ligendam, am quis Eva explibu Barlösius santest iaspellita Alexandra adipsa von cus Garmissen ad que niet Grit autem Voigtmann ipsam quis asiti siminctor seque voloria serum cum rerem liquatis doluptate volorem sed quo everum eum rem quia que suntiat iorundu ciatur solum as arum rerunt pe volor adi alit voluptatur restioribus, voloreptibus rerum vent. Ed ut inihic tes molorepe prem iuntibus mo moluptati sam inum ducillaciam dolore mo tem aut aut mo doluptatesed ut pratusdamet lis est aborporrovit aliatibustia consedi dit, sita vererciur, exceprae venihil maximinia coreiunte cumqui dus dit, etust qui ditae nobitature, si acesciis maionsendis si rerum quundeb isimi, eum ilit quatur? Mi, omnimpo restis aspit et voluptas eos molorum sinim volut et, quateserae quas mod molorep erchiciam quo maxim eles exeribus ad molor rae volorum rem eos et eveles expel maio bea volupti aernat. Borepud icimporeius si ut optur sim et quias sinctet offictur minti doluptas nesed et, ipienimpossi volendi atatur, volorunt la dis explabo reperaerum entiorr umendae conescipsam simolore velit vollend animillum venis sundis iliqui optaecus molestior autet et harit et officitius aut volupta ssitiost, nihit vidundit id quidi invenem ut estem fugia ilitaquo officab oremolor reium lamus debitat ectorionsed mossunti torerum ut ab imet officidis aut lignihi cidebitatur andigene numene sus modit, ut am dolupides moluptatiam num eicitas is a comnitati dit utecum cum fuga. Itati aliam ad modita illoratque laboribeatur si bea numenem fugitis ut voluptiores aliquam untis repe arum facepe dolor sunt de nestes molorio. Apelit venecus, nihiciament molorrorro tecta venisto endanitat. Pedis int incto eicilis si ipsaecus accaborrorit officitas dolo ommo con nulpa cone se dipis eateceptat. Uptatemperit ullaccu llautatectis mintur, tem num remporunt et omnissedis coreic tenditas reius de voluptatur ant, alita nihicilis magnam eaturi quae latis estions ectustiam re laboremporum secaes re, sit quam, officientur, eos rectum ut qui am sumentis dollore verit, sim autatio repella auda doluptatur aut ersperfernam quo quia nimus sa sum fugiam es exceris volore, corit laceate estia sit andusci endandi

2 Leibniz Universität Hannover Institut für Soziologie Professur für Makrosoziologie und Sozialstrukturanalyse Schneiderberg Hannover Tel.: 0511 / Fax: 0511 / Gestaltung: Dreigang Kommunikationsdesign August 2012

3 Dicksein Über die gesellschaftliche Erfahrung dick zu sein Eva Barlösius Alexandra von Garmissen Grit Voigtmann

4

5 Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort: Was diese Schrift möchte 6 2. Einleitung: Dick sein weit mehr als ein Gewichtsproblem Dazugehören wollen zum ganz normalen Leben Die Allgegenwärtigkeit der Erfahrung, als dick wahrgenommen zu werden Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen Gleichberechtigung und Gleichbehandlung Ohne eigene Worte die Übernahme der Expertensprache Erfahrung von Ungleichheiten Mehrfach benachteiligt aber nur der Körper zählt Die kleineren Ungleichheiten: Geschlecht und Herkunft Anders als erwartet Gesunde Ernährung alles bekannt Essen nach Plan Sich bewegen und Sport treiben Abnehmen wollen Essalltag in der Familie Gemeinsam zu Tisch Was es zu essen gibt und geben sollte Wer sorgt für das Essen? Gründe und Verantwortlichkeiten die Sicht der Eltern Klick machen es muss bei den Kindern beginnen Frust, Langeweile, Wut Gefühle als Ursachen des Übergewichts Selbstbewusstsein stärken Professionell und extern Wünsche türkischer Eltern zur Ernährungsumstellung ihrer Kinder Anders als vorausgesetzt eine Anhäufung von Knappheiten Finanzielle Knappheit Knappe Zeit und Energie Knappe Kontrollkompetenzen Konklusion: Was diese Schrift verdeutlicht 78 Endnoten 82 5

6 1.

7 VORWORT: WAS DIESE SCHRIFT MÖCHTE 1. Vorwort: Was diese Schrift möchte Übergewicht und Adipositas sind omnipräsent: Sie werden wissenschaftlich beforscht, im Alltag penibel beobachtet, von vielen Institutionen Kindergärten, Schulen, Ämtern sorgsam kontrolliert, gesundheitspolitisch debattiert, mittels Präventions- und Interventionsprogrammen bekämpft, medial skandalisiert, in eigenen TV-Formaten zur Unterhaltung präsentiert und vieles mehr. Diese Thematisierungen und Umgangsformen teilen miteinander viele Gewissheiten: Unstrittig ist, dass Übergewicht nicht nur ein Gesundheits-, sondern ebenso ein Kostenrisiko ist, es auf lange Sicht die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft gefährdet und die gesellschaftliche Solidarität strapaziert. Sie münden in die Überzeugung: Übergewicht und Adipositas sind bereits jetzt ein enormes Problem und wachsen sich zukünftig zu einem noch größeren aus, gegen welches unbedingt etwas zu unternehmen ist. Was das sein kann, auch darüber besteht weitgehend Einigkeit: Übergewichtige müssen abnehmen. Dazu haben sie ihr Ernährungs- und Bewegungsverhalten dauerhaft zu verändern. Gegen diese Erörterungen und Behandlungen sowie deren praktische Folgen formieren sich in den letzten Jahren zunehmend andere wissenschaftliche Analysen und Initiativgruppen, die im Englischen unter dem Schlagwort Fat Studies 1 zusammengefasst werden. Sie kritisieren die sozialen Ausgrenzungen, Stigmatisierungen und Benachteiligungen, die aus den oben aufgezählten Thematisierungen und Umgangsformen für Übergewichtige und Adipöse entstehen. Die Fat Studies berufen sich vorwiegend auf sozialwissenschaftliche Deutungen und Erklärungen. 2 Obwohl sie beanspruchen, stellvertretend für Übergewichtige und Adipöse zu streiten, fällt auf, dass sogar in diesen Studien die Betroffenen mit ihren Erfahrungen, Reaktionen und Stellungnahmen selbst kaum zu Wort kommen. Stattdessen werden sie mit sozialwissenschaftlichen Konzepten erfasst und analysiert, denen immanent ist, für Übergewichtige und Adipöse die Kategorie der Außenseiter zu verwenden, sie als stigmatisiert zu kennzeichnen und ihre soziale Lage als benachteiligt zu bestimmen. Diese Analysen treffen weitgehend zu, und wir wollen ihnen nicht widersprechen. Aber sie sind so abstrakt und verallgemeinernd formuliert, dass sie das Phäno men die gesellschaftliche Erfahrung, zu dick zu sein, über das sie Bericht erstatten wollen, in seiner Eigenart und Allgegenwärtigkeit kaum zu fassen bekommen. 7

8 VORWORT: WAS DIESE SCHRIFT MÖCHTE Die tagtägliche Erfahrung, als zu dick wahrgenommen und behandelt zu werden, die sozialen Interaktionen, denen Dicke ausgesetzt sind, wie sie ihr gesellschaftliches Verhältnis durch ihren Körper bestimmt sehen, dieses und vieles weitere, was ihr Leben ausmacht, bleibt vielfach unbetrachtet. Die formelhafte Analyse ausgegrenzt, stigmatisiert und benachteiligt tendiert dazu, davon mehr zu verdecken als freizulegen. Diese soziale Position und gesellschaftlichen Erfahrungen teilen Dicke mit vielen anderen: Armen, Kranken, Migranten, Alleinerziehenden, Behinderten und religiösen Minderheiten. Was sie unterscheidet, insbesondere aber was dies in der Alltagspraxis heißt, erschließt sich daraus nur wenig. Zudem entfalten diese Analysen eine eigene soziale Wirksamkeit. Sie weisen eine soziale Position und gesellschaftliche Erfahrungswelt zu, verstricken sich damit selbst in das Phänomen. So formulieren sie geradezu vor, wie Dicke sich zu fühlen haben, wie sie soziale Interaktionen zu erleben und welche soziale Lage sie einzunehmen haben. Diese kleine Schrift möchte etwas anderes. Sie rückt die Menschen mit ihren Erfahrungen, Reaktionen und Stellungnahmen ins Zentrum. Die Grundlage unserer Studie ist ein Forschungsprojekt über dickere Jugendliche. 3 Im Rahmen des Projekts haben wir vielfältige empirische Untersuchungen durchgeführt: mit den Jugendlichen selbst, mit ihren Eltern, ExpertInnen der Prävention und Intervention. 4 Wir haben dieses Material wissenschaftlich hauptsächlich soziologisch analysiert und die Ergebnisse publiziert. 5 Unsere Ergebnisse sollen jedoch nicht allein im fachwissenschaftlichen Dialog verbleiben. Mit dieser kleinen Schrift erhoffen wir uns, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Dazu haben wir weitgehend auf fachwissenschaftliche Ausführungen verzichtet, aber darauf Wert gelegt, die Betrachtungsweise und die Ergebnisse möglichst umfassend und komplex wiederzugeben. Entstanden ist ein Text in einem Zwischenbereich, der einerseits ausgiebig aus den Erhebungen mit den Jugendlichen und den Eltern zitiert, um ihnen das Wort zu geben, 6 und der andererseits auf soziologische Konzepte rekurriert, ohne diese jedoch explizit einzuführen. Leser, denen diese Nachweise fehlen, verweisen wir auf unsere wissenschaftlichen Analysen. 7 Ein wichtiges Anliegen ist uns, die gebräuchlichen Bezeichnungen und Titulierungen wie Übergewicht oder Adipositas nicht zu übernehmen, weil darin die gesellschaftlich akzeptierten Thematisierungen und Behandlungsweisen nämlich Therapiebedürftigkeit angelegt sind. Sie repräsentieren das Phänomen so, wie darauf gesellschaftlich reagiert wird, und schaffen sich damit ihre eigene Legitimation. Ebenso haben wir uns darum bemüht, alle wertenden Benennungen und Etikettierungen zu vermeiden, weil diese ebenfalls Teil des Geschehens sind, dass wir durchleuchten wollen. Dies gilt insbesondere für die Bezeichnungen und Benennungen der Jugendlichen. 8

9 VORWORT: WAS DIESE SCHRIFT MÖCHTE Wir orientieren uns an der Sprechweise der betroffenen Jugendlichen. Um ihre Körper zu beschreiben, verwenden die Jugendlichen die Worte: die Dickeren, dicker werden, etwas dicker (JD 14-16). Die dazu antonymen Begriffe gebrauchen sie, um die Körper von Personen zu kennzeichnen, die nicht dick sind. Sie nennen sie die Dünneren (JT 14-16), die irgendwie dünner oder etwas schmächtiger (JD 14-16) sind. Im Text übernehmen wir die Selbstkennzeichnungen: die Dickeren und dick(er) sein, weil wir davon ausgehen, dass diese von den dickeren Jugendlichen als am wenigsten abwertend empfunden werden. Dagegen greifen wir nicht ihre Bezeichnungen für Personen auf, die sie als dünner oder schmächtiger charakterisieren. Diese Bezeichnungen sind komparativ in Bezug auf ihre eigene Körperlichkeit konstruiert und zeigen, dass sie sich mit dem Gegenüber vergleichen. Sie entsprechen jedoch nicht der gesellschaftlichen Wahrnehmung, die von normal spricht. Die dickeren Jugendlichen sind mit dieser gesellschaftlichen Bestimmung vertraut. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass sie ein umfangreiches Repertoire an abschätzigen Etikettierungen aufzählen, mit denen sie im Alltag konfron tiert sind, wie die Fetten (JD 11-13) und Fettsäcke (MT 14-16). Für die dünneren Jugendlichen jedoch verfügen sie nicht über einen verächtlichen Wortschatz, stattdessen verwenden sie Bezeichnungen, die aus dem Wortfeld normal und Normalität stammen. 9

10 2.

11 EINLEITUNG: DICK SEIN WEIT MEHR ALS EIN GEWICHTSPROBLEM 2. Einleitung: Dick sein weit mehr als ein Gewichtsproblem Ein dünner Chefkoch meine Idealwelt (JT 11-13) so lautet der Lebenswunsch eines 13-jährigen Jugendlichen. Als ganz normal angesehen werden und etwas aus unserem Leben machen (MD 11-13) antworten dickere Jugendliche auf die Frage, wie ihre Idealwelt beschaffen sein sollte. Sie zeigen kein pubertäres Aufbegehren oder eine provozierende Selbstinszenierung. Diese Jugendlichen träumen von nicht mehr als teilzuhaben an der ganz normalen Alltagswelt, die im Allgemeinen eine routinemäßige Abfolge unproblematischer Erlebnisse und Erfahrungen bereithält. 8 Aber nicht für sie. Ihnen signalisiert die Alltagswelt, dass sie dick sind, was weit mehr meint, als ein Gewichtsproblem zu haben. Ihr Körper wird als soziales Zeichen gelesen: als physische Objektivierung ihres Abweichens von den erstrebens- und wünschenswerten Verhaltens- und Handlungsmustern der Alltagswirklichkeit. Der Körper ist in jeder Vis-à-vis-Situation präsent bei jeder Begegnung, jedem Kontakt, während jeglicher Anwesenheit. C: Weißt du, das einzige, warum du es hasst, fett zu sein, ist, dass du dich vor den anderen E: Schämst? C: Ja. (JT 11-13) Dicksein wird in der Wahrnehmung anderer geschaffen, lautet die soziologische Analyse. In allen direkten sozialen Interaktionen wird der Körper dickerer Jugendlicher als Zeugnis der Abweichung wahrgenommen und werden darauf abgestimmte soziale Haltungen und Umgangsweisen wachgerufen. Die Folge ist: Die Jugendlichen werden als problematisch behandelt und übernehmen dies in ihre Sicht auf sich selbst. Ihre gesamte Alltagswelt ist von diesen Erlebnissen und Erfahrungen durchfärbt, weshalb sie sich nichts mehr wünschen, als normal zu leben und einen gewöhnlichen Lebensverlauf vor sich zu haben. Dick zu sein ist für die Jugendlichen vor allem eine soziale Erfahrung und damit viel lebensnäher und erlebnisreicher als die Gewichtsanzeige auf der Körperwaage. Genau diese soziale Erfahrung bestimmt ihr Verhältnis in der und zur Gesellschaft. 11

12 EINLEITUNG: DICK SEIN WEIT MEHR ALS EIN GEWICHTSPROBLEM Ein dünner Chefkoch sein zu wollen meint somit, nicht mehr als dick angesehen zu werden, beruflichen Erfolg als Chef zu haben und soziale Anerkennung zu erhalten, wie dies die Fernsehköche vormachen. Genereller formuliert: Die Jugendlichen wünschen sich eine gesellschaftlich anerkannte Identität, die sich auch für sie selbst als richtig und stabil anfühlt. Mit anderen Worten: eine intakte Einstellung zu sich selbst, die ihnen eine erfolgreiche soziale Integration ermöglicht. Ein wünschenswerter BMI 9 betrachtet abermals ausschließlich den Körper der Jugendlichen, wiederholt und vertieft ihre gesellschaftliche Erfahrung, auf ihren Körper reduziert zu werden. Erneut wird ihr Körper als physische Objektivierung von Abweichung von ungesunder Ernährung und zu wenig Bewegung bewertet. Um aber zu verstehen, was es heißt, als dick betrachtet zu werden, ist der Blickwinkel zu weiten. Es sind die daran geknüpfte Ortsbestimmung des Individuums in der Gesellschaft und seine entsprechende Behandlung 10 in den Blick zu nehmen. In ähnlicher Weise ist die Beschränkung auf gesunde Ernährung aufzuheben. Dass Ernährung mehr als den physischen Prozess umfasst und die spezifischen kulturellen und sozialen Formen des Essens wie die Küche und die Mahlzeit einzubeziehen sind, ist mittlerweile ein Allgemeingut. Aber dies reicht nicht aus. Essen bildet ein soziales Totalphänomen 11, welches die gesamte Alltagswelt umspannt und repräsentiert. So gilt es als die Geburtstätte der Moral, als rituelles Zentrum der Religion, als entscheidend für die Vorstellungen von Gerechtigkeit, als Mittel des politischen Protests und vieles mehr. Essen ist zudem Ursprung vermeintlich kleiner sozialer Angelegenheiten wie Familienbeziehungen, Geschlechterverhältnisse, Auffassungen von Eltern- und Kindschaft, Herausbildung familiärer und persönlicher Identitäten. Und damit schafft das Essen Gelegenheiten und Anlässe, sich über Gemeinsamkeiten und Individualitäten zu verständigen wie zu streiten. Insbesondere Kindern bietet das gemeinsame Essen die Chance, ihre Individualität zu entdecken und zu erproben: Ich mag das nicht! Mit dem Essgeschmack lässt sich sinnlich wahrnehmbar Identität ausdrücken, das Ich erfahr- und mitteilbar machen. Während der Pubertät wird von dieser Möglichkeit vermehrt Gebrauch gemacht. 12 Darum finden viele Kämpfe und Streitereien ums Erwachsenwerden wer man ist und sein möchte am Esstisch statt. Dies trifft für alle Jugendlichen zu, selbstverständlich ebenso für jene, die hier im Zentrum stehen. Auch ihnen geht es dabei nicht um die physische Nahrungswelt, sondern darum, Eigner ihrer selbst zu werden, eine eigene Identität zu entwickeln. Eine dritte Weitung ist erforderlich. Bei der für unsere modernen Gegenwartsgesellschaften typischen Form der Vergesellschaftung durch Individualisierung, die eine gesteigerte Eigenverantwortung und die Selbstkonzeption des eigenen Lebens fordert, bildet das Essen einen zentralen Bezugspunkt. Man soll sich bewusst und auf dauerhafte Gesunderhaltung in der Zukunft ausgerichtet ernähren. Die Verinner lichung dieser Anforderung verifiziert sich für jeden und jederzeit sichtbar im Körper. Verlangt wird weiterhin, die Präsenz des Gegenwärtigen zugunsten möglicher negativer Folgen und Nebenfolgen in der Zukunft zurückzustellen und die Gegenwart von der Zukunft her zu denken. Konkret heißt das, heute auf etwas zu verzichten, wonach einem gelüstet, weil dies möglicherweise irgendwann in der Zukunft unerwünschte Konsequenzen zeitigen könnte. Nichts anderes bedeutet Prävention: zu sehen, was noch nicht gegenwärtig ist, was noch keine akute Notwendigkeit besitzt, 13 um sich auf alles einzustellen, was nur eine theoretische Möglichkeit besitzt oder potentielle Drohung darstellt. 12

13 EINLEITUNG: DICK SEIN WEIT MEHR ALS EIN GEWICHTSPROBLEM Dies verlangt, auf alle denkbaren Risiken im Voraus zu reagieren. Erfüllen kann diese Anforderung jedoch nur, wer das Ganze seines Lebens, das Nacheinander seines Weges durch verschiedene Abschnitte seines Lebens sinnhaft deuten 14 und seinen Lebensverlauf als von ihm gestaltbar begreifen kann. Die dickeren Jugendlichen teilen uns mit, dass sie genau dieses für sich wünschen, indem sie unterstreichen, etwas aus ihrem Leben machen zu wollen. Und sie bedauern, dass es ihnen erschwert wird. Woraus diese Erschwernisse resultieren, darüber berichten die nachfolgenden Seiten. Wir möchten den Jugendlichen und ihren Eltern mit dieser Broschüre eine Stimme geben. Sie werden deshalb selbst zu Wort kommen, weil ihre Sicht und Erfahrungen in und mit der Alltagswelt hier im Zentrum stehen. 15 Es wird Ihnen liebe Leserinnen und Leser schnell klar werden, dass die Jugendlichen abnehmen wollen, nicht wegen des BMI oder einem wie auch immer berechneten Normalgewicht, sondern weil sie dazugehören und mitmachen wollen. 13

14 3. DAZUGEHÖREN WOLLEN ZUM GANZ NORMALEN LEBEN 3.1 Die Allgegenwärtigkeit der Erfahrung, als dick wahrgenommen zu werden 3.2 Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen 3.3 Gleichberechtigung und Gleichbehandlung 3.4 Ohne eigene Worte die Übernahme der Expertensprache

15 DAZUGEHÖREN WOLLEN ZUM GANZ NORMALEN LEBEN Die Allgegenwärtigkeit der Erfahrung, als dick wahrgenommen zu werden Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen Gleichberechtigung und Gleichbehandlung Ohne eigene Worte die Übernahme der Expertensprache 3. Dazugehören wollen zum ganz normalen Leben Was die Jugendlichen vor allem bewegt, ist der Wunsch, dazuzugehören. Diesen Wunsch drücken sie insbesondere darüber aus, dass sie sich als überaus konform mit den geltenden gesellschaftlichen Normen, Werten und Anforderungen präsentieren. So ist es ihnen wichtig, ihre Leistungsbereitschaft und ihr Leistungsvermögen zu unterstreichen. Ihre Zustimmung zeigt sich auch darin, dass sie die therapeutische Expertensprache für ihre Selbstbeschreibung übernehmen. Selbst dort, wo sie für sich die Stimme erheben, um gegen die üblichen gesellschaftlichen Haltungen und Umgangsformen ihnen gegenüber zu opponieren, referieren sie auf einen moralischen Grundkonsens: das Gleichstellungsgebot. All ihre Bemühungen folgen dem Wunsch, sich nicht selbst als draußen zu erleben, als normal behandelt zu werden und dazuzugehören. 15

16 DAZUGEHÖREN WOLLEN ZUM GANZ NORMALEN LEBEN Die Allgegenwärtigkeit der Erfahrung, als dick wahrgenommen zu werden Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen Gleichberechtigung und Gleichbehandlung Ohne eigene Worte die Übernahme der Expertensprache 3.1 Die Allgegenwärtigkeit der Erfahrung, als dick wahrgenommen zu werden G: Ich habe mehrere Geschwister, die sind nicht perfekt, also sind auch dicker als ich und mein Bruder ist eben da extremer wenn er irgendwo vorbeigeht, gucken ihn alle dann so an, als wäre er, was weiß ich, als hätte er ein Huhn auf dem Kopf oder so was. (MD 11-13) Zuallererst und alles überlagernd als dick wahrgenommen zu werden ist die Linse, durch welche die Jugendlichen permanent betrachtet werden, und diese Erfahrung wiederum prägt ihre Sichtweise auf die Welt. Alles seien es Dinge, Praktiken, Verhaltens- und Handlungsweisen werden ihrer Erfahrung nach zunächst danach geordnet, ob sie als dünner und normal oder als dicker und abweichend klassifiziert werden. Diese Aufteilung besitzt für sie die gleiche Präsenz wie beispielsweise die gesellschaftliche Unterscheidung der Geschlechter. Und genau wie diese erscheint sie als das allernatürlichste der Welt und kennt kein Dazwischen. Sie wird immer und zuallererst intuitiv erkannt, meist ohne ins Bewusstsein vorzudringen. So sind alle Bewegungen, Kleidungsstücke, Speisen, Sportarten, Tätigkeiten und Berufe einer dieser beiden Welten zugeordnet. In Anlehnung an die Vergeschlechtlichung der Welt 16 kann man von einer Verkörperlichung der Welt in dick oder dünn sprechen. Deshalb gibt es für die Jugendlichen nichts in ihrem Leben, was nicht dadurch vorbestimmt ist, dass sie als dick wahrgenommen werden. Ihr Erfolg im Sportverein, ob sie sich in der U-Bahn setzen oder stehenbleiben, in der Öffentlichkeit essen, eine enge Jeans oder ein weites Sweatshirt anziehen, all dies wird so erleben sie die Welt auf ihren Körper bezogen wahrgenommen oder als absichtsvolles In-Szene-setzen des eigenen Körpers interpretiert, um als weniger dick zu erscheinen. Dieser Allgegenwärtigkeit können sie außer sie ziehen sich zurück nicht entgehen. Und sogar dieser Rückzug wird als Folge ihres Dickseins interpretiert. Die Geschlechterunterscheidung ist Ergebnis von Machtdifferenzen. Das Gleiche gilt für die Oppositionsbestimmung dick oder dünn ; auch sie ist machtgesättigt. Daraus erklärt sich, dass hieran Auf- und Abwertungen geknüpft sind. Diese beziehen sich nicht nur auf den Körper, sondern weiten sich in alle Bereiche und Dimensionen des Lebens aus und bedingen die Allgegenwärtigkeit dieser wertenden Unterscheidung. Auf diese Weise findet eine gesellschaftliche Objektivierung von Abweichung statt. Sie wird zur allumfassenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Die von ihnen erfahrene alltägliche Allgegenwärtigkeit wiederholt sich für die Jugendlichen in den Medien, wo ihnen Idole und Vorbilder, aber auch Loser vorgeführt werden. Damit wird die von den Jugend- 16

17 DAZUGEHÖREN WOLLEN ZUM GANZ NORMALEN LEBEN Die Allgegenwärtigkeit der Erfahrung, als dick wahrgenommen zu werden Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen Gleichberechtigung und Gleichbehandlung Ohne eigene Worte die Übernahme der Expertensprache lichen erlebte gesellschaftliche Wirklichkeit mit zusätzlicher Legitimation versehen. Sie wird objektiv, das heißt allgemein zugänglich, und sie wird subjektiv einsichtig gemacht, indem allen per TV vorgeführt wird, wie sich Dicke fühlen. A: Im Fernsehen (sieht man meistens) die dünneren Menschen statt die Dicken. (JT 14-16) Durch solche medialen Präsentationen wird vorgegeben, wie sie sich zu fühlen und ihr Leben zu bewerten haben, welche Wünsche sie äußern dürfen und welche Ambitionen sie für sich behalten sollten. Eine individuelle Sicht- und Erlebnisweise jenseits dieser gesellschaftlichen Zuschreibungen wird ihnen kaum zugebilligt. Es dominiert eine generalisierte Betrachtungs- und Sprechweise: Die Dicken sind, haben, sollten... Dies trifft insbesondere für Sendungen zu, die speziell Jugendliche ansprechen. Gerade diese zeichnen sich durch vielfältige Thematisierungen von Körperidealen und daran geknüpfte gesellschaftliche Haltungen und Umgangsweisen aus. Die medial verbreitete Botschaft heißt: Erfolg und Prominenz ist schlank: Es gibt gar keine dicken Stars; die sind alle so dünn. (MT 11-13) Die Allgegenwärtigkeit dieser Erfahrung ist für die Jugendlichen eine immerfort und allerorten durchzustehende Konfrontation mit der Bewertung zu dick. Hänseleien, Beleidigungen und Fingerzeige gehören zu ihren Alltagserfahrungen. Auch unsere Jugendlichen berichten davon. C: Die lachen dann auch immer. B: Ja, und beleidigen auch sofort, ne. C: Also, nicht vor uns lachen sie, man merkt, dass sie hinter D: Hinter, hinter dem Rücken? B: Ja. A: Zum Beispiel: Haha, du Fettsack, du schaffst das nicht. (JD 14-16) Diese Erlebnisse sind für die Jugendlichen dramatisch. Aber immerhin können sie sich darüber austauschen und sie gegenüber anderen als verwerflich zurückweisen. Und sie können sich der Zustimmung zu deren Verurteilung gewiss sein. Die wissenschaftliche Literatur thematisiert dieses Fehlverhalten unter den Fachbegriffen Mobbing, Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung. Die Jugendlichen zitieren diese Begriffe, um die von ihnen erlittenen Erfahrungen zu tadeln oder zu skandalisieren. Darin lassen sich Spuren von Aufbegehren und Sich-Wehren ausmachen. Die Allgegenwärtigkeit, zu dick zu sein, ist dagegen subtiler. Sie in Worte zu fassen ist schwer. Nicht ohne Grund wird Hilfe bei einem Bild gesucht ein Huhn auf dem Kopf (MD 11-13), um diese Erfahrung der Unterlegenheit auszudrücken. 17

18 DAZUGEHÖREN WOLLEN ZUM GANZ NORMALEN LEBEN Die Allgegenwärtigkeit der Erfahrung, als dick wahrgenommen zu werden Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen Gleichberechtigung und Gleichbehandlung Ohne eigene Worte die Übernahme der Expertensprache 3.2 Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen B: O.k., ich bin fett, man denkt, ich mache keinen Sport, aber ganz ehrlich, wenn ich nicht irgendwas arbeiten könnte, also wenn ich die ganze Zeit nur vor dem PC sitzen oder voll lange schlafe, dann habe ich ja gar nichts mehr vom Tag. (JT 11-13) Die Erfahrung, dick zu sein, durchfärbt alle Bereiche und Dimensionen des Lebens, besonders jene, die mit Tatkraft und Anstrengung assoziiert sind und in denen es gilt, sich zu beweisen. In unserer Leistungs gesellschaft, die auf der ideologischen Überhöhung basiert, dass alles, was erstrebenswert ist: eine geachtete Position, soziale Anerkennung und Teilhabe wie auch persönliches Glück, durch individuellen Einsatz erreichbar ist, wird ein dicker Körper als Dokument der Leistungsverweigerung ausgelegt. Der Körper ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend zum Ausweis, ja Nachweis geworden, Selbstkontrolle, Tatendrang, Ehrgeiz und Disziplin zu besitzen oder eben dies alles nicht zu wollen oder zu können und entsprechend als unkontrolliert, tatenlos, teilnahmslos und nachgiebig zu gelten. Nicht nur die Körper werden klassifiziert, sondern gleichzeitig persönliche Eigenschaften wie Neigungen, Fähigkeiten, Fleiß und Antrieb. Der Körper wird somit gesellschaftlich immer weniger als physisches Schicksal oder soziale und kulturelle Fügung gesehen, sondern als Summe selbst zu verantwortender Verhaltensweisen begutachtet. Ihn in die gesellschaftlich gewünschte Form schlank, gesund und leistungsfähig zu bringen, ist zu einer verbindlichen Norm und zu einer moralischen Aufforderung geworden. Wer sie erfüllt, erntet Achtungserweise, wer nicht, erhält Missbilligungen. 17 Mit diesem gesellschaftlichen Blick auf Körper, den daran geknüpften und als legitim angesehenen Umgangsformen sind die Jugendlichen unserer Studie in besonderer Weise konfrontiert. Sie befinden sich in der Phase ihres Lebens, in der sie einen eigenen Weg zu finden haben. Ihnen wird bewusst, dass sie bald selbst für ihre soziale Position, Anerkennung und Teilhabe wie auch für ihr persönliches Glück verantwortlich gemacht werden. Erfolg im Beruf und in der Liebe sind dafür Garanten, das spüren sie, und die Älteren von ihnen teilen dies mehr oder weniger ausführlich mit. Dicksein dies erzählen uns die Jugendlichen wird mit faul sein, antriebsarm und kontaktarm gleichgesetzt. Diese Gleichsetzung repräsentiert den unlegitimen den gesellschaftlich verachteten Gegenpol zu fleißig, selbstverantwortlich und integriert sein. Sie erfahren durch Blicke, Reaktionen und Handlungsweisen, dass ihnen aufgrund ihres Körpers abgesprochen wird, Leistungsbereit- 18

19 DAZUGEHÖREN WOLLEN ZUM GANZ NORMALEN LEBEN Die Allgegenwärtigkeit der Erfahrung, als dick wahrgenommen zu werden Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen Gleichberechtigung und Gleichbehandlung Ohne eigene Worte die Übernahme der Expertensprache schaft und -vermögen aufbringen zu wollen und zu können. Dass man seine Stärken nicht zeigen kann, wenn man nicht fleißig ist (JT 14-16), das missfällt ihnen. Dies erleben sie im Sport, in der Schule, in der Freizeit überall. Selten wird beachtet, was sie leisten wollen und können, wie rege sie sind und wie sie sich bemühen. Sie leiden darunter, dass ihre Anstrengungen kaum honoriert werden, dass ihr Wunsch, sich zu fordern und aktiv zu sein, oftmals weder erkannt noch ernst genommen wird. Die jüngeren Jugendlichen drücken ihr Anliegen, nicht auf Grund ihres Körpers verkannt zu werden, hauptsächlich darüber aus, dass sie immer wieder hervorheben, sehr aktiv zu sein, vieles zu machen und nur selten oder kurz stillzusitzen (MD 14-16). Sie betonen immer wieder, dass sie ihre Stärken zeigen, ihren Fleiß beweisen und ihren Willen, etwas leisten zu wollen, demonstrieren möchten. B: Ja, also ich bin auch so eine, die eher so aktiv ist, ich gehe gerne ins Fitnessstudio, mache gerne Sport, ich tanze gerne, ich habe eigentlich gerne Bewegung, also den ganzen Tag faul rumschlafen könnte ich jetzt nicht. (MT 14-16) Die älteren Jugendlichen konkretisieren ihre Leistungsbereitschaft vor allem in der Schule und im Beruf. Dies sind die beiden zentralen Bereiche, über die in unserer Gesellschaft jedenfalls dem geltenden Grundverständnis nach soziale Positionen, Anerkennung und Teilhabe erlangt werden. Sie bilden die beiden Hauptsäulen des meritokratischen Leistungsprinzips. Und genau für diese beiden Bereiche fürchten die Jugendlichen, dass sie von den negativen gesellschaftlichen Zuschreibungen, die an Dicksein gekoppelt sind, betroffen sein werden. Sie sehen ihre Chancen, in Schule und Beruf ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen zu können, in Gefahr und sehen für sich voraus, dass ihnen deswegen eine geachtete Position, soziale Anerkennung und Teilhabe verwehrt sein wird. D: Ich denke mir mal, in den meisten Berufen muss man halt so bestimmt aussehen, die meisten stellen sich halt so schlanke Leute vor in ihren Betrieben. Das hat auch was mit der Hygiene zu tun oder so was. (MD 14-16) Geradezu in Umkehr zu ihren Befürchtungen präsentieren sich die Jugendlichen als strebsam und zielgerichtet. B: Ja, also meine Wünsche sind ein guter Beruf bzw. Abschluss, also dass man halt einen guten Beruf hat, dann habe ich finanzielle Sicherheit, dass man auch später, wenn man Familie hat, den Kindern was bieten kann. (JT 14-16) 19

20 DAZUGEHÖREN WOLLEN ZUM GANZ NORMALEN LEBEN Die Allgegenwärtigkeit der Erfahrung, als dick wahrgenommen zu werden Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen Gleichberechtigung und Gleichbehandlung Ohne eigene Worte die Übernahme der Expertensprache Oberflächlich betrachtet, mögen die Schilderungen der von ihnen angestrebten Lebensverläufe als Selbstüberschätzung wirken. Diese Beurteilung wäre jedoch verkehrt. Die Jugendlichen orientieren ihre Zukunftspläne vor allem daran, einen Lebenslauf zu entwerfen, der den gesellschaftlichen Normen entspricht und der als sinnvoll geordnet erscheint. Man soll eben nicht denken, dass sie tatenlos, teilnahmslos und nachgiebig sind oder die ganze Zeit vor dem PC sitzen möchten. Ihnen geht es darum, zu unterstreichen, dass sie einfach nur dazugehören wollen. Ähnlich unachtsam wäre es, die von den Jugendlichen aufgezählten Wünsche: Gesundheit, Erfolg in Schule und Beruf, glückliche Familie, finanzielle Sicherheit und Gleichberechtigung, als bloße Zitationen sozial erwünschter Antworten zu diskreditieren, die sie benennen, um dahinter ihre wahren Wünsche zu verbergen. Die von ihnen aufgezählten Wünsche entsprechen den gesellschaftlich kommunizierten, insbesondere medial bestätigten Auffassungen von einem glücklichen und gelungenen Leben. An der Aufzählung irritiert, dass sie keine jugendtypischen Wünsche enthält, selbst für Erwachsene klingt sie konventionell und förmlich, ohne jegliche individuelle Note. Für Jugendliche gilt dies umso mehr. Indem sich die Jugendlichen auf das gesellschaftlich gängige Bild eines vollkommenen, untadeligen, erfolgreichen Lebens berufen, präsentieren sie sich als angepasst und korrekt. Dies ist genau das Gegenteil von Leistungsunvermögen und -verweigerung, was ihnen vorgeworfen wird. Darin zeigt sich, dass sie nach Achtungserweisen streben. Hier beweist sich abermals, dass die dickeren Jugendlichen darauf achten, nicht von der gesellschaftlichen Wirklichkeit und den geltenden Legitimationen abzuweichen, sondern deutlich machen möchten, dass sie diese teilen und ein Teil von ihr sein möchten. 20

NINA DEISSLER. Flirten. Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus?

NINA DEISSLER. Flirten. Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus? NINA DEISSLER Flirten Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus? Die Steinzeit lässt grüßen 19 es sonst zu erklären, dass Männer bei einer Möglichkeit zum One-Night-Stand mit

Mehr

Social Media Guidelines. Tipps für den Umgang mit den sozialen Medien.

Social Media Guidelines. Tipps für den Umgang mit den sozialen Medien. Social Media Guidelines. Tipps für den Umgang mit den sozialen Medien. Social Media bei Bühler. Vorwort. Was will Bühler in den sozialen Medien? Ohne das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten

Mehr

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Interview mit Frau Dr. Pia Heußner vom Mai 2012 Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Die Diagnose Krebs ist für jede Partnerschaft eine große Herausforderung. Wie hält das Paar die Belastung

Mehr

Partizipation in biographischer Perspektive

Partizipation in biographischer Perspektive Partizipation in biographischer Perspektive ich wußt ja nicht, dass ich mal was sagen darf Fachtagung 60 Jahre SOS-Kinderdorf e.v. Beziehung, Bildung, Befähigung und Beteiligung Freitag, den 08. Mai 2015

Mehr

Ludwig-Maximilians-Universität München. Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung

Ludwig-Maximilians-Universität München. Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung Ludwig-Maximilians-Universität München Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung Liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für diese Befragung nehmen. In

Mehr

FC KNUTWIL Logo-Design

FC KNUTWIL Logo-Design DESIGNHEIT. Büro für visuelle Kommunikation Jonas Meyer Bahnhofplatz 6 CH-6210 Sursee T +41 41 678 20 20 buero@designheit.ch www.designheit.ch DESIGNHEIT. Büro für visuelle Kommunikation FC KNUTWIL Logo-Design

Mehr

Teil 1 Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft

Teil 1 Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft Teil 1 Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft In der pädagogischen Praxis von Kindertagesstätten hat die Elternarbeit in den vergangenen Jahren einen zunehmend höheren Stellenwert bekommen. Unter dem

Mehr

5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst

5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst 5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst Von LRS - also Lese-Rechtschreib-Schwäche - betroffene Kinder können einen Nachteilsausgleich beanspruchen. Das ist erst einmal gut. Aber wir sollten

Mehr

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati René Descartes Meditationen Erste Untersuchung INHALTSVERZEICHNIS 1 EINLEITUNG 3 1.1 PROBLEMSTELLUNG 3 1.2 ZIELSETZUNG

Mehr

Krank gesund; glücklich unglücklich; niedergeschlagen froh?

Krank gesund; glücklich unglücklich; niedergeschlagen froh? Krank gesund; glücklich unglücklich; niedergeschlagen froh? Stimmungen schwanken Seit Jahren macht sich im Gesundheitsbereich ein interessantes Phänomen bemerkbar es werden immer neue Krankheitsbilder

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

Unsere Passion garantiert Ihre Qualität.

Unsere Passion garantiert Ihre Qualität. Deutsch English Jobs jobs Kontakt Unsere Passion garantiert Ihre Qualität. SKS AG entwickelt und produziert seit 1981 Kunststoffteile im Spritzgiessverfahren. Vielseitigkeit bei der Suche nach individuellen

Mehr

Subtitle 14pt, ZAB 16,5pt Title 24pt, ZAB 27,5pt. 52,5 mm. Das Prinzip der Formatteilung für die Titelgestaltung 5. 105 mm. 115 mm. 128,5 mm.

Subtitle 14pt, ZAB 16,5pt Title 24pt, ZAB 27,5pt. 52,5 mm. Das Prinzip der Formatteilung für die Titelgestaltung 5. 105 mm. 115 mm. 128,5 mm. 2 3 52, 6 7 9 8 Das Prinzip der Formatteilung für die Titelgestaltung 5 4 10 Subtitle 14pt, ZAB 16,5pt Title 24pt, ZAB 27,5pt 11 128, 138 mm 1 74 mm 198 mm 52, Das Prinzip der Formatteilung für die Titelgestaltung

Mehr

Was Essen über eine Gesellschaft verrät

Was Essen über eine Gesellschaft verrät Alle News im Überblick Das Online-Magazin der Universität Bern Was Essen über eine Gesellschaft verrät «Warum ist das Natürlichste Essen! sozial und kulturell kompliziert?»: Dieser Frage widmete sich die

Mehr

111 Überwinden depressiven Grübelns

111 Überwinden depressiven Grübelns 111 Überwinden depressiven Grübelns 57 In diesem Kapitel geht es nun um die Dinge, die man tun kann: Wie gerate ich weniger oft ins Grübeln hinein? Wie steige ich schneller wieder aus Grübelprozessen aus?

Mehr

Estella Ga. Genima expero di alignat eiure coribus. Icil in expe peria cone pos et moditia turibus plit qui consecabo. Ut am estis di dendunt hiliqui invendi tassimin peratur? Arum il ium volore veror

Mehr

Kapitel 1 Veränderung: Der Prozess und die Praxis

Kapitel 1 Veränderung: Der Prozess und die Praxis Einführung 19 Tradings. Und wenn Ihnen dies wiederum hilft, pro Woche einen schlechten Trade weniger zu machen, aber den einen guten Trade zu machen, den Sie ansonsten verpasst hätten, werden Sie persönlich

Mehr

www.feinstoffliche-heilweisen.de

www.feinstoffliche-heilweisen.de Herzlich Willkommen in unserem ONLINE-Coaching-Kurs Ernährung. Ganz gewiss sind Sie gut informiert zum Thema gesunde Ernährung. Vielleicht haben Sie auch schon einen oder mehrere Versuche unternommen,

Mehr

Die Wünsche und Erfahrungen, Sorgen und Ängste der Eltern begleiten den Schuleintritt. Die Kinder sind nicht ohne ihre Eltern zu haben.

Die Wünsche und Erfahrungen, Sorgen und Ängste der Eltern begleiten den Schuleintritt. Die Kinder sind nicht ohne ihre Eltern zu haben. Vom Erstkontakt zur Zusammenarbeit mit Eltern Netzwerk web Aufbau 4 Postulate zum Einstieg Die Sicht der Eltern die Sicht der Fachpersonen Heilpädagogik-Kongress in Bern 2. September 2009 Beziehungs- und

Mehr

Die subjektive Lage materiell armer Kinder in Baden-Württemberg

Die subjektive Lage materiell armer Kinder in Baden-Württemberg Die subjektive Lage materiell armer Kinder in Baden-Württemberg Forschungsprojekt im Rahmen des Ersten Armuts- und Reichtumsberichts Baden-Württemberg Andrea Kirchmann und Christin Schafstädt Institut

Mehr

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion INHALTSVERZEICHNIS Kompetenz... 1 Vergangenheitsabschnitt... 2 Gegenwartsabschnitt... 3 Zukunftsabschnitt... 3 GOLD - Das Handbuch für Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen Selbstreflecion Kompetenz Die

Mehr

Engagement für unsere gemeinsame Zukunft Sümeyra Coskun

Engagement für unsere gemeinsame Zukunft Sümeyra Coskun Engagement für unsere gemeinsame Zukunft Sümeyra Coskun Kurzbeschreibung: Ich bin Sümeyra Coskun, besuche das BG Gallus in Bregenz und bin 16 Jahre alt. Ich bezeichne mich als engagierte Person, weil ich

Mehr

3. Erkennungsmerkmale für exzessives Computerspielverhalten

3. Erkennungsmerkmale für exzessives Computerspielverhalten Kopiervorlage 1 zur Verhaltensbeobachtung (Eltern) en und Hobbys Beobachtung: Nennen Sie bitte die Lieblingsaktivitäten Ihres Kindes, abgesehen von Computerspielen (z. B. Sportarten, Gesellschaftsspiele,

Mehr

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu.

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. Seite 2 7 Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt, dann stellen sich unweigerlich viele Fragen:

Mehr

Betreff: Angebot für die Miete von Eyecatcher. 31. März 2016. Sehr geehrte Damen und Herren,

Betreff: Angebot für die Miete von Eyecatcher. 31. März 2016. Sehr geehrte Damen und Herren, Betreff: Angebot für die Miete von Eyecatcher 31. März 2016 Sehr geehrte Damen und Herren, Equam alignias dolorernate nesectatetum quibus, velecte solorum earchit excepelest, aut millabo rrovitatiis rat

Mehr

D45 L383N 15T 31NF4CH.

D45 L383N 15T 31NF4CH. D45 L383N 15T 31NF4CH. Das Leben ist einfach und es ist FREUDE Schlank werden und bleiben.. BEWUSSTSEIN & BEWEGUNG Das Seminar macht Fehlernährung bewusst & verändert den Umgang mit dem Nahrungsangebot

Mehr

'Weibliche Selbstsicherheit'

'Weibliche Selbstsicherheit' I N S T I T U T F Ü R D E M O S K O P I E A L L E N S B A C H 'Weibliche Selbstsicherheit' Präsentation der 'Selbst & Sicher Studie' im Auftrag von Procter & Gamble am 3. November 2000 in Frankfurt Außerordentlich

Mehr

Konzept zur Schulsozialarbeit im Rahmen von Bildung und Teilhabe an der Heinrich-Lübke-Schule

Konzept zur Schulsozialarbeit im Rahmen von Bildung und Teilhabe an der Heinrich-Lübke-Schule Konzept zur Schulsozialarbeit im Rahmen von Bildung und Teilhabe an der Heinrich-Lübke-Schule Im Folgenden sind immer sowohl Schüler als auch Schülerinnen oder Lehrer und Lehrerinnen angesprochen, zur

Mehr

ablehnende Reaktion hervorrufen. Mit seinem schnellen Urteil will sich der suchende Single nun erneute Unannehmlichkeiten, Frust oder gar Schmerzen

ablehnende Reaktion hervorrufen. Mit seinem schnellen Urteil will sich der suchende Single nun erneute Unannehmlichkeiten, Frust oder gar Schmerzen VORWORT Nachdem ich wiederholt öffentlich die These vertrat, ein dauerhaftes Single-Dasein verdanke sich keineswegs dem Zufall, sondern sei von den Betroffenen selbst herbeigeführt, brandete unter Lesern

Mehr

Womit beschäftigt sich Soziologie? (1) Verschiedene Antworten:

Womit beschäftigt sich Soziologie? (1) Verschiedene Antworten: (1) Verschiedene Antworten: Soziale Tatsachen Emile Durkheim Interaktion (soziale Wechselwirkungen Georg Simmel) (soziales) Handeln Max Weber Gruppen Strukturen Soziale Systeme Fazit: Mikro- und Makro-Ebene

Mehr

Besucherbefragung im Kinder- und Jugendzentrum Mühle

Besucherbefragung im Kinder- und Jugendzentrum Mühle Name : Besucherbefragung im Kinder- und Jugendzentrum Mühle Worum geht es? Das Mühleteam möchte mit Euch eine kurze Befragung durchführen. Wir haben das Ziel, die Arbeit im Jugendzentrum ständig zu verbessern.

Mehr

WIE ICH STERBEN MÖCHTE

WIE ICH STERBEN MÖCHTE WIE ICH STERBEN MÖCHTE GLARNER PATIENTENVERFÜGUNG EINFÜHRUNG Die Lebenszeit auf dieser Welt ist für jeden Menschen begrenzt. Zum Leben gehört der Tod. Unter anderem dank der modernen Medizin ist es vielen

Mehr

Themenbereich "Trauer"

Themenbereich Trauer Ergebnisse aus der Meinungsforschung: "So denken die Bürger" Übersicht Zu dem Verlust eines Menschen gehört meist auch die Trauer danach. Wissenschaftler sprechen dabei gerne von Trauerphasen und suchen

Mehr

Interkulturelle Konflikte. Interkulturelle Konflikte

Interkulturelle Konflikte. Interkulturelle Konflikte Interkulturelle Konflikte Interkulturelle Konflikte Interkulturelle Konflikte Im Unterschied zum Rassismus beruhen urteilen gegen andere, sondern auf unterschiedlichen Grundeinstellungen und Werten, also

Mehr

Abb. 3 In der Schule/im Unterricht langweile ich mich oft ( trifft voll zu / trifft eher zu )

Abb. 3 In der Schule/im Unterricht langweile ich mich oft ( trifft voll zu / trifft eher zu ) 8 1 Montessori- und Waldorfpädagogik im Praxistest Abb. 3 In der Schule/im Unterricht langweile ich mich oft ( trifft voll zu / trifft eher zu ) Abb. 4 Was wir in der Schule machen, finde ich meistens

Mehr

Mehr Geld verdienen! Lesen Sie... Peter von Karst. Ihre Leseprobe. der schlüssel zum leben. So gehen Sie konkret vor!

Mehr Geld verdienen! Lesen Sie... Peter von Karst. Ihre Leseprobe. der schlüssel zum leben. So gehen Sie konkret vor! Peter von Karst Mehr Geld verdienen! So gehen Sie konkret vor! Ihre Leseprobe Lesen Sie...... wie Sie mit wenigen, aber effektiven Schritten Ihre gesteckten Ziele erreichen.... wie Sie die richtigen Entscheidungen

Mehr

Video-Thema Begleitmaterialien

Video-Thema Begleitmaterialien RENTE NEIN DANKE! In Rente gehen mit 67, 65 oder 63 Jahren manche älteren Menschen in Deutschland können sich das nicht vorstellen. Sie fühlen sich fit und gesund und stehen noch mitten im Berufsleben,

Mehr

Vorwort. Liebe Leserin, lieber Leser,

Vorwort. Liebe Leserin, lieber Leser, Vorwort Liebe Leserin, lieber Leser, möge dieses Buch Sie eine Zeitlang als treuer Freund begleiten. Das mit dem Freund meine ich wörtlich. Meine mir nahestehenden Freunde duzen mich; Ihnen wird es mit

Mehr

Studie 3. Lebensabschnitt Mein Leben nach der Berufsausübung Bitte ankreuzen Konkretisiert / weitere Ausführung

Studie 3. Lebensabschnitt Mein Leben nach der Berufsausübung Bitte ankreuzen Konkretisiert / weitere Ausführung Beschäftigung 1 Die Beschäftigung mit dem nächsten Lebensabschnitt erfüllt mich (erfüllte mich vorher ) mit Ungewissheit. (Näher beschreiben). 2 Ich kann mich ausreichend gut motivieren, Neues zu Lernen.

Mehr

Lehrer schlagen Alarm: Schüler werden immer aggressiver und unkonzentrierter

Lehrer schlagen Alarm: Schüler werden immer aggressiver und unkonzentrierter Lehrer schlagen Alarm: Schüler werden immer aggressiver und unkonzentrierter September / Zwei Drittel der österreichischen Lehrerinnen und Lehrer sehen mangelnde Ausdrucksweise der Schüler als besorgniserregend

Mehr

Eltern wollen immer das Beste für ihr Kind. Fachpersonen wollen immer das Beste für ihre SchülerInnen.

Eltern wollen immer das Beste für ihr Kind. Fachpersonen wollen immer das Beste für ihre SchülerInnen. Zusammenarbeit mit Eltern im Kontext einer Institution 6. Heilpädagogik-Kongress in Bern am 2. September 2009 Netzwerk web Aufbau Drei Postulate Die Sicht der Eltern die Sicht der Fachleute Der Prozess

Mehr

Warum Üben großer Mist ist

Warum Üben großer Mist ist Warum Üben großer Mist ist Kennst Du das? Dein Kind kommt aus der Schule. Der Ranzen fliegt in irgendeine Ecke. Das Gesicht drückt Frust aus. Schule ist doof! Und dann sitzt ihr beim Mittagessen. Und die

Mehr

Spiel ein Adhoc-Fazit Runder Tisch Netzwerk Kinderbetreuung, 14. April 2016 Miriam Wetter. «Ja nicht pseudomässig erwachsen sein und cool reden»

Spiel ein Adhoc-Fazit Runder Tisch Netzwerk Kinderbetreuung, 14. April 2016 Miriam Wetter. «Ja nicht pseudomässig erwachsen sein und cool reden» Spiel omnipräsent und doch ein Mythos? Spiel ein Adhoc-Fazit Runder Tisch Netzwerk Kinderbetreuung, 14. April 2016 Miriam Wetter «Das Spiel ist die höchste Form der Forschung» Albert Einstein Spiel und

Mehr

Kurzanleitung für eine erfüllte Partnerschaft

Kurzanleitung für eine erfüllte Partnerschaft Kurzanleitung für eine erfüllte Partnerschaft 10 Schritte die deine Beziehungen zum Erblühen bringen Oft ist weniger mehr und es sind nicht immer nur die großen Worte, die dann Veränderungen bewirken.

Mehr

Beispiel 4. Beispiel 5

Beispiel 4. Beispiel 5 Bearbeitungsstand:01.01.2007 11:31, Seite 1 von 10 (Positives Erkennen) Das Umformulieren in der Mediation Positiv Umformulieren bedeutet nicht das Negative schön zu färben. Es bedeutet auch nicht, das

Mehr

Was ist Sozialpsychiatrie? Auf den ersten Blick...

Was ist Sozialpsychiatrie? Auf den ersten Blick... Was ist Sozialpsychiatrie? Auf den ersten Blick... Sozialpsychiatrie ist ein Fachbegriff für eine bestimmte Art, Menschen bei seelischen Krisen und psychischen Erkrankungen professionell zu helfen. Besonders

Mehr

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Ziele. Stressmodell. Eine Situation, die für mich aktuell Stress bedeutet... Das Stress-Modell. Drei Grundbedingungen für die Entstehung von Stress

Ziele. Stressmodell. Eine Situation, die für mich aktuell Stress bedeutet... Das Stress-Modell. Drei Grundbedingungen für die Entstehung von Stress Ziele Innere Stressoren erkennen und überwinden Titus Bürgisser Leiter Zentrum Gesundheitsförderung, PHZ Luzern Sekundarlehrer, Transaktionsanalytiker Sie kennen ein Modell zur Erklärung von Stress und

Mehr

Schulungseinheit Nr. 4: Herausforderndes Verhalten bei Demenz

Schulungseinheit Nr. 4: Herausforderndes Verhalten bei Demenz Schulungseinheit Nr. 4: Herausforderndes Verhalten bei Demenz Schulungsziel Zielgruppe Zeitrahmen Schulungsinhalt Teilnehmer kennen die Bedeutung der Kommunikation mit Demenzkranken und wissen, wie Sie

Mehr

Meine Geheimnisse für ein bewusstes und sinnerfülltes Leben

Meine Geheimnisse für ein bewusstes und sinnerfülltes Leben Meine Geheimnisse für ein bewusstes und sinnerfülltes Leben Du möchtest dein Leben bewusst und sinnerfüllt gestalten? Auf den nächsten Seiten findest du 5 Geheimnisse, die mir auf meinem Weg geholfen haben.

Mehr

Leibniz. (G.W.F. Hegel)

Leibniz. (G.W.F. Hegel) Leibniz 3. Der einzige Gedanke den die Philosophie mitbringt, ist aber der einfache Gedanke der Vernunft, dass die Vernunft die Welt beherrsche, dass es also auch in der Weltgeschichte vernünftig zugegangen

Mehr

Ergebnisse der World Vision Paten- und Spenderbefragung 2013

Ergebnisse der World Vision Paten- und Spenderbefragung 2013 Ergebnisse der World Vision Paten- und Spenderbefragung 2013 Herzlichen Dank an alle Paten und Spender*, die an unserer Befragung teilgenommen haben! Wir haben insgesamt 2.417 Antworten erhalten. 17% der

Mehr

CD-Manual Bündnisse für Bildung Richtlinien für die Partner

CD-Manual Bündnisse für Bildung Richtlinien für die Partner CD-Manual Bündnisse für Bildung Richtlinien für die Partner Stand: Dezember 2014 www.buendnisse- fuer- bildung.de Über das CD- Manual Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt Materialien

Mehr

Wie ticken Sie? Der Konstitutionstypen-Test

Wie ticken Sie? Der Konstitutionstypen-Test Wie ticken Sie? Der Konstitutionstypen-Test Verteilen Sie die Zahlen 1 4 auf jede der folgenden Aussagen. Eine 4 setzen Sie hinter die Aussage, die am besten auf Sie zutrifft. Eine 3 kommt hinter die Aussage,

Mehr

Alte Nationalgalerie. Alte Nationalgalerie. Staatliche Museen zu Berlin Bodestraße 1-3 10178 Berlin. ausgeführte Arbeiten:

Alte Nationalgalerie. Alte Nationalgalerie. Staatliche Museen zu Berlin Bodestraße 1-3 10178 Berlin. ausgeführte Arbeiten: Alle Kunst ist Maß. Maß gegen Maß, das ist alles. Die Maße, oder bei Figuren die Proportionen, bestimmen den Eindruck, bestimmen die Wirkung, bestimmen den körperlichen Ausdruck, bestimmen die Linie, die

Mehr

DOSB l SPORT INTERKULTURELL Ein Qualifizierungsangebot zur integrativen Arbeit im Sport. DOSB l Sport bewegt!

DOSB l SPORT INTERKULTURELL Ein Qualifizierungsangebot zur integrativen Arbeit im Sport. DOSB l Sport bewegt! DOSB l Sport bewegt! DOSB l SPORT INTERKULTURELL Ein Qualifizierungsangebot zur integrativen Arbeit im Sport im Rahmen des Programms Integration durch Sport des Deutschen Olympischen Sportbundes und seiner

Mehr

SCHWERPUNKT-KITAS SPRACHE & INTEGRATION. 2. Telefonkonferenz 29.10.2012

SCHWERPUNKT-KITAS SPRACHE & INTEGRATION. 2. Telefonkonferenz 29.10.2012 SCHWERPUNKT-KITAS SPRACHE & INTEGRATION 2. Telefonkonferenz 29.10.2012 Die Ressourcen der Eltern entdecken wie kann dies gelingen? Wege, Ideen, Möglichkeiten, Modelle, Chancen Heidi Vorholz Gliederung

Mehr

Thema. Grußwort. anlässlich des. 10-jährigen Jubiläums des. Vereins "Begegnung in Neu-Ulm e.v." am 22. Juli 2011

Thema. Grußwort. anlässlich des. 10-jährigen Jubiläums des. Vereins Begegnung in Neu-Ulm e.v. am 22. Juli 2011 Die Bayerische Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Beate Merk Thema Grußwort anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Vereins "Begegnung in Neu-Ulm e.v." am 22. Juli 2011 Telefon:

Mehr

Und nun kommt der wichtigste und unbedingt zu beachtende Punkt bei all deinen Wahlen und Schöpfungen: es ist deine Aufmerksamkeit!

Und nun kommt der wichtigste und unbedingt zu beachtende Punkt bei all deinen Wahlen und Schöpfungen: es ist deine Aufmerksamkeit! Wie verändere ich mein Leben? Du wunderbarer Menschenengel, geliebte Margarete, du spürst sehr genau, dass es an der Zeit ist, die nächsten Schritte zu gehen... hin zu dir selbst und ebenso auch nach Außen.

Mehr

Kreativ visualisieren

Kreativ visualisieren Kreativ visualisieren Haben Sie schon einmal etwas von sogenannten»sich selbst erfüllenden Prophezeiungen«gehört? Damit ist gemeint, dass ein Ereignis mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt, wenn wir uns

Mehr

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Einleitung In diesem Aufsatz/dieser Abhandlung/dieser Arbeit werde ich... untersuchen/ermitteln/bewerten/analysieren... Um diese Frage zu beantworten, beginnen

Mehr

Meine Stärken und Fähigkeiten

Meine Stärken und Fähigkeiten Meine Stärken und Fähigkeiten Zielsetzung der Methode: Die Jugendlichen benennen Eigenschaften und Fähigkeiten, in denen sie sich stark fühlen. Dabei benennen sie auch Bereiche, in denen sie sich noch

Mehr

Verborgene Kompetenzen entdecken

Verborgene Kompetenzen entdecken Verborgene Kompetenzen entdecken am Arbeitsmarkt t überzeugen euge Beschreiben Sie die Rollen Ihres Lebens, entdecken Sie verborgene Kompetenzen, geben Sie Ihren Kompetenzen die persönliche Note, erkennen

Mehr

Sinus Studie über Migranten Milieus in Deutschland 2008

Sinus Studie über Migranten Milieus in Deutschland 2008 Migranten-Milieus Sinus Studie über Migranten Milieus in Deutschland 2008 Sinus Studie über Migranten Milieus in Deutschland 2007 Familienstruktur und Familientypen in Familien mit türkischem Migrationshintergrund

Mehr

Öffnen für ein befreites Leben Ausbildungs- und Persönlichkeitstraining

Öffnen für ein befreites Leben Ausbildungs- und Persönlichkeitstraining Gewinn macht Angst Begrüßung Vorstellung Runde / Namen Meine Erkenntnisse um Arbeiten mit dem Anliegen beruhen auch auf Erkenntnissen von: eigener Forschung NLP zum Thema "Ökologie" Traumaaufstellungen

Mehr

Wir beraten Eltern und alle Interessierte zu folgenden familiären Themen (familylab):

Wir beraten Eltern und alle Interessierte zu folgenden familiären Themen (familylab): Portfolio/Angebote Familie Wir beraten Eltern und alle Interessierte zu folgenden familiären Themen (familylab): 1. Vom Paar zur Familie 2. Eltern = Führungskräfte 3. Angemessen Grenzen setzen Beziehung

Mehr

Koedukativer Sportunterricht

Koedukativer Sportunterricht Koedukativer Sportunterricht Grundsätze und Beispiele geschlechterbewussten Unterrichtens Helmut Schmerbitz Wolfgang Seidensticker Die hier dargestellten Ausführungen finden sich z.t. in ausführlicher

Mehr

Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede

Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede 9 Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede 1 Inhalt Die Beschäftigung mit der menschlichen Persönlichkeit spielt in unserem Alltag eine zentrale Rolle. Wir greifen auf das globale Konzept Persönlichkeit

Mehr

2. Im Unterricht thematisieren: Warum ist die soziale Fertigkeit wichtig?

2. Im Unterricht thematisieren: Warum ist die soziale Fertigkeit wichtig? Einüben sozialer Kompetenzen Ludger Brüning und Tobias Saum Soziale Kompetenzen sind zugleich Bedingung und ein Ziel des Kooperativen Lernens. Sie sind die Voraussetzung für gelingende Kommunikation, wechselseitiges

Mehr

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun!

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun! unseren Vorstellungen Angst. Ich liebe, was ist: Ich liebe Krankheit und Gesundheit, Kommen und Gehen, Leben und Tod. Für mich sind Leben und Tod gleich. Die Wirklichkeit ist gut. Deshalb muss auch der

Mehr

Kinderrechte und Glück

Kinderrechte und Glück Kinderrechte gibt es noch gar nicht so lange. Früher, als euer Urgroßvater noch ein Kind war, wurden Kinder als Eigentum ihrer Eltern betrachtet, genauer gesagt, als Eigentum ihres Vaters. Er hat zum Beispiel

Mehr

Die genauen Kursinhalte, alle Einzelheiten und Termine können bei einem individuellen Gespräch geklärt werden. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Die genauen Kursinhalte, alle Einzelheiten und Termine können bei einem individuellen Gespräch geklärt werden. Wir freuen uns über Ihr Interesse! Unser Angebot unter dem Titel bewusst leben zielt auf Kinder im Alter von rund 7 bis 12 Jahren ab. Es wäre möglich, das Projekt im Rahmen eines Kurses, sowie eines Workshops anzubieten. Dabei haben Sie

Mehr

Informationen des Beratungslehrers

Informationen des Beratungslehrers Sinnvolle Hilfe bei der Hausaufgabe (nach A. Geist, Schulpsychologe) Vorwort "Soll ich meinem Kind überhaupt bei den Hausaufgaben helfen? Und wenn ja, wie soll ich es sinnvoll tun?" Diese Fragen werden

Mehr

Es gilt das gesprochene Wort!

Es gilt das gesprochene Wort! Redebeitrag der Abgeordneten Astrid Günther-Schmidt zur 1. Lesung des Gesetzentwurfs der Fraktion GRÜNE "Gesetz zur Gleichstellung von Schülerinnen und Schülern mit Teilleistungsstörungen beim Lesen und

Mehr

nächsten Baustein Ein bleibender Eindruck - Die Rechnung. eigenen Abschnitt letzten Kontaktpunkte

nächsten Baustein Ein bleibender Eindruck - Die Rechnung. eigenen Abschnitt letzten Kontaktpunkte Herzlich Willkommen zum nächsten Baustein zum Thema Kundenzufriedenheit, diesmal unter dem Titel Ein bleibender Eindruck - Die Rechnung. Obwohl die Rechnung bzw. ihre Erläuterung in den meisten Prozessabläufen

Mehr

Heiko und Britta über Jugend und Stress (aus: K.16, S.115, Jugendliche vor dem Mikro, Von Aachen bis Zwickau, Inter Nationes)

Heiko und Britta über Jugend und Stress (aus: K.16, S.115, Jugendliche vor dem Mikro, Von Aachen bis Zwickau, Inter Nationes) (aus: K.16, S.115, Jugendliche vor dem Mikro, Von Aachen bis Zwickau, Inter Nationes) A. Bevor ihr das Interview mit Heiko hört, überlegt bitte: Durch welche Umstände kann man in Stress geraten? B. Hört

Mehr

SySt-Organisationsberatung Toolkarte

SySt-Organisationsberatung Toolkarte Tool Zuhören als Empfänger und als Sender Entwickelt von Insa Sparrer Anwendungskontext Die SySt-Miniatur Zuhören als Empfänger und als Sender bietet die Möglichkeit eines Probehandelns für eine künftige

Mehr

Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation

Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation sentation zur Unterscheidung von psychischen und sozialen Systemen nach Niklas

Mehr

Unser medienpädagogisches Konzept

Unser medienpädagogisches Konzept Unser medienpädagogisches Konzept Kinder wachsen in einer Mediengesellschaft auf. Dazu gehört, dass schon die Kinder ihre Medienerfahrungen machen: Sie hören CDs oder MP3s, sehen Filme am Fernseher oder

Mehr

POLICY BRIEF ZU DEN NORRAG NEWS 40 BILDUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG? ODER, DIE NACHHALTIGKEIT VON BILDUNGSINVESTITIONEN?

POLICY BRIEF ZU DEN NORRAG NEWS 40 BILDUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG? ODER, DIE NACHHALTIGKEIT VON BILDUNGSINVESTITIONEN? POLICY BRIEF ZU DEN NORRAG NEWS 40 BILDUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG? ODER, DIE NACHHALTIGKEIT VON BILDUNGSINVESTITIONEN? Diese Spezialausgabe behandelt viele verschiedene Dimensionen von Bildung

Mehr

Baustelle Erste Liebe

Baustelle Erste Liebe Geschrieben von: Ute Horn & Daniel Horn Baustelle Erste Liebe : Fur Teens Für alle, die es wissen wollen! Inhalt Inhalt Danke................................................... 5 Vorwort...................................................

Mehr

Und schon gar nicht Tränen einsetzen Gender, Emotionsarbeit und Mikropolitik im Management

Und schon gar nicht Tränen einsetzen Gender, Emotionsarbeit und Mikropolitik im Management Und schon gar nicht Tränen einsetzen Gender, Emotionsarbeit und Mikropolitik im Management Mikropolitik: Aufstiegskompetenz von Frauen *Das Projekt wird für die Dauer von drei Jahren aus Mitteln des BMBF

Mehr

Das Zeitalter der Singularitäten

Das Zeitalter der Singularitäten Isolde Charim Das Zeitalter der Singularitäten Vortrag zum Gründungsakt des Gesellschaftsklimabündnis am 19. April 2013 im Parlament, Wien. Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Das ist ein

Mehr

Chefs am Limit. 5 Coaching-Wege aus Burnout und Jobkrisen. von Gerhard Nagel. 1. Auflage. Hanser München 2010

Chefs am Limit. 5 Coaching-Wege aus Burnout und Jobkrisen. von Gerhard Nagel. 1. Auflage. Hanser München 2010 Chefs am Limit 5 Coaching-Wege aus Burnout und Jobkrisen von Gerhard Nagel 1. Auflage Hanser München 2010 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 446 42347 3 Zu Inhaltsverzeichnis schnell

Mehr

Möglichkeiten der dynamischen Balance (TZI) zur Aktivierung einer Agilen Unternehmenskultur

Möglichkeiten der dynamischen Balance (TZI) zur Aktivierung einer Agilen Unternehmenskultur Initiative Unternehmenskultur Möglichkeiten der dynamischen Balance (TZI) zur Aktivierung einer Agilen Unternehmenskultur Arbeitskreistreffen vom 16. April 2012 Wolfgang Purucker 16.04.2012 Inhalt Das

Mehr

BAUSTEIN 3 / THEMENEINHEIT 1 Mediation als Methode der Konfliktlösung

BAUSTEIN 3 / THEMENEINHEIT 1 Mediation als Methode der Konfliktlösung BAUSTEIN 3 / THEMENEINHEIT 1 Mediation als Methode der Konfliktlösung KURZE BESCHREIBUNG DER AKTIVITÄTEN In dieser Themeneinheit erwerben die Teilnehmer/innen grundlegende Fähigkeiten der Mediation als

Mehr

Gottesdienst zum Thema Gebet 15.01.12 um 10.00 Uhr in Bolheim Schriftlesung: Lk 11,5-13 Gleichnis vom bittenden Freund Pfarrerin z. A.

Gottesdienst zum Thema Gebet 15.01.12 um 10.00 Uhr in Bolheim Schriftlesung: Lk 11,5-13 Gleichnis vom bittenden Freund Pfarrerin z. A. Gottesdienst zum Thema Gebet 15.01.12 um 10.00 Uhr in Bolheim Schriftlesung: Lk 11,5-13 Gleichnis vom bittenden Freund Pfarrerin z. A. Hanna Nicolai Liebe Gemeinde, da habe ich Ihnen heute ein Seil mitgebracht

Mehr

Damit Würde Wirklichkeit wird

Damit Würde Wirklichkeit wird Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen Stiftung privaten Rechts Georg-Haccius-Straße 9 29320 Hermannsburg Postfach 1109 29314 Hermannsburg Damit Würde Wirklichkeit wird Grundsätze der Entwicklungsarbeit

Mehr

Übergewicht im Kanton Zürich

Übergewicht im Kanton Zürich Übergewicht im Kanton Zürich Resultate aus dem Zürcher Übergewichtsbericht Hanspeter Stamm Lamprecht und Stamm SFB AG Zürich Datenlage Überblick SituaConsanalyse und Entwicklung: Übergewicht bei den Erwachsenen

Mehr

Traumfrauen und Traummänner

Traumfrauen und Traummänner Traumfrauen und Traummänner Über Wunschvorstellungen vom Aussehen des Partners Einleitung Mein Traummann ist groß, dunkelhaarig und schlank oder Meine Traumfrau sollte rote Haare, einen sinnlichen Mund

Mehr

Florian Baier Schule und Soziale Arbeit: Aktuelle Konzepte und strukturelle Voraussetzungen für gelingende Kooperationen

Florian Baier Schule und Soziale Arbeit: Aktuelle Konzepte und strukturelle Voraussetzungen für gelingende Kooperationen Florian Baier Schule und Soziale Arbeit: Aktuelle Konzepte und strukturelle Voraussetzungen für gelingende Kooperationen Kinder- und Jugendhilfe in der Zeit nach PISA Positionen der Kinder- und Jugendhilfe:

Mehr

Quelle: Reinhard Schmid, Bruno Kägi: Beruflich weiterkommen BIZ Bern-Mittelland, Arbeitsblätter Laufbahnberatung, 2010

Quelle: Reinhard Schmid, Bruno Kägi: Beruflich weiterkommen BIZ Bern-Mittelland, Arbeitsblätter Laufbahnberatung, 2010 Lebenszyklen Quelle: Reinhard Schmid, Bruno Kägi: Beruflich weiterkommen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung BIZ Bern-Mittelland Bremgartenstrasse 37, Postfach, 3001 Bern Telefon 031 633 80 00, biz-bern-mittelland@erz.be.ch

Mehr

FÜRBITTEN. 2. Guter Gott, schenke den Täuflingen Menschen die ihren Glauben stärken, für sie da sind und Verständnis für sie haben.

FÜRBITTEN. 2. Guter Gott, schenke den Täuflingen Menschen die ihren Glauben stärken, für sie da sind und Verständnis für sie haben. 1 FÜRBITTEN 1. Formular 1. Guter Gott, lass N.N. 1 und N.N. stets deine Liebe spüren und lass sie auch in schweren Zeiten immer wieder Hoffnung finden. 2. Guter Gott, schenke den Täuflingen Menschen die

Mehr

Mein perfekter Platz im Leben

Mein perfekter Platz im Leben Mein perfekter Platz im Leben Abschlussgottesdienstes am Ende des 10. Schuljahres in der Realschule 1 zum Beitrag im Pelikan 4/2012 Von Marlies Behnke Textkarte Der perfekte Platz dass du ein unverwechselbarer

Mehr

Ganglion Frau Dr. med. Ursula Davatz www.ganglion.ch ursula.davatz@ganglion.ch

Ganglion Frau Dr. med. Ursula Davatz www.ganglion.ch ursula.davatz@ganglion.ch Gemeinnütziger Frauenverein Brugg Katholischer Frauenverein Brugg Vortrag vom16.03.99 über Loslassen U. Davatz I. Einleitung Eine erste aktive Kontaktaufnahme mit der Umwelt des Menschen ist über den Greifreflex.

Mehr

sechsseiten FÜHRUNG UND MOTIVATION AUSGABE 01-5 NOVEMBER 2007 > Motivation eine Führungsaufgabe?

sechsseiten FÜHRUNG UND MOTIVATION AUSGABE 01-5 NOVEMBER 2007 > Motivation eine Führungsaufgabe? sechsseiten FÜHRUNG UND MOTIVATION AUSGABE 01-5 NOVEMBER 2007 > Motivation eine Führungsaufgabe? sechsseiten FÜHRUNG UND MOTIVATION AUSGABE 01-5 NOVEMBER 2007 Das Engagement sinkt von Jahr zu Jahr 2001

Mehr

Fragetechniken: FRAGEN stellen aber richtig. Wer fragt, der führt: Wie Sie konstruktive Fragen stellen. Fragen geht vor behaupten

Fragetechniken: FRAGEN stellen aber richtig. Wer fragt, der führt: Wie Sie konstruktive Fragen stellen. Fragen geht vor behaupten Fragetechniken: FRAGEN stellen aber richtig Wer fragt, der führt: Wie Sie konstruktive Fragen stellen Wer geschickt die richtigen Fragen stellt, überzeugt seine Gesprächspartner. Doch was sind die richtigen

Mehr

Eltern 2015 wie geht es uns? Und unseren Kindern?

Eltern 2015 wie geht es uns? Und unseren Kindern? Studien 2015 Eltern 2015 wie geht es uns? Und unseren Kindern? Marie-Luise Lewicki & Claudia Greiner-Zwarg Berlin, 12.01.2015 S T U D I E 1 S T U D I E 2 Ansprüche ans Elternsein Wie geht es unseren Kindern?

Mehr

Jungen in sozialen Berufen einen Leserbrief schreiben

Jungen in sozialen Berufen einen Leserbrief schreiben Arbeitsblatt 8.5 a 5 10 In einem Leserbrief der Zeitschrift Kids heute erläutert Tarek seinen Standpunkt zum Thema Jungen in sozialen Berufen. Jungs in sozialen Berufen das finde ich total unrealistisch!

Mehr

Auf der Suche nach dem großen Glück

Auf der Suche nach dem großen Glück Auf der Suche nach dem großen Glück Unsere Glaubenssätze bestimmen, wie wir das Glück erleben Fast jeder von uns hat im Laufe des Lebens erfahren, dass das Glück nicht lange anhält. Ebenso, dass Wunder

Mehr