Das IDS-Netzleitsystem HIGH-LEIT XW Neue Funktionen im Release 5.6

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1 Das IDS-Netzleitsystem HIGH-LEIT XW Neue Funktionen im Release 5.6

2 Netzleitsystem HIGH-LEIT XW Release 5.6 Mit dem Release des Netzleitsystems HIGH- LEIT XW 5.6 setzt die IDS GmbH wieder wichtige Meilensteine. Neue Komponenten, die in das Netzleitsystem integriert wurden, sind beispielsweise die Rohrnetztopologie oder die Schaltbrieffunktionalität. Auch das Web-Interface wurde komplett überarbeitet und stellt nun Online-Werte über das Internet zur Verfügung. Weitere Verbesserungen hinsichtlich der Bedienbarkeit und Performance sowie diverse Pflegemaßnahmen rund das Profil des neuen und verbesserten IDS HIGH-LEIT ab. Schaltbriefe Vom Schaltantrag über die Ausführung von Schaltungen bis zur Auswertung in Form von Schaltberichten: Innerhalb dieser Prozesskette sind verschiedene Personen beteiligt. Das Schaltbriefmodul unterstützt alle Anwender beim Betrieb elektrischer Netze bzw. kann den Netzbetrieb teilweise automatisieren. Der gesamte Prozess lässt sich dabei in drei Teile gliedern: Schaltantragswesen, Schaltbriefverwaltung und Schaltberichtswesen. Schaltantragswesen Erfassung des Schaltantrages mit gewünschter Gesamtmaßnahme und Zeitpunkt Dokumentation des Schaltantrag und Weitergabe an das zuständige Personal Über den Schaltantrag entscheiden Schaltbriefverwaltung Ermittlung der notwendigen Schaltmaßnahmen Planung der Einzelmaßnahmen unter zeitlichen und technischen Aspekten Erstellung einer Schaltfolge im Leitsystem Dokumentation in Form eines Schaltbriefes Abarbeitung und Statusüberwachung der Einzelmaßnahmen Schaltberichtswesen Dokumentation aller zugehörigen Einzelmaßnahmen und Reaktionen des Systems Bereitstellung vorgeformter Schaltberichte zu einer Gesamtmaßnahme Auswertung der Daten über entsprechende Reportingfunktionen Die Steuerung des Schaltbriefmoduls erfolgt über die IDS-Lösung für Netzmanagement ACOS NMS. Die erforderlichen Daten aus dem Leitsystem werden von HIGH-LEIT automatisch über eine definierte Schnittstelle zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um Schaltfolgen, Schaltvorschläge aus der Topologie sowie verschiedene Status und Meldungen aus dem Meldebuch als Basis für das Berichtswesen. Schaltantrag

3 Schichtbuch Optional steht Anwendern nun ein Schichtbuch zur Verfügung. Es dokumentiert alle Vorkommnisse im Verlauf einer Schicht übersichtlich: entweder automatisch oder über eine manuelle Eingabe. Sämtliche notwendigen Informationen für die nachfolgende Schicht sind damit in einem Übergabeprotokoll zusammengestellt und revisionsfest in einem lokalen oder für den Netzwerkzugriff freigegebenen Verzeichnis gespeichert. Die Schichtbuchfunktion ist Teil der Netzmanagementsuite ACOS NMS. Diese lässt sich problemlos zu einer Komplettlösung für das Netzmanagement erweitern. Dafür stehen umfangreiche Funktionen zur Betriebsmittelverwaltung und Instandhaltung, für das Störungshandling und das Auftrags- und Workforce-Management zur Verfügung. Wie in der Stromtopologie stehen in der Rohrtopologie verschiedene Einfärbevarianten zur Auswahl. Versorgte Netzelemente werden in Farbe des zugehörigen Versorgungsbereichs dargestellt. Netzelemente, die mehreren Versorgungsbereichen angehören, werden wahlweise gestrichelt in den zwei Farben mit den höchsten Prioritäten oder in einer weiteren speziellen Mischfarbe dargestellt. Rohrnetztopologie Schichtbuch Rohrnetztopologie Parallel zur Stromtopologie verfügt HIGH-LEIT XW nun auch über eine Rohrnetztopologie für Gasund Wassernetze. Neu eingeführte Objekte (Ventile, Rohre, Leitungen) helfen beim Aufbau eines Rohrnetzes. Gasleitungen lassen sich anhand ihres Versorgungszustandes einfärben. Die Berechnungen, die für die Darstellung des Netzes durchgeführt werden, erfolgen anhand der Netztopologie, den Zuständen der Netzelemente, dem Versorgungsbereich und den Stammdaten. Dabei definiert jede Quelle einen eigenen Versorgungsbereich. Diesem wird ein Netzelement zugeordnet, wenn es von der zugehörigen Quelle versorgt wird. Netzelemente, die von mehreren Quellen versorgt werden, gehören mehreren Versorgungsbereichen an. Basierend auf der Zuordnung eines Netzelementes zu einem oder mehreren Versorgungsbereichen erfolgt die Einfärbung des Netzes. Webserver Die Neuentwicklung des Webservers ermöglicht es, dynamische Prozessbilder vom Büroarbeitsplatz aus direkt online zu betrachten. Verknüpfungen zu Folgebildern sind im Bild anwählbar. Neben dynamischen Prozessbildern stehen weiterhin auch Protokolle, Grafiken und Excel-Reports für diverse Auswertungen zur Verfügung. Auch die Anzahl gleichzeitiger Zugriffe auf den Webserver konnte ebenfalls erheblich gesteigert werden (von fünf bis zehn auf über 50). Prozessbild im Web

4 IT-Sicherheit gemäß BDEW- Whitepaper Netzleitsysteme sind meist Bestandteil einer umfassenden IT-Infrastruktur. Um das Leitsystem und sensible Daten gegen einen unbefugten Zugriff von außen zu ausreichend schützen, gewinnt das Thema IT-Sicherheit zunehmend an Bedeutung. IDS HIGH-LEIT erfüllt die Anforderungen an sichere Steuerungs- und Telekommunikationssysteme des BDEW-Whitepapers und bietet somit ein sehr hohes Sicherheitsniveau. Dies wurde uns anlässlich eines kürzlich durchgeführten Assessments von einem renommierten IT- Sicherheitsunternehmen bestätigt. Die wichtigsten Schwerpunkte des Whitepapers bilden die Sicherheit von Netzwerken und Kommunikationsverfahren sowie die allgemeine Grundsicherung und Systemhärtung. Dies bedeutet für IDS HIGH-LEIT: Sicherung der Vertraulichkeit aller Daten durch Verschlüsselung sensibler Daten beim Speichern und Übertragen Änderung von Default-Passwörtern für BIOS, Betriebssystem, Datenbanken und Applikationen Optionaler Einsatz einer zentralen Host-Based Intrusion Detection Software, um die Integrität von Dateien, Anwendungen und Konfigurationsdateien zu gewährleisten Einspeisemanagement (verfügbar ab Release 5.6.1) Das EEG-Gesetz hat in seiner neuesten Fassung den Netzbetreibern erweiterte Möglichkeiten an die Hand gegeben, Einspeisungen von EEG- Anlagen ab einer festgelegten Größe unter definierten Randbedingungen (z. B. Netzengpässen) zu beeinflussen und deren Einspeisung auf 60%, 30%, 0% zu reduzieren. Die Notwendigkeit, um EEG-Einspeisung zu reduizieren, kann sowohl durch Überlastungen im eigenen Netz als auch durch eine Aufforderung vom vorgelagerten Netzbetreiber entstehen. Das Einspeisemanagement bietet im Einzelnen: Verwaltung aller EEG-Anlagen Diskriminierungsfreie Einsenkung der Anlagen Dokumentation der Maßnahmen Lastabwurf (verfügbar ab Release 5.6.1) Die Durchführung und Dokumentation der Maßnahmen erfolgt gemäß dem Leitfaden für unterstützende Maßnahmen von Stromnetzbetreibern zur Umsetzung der Systemverantwortung 13 Abs. 2, 14 Abs. 1, 14 Abs. 1c EnWG. Die für den Lastabwurf heranziehbaren Verbraucher sowie die einzelnen Maßnahmen werden ebenfalls im Einspeisemanagement verwaltet und dokumentiert. Optionale Verwendung eines WSUS-Servers zur zentralen Verteilung von Betriebssystem- Patches für Komponenten mit Windows Betriebssystemen. Authentifizierung eines Anwenders an den Arbeitsplätzen optional über Active-Directory Umstellung des Wartungszugangs auf ein gesichertes Verfahren Erstellung eines Notfallkonzeptes Die einzelnen optionalen Maßnahmen zur IT- Sicherheit werden auf den individuellen Schutzbedarf unserer Kunden abgestimmt und können im Zuge der zyklischen Wartung regelmäßig überprüft werden.

5 Weitere Neuerungen Das System wurde um die folgenden Standardfunktionen erweitert: Systemgröße Der technische Fortschritt und immer leistungsstärkere Hardware ermöglichen es, noch größere Systeme mit immer mehr prozesstechnisch erfassten Daten und Anwendungen zu unterstützen. Dies schlägt sich auch in vielen HIGH-LEIT- Applikationen nieder. So wurde z.b. der Vorrat an Bildnummern auf theoretisch erhöht, in Rechenwerten können nun bis zu 50 Variablen genutzt werden, die Anzahl möglicher User wurde im Standard auf 250 und die Anzahl möglicher MMIs auf 63 erhöht. Quickfilter Im Meldebuch steht nun ein Quickfilter als separate Zeile zur Verfügung. Der Bediener kann damit einfach und schnell z.b. nach Textfragmenten suchen. Flattermeldungsunterdrückung Bisher konnte eine Flatterunterdrückung bereits Informationspunktweise für die Fernwirktechnik, sofern diese das unterstützt, parametriert werden. Durch eine zusätzliche Generierkennung kann nun hinterlegt werden, ob die Flatterunterdrückung statt in der Fernwirktechnik im Leitsystem erfolgen soll. Grundsätzlich ist es sinnvoll, die Entflatterung auch weiterhin an der Quelle durchzuführen. Ist das aber nicht möglich, kann nun auf Leitsystemebene dafür gesorgt werden. überführt werden. Ebenfalls neu ist der Sprung via Kontextmenü aus der Grafik in das entsprechende Zyklus-Archiv an den passenden Archivzeitpunkt: z.b. um über die Grafik ermittelte Ausreiser leichter zu korrigieren. Spaltenorientierte Listen-Protokolle Die bekannten Listen-Protokolle werden nun spaltentreu ausgegeben und können zur weiteren Verarbeitung nach Excel übergeben werden. Die gewohnten Connectivity-Funktionen stehen weiterhin zur Verfügung. Verbesserungen an Bildvorlagen Gruppenvorlagen können nun als Obermenge der tatsächlich benötigten Varianten parametriert und in der Bildgenerierung nicht benötigte Betriebsmittel nach Bedarf ausgeblendet werden. Bisher waren für Einfach- und Doppelmeldungen unterschiedliche Symbol-Vorlagen nötig. Bei invertierter Verarbeitung wurden weitere Vorlagen benötigt. Dies wurde jetzt vereinheitlicht über einen neuen Meldungsuntertyp, der für alle Meldungsarten gleichartig ausgewertet wird. Auch Bildvorlagen lassen sich nun umbenennen. Lebenszeit-IPID Neu angelegte Datenpunkte erhalten jetzt grundsätzlich eine neue, zur Systemlebenszeit noch nicht verwendete IPID. Nicht entfernte Referenzen, die auch weiterhin über Referenzprotokolle ermittelt und gelöscht werden sollen, können nun nicht mehr zu Fehlinterpretationen führen. Einfärbung von Grafikabschnitten In Grafiken können Kurven in Bereichen, in denen eine Verletzung der Warn- oder Störgrenzen auftrat, in einer separaten Farbe gezeichnet werden. Auch alle anderen Archivstatus lassen sich mit einer individuell definierten Farbe dargestellt werden. Sonstige Erweiterungen: Grafikmodul Die bereits im Release-Stand 5.4 implementierte Schreibergrafik (Aktualisierung der Grafik im Sekundenzyklus) wurde nun auch für Meldungen implementiert. Die Übergabe der Grafikdaten an Excel kann optional an vorformatierte Excel- Sheets erfolgen. Mitschnittsgrafiken können hierbei auch in ein äquidistantes Sekundenraster ids IDS GmbH Nobelstraße 18 D Ettlingen Postfach D Ettlingen Tel Fax Internet:

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