Potenziale älterer ArbeitnehmerInnen

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1 Impulsreferat des Hauptreferenten Potenziale älterer ArbeitnehmerInnen Beschäftigungs- und Lernfähigkeit älterer ArbeitnehmerInnen Relevanz, Annahmen, Erkenntnisse 1. Zur Aktualität des Themas 2. Beschäftigungs- und Weiterbildungshemmnisse bei älteren ArbeitnehmerInnen aus der Sicht der Arbeitgeber 3. Empirische Befunde zur Leistungs- und Lernfähigkeit älterer Arbeitnehmer 4. Abschließende Anmerkungen Materialien

2 Prognosen zur Relevanz der demographischen Entwicklung für das Erwerbspersonenpotential und dessen Zusammensetzung - Der Zustrom jüngerer Nachwuchs- und Fachkräfte wird dünner. - Die Gruppe der Erwerbstätigen im mittleren Alter, aus der sich gegenwärtig die Kernbelegschaft rekrutiert, nimmt ab. - Die Gruppe der über 50-jährigen erhält ein deutlich größeres Gewicht. - Die Gruppe der über 60-jährigen, die bis zur gesetzlichen Altersgrenze - tätig bleibt wächst an. Altersaufbau der deutschen Bevölkerung im Jahre 2003 Altersaufbau der deutschen Bevölkerung im Jahre 2020 Quelle: Statistisches Bundesamt (http://www.destatis.de/basis/d/bevo e/src/svg-02/start.htm) Quelle: Statistisches Bundesamt (http://www.destatis.de/basis/d/bevoe /src/svg-02/start.htm)

3 Ausgleich des Erwerbspotentials der 60- bis 64-jährigen durch das nachrückende Erwerbspotential der 15- bis 19-jährigen Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung: SGS / W. Brosi

4 Beschäftigungshemmnisse für ältere Arbeitnehmer aus der Perspektive von Personalverantwortlichen - Kündigungsschutz - Keine bzw. nur bedingt passende Qualifikation - Annahmen zu geringen Ausprägungen von Lernbereitschaft und Zuschreibung skeptischer Haltungen gegenüber Neuem - Ungünstiges Verhältnis von Qualifizierungskosten und Nutzungsdauer - Körperlich nicht so leistungsfähig - Weniger belastbar - Vorbehalte gegenüber (Langzeit)arbeitslosen

5 Befunde zur Leistungs- und Lernfähigkeit älterer ArbeitnehmerInnen - Arbeitsbedingungen (Grad der intellektuellen Anforderungssituationen am Arbeitsplatz) führen zu altersproportional zunehmenden, starken individuellen Schwankungen in der Leistungsfähigkeit - Gesundheit hat hohe Relevanz für die Leistungsfähigkeit - Mit zunehmendem Alter sinkt die Leistungsfähigkeit in Teilbereichen: o Geistige Wendigkeit / Schnelligkeit / Merkfähigkeit / logisch-abstraktes Denken o Lernen vollzieht sich störanfälliger (unsicherer, ängstlicher) - In anderen Teilbereichen sind Ältere Jüngeren überlegen Teilbereiche, in denen ältere Arbeitnehmer jüngeren überlegen sind: - Besserer Umgang mit komplexen Sachverhalten und größeren Gesamtkomplexen - Selbsteinschätzung - Vorausschauende Berücksichtigung potentieller Komplikationen - Bewältigung / Vermeidung sozialer Konfliktlagen - Zufriedenheit und Engagement

6 Weiterführende Literatur: Bangali, L. / Fuchs, G. / Hildenbrand, M. / Luib, B.: Beschäftigungsfähigkeit älterer Fachkräfte in Baden- Württemberg. Zwischenergebnisse einer qualitativen Untersuchung der Qualifikationsbedarfe in Industrie und Handwerk der Metall- und Elektrobranche. Arbeitsbericht der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg, Nr. 240 /September Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Erfolgreich mit älteren Arbeitnehmern. Strategien und Beispiele für die betriebliche Praxis. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Evers, A.: Aktivierender Staat. Eine Agenda und ihre möglichen Bedeutungen (http://pages.jugendinfo.de/landesjugendamt/beteiligung/evers.doc) Herrmann. H.: Kompetenzen der Senioren in der Wirtschaft. In: Lehr, U./Repgen, K.:Älter werden: Chance für Mensch und Gesellschaft. München: Olzog Verlag Ilmarinen, J. / Tempel, J.: Arbeitsfähigkeit Was können wir tun, damit Sie gesund bleiben? Hamburg: VSA-Verlag Lehr, U.: Psychologie des Alters. Wiebelsheim: Quelle und Meyer Niederfranke, A.: Das Potential älterer Arbeitnehmer: Brauchen wir neue Handlungsfelder? In: Lehr, U. / Repgen, K.: Älter werden: Chance für Mensch und Gesellschaft. München: Olzog Verlag Röhr-Sendlmeier, U. M.: Weiterbildungsverhalten und Lernbereitschaft im höheren Erwachsenenalter. In: Altern Ein lebenslanger Prozeß der sozialen Interaktion. Darmstadt: Steinkopf Rott, C.: Intelligenzstruktur und Intelligenzverläufe im höheren Alter. In: Altern Ein lebenslanger Prozeß der sozialen Interaktion. Darmstadt: Steinkopf Schlussbericht der Enquête-Kommission Demographischer Wandel Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik des 14. Deutschen Bundestages 2002 (http://dip.bundestag.de/btd/14/0/14000.pdf) Spitzer, M.: Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens. Heidelberg u. Berlin: Spektrum Future Report Demographic change 1999: (http://www.demographie-transfer.iao.fhg.de/literatur/zr_pdfe.html) Ältere Arbeitnehmer Ein Asset für die Wirtschaft (http://www.bertelsmann-stiftung.de/documents/aelterearbeitnehmer.pdf)

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