Tutorium Klinische Psychologie II. Biofeedback

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1 Tutorium Klinische Psychologie II Biofeedback

2 Biofeedback Oswald David Kothgassner

3 Entspannungsverfahren Biofeedback (CAB; Computer-Aided Biofeedback) Progressive Muskelentspannung Autogenes Training Imaginative Verfahren

4 Biofeedback Initiierung physiologischer Reaktionen Shaping-Technik: Erwünschtes Verhalten tritt nicht immer gleich auf Daher: nicht komplette Verhaltensweise kann verstärkt werden Sondern jedes Verhalten, welches dem erwünschten Verhalten schrittweise näher kommt wird verstärkt Schrittweises Erlernen komplexerer Handlungsweisen zb Schuhe-Binden; Autofahren Fading-Technik: Zeitweise Lernhilfe (Hinweisreiz; Prompts) wird dargeboten Erwünschte Reaktion tritt dank Hinweis auf Hinweisreiz wird schrittweise ausgeblendet Verhalten tritt unabhängig vom Hinweisreiz Verhalten manifestiert sich nun auch ohne Hinweisreiz zb Lehrer fragt Kind nach dem englischen Wort für Antwort Kognitive Strategien: Viele Patienten verwenden autonom kognitive Strategien zur Erreichung gewünschter physiologischer Reaktionen

5 Artefakte Ein Artefakt ist ein vom Messfühler aufgefangenes Signal, das anderen Ursprungs ist als das zu messende Biosignal Bewegungsartefakt: Problem: Vpn bewegt sich Lösung: Vpn muss bequem sitzen, Vpn muss eine gute Instruktion erhalten, Elektroden müssen gut haften Physiologische Artefakte: Problem: andere Biosignale werden miterfasst Lösung: Bewusstes miterfassen anderer Biosignale; Tageszeit und Lichtverhältnisse gleich halten; Achten auf Blutgefäße

6 Artefakte Ein Artefakt ist ein vom Messfühler aufgefangenes Signal, das anderen Ursprungs ist als das zu messende Biosignal Externe Störeinflüsse: Problem: physikalische Störgrößen; induzierte Spannungen Lösung: Abklärung der Gerätschaften und Spannungsfeldern; Haut reinigen; Erdung und elektronische Abschirmung Interne Störeinflüsse: Problem: in der Person verankerte Störeinflüsse Lösung: Edukation der Vpn; Angst nehmen; Motivation steigern

7 Physiologische Parameter

8 Physiologische Parameter Elektrodermale Aktivität: Änderung der Schweißdrüsenaktivität ändert die elektrische Leitfähigkeit der Haut sympathische innervierte Schweißdrüsen geben Aufschluss über allgemeine Aktiviertheit Nicht-dominante Hand (dünnere Hornhautschicht) SCL Eine Normalisierung des Hautwiderstandes führt auch zu einer Beruhigung anderer Körperfunktionen, wie z.b. Atmung, Herzschlag oder hoher Blutdruck. Die Biofeedbackmethode stellt eine Form des Lernens dar und lässt sich zur Körperwahrnehmung, Selbstkontrolle und Selbstheilung einsetzen.

9 Physiologische Parameter Herzratenparameter: Messung von Pulsfrequenz und Maß für Blutfluss im Sensorgebiet Indikator für physische Aktivierung bzw. Belastung PULS z.b. Messung der Pulsfrequenz Einsatz bei: Herzrhythmusstörungen Sinusarrhythmie Angstbehandlung (Systematische Desensiblisierung)

10 Physiologische Parameter Respiration: Messung von Atemfrequenz und Atemvolumen Erreichung eines generellen Entspannungszustandes Brust-Bauch-Einsatz Ausdehnung der Gurte Einsatz bei: In-Vivo-Expositionen bei Sozialem Kompetenztrainings Angststörungen; Panikattacken

11 Respiration Bauchatmung Brustatmung Folgen der Bauchatmung sind ein größerer Atemluftaustausch in der Lunge bei gleicher Anstrengung und eine Anregung der Verdauung. Bauchatmung kann im Alltagsleben jederzeit angewandt werden kann. Für die Kontrolle einer effizienten Bauchatmung sollte zusätzlich die Brustatmung aufgezeichnet werden. Diese sollte aber eine wesentlich geringere Amplitude aufweisen als die der Bauchatmung (Positive Korrelation).

12 Physiologische Parameter Temperatur: Physiologische Entspannung führt zu vermehrtem Blutfluss und dieser führt zu höherer Temperatur

13 Instrumentarium

14 Behandlungsmöglichkeiten Stress, Stressfolgen, Stressbewältigung Angststörungen Depressionen Posttraumatische Belastungsstörungen Schlafstörungen Chronischer Schmerz (Kopfschmerz, Rückenschmerz, Fibromyalgie u.a.) Verbesserung der Körperwahrnehmung Psychische Ursachen/psychische Folgen von körperlichen Krankheiten Sexualstörungen Unklare körperliche Beschwerden (z.b. Tinnitus, Reizmagen,u.a.) Hypertonie, Durchblutungsstörungen etc.

15 Verwendete und weiterführende Literatur Vaitl, D. & Petermann, F. (2000). Handbuch der Entspannungsverfahren. Band 1: Grundlagen und Methoden. Weinheim: Beltz. Petermann, F. & Vaitl, D. (1994). Handbuch der Entspannungsverfahren. Band 2: Anwendungen. Weinheim: Beltz.

16 Linktipps:

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