Standortplanung eines Baumarktes

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1 Standortplanung eines Baumarktes Kontextszenario Die Baumarktkette, bei der Herr Schnell arbeitet, möchte expandieren. Herr Schnell hat die Aufgabe, einen optimalen Standort für einen neuen Baumarkt im Raum Köln/Bonn auszusuchen. Für die Planung kann er auf bestehende Marktdaten (Daten über die bestehenden Baumärkte seiner Kette, Konkurrenzanbieter, bereits geplante Standorte seiner Kette...), aber auch auf Daten zum Kundenpotenzial auf Gemeindeebene zurück greifen. Herr Schnell möchte mit Hilfe der Daten herausfinden, in welchen Gebieten die meisten potentiellen Baumarkt-Kunden wohnen (Personen älter als 40, hoher 1-/2-Familienhausanteil, Bereitschaft zu höheren Ausgaben,...). Dann muss er noch einen verkehrsgünstigen Standort mit genügend freier Fläche (Verkaufsfläche, Parkfläche) finden, der preislich im vorgegebenen Limit liegt. Es könnte auch günstig sein, wenn sich noch weitere Geschäfte im näheren Umfeld befinden, da die Wahrscheinlichkeit für Laufkundschaft dann größer ist. Ein eventuell vorhandener Mitbewerber im näheren Umfeld gehört auf jeden Fall zu den Entscheidungsfaktoren, wobei noch zu entscheiden ist, ob dies positiv oder negativ zu bewerten ist. Herr Schnell muss zunächst die absoluten Bevölkerungsstrukturdaten in relative Prozentangaben umwandeln, um die Gebiete herauszufiltern zu können, in denen relativ viele Personen über 40 Jahre wohnen. Dann möchte er die Daten einer Befragungsaktion auswerten, die ihm Auskunft über die durchschnittlichen Ausgaben der befragten Kunden in den Gemeinden liefern sollen. Natürlich interessieren ihn vor allem die Gemeinden, in denen die Ausgaben höher sind als der Durchschnitt. Wenn er interessante Gemeinden gefunden hat, die seinen Kriterien entsprechen, kann er zunächst eventuell bereits geplante Standorte einer Bewertung unterziehen oder neue Standorte ermitteln. Dazu gewichtet er die Faktoren "Wettbewerber", "Einwohner im Umkreis von 1 km" und "Einwohner im Umkreis von 5 km" jeweils zu einem Drittel, um eine Aussage über das Potential des Standorts machen zu können. Ebenso verfährt er mit den Faktoren "Verkaufsfläche", "Parkplätze" und "Handel im Nahbereich" im Bezug auf die zukünftige Ausstattung. Ziel ist es, die möglichen Standorte mit hohem Potential und guter Ausstattung zu ermitteln. Es erweist sich aufgrund der Analyse der Daten, dass zwei der geplanten sechs Märkte bezüglich der genannten Kriterien positiver zu bewerten sind als die restlichen. Obwohl ein dritter Standort bezüglich Potential und Ausstattung ebenso gut abschneidet wie die beiden anderen, weist er aber schlechtere Werte in Bezug auf die Gemeindedaten auf. Da für die geplanten Standorte auch bereits Vorarbeiten bezüglich Grundstückssuche etc. stattgefunden haben, wird Herr Schnell die beiden ermittelten Varianten vorschlagen und vorerst keine weiteren neuen Standorte suchen. Use Szenario Herr Schnell nutzt das GIS-System CommonGIS, um die vorhandenen Datenbestände für seine Zwecke auszubeuten.er ruft das System auf und lädt die Daten aus verschiedenen Quellen, um sie als Projekt "S tandortauswahl" gemeinsam zu bearbeiten.... 1

2 Beispieldialog mit CommonGIS: Planungen für einen neuen Baumarkt im Raum Köln/Bonn bewerten - Auswertung vorbereiten - Überblick über Gebiet verschaffen - Überblick über die Rahmenbedingungen der geplanten Märkte verschaffen Gebiete mit den meisten potentiellen Baumarkt- Kunden suchen - absolute Bevölkerungsdaten in Prozentwerte umrechnen Eingabe des Benutzers Auswählen von Datei: Projekt laden Benutzer klickt auf Button "Suchen" und wählt interaktiv den Ordner aus, in dem sich die Daten "Standortplanung.app" befinden (.../Geomarketing/Standortplanung) Benutzer klickt in der Liste der Ebenen (rechts neben der Karte) auf die Ebene "Gemeinden". Er fährt mit der Maus über die Karte, um sich einen Überblick über die Städte und Gemeinden zu verschaffen und einzuschätzen, wie die Baumärkte verteilt sind. Benutzer möchte die verfügbaren Daten sehen und wählt Visualisierung: Tabelle ansehen. Benutzer wählt "12) Planungen". Tabellenberechnungen auf und gibt die Ebene "3) U- Gemeinden" an, in der sich Bevölkerungsstrukturdaten befinden. Er wählt "Prozent- und Verhältniszahlen" im Bereich "Arithmetische Berechnungen" aus, um absoluten Werte in prozentuale umzurechnen. Benutzer wählt die Attribute männlich, weiblich, 0-20 J, J, J, älter 60 J, Ausländer und Ausgabe des Systems Ein Auswahlfenster für die gewünschte Anwendung (Endung ".app") wird angezeigt. Eine thematische Karte des Raumes Köln/Bonn wird angezeigt, in der die geplanten Baumärkte und die vorhandenen Baumärkte in den Gemeinden eingezeichnet sind. Wenn der Benutzer mit der Maus eine Gemeindegrenze überquert, wird der Name der Gemeinde angezeigt. Tabellen (= Ebenen) wird angezeigt. Es erscheint eine scrollbare Tabelle, in der die Planungen mit Attributen wie Anzahl der Einwohner, Wettbewerber und andere Geschäfte aufgelistet sind, aber auch Daten wie Größe der Verkaufsfläche und Anzahl der Parkplätze. Tabellen (= Ebenen) wird angezeigt. Berechnungsmethoden wird angezeigt. Jetzt wird noch ein Fenster für die Auswahl der umzurechnenden Attribute angeboten. 2

3 - Anzahl der 1- und 2- Familienhäuser in Beziehung zur Gesamtanzahl der Haushalte setzen. sozialversicherte Arbeitnehmer aus, um ihre Anteile an der Gesamtbevölkerung zu ermitteln. Er belässt die Voreinstellung "% von", wählt aber im unteren Fensterbereich das Attribut "Gesamtbevölkerung" aus, zu dem die anderen Attribute ins Verhältnis gesetzt werden sollen. Benutzer akzeptiert Namensvorschlag und klickt auf "OK". Benutzer antwortet mit "Ja". Tabellenberechnungen auf und gibt die Ebene "3) U- Gemeinden" an, in der sich Bevölkerungsstrukturdaten befinden. Er wählt "Prozent- und Verhältniszahlen" im Bereich "Arithmetische Berechnungen" aus, um absoluten Werte in prozentuale umzurechnen. Benutzer klickt auf Button "Liste löschen" unter der rechten Spalte. Benutzer wählt das Attribut "EinZweiFamHäuser" aus. Er belässt die Voreinstellung "% von", wählt aber im unteren Fensterbereich das Attribut "Haushalte" aus. Benutzer akzeptiert Namensvorschlag und klickt auf "OK". Benutzer antwortet mit "Ja". Fenster, um gewünschte Prozentberechnung näher zu beschreiben. die neuen Attribute (mit änderbarem Namensvorschlag) aufgelistet. Benutzer wird gefragt, ob die Attribute vergleichbar sind. Wenn das der Fall ist, erstellt CommonGIS eigenständig eine thematische Karte mit Balkendiagrammen, die die Altersstruktur der Bevölkerung darstellen. Tabellen (= Ebenen) wird angezeigt. Berechnungsmethoden wird angezeigt. Jetzt wird noch ein Fenster für die Auswahl der umzurechnenden Attribute angeboten. In der rechten Spalte sind noch die bereits vorher ausgewählten Attribute enthalten. Vorauswahl wird gelöscht. Fenster, um gewünschte Prozentberechnung näher zu beschreiben. Als Ergebnis der Berechnung wird das neue Attribut (mit änderbarem Namensvorschlag) aufgelistet. CommonGIS ergänzt die thematische Karte mit Farbflächen (unklassifizierte Chroplethenkarte), die zusätzlich zur Bevölkerungsstruktur die Verteilung der 1- und 2- Familienhäuser darstellen. 3

4 - zusätzlich die Bereitschaft zu höheren Ausgaben berücksichtigen - erzeugte Datenwerte anschauen, um Gemeinden mit 1. vielen Personen über 40 Jahren, 2. vielen 1/2-Familienhäusern und 3. hohen Ausgaben pro Kunde zu finden. - Verknüpfen der drei Attribute, um besseren Überblick zu bekommen Eingabe von Berechnungen: Tabellenberechnungen, um die Gesamtausgaben ins Verhältnis zu den befragten Kunden zu setzen. wählen der Ebene "3) U- Gemeinden", anklicken von "Formelberechnungen" Löschen der alten Attribute ("Liste löschen") und auswählen von "BefragteKunden" und "SummeAusgaben" Benutzer wählt zuerst das Attribut "SummeAusgaben" durch Doppelklicken auf den Namen aus. Er gibt nun den Operator "arithmetische Division" an, indem er ihn aus der Liste der Operatoren auswählt und auf den Button "Einfügen" klickt. Er beendet die Formel, indem er zweimal auf das Attribut "Befragte Kunden" klickt und auf "OK" drückt. Benutzer ändert den Namen in "Ausgaben pro Kunde" um. Auswahl von Visualisierungen: Tabelle ansehen und Anklicken von "TabellenLupe" am unteren Rand der Tabelle Tabellenberechnungen auf und wählt für Ebene "3) U-Gemeinden" als Berechnungsmethode "Ideal-Point Analyse" in der Rubrik "Entscheidungshilfen" aus. Er wählt die vorbereiteten Attribute am Ende der Liste aus (Alter40-60%, Alter60+%, 1-2FamHaus%, Tabellen (= Ebenen) wird angezeigt Berechnungsmethoden wird angezeigt. Auswahlfenster für umzurechnende Attribute mit zuvor ausgewählten Attributen in der rechten Spalte. Ein Fenster zur Eingabe der Berechnungsformel erscheint, in dem die angegebenen Attribute numeriert aufgelistet sind. Im Feld "Formel" wird das Attribut über seine Nummer bezeichnet. Die Formel wird um den Operator ergänzt. Als Ergebnis der Berechnung wird das neue Attribut (mit änderbarem Namensvorschlag) aufgelistet. Choroplethenkarte wird angepasst. Die Werte werden in der Tabelle aufgeführt und es werden zusätzlich Balken angezeigt, die das Verhältnis zu den anderen Attributwerten visuell hervorheben. 4

5 - Bewertung der geplanten Standorte bezüglich der erzeugten Attribute (hohes Potenzial an Baumarktkunden) Ergebnis: Die drei Planungsobjekte in Bergisch Gladbach, Erftstadt und Lohmar sind bezüglich der Kundendaten besser geeignet als die anderen Standorte. geplante Standorte bzgl. 1. Potenzial (Wettbewerber, Einwohner im Umfeld) und 2. Ausstattung (Verkaufsfläche, Parkplätze, Handel im Nahbereich) genauer betrachten. Ausgabe/Kunde) Der Benutzer ergänzt die vorgeschlagenen Namen zu "Kundendaten Score" und "Kundendaten Ranking" Der Benutzer wählt die Option "Ergebnisse klassifizieren" im Fenster "Ideal Point" aus. Der Benutzer reduziert mittels Maus und Schieberegler rechts neben der Karte die Klassen auf 2 und schiebt den Grenzwert für die Klassenaufteilung so, dass die geplanten Standorte auf die beiden Klassen verteilt sind. Der Benutzer zeigt auf einen der geplanten Standorte in der Karte. Der Benutzer klickt im Fenster "CommonGIS" auf den Button "Zu Tabelle hinzufügen", um den Daten die Klassifizierung als Attribut hinzuzufügen. Außerdem notiert er sich die drei Standorte, die ein hohes Baumarktpotenzial haben (Erftstadt, Lohmar, Bergisch Gladbach) Der Benutzer speichert die erzeugte Karte mit Hilfe des Icons über der Karte ab. die beiden Attribute "Evaluation score" und "Ranking" angeboten, um die Namen näher zu spezifizieren. Zusätzlich wird dem Benutzer in einem weiteren Fenster angeboten die Kriterien anzupassen. Das Fenster zur Anpassung der Kriterienwerte wird erweitert um eine Grafik, in der die Werte der ausgewählten Attribute durch Linien verbunden werden und zu den Maximalwerten der entsprechenden werden (hoher Wert = gut, niedriger Wert = schlecht). Die Choroplethenkarte im Fenster "Commo ngis" teilt die Gebiete in drei farblich gekennzeichnete Klassen bezüglich des Kundendaten- Rankings ein. Die Karte zeigt die beiden Klassen zusammen mit den Planungen. In der Karte erscheint der Name und der Wert des Rankings. Außerdem wird der Pfad im Fenster "Ideal Point" optisch hervorgehoben. Der Benutzer wird aufgefordert, einen Dateinamen einzugeben. 5

6 - Potenzial ermitteln - Ausstattung ermitteln Tabellenberechnungen auf und wählt für Ebene "11) vorh. Märkte" und als Berechnungsmethode "Ideal-Point Analyse" in der Rubrik "Entscheidungshilfen" aus. Er wählt die Attribute Einwohner_1km, Einwohner_5km und Wettbewerber aus. Der Benutzer ergänzt die vorgeschlagenen Namen zu "Potenzial Score" und "Potenzial Ranking". Der Benutzer wählt die Option "Ergebnisse klassifizieren" im Fenster "Ideal Point" aus. Tabellenberechnungen auf und wählt für Ebene "11) vorh. Märkte" und als Berechnungsmethode "Ideal-Point Analyse" in der Rubrik "Entscheidungshilfen" aus. Er löscht die vorher benutzten Attribute und wählt Verkaufsfläche, Parkplätze und Handel_Nahbereich aus. Der Benutzer ergänzt die vorgeschlagenen Namen zu "Ausstattung Score" und "Ausstattung Ranking". die beiden Attribute "Evaluation score" und "Ranking" angeboten, um die Namen näher zu spezifizieren. Zusätzlich wird dem Benutzer in einem weiteren Fenster angeboten die Kriterien anzupassen. Das Fenster zur Anpassung der Kriterienwerte wird erweitert um eine Grafik, in der die Werte der ausgewählten Attribute durch Linien verbunden werden und zu den Maximalwerten der entsprechenden werden (hoher Wert = gut, niedriger Wert = schlecht). Die Choroplethenkarte im Fenster "CommonGIS" teilt die vorhandenen und geplanten Märkte in drei farblich gekennzeichnete Klassen bezüglich des Potenzial-Rankings ein. die beiden Attribute "Evaluation score" und "Ranking" angeboten, um die Namen näher zu spezifizieren. Zusätzlich wird dem Benutzer in einem weiteren Fenster angeboten die Kriterien anzupassen. Das Fenster zur Anpassung der Kriterienwerte wird erweitert um eine Grafik, in der die Werte der ausgewählten Attribute durch Linien verbunden werden und zu den Maximalwerten der entsprechenden 6

7 - Ausstattung und Potenzial zueinander in Beziehung setzen Ergebnis: Die drei Planungsobjekte in Bergisch Gladbach, Erftstadt und Hennef sind bezüglich Ausstattung und Potential besser geeignet als die anderen; das Objekt Hennef war jedoch bezüglich der Daten über potentielle Kunden schlechter als die beiden anderen Standorte. Benutzer ruft Visualisierung: Visualisierungsexperte auf und wählt für Ebene "11) vorh. Märkte" aus. Der Benutzer wählt die neuen Attribute "Potenzial Score" und "Ausstattung Score" aus. Benutzer fährt mit der Maus auf der Karte zu den eingezeichneten Planungen, die nun oliv gefärbt sind, um deren Position im Plot zu ermitteln. werden (hoher Wert = gut, niedriger Wert = schlecht). Im Fenster CommonGIS wird in der rechten Leiste unter der Registerkarte Kartenmanipulation ein farblich unterlegter Plot dargestellt, der die Verteilung der Märkte bezüglich der Faktoren Ausstattung und Potential im zweidimensionalen Raum darstellt. Angewählte (geplante) Märkte werden optisch hervorgehoben. 7

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