INUBIUM. BPM BPM everywhere. Prozessmanagement umfasst viele Facetten. BPM goes mobile: inubit iphone App Ab wann lohnt sich BPM?

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1 INUBIUM Ausgabe 06 D a s K u n d e n m a g a z i n d e r i n u b i t A G BPM BPM everywhere Prozessmanagement umfasst viele Facetten BPM goes mobile: inubit iphone App Ab wann lohnt sich BPM?

2 Inhalt Editorial 3 BPM everywhere macht die zahlreichen Aspekte von BPM plakativ Topthema BPM everywhere: Prozessmanagement umfasst viele Facetten BPM ist ein weites Feld. Es verändert nicht nur IT-Landschaften, sondern auch die Art und Weise, wie Mitarbeiter, Management, ganze Unternehmen und externe Partner unter- und miteinander agieren. 4 Business & IT Ab wann lohnt sich BPM? Viele Unternehmen sind auf der Suche nach Sparpotenzialen. Zeit, sich eingefahrene Prozesse genauer anzusehen und zu verbessern 8 inubit iphone App macht BPM mobil Prozesse enden nicht an den Unternehmensgrenzen. Mit der inubit BPM App ist es erstmals möglich, völlig zeit- und ortsunabhängig auf Geschäftsprozesse zuzugreifen 10 WITAmin für die Telekommunikationsbranche Eine einheitliche Web Service-Orderschnittstelle hilft, Prozesse zwischen Anbietern und der Deutschen Telekom AG zu verbessern 11 Sand im Getriebe der Energiebranche Die derzeitige Deregulierung bringt den Strom- und Gasmärkten die größte Veränderung seit ihrer Entstehung 12 Kurz notiert inubit ist ein Great Place to Work Kooperation von inubit und CSC: Versicherungen profitieren von Industrialisierung 14 Huf konsolidiert EDI-Systeme auf drei Kontinenten inubit AG: 20% Umsatzplus im Jahr 2009 Elektronische Abwicklung von Gewerbeanträgen in Mecklenburg Vorpommern 16 Release 5.3 der inubit BPM-Suite deutlich effizienter Aus der Praxis Fahrplanmanagement im österreichischen Strommarkt Die Salzburg AG setzt die inubit BPM-Suite 17 als zentrale Middleware für Schnittstellen und Prozessabläufe ein IT-Dienstleistung auf hohem Niveau 20 Die Burda Digital Systems GmbH rüstet sich für die Zukunft Berliner Ansichten Eine Reise durch die preußische Museumsgeschichte Von sumpfiger Flussaue zum UNESCO Weltkulturerbe 22 Aktuelles Live-Performance und interaktiver Erfahrungsaustausch inubit iday inubit live on stage Impressum inubit AG Schöneberger Ufer Berlin Germany Phone Fax Internet Ausgabe 06, Mai 2010 Das Inubium erscheint zweimal jährlich. Herausgeber Dr. Torsten Schmale, Michael Hahn Redaktion Andrea Tauschmann Kontakt Gestaltung inubit AG Druck LASERLINE Digitales Druckzentrum Bucec & Co. Berlin KG Bildnachweise Titel, Seite 5, 7, 16, 22: Fotolia Seite 3, 6, 8, 10, 13, 16, 23: inubit AG Seite 14: Great Place to Work Institute, Huf Hülsbeck & Fürst GmbH & Co.KG, CSC Deutschland Solutions GmbH Seite 17-19: Salzburg AG Seite 20-21: Burda Digital Systems GmbH Disclaimer Die in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt und liegen in der Verantwortung des betreffenden Autors. Die Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichung kann trotz Prüfung durch die Redaktion und vom Herausgeber nicht übernommen werden. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr. Alle genannten Produkte sind eingetragene oder nicht eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Firmen. Reproduktion nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. 2

3 Rubrik Editorial BPM everywhere macht die zahlreichen Aspekte von BPM plakativ > Dr. Torsten Schmale, Vorstandsvorsitzender der inubit AG Sicher ist auch Ihnen, liebe INUBIUM-Leser, unsere Sonnenkampagne nicht verborgen geblieben. Ganz bewusst haben wir für das Logo unseres Mottos BPM everywhere eine strahlende, emotional ansprechende Sonne gewählt. Denn wir sind der Meinung: BPM hat längst den Status einer rein technologischen Entwicklung hinter sich gelassen. Auch Gartner-Analyst Bill Rosser betont in seinem Report Seven Key Guidelines to BPM Project Success, dass die IT zwar eine entscheidende Rolle bei BPM spielt, bei der Kommunikation rund um BPM-Proje kte jedoch im Hintergrund stehen sollte, damit das jeweilige Projekt nicht wieder in die Technik-Ecke geschoben wird. Für das Gelingen von BPM- Vorhaben und die Erreichung einer langfristigen Akzeptanz gibt er allen Interessierten sieben Ratschläge auf den Weg, die wir absolut bestätigen können. Klein anfangen: Kurzfristige Projekte, also überschaubare Vorhaben, die binnen weniger Monaten umgesetzt werden können, eignen sich bestens, um BPM auch intern verkaufen zu können. Auf den Business Value achten: Erreicht schon das erste Projekt einen beachtlichen wirtschaftlichen Erfolg, lässt das nächste nicht auf sich warten. Es gilt also, den richtigen Prozess für das initiale BPM-Projekt zu identifizieren. An Zielen ausrichten: Um intern Anerkennung und eine gute Reputation zu erzielen, sollten BPM-Projekte immer zur wenn auch schrittweisen Erfüllung der strategischen Unternehmensziele beitragen. Metriken entwickeln: Jedes BPM- Projekt braucht eigene Metriken, die der gesamten Organisation bekannt sind und von ihr verstanden sowie akzeptiert werden. Eine abschließende Bewertung ist zwingend notwendig, um zukünftig auf Akzeptanz zu stoßen. Ziele definieren: Die Performance verbessern ist noch lange kein Ziel. Es muss definiert werden, was genau gemeint ist (Kostenreduzierung, Risikominimierung, Prozessbeschleunigung, etc.), um den Erfolg auch belegen zu können. Einen Paten finden: Für das Gelingen eines BPM-Projekten braucht es einen engagierten Business Sponsor, der die Wertigkeit kommuniziert und das Projekt nachhaltig stützen kann. Mitarbeiter einbeziehen: BPM zieht meist Prozessänderungen nach sich. Dies an den beteiligten Mitarbeitern vorbei aufzubauen, führt zwangsläufig dazu, dass neue Prozesse missbilligt werden. Zahlreiche Unternehmen haben diese Regeln bereits verinnerlicht und ihre BPM-Projekte zum Erfolg geführt. Gerne begleiten auch wir Sie auf diesem spannenden Weg. Anregungen gewünscht? Verschiedene Erfolgsgeschichten zeigt Ihnen die aktuelle Ausgabe des INUBIUMs auf. Viel Spaß bei der Lektüre. Herzliche Grüße Dr. Torsten Schmale 3

4 Top-thema BPM everywhere Prozessmanagement umfasst viele Facetten BPM ist ein weites Feld. Bereits die Anzahl der unterschiedlichen Verwendung dieser Abkürzung lässt erahnen, wie weit das Spektrum reicht. Ob Business Performance Management, Business Performance Measurement, Business Process Management oder Business Process Modeling bei allen steht die gleichlautende Abkürzung für den Wunsch, immer mehr aus Prozessen herauszuholen. Prozesse sind nie statisch. Prozesse werden eingeführt, überholen sich mit der Zeit und entwickeln oftmals ein Eigenleben. Letztendlich entwickeln sich Prozesse ebenso dynamisch, wie ein Unternehmen bzw. der Markt sich verändert. Um diese Dynamik beherrschen zu können, bieten Softwarehersteller verschiedene Varianten der toolgestützten Beobachtung bzw. Verwaltung von Prozessen an. Business Performance Management beispielweise beschreibt Methoden, Werkzeuge und Prozesse zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Profitabilität von Unternehmen und wird als Weiterentwicklung von Business Intelligence betrachtet. Neben den auf die Historie und die Gegenwart bezogenen Prozessen Analyse und Berichterstattung, die im Fokus der Business Intelligence stehen, deckt Business Performance Management auch zukunftsbezogene Prozesse wie Planung und Prognosen ab. Business Performance Measure- 4

5 bpm hat viele blickwinkel BPM ist nicht nur eine neue Technologie, die es einzuführen gilt. BPM verändert nicht nur IT- Landschaften, sondern auch die Art und Weise, wie Mitarbeiter, Management, ganze Unternehmen und externe Partner untereinander und miteinander agieren. ment kann dabei als Teilaspekt betrachtet werden, bei dem es um die Bestimmung, Messung und Bewertung von unternehmensbezogenen Leistungsgrößen mittels Kennzahlen geht. Die eigentliche Visualisierung von Geschäftsabläufen übernimmt Business Process Modeling. Hierbei werden die Strukturen, die Organisation sowie das Verhalten eines Unternehmens mit grafischen Modellierungsnotationen dokumentiert. Aber erst Business Process Management als ganzheitliche Prozessmanagementdisziplin erlaubt, die Prozesse sowohl grafisch zu dokumentieren, sie zu automatisieren sowie ihre Performance zu überwachen und zu analysieren, um letztendlich stetig Verbesserungen in die Abläufe bringen zu können. Dabei gilt es, diese zentralen Fragen zu klären: Wer macht was, wann, wie und womit und mit welchem Aufwand (Kosten) und welchem Ergebnis (Mehrwert)? Diese umfassende und facettenreiche Sichtweise bildet den Kontext von BPM everywhere, das im Folgenden genauer betrachtet wird. Unternehmen jeder Größe betreffend Ohne Frage ist die Wirkung von BPM umso stärker, je mehr informationszentrierte, sich wiederholende Prozessabläufe in einem Unternehmen existieren bzw. je höher der Stellenwert transparenter Prozesse ist. Genau hier liegen die Ansatzpunkte von BPM, die Transparenz, Effizienz und Agilität der Organisation signifikant zu steigern. Großunternehmen waren daher klassischerweise die ersten, die BPM als richtungsweisend erkannt und erste BPM-Initiativen gegründet haben. Und sicherlich ist BPM auch nicht für den Laden um die Ecke geeignet. Dazwischen aber befindet sich der breitgefächerte Mittelstand, der BPM zunehmend als Mittel der Wahl erkennt 5

6 Top-thema und schrittweise einsetzt. Gerade der innovative Charakter des Mittelstandes wird langfristig durch BPM profitieren. Um eine schrittweise Einführung von BPM zu ermöglichen, bedarf es eines zielgruppenspezifischen Angebotes. inubit kann diesem Anspruch auf der einen Seite durch den modularen Aufbau der inubit BPM-Suite und das damit verbundene mitwachsende Lizenzmodell entsprechen. Auf der anderen Seite ist inubit als innovatives mittelständisches Unternehmen auf Augenhöhe mit den Anwendern und kennt die hohen Anforderungen dieser Unternehmensgröße aus der eigenen Erfahrung. Branchen- und Länderübergreifend BPM kennt keine Grenzen. Unternehmen nahezu aller Branchen und Länder streben nach immer effizienteren und flexibleren Prozessen. Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. Auch wenn BPM prinzipiell generisch ist, so haben doch alle Branchen industriespezifische Aspekte, die berücksichtigt werden müssen. Ebenso gibt es auch regional und kulturell gesehen Eigenheiten, die bedacht werden müssen. Beispielsweise leben alle Unternehmen davon, die Kommunikation zwischen einzelnen Marktpartnern optimal zu gestalten. Der Unterschiedlichkeit von rechtlichen oder marktspezifischen Vorgaben trägt die inubit BPM-Suite bereits durch ihre hohe Offenheit und Flexibilität Rechnung. Zusätzlich bietet inubit mit den branchenspezifischen Prozesspaketen und Lösungen die passgenaue Grundlage für die Realisierung marktspezifischer Prozesse. Alle basieren auf der generischen inubit BPM-Suite, decken jedoch die Anforderungen eines konkreten Marktes vollständig ab. Ein Erfolgsmodell, das aufgeht. Auch Sprachbarrieren gilt es zu überwinden. Weltweit agierende oder kooperierende Unternehmen sind darauf angewiesen, ihre Benutzeroberflächen in mehr als einer Sprache anzubieten. Per einfacher Konfiguration kann daher die Software von inubit in allen Sprachen Anwendung finden. Prozessmodelle in Farsi? Kein Problem! Unternehmensweit alle Stakeholder einbindend BPM verändert ganze Unternehmensstrukturen und die Art der Arbeitsabläufe. Abteilungsgrenzen werden aufgebrochen. Management und Mitarbeiter denken und arbeiten prozessorientiert. Dies zieht eine komplette Änderung der Unternehmensstruktur nach sich. Silodenken weicht Prozessdenken und Change Management ist hierfür ein absolutes Muss. Doch Vorsicht, Unternehmen sollten auch hier schrittweise vorgehen, um nicht auch nicht interimsweise handlungsunfähig zu werden. Mit der inubit BPM-Suite können mit nur einer Plattform alle beteiligten Stakeholder zur passenden Zeit einbezogen werden. Eine schrittweise Modellierung und Implementierung der gewünschten Prozesse ist möglich. Für alle Beteiligten stellt die Plattform die jeweils notwendigen Sichten bereit: Fachabteilungen und Business Analysts können ihre Prozesse ohne große Einarbeitung selbst modellieren und stellen damit der IT die Vorlage für die technische Prozessautomatisierung bereit. Anwender und das Management können anschließend über das Enterprise Portal auf ihre Aufgaben, Prozesse und Reports zugreifen und sind zu jeder Zeit bestens über die aktuelle Situation ihrer Geschäftsprozesse informiert. Taktisch oder strategisch anzuwenden Um Business Process Management in Unternehmen einzuführen und zu leben, gibt es zwei gangbare Alternativen. Die sogenannte taktische Einführung wird über spezifische Pilotprojekte realisiert. Hierbei gilt es, einen Kernprozess zu identifizieren, der nach Einschätzung der beteiligten Mitarbeiter, des Managements und des Business Analysten als so wichtig eingeschätzt wird, dass die Optimierung und Auto- > Die Entwicklung von taktischer zu strategischer Einführung von BPM bedeutet immer eine Steigerung der Komplexität, mit der Unternehmen sich konfrontiert sehen 6

7 Top-thema matisierung dieses einen Prozesses bereits zu deutlichen Verbesserungen und Kosteneinsparungen führt. Oft geht es hierbei um Prozesse, die per se nicht zwingend BPM erfordern, für die jedoch eine BPM-Plattform die passende, da wirtschaftlichste Grundlage ist. Dies bedeutet, dass Unternehmen sich nicht aktiv für eine BPM-Einführung entscheiden, sondern lösungsorientiert agieren. Ist die Realisierung dieses ersten Prozesses von Erfolg gekrönt, werden schnell weitere Prozesse identifiziert, die sich für weitere BPM-Projekte eignen. Nachweisbare Prozesskosteneinsparungen können letztendlich jeden Zweifler überzeugen, dass BPM die Richtung ist, in die sich Unternehmen schrittweise bewegen müssen. Daneben gibt es eine völlig andere Einführungsstrategie. BPM hat das Thema Service-orientierte Architekturen (SOA) medial abgelöst und wird als zukunftsweisende Strategie gefeiert. Viele CEOs und CIOs folgen diesem Trend und setzen BPM-Initiativen strategisch auf. Dies erfordert eine völlig andere Herangehensweise an die Einführung, da Themen wie BPM Lifecycle Management und Enterprise Architecture Management (EAM) eine zentrale Rolle spielen. Um den Anforderungen für beide Einführungswege also taktisch und strategisch bestmöglich nachzukommen, bietet inubit die jeweils passenden Einführungsmethoden und Vorgehensmodelle an. Die Integrierte BPM-Projektmethodik (IBPM) unterstützt die projektorientierte Einführung von BPM. Abgerundet wird IBPM durch einen Katalog von BPM Pattern, die bewährte Lösungen bieten, durch die Kosten und Risiken gesenkt werden. Um die strategische Einführung von BPM auf Unternehmensebene optimal zu unterstützen, hat inubit die Enterprise BPM (EBPM) Governance-Methodik entwickelt. EBPM adressiert dabei alle relevanten Aspekte einer strategischen BPM- Initiative, inklusive BPM-Strategie und Portfolio-Management, Aufbau der BPM-Organisation, Unterstützung des BPM Program Management Office, BPM Lifecycle Management, Enterprise Architecture Management (EAM) sowie den Aufbau einer unternehmensweiten BPM-Plattform und einheitlicher, fachlicher und technischer Standards. Mobilität unterstützend Letztendlich umfasst BPM auch die wortwörtlich zu verstehende Facette everywhere. Da Prozesse nicht an Unternehmensgrenzen halt machen und immer mehr Mitarbeiter mobil arbeiten, muss BPM auch die Möglichkeit bieten, zu jeder Zeit und von jedem Ort aus auf Prozesse und Unternehmenskennzahlen in Echtzeit zugreifen zu können. Bei ebizq.net wurde kürzlich die Frage Where is Mobile BPM? gestellt. Hierzu hat inubit die perfekte Antwort: die weltweit erste native iphone App for mobile BPM, die von inubit entwickelt wurde, steht bereits jetzt weltweit über den App Store (itunes) zur Verfügung. Weitere Details zur inubit iphone App erfahren Sie in dieser Ausgabe des INUBIUM auf Seite 10. Fazit BPM ist mehr als nur gute Technologie. BPM ist nicht vergleichbar mit der Einführung von bisherigen, auf einzelne Funktionen ausgerichteten Softwareprodukten. Daher gilt es, die gesamte Bandbreite von BPM zu erfassen, um auf die damit verbundenen Änderungen vorbereitet zu sein. Denn BPM verändert zukünftig viel mehr als nur Prozesse, vielmehr auch die Art, wie IT-Landschaften, IT-Systeme und -Lösungen aufgebaut sind, wie Mitarbeiter Einfluss nehmen können, wie Unternehmen intern und extern zusammenarbeiten, wie Unternehmen geführt werden, wie Projekte vergeben und durchgeführt werden, wie IT-Budgets verteilt sind und wie Dienstleister in Zukunft arbeiten. Andrea Tauschmann 7

8 Business & IT Ab wann lohnt sich BPM? Die medial allseits anzutreffende Krise beeinflusste das unternehmerische Handeln im letzten Jahr stark: Viele Unternehmen sind auf der Suche nach Sparpotenzialen. Zeit, sich oft über Jahre eingefahrene Prozesse genauer anzusehen und zu verbessern. Die Optimierung der Kosten ist es, was Unternehmer umtreibt. Dazu ist keine Krise nötig, sie verstärkt jedoch den Leidensdruck. Es gibt verschiedene Kosten-Stellschrauben, an denen gedreht werden kann: Zuliefererpreise, Gehälter und Löhne der Mitarbeiter, Qualitätsanforderungen und ähnliches. Schnell sind die Grenzen erreicht und weitere Kostensenkungen unverantwortbar. Nun gilt es, Optimierungs-Möglichkeiten auszuschöpfen, die in den Prozessen stecken. Oft sind vor allem interne Prozesse, wie beispielsweise Freigabe-Verfahren, über viele Jahre hinweg entstanden und eingefahren. Mindestens ebenso häufig finden Medienbrüche innerhalb der Prozesse statt, der Austausch mit Geschäftspartnern ist oft umständlich. BPM verändert die Struktur Die Kosten senken und dabei gleichzeitig die Effektivität, Transparenz und Flexibilität erhöhen dies sind die ehrgeizigen Ziele, die hinter Geschäftsprozess-Management (Business Process Management, BPM) stecken. Dabei hilft die Veränderung des Blickwinkels: BPM rückt die Prozesse in den Mittelpunkt. Unabhängig von IT-Systemen oder anderen Randbedingungen werden die notwendigen Prozesse definiert. Diese Sichtweise sorgt dafür, dass der Prozess wirklich nur die für das Endergebnis notwendigen Schritte und keine vermeidbaren, systembedingten Schleifen enthält. Die IT-Systeme werden schließlich dem Prozess angepasst. Doch wirft eine solche Denkweise nicht alle vorhandenen Herangehensweisen über den Haufen? Kann ein Unternehmen eine solche Kehrtwende überhaupt stemmen? In der Tat erscheint es ratsamer, nicht von heute auf morgen alles anders zu machen, sondern in kleinen Schritten einzelne Prozesse zu optimieren. Kleine Schritte und ihre Vorteile Zweifellos muss, wer sich mit BPM und der Umsetzung im Unternehmen beschäftigt, die Prozesse als Ganzes und im Zusammenhang mit angrenzenden Prozessen betrachten. Dennoch kann es schwierig werden, gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ein unternehmensübergreifendes, strukturveränderndes BPM-Projekt durchzusetzen. Die Lösung: Mit dem Blick aufs Ganze mit einem einzelnen Prozess beginnen. Die Vorteile einer solchen Herangehensweise zeigen sich schnell: Ein Prozess ist überschaubar, die Veränderungen, die eine Optimierung mit sich bringt, leichter zu verkraften. Der Zeitraum von der Ist-Analyse bis zur Umsetzung des neuen Prozesses ist kurz und der Erfolg wird schnell sichtbar. Und nicht zuletzt macht sich das BPM-Projekt auch schneller bezahlt, oft wird der Return on Investment schon nach wenigen Monaten erreicht. Gleichzeitig ebnet ein solches Projekt den Weg in die Zukunft: Die Optimierung weiterer Prozesse lässt sich nahtlos anschließen und die Basis für die Umsetzung serviceorientierter Architekturen kann gelegt werden. Kleines Risiko In den Prozessen steckt viel Optimierungspotenzial, das es auszuschöpfen gilt. Mit dem Blick auf die Reduzierung der Kosten und die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit gibt es keine Alternative zu BPM. Die Marktanalysten von Gartner kommen zu demselben Ergebnis: Laut ihrer Studie Its a Matter of Survival: Use BPM to Drive Out Costs können Unternehmen ihre Prozesskosten bereits im ersten Jahr nach der Einführung von BPM um bis zu 20 Prozent senken. In den aktuell von Gartner veröffentlichten Seven Key Guidelines to BPM Project Success sticht der erste Ratschlag ins Auge: Klein anfangen. Dr. Torsten Schmale 8

9 BTC Menschen beraten Business & IT Prozesse nicht nur beleuchten auch verbessern BTC AG ist Fullservice Anbieter für BPM. Wir kombinieren Value Engineering und BTC-BONAPART mit der BPM-Suite von inubit. So haben Sie in uns einen Partner, um erfolgreich Prozesse zu bewerten, zu simulieren und zu automatisieren. Eine Erfahrung, die bereits namhafte Kunden wie EWE TEL oder HL komm machen konnten. BTC Business Technology Consulting AG Escherweg Oldenburg Fon: Fax: Inubium Ausgabe 5 I November

10 Business & IT inubit iphone App macht BPM mobil Prozesse enden nicht an Unternehmensgrenzen. Dank der inubit BPM App ist es erstmals möglich, per iphone / ipod touch völlig zeit- und ortsunabhängig auf Geschäftsprozesse zuzugreifen, Aufgaben zu bearbeiten und Geschäftsdaten einzusehen. Seit Anfang Mai 2010 steht die inubit App for mobile BPM im Apple Store / itunes kostenlos zum Download bereit. Damit bietet inubit als erster BPM-Anbieter weltweit eine App für BPM an. Auch für andere Mobile Devices hat inubit Lösungen entwickelt. Die iphone-variante ist aber sicherlich die smarteste aufgrund der benutzerfreundlichen Fähigkeiten des iphones und seiner steigenden Akzeptanz im Business- Bereich. Unterwegs und trotzdem up-to-date Über die inubit BPM App können Mitarbeiter und Manager, die oft auf Reisen sind, aktiv in die Unternehmensprozesse eingebunden werden. Dies ist für alle Prozesse möglich, die über die inubit BPM-Suite 5.3 gesteuert werden. Features der inubit BPM App: sie erhalten Aufgaben in Echtzeit. Über Ihr iphone / Ihren ipod touch können Sie die Aufgaben direkt bearbeiten bzw. sie an Kollegen delegieren. Neue Prozesse können Sie leicht über sogenannte Ad hoc-tasks starten. Verlinkungen zwischen Aufgaben und Prozessmodellen helfen Ihnen, den Prozesskontext der Aufgabe zu verstehen. laufende Prozesse können über den Process Monitor fachlich überwacht werden. Dashboards visualisieren Ihre Geschäftsdaten in Echtzeit. wichtige Dokumente können Sie einfach abrufen. sie haben Zugriff auf Modelle wie Business Process Diagrams, Organigramme, Systemdiagramme, etc. Showcase & Screencast Um einen ersten Eindruck von der inubit App for mobile BPM zu erhalten, hat inubit einen Showcase erstellt, der über den in der App vorkonfigurierten Default-Server nutzbar ist. Als Beispielszenario dient der Schadensbearbeitungsprozess einer Versicherungsgesellschaft. Einen Screencast finden Sie unter: Produktive Nutzung Selbstverständlich können Anwender die inubit App auch produktiv nutzen, also mit der internen, in ihrem Unternehmen im Einsatz befindlichen inubit BPM-Suite 5.3 verbinden. Dazu müssen einfach die Servereinstellungen in der App angepasst werden. Zusätzlich steht ein Prozesspaket zur Verfügung, über das die notwendigen Workflows für die Anbindung des iphones out-of-the-box bereitgestellt werden. Um bestehende Formulare iphone-tauglich zu machen, bedarf es einer spezifischen, leicht durchzuführenden Konfiguration der verwendeten Task-Module. Neben der Unterstützung durch das inubit Support-Team erläutert auch eine ausführliche Dokumentation die Einbindung der iphone App in die produktiven Geschäftsprozesse. Dr. Frank Puhlmann 10

11 Business & IT WITAmin für die Telekommunikationsbranche Eine einheitliche Web Service-Orderschnittstelle hilft, Prozesse zwischen Anbietern und der Deutschen Telekom AG zu verbessern. Anbieter von Telekommunikationsleistungen für Geschäftsund Privatkunden, die auf die Infrastruktur der Deutschen Telekom zurückgreifen, können die Leistungen der Telekom auf elektronischem Wege bestellen. Hierzu bestanden in der Vergangenheit eine Reihe von unterschiedlichen, produktorientierten Schnittstellen wie z. B. ITEX. Mit der Einführung der neuen Web Service-Orderschnittstelle werden diese unterschiedlichen Schnittstellen zu einem einheitlichen, produktunabhängigen Web Service zusammengefasst und ersetzen schrittweise die bestehenden Bestellwege. Anstelle der zahlreichen unterschiedlichen Web Services und X.400- Mailboxen reicht nun jeweils ein Web Service zum Senden und Empfangen von Aufträgen und Meldungen. Standardisierte Lösung Um diese Web Service-Orderschnittstelle nutzen zu können, steht mit WITAmin ein Interface System zur Verfügung, das auf der Infrastruktur des Carriers installiert wird. Dieses System erfüllt die von der Deutschen Telekom AG ab dem 15. Juni 2009 vorausgesetzten Eigenschaften zur elektronischen Kommunikationsanbindung an die neue Orderschnittstelle WITA und reduziert zudem die kostenintensive Carrier Faxkommunikation. WITAmin übermittelt Aufträge vom Ordermanagement zur Telekom, nimmt Rückantworten entgegen und ist in der Kommunikationskette zwischen Telekom und Carrier eingebunden. Dabei übernimmt es die Transformation, Übertragung und Zuordnung der ausgetauschten Nachrichten unter Berücksichtigung von Übertragungsfenstern. In der Standard-Ausführung erfolgt die Kommunikation zwischen Carrier und WITAmin durch eine Web Service-Schnittstelle, Message Queue oder Datenbank-Schnittstelle. Durch seine modulare Struktur kann WITAmin jederzeit um zusätzliche Funktionen, Interfaces oder Produkte erweitert und ebenso problemlos in Process Engines wie die inubit BPM-Suite eingebunden werden. Optionale Funktionen ermöglichen die elektronische Kommunikation mit anderen Carriern und ersparen die kostenintensive Fax-Kommunikation. Außerdem können alle für die Durchführung eines Geschäftsvorfalles notwendigen Daten plausibilisiert und validiert werden. Fragliche Aufträge oder Nachrichten werden in einer Clearing-GUI angezeigt und können manuell behandelt werden. Die Message-GUI bietet jederzeit einen Überblick über laufende Aufträge und statistische Werte wie z. B. die durchschnittlichen Aufträge pro Minute. Klaus-Peter Stoll, Concrete Logic GmbH Seit über 10 Jahren Ihr Partner für vielschichtige Softwareprojekte! Concrete Logic ist Ihr Ansprechpartner im Bereich Schnittstellen für Telekommunikations- und Handelsunternehmen. Als Spezialist für Integrationslösungen optimieren wir erfolgreich die Geschäftsprozesse unserer Kunden von der Bestellung im Internet bis hin zur Provisionsabrechnung über die komplette Prozesskette hinweg. Unsere Produkte und Lösungen: WITAmin Interface Framework ESEP für TAL-Störungsmeldungen zur Telekom Taifun für Customer Care, Service Management, Provisioning und Billing IT-Consulting, Beratung, Unterstützung, Moderation, Projektabwicklung, Projektmanagement-/koordination, individuelle Softwareentwicklung ZEBRA für die Personaleinsatzplanung, Zeiterfassung, Zutrittskontrolle Referenzen: Netcologne AG, QSC AG, Deutsche Telekom AG, htp GmbH, T-Mobile GmbH, M-net Telekommunikations GmbH, Telefónica Deutschland GmbH, Coop AG, Migros AG, Compass Group AG Concrete Logic GmbH In den Dauen 6 D Bonn Telefon: Telefax: Inubium Ausgabe 5 I November Internet: Mitglied im AKNN

12 Business & IT Sand im Getriebe der Energiebranche Mit der Deregulierung erfahren Strom- und Gasmärkte die größte Veränderung seit ihrer Entstehung. Die regulierte Deregulierung bringt bislang reibungslos funktionierende Strukturen ins Stottern kann aber auch als Sprungbrett verstanden werden. Über Jahrzehnte hinweg waren Energieunternehmen überaus erfolgreich, durch gezielte Investitionen in wirtschaftlich nachhaltige Projekte dauerhaft die Ertragskraft zu steigern. Die Nutzung der besten Synergien ist nun plötzlich ein juristisches Vergehen. Die Zensur des logischen Handelns zugunsten von Transparenz und Wettbewerbsentfaltung verlangt nach neuen Denkmustern. Eingezwängt in dieses Korsett suchen die Unternehmen nach der richtigen Strategie zur Einhaltung der Vorgaben und gleichzeitig nach einem neuen Weg, um die Kompetenzen und Anlagen auch bei veränderten Gegebenheiten bestmöglich zu nutzen. Unternehmensstrukturen verändern sich Organisationen, Besitzverhältnisse und Gewinne innerhalb des europäischen Energiemarktes werden aufgebrochen und schließlich in ein passendes Raster der neuen Legalität umstrukturiert. Um künftig die komplexen und mehrere Teilnehmer umfassenden Marktabläufe realisieren zu können, vollzieht sich der Strukturwandel auch unternehmensintern. Bis dato erfolgreich praktizierte Silo-Organisationen weichen prozessorientierten Organisationen. Hier sind Unternehmensabläufe nicht mehr hierarchisch zugeordnet, sondern folgen dem gesamten Prozess. Diese internen Änderungen bleiben insbesondere ITseitig nicht folgenlos. Zur optimalen Unterstützung des Geschäftsbetriebes setzte die Branche in der Vergangenheit auf punktgenaue IT-Lösungen. Änderten sich die Anforderungen oder kamen neue technische Möglichkeiten auf den Markt, so wurden weitere Lösungen hinzugefügt. Mit immer neuen Anforderungen und Geschäftsfeldern bildete sich in traditionellen Unternehmen ein richtiger IT-Zoo, da Fachabteilungen in immer kürzeren Abständen nach Lösungen riefen und die Erarbeitung einer IT-Strategie meistens dem Druck nach schneller Umsetzung zum Opfer fiel. Reaktionen auf den Strukturwandel Mit der regulierten Deregulierung entsteht ein gewaltiger Schub an neuen IT-Anforderungen. Das Rollenbild dreht sich vollends um. Nachbarn werden zu Wettbewerbern und müssen sogar noch mit Informationen von höchstem Wert, den Energiedaten, beliefert werden. Für die IT-Abteilung sind diese neuen Anforderungen nicht dramatisch. Viel markanter wirken sich die internen Änderungen aus: was man jahrelang aufgebaut hatte, passt einfach nicht mehr so richtig. Organisation, Rollen und Prozesse sind verändert. Der Takt der Veränderungen wird schneller. Die IT schafft die Umsetzung kaum mehr, bevor sie erneut durch neue Anforderungen überholt wird. Neue Systeme müssen integriert werden. Das verlangt nach neuen Schnittstellen auch zu Systemen, für die das Knowhow bereits seit Jahren nicht mehr verfügbar ist. Mit den vorhandenen Mitteln hat die IT keine Chance mehr, die Fachabteilungen zufrieden zu stellen. Daher muss auch hier ein Strukturwandel diesmal im Bereich der IT-Systeme vollzogen werden. Bisher funktionale und klar abgegrenzte IT- Lösungen weichen prozessorientierten, vernetzt arbeitenden und automatisierbaren Prozesslösungen. Mit neuen, an Business Process Management (BPM) orientierten Lösungen kann die IT offensiv dem Wandel entgegentreten: einzelne IT-Systeme können nicht mehr komplette Geschäftsprozesse abbilden. BPM erlaubt dafür die Abwicklung und Überwachung von Prozessen über Systemgrenzen hinweg. Fachabteilungen und Anwender müssen im Rahmen ihrer täglichen Arbeit aufgrund der Komplexität der Prozesse mit mehreren Systemen arbeiten können. Da kein Fachanwender ein Experte für alle Systeme sein kann, können BPM-Lösungen Benutzeroberflächen für den Prozess optimieren und über ein Portal (z. B. Intranet) zur Verfügung stellen. Damit sind Anwender in der Lage, den Prozess zu bearbeiten, ohne zwingend die darunterliegenden Backend-Systeme bedienen zu können. Die Anzahl der Schnittstellen innerhalb der IT-Landschaft nimmt exponentiell zu. Anpassungen werden ungern vorgenommen, da Wechselwirkungen nicht ab- 12

13 Business & IT schätzbar sind. Auch hier hilft BPM. Jedes System kann durch eine einmalige Kopplung an den Enterprise Service Bus (ESB) zum wertvollen Baustein für beliebige Prozesse werden Schnittstellen sind damit nur einmalig zu warten. Starre Strukturen behindern die schnelle Erfüllung von sich ändernden Anforderungen. Dank der agilen Orchestrierung von einzelnen Services zu Prozessen unter Nutzung der bestehenden Infrastruktur können neue Prozesse viel schneller produktiv genutzt werden. BPM bringt Vorteile für alle Rollen Nicht nur die IT profitiert letztendlich durch die Einführung eines Prozessmanagements. Auch andere Rollen wie Netzbetreiber, Vertrieb und interne Dienste sind damit in der Lage, ihre Strukturen zukunftssicher zu machen. Die IT bekommt die Chance, das Business schneller als bisher bei den geforderten Geschäftsprozessen zu unterstützen. Hierbei ist sie viel weniger vom Systemumfeld abhängig (Release-Planung, Schnittstellen, Technologien) und kann sich schrittweise einer zeitgemäßen Infrastruktur annähern, indem neue Prozessanforderungen auf Basis von BPM umgesetzt werden. Mit den Möglichkeiten, die BPM bietet, können Netzbetreiber die neuen Aufgaben aus der Deregulierung vorschriftsgemäß und mit der erforderlichen Übersicht abwickeln (End-to-end Monitoring). Darüber hinaus lassen sich jederzeit beliebige weitere Prozesse, z. B. Hausinstallationskontrolle, Störungsbehebung und Mieterwechsel, automatisieren. Kosteneinsparungen können zudem erreicht werden, da die benutzerfreundlichen Oberflächen weit weniger Qualifizierungen auf Seiten der Fachkräfte erfordern als bislang. Und über die medienbruchfreie Integration verschiedenster Quellen wird das jährliche Reporting für den Regulator deutlich vereinfacht. Auch im Bereich des Vertriebs können immense Verbesserungen erzielt werden. Vertriebsportale erlauben, Kundenwünsche und Datenaktualisierungen aufzunehmen und teilautomatisiert zu bearbeiten. An Stelle einer an den Sachbearbeiter wird ein Prozess angestoßen, der die Änderungen in allen erforderlichen Systemen übernimmt. Der Process Monitor liefert dabei laufend Informationen, wo welcher Prozess gerade steht. Die verkürzte Verarbeitungsdauer spart Kosten, weil die Änderungen viel schneller in allen relevanten Systemen wirksam werden. Über die Portale erhalten Kunden direkten Zugang zu top aktuellen Informationen aus beliebigen Systemen. Angebote, Verträge und Rechnungen können eingesehen werden, Änderungen sind online möglich und neue Angebote kann der Kunde direkt annehmen, worauf sie automatisiert verarbeitet werden. Erst durch diesen verlängerten Kommunikationsarm entfaltet ein Smart Metering-System seinen vollen Nutzen für den Kunden und senkt gleichzeitig die Betriebskosten für den Lieferanten und den Netzbetreiber. Der Nutzen der Plattform reicht somit von der Akquisition über die Automatisierung der Prozesse bis zum abgerechneten Vertrag. Prozessmanagement lässt sich natürlich auch für interne Prozessoptimierung im Bereich der Administration einsetzen. Die Unternehmensprozesse werden über das Intranet publiziert und können bei Bedarf automatisiert werden. Zeitintensive Verwaltungsprozesse, z. B. im Personalmanagement die Antragsstellungen für Urlaub oder Weiterbildungen, haben großes Optimierungspotenzial. Beschleunigungen der internen Bearbeitungszeiten können im Falle der Rechnungsfreigabe beispielsweise Skontoverluste verhindern. Das Management profitiert von der automatischen Aufbereitung der Kennzahlen aus verschiedenen Quellen für alle Anspruchsgruppen dank sauberer Integration aller Unternehmensanwendungen und -informationen. All diese Vorteile zeigen: Mit BPM lässt sich der Sand zukunftssicher aus dem Getriebe spülen. Markus Brack > Schrittweiser Umbau der IT- Landschaft in Richtung moderne BPM- Infrastruktur 13

14 KURZ NOTIERT inubit erhält Auszeichnung als Great Place to Work inubit wurde als einer der besten 100 Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet und erreichte in der Kategorie der Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern den 20. Platz. Die Auszeichnung steht für eine besondere Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber und wurde am 24. Februar 2010 vom Great Place to Work Institute unter Anwesenheit der Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen in Berlin übergeben. Besonders hervorgehoben wurde, dass es Deutschlands besten Arbeitgebern trotz der Wirtschaftskrise gelungen ist, ein hohes Maß an Mitarbeiterorientierung und eine vertrauensvolle Beziehung zu den Beschäftigten aufrecht zu halten. Die Entscheidung basiert auf einer ausführlichen, anonymen Befragung aller Beschäftigten sowie einer Untersuchung der Qualität der Maßnahmen und Programme der Personalarbeit. Insgesamt stellten sich in diesem Jahr 235 Unternehmen aller Größenklassen, Branchen und Regionen einer unabhängigen Untersuchung ihrer Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber durch das Great Place to Work Institute; über Beschäftigte wurden dabei befragt. Versicherungen profitieren von Industrialisierung CSC, einer der weltweit führenden IT- Dienstleister, arbeitet seit März 2010 in den deutschsprachigen und osteuropäischen Märkten (DACH und CEE) mit inubit zusammen. Für die CSC Insurance Factory, eine Komplettlösung, die die Industrialisierung, damit Kostenreduktion sowie höhere Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen unterstützt, stellt inubit die BPM-Suite zur Verfügung. Dadurch werden die verschiedenen unternehmensweiten IT-Systeme im Kontext der CSC Insurance Factory optimal miteinander verknüpft und eine bessere Abbildung aller Prozesse möglich. Unternehmen der Versicherungsbranche erhalten damit erstmalig eine Business-Anwendung, die auf einer BPM- und Service-orientierten Architektur (SOA) aufbaut. Dies ermöglicht ihnen unter anderem eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis, geringere Maintenance-Ausgaben und sinkende Projektaufwendungen. Mit CSC gewinnt inubit einen leistungsstarken Integrator besonders für die Abwicklung von länderübergreifenden Großprojekten. Huf konsolidiert EDI-Systeme auf drei Kontinenten Die Huf Hülsbeck & Fürst GmbH & Co.KG, weltweit agierender Anbieter für die Automobilindustrie, hat sich für die inubit BPM-Suite als zentrale Prozess- Plattform entschieden. Das Unternehmen ersetzt damit die verschiedenen für die Automatisierung der Absatz-, Logistik- und Finanzprozesse eingesetzten EDI-Lösungen. Mit der Vereinheitlichung der Kommunikations- und Integrationsprozesse gelingt der Huf- Gruppe die prozessseitige Zusammenführung aller über drei Kontinente verteilten 16 Standorte. Der mit der uneinheitlichen EDI- Infrastruktur einhergehende hohe Betreuungs- und Implementierungsaufwand wurde durch den Einsatz der inubit BPM-Suite erheblich verringert und gleichzeitig eine höhere Transparenz, Effizienz und Prozessqualität ermöglicht. Den Mitarbeitern steht nun weltweit eine einheitliche Plattform zur Verfügung, um den hohen Anforderungen der Automobilkunden nach Schnelligkeit und Qualität gerecht zu werden. Die Kommunikations- und Integrationsprozesse können fachlich von allen Standorten überwacht, Zustände und Verarbeitungsgrade der Prozesse eingesehen werden, wobei die Nutzeroberfläche in der jeweiligen Landessprache dargestellt wird. Von sämtlichen Standorten aus können Nachrichten erneut in die Prozesse eingesteuert werden. 14

15 e-invoice: Jetzt mit sicherem Zustellnachweis! Eine flexible Plattform inklusive digitaler Signatur zum elektronischen Rechnungsversand per mit sicherem Zustellnachweis in dem vom Empfänger geforderten Datenformat wünschen sich viele Unternehmen. Mit Topcom haben sie dafür einen zuverlässigen und kompetenten Lösungspartner gefunden. Laut einer Studie der Universität Hannover wurden im Jahr 2008 ca. sechs Milliarden Rechnungen von Unternehmen in Deutschland auf dem Postweg versandt. Bei einer Umstellung auf elektronischen Rechnungsversand könnten nach dieser Expertise Einsparpotenziale von 80 bis 90 Prozent ausgeschöpft werden. Die meisten Unternehmen verschicken ihre Rechnungen auf traditionellem Weg als Papierrechnung. Die Rechnungen werden erstellt und ausgedruckt, versandfertig gemacht und per Post verschickt. Dies ist aber nicht nur teuer, bezogen auf die Porto- und Verarbeitungskosten, es dauert auch einige Tage bis die Rechnung zugestellt ist. Und ob Sie auch wirklich beim Empfänger angekommen ist, kann der Versender nicht automatisch überprüfen. Mit der Topcom-Lösung zum elektronischen Rechnungsversand sind diese Nachteile auf einen Schlag gelöst, denn die Rechnungen werden nachdem sie im ERP oder CRM erzeugt wurden signiert, archiviert und anschließend per mit sicherem Zustellnachweis in dem vom Empfänger geforderten Datenformat (EDI, PDF, XML, IDOC, CSV, etc.) elektronisch übermittelt. Eindeutiger Rechtsnachweis über Empfang Ein großer Vorteil, der sich neben der Kosteneinsparung für die wegfallenden Verarbeitungs- und Portoaufwendungen ergibt, ist die digitale Archivierung und die Nachvollziehbarkeit der Übermittlung durch eindeutige Zustell- und Empfangsnachweise, denn das Topcom-System gibt exakte Auskunft darüber, wann das Dokument vom Empfänger zur Kenntnis genommen wurde. Wird eine Rechnung über einen definierten Zeitraum nicht abgerufen, dann kann der Vorgang eskaliert und weitere Maßnahmen eingeleitet werden. Diese greifen schnell und effizient und sind dem herkömmlichen Ablauf deutlich überlegen. Hoher Nutzen auch für den Rechnungsempfänger Auch der Empfänger der papierlosen Rechnung profitiert von e-invoice. Der Wegfall der manuellen Erfassung sorgt für einen schnelleren Durchlauf und eine bessere Nutzung von Skonti. Je nach Empfänger ist auch eine direkte Einleitung in dessen Rechnungseingangsprozess möglich und die Dokumente sind durch die digitale Signatur sofort samt Prüfbericht rechtsverbindlich archivierbar. Hat das Unternehmen sich für eine digitale Lösung entschieden, ist es auch für die Zukunft bestens gewappnet. Denn heute fordern bereits viele Kunden den Erhalt der Rechnung auf digitalem Wege. DIE VORTEILE AUF EINEN BLICK: Schneller Durchlauf durch automatisierte Prozesse Eindeutige Zustell- und Empfangsnachweise Komplettsystem aus einer Hand Automatisierte Eskalationsprozesse Zentrale Administration und Kostenerfassung Compliancekonform durch konstante Nachvollziehbarkeit des gesamten Prozesses Mehr Optionen in der Weiterverarbeitung für den Empfänger Kurzfristige Amortisation, hohes Einsparpotenzial topcom-group.de Topcom Kommunikationssysteme GmbH Alt Pempelfort Düsseldorf Telefon: 0211 / Telefax: 0211 /

16 kurz notiert 20% Umsatzplus im Jahr 2009 Trotz der weltweit angespannten Wirtschaftslage konnte inubit das Geschäftsjahr 2009 erfolgreich abschließen. Der erzielte Umsatz lag 20 Prozent über den Gesamterlösen des Vorjahres, das Gesamtergebnis stieg um 40 Prozent. Dieses Wachstum konnte durch den Ausbau des Bestandsgeschäftes, die Gewinnung zahlreicher Neukunden und die Erweiterung des Angebotsportfolios erreicht werden. Zu den Neukunden aus dem vergangenen Jahr gehören unter anderem RWE, EBL, Olympus Winter & Ibe, das Land Mecklenburg- Vorpommern, die Continentale, die Salzburg AG, HanseMerkur, und Adidas. Neben dem gewohnten Lizenzgeschäft der inubit BPM-Suite hat inubit signifikante Umsatzsteigerungen beim branchenorientierten Lösungsgeschäft und im Bereich der Projektumsetzung generieren können. Positiv entwickelt hat sich auch das inubit Partnernetzwerk. Über 50 aktive Partner in der DACH-Region haben sowohl im Bereich der Neukundengewinnung als auch bei der zuverlässigen Projektumsetzung zum Unternehmenserfolg beigetragen. Für das vergangene Geschäftsjahr kann inubit auch erste Erfolge in Ländern außerhalb der DACH-Region vorweisen. Lokale Partnerschaften in UK, Benelux, Brasilien, Singapur, China und Middle East werden zukünftig Wachstumsträger für inubit sein. Elektronische Abwicklung von Gewerbeanträgen Pünktlich zum Jahreswechsel hat Mecklenburg-Vorpommern das im Rahmen der ersten Stufe der EU-Dienstleistungsrichtlinie notwendige Fallmanagement erfolgreich eingeführt. Auf Basis der inubit BPM-Suite wurde eine Komplettlösung zur elektronischen Abwicklung von Gewerbeanträgen realisiert. Diese umfasst den webbasierten und vollintegrierten Portal-Arbeitsplatz für den Einheitlichen Ansprechpartner (EA) sowie die Anbindung der Zuständigen Stellen (ZS) über ein Webfrontend. In der Praxis empfängt das inubit- Fallmanagement Falldaten rechtssicher aus einem externen elektronischen Antragsassistenten. Es unterstützt sowohl den EA als auch die ZS im weiteren Verlauf bei der prozessorientierten Abarbeitung einzelner Anträge. Dabei erfolgt die Abwicklung komplett elektronisch und verhindert fehlerträchtige Medienwechsel und zeitaufwändige Doppeleingaben von Antragsdaten. Mecklenburg-Vorpommern bietet Bürgern aus den Mitgliedsstaaten der EU damit den Service, Anträge zur Ausübung einer Gewerbetätigkeit elektronisch abzuwickeln. Neue Funktionen sind deutlich effizienter Das seit März verfügbare Release 5.3 der inubit BPM-Suite steht ganz im Zeichen einer noch effizienteren Gestaltung und Implementierung von Unternehmensprozessen und wurde um zahlreiche, effizienzsteigernde Funktionen erweitert Über ein grafisches Kontextmenü können Prozesse einfacher fachlich modelliert und technische Workflows direkt aus den Prozessmodellen heraus generiert werden. Zudem wurden die Simulations-Möglichkeiten deutlich erweitert. Bereits vor der technischen Realisierung des Prozessmodells werden jetzt alle zur Verfügung stehenden Ressourcen wie Mitarbeiter und deren Arbeitszeiten, Arbeitsmittel und Werkstoffe berücksichtigt. Dadurch wird eine realitätsnahe Simulation möglich, tatsächliche Durchlaufzeiten werden ermittelt und eventuelle Engpässe erkannt. Mit den SOA Maps wurde ein neuer Diagrammtyp eingeführt, mit der eine SOA-Struktur über die verschiedenen Organisationslevel des BPM hinweg, vom Geschäftsprozesslevel bis zu den darunterliegenden IT-Systemen, visualisiert wird. Wie gewohnt legt inubit großen Wert auf Standardkonformität und Offenheit des Systems. So unterstützt das Release 5.3 den neuen BPMN 2.0-Standard und stellt Möglichkeiten für den erweiterten Export und Import von Prozessmodellen zur Verfügung. 16

17 Aus der Praxis Fahrplanmanagement im österreichischen Strommarkt Prozesse automatisieren, die bestehende Systemlandschaft integrieren, und dennoch flexibel auf Marktveränderungen reagieren können. Das war der Anspruch, mit dem sich die Salzburg AG auf die Suche nach einer zentralen Middleware für Schnittstellen und Prozessabläufe begab. Im Gegensatz zu einer Eigenentwicklung und der bestehenden Integrationsplattform bot die inubit BPM-Suite einen hohen Vorfertigungsgrad für die europäische Marktkommunikation sowie die erforderliche Flexibilität, um die sich ständig ändernden Marktbedingungen zu erfüllen. Öffnung des österreichischen Strommarktes Mit der Öffnung des österreichischen Strommarktes für alle Kunden wurde gemäß des Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes (ElWOG) im Jahr 2000 ein Bilanzgruppensystem zur Regelung des Energieaustauschs eingeführt. Zwischen den Bilanzgruppen wird der Energieaustausch in Form von Fahrplänen abgewickelt, die angeben, in welchem Umfang Energie an bestimmten Netzpunkten eingespeist und entnommen wird. Als Bilanzgruppenverantwortliche für Österreich, Deutschland und die Schweiz ist die Salzburg AG gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber für die ständige Ausgeglichenheit der Leistungsbilanz in ihrer Bilanzgruppe sowie die ordnungsgemäße Fahrplanabwicklung verantwortlich. Bis vor kurzem wurde für das Fahrplanmanagement (FPM) im Rahmen des europäischen Stromhandels eine Standardsoftware für das Energiedatenmanagement eingesetzt. Da der Umfang des Fahrplan- und Informationsaustausches rasch zunimmt, sollte die Abwicklung von Energiegeschäften automatisiert werden. Folgende Prozesse sind von der Automatisierung betroffen: Partnerverwaltung Fahrplanverwaltung Fahrplanmanagement Fahrplanversand Fahrplanempfang automatische Fehlerbehebung Neben der Marktkommunikation im Rahmen des europäischen Fahrplanmanagements setzt die Salzburg AG die inubit BPM-Suite als zentralen Enterprise Service Bus (ESB) ein. Dieser steuert den anfallenden Datenaustausch mit dem Handelssystem PSImarket und integriert die technischen IT- Lösungen in die Systemlandschaft. Altsystem erfüllt Anforderungen nicht Um die im Strommarkt häufigen Markt- und Gesetzesänderungen schnell und unkompliziert umsetzen zu können, ist ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich. So müssen zum Beispiel die komplexen Regeln der European Transmission System Operators (ETSO) für den Austausch von Fahrplänen erfüllt werden. Da die Salzburg AG nicht nur den 17

18 Aus der Praxis österreichischen, sondern den gesamten deutschsprachigen Raum als Markt hat, sollen regional unterschiedliche Ausprägungen dieser Regeln in die Lösung integriert werden können. Der gesamte Versand der Fahrpläne inklusive der Datenaufbereitung der führenden Fremdsysteme muss innerhalb von fünf Minuten durchführbar sein. Zur Lösung dieser Aufgaben wurde seitens der Salzburg AG zunächst die Entwicklung einer individuellen Software beschlossen, die die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens wiedergeben sollte. Nach kurzer Zeit erwiesen sich die Prozesse im Fahrplanmanagement jedoch als zu dynamisch, und die ständige Anpassung der Eigenentwicklung an die sich ändernden Rahmenbedingungen als zu aufwändig. Auf Basis dieser Erkenntnis entschied man sich für den Einsatz einer Standardlösung für Business Process Management (BPM), die zum einen den Bedürfnissen des Unternehmens gerecht werden, zum anderen aber auch schnell und unkompliziert auf Veränderungen reagieren können sollte. Die bereits vorhandene Plattform bot grundsätzlich die erforderlichen Funktionalitäten und sollte zukünftig für die Prozessautomatisierung eingesetzt werden. In der täglichen Anwendung stellte sie sich jedoch als zu kompliziert dar. Teilweise gab es Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Schnittstellen, da Debug-Möglichkeiten nur rudimentär ausgeprägt und somit Fehler kaum nachvollziehbar waren. Insgesamt sah sich die Salzburg AG damit nicht im Stande, den mehrmals täglich stattfindenden dynamischen Austausch von Energiegeschäften über Fahrpläne zeitnah und korrekt in mehreren Märkten zu bewältigen. Flexible Prozessautomatisierung Mit dem Ziel vor Augen, eine zentrale Middleware für Schnittstellen und Prozessabläufe zu finden, die gleichzeitig eine flexible Anpassung an die Marktbedingungen erlaubt, entschied man sich schließlich für ein Pilotprojekt mit der inubit BPM-Suite. Im Rahmen eines Testdurchlaufs sollte geprüft werden, ob diese den komplexen Anforderungen im Bereich Schnittstellenintegration und Prozessautomatisierung gewachsen war. Da viele Prozesse gleichzeitig verarbeitet werden sollten, und nach einem potenziellen Serverabsturz die Wiederaufnahme ohne Datenverlust oder sonstiger Fehler gewährleistet sein musste, entschied man sich für den Einsatz der hochverfügbaren Enterprise Edition der inubit BPM-Suite. Da die inubit BPM-Suite sehr gute Kenntnisse in XML und XSLT-Transformation voraussetzt, wurden als Hilfestellung zur Kaufentscheidung eine dreitägige XML-Schulung sowie ein dreitägiger BPM-Crashkurs durchgeführt. Anschließend setzte ein Team bestehend aus Mitarbeitern der Salzburg AG und der inubit AG im Rahmen eines Pilotprojekts eine bereits auf dem Altsystem laufende Schnittstelle in zwei Tagen im Rahmen eines Workshops um ein Vorgehen, das die Mitarbeiter der Salzburg AG sowohl aus fachlicher als auch aus persönlicher Sicht als sehr gelungen empfanden. Um ein beiderseitiges weitreichendes Knowhow aufzubauen, wurde gemeinsam ein umfangreiches Pflichtenheft mit fachlicher und technischer Ausprägung ausgearbeitet. Zusammen mit dem Projektplan, der die Aufgabenverteilung regelte, war so die Basis für eine sehr gute Zusammenarbeit gewährleistet. Die gemeinsame Erarbeitung der einzelnen Projektschritte, das frühe Einbinden der Salzburg AG und der Support bei der Projektkoordination und Fehlerbehebung ermöglichten eine schnelle und problemlose Portierung der Schnittstelle auf die inubit BPM-Suite. Neben der fachlichen Kompetenz und der professionellen Unterstützung durch die inubit Mitarbeiter, erfüllt die inubit BPM-Suite sämtliche Anforderungen bezüglich der Einbindung der bestehenden Systemumgebung. Die Salzburg AG setzt verschiedene Standardwerkzeuge für den Energiehandel ein. Speziell für das Energiedatenmanagement wird die Standardsoftware GENERIS der Firma VISOS genutzt, während als Handelssystem das Produkt PSImarket eingesetzt wird. Bei der Anbindung dieser Systeme wurde deutlich, dass die inubit BPM-Suite im Bereich der Schnittstellen ihre besonderen Stärken hat, und diese im Gegensatz zum Altsystem problemlos umsetzen kann. 18

19 Aus der Praxis Roll-out Nach diesem Pilotprojekt entschloss man sich für den umfassenden Einsatz der inubit BPM-Suite. Als einzige Lösung bietet sie die gebotene Flexibilität, mit der die Salzburg AG den sich wandelnden rechtlichen Rahmenbedingungen am Energiemarkt begegnen kann. Dank ihrer Leistungsstärke schafft sie es, den gesamten Versand der Fahrpläne inklusive Datenaufbereitung der führenden Fremdsysteme innerhalb von fünf Minuten zu bewältigen. Zurzeit befinden sich ca. 510 aktive Zeitreihen, welche ein Volumen von ca Einzelwerten aufweisen, im System. Bis zum fertigen Fahrplanabschluss müssen mehrere Versionen eines Fahrplanes versendet und empfangen werden. Damit besteht ein voraussichtliches tägliches Datenvolumen von ca Werten. Die inubit BPM-Suite hat erheblich zur Übersichtlichkeit in der Systemarchitektur beigetragen. Die bis dato durch Wildwuchs geprägte Schnittstellenstruktur mit all ihren Nachteilen wie fehlenden Daten und mangelnder Übersicht bei Systemänderungen wurde durch eine einheitliche, übersichtliche Sternarchitektur und Schnittstellenüberwachung abgelöst, fasst Martin Olsen, Projektverantwortlicher bei der Salzburg AG, zusammen. Auch die semi-automatische Dokumentation durch Workflow-Diagramme erleichtert das über die salzburg ag Die Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation ist ein Energie- und Infrastruktur-Dienstleister mit Firmensitz in Salzburg und versorgt im gesamten Bundesland Salzburg und angrenzendem Oberösterreich derzeit etwa Kunden. Sie hat über 40 Energie-Handelspartner und ist an den Börsen in Leipzig und Graz, sowie an den operativen Zugängen zu allen relevanten Marktgebieten in Österreich, Deutschland und der Schweiz präsent. Der Energiehandel ist ein Garant für eine nachhaltig eigenständige energiewirtschaftliche Positionierung der Salzburg AG. Arbeiten. Mit Blick auf das Fahrplanmanagement hebt er hervor: Durch den Einsatz der inubit BPM-Suite in diesem Bereich wird eine höhere Effizienz erreicht, mit der wir real Kosten einsparen können. So konnten wir durch das Minimieren von Fehlerfahrplänen die Aufwände für teure Ausgleichsenergie reduzieren. Ausblick In den kommenden Monaten werden Schritt für Schritt weitere Prozesse und Integrationen über die inubit BPM-Suite realisiert. Darüber hinaus wird eine erweiterte Prozessablauf-Unterstützung implementiert. Nach Integration der bestehenden Systeme und Prozesse sowie der Automatisierung des Fahrplanmanagements sollen mittelfristig u.a. auch das Bestellwesen angebunden, Web Services eingeführt und das Wechseldatenmanagement geregelt werden. Martin Olsen, Salzburg AG Markus Brack, inubit AG > Martin Olsen, Projektverantwortlicher bei der Salzburg AG: Ohne die inubit BPM-Suite könnte die Salzburg AG die durch den Markt vorgegebene Flexibilität im Fahrplanmanagement nicht im erforderlichen Maße anbieten. Sie hilft uns, die gestellten Anforderungen auf eine neue, richtungsweisende Art zu lösen. Vor allem die Möglichkeit, die Software auch ohne Einbindung des inubit Supports schnell den Markt- bzw. Gesetzesänderungen anzupassen, spricht für diese Lösung der inubit AG. 19

20 Aus der Praxis IT-Dienstleistung auf höchstem Niveau Burda Digital Systems (BDS) rüstet sich für die Zukunft: Nach Ablösung des bestehenden Systems für den elektronischen Datenaustausch können existierende Kommunikationsanwendungen zu Partnern und Kunden übernommen und neue Verbindungen realisiert werden. Im Gegensatz zum Altsystem kann BDS mit der inubit BPM-Suite flexibel und schnell auf neue oder sich ändernde Anforderungen reagieren und ist dem steigenden Datenaufkommen der Zukunft gewachsen. Als zentraler IT-Dienstleister betreibt BDS verschiedenste IT-Systeme sowohl für die Unternehmen des Hubert Burda Media-Konzerns (HBM) als auch für externe Kunden. Eine der wesentlichen Anforderungen an BDS ist die Abwicklung des elektronischen Datenaustauschs zwischen den internen Systemen von Hubert Burda Media und deren externen Geschäftspartnern. Hierfür ist neben der Anbindung diverser interner IT-Systeme auch die Umwandlung verschiedenster Datenformate notwendig. Mit den bei BDS seit den späten 1990er Jahren eingesetzten Altsystemen konnten die ständig steigenden Anforderungen in diesem Bereich nicht mehr erfüllt werden. Aus diesem Grund sollte das bestehende EDI- System durch ein neues, leistungsfähigeres System ersetzt werden. Anforderungen an das neue System Oberstes Gebot bei der Neueinführung eines Systems für den elektronischen Datenaustausch war es, die über viele Jahre hinweg gewachsene heterogene Systemlandschaft zu integrieren. Über die Anbindung bestehender Kommunikationslösungen hinaus sollten auch neu zu realisierende Verbindungen leicht in das System integriert werden können. Um als IT-Dienstleister schnell auf sich ändernde Anforderungen bei Partnern und Kunden reagieren zu können, suchte BDS dabei weder nach einem Entwicklungssystem zum Herstellen eines solchen Produktes, noch wurde ein Service Provider gesucht, der im Auftrag der BDS sämtliche Kommunikationsanwendungen erstellt und betreibt. Gesucht wurde stattdessen ein System, auf dessen Basis BDS eigenständig Kommunikationsprozesse entwickeln und betreiben konnte. Entscheidungskriterien Im Rahmen eines ausgedehnten Auswahlverfahrens wurde in einem ersten Schritt eine Vielzahl von Anbietern geprüft. Im weiteren Verlauf der Angebotsphase wurden dann in einer engen Auswahl wenige mit einer Anforderungsliste verglichen und bewertet. Am Ende fiel die Entscheidung zugunsten der inubit BPM-Suite aus, da hier sowohl aus technischer, fachlicher sowie aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Leistungen den Anforderungen von BDS entsprachen. Aus technischer Sicht erfüllte die inubit BPM-Suite sämtliche Bedingungen für die systemkompatible Integration bestehender und die Umsetzung neuer Kommunikationsbeziehungen. Im Einzelnen unterstützt das neue System z. B. eine sichere Datenübertragung über SFTP, die Kommunikation mit SAP via IDOCs, die bei HBM eingesetzten EDIFACT-Standards, Web Services, den Zugriff auf diverse Datenbanken sowie das Mailbox-System Telebox/X.400. Außerdem entsprach die neue Lösung der Präferenz seitens BDS, XML als Nachrichtenstandard zu verwenden. Auch die Anforderungen an die Bedienbarkeit der Software und die Unterstützung der Entwickler beim Erstellen und Testen von Kommunikationsanwendungen durch die grafische Entwicklungsumgebung wurden erfüllt, die es den BDS-Mitarbeitern ermöglichen sollten, alle Kommunikationsanwendungen selbst zu entwickeln. Zu guter Letzt waren auch betriebswirtschaftliche Überlegungen ausschlaggebend: im Vergleich zu anderen Systemen bot die inubit BPM-Suite ein besseres Preis-/ Leistungsverhältnis. Als weiterer Vorteil erwies sich das modulare Lizenzmodell der Software, in dem Kosten ausschließlich für die tatsächlich erforderlichen Module anfallen. 20

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