Inhaltsverzeichnis. Book of Abstracts 1

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2 Book of Abstracts 1 Inhaltsverzeichnis Grußwort der Organisatoren... 3 Teilkonferenz- und Trackorganisatoren... 5 Begrüßung... 7 Keynote Keynote Informationssysteme in Industrie und Handel... 9 Track 1: Innovative Wertschöpfung mit Automotive Services...11 Track 2: Zukunftsfähigkeit unternehmensweiter Anwendungssysteme...12 Track 3: Informationssysteme in Logistik und Verkehr...14 Informationssysteme in der Dienstleistung...19 Track 1: Service Engineering & Management...21 Track 2: E-Health: Informationssysteme für die vernetzte Medizin...27 Track 3: Personalthemen in der IV-Beratung...30 Track 4: Informationssysteme in der Finanzwirtschaft...32 Digitale Dienstleistungen...35 Track 1: E-Learning und Lern-Service-Engineering...37 Track 2: Betriebliche Anwendungssysteme im Studium und der Lehre...39 Track 3: Software-as-a-Service und Cloud Computing...41 Track 4: Telekommunikations- und Internetökonomie...47 Track 5: Virtual Realities and Gaming...49 Informationsmanagement...53 Track 1: Adoption, Nutzung und Erfolg von Artefakten in der WI...55 Track 2: IT Performance Management / IT-Controlling...57 Track 3: Integriertes Ertrags-, Compliance- und Risikomanagement...59 Track 4: Enterprise Transformation...60 Wissensmanagement...65 Track 1: Business Intelligence...67 Track 2: Intelligent Information Systems...69

3 2 Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2012 Track 3: Wissensmanagement...70 Nachhaltigkeitsmanagement...77 Track 1: IT in der Energiewirtschaft...79 Track 2: Neue Mobilität und Erneuerbare Energien...81 Track 3: Betriebliches Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement...82 Modellierung betrieblicher Informationssysteme...87 Track 1: Modellierung betrieblicher Informationssysteme...89 Kommunikations- und Kooperationssysteme...93 Track 1: Kooperationssysteme...95 Track 2: E-Commerce und E-Business...98 Track 3: IKT-gestützte Unternehmenskommunikation Track 4: Digitale Netzwerke in unsicheren Umwelten Mobile und Ubiquitäre Informationssysteme (MMS 2012) Track 1: Mobile und ubiquitäre Informationssysteme Autorenindex Information zur Orientierung: Der Balken am Seitenrand gibt die Raumfarbe an, welche Sie auf der letzten Umschlagsseite finden können. Bitte beachten Sie die aktuellen Änderungen auf

4 Book of Abstracts 3 Grußwort der Organisatoren Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir begrüßen Sie herzlich zur Multikonferenz Wirtschaftsinformatik MKWI 2012 an der Technischen Universität Braunschweig. Gemäß der Tradition dieser Konferenzreihe stellen wir als Ausrichter den organisatorischen Rahmen, in den sich die eigenständig organisierten Teilkonferenzen einbetten. Das Format der Multikonferenz gewährleistet zum einen den Überblick über die gesamte Breite der Wirtschaftsinformatik-Forschung und ermöglicht zum anderen den vertieften Austausch in den Teildisziplinen. Aus diesem Grund ist die MKWI, über die Jahre hinweg, zum Zuhause der deutschen Wirtschaftsinformatik avanciert. Wir haben das wörtlich genommen und die Wirtschaftsinformatik-Community von Anfang an in die thematische Ausrichtung der Konferenz integriert und diesen Diskurs auch in der gesamten Vorbereitung fortgeführt. Das Zuhause, das wir Ihnen nun in Braunschweig bieten, zeigt sich auf der einen Seite durch sichere, gut überlegte Rahmenbedingungen: Aus Ihren Interessen und Vorschlägen ergaben sich in diesem Jahr neun Teilkonferenzen mit 29 Tracks, die eine intensive, wissenschaftliche Auseinandersetzung ermöglichen. Wir freuen uns besonders, dass auch bei dieser MKWI der wissenschaftliche Nachwuchs mit einer Vielzahl von Beiträgen vertreten ist. Auf der anderen Seite zeichnet sich ein Zuhause immer auch durch genügend Raum für Gemeinschaft aus, und damit für den Austausch und die Abstimmung zwischen den Akteuren der deutschsprachigen Wirtschaftsinformatik. Hierzu haben wir im Rahmenprogramm einige Neuigkeiten zur Vernetzung und Kommunikation zu bieten. So sind Diskussionsräume für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, Workshops zu verschiedenen Themen, Studierenden-Workshops sowie Unternehmens- und Stadtführungen vorgesehen. Neue Formate, wie eine Nerd Night am ersten Konferenzabend oder eine SocialBar mit BarCamp im Anschluss an die MKWI, runden das Begleitprogramm ab. Die Soirée in der Rotunde am zweiten Konferenztag soll uns Raum zu Gesprächen in lockerer Atmosphäre geben. Bei der Umsetzung unserer Vorstellungen haben wir auf unser Motto der Kommunikation und Vernetzung vertraut und von Anfang an handfeste Unterstützung von sehr vielen Seiten erfahren. Wir danken der Technischen Universität für ihre Begleitung und insbesondere die flexible und großzügige Gewährung der Infrastruktur in Zeiten knapper Räumlichkeiten aufgrund des doppelten Abiturjahrganges. Unsere Sponsoren aus der Region, ebenso wie überregional, haben uns großzügig unterstützt, was diese Tagung in dem vorliegenden Rahmen erst ermöglicht. Darüber hinaus haben die Sponsoren, als Begleiter aus Praxis und Forschung, die MKWI 2012 mit Rat und Tat bereichert, wofür wir an dieser Stelle unseren besonderen Dank an die Volkswagen Financial Services AG, SAP, die Deutsche Telekom AG, IBM, eck*cellent IT, act! Consulting, ckc ag und Accenture aussprechen möchten.

5 4 Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2012

6 Book of Abstracts 5 Teilkonferenz- und Trackorganisatoren Wir danken den Teilkonferenz- und Trackorganisatoren für die Gestaltung des wissenschaftlichen Programmes der MKWI Frederik Ahlemann Stephan Aier Hans-Jürgen Appelrath Henning Baars Andrea Back Ulrike Baumöl Jörg Becker Alexander Benlian Daniel Beverungen Markus Bick Tilo Böhmann Michael H. Breitner Walter Brenner Martin Breunig Thomas Deelmann Patrick Delfmann Jan Fabian Ehmke Carsten Felden Andreas Fink Ulrich Frank Roland Gabriel Martin Gersch Jorge Marx Gómez Jose González Norbert Gronau Thomas Hess Holger Hoffmann Ursula Hübner Ralf Insenmann Natalia Kliewer Ralf Knackstedt Petra Knaup Michael Koch Lutz Kolbe Jan Krämer Helmut Krcmar Dennis Kundisch Ulrike Lechner Franz Lehner Jan Marco Leimeister Susanne Leist Johanna Mählmann Florian Matthes Volker Nissen Markus Nüttgens Danny Pannicke Andreas Pfeiffer Key Pousttchi Michael Räckers Franz Rothlauf Stefan Sackmann Michael Schermann Eric Schoop Wolfram Schumacher Stefan Seifert Stefan Smolnik Stefan Stieglitz Stefan Strecker Leena Suhl Hannah Theuer Frédéric Thiesse Oliver Thomas Klaus Turowski Nils Urbach Peter Weber Alfred Winter Max Witt Holger Wittges Rüdiger Zarnekow Gregor Zellner

7 6 Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2012

8 Book of Abstracts 7 Begrüßung Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jürgen Hesselbach (Präsident der TU Braunschweig) Prof. Dr. Johanna Wanka (Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Schirmherrin der Veranstaltung) Herr Carsten Lehmann (1. Stadtrat der Stadt Braunschweig) Prof. Dr. Peter Loos (Sprecher GI Fachbereich Wirtschaftsinformatik) Prof. Dr. Dirk Christian Mattfeld &Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz (Ausrichter) Keynote 1 Mittwoch, 09:00-10:40 Uhr Audimax Wie kommuniziert man Zukunft? Prof. Dr. Peter Dürr, Hochschule für angewandte Wissenschaften, München; In der Präsentation werden die Ursachen untersucht, warum eine Auseinandersetzung mit der Zukunft über disziplinarische Grenzen sowie zwischen Theorie und Praxis so schwierig ist. Wissenschaftliche Disziplinen unterscheiden sich nicht nur durch den Gegenstand, mit dem sie sich beschäftigen, sondern vor allem durch die Methoden und Werkzeuge, die sie verwenden, um Sachverhalte zu untersuchen und an andere zu vermitteln. Die jeweils für die Kommunikation verwendeten Codesysteme sind ein wesentliches Hindernis im Diskurs zwischen Wissenschaften, da sie in konkurrierende Paradigmen eingebettet sind. Häufig unbewusst referenzieren sie unterschiedliche Wertvorstellungen, die als Motivatoren für angestrebte Entwicklungen und Zukünfte dienen. Hier misslingt auch der Brückenschlag in die Praxis, in der Menschen mit ihren sehr individuellen Wahrnehmungen und Wünschen durch die so produzierten Zukunftsentwürfe oft nicht gewonnen werden können. Keynote 2 Freitag, 11:00-12:40 Uhr Audimax Indien, der slumdog billionaire? Der Aufstieg Indiens IT-Branche zum Global Player und die Folgen für die deutsche Wettbewerbsfähigkeit und IT-Ausbildung Prof. Dr.-Ing. Arun K. Gairola, Bangalore, Indien; Wie kann sich Indien von einem Land, dass bis vor weniger als zwanzig Jahren als Entwicklungsland und das größte Armenhaus der Welt galt, zum wirtschaftlichen und technologischen Global Player entwickeln, und das nicht nur auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie? Mehr Schein als Sein? Welche Rolle spielen die indischen Hochschulen und Universitäten bei der Bereitstellung der benötigten hochqualifizierten Arbeitskräfte?Wie wird diese Entwicklung weitergehen und was bedeutet sie für Deutschland in Bezug auf Chancen und Wettbewerb?

9 8 Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2012

10 Book of Abstracts 9 Vorwort zur Teilkonferenz Informationssysteme in Industrie und Handel Norbert Gronau Universität Potsdam, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government, Potsdam, Die Verbreitung von Informationssystemen in Industrie und Handel hat in den letzten Jahren immer mehr an Geschwindigkeit gewonnen. Dabei setzen nicht nur große Unternehmen entsprechende Systeme ein. Vielmehr haben auch kleine und mittelständische Unternehmen die großen Potenziale erkannt und führen in Hinblick einer Stärkung und Festigung Ihrer Marktposition entsprechende, auf die jeweiligen Geschäftsprozesse abgestimmte Lösungen ein. Die Möglichkeiten, die moderne Informationssysteme bieten, sind dabei nahezu unerschöpflich und in allen Phasen der Produktlebenszyklus zu finden. Insbesondere gewinnt dabei auch die adäquate Einbindung von Kunden und Lieferanten in den Prozess weiter an Bedeutung. Dem gestiegenen Bedürfnis der Kunden nach individuellen Leistungen und Partizipation kann erfolgreich begegnet werden. Zudem kann der durch die Globalisierung gestiegenen Bedeutung der internationalen Vernetzung von Unternehmen Rechnung getragen werden. Die Teilkonferenz besteht aus drei Tracks: Im ersten Track Innovative Wertschöpfung mit Automotive Services wird dargestellt, welchen Nutzen Informationssyteme in der Automobilbranche haben. Dabei wird sowohl auf den Einsatz im Entwicklungs- und Vertriebsprozess als auch auf die Möglichkeiten digitaler Systeme im Automobil selbst eingegangen. Im Track Zukunftsfähigkeit unternehmensweiter Anwendungssysteme werden künftige Chancen und Risiken entsprechender Systeme diskutiert und darauf basierend notwendige Entwicklungen erörtert. Dabei werden Besonderheiten verschiedener Branchen wie Handel und Produktion, aber auch allgemeine Anforderungen wie der Umgang mit komplexen Unternehmensnetzwerken und die Bedienfreundlichkeit angesprochen. Die umfangreichen Möglichkeiten moderner Software in Logistik und Verkehr sind der Fokus des dritten Tracks der Teilkonferenz. Es werden neben diversen Anwendungen in verschiedenen Verkehrssystemen, wie dem öffentlichen Nahverkehr oder dem Flugverkehr, auch die Möglichkeiten neuer Technologien beispielsweise zur

11 10 Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2012 automatischen Erkennung der aktuellen Situation und darauf basierender Entscheidungstreffung in logistischen Prozessen beschrieben. Insgesamt wurden in den drei Tracks der Teilkonferenz von 31 Einreichungen 21 Beiträge angenommen. Die Anzahl spricht deutlich für die hohe Wichtigkeit der Thematik. Die Organisatoren danken allen Autoren für Ihre Einreichungen. Ein besonderer Dank gilt auch den Organisatoren der MKWI 2012 in Braunschweig sowie dem Programmkomitee und den Gutachtern der Teilkonferenz für Ihr Engagement: Prof. Dr.-Ing. Stephan Aier Prof. Dr. Jörg Becker Prof. Dr. Christian Bierwirth Prof. Dr. Stefan Bock Prof. Dr. Catherine Cleophas Dr. Jan Fabian Ehmke Dr. Torsten Fahle Dr. Tore Grünert Prof. Dr. Hans-Otto Günther Prof. Dr. Axel Hahn Prof. Dr. Richard Hartl Dr. Holger Hoffmann Stefan Hörmann Prof. Dr. Natalia Kliewer Dr. Achim Koberstein Prof. Dr. Helmut Krcmar Prof. Dr. Christine Legner Prof. Dr. Jan Marco Leimeister Prof. Dr. Peter Loos Prof. Dr. Taieb Mellouli Peter Möhl Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz Michael Schermann Tobias Schlachtbauer Prof. Dr. Bernd Scholz-Reiter Dr. Jörn Schönberger Sergej Truschin Dr. Peter Wagner Manuel Wiesche Dr. Axel Winkelmann

12 Book of Abstracts 11 Informationssysteme in Industrie und Handel Track 1: Innovative Wertschöpfung mit Automotive Services (Jan Marco Leimeister, Universität Kassel; Helmut Krcmar, TU München; Holger Hoffmann, Universität Kassel; Michael Schermann, TU München) Session 1: Mittwoch, 11:00-12:40 Uhr Magenta Chair: Michael Schermann Terminmanagement in Fahrzeugentwicklungsprojekten der Automobilindustrie Dennis Krull TU Braunschweig; Dirk Christian Mattfeld TU Braunschweig; Fahrzeugentwicklungsprojekte werden mit einer zunehmenden Anzahl von Partnern geplant und gesteuert. Im Terminmanagement werden Projekte nach einer dezentralisierten Methode geplant, wobei jeder Partner einen eigenen Terminplan bearbeitet, der mit Plänen anderer Partner verknüpft ist. Systemhäuser von Projekt- Management-Software (PMS) stellen die dazu erforderlichen Verknüpfungsfunktionalitäten in rudimentärer Form zur Verfügung. Aus Sicht der Forschung weisen PMS noch Defizite in Bezug auf generische Verknüpfungsfunktionalitäten auf. In diesem Artikel wird die organisatorische Komplexität einer Multiprojekt-Umgebung durch eine kybernetische Sichtweise aufgezeigt. Hiervon abgeleitet wird ein Modell vorgeschlagen, welches die Objekte des Terminmanagements strukturiert, um schließlich generische Verknüpfungsprimitiven aufzuzeigen. Die Geschlechter im E-Commerce Eine empirische Studie über das (Such-) Verhalten und das Erleben von Emotionen am Beispiel der Produktkonfiguration Markus Weinmann TU Braunschweig; Susanne Robra- Bissantz TU Braunschweig; Studien zu geschlechterspezifischem Verhalten in realen Shop-Umgebungen kommen zum Ergebnis, dass Frauen gerne und lange einkaufen, während Männer dabei eher negative Emotionen verspüren. Auf Basis der Selectivity Model -Theorie, die besagt, dass Frauen umfassende Informationssammlerinnen ( comprehensive processors ) und Männer heuristische Informationssammler ( selective processors ) sind, hypothetisieren wir, dass analog zum Offline-Kaufverhalten Frauen auch in Online-Shopping-Umgebungen umfangreicher Informationen sammeln, während Männer eher Negativ-Emotionen verspüren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass gegensätzlich zum Offline-Shopping Männer in einer virtuellen Shopping-Umgebung umfangreicher Informationen sammeln als Frauen. Hingegen konsistent mit unserer Hypothese ist, dass Männer eher Negativ-Emotionen erleben. Nutzen digitaler Mehrwertdienste im Automobil Achim Ekkehard Henning Wolf Ludwig-Maximilians-Universität München; Alexander Benlian Ludwig-Maximilians-Universität München; Thomas Hess Ludwig-Maximilians-Universität München; Automobilhersteller und Zulieferbetriebe bieten immer vielfältigere Optionen an, um Internetkonnektivität und digitale Mehrwertdienste im Automobil nutzbar zu machen. Die

13 12 Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2012 vorliegende Arbeit präsentiert eine empirische Erhebung zum Vergleich von relativen Wichtigkeiten der Teilnutzenattribute, die bei der Kaufentscheidung für digitale Mehrwertdienste im Automobil von Konsumenten evaluiert werden. Durch eine online Umfrage wurden die Präferenzen von Konsumenten in ihrer Rolle als Autofahrer erhoben und in einer adaptiven Conjoint-Analyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Auswahl digitaler Dienste neben Navigationsdiensten die Funktionalität sicherheits- und fahrzeugbezogener Angebote die höchste relative Wichtigkeit besitzt. Relativ weniger wichtig sind den Befragten Individualisierbarkeit und ästhetische Merkmale. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion der Ergebnisse und Implikationen für weitere akademische Arbeiten sowie für Anbieter digitaler Mehrwertdienste in der Automobilindustrie. Track 2: Zukunftsfähigkeit unternehmensweiter Anwendungssysteme (Norbert Gronau, Universität Potsdam) Session 1: Mittwoch, 14:00-15:40 Uhr Magenta Chair: Hanna Theuer Towards a Process Model for Efficient Customer Relationship Management System Selection Ina Friedrich Accenture; Michael H. Breitner Leibniz Universität Hannover; Changes to the economic and competitive environment require a reorientation of companies communication activities, which has implications for the customer relationship management (CRM). Assistance provided by information communication technology (ICT) is an important component of reacting to these potential changes. The failure rate of CRM implementation projects is high when it comes to measuring the impact. It is crucial to evaluate system solutions before making an investment decision. Based on a literature review, the authors developed a CRM evaluation approach to select CRM systems that suit the particular needs of a company. This approach resulted in a CRM system selection (CRMSS) model that covers the whole process of evaluating CRM systems, once a CRM strategy has been defined, and before the implementation phase begins. In-Memory Data Management im Einzelhandel: Einsatzbereiche und Nutzenpotentiale Gunther Piller Fachhochschule Mainz; Jürgen Hagedorn SAP AG; Aktuelle Entwicklungen im Bereich In-Memory Data Management können die Art und Weise, wie betriebliche Anwendungen in Zukunft genutzt werden, signifikant verändern. So ist es möglich, große Volumen von Einzelbelegen direkt in Hauptspeichern vorzuhalten und dort mit hoher Geschwindigkeit zu bearbeiten. Um In-Memory Data Management erfolgreich einzuführen und weiterzuentwickeln, ist es notwendig zu verstehen, welche Arten von Anwendungen von dieser Technologie am meisten profitieren können. Hierzu beschreiben wir mögliche Einsatzbereiche aus dem Einzelhandel. Die Verallgemeinerung

14 Book of Abstracts 13 von Geschäfts-prozesseigenschaften und Nutzenpotentialen führt zu typischen Anwendungsmustern. Handlungsfelder der gestaltungsorientierten Wirtschaftsinformatik im Kontext der Digitalen Fabrik Philip Hollstein Universität Stuttgart; Jens Lachenmaier Universität Stuttgart; Heiner Lasi Universität Stuttgart; Hans-Georg Kemper Universität Stuttgart; In Wissenschaft und Praxis beschäftigen sich unterschiedliche Disziplinen mit Methoden, Konzepten und Werkzeugen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit industrieller Unternehmen. Hierfür hat sich der Begriff der Digitalen Fabrik interdisziplinär etabliert, wobei festzustellen ist, dass ein einheitliches und disziplinübergreifendes Verständnis bisher nicht existiert. In diesem Beitrag werden daher die verschiedenen Definitionen für die Digitale Fabrik aufgezeigt sowie deren Bestandteile strukturiert dargestellt. Darauf aufbauend erfolgt die forschungstheoretisch begründete Zuordnung derjenigen Teilgebiete, die zu den Handlungsfeldern der gestaltungsorientierten Wirtschaftsinformatik gehören. Basierend auf der Erkenntnis, dass die Digitale Fabrik bisher ingenieurswissenschaftlich getrieben ist, werden für die identifizierten Felder Handlungsempfehlungen für die Wirtschaftsinformatik abgeleitet. Zum Potential von Event-Driven Architecture für komplexe Unternehmensnetzwerke Thomas Buckel Universität Würzburg; Die Komplexität globaler Unternehmensverbände erzeugt eine hohe Heterogenität hinsichtlich der beteiligten Informationssysteme. Damit verbunden nimmt die Anzahl verwobener und den Geschäftsablauf beeinflussender Ereignisse erheblich zu, die von zahlreichen Quellen produziert werden. Das in dieser Arbeit vorgestellte Einsatzszenario einer Serviceorientierten Architektur (SOA) in Verbindung mit der Technologie der Event- Driven Architecture (EDA) bietet großes Potential, Struktur in die Fülle an auftretenden Ereignissen zu bringen, diese effektiv zu verarbeiten und gewinnbringend in den Geschäftsablauf zu integrieren. Intelligent verbunden und die Vorteile dieser Informationsarchitektur ausnutzend, kann ein derartiges Konzept Wettbewerbsvorteile für die gesamte, globale Lieferkette und damit einhergehend für jedes einzelne beteiligte Unternehmen schaffen. Session 2: Mittwoch, 16:00-17:30 Uhr Magenta Chair: Hanna Theuer Manufacturing Execution Systeme die neue Generation von Produktionsplanungsund -steuerungssystemen? Philipp Louis Philipps Universität Marburg; Sebastian Olbrich Universität Duisburg-Essen; Manufacturing Execution Systeme (MES) sind eine relativ neue Klasse von Anwendungssystemen, die immer mehr in den Mittelpunkt bei der Betrachtung der IT- Unterstützung für die Industrie rücken. Dem Integrationsgedanken der

15 14 Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2012 Wirtschaftsinformatik folgend, steht bei diesen Systemen die integrative Unterstützung sämtlicher Produktionsprozesse - also auch der Produktionsplanung und -steuerung - im Fokus. Hierbei stellt sich unmittelbar die Frage, ob diese neuen Systeme traditionelle Produktionsplanungs und -steuerungs Systeme (PPS-Systeme) ersetzen oder sie ergänzen sollten. Diese Frage soll im vorliegenden Artikel dadurch bearbeitet werden, indem die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen PPS-Systemen und MES expliziert und Integrationsempfehlungen gegeben werden. Defizite und Potentiale im Bereich der Usability betriebswirtschaftlicher Anwendungen in Kleinst-, Klein- und Mittelständischen Unternehmen am Beispiel des Freistaats Sachsen Christian Lambeck TU Dresden; Christian Leyh TU Dresden; Die Mehrheit betriebswirtschaftlicher Anwendungen nutzt zur Darstellung formularbasierte Dialoge, Menüs und tabellarische Auflistungen. Das damit verbundene Defizit äußert sich in der vollumfänglichen Präsentation des Informationsraums (z.b. in Form einer Tabelle mit mehreren tausend Datensätzen). Die Möglichkeiten, den Detailgrad sowie die Darstellungsform der Informationen zu bestimmen, sind nur sehr eingeschränkt vorhanden. Zudem muss der Anwender über Kenntnisse der Dialogstruktur verfügen, um mit den Daten sowie den Operationen auf ihnen umgehen zu können. Die vorliegende Studie soll die Potentiale und Defizite am Beispiel des Freistaats Sachsen genauer untersuchen. Sie soll zudem Aufschluss darüber geben, welche Bedürfnisse bezüglich der Benutzeroberfläche vorhanden sind und welchen Schwerpunkten sich anschließende Forschungsfragen widmen sollten Track 3: Informationssysteme in Logistik und Verkehr (Natalia Kliewer, Freie Universität Berlin; Leena Suhl, Universität Paderborn; Jan Fabian Ehmke, Technische Universität Braunschweig) Session 1: Donnerstag, 09:00-10:40 Uhr Magenta Chair: Natalia Kliewer; Jan Fabian Ehmke Dynamische Neuplanung der Touren von Express Trucks unter Einbeziehung einer FCD-basierten Verkehrslage Rüdiger Ebendt Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR e.v.); Alexander Sohr Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR e.v.); Louis Calvin Touko Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR e.v.); Peter Wagner Deutsches Zentrum für Luftund Raumfahrt (DLR e.v.); In den letzten zehn Jahren wurden im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Reihe von prototypischen ITS-Diensten entwickelt, die auf Floating Car Data (FCD) basieren. Eine Schlüsselanwendung ist dabei ein FCD-basiertes System zur Verkehrslenkung und Routenüberwachung. Dieses System wurde im BMWi-Förderprojekt

16 Book of Abstracts 15 SmartTruck erweitert. Ein wichtiges Ziel dieses Projektes war die Verwendung von historischen und aktuellen Verkehrsinformationen für die energiesparende, optimierte offline-planung und anschließende dynamische online-neuplanung der Stoppreihenfolgen von Touren der DHL Express Trucks in Berlin. Diese Arbeit diskutiert die Architektur und eine wesentliche Neuerung des hierbei verwendeten FCD-Systems, eine Datenbank mit Performanzprofilen von Methoden zur Bearbeitung von Routenanfragen. Bieterunterstützung in kombinatorischen Auktionen für Gebietsausschreibungen Atilla Yalcin Universität Paderborn; In diesem Beitrag wird der Einsatz von kombinatorischen Auktionen in Gebietsausschreibungen beschreiben. Obwohl kombinatorische Auktionen ökonomisch sinnvoll sind, weisen sie eine hohe Komplexität auf. Hierfür wären weitere Entscheidungsunterstützungen hilfreich. Dazu präsentieren wir Möglichkeiten der Entscheidungsunterstützung für den Bieter, um seine Gebote zu verbessern. Neuartig bei unserem Ansatz ist, dass wir zusätzlich zur Preisunterstützung für den Bieter auch Empfehlungen zu seiner Gebietsstruktur zur Verfügung stellen. Wir bewerten die Bieterunterstützung anhand einer experimentellen Untersuchung. Konzeption eines entscheidungsunterstützenden Systems zur operativen Planung intermodaler Verkehre mittels Multiagentensystemen Christian Hillbrand V-Research GmbH Industrielle Forschung und Entwicklung; Susanne Schmid V- Research GmbH Industrielle Forschung und Entwicklung; Rainer Frick V-Research GmbH Industrielle Forschung und Entwicklung; Die operative Planung intermodaler Transportketten besteht aus vielfältigen, wechselseitig miteinander verknüpften Entscheidungsproblemen. Dieser Beitrag präsentiert einen konzeptionellen entscheidungsunterstützenden Ansatz zur simultanen Lösung dieser Fragestellungen auf Basis von Multiagentensystemen. Durch die im Rahmen dieser Arbeit verfolgte verteilte Modellierung von Strukturinformationen und Optimierungsmechanismen wird dem Umstand Rechnung getragen, dass in einem weit verzweigten Transportnetz eine kaum zu überschauende Anzahl von Akteuren in stark dynamischen Beziehungen zueinander steht, wodurch eine Abbildung eines globalen Modells nahezu unmöglich wird. (Re-)Allokationsstrategien für flexible Produkte Jörn Schönberger Universität Bremen; Volatile Entscheidungskonstellationen werden typischerweise als eine Sequenz miteinander verknüpfter statischer Entscheidungsinstanzen (d.h. als Online- Entscheidungsproblem) repräsentiert. Diese Instanzen werden sukzessive bearbeitet. Eine wesentliche Herausforderung, die bei der Definition von Entscheidungsunterstützungssystemen für Online-Entscheidungsprobleme bewältigt werden muss, besteht in der Bewältigung der logischen Abhängigkeiten zwischen den nacheinander bearbeiteten Instanzen. In diesem Artikel untersuchen wir ein Online- Entscheidungsproblem aus der Transportlogistik. Es wird untersucht, ob einmal getroffene Allokationsentscheidungen in späteren Instanzen modifiziert oder beibehalten werden sollten. Verschiedene Re-Allokationsstrategien werden vorgeschlagen und in computerbasierten Simulationsexperimenten evaluiert.

17 16 Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2012 Session 2: Donnerstag, 13:00-14:40 Uhr Magenta Chair: Natalia Kliewer; Jan Fabian Ehmke Modellgetriebene ad-hoc Integration von Logistikdienstleistern - Integrationsansatz und Prototyp Robert Kunkel Universität Leipzig; André Ludwig Universität Leipzig; Bogdan Franczyk Universität Leipzig; Der Logistikdienstleistungssektor ist durch arbeitsteilige sowie kurz-, mittel- und langfristige Zusammenarbeit gekennzeichnet. Insbesondere Fourth Party Logistics (4PL) stehen permanent vor der Aufgabe unterschiedliche Logistikdienstleister und damit auch deren Informationssysteme ad-hoc und medienbruchfrei in unternehmensübergreifende Informationsflüsse zu integrieren. Dieser Beitrag stellt verschiedene logistikspezifische Integrationsvarianten, einen modellgetriebenen Integrationsansatz sowie ein Lösungskonzept auf Basis der Logistik Service Engineering & Management (LSEM)- Plattform vor. Die Umsetzung eines hierfür entwickelten Prototyps veranschaulicht das Lösungskonzept. Dezentrales Koordinationskonzept zur multilateralen kollaborativen Produktionsund Distributionsplanung Bernd Hellingrath Westfälische Wilhelms- Universität Münster; Peer Küppers Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Carsten Böhle Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Michael Könning Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Modelle, die integrativ Produktions- und Transportplanung simultan optimieren können, stoßen in der aktuellen Supply Chain Management-Forschung ebenso wie Konzepte zur dezentralen Planung auf großes Interesse. Im vorliegenden Beitrag wird ein VMI-Konzept vorgestellt, das eine koordinierte Planung der Lieferdaten und mengen bzw. der Transporte zwischen den beteiligten Lieferanten anstrebt. Es wird gezeigt, welche Verbesserungen erzielt werden können und welches die daraus resultierenden Anforderungen an ein Framework zur Abbildung und Lösung dezentraler Planungskonzepte sind. Kontextbasierte Eventerkennung in der Logistik mit drahtloser Sensornetztechnologie Sebastian Zöller Technische Universität Darmstadt; Andreas Reinhardt Technische Universität Darmstadt; Ulrich Lampe Technische Universität Darmstadt; André Miede Technische Universität Darmstadt; Ralf Steinmetz Technische Universität Darmstadt; Eine lückenlose Echtzeitüberwachung von Logistikprozessen erlaubt es Events frühzeitig zu erkennen und auf diese angemessen zu reagieren und eröffnet das Potential Haftungsfragen leichter zu klären und Versicherungsprämien zu senken. Mittels drahtloser

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